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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Stern567:

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Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher

Perfekt für Katzenfreunde!

Mit „Cats Tagebuch – Lass die Ratte aus dem Sack!“ legt Franziska Höllbacher einen humorvollen Reihenauftakt vor, der Comic, Tagebuch und Kinderroman gekonnt miteinander verbindet. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Katers Knutbert, dessen gemütliches Leben plötzlich aus den Fugen gerät, als ein geheimnisvolles Biest die Nachbarschaft in Angst versetzt und ausgerechnet er unter Verdacht gerät.

Mit viel Witz, schlagfertigen Gedanken und liebevollen Illustrationen entwickelt sich eine turbulente Spurensuche voller Missverständnisse und tierischer Abenteuer. Die Mischung aus kurzen Texten und Comic-Elementen sorgt für ein flottes Lesetempo und spricht besonders Kinder ab neun Jahren an. Gleichzeitig überzeugt das Buch mit sympathischen Figuren und augenzwinkerndem Humor, der auch erwachsene Katzenfans zum Schmunzeln bringt. Ein unterhaltsamer Reihenstart, der Lust auf weitere Abenteuer mit Knutbert macht.

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Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack!

Rezensionen von Kokoloreslot:

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Edward von Stechowsky von Moritz Neumeier

Träume dürfen auch sehr, sehr groß sein - Pieks-Spaß für alle!

„Edward von Stechowsky – Von einer Mücke, die sich etwas Größeres erträumte“ von Moritz Neumeier und Timo Zett ist ein urkomisches, lehrreiches Bilderbuch für Kinder und Erwachsene, das lange Zeit gereift ist.

Es erzählt die Geschichte einer Mücke, die anders ist als die anderen und sich traut, unbeirrt gegen den Strom zu schwimmen.

Das Vorlesen der Reime bereitet großen Spaß, während die Kleinen staunend die Seiten betrachten: Mal zoomt die Illustration nah heran, mal bietet sie mehrere Bildinhalte, wechselt in die Vogelperspektive oder spielt mit dem Text. Die Reime sind flüssig, rhythmisch und gehen leicht ins Ohr – was ich sehr wichtig finde.

Edward besticht durch viel Charisma: Seine prägnante Mimik hat uns immer wieder zum Lachen gebracht. Edward hat uns alle begeistert. Die gesamte Umsetzung wirkt durchdacht und fein abgestimmt, sodass wirklich keine Wünsche offenbleiben.

Besonders gefallen haben mir die kreativen Lösungen, mit denen Moritz Neumeier und Timo Zett mit klugem Humor und künstlerischem Anspruch Kinder begeistern. Dahinter steckt natürlich auch eine „Moral von der Geschicht“: Neben Individualität, großen Träumen und dem Mut, man selbst zu sein, geht es auch darum, selbst die Kleinsten zu achten.

Die ganze Familie findet: es ist ein unterhaltsames und sehr lesenswertes Bilderbuch für alle!

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Edward von Stechowsky

Rezensionen von Ruth:

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Tage am Fluss von Jochen Mariss

Unterhaltsam und zugleich nachdenklich stimmend

Der 71jährige Autor hat sich bisher mit Fotografien und Gedichten einen Namen gemacht. Nun ist mit „Tage am Fluss“ sein Debutroman erschienen. Zwar mögen das wunderschöne Cover und der Klappentext einen leichten Sommerroman versprechen, doch der Text erweist sich als weitaus tiefgründiger.
Sara Harmsen, eine Frau Ende Vierzig, lebt allein mit ihrer Hündin Luna, drei Schafen und sieben Hühnern auf einem abgelegenen Hof am Fluss.

Daneben betreibt sie in vierter Generation eine kleine Fähre, die das Dörfchen Erlengrund mit der nächstgelegenen Kreisstadt verbindet. Die menschenscheue Frau hat sich in ihrer Einsamkeit gut eingerichtet. Doch nicht wenigen im Dorf ist die Fähre ein Dorn im Auge. Sie wünschen sich endlich eine Brücke über den Fluss und versprechen sich davon eine zuverlässigere Anbindung und Touristen im Ort. Dazu bräuchte man allerdings das Grundstück „Zum grünen Mond“ um Saras Haus. Diese ist aber keineswegs bereit, ihr „kleines Paradies“ herzugeben und sich selbst überflüssig zu machen, obwohl der zunehmend niedrigere Wasserstand einen geregelten Fährbetrieb erschweren.
Eines Abends taucht als letzter Fahrgast ein junger Mann auf, durstig, mit verschmutzter Kleidung und blutender Schläfe. Sara verarztet die Wunde und lässt ihn eher widerwillig bei sich übernachten.
Dieser Leon ist ein engagierter Klimaaktivist, der an einer Waldbesetzung beteiligt und dabei mit der Polizei in Konflikt geraten war. Er hofft, bei der mürrischen Frau ein paar Tage Unterschlupf zu finden. Obwohl Sara ahnt, dass Leon etwas zu verbergen hat, lässt sie sich darauf ein. Im Gegenzug soll er ihr zur Hand gehen. Bei den Arbeiten an Haus und Hof kommen sich die beiden ungleichen Charaktere näher. Es eint sie die Liebe zur Natur, deshalb kann Sara auch auf Leons Unterstützung im Kampf gegen die örtlichen Brückenbefürworter rechnen.
Jochen Maris hat mit Sara und Leon zwei komplexe Figuren geschaffen, die beide schwer an alten Wunden, Schuldgefühlen und Ängsten leiden. Und es dauert lange, bis sie ihr Misstrauen überwinden und sich öffnen können.
Ein dominanter und gewalttätiger Vater, in dessen Schatten eine verkümmerte Ehefrau und ein verängstigter Sohn, dazu ein schreckliches Erlebnis in der Vergangenheit haben aus Sara eine Frau gemacht, die Angst hat vor tieferen Bindungen, ihre Unabhängigkeit bewahren will und deshalb die Menschen meidet. Lieber kümmert sie sich um ihre Tiere, ihr Haus und ihren Garten, auch wenn die Arbeit für eine Frau allein zu viel ist. Zukunftsängste versucht sie zu verdrängen.
Leon steht stellvertretend für all die jungen Menschen, denen die Probleme in der Welt, allen voran der Klimawandel, nicht gleichgültig sind, sondern die aktiv werden. Dabei plagen ihn viele Zweifel. Was kann er tun und was bewirken? „ Er hatte das Gefühl, vor einem Haus zu stehen und verzweifelt zu rufen: Es brennt! Die Leute kamen an ihre Fenster und brüllten zu ihm runter: Ruhe! Sie fühlten sich in ihrem schönen Leben gestört. Sie wollten nicht hören, was er sagte, weil er schlechte Nachrichten überbrachte. Dass es die Wahrheit war, spielte dabei keine Rolle.“
Bei Sara ( und bei mir ) findet er ein offenes Ohr für seine Ängste. Wer so wie sie ( und ich ) mit und in der Natur lebt, kann die warnenden Anzeichen nicht übersehen.
Diese Figur des Leon gibt dem Autor die Möglichkeit, seine „Botschaft“ glaubhaft und nicht aufdringlich rüberzubringen.
Neben den authentischen Figuren sorgen die poetischen Naturbeschreibungen und die stimmungsvollen Schilderungen dafür, dass kein Thesenroman daraus geworden ist.
Das Buch lässt den Lesenden trotz der verhandelten Themen nicht trostlos zurück.
Indem Sara sich auf die Beziehung zu dem fremden jungen Mann einlässt, kann sie vieles mit anderen Augen sehen. Und sie lernt, Vergangenes loszulassen und sich selbst zu verzeihen.
Und auch Leon findet seinen Platz im Leben.
So ist es nur folgerichtig, wenn Jochen Maris sein Buch all denen widmet, „die trotz allem, was tagtäglich geschieht auf unserem blauen Planeten, nicht aufgeben, nicht abstumpfen, nicht verbittern, nicht gleichgültig werden, …, sondern Tag für Tag, so gut es geht und auf ihre Art, dem Unrecht die Stirn bieten und das Leben umarmen.“
Es ist zu wünschen, dass dieser unterhaltsame Roman mit seiner emotionalen Geschichte Leserkreise erreicht, die sich ansonsten wenig mit ökologischen Fragen auseinandersetzen und die so für diese Problematik sensibilisiert werden können.

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Tage am Fluss

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Fehlerhaft und wunderbar von Antoine Laurain

Klug und liebenswürdig

Bei jeder Ankündigung eines neuen Romans von Antoine Laurain bin ich gespannt, was er sich nun wieder ausgedacht hat, mit welchen verrückten Ideen er dieses Mal auftrumpfen wird.

Auf den ersten Blick hört sich die Idee von "Fehlerhaft und wunderbar" - Eltern schreiben das verhauene Diktat ihres Sohnes selbst - nicht verrückt, sondern sehr banal an, doch dann gehen den Lesenden (wie immer bei Laurains Romanen) Kronleuchter auf und ich frage mich, wie er wohl auf die Idee zu diesem Roman kam.

Was war zuerst, das Huhn oder das Ei?

Bzw. Prosper Mérimées berühmtes Diktat oder die Tatsache, dass Laurain (wie er im Nachwort verrät) selbst nicht gut im Diktat schreiben war, aber doch Autor geworden ist? Vielleicht ist der Auslöser auch nur der geglückte Rekordversuch im Diktatschreiben mit 1397 Teilnehmer*innen, welches im Juni 2023 auf den Champs-Élysées stattfand. Egal, was es war, die Idee war toll und ich habe den Roman mit grossem Vergnügen gelesen.

Ein Diktat zu schreiben, kann bei Menschen Angst auslösen. Es kann Menschen dazu bringen, über ihr Leben nachzudenken, was in Laurains Roman einige tun werden. Selbst ich habe während dem Lesen überlegt, welche Erinnerungen ich ans Diktate schreiben habe. Obwohl ich immer sehr gut war, hab ich tatsächlich in einem wichtigen Diktat ein mir unbekanntes Wort falsch geschrieben, und so entschied schlussendlich vielleicht genau dieser fehlende Punkt über meine weitere Schulkarriere. Einzelne Entscheidungen sind ja immer ein Rattenschwanz.

Dikate schreiben kann Menschen einander aber auch näher bringen, wie die Protagonist*innen in "Fehlerhaft und wunderbar". Später wagen sie sich an das legendäre "Dictée de Mérimée", das die Charaktere ebenfalls nachdenklich werden lässt. Denn wie so oft bei Laurains Romanen, löst etwas Einfaches bei sämtlichen im Roman vorkommenden Figuren etwas aus, mal im Kleinen, mal im Grossen, und zieht seine Wege. Und alles nur aufgrund eines Schuldiktats.

Antoine Laurain baut die Geschichte gut auf, setzt überraschende Elemente hinein und bringt die Geschichte zu einem runden, sehr stimmigen Abschluss. Das einzige Manko: sie ist viel zu kurz. Schade, waren nicht noch mehr Personen am Picknick dabei! Die Essenz der Geschichte: Fehler sind erlaubt - im Diktat und im Leben.

Fazit: Erneut ein genialer Coup des Autors, eine kluge und gleichzeitig sehr liebenswürdige Geschichte
4.5 Sterne

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Fehlerhaft und wunderbar

Rezensionen von Schlafmurmel:

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Er lügt von Rebecca Taylor McKay

Traumkulisse mit dunklen Geheimnissen – leider mit enttäuschendem Finale

Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Auf den ersten Blick wirkt es eher wie ein Roman als ein Thriller – mit dem Meer, der Brücke und dem gelben Flitzer. Doch der Riss im Titel und der geheimnisvolle Klappentext machen neugierig und lassen vermuten, dass sich hinter der idyllischen Fassade weit mehr verbirgt.

Die Geschichte beginnt ruhig und entwickelt sich zunächst langsam. Im Mittelpunkt steht die zweijährige Ehefrau Clara, die nach einer längeren Krankheit gemeinsam mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Spencer die Flitterwochen an der traumhaften Amalfiküste verbringt. Eigentlich sollte sie glücklich sein – doch schnell kommen Zweifel auf. Spencer verhält sich merkwürdig, wirkt verschlossen und scheint ihr wichtige Dinge zu verheimlichen. Als Clara schließlich die anonyme Botschaft „Er lügt“ erhält, wächst ihr Misstrauen immer mehr.
Auch das andere Ehepaar im Hotel, Vivian und Fred, trägt zur geheimnisvollen Atmosphäre bei. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, fast so, als wäre alles sorgfältig geplant. Warum war die Hochzeit mit Clara so überstürzt? Was verschweigt Spencer? Und wer spielt hier tatsächlich ein falsches Spiel? Mit jeder Seite entstehen neue Fragen, während hinter der perfekten Fassade immer mehr dunkle Geheimnisse zum Vorschein kommen.
Die Geschichte konnte mich mit ihrer unterschwelligen Spannung und den vielen offenen Fragen lange bei der Stange halten. Ich wollte unbedingt wissen, was wirklich hinter allem steckt. Umso enttäuschter war ich allerdings vom Ende, das meine Erwartungen leider nicht erfüllen konnte und für mich zu wenig Wirkung hatte.

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Er lügt

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Das Waldhotel der Tiere von Elise Schröder

Ein wunderschönes Kinderbuch

Schon der erste Anblick des Covers ist ein optisches Highlight : wunderschöne Illustrationen und auch der Einband ist fest und hochwertig, da können kleine Kinderhände auch mal zupacken.
Das Waldhotel der Tiere ist ein so süß geschriebenes Buch, das uns von einem Waldhotel erzählt, in dem jedes Tier Platz findet und wie dort gemeinsam der Alltag und auch ein paar Abenteuer bestritten werden.

Wunderschön illustriert und in Reimen, werden die einzelnen Tiere gezeigt, welche Aufgabe sie haben, was sie zusammen machen. Die Reime sind sehr schön und lädt dazu ein, mitzusprechen, wenn man das Buch ein paar Mal vorgelesen hat – für die Kinder wirklich sehr schön.
Ganz toll finde ich auch die Haptik des Buches : da es einen festen Einband hat, geht es auch nicht so schnell kaputt.
Das Thema und der Hintergrund des Buches, nämlich, wie toll man alles zusammen machen kann und wie egal es ist, wer zu welcher Tierrasse gehört ist für mich richtig mega umgesetzt. Kinder lernen hier, wie schön die Gemeinschaft ist und dass es völlig egal ist, wer woher kommt – für mich richtig toll und kindgerecht umgesetzt.
Ein absolut tolles Kinderbuch, welches man auch sehr schön verschenken kann und den Kleinen ganz viel Spaß macht ! Dafür gibt es von mir eine ganz klare Empfehlung !

Das Buch „Das Waldhotel der Tiere“ von Elise Schröder ist am 03. Juni 2026 im Verlagshaus Schlosser erschienen.

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Das Waldhotel der Tiere

Rezensionen von rewareni:

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Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit von Tom Sacher

Liesel und der Fotograf

Als am 8. Dezember 1881 in Wien am Ringtheater ein verheerendes Feuer ausbricht, das viele Menschenleben fordert, gelingt es Ludwig Ganghofer gerade noch rechtzeitig die Schauspielerin Lolo von Trotta zu retten. Ihre Karriere ist zerstört und ihr Ruf seit einem skandalträchtigen Treffen mit dem hawaiianischen König sowieso längst ruiniert.

Als einige Zeit später eine Tänzerin aus dem Gefolge der Schwester des Königs stirbt, stellt sich die Frage, ob es eine Verbindung zu Lolo gibt. Kaiserin Sisi schickt ihre Kammerdienerin Liesel und den Hoffotograf Angerer in einer geheimen Mission nach Brünn und Prag, wo die beiden schon bald auf zwielichtige Gestalten treffen. Dass die beiden auch immer wieder in gefährliche Situationen geraten, macht es ihnen nicht leicht mit ihren Ermittlungen, wo es sogar auch einige Tote gibt. Zurück in Wien weiß Liesel, dass ihr nur wenig Zeit bleibt, um einen weiteren Mord zu verhindern.
Der Autor Tom Sacher, den man auch als Michael Seitz kennt, hat mit seinem historischen Roman ,,Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit“ eine spannende, informative und vor allem eine humorvolle Geschichte geschrieben rund um Liesel und dem Fotografen zur Zeit am Hof von Kaiserin Sisi.
Auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, kann man problemlos der neuen Geschichte folgen. Der Autor verbindet in seinem Roman tatsächliche Ereignisse, sowie historische Personen mit einer fiktiven Geschichte. Zu Beginn im Namensregister sind historisch verbürgte Personen mit einen Sternchen gekennzeichnet, wo man als Leser eine große Hilfe bekommt.
Da war es manchmal trotzdem nicht immer leicht alle auseinander zu halten, wo so mancher Protagonist unter einem falschen Namen sein Unwesen getrieben hat.
Wie der Autor dabei die Kaiserin mit ihren bekannten Spleens beschrieben hat, hat mir gut gefallen. Das Thema zwischen der Gas Lobby und der neuen Errungenschaften der Elektrizität zieht sich durch die ganze Geschichte, wo diese wichtig für die Handlung ist, weil es dabei immer wieder zu spannenden und auch gefährlichen Szenen gekommen ist.
Liesel als Protagonistin ist einfach herrlich, die als Analphabetin und einfache Kammerdienerin mehr Menschenverstand und Herz besitzt, als so manch Adeliger. Sie kann schnell kombinieren, wie bei den Erklärungen wie Elektrizität funktioniert, welche Gefahren dabei entstehen können, und hatte dabei einen besseren Durchblick als ich zeitweise.
Die Szenen wo sie von einem Fettnäpfchen ins andere tappt und sie mit ihrem losen Mundwerk immer wieder an einer Bestrafung durch die Kaiserin entgeht, sind einfach köstlich. Auch im wienerischen Dialekt gesprochene Dialoge, passen gut in die Geschichte hinein. Mit dem Fotografen hat Liesel einen kongenialen Partner, der stets an ihrer Seite ist.
Sehr gut hat der Autor auch herausgearbeitet, die damaligen Standesdünkel die in adeligen Kreisen geherrscht haben, wo auch der Besuch der hawaiianischen Familie bei vielen ein Skandal war.
Man taucht gut in die damalige Zeit ein, wo der Humor nicht zu kurz kommt und wo dieser mit einer spannenden Geschichte, vielen Morden und Reisen durch Brünn, Prag und Wien einen lesenswerten und unterhaltsamen Roman bietet.

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Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit

Rezensionen von gerlisch:

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Beth is dead von Katie Bernet

YA-Thriller

Beth March wird tot aufgefunden und plötzlich geraten ihre eigenen Familienangehörigen unter Verdacht. Mit diesem starken Ausgangspunkt und mit der Ankündigung Murder Mystery Sensation des Jahres habe ich mich auf einen spannenden und fesselnden YA Thriller gefreut.
Die Geschichte wird aus vier Perspektiven der Schwestern erzählt und zusätzlich mit Rückblenden in die Vergangenheit verknüpft.

Diese immer wiederkehrenden Wechsel haben es mir anfangs schwer gemacht, in den Leseflow zu finden. Ich musste häufig überlegen, wer gerade erzählt.
Was mich überzeugt hat, war die familiäre Atmosphäre. Die Schwesternliebe, die unterschiedlichen Charaktere und die vielschichtigen Beziehungen. Hier zeigt der Roman meiner Meinung nach seine größte Stärke, die Dynamik innerhalb der Familie wirkt glaubwürdig und emotional.
Obwohl die Figuren gut angelegt sind, konnte ich keine echte Verbindung zu ihnen aufbauen. Ich hatte selten ein klares Bild vor Augen. Außerdem hat mich die Auflösung des Falls leider enttäuscht, es war für mich unglaubwürdig und vorhersehbar.
Die Story bietet dunkle Geheimnisse, toxische Beziehungen, überraschende Enthüllungen und lädt definitiv zum Miträtseln ein. Trotzdem verliert der Plot durch viele leere Dialoge an Tempo. Einige Szenen wirken unnötig in die Länge gezogen, wodurch die Spannung immer wieder abfällt.

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Beth is dead

Rezensionen von begine:

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All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer

Schwestern



Der Roman „All die Farben all das Licht“ ist das Debüt von Cora Wucherer.
Die Autorin schreibt mit faszinierendem Stil einen Roman, aus dem Leben gegriffen.
Es geht um zwei Schwestern, Luna 17 Jahre alt und Martha 14 Jahre. Bei Marthas Geburt ist die Mutter gestorben. Der Vater ist Pfleger im Krankenhaus.

Er erzieht seine Töchter allein.
Bei June ist Schwerhörigkeit testatiert worden und jetzt dauert es nicht mehr lange und sie erblindet. Sie hat das Ascher Syndrom, dadurch hat der Vater mehr auf Juna geachtet. Martha fühlte sich unsichtbar. Der Altersunterschied ist Schuld an der Spannung zwischen ihnen, das ist normal. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Später werden sie dann bestimmt Freundinnen. Das Ende kam etwas abrupt, aber es ist gut so.
Die Autorin hat abwechselnd June und Martha erzählen lassen. So ist das ein packender Roman geworden.

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All die Farben, all das Licht

Rezensionen von Danshi:

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Building Trust von April Dawson

Gefühlschaos mit Tiefgang

Was für ein wunderschönes Buch! Ich habe mich direkt in das Cover verliebt, das im Regal mit seinem optionalen Farbschnitt ein absoluter Blickfang ist und optisch perfekt zur emotionalen Geschichte passt. April Dawson entführt uns hier in die Welt von Josephine, genannt Phyn, die als Buchbloggerin arbeitet und an ihrem eigenen Roman schreibt.

Ihr Leben ist allerdings alles andere als leicht, da ihre Mutter als Senatorin mitten im Wahlkampf steckt und immensen Druck auf sie ausübt. Um den Erwartungen gerecht zu werden, nimmt Phyn ein Projekt im Familienunternehmen an und hofft auf die Nähe zu ihrem Jugendschwarm Gideon. Stattdessen wird ihr dessen Bruder Adric zugeteilt, der als Bad Boy gilt. Die beiden gehen ein Fake-Dating-Abkommen ein, um Adrics Ruf zu retten und Phyn Gideon näherzubringen. Doch Adric hat mich völlig überrascht. Hinter seiner Fassade steckt ein extrem feinfühliger, aufmerksamer Mann, der Phyn genau den Freiraum gibt, den sie braucht. Phyns langsame, glaubwürdige Entwicklung zu mehr Mut und das leise Umschwenken ihrer Gefühle haben mich tief berührt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, bildhaft und angenehm leicht zu lesen. Besonders das realistische Ende, das zeigt, dass manche Konflikte Zeit brauchen, hat mich überzeugt.
Für mich ist dieser zweite Band, den man problemlos ohne Vorkenntnisse lesen kann, ein absolutes Wohlfühlbuch mit einer herrlich tiefgründigen Slow-Burn-Romance geworden.

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Building Trust