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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

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Die magische Bibliothek der Buks 3: Der Phantánasische Schlüssel von Nina George; Jens J. Kramer

Ich liebe die Buks und ihre Freunde

Ich bin traurig, die Geschichte um die Buks, die Buchschutzgeister ist zu Ende. Die Bibliothek war in höchster Gefahr aber durch die KInder ist nichts und niemand zu Schaden gekommen und ich durfte Seite für Seite an diesen Abenteuern teilhaben.
Am Anfang wird ein neuer Bukling geboren oder vielmehr gebukst.

Es war lustig, wie der kleine Knirps in die Gemeinschaft auftauchte. Finn und Geraldine verschwinden in den Buchwelten und ein alter Feind der Bücher taucht wieder auf.
Wie die Autoren es schaffen auch im dritten Band immer wieder Neues über Bücher und dem Umgang damit zu erzählen war beeindruckend. Zitate, Autoren und ihre Werke, alles ist in dieser Geschichte verpackt und es macht neugierig auf diese Bücher wenn man sie noch nicht kennt. Klar sind einige Autoren nicht unbedingt für Kinder und Jugendliche geeignet aber auch die werden älter. Vor allem ist es spannend wenn nur eine Szene aus einem Buch beschrieben wird und es so plastisch geschieht das man es als Bild vor Augen hat. Genau so soll lesen sein. Ich konnte die Überraschung von Circe erleben als sie erführ das nicht nur Homer über sie geschrieben hat. Dieses sind nur zwei Einzelheiten aus diesem gelungenen Abschluss der Trilogie. Es gibt noch viele tolle Szenen über Mut, Vertrauen, Freundschaft, Familie und auch über das Abwägen welches Risiko oder welches der kleinere Fehler ist.
Die Welt, auch die Bücherwelt ist nicht nur schwarz oder weiß, sondern hat außer Grau noch sehr viele Farben. Die in der Bukschen Welt auch mal alle gleichzeitig schillern können.
Wer die Tintenherzgeschichten mag, für den sind die Buks genau richtig.

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Die magische Bibliothek der Buks 3: Der Phantánasische Schlüssel

Rezensionen von Ryria:

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Loki - Her Twisted Heart von Franka Neubauer

Unterwegs mit Loki

Griechische, römische und nordische Götter, alle zusammen in einer Welt, getrennt durch ein Tor von der Welt der Menschen.
Das Setting hat mir von Anfang an richtig gut gefallen, vor allem da die Götterwelten normalerweise ja eher getrennt sind. Eine Karte ihrer Welt veranschaulicht das Ganze zusätzlich nochmal schön.

Mitten drin sind natürlich der allseits bekannte Gott Loki sowie Harlow, die als eine Agrai die Welt der Menschen bewacht.
Auch das Konzept der Agrai fand ich sehr interessant und spannend, ebenso wie die Beschreibungen der Götterwelt samt Göttern und mystischen Wesen.

Die Geschichte wird überwiegend aus Harlows Perspektive erzählt, jedoch kommt auch Loki vereinzelt mal zu Wort. Sein Anteil hätte gerne noch ein wenig größer ausfallen können, aber generell hat mir Harlow als Erzählerin auch gefallen.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen, nur das Tempo habe ich teilweise als etwas komisch empfunden: Manche Szenen fühlten sich leicht überhastet an, andere hingegen als etwas zu lang.
Überwiegend mochte ich den Aufbau aber - die Einführung gelingt gut, es werden direkt einige Fragen aufgeworfen, die neugierig machen, während man in kleinen Häppchen mehr Infos über die Welt etc. erhält.
Während manche Fragen schnell beantwortet werden, kommen immer wieder auch neue hinzu, sodass die Spannung aufrechterhalten wird.
Auch die Kampfszenen und die Beschreibungen der Welt haben mir sehr gefallen, ebenso wie Lokis Charme in großen Teilen. Bei ihm habe ich manchmal allerdings noch den Funken des gewissen Etwas vermisst, genau wie bei der Liebesgeschichte.
Insgesamt hat mich die Geschichte aber bisher gut unterhalten und ich bin auf die Fortsetzung gespannt.

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Loki - Her Twisted Heart

Rezensionen von Petra Sch.:

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Mordseeparty von Emmi Johannsen

Zum runden Geburtstag eine Leiche

Der 40. Geburtstag von Caro Falk steht an, und dafür ist eine große Party geplant! Sogar ihre Schwestern reisen schon eine Woche vorher an - und zwar genau an dem Tag, an dem eine nackte männliche Leiche auf der Seehundbank vor dem Nordstrand gefunden wird.
Klar, dass Caro und Jan wieder ermitteln; sehr zum Missfallen von Kommissar Bachmann, der jedoch in jedem Band etwas mehr auftaut.

Ich denke, Caro und er können tatsächlich irgendwann sowas wie Freunde werden!
Schnell stellt sich heraus, dass der Tote Uwe Petersen ist, ein auf der Insel verhasster Borkumer, der nach einer schlimmen Kindheit ganz aus eigener Kraft ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde, doch kürzlich in Insolvenz gehen musste.
Er wurde eigentlich von allen Insulanern gehasst, denn er war unhöflich, arrogant, egoistisch und auch gewalttätig; vor allem Frauen gegenüber; auch seinen Angestellten. Der Fund auf der Seehundinsel ist auch sehr aussagekräftig, denn er wurde mal beschuldigt, die Seehunde vergiftet zu haben.
Somit bekommt man eine große Menge Tatverdächtiger (sowohl männlich, als auch weiblich) präsentiert. Man selbst schwenkt immer von einer/m Verdächtigen zur/m nächsten, denn viele hatten ein stichhaltiges Motiv.

Ich fand das Buch wieder toll, der Schreibstil ist so lebendig und mitreißend, und die Einschübe aus Tätersicht (auch gleich im Prolog) sind wieder spannend, aus denen man sich trotzdem keinen Reim machen kann.
Leider fand ich diesmal das Hin- und Her zwischen Caro und Jan etwas zäh - gerade aus Sicht von Caro! Denn ihre Schwester Conny findet Jan toll und flirtet viel mit ihm. Was Caro zwar nicht passt, aber trotzdem ist sie sich immer noch nicht (!!) über ihre Gefühle Jan gegenüber sicher.
Caros Gedanken übers Älterwerden konnte ich nachvollziehen, die hatte ich vor dem 40er auch. Aber ich finde sehr gut, dass sie zu dem richtigen Ergebnis kommt: die inneren Werte zählen! (und auf Borkum hält eine aufwändige Frisur im starken Inselwind sowieso nicht ;)

Toll finde ich auch die Zeichnung des Opfers: ein Mann, der auf der ganzen Insel nicht gemocht bzw. sogar gehasst wird; der eine schwere Kindheit hatte, von den anderen Kindern gemobbt wurde; auch in beruflicher Hinsicht hat er sich alles erarbeiten müssen, wurde sehr erfolgreich, um dann plötzlich vor dem Nichts zu stehen.
Ich kann die negativen Gefühle der anderen Inselbewohner nachvollziehen: auch wenn Uwe Petersen mir richtig leid tut, was er als Kind erleben musste, aber wie er sich als Erwachsener verhalten hat, geht gar nicht.
Leider hat mich die Auflösung bzw. das Motiv für den Mord nicht so ganz überzeugen können.


Fazit:
In Band 7 feiert Caro runden Geburtstag und ist zuvor mal wieder live bei einem Leichenfund dabei. Die sympathischen Protagonisten, die süße Hündin Aila, der lebendige Schreibstil, die Urlaubsatmosphäre und der Humor dieser Reihe überzeugen! Die Auflösung hat mich leider nicht ganz abholen können.

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Mordseeparty

Rezensionen von wolkenbücherwelt:

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Born of Salt and Storm von Sophia Reynard

Legenden, Stürme und ein Meer voller Dunkelheit

„So ist das Leben. Manchmal wirft es uns dorthin, wo wir nicht sein wollen.“

Aber genau in diese Geschichte wollte ich - und das schon nach wenigen Sätzen. Ich wollte tiefer eintauchen, verweilen, den aufkommenden Stürmen trotzen, das Salz auf meinen Lippen schmecken, den Grund des Meeres erforschen und in den Legenden leben - sie erleben.

Ich habe die Segel gerne gesetzt, das bedrohlich schwankende Deck unter meinen Füßen gespürt und dem Flüstern der Wellen gelauscht - ich war mittendrin, Teil von vielem, Teil von allem.

Wir haben hier einen spannenden Start - ein Prolog, der sich am Ende wunderbar schließt, ein starkes Worldbuilding und eine dicht gewebte, raue, intensive Atmosphäre. Ein wirklich gelungener Auftakt in eine Welt, aus der man sich nicht so leicht wieder lösen kann, in der man sich schnell verfängt - wie in einem Netz, in dem man sich unweigerlich verstrickt und je mehr man sich bewegt, desto dichter und tiefer wird sein Sog.

„Was willst du von mir hören? Ich bin Fischerin, unbedeutend, ein Niemand.“

Tavi ist eine Protagonistin, die bei weitem keine klassische Heldin ist - und auch keine sein will. Sie ist stellenweise naiv, handelt impulsiv, manchmal geradezu egoistisch, aber genau das macht sie so greifbar, glaubhaft und erfrischend. Ihre Handlungen sind nicht immer leicht nachzuvollziehen und doch versteht man sie, baut Verständnis auf, weil wir ihre Vergangenheit kennenlernen… man versteht, warum sie handelt, auch wenn man nicht immer mit ihr mitgeht und ja - auch ich war mehr als einmal kurz davor, wegen Tavi die Augen zu verdrehen.
Die Dynamik zwischen ihr und Eero hat mir ebenfalls richtig gut gefallen: Misstrauen, Widerstand, unausgesprochene Spannungen - ein nicht nur anfangs stetiges Gegeneinander, das sich langsam entwickelt, ein Schlagabtausch, der gerne auch weiterhin bestehen bleiben darf! Und dazu ein Romance-Anteil, der dabei angenehm im Hintergrund bleibt - ein Slow Burn, der sich Zeit lässt und genau dadurch funktioniert.

Der Schreibstil war für mich ein echtes Highlight. Bildgewaltig, lebendig, stimmungsvoll - fast schon fordernd. Ja, man muss sich am Anfang ein wenig einfinden, man muss es mögen - viele Begriffe, viel Welt, viel Input, viel Komplexität. Aber genau das macht diese Geschichte auch aus. Für mich hat sich alles stimmig angefühlt, durchdacht und atmosphärisch dicht. Ich habe mich freiwillig in die Fluten geschmissen, um in diese Geschichte zu versinken, bin regelrecht in den Worten untergegangen - im besten Sinne.

Wer sich nicht vor komplexem Worldbuilding, Begriffen, Strukturen, verschiedenen Perspektiven und einer Geschichte scheut, die sich Zeit nimmt - und dabei Legenden, Intrigen, Ängste und einen nahenden Krieg miteinander verwebt und das alles erleben möchte, der sollte hier unbedingt an Bord gehen. Denn nicht in diese Geschichte einzutauchen, wäre fast so, als würde man das Meer nur vom Ufer aus betrachten - statt sich von den Wellen tragen zu lassen.

Meine Segel sind auf jeden Fall gesetzt - und zwar auf Band zwei.
Denn ich will zurück auf dieses schwankende Deck, zurück in diese Welt und hoffe auf mehr Antworten, auf Vergebung, auf weitreichende Entscheidungen, auf mehr Legenden - die zu echt sind, zu bedeutend -, auf Stärke, Verlust, Rache und Verbundenheit.
Ich hoffe auf eine schicksalshafte Reise, auf tosende Stürme und darauf, mich wieder von den Wellen dieser epischen Welt mitreißen zu lassen.


Kurzfazit:
Atmosphärisch dicht, bildgewaltig - eine Geschichte wie ein Sturm auf offener See: rau, intensiv und voller Tiefe. Für mich ein Highlight, in dem ich nur zu gerne untergegangen bin.

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Born of Salt and Storm

Rezensionen von Tara:

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Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord von Catherine Mack

Humorvoller Cozy Crime unter mediterraner Sonne

„Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord“ ist ein humorvoller Cozy Crime der Autorin Catherine Mack.

Bestsellerautorin Eleanor Dash hat inzwischen den zehnten True-Crime mit ihrem Protagonisten Connor Smith veröffentlicht. Während sie die Namen sämtlicher Charaktere verändert hatte, ist ihr dies bei Connor durchgegangen.

Nachdem diesem bewusst geworden ist, dass er der Star in ihren Krimis ist, wollte er am Gewinn beteiligt werden. Inzwischen reicht es Eleanor, sie will etwas Neues. Um der Reihe ein Ende zu setzen, soll ihr Protagonist sterben.
Zunächst kündigt Eleanor ihre 10-tägige Lesereise an der Amalfiküste an, bei der ihre Leser sie live bei ihren Recherchearbeiten begleiten können. Mit dabei sind u.A. ihr Protagonist Connor, ihre Schwester Harper und ihr Ex Oliver. Bei dieser Reise gibt es einen Mordanschlag auf Connor und es wird gefährlich. So steckt Eleanor plötzlich in einem richtigen Kriminalfall.

Der Schreibstil von Catherine Mack liest sich leicht und locker. Sie fängt das Flair der Amalfiküste gut ein und bei mir direkt ein angenehmes Sommer-Urlaubsfeeling auf.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Eleanor erzählt. Sie ist eine humorvolle und authentische Protagonistin, deren Gedanken ich nachvollziehbar fand und die eine große Portion Sarkasmus und Humor in sich trägt. Auch die übrigen Charaktere werden lebendig dargestellt.

In dem Buch gibt es unzähligen Fußnoten - insgesamt 234 - in denen die Protagonistin etwas anzumerken hat. Zunächst fand ich das ein wenig lästig oder vielleicht auch nur gewöhnungsbedürftig, da ich mich im weiteren Verlauf der Handlung wunderbar darüber amüsiert habe.

Mir hat es Spaß gemacht den Ermittlungsarbeiten zwischen Luxushotels zu folgen und herumzurätseln. Dabei wurde ich immer wieder überrascht und musste nochmals umdenken.

Wer gerne Wohlfühlkrimis liest und ein wenig mediterrane Atmosphäre genießen möchte, für den dürfte dieses Buch genau das richtige sein.

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Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord

Rezensionen von Tara:

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Annie Knows Everything von Rachel Wood

Eine herzerwärmende Geschichte mit einzigartigen Charakteren

„Annie Knows Everything“ ist das Debüt der in Edinburgh lebenden Autorin Rachel Wood.
Annie arbeitet gemeinsam mit ihrer Freundin Carrie bei einem hippen Tech-Start-up in New York. Wegen Sparmaßnahmen werden zahlreiche Mitarbeiter gekündigt und für Annie vollkommen überraschend, ist sie dabei.

Carrie arbeitet in der HR-Abteilung und weist Annie „versehentlich“ eine andere offene Stelle im Bereich Datenstrategie zu. Für diese ist Annie allerdings nicht qualifiziert. Im Folgenden bleibt das nicht das einzige Problem von Annie, auch im privaten Bereich kommen so einige Herausforderungen auf sie zu.
Annie ist eine sehr selbstbewusste Protagonistin, die das Chaos mitbringt. Ganz egal, ob es um ihren Job geht oder um die Verlobungsfeier ihrer Schwester, die sie in der Vergangenheit bereits einmal gehörig versiebt hat, sie weiß, was das Beste für alle ist.
Auch die anderen Charaktere sind überzeugend gezeichnet. Hier ist keiner langweilig, jeder ist etwas Besonders, wenn auch zum Teil ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Ich habe das Buch von der ersten Seite an geliebt. Der Schreibstil von Rachel Wood ist lebendig und frisch, die Dialoge stecken voller Humor, der auch in ernsteren Momenten immer wieder durchblitzt.
Ich fand die Kombination aus Humor, Liebesgeschichte, Romantik und Arbeitsalltag einfach grandios. Durch die kurzen Kapitel – 35 auf 384 Seiten – bin ich nur so durch die Seiten geflogen, da kann man immer schnell noch ein weiteres lesen.
Mich hat das Buch wirklich bestens unterhalten. Es ist leichte Unterhaltung, die gute Laune mit sich bringt und ich hoffe, dass es bald Weiteres von Rachel Wood zu lesen gibt.

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Annie Knows Everything

Rezensionen von Katja K.:

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Les Bouttiers - Wir sind jetzt von Antonia Wesseling

Geheimnisse und Intrigen in der Pariser Modewelt mit eher flachen Charakteren

Dieses Buch war für mich eine kleine Achterbahnfahrt. Zunächst habe ich nicht wirklich gut hineingefunden, fand die Charaktere langweilig und musste es immer wieder zur Seite legen. Dann war es eine Zeit lang besser, die Charaktere etwas greifbarer, die Story fesselnder. Und im letzten Drittel war ich dann trotz der aufkommenden Spannung zunehmend genervt von den Charakteren und ihren Interaktionen.

Zunächst einmal möchte ich die Elemente erwähnen, die mir an der Story gefallen haben. Da ist zum einen das Setting der Pariser Modewelt, die sprachlich gemischten Überschriften und die eingestreuten französischen Begriffe, die einen nie vergessen lassen, dass wir uns im schönen Frankreich befinden. Außerdem fand ich es erfrischend, dass es drei unterschiedliche POV gibt. Die Spannung durch die Dreiecksgeschichte und die Rivalität der beiden Modehäuser hat mir ebenfalls gut gefallen sowie die Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen. Die Nebencharaktere Zoé und Ethan mochte ich mit ihrer erfrischend unangepassten Art sehr.

Meine Kritik bezieht sich hauptsächlich auf die Darstellung der Hauptcharaktere und ihre Interaktionen. Dass in den traditionsbewussten Modehäusern eine patriarchale Struktur herrscht, war vielleicht zu erwarten, doch dies wird hier kaum kritisch aufgegriffen und hinterfragt, leider auch nicht von Elodie. Sie selbst wird meiner Meinung nach in ihrem Charakter inkonsistent dargestellt. Einerseits zeigt sie sich selbstbewusst, schlagfertig und traut sich, unangenehme Wahrheiten auszusprechen, andererseits verhält sie sich seltsam überangepasst, passiv abwartend und lässt sich herumkommandieren und bevormunden. Adam und Gabriel sollen zwar vermutlich per se ein wenig distanziert und schwer greifbar wirken, dies war mir jedoch too much. Ich fand sie teilweise richtiggehend unsympathisch. Das hat dazu geführt, dass mir ihr Schicksal recht egal war. Auch die Anziehungskraft zwischen Elodie und Gabriel konnte ich nicht spüren. Außerdem sind mir Unstimmigkeiten bezüglich Gabriels Wissen um das Familiengeheimnis aufgefallen.

Mein Fazit: Schöne Idee, tolles Setting, zwischendurch durchaus fesselnd, aber den Charakteren fehlt es meiner Meinung nach an Tiefe und sie waren mir teilweise unsympathisch. Dieses Buch hat mir etwas besser gefallen als "Dark Venice" von derselben Autorin. Ich würde es denjenigen Leser*innen empfehlen, die Fans der Autorin sind und mit ihrem Schreibstil und ihrer Charakterdarstellung vertraut sind und diese mögen.

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Les Bouttiers - Wir sind jetzt

Rezensionen von Katja K.:

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Nightweaver von R. M. Gray

Sticht für mich aus der Masse heraus

Ich bin ganz erstaunt, dass die Meinungen zu diesem Buch so auseinandergehen und es vielen gar nicht gefallen hat. Ich muss sagen, für mich war es seit langem mal wieder ein Buch, bei dem ich keine Probleme hatte, dabei zu bleiben und das ich durchweg spannen fand.

Etwas irritiert hat mich, dass die Story vor allem an Land spielt, obwohl es als Piraten-Fantasy beworben wird.

Aber schlussendlich hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.

Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, ich fand ihn sehr bildhaft, flüssig und mitreißend. Auch die erschaffene Welt ist angenehm vielseitig, grausam und einfach mal etwas anderes. Es gibt sehr viele Geheimnisse und Lügen, durch die Spannung entsteht und die Welt noch mysteriöser wirkt.

Aster fand ich zwar vom Verhalten her nicht immer ganz logisch, aber im Charakter nicht inkonsistent und schon gar nicht anstrengend. Sie ist ja erst 17 Jahre alt und ich habe es eher als realistisch empfunden, dass sie sich mal als stark und tough zeigt und mal sehr unsicher und naiv wirkt. Auch die männlichen Hauptcharaktere fand ich gut gezeichnet. Sie waren eine willkommene Abwechslung zu den typischen mürrischen und wortkargen Love Interests /"Bad Boys", die mich schon langsam beginnen zu langweilen. Sie erscheinen vielschichtiger und gerade deshalb auch mysteriöser. Insgesamt finde ich, dass dieses Buch nicht dem Schema F einer klassischen YA Fantasy Romance folgt und das hat mir sehr gut gefallen.

Ein paar Nebencharaktere werden zugegebenermaßen etwas blass und hölzern dargestellt. Einige Plot-Twists habe ich schon sehr lange kommen sehen, was mich aber nicht gestört hat.

Ich würde diese Fantasy Romance allen empfehlen, die Lust auf eine neue Story haben, die gerne Young Adult ohne Spice lesen und einen guten Schreibstil zu schätzen wissen. Bei einer starken Vorliebe für radikale Badass-Heldinnen und typische Bad Boys sind sie mit diesem Buch dagegen wahrscheinlich nicht so gut bedient.

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Nightweaver

Rezensionen von nessabo:

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Beth is dead von Katie Bernet

Perfekte Unterhaltung mit ganz viel Schwesternliebe

Ich lese keine Thriller. Und doch hat mich „Beth is dead“ aufgrund der guten Besprechungen und dem Fakt, dass er ab 14 Jahren empfohlen wird, zu sehr interessiert, als dass ich ihn hätte im Laden liegen lassen können. Und das war eine äußerst gute Entscheidung!

Der Roman ist eine Art moderne Adaption des berühmten Klassikers „Little Women“.

Das Buch selbst wird in dieser Geschichte vom Vater der Schwestern veröffentlicht und führt zu nicht vorhersehbaren Konsequenzen. Beth wird gleich zu Beginn ermordet aufgefunden. Darauf folgt nicht nur eine detektivische Arbeit, die so ungefähr alle Figuren einmal ins Visier nimmt, sondern auch die liebevolle Erforschung der Schwesternbeziehungen.

Andere haben es bereits geschrieben: Die Darstellung dieser Schwesternschaft ist absolut warmherzig, authentisch und zu einem gewissen Punkt auch ambivalent - in jedem Fall ist sie aber einfach wundervoll geschrieben. Ich fand alle vier Schwestern toll, auch wenn der Fokus natürlich auf den drei verbleibenden liegt. Immer wieder gibt es Rückblenden, welche sowohl die Figuren selbst als auch deren Beziehungen zueinander noch detaillierter zeichnen.

Bestimmt kann kritisiert werden, dass die Verdächtigen relativ linear aufkommen und für eingefleischte Thriller- und Krimi-Lesende ist es vielleicht zu vorhersehbar. Ich habe aber im Laufe der Erzählung fast alle Verdächtigungen mitgefühlt und wurde damit äußerst gut unterhalten. Dafür, dass es ein Jugendthriller ist, kann er problemlos auch von Erwachsenen gelesen werden, denen (wie mir) Schreckmomente und rohe Gewalt zu viel sind, die aber trotzdem atemlos mit einer Geschichte mitfiebern wollen.

Außerdem fand ich es ganz toll, dass die Autorin hier auch immer wieder andere, moderne Themen anspricht, die ich jetzt nicht spoilern möchte. Die vielen Twists und Ebenen sind an einigen Stellen schon echt dicht, aber ich kann beim besten Willen nichts von meiner Bewertung abziehen. Ein großartiger Spannungsroman, der seine tollen Figuren modern und glaubwürdig interpretiert. Ich empfehle ihn für alle Altersstufen - dass er mich nicht mit klopfendem Herzen zurücklässt, sondern eher emotional gepackt hat, ist für mich eine klare Stärke.

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Beth is dead

Rezensionen von bookloving:

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Niemands Töchter von Judith Hoersch

Verborgene Fäden – Eine bewegende Familiensaga

Mit ihrem Debütroman „Niemands Töchter“ ist Judith Hoersch eine bewegende, einfühlsam erzählte Familiengeschichte gelungen, die die Bedeutung von Mutter-Tochter-Beziehungen und Mutterrolle sowie die Suche nach Herkunft und eigener Identität vielschichtig ausleuchtet.
Eindringlich macht sie deutlich, wie zerstörerisch sich verschwiegene Familiengeheimnisse, alte Verletzungen und elterliche Prägungen auf das Leben nachfolgender Generationen auswirken können – und wie bedeutsam es ist, sich wiederkehrenden transgenerationalen Mustern zu stellen, um schließlich Heilung zu ermöglichen.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen vier Frauen – Alma, Isabell, Marie und Gabriele – aus unterschiedlichen Generationen, deren unsichtbar miteinander verflochtene Lebenswege sich erst allmählich enthüllen.
Die Geschichte springt geschickt nicht nur zwischen den Perspektiven der vier Frauen, sondern auch zwischen verschiedenen Zeitebenen und Schauplätzen. So folgen wir einerseits Isabell im turbulenten Berlin des Jahres 2019, deren Beziehungen vom frühen Tod der Mutter überschattet sind, und andererseits Alma in einem abgelegenen Eifeldorf der 1980er-Jahre, die sich früh als Außenseiterin erlebt und mit einer Lebenslüge über ihre Herkunft aufwächst. Parallel dazu treten nach und nach auch ihre Mütter Marie und Gabriele ins Licht, wodurch sich das Geflecht aus Geheimnissen und Verbindungen zunehmend verdichtet.
Aus den verschiedenen Episoden aus Erinnerungsfragmenten, Kindheitserinnerungen, vergangenen Ereignissen und gegenwärtiger Handlung ergeben sich sukzessive immer mehr Hinweise auf die verborgenen Verbindungen zwischen den Biografien von Müttern und Töchtern, bis sich schließlich ein stimmiges Gesamtbild formt. Als zentrales Bindeglied zwischen den Generationen dienen dabei Polaroid-Fotografien, mit denen Marie sowohl alltägliche als auch einzigartige Momente ihres Lebens für die Nachwelt festgehalten hat. Sie fügen nicht nur die verschiedenen Puzzleteile der langsam aufgedeckten Familiengeschichte zusammen, sondern führen auch jene Familienmitglieder zufällig zueinander, die bis dahin nichts voneinander wussten.
In ihrer Geschichte beleuchtet Hoersch facettenreich die familiären Wunden, die durch mütterliches Handeln weitergegeben werden, sowie die Komplexität menschlicher Bindungen.
Die lebendige, äußerst einfühlsame Figurenzeichnung überzeugt auf ganzer Linie. Hoersch gelingt es, ihre faszinierenden Hauptfiguren mit all ihren Brüchen, Verlusten und Neuanfängen so facettenreich und empathisch zu gestalten, dass man sich mühelos in ihre Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen kann. Ob Gabriele, die als Hüterin eines schwer wiegenden Geheimnisses eine enorme Last trägt, oder Alma, die kompromisslos die Wahrheit über ihre Herkunft ans Licht bringen will – aus den unterschiedlichen Perspektiven ergeben sich aufschlussreiche Einblicke in innere Konflikte, Sehnsüchte und Beweggründe dieser nuanciert ausgearbeiteten Charaktere.
Trotz der schweren Thematik gelingt es Hoersch, ihre eindrucksvolle Geschichte hoffnungsvoll ausklingen zu lassen, indem sie Versöhnung sowie einen möglichen Neuanfang für die zerrissene Familie greifbar werden lässt.
FAZIT
Ein vielversprechendes Debüt voller emotionaler Momente und ein dichtes, bewegendes Familienporträt.

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Niemands Töchter