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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Francesca :

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The Poet Empress von Shen Tao

Poetisch, intensiv und überraschend anders - 4,5 Sterne

Wichtig ! Das Buch ist stellenweise sehr brutal und behandelt zahlreiche schwere Themen, weshalb ich es für ein jüngeres Publikum ungeeignet empfinde und eher ab 18, frühestens ab 16 Jahren empfehlen würde.

Der Einstieg in den Roman hat mich sofort abgeholt. Besonders hervorzuheben ist der außergewöhnlich poetische und fast altertümlich wirkende Schreibstil, der sich konsequent durch das gesamte Werk zieht.

Die Sprache ist bewusst gewählt und vermittelt das Gefühl, selbst Teil eines Gedichts zu sein.
Ein besonderes Highlight sind die immer wieder eingestreuten Gedichtverse, die nicht nur zum Titel „Poet Empress“ passen, sondern auch stilistisch perfekt eingebunden sind. Hier zeigt sich auch die starke Leistung der Übersetzung ins Deutsche, die es schafft poetische Tiefe beizubehalten. Zusätzlich werden im Schreibstil immer wieder vereinzelt chinesische Schriftzeichen eingebunden, was ich unglaublich gelungen fand. Auch wenn es nur kleine Details sind, haben sie für mich enorm zur Atmosphäre beigetragen und mir geholfen, noch tiefer in das Setting und den besonderen Stil einzutauchen.

Erzählstruktur: Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Erzählstruktur des Buches. Die Geschichte wird überwiegend aus der Ich-Perspektive von Wei erzählt, wird jedoch immer wieder durch Rückblicke in erzählerischer Form von Tagebucheinträgen, aus der Vergangenheit von Prinz Terren unterstützt. Diese Wechsel erfolgen fließend und tragen maßgeblich dazu bei, die Hintergründe der Figuren besser zu verstehen und deren Handlungen einordnen zu können. Dadurch entstehen auch überraschende Wendungen, die die eigene Wahrnehmung als Leserin verändern und für eine zusätzliche emotionale Tiefe sorgen.

Setting, Atmosphäre und Magiesystem:
Die Geschichte spielt in einer chinesisch inspirierten Fantasywelt, die sowohl visuell als auch kulturell sehr dicht und eindrucksvoll gestaltet ist. Wir begleiten Wei, eine Bauerntochter, die in bitterer Armut und Hungersnot aufwächst und früh mit Verlust und Leid konfrontiert wird. Dieser harte Ursprung bildet einen starken Kontrast zu dem prunkvollen, aber auch gefährlichen Leben am Kaiserhof, in das sie später eintritt. Gerade diese Gegensätze erzeugen eine dichte Atmosphäre, die von Unsicherheit, Misstrauen und unterschwelliger Bedrohung durchzogen ist. Als Leserin konnte ich mich sehr gut in diese Welt hineinversetzen und hatte durchgehend klare Bilder vor Augen.
Das Magiesystem des Buches ist wirklich besonders fügt sich hier sehr harmonisch ein und ist auf eine kreative Weise mit der Poesie verbunden, hat mir sehr gut gefallen.

Handlung, Spannung und Emotionale Intensität:
Obwohl das Buch insgesamt eher ruhig erzählt ist, entfaltet es eine enorme emotionale Wucht. Themen wie Verlust, brutale Gewalt und Machtmissbrauch ziehen sich durch die gesamte Handlung und werden auf eine eindringliche Weise vermittelt. Die Handlung rund um Weís Aufstieg ist durchgehend fesselnd, lebt jedoch weniger von einer klaren, geradlinigen Struktur als vielmehr von vielen ineinandergreifenden Entwicklungen. Unterschiedliche Handlungsstränge verweben sich miteinander und erzeugen ein Gefühl von stetiger Bewegung und Veränderung. Besonders stark ist dabei die permanente Anspannung, da Wei sich in einer Umgebung bewegt, in der sie niemandem vollständig vertrauen kann und jederzeit mit Gefahr rechnen muss.

Kritikpunkte: Trotz der vielen positiven Aspekte gibt es auch einige Punkte, die mir weniger gut gefallen haben. Besonders aufgefallen ist das Fehlen eines Glossars oder einer Übersicht über die zahlreichen Figuren und deren Beziehungen zueinander. Gerade durch die Vielzahl an Namen und familiären Verbindungen, die teilweise aus einem kulturellen Kontext stammen, der mir weniger vertraut ist, fiel es anfangs schwer, den Überblick zu behalten. Ein Stammbaum oder eine kurze Charakterübersicht hätte hier sehr geholfen. Zudem empfand ich den letzten Abschnitt der Handlung als etwas zu knapp ausgearbeitet. Obwohl das Ende emotional durchaus wirkungsvoll war, hätte ich mir gewünscht, dass zentrale Ereignisse mehr Raum bekommen, insbesondere im Vergleich zu früheren Abschnitten, die deutlich ausführlicher behandelt wurden. Darüber hinaus gab es eine einzelne, eher dynamische Szene gegen Ende, die etwas schwer nachzuvollziehen war, was jedoch im Gesamtbild kaum ins Gewicht fällt.

Fazit: The Poet Empress ist eine eindrucksvolle, poetisch erzählte Geschichte, die vor allem durch ihre Atmosphäre, ihren besonderen Schreibstil und ihre vielschichtigen Figuren überzeugt. Wer sich auf das ruhige, aber intensive Erzähltempo einlässt, wird mit einer emotionalen und tiefgehenden Leseerfahrung belohnt. Am Ende hat mich die Geschichte so sehr emotional getroffen, dass ich geweint habe.
Wichtig ist jedoch zu wissen, dass es sich trotz zwischenmenschlicher Beziehungen nicht um eine Romantasy-Geschichte handelt, der Fokus liegt klar auf den Figuren, ihrer Entwicklung und den emotionalen sowie gesellschaftlichen Dynamiken.

Ich könnte noch so viel zu den Figuren und ihrer Entwicklung sagen, möchte aber bewusst nicht zu viel vorwegnehmen. Gerade deshalb finde ich es besonders empfehlenswert, möglichst unvoreingenommen an das Buch heranzugehen und sich einfach auf diese außergewöhnliche Reise einzulassen und vollkommen in diese chinesisch inspirierte Fantasy-Welt einzutauchen.

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The Poet Empress

Rezensionen von carola1475:

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Ins fahle Herz des Sommers von Andreas Eschbach

Eindringliche und beklemmende Dystopie

Schon seit Jahren brennt die Sonne erbarmungslos vom Himmel, hat Flora und Fauna den Garaus gemacht und die unerträgliche Hitze ist genau so zerstörerisch. Das Leben in Mitteleuropa besteht für die wenigen Menschen, die vereinzelt in verlassenen Dörfern noch da sind, nur noch aus dem Überleben von Tag zu Tag.

Fausto hat es verpasst, sich rechtzeitig nach Grönland, Kanada oder Sibirien abzusetzen. In Vollmondnächten unternimmt er, so gut wie möglich ausgerüstet, Ausflüge mit seinem Fahrrad zu entfernteren Dörfern und sucht in aufgegebenen Häusern nach Brauchbarem.
Eines Tages taucht im Nebenhaus eine junge Frau auf, der die Hitze nicht viel auszumachen scheint. Fausto verliebt sich in Valérie.

Andreas Eschbach schreibt klar, einfach, angenehm zu lesen und erzählt aus Faustos Perspektive. Die Erinnerungen des Protagonisten an 'früher' schildern unsere Gegenwart – jeder weiß um die Klimakatastrophe, doch niemand handelt oder ändert sein Verhalten, bis es zu spät ist. Auch eine Pandemie dezimierte die Menschen weiter. Eschbach unterlässt Schuldzuweisungen, er beschreibt die Entwicklung, die folgerichtig und unausweichlich ihren Lauf nimmt und trifft mich dadurch um so härter.

Besonders Faustos Charakterisierung ist gelungen, wie auch die ständige, eindringliche Schilderung der lebensfeindlichen Hitze, die tagsüber alle Aktivitäten unmöglich macht, sich in Mauern, Steinen und Asphalt festsetzt und auch nachts kaum Erleichterung bringt. 'Ins fahle Herz des Sommers' ist eine beklemmende, atmosphärisch geschriebene Dystopie, die aufrüttelt und trotz ihres geringen Umfangs alles sagt. Mir hat Eschbachs neues Buch gut gefallen.

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Ins fahle Herz des Sommers

Rezensionen von brauneye29:

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John of John von Douglas Stuart

Nicht meins

Zum Inhalt:
Cal ist zurück auf den Hebriden, zurück bei all dem wovor er vor einiger Zeit nach Edinburgh geflüchtet war. Sein Vater hat zurück beordert. Von ihm weiß er alles, was es über Farben und Wolle zu wissen gibt, den er dafür bewundert, mit wieviel Hingabe er Tweed-Weber ist, den er hasst für seine Strenge.

Sie sind sich nah und kennen sich doch so wenig.
Meine Meinung:
Das ist so ein Buch, dass vermutlich tatsächlich grandios ist mit der schwierigen Geschichte von Vater und Sohn und dem ganzen Drumherum, des nicht Verstehens des Anderen und schon gar nicht Erzählens von was man eigentlich wirklich träumt. Das Buch ist auch richtig gut geschrieben, aber mich hat das Buch einfach nicht erreicht, vielleicht war mir auch alles viel zu sehr in die Länge gezogen, ich war am Ende froh, dass ich es endlich durch hatte. Ich bin aber davon überzeugt, dass das Buch begeistere Leser finden wird, ich war es leider nicht.
Fazit:
nicht meins

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John of John

Rezensionen von Ulgu1978:

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Zwei in einem Bild von Morgan Pager

Nachts im Museum


Claire ist Reinigungskraft in einem Museum und verliebt sich nicht nur in ein Bild, sondern in den jungen Mann Jean, der in diesem Gemälde mit einem Buch in der Hand sitzt. Sie entdeckt mehr oder weniger zufällig ihre besondere Begabung, in das Bild hineinspringen zu können und damit beginnt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Claire und Jean erzählt.
Liebesgeschichten gehören normalerweise nicht zu den Büchern, die ich bevorzugt lese, aber dieses Thema hat mich doch interessiert. Was geschieht nachts im Museum, wenn alle Besucher/innen gegangen sind? Die Idee, dass die Personen in den Gemälden ihre Plätze verlassen und in den anderen Bildern umherwandern können, hat mir gefallen.
Und trotzdem konnte mich das Buch nicht durchweg fesseln, so dass ich die Passagen, die die Corona-Pandemie betrafen, nur quer gelesen habe. Dafür fand ich die Kapitel über das Tagebuch sehr interessant und denke, dass die Autorin dieses Thema statt der Pandemie viel weiter hätte ausschmücken können.
Wer Liebesgeschichten mag, wird hier meiner Meinung nach gut unterhalten.

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Zwei in einem Bild

Rezensionen von brauneye29:

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Noch fünf Tage von Helena Falke

Hat mir gefallen

Zum Inhalt:
Lis glaubt sich im Traum, als sie von der Milliardärsfamilie Harmann als Köchin in Davos engagiert wird. Doch ausgerechnet bei dem von ihr zubereiteten Festmahl fällt nicht nur die Familie sondern auch sie einem Giftanschlag zum Opfer. Sie ist die einzige Zeugin, aber die Uhr tickt für sie, fünf Tage bleiben bis zum sicheren Tod.

Vom Krankhausbett aus versucht sie herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt und Zeit mit ihrer Tochter zu verbringen.
Meine Meinung:
Ein Buch in der Art habe ich so noch nicht gelesen, wo eins der Opfer noch lebt, aber sicher ist, dass sie auch sterben wird und alles daran setzt herauszufinden, wer für den Mord verantwortlich ist. Es geht auch ziemlich von Anfang spannend los und ließ für mich auch nicht in der Spannung nach. Neben Lis hat mir Esme als Protagonistin sehr gut gefallen. Auch der Schreibstil war gut. Irgendwie leicht zu lesen, aber auch nicht zu flach, da die Geschichte durch sehr viele unterschiedliche Einflüsse schon auch etwas anspruchsvoller war.
Fazit:
Hat mir gefallen

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Noch fünf Tage

Rezensionen von Skanus:

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Das Gesetz der Elite von Sandrone Dazieri

Dollaronia

Dieser Thriller hat alles, was einen wirklich guten, komplexen Thriller ausmacht. Spannung ab dem ersten Satz, eigenwillige, starke Figuren, Wissen abseits gängiger Pfade und mitreißende Dialoge. Ein Page-Turner!
Auch wenn an verschiedenen Stellen Andeutungen zu anderen Geschichten des Autors gemacht werden und so mancher Protagonist aus früheren Thrillern dem Leser bekannt ist, stört das beim Lesen überhaupt nicht.

Das Gegenteil ist der Fall: man begibt sich umgehend auf die Suche nach weiteren Büchern.
Die Fähigkeit des Autors eine spannende Geschichte so zu entwickeln, dass der Leser eigentlich immer überrascht wird, weil er nicht ahnen kann, wie der weitere Verlauf der Story aufgebaut ist. Alle Fäden, die in der Geschichte angelegt werden, finden ihren Abschluss, das verwobene Konstrukt ist am Ende stimmig, der Leser wird nicht in einem Loch oder mit einem unbefriedigendem Ende zurückgelassen. Jede noch so winzige Andeutung, jeder Schnipsel wird bis zum Ende bedacht und behandelt.
Weiterhin erhält der Leser einen Einblick in die Welt der Superreichen, eine Kategorie an Reichtum, die es bis dato nicht gegeben hat. Neue Dimensionen an Geld im Besitz einzelner Menschen und der damit einhergehenden Macht, sind ein Phänomen des 21. Jahrhunderts mit all seinen schrägen Ausprägungen und fern jeder Lebens-Realität der meisten Menschen auf diesem Planeten. Dies schürt Neid und befeuert gesellschaftliche Ungleichheit - ein zentraler Punkt um den sich Dazieris Geschichte dreht.
Geld, Macht, Narzissmus und Gewissenlosigkeit - eine gefährliche Mischung. Und überaus aktuell! Eine Geschichte aus dem Heute mit den Möglichkeiten der digitalen Welt. Die Guten und die Bösen wissen sie gleichermaßen zu nutzen.
Wer hat am Ende die besseren Ideen? Und vor allem: Sieg der Gerechtigkeit?
Lesen Sie selbst. Es lohnt sich auf jeden Fall. Jedes Wort.

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Das Gesetz der Elite

Rezensionen von Julchentim:

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Weavingshaw von Heba Al-Wasity

Düster, intensiv und voller Sehnsucht

Weavingshaw hat mich komplett abgeholt. Ich liebe Bücher mit alten, unheimlichen Anwesen, Geistern, dunklen Geheimnissen, verwitterten Moorlandschaften und genau dieser Mischung aus Gefahr, Sehnsucht und unterschwelliger Spannung, und dieses Buch hat davon wirklich alles.

Die Atmosphäre war unglaublich stark und dicht.

Dieses Haus, diese düstere Stimmung, die Geheimnisse hinter jeder Ecke, dazu Geister, Dämonen und ein Mann, bei dem man nie ganz weiß, ob er Monster oder einfach nur zutiefst verletzt ist. Einfach genau mein Ding.

Leena habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist stark, aber nicht auf diese übertriebene Art, sondern ruhig, klug und mit viel Herz. Und St. Silas? Ehrlich, dieser Mann lebt von ungelösten Blicken, Geheimnissen und purem inneren Chaos. Diese langsame Annäherung zwischen den beiden war fast schlimmer als jeder offene Romance-Plot, weil die Spannung einfach so gut geschrieben ist.

Was mich aber noch mehr beeindruckt hat, war, wie viel mehr dieses Buch eigentlich ist. Es geht nicht nur um Gothic Fantasy und Romance, sondern auch um Ausgrenzung, Herkunft, Flucht, Zugehörigkeit und darum, wie Menschen behandelt werden, wenn sie als fremd gesehen werden. Das war super eingewoben und hat der Geschichte viel Tiefe gegeben.

Und dann dieses Ende! Ich war fest davon überzeugt, ich lese einen Einzelband. Falsche Annahme. Die letzte Seite hat mich einfach sprachlos zurückgelassen und jetzt brauche ich dringend Band zwei.

Für mich war das genau die Art von Gothic Fantasy, die ich liebe. Langsam, atmosphärisch, emotional und mit genau der richtigen Menge an Schmerz. Absolute 5 Sterne.

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Weavingshaw

Rezensionen von Shilo:

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Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste von Danela Pietrek

Entscheidung zwischen Herz und Herkunft

Runa Hansen hat sich in Hamburg ein eigenes Leben aufgebaut. Zusammen mit ihrem Sohn wohnt sie auf einem Hausboot. Sie hat Arbeit, Struktur und Abstand zu ihrer Familie an der Küste. Dieses Leben wirkt stabil und sicher.
Dann passiert in der Familie ein Unglück. Ihr Bruder verunglückt auf dem Krabbenkutter.

Dadurch steht plötzlich alles wieder im Raum, was sie eigentlich hinter sich gelassen hatte. Der Familienbetrieb an der Nordseeküste ist in Gefahr und Runa muss sich entscheiden, ob sie eingreift oder weiter ihr eigenes Leben lebt.
Die Rückkehr an die Küste bringt vieles zurück. Der Krabbenkutter, die harte Arbeit auf See und die alten Spannungen in der Familie sind sofort wieder da. Es zeigt sich schnell, dass nicht alles so einfach getrennt werden kann, wie sie es gehofft hatte.
Zwischen Hamburg und Küste entsteht ein starker Gegensatz. Das eine steht für Sicherheit und Selbstbestimmung, das andere für Herkunft, Pflicht und Verantwortung. Runa gerät genau dazwischen und merkt, dass sie sich nicht einfach aus allem heraushalten kann.
In der Familie merkt man schnell, dass vieles noch nicht erledigt ist. Da steckt mehr drin als nur der Betrieb. Alte Verletzungen sind noch da und vieles wird nicht offen angesprochen. Runa versucht, einen Weg zu finden, ohne alles noch schlimmer zu machen.
Auch ihr Sohn begleitet diese Entwicklung. Er steht ihr nahe, bekommt aber natürlich auch mit, wie sehr sich ihr Leben verändert. Zwischen den beiden bleibt eine enge Bindung, aber auch eine Unsicherheit, wie ihre Zukunft aussehen wird.
Die Geschichte bleibt durchgehend ruhig erzählt. Es gibt keine großen Dramen, sondern viele kleine Schritte und Entscheidungen. Genau das macht sie sehr bodenständig und glaubwürdig, weil alles Zeit bekommt, sich zu entwickeln.
Am Ende bleibt einfach ein ruhiger Eindruck von der Geschichte. Vieles dreht sich um Familie, um Verantwortung und darum, wie schwer es ist, sich von der eigenen Herkunft wirklich zu lösen.
Die Sprache ist einfach gehalten und lässt sich gut lesen. Passt insgesamt gut zur Küste und zu der ganzen Stimmung im Buch.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die eher ruhige Geschichten mögen, in denen es mehr um Menschen und Entscheidungen geht als um große Ereignisse.

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Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste

Rezensionen von gabiliest:

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Annie Knows Everything von Rachel Wood

Frag doch einfach mal Annie

Die bekannte Autorin Rachel Wood hat mit ihrer RomCom “Annie Knows Everything” einen sehr unterhaltenden Roman geschrieben. Das fröhliche Hardcover weist schon darauf hin, dass sowohl das Arbeits- wie das Privatleben von Annie richtig durchgerüttelt werden wird.

Annie ist eine toughe junge Frau, die in einer Tech- Firma arbeitet.

Als sie plötzlich entlassen wird- der Roman spielt in New York - ist Annie wie vor den Kopf gestoßen. Doch warum hat man eine Freundin in der Personalabteilung? Carrie vermittelt Annie einen In-House Job, für den sie überhaupt nicht qualifiziert ist. Das denkt auch ihr neuer Chef Connor, doch Annie will ihn überzeugen, dass er sie braucht. Soft skills sind bei Tech- Nerds nicht gerade ausgeprägt. Aber warum führt ein kleiner grüner Dinosaurier durch Annies Eignungstest und will mit ihr Schmetterlinge fangen? Und warum ist Conner so verdammt attraktiv?

Auch privat hat Annie Probleme. Zwischen ihrer Schwester Shannon und ihr herrscht Eiszeit, denn Annie hat vor Jahren Shannons Verlobungsparty gecrashed. Jetzt will Shannon sich wieder mit dem selben furchtbaren Mann verloben, das muss Annie unbedingt verhindern und Shannon vor ihrem Unglück bewahren!

Rachel Wood hat einen witzigen und angenehm leicht zu lesenden Roman geschrieben, in dem Annie, eine unverbesserliche Optimistin, sich immer in Sachen einmischt, die sie eigentlich nichts angehen. Sie ist davon überzeugt, selbst Probleme lösen zu können, von denen Profis sicher wissen, dass das nicht geht. Während dieser Job Story mit lockeren und frechen Unterhaltungen zwischen Annie und Connor finden beide Gefallen an dem Geplänkel und am anderen. Doch Annies Selbstvertrauen wird erschüttert, als sie Connor enttäuscht. Hat ihre Liebe noch eine Chance?

“Annie Knows Everything” zeichnet liebevoll die Charaktere der Protagonisten, vor allem der scheinbare Gegensatz zwischen dem hochintelligenten und technikaffinen Connor und der lebenslustigen und fröhlichen Annie wird humorvoll beschrieben. Auch die anderen Protagonisten runden mit ihren auch einmal ausgefallenen und skurrilen Lebensgeschichten und Vorlieben das Bild von der Atmosphäre in der Tech- Welt gut ab. Geheimnisse, Intrigen, Befindlichkeiten und kleine Gemeinheiten sind an der Tagesordnung. Daneben läuft eine Liebesgeschichte, die ihre Zeit braucht, bis Annie und Connor einander näher kommen. Die Autorin hat hier ein gutes Gleichgewicht geschaffen zwischen Romantik und Humor, ein bisschen Spice darf natürlich auch nicht fehlen. Verena Ludorff trägt mit ihrer gelungenen Übersetzung aus dem Englischen wesentlich dazu bei, den Charme dieses Buches zu bewahren.

So ist “Annie Knows Everything” ein warmherziger Sommerroman, der sich hervorragend als Urlaubslektüre eignet. Annies umfassende Neugier und Zuversicht wirken ansteckend, so dass ein vergnügliches Leseerlebnis garantiert ist. Wer gut unterhalten sein will, hat hier sicher zum richtigen Buch gegriffen, das ich gerne weiterempfehle und mit fünf Sternen bewerte.

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Annie Knows Everything

Rezensionen von Annaja:

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Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir

Eine schreckliche Vergangenheit

Von annaja

Der Psychothriller der isländischen Autorin Eva Björg Aegisdottir wurde in zwei verschiedenen Zeitebenen und den unterschiedlichen Perspektiven der Hauptfiguren erzählt.
Marsibil vermisst ihre vor 10 Jahren verschwundene ältere Schwester Kristin sehr. Diese ist auf rätselhafte Weise damals nahe des Elternhauses verschwunden.

Seither leidet sie unter großen Schuldgefühlen, weil sie annimmt, dass das Verschwinden des 16jährigen Mädchens mit ihrer eigenen Lüge, die sie damals begangen hat, zusammenhängt. Bei Marsibils Besuch im Elternhaus beschließt diese nun, das Ganz nochmals aufzuarbeiten und zu recherchieren, sie will endlich Gewissheit haben. Alle Freunde und Bekannte von damals sollen ihr dabei mit Erzählungen weiterhelfen.
Der Autorin gelingt es wunderbar, mit einer dichten Atmosphäre und einem sehr lebendigen Schreibstil den Leser bis zur letzten Seite hin zu fesseln. Ein grandioser Psychothriller, der mit großem Unterhaltungsfaktor auch ein überraschendes Ende bereitet.

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Home Before Dark