Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Gnade vor Recht von Peter Grainger
Deutlich besser
Zum Inhalt:
Wenn ein älterer, nicht mehr ganz gesunder Mensch stirbt, ist das kein Grund an einem natürlichen Tod zu zweifeln, so auch bei Joan als diese stirbt. Doch DC Smith hat Zweifel und die Obduktion zeigt dann auch dass er Recht hat, denn es wird eine Überdosis Heroin im Blut der alten Dame gefunden.
Hat da jemand etwa nachgeholfen oder war Joan es womöglich selbst?
Meine Meinung:
Da mir das erste Buch des Autoren nicht so richtig gut gefallen hatte und das obwohl ich den Protagonisten DC Smith interessant fand, war ich jetzt umso gespannter, wie mir denn der zweite Teil gefallen würde, denn jeder hat eine zweite Chance verdient, außerdem waren andere Bewertungen durchaus positiv. Und ich finde es hat sich gelohnt, dem Autoren noch eine Chance zu geben, denn diesmal fand ich das Buch deutlich besser und interessanter. Vielleicht hatte es auch mit der Thematik und den ethischen Bestandteilen, aber auch den Schreibstil fand ich diesmal deutlich besser. Zwar hat das Buch schon einige Längen und kommt sehr ruhig daher, aber eben besser als das erste Buch.
Fazit:
Deutlich besser
Rezensionen von ReiShimura:
Falling Like Snowflakes von Misty Wilson
Bramble Falls verzaubert auch im Winter
Ich habe mich sehr auf die Rückkehr nach Bramble Falls gefreut, denn der erste Teil „Falling like leaves“ hat mir sehr gut gefallen. Obwohl ich dieses Mal ein wenig länger gebraucht habe, um in die Geschichte einzutauchen, hat mich auch dieser Band wieder absolut begeistern können.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich um den zweiten Teil der Bramble-Falls-Serie von Autorin Misty Wilson.
Während der erste Teil im Herbst spielt, erleben wir in diesem Buch den wundervollen Winter in dem zuckersüßen kleinen Ort. Theoretisch können die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden. Denn alle wichtigen Informationen aus dem ersten Band werden in diesem kurz erwähnt.
Liebesromane stehen öfter bei mir auf der Leseliste. Leider habe ich aber feststellen müssen, dass viele aktuelle Liebesromane mit einer gehörigen Portion Spice ausgestattet sind. Dies trifft leider so überhaupt nicht meinen Geschmack. Daher greife ich nun vermehr zu Young Adult Büchern wie diesem hier. Denn diese Bücher können mit einer geballten Ladung Emotionen aufwarten, aber ausschweifende Bettszenen bleiben mir hier erspart.
Ein weiterer Pluspunkt in diesem Fall ist, dass ich hier sowohl eine Kleinstadtatmosphäre, große Gefühle als auch den frühen 2000er Wohlfühlcharme spüren kann.
Misty Wilsons Beschreibungen von Bramble Falls und den darin lebenden Personen haben mich bereits im ersten Teil begeistert. Sie beschreibt anschaulich, detailliert und mit so viel Hingabe, dass ich während des Lesens Raum und Zeit vergessen habe. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass ich durch das Lesen des Buches eindeutig in Weihnachtsstimmung gekommen bin und das, obwohl gerade erst der Herbst angefangen hat.
Die Liebesgeschichte zwischen Asher und Sloane ist glaubwürdig, nachvollziehbar, aber auch ein wenig vorhersehbar. Letzteres war auch mein kleiner Kritikpunkt beim ersten Teil. Über diesen Punkt kann ich aber hinwegsehen, da mich das Buch ansonsten überzeugt hat. Positiv hervorheben möchte ich, dass sich die Autorin auch in diesem Buch wieder einigen schwierigen Themen widmet, darunter der Tod eines Elternteils.
Auch dieses Mal ist mir der Abschied von Bramble Falls sehr schwergefallen. Und ich hoffe sehr, dass Misty Wilson mich nicht zu lange warten lässt. Denn ich würde wirklich gerne zurückkehren. Mal sehen, was im Frühling und Sommer so alles Wunderbares in Bramble Falls passiert.
Für dieses Buch bzw. für diese Reihe möchte ich wirklich von ganzem Herzen eine Leseempfehlung aussprechen. Und zwar besonders auch für Personen, die eigentlich nicht zur Zielgruppe gehören. Dieses Buch ist perfekt für alle, die die deutsche Erstausstrahlung von Gilmore Girls, One Tree Hill und ähnlichen Serien erlebt haben.
Rezensionen von ReiShimura:
Falling Like Snowflakes von Misty Wilson
Bramble Falls verzaubert auch im Winter
Ich habe mich sehr auf die Rückkehr nach Bramble Falls gefreut, denn der erste Teil „Falling like leaves“ hat mir sehr gut gefallen. Obwohl ich dieses Mal ein wenig länger gebraucht habe, um in die Geschichte einzutauchen, hat mich auch dieser Band wieder absolut begeistern können.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich um den zweiten Teil der Bramble-Falls-Serie von Autorin Misty Wilson.
Während der erste Teil im Herbst spielt, erleben wir in diesem Buch den wundervollen Winter in dem zuckersüßen kleinen Ort. Theoretisch können die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden. Denn alle wichtigen Informationen aus dem ersten Band werden in diesem kurz erwähnt.
Liebesromane stehen öfter bei mir auf der Leseliste. Leider habe ich aber feststellen müssen, dass viele aktuelle Liebesromane mit einer gehörigen Portion Spice ausgestattet sind. Dies trifft leider so überhaupt nicht meinen Geschmack. Daher greife ich nun vermehr zu Young Adult Büchern wie diesem hier. Denn diese Bücher können mit einer geballten Ladung Emotionen aufwarten, aber ausschweifende Bettszenen bleiben mir hier erspart.
Ein weiterer Pluspunkt in diesem Fall ist, dass ich hier sowohl eine Kleinstadtatmosphäre, große Gefühle als auch den frühen 2000er Wohlfühlcharme spüren kann.
Misty Wilsons Beschreibungen von Bramble Falls und den darin lebenden Personen haben mich bereits im ersten Teil begeistert. Sie beschreibt anschaulich, detailliert und mit so viel Hingabe, dass ich während des Lesens Raum und Zeit vergessen habe. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass ich durch das Lesen des Buches eindeutig in Weihnachtsstimmung gekommen bin und das, obwohl gerade erst der Herbst angefangen hat.
Die Liebesgeschichte zwischen Asher und Sloane ist glaubwürdig, nachvollziehbar, aber auch ein wenig vorhersehbar. Letzteres war auch mein kleiner Kritikpunkt beim ersten Teil. Über diesen Punkt kann ich aber hinwegsehen, da mich das Buch ansonsten überzeugt hat. Positiv hervorheben möchte ich, dass sich die Autorin auch in diesem Buch wieder einigen schwierigen Themen widmet, darunter der Tod eines Elternteils.
Auch dieses Mal ist mir der Abschied von Bramble Falls sehr schwergefallen. Und ich hoffe sehr, dass Misty Wilson mich nicht zu lange warten lässt. Denn ich würde wirklich gerne zurückkehren. Mal sehen, was im Frühling und Sommer so alles Wunderbares in Bramble Falls passiert.
Für dieses Buch bzw. für diese Reihe möchte ich wirklich von ganzem Herzen eine Leseempfehlung aussprechen. Und zwar besonders auch für Personen, die eigentlich nicht zur Zielgruppe gehören. Dieses Buch ist perfekt für alle, die die deutsche Erstausstrahlung von Gilmore Girls, One Tree Hill und ähnlichen Serien erlebt haben.
Rezensionen von marcialoup:
Blut für Blut von Anna Schneider
Tragische Traumata
Sophie ist Fotografin und will damit Fuß fassen nachdem sie ihren gewalttätigen Freund über Nacht verlassen hat. Wie durch Zauberhand bekommt sie einen lukrativen hochbezahlten Job, einer adeligen Familie regelmäßig zu fotografieren. Natürlich nimmt sie den Auftrag an, um Geld für eine Unterkunft und eine Arbeitsstätte zu haben und unabhängig und endlich frei zu sein.
Frei von ihrem Lebensgefährten, frei von ihrer Vergangenheit, die sie immer wieder einholt und dunkle Erinnerungen an ihren Vater, ihren verschollenen Bruder und auch an ihre depressive Mutter hervorholt.
Doch Gründe für Panikattacken gibt es weiterhin, denn die Ereignisse früher wie heute lassen Sophie nicht los.
Auch läuft es mit dem Auftrag nicht so wie Sophie es sich vorstellt, denn es ist doch irgendwie eine skurrile Familie...
Immer wieder gibt es Momente zum Atem anhalten, Spannung fühlen und Ängste mitfühlen, Wald als dunklen, unangenehmen Ort zu empfinden und hinter jeder Ecke jemanden lauern zu vermuten...
Die Kapitel wechseln zwischen Jetzt und Vor zwanzig Jahren, sowie eingefügt Kapitel einer anderen Figur, die irgendwie mit Sophies Leben zusammenhängt...
Die Autorin hat einen tollen Thriller geschaffen, den eine sympathische Protagonistin besetzt.
Mit Kontinuität und kleinen Wendungen bleibt der Thrill durchgängig erhalten und man rätselt gern mit. Das Ende entwickelt sich etwas abrupt.
Das Cover ist düster, passt zum Inhalt und ist zusammen mit dem Farbschnitt ein echter Hingucker!
Rezensionen von marcialoup:
Landleute von Daniel Mason
sehr speziell
Mich hinterläßt der Roman eher zwiespältig. Er trifft nicht ganz meinen Geschmack und ich habe mich stellenweise ziemlich durchgequält. Dabei hat der Roman durchaus seine guten Seiten. Auf jeden Fall schafft es der Autor, Humorvolles und Skurriles zu verbinden, ebenso Normalität und Absurditäten.
Er schafft es aber nicht, mir die Charaktere richtig nah zu bringen. Es hat alles einen gleichmäßigen Erzählton, der zwar unterhaltsam ist, aber mir zu oberflächlich bleibt.
Zunächst waren die ersten Seiten über die Ansprache der Personen gewöhnungsbedürftig, was aber zur Entwicklung der Geschichte gehört. Miles und Kate und ihre beiden Kinder werden mit „die Frau“, „der Mann“, „der Sohn“ und „die Tochter“ angesprochen. Einzig Giuseppe der Hund wird schon früh beim Namen genannt. Aber auch die Familie wird im Verlauf mit ihrem Namen angesprochen nachdem Olive, die Tochter, ein Bild von der Familie gemalt hat, als sie in ihrem neuen Zuhause ankamen, denn die Familie ist von Kalifornien aufs Land gezogen, hat den weiten Weg mit dem Auto zurückgelegt und kommt im Landleben an.
Miles, der Erzähler, will hoffentlich endlich seine seit Jahrzehnten schwelende Doktorarbeit abschließen, doch den Umzug ausgelöst hat seine Frau, die als Gastprofessorin für ein Jahr eine Stelle angeboten bekommen hat. Miles dagegen läßt sich mehr und mehr auf das Landleben ein und trifft auf eigenartige Leute, ungewöhnliche Begegnungen und interessante Lebensgeschichten.
Als dann später noch die Theorie der Hohlwelt hinzukam, war ich interessenmäßig nicht mehr so dabei.
Ich konnte dem Roman nicht so viel abgewinnen.
Rezensionen von praja:
Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille von Anne Lück
Düster, anders und richtig spannend!
Die Idee hat mich direkt bekommen. Musik, eine geheimnisvolle Band, deren Mitglieder niemand wirklich kennt, ein maskierter Sänger und dann noch etwas ziemlich Düsteres, das im Hintergrund lauert? Jaaaa, damit kriegt man mich :D Vor allem mochte ich, dass die Musik hier nicht einfach nur ein hübsches Setting ist, sondern wirklich mit der Fantasy und der Handlung zusammenhängt.
Auch Alizes Gehör und ihr Cochlea-Implantat sind nicht einfach irgendein Merkmal, das man ihr gegeben hat, sondern spielen tatsächlich eine Rolle. Das fand ich richtig gut.
Alize selbst mochte ich auch sehr. Sie ist ehrgeizig, weiß, was sie will, und arbeitet dafür. Gleichzeitig wirkt sie aber nicht so übertrieben perfekt, sondern ziemlich nahbar. Dazu kommen Silentbound und natürlich Echo, bei denen ich ständig wissen wollte, was eigentlich hinter den Masken steckt. Dieses ganze Geheimnis rund um die Band hat für mich wahrscheinlich sogar besser funktioniert als die Romance.
Denn von der hätte ich ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Sie ist da, aber gerade für eine Romantasy steht sie ziemlich weit im Hintergrund. Dafür nimmt sich das Buch viel Zeit für die Musikbranche, die Band und das Fantasykonzept. Stellenweise vielleicht ein bisschen zu viel Zeit, weil sich gerade in der Mitte einiges zieht und manches auch wiederholt. Da hätte ich mir zwischendurch einfach etwas mehr Fortschritt gewünscht.
Zum Ende hin zieht die Handlung aber ordentlich an und einige Dinge, über die ich vorher schon gerätselt hatte, ergeben endlich ein größeres Bild. Ganz durchschaut hatte ich es jedenfalls nicht. Und dann kommt dieses Ende. Danke für nichts. :D Jetzt möchte ich natürlich wissen, wie es weitergeht.
Für mich vor allem wegen der ungewöhnlichen Grundidee und der düsteren, mysteriösen Stimmung ein richtig guter Auftakt. Bei der Romance und dem Tempo ist für Band 2 aber definitiv noch Luft nach oben.
Rezensionen von ReiShimura:
Rauhnachttage von Ina Bhatter
Atmosphärische Selbstfindung mit kleinen Schwächen
Da ich bereits das erste Buch „Drei Tage im Schnee“ von Ina Bhatter gelesen hatte, hatte ich bereits eine sehr gute Vorstellung, was mich in diesem Buch erwarten wird. Die Autorin hat diese Erwartungen auch weitgehend erfüllt. Denn auch dieses Buch ist wieder ein Lebensratgeber eingebettet in eine durchaus interessante Geschichte.
Die Rauhnachttage und die dazugehörigen Rituale haben in den letzten Jahren einen Hype erlebt. Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Thema und daher ist die Fülle an Ratgebern und Sachbüchern zu diesem Thema quasi über Nacht explodiert.
Ina Bhatter geht einen etwas anderen Weg. Sie konzentriert sich zwar auch recht stark auf die Beschreibung der Rituale und der Erklärungen, wofür diese Dinge überhaupt gedacht sind. Dies alles wird aber in die Geschichte von Luise eingewoben. Eine Ärztin, die aufgrund eines tragischen Vorfalls mit schweren Selbstzweifeln zu kämpfen hat.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin Luises inneren Kampf wirklich sehr plakativ und nachvollziehbar darstellt. Sowohl den Kampf mit ihren Selbstzweifeln und ihrer Trauer, aber auch mit den Ritualen an sich. Denn Luise entscheidet sich nicht aus eigenem Antrieb heraus, die Raunächte zu zelebrieren, sondern wird von einer Freundin dazu animiert. Luises Entwicklung ist glaubwürdig, vor allem, weil sie nicht geradlinig verläuft.
Einer meiner Kritikpunkte von „Drei Tage im Schnee“ war die rasante Geschwindigkeit mit der die Charakterentwicklung fortschreitet. In diesem Buch ist es zwar ein wenig besser, dennoch finde ich auch hier das Tempo bei Luises Entwicklung recht hoch. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass der Roman mit einer recht überschaubaren Seitenanzahl daherkommt und ein recht kurzweiliges Leseerlebnis darstellt.
Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr angenehm empfunden. Sie widmet den wichtigsten Beschreibungen und Erklärungen genau so viel Zeit wie notwendig ist, verstrickt sich aber nicht in langatmige oder langweilige Ausführungen.
Weniger gut gefallen hat mir der Handlungsstrang mit Jakob. Ansatzweise kann ich verstehen, warum die Autorin diesen eingefügt hat, denn manche Punkte die Jakob anspricht, fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Allerdings führt der Wendepunkt dieses Handlungsstrangs, auf den ich aufgrund Spoilergefahr nicht näher eingehen möchte, dazu, dass ich diesen Teil doch sehr in Frage stelle. Eventuell habe ich aber auch nicht verstanden, was mir die Autorin hier wirklich mitteilen möchte.
Dieser Roman hat mir deutlich besser gefallen als der Vorgänger. Dies liegt vor allem daran, dass ich bereits wusste, worauf ich mich einlasse, und Luises Perspektive sehr gut nachvollziehen konnte.
Leser:innen, die ihre Freude an Büchern von John Strelecky haben, werden auch hier auf ihre Kosten kommen. All jenen, die mit Lebensratgebern oder den Raunacht-Ritualen nichts anfangen können, würde ich eher abraten.
Rezensionen von ReiShimura:
Rauhnachttage von Ina Bhatter
Atmosphärische Selbstfindung mit kleinen Schwächen
Da ich bereits das erste Buch „Drei Tage im Schnee“ von Ina Bhatter gelesen hatte, hatte ich bereits eine sehr gute Vorstellung, was mich in diesem Buch erwarten wird. Die Autorin hat diese Erwartungen auch weitgehend erfüllt. Denn auch dieses Buch ist wieder ein Lebensratgeber eingebettet in eine durchaus interessante Geschichte.
Die Rauhnachttage und die dazugehörigen Rituale haben in den letzten Jahren einen Hype erlebt. Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Thema und daher ist die Fülle an Ratgebern und Sachbüchern zu diesem Thema quasi über Nacht explodiert.
Ina Bhatter geht einen etwas anderen Weg. Sie konzentriert sich zwar auch recht stark auf die Beschreibung der Rituale und der Erklärungen, wofür diese Dinge überhaupt gedacht sind. Dies alles wird aber in die Geschichte von Luise eingewoben. Eine Ärztin, die aufgrund eines tragischen Vorfalls mit schweren Selbstzweifeln zu kämpfen hat.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin Luises inneren Kampf wirklich sehr plakativ und nachvollziehbar darstellt. Sowohl den Kampf mit ihren Selbstzweifeln und ihrer Trauer, aber auch mit den Ritualen an sich. Denn Luise entscheidet sich nicht aus eigenem Antrieb heraus, die Raunächte zu zelebrieren, sondern wird von einer Freundin dazu animiert. Luises Entwicklung ist glaubwürdig, vor allem, weil sie nicht geradlinig verläuft.
Einer meiner Kritikpunkte von „Drei Tage im Schnee“ war die rasante Geschwindigkeit mit der die Charakterentwicklung fortschreitet. In diesem Buch ist es zwar ein wenig besser, dennoch finde ich auch hier das Tempo bei Luises Entwicklung recht hoch. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass der Roman mit einer recht überschaubaren Seitenanzahl daherkommt und ein recht kurzweiliges Leseerlebnis darstellt.
Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr angenehm empfunden. Sie widmet den wichtigsten Beschreibungen und Erklärungen genau so viel Zeit wie notwendig ist, verstrickt sich aber nicht in langatmige oder langweilige Ausführungen.
Weniger gut gefallen hat mir der Handlungsstrang mit Jakob. Ansatzweise kann ich verstehen, warum die Autorin diesen eingefügt hat, denn manche Punkte die Jakob anspricht, fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Allerdings führt der Wendepunkt dieses Handlungsstrangs, auf den ich aufgrund Spoilergefahr nicht näher eingehen möchte, dazu, dass ich diesen Teil doch sehr in Frage stelle. Eventuell habe ich aber auch nicht verstanden, was mir die Autorin hier wirklich mitteilen möchte.
Dieser Roman hat mir deutlich besser gefallen als der Vorgänger. Dies liegt vor allem daran, dass ich bereits wusste, worauf ich mich einlasse, und Luises Perspektive sehr gut nachvollziehen konnte.
Leser:innen, die ihre Freude an Büchern von John Strelecky haben, werden auch hier auf ihre Kosten kommen. All jenen, die mit Lebensratgebern oder den Raunacht-Ritualen nichts anfangen können, würde ich eher abraten.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Rauhnachttage von Ina Bhatter
Ein spannender Thriller voller Geheimnisse und Misstrauen
Schon beim Cover von „Eine von ihnen lügt“ von Rebecca Tayler McKay bin ich neugierig geworden. Der gedeckte Tisch mit den vier Stühlen und dem Kerzenleuchter wirkt zunächst fast einladend und harmlos – doch genau das täuscht, denn in dieser Familie ist längst nicht alles so, wie es scheint.
Stella bewirbt sich bei der Familie Titheridge auf deren Farm und bekommt den Job sofort. Als PR-Beraterin soll sie dabei helfen, den angeschlagenen Ruf von Alan Titheridge wieder aufzupolieren. Denn Alan ist in zahlreiche Skandale verwickelt und sein Ruf ist alles andere als gut. Doch Stella hat selbst ein dunkles Geheimnis und ich hatte schon beim Lesen das Gefühl, dass sie sich nicht einfach nur aus beruflichen Gründen bei der Familie beworben hat.
Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass Stella eine Vorgeschichte mit den Titheridges haben muss und vielleicht sogar einen ganz bestimmten Grund für ihre Bewerbung hat. Auch den anderen Familienmitgliedern habe ich nicht wirklich über den Weg getraut. Renée und Romilly und später auch deren Männer wirkten auf mich ebenfalls so, als würden sie etwas verbergen.
Besonders bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung wurde die Stimmung immer merkwürdiger. Alan wirkte völlig neben der Spur und so unschuldig, wie er sich geben wollte, nahm ich ihm überhaupt nicht ab. Irgendetwas an ihm wirkte berechnend und böse. Aber auch Stella kam mir zunehmend zu unsicher vor und die Rolle der harmlosen PR-Beraterin habe ich ihr nicht wirklich abgekauft.
Ich habe beim Lesen ständig gerätselt, wer hier eigentlich die Wahrheit sagt und welches Geheimnis die einzelnen Personen mit sich herumtragen. Und dann kommt am Ende endlich die Wahrheit ans Licht – und die hat es wirklich in sich! Es tun sich Abgründe auf, mit denen ich so nicht gerechnet habe.
Ein spannender Thriller voller Geheimnisse, Misstrauen und überraschender Wendungen, bei dem wirklich niemand ganz unschuldig zu sein scheint
Rezensionen von Lovely90:
Ella, die schlaue Kuh von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
Mehr ein Buch für Erwachsene als für Kinder
Dieses Kinderbuch lässt mich zwiegespalten zurück. Nach dem ersten Durchlesen und Anschauen ohne Kind war ich zunächst begeistert: Tolle Reime, sehr schöne Illustrationen mit kleinen Details, die mich schmunzeln ließen. Als mein Neffe (5 Jahre alt), das erste Mal durch das Buch blätterte, war auch er noch sehr angetan, was vor allem daran liegt, dass er Tiere liebt (in einem Ausmaß, das über das übliche kindliche ‚sich für Tiere interessieren‘ hinausgeht).
Reime findet er wie andere Kinder auch super. Hier gab es jedoch immer mal wieder Begriffe, die er noch nicht kannte; das Erklären stört beim Reimen natürlich etwas, aber das gehört beim Vorlesen ja nun mal dazu.
Doch gerade beim mehrmaligen Lesen fiel auch ihm auf, dass die anderen Tiere unglaublich gemein zu Ella sind und zwar in einem Ausmaß, dass dies fast das gesamte Buch einnimmt. Dies gilt sowohl für die Tierkinder als auch für die Erwachsenen. Dass Ella in die Hochschule aufgenommen wird, nur, damit sich andere auf ihre Kosten amüsieren können, war der Höhepunkt. Im Vergleich dazu nahm der ‚positive‘ Aspekt der Geschichte, in dem Ella schließlich dort angelangt war, wovon sie geträumt hatte, nur einen winzigen Teil.
Als Erwachsener kann man all die Gemeinheiten gut einordnen und über die fiesen Sprüche auch mal schmunzeln. Die Kombination aus beidem finde ich für Kinder aber vermutlich noch etwas zu kompliziert. Ich hätte mir mehr Positives im Buch gewünscht, dann würde es auch leichter fallen, über die lustigen Dinge gemeinsam mit dem Kind zu lachen.








