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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gundi57:

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Wildboden von Constantin Lieb

Neue Zeit

Das Buch handelt von dem Maler Ernst Ludwig Kirchner und seiner Lebensgefährtin Erna Schilling .
Wildboden ist eine Stadt in der Schweiz bei Davos und ihre Heimat.
In einer abgelegenen Hütte auf 1500 m Höhe in einer abseits gelegenen Hütte .
Es ist die Zeit des Nationalsozialismus um 1936 .
Der Künster arbeitet an Skulpturen und Gemälden und ist ein eher unsympatischer Zeitgenosse.

Erna ist die treue Seele des Hauses und bleibt bei dem Künstler obwohl sie es mit ihm nicht immer leicht hat.
Seine starke Morphiumsucht macht ihr das Leben schwer.
Aber sie ist stark und versucht alles um ihr Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.
Der Alltag und das Geschäftliche ist ihre Sache und er kümmert sich nicht darum. Der Autor beschreibt das beschwerliche Leben und den Alltag in den Bergen mit einem kranken Mann und die Frau die dahinter steht.

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Wildboden

Rezensionen von nessabo:

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Yesteryear von Caro Claire Burke

Bissig, unlikable und einfach großartige Unterhaltung

Dieses Werk ist 2026 wohl an den wenigsten Lesemäusen vorbeigegangen. Fand ich, dass es ein bahnbrechend feministisches Werk ist? Nein. Wurde ich grandios unterhalten und habe die Seiten nur so verschlungen? Auf jeden Fall.

Inhaltlich muss ich sicherlich nicht viele Worte verlieren. Eine absolut unsympathische Protagonistin sieht sich der Welt ausgesetzt, die sie als Tradwife-Influencerin scheinbar herbeigerufen hat.

Auf wechselnden Zeitebenen erfahren wir einerseits von ihrer Radikalisierung und bekommen andererseits die Härte einer antifeministischen Welt im 19. Jahrhundert zu spüren.

Dietlind Falk und Lisa Kögeböhn haben eine wirklich makellose Übersetzungsleistung erbracht. Besser hätte der schwarze und hochgradig bissige Humor dieses satirischen Werks gar nicht abgebildet werden können. Helen ist als Hauptfigur von Anfang an darauf angelegt, dass wir sie schrecklich finden. Ich fand das großartig, verstehe an der Stelle aber auch die Kritik, dass im weiteren Verlauf einfach kein Mitgefühl empfunden werden kann, wo es vielleicht von der Autorin beabsichtigt war. Nichtsdestotrotz ist „Yesteryear“ in der Reihe von Bücher mit fast ausschließlich furchtbaren Figuren für mich eines der besten.

Caro Claire Burke bindet viele Themen in ihr Buch ein und hat mich damit eingesaugt. Die Aspekte von Fundamentalismus, Nationalismus, Verschwörungserzählungen und Manosphere sind beklemmend realistisch dargestellt, ohne dass ich sie als übersteigert moralisierend empfunden habe. Helen ist trotz all meiner Antipathie eine rundum reizvolle Figur, die sich selbst eigentlich am besten täuschen kann, während ihr Mann Caleb himmelschreiend einfältig ist. Sicherlich sind beide dabei überspitzt gezeichnet, aber von Satire erwarte ich das auch.

Ich persönlich kam mit der Erzählstruktur gut zurecht und hatte eigentlich nie Probleme mit den inhaltlichen Längen, weil Burke einfach hochspannend schreiben kann. Gleichzeitig finde ich nicht, dass der Roman die feministische Schlagkraft besitzt, die die Grundidee hätte haben können. Einige Elemente wie das Benutzen von Kindern für den eigenen Social-Media-Auftritt oder die Dynamiken eines rechten Backlash fand ich pointiert herausgearbeitet. Der zugrundeliegende Ansatz von „Pass auf, was du dir wünschst“ verliert durch den Plottwist und das fiebrige Tempo am Ende aber etwas an Aussagekraft.

Meinen Kritikpunkten zum Trotz bewerte ich sehr gut, weil ich mich bis zum Schluss wunderbar unterhalten gefühlt habe. Vielleicht hilft es auch, den Roman als eine spannende Dystopie zu sehen, denn dann ist die Geschichte ein reizvoller Fiebertraum mit einigen gesellschaftskritischen Anklängen und ich freue mich jetzt schon auf die Verfilmung.

4,5 Sterne

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Yesteryear

Rezensionen von buchina:

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Die Villa von Markus Heitz

Ein spannender Pageturner mit gehetzter Auflösung

Ich habe schon einige Thriller von Markus Heitz gelesen und mag die Mischung aus Thriller und Mystery. Diese Mischung gibt es auch in seinem neuen Roman, gespickt mit ein wenig Horror.
Eine große Stärke des Romans liegt in seiner Struktur. Heitz arbeitet mit zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen.

Diese scheinen anfangs unabhängig voneinander zu existieren. Der geschickte Wechsel zwischen den beiden Erzählungen sorgt für eine dynamische Dynamik. Als Leserin versuchte ich permanent, die unsichtbaren Fäden zwischen den Schauplätzen zu verknüpfen. Das steigert den Unterhaltungswert enorm.
Der Spannungsaufbau ist Heitz hervorragend gelungen. Die Kapitel enden oft mit cleveren Cliffhangern, die zum Weiterlesen zwingen. Die Atmosphäre ist packend und dicht. Leider blieben für mich die Charaktere über weite Strecken seltsam oberflächlich und stereotyp. Es fiel mir schwer, eine echte emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen, da ihre Motive und Hintergründe nur am Rande abgehandelt werden. Sie fungieren eher als Werkzeuge für den Plot, denn als vielschichtige Persönlichkeiten.
Ein weiteres Manko offenbart sich auf den letzten Seiten. Während sich das Buch viel Zeit nimmt, das komplexe Beziehungsgeflecht und das zentrale Mysterium aufzubauen, kam die Auflösung relativ schnell. Vor allem, dass die Protagonisten kein Problem damit hatten an die fantastischen Erklärungen der brutalen Ereignisse zu glauben und da völlig mitzugehen, war für mich nicht so richtig nachzuvollziehen. Hier hätte der Roman etwas mehr Raum zum Atmen und für ein epischeres Finale vertragen.
Fazit
„Die Villa“ ist ein handwerklich solider, extrem spannender Pageturner für Zwischendurch. Der Plot ist gelungen, manchmal ist es sehr blutig und brutal und erinnert an einen Splatterfilm, das sollte man wissen. Ich fühlte mich aber sehr gut unterhalten.

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Die Villa

Rezensionen von Harakiri:

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Du kriegst mich nicht von Chris Carter

Stand-Alone

Gleich vorneweg: es handelt sich nicht um einen Teil der Hunter-Reihe.
Wie beschreibt man jetzt den Inhalt eines Buches, das so voller Wendungen ist, ohne zu spoilern?
Mary Smith hat ein neues Leben begonnen, nachdem ihr Ehemann zu einer Freiheitsstrafe wegen Misshandlung verurteilt wurde. Mary lernt einen neuen Mann kennen und ist glücklich, doch ihre Vergangenheit lauert an jeder Ecke.

Chris Carter ist bekannt durch seine Hunter- und Garcia-Reihe und ich dachte, dass es sich bei seinem Buch um einen Teil der Reihe handelt, da ich seine Bücher blind kaufe. Umso überraschter war ich, dass es sich um einen einzelnen Band handelt, der zudem noch ein Psychothriller ist. Doch Carter konnte mich auch hier überzeugen. Auch wenn nicht jede Seite vor Blut trieft, fesselt der Roman. Ein wenig vorhersagbar war er schon, aber mit dem Ende hatte ich nicht gerechnet. Schön fand ich aber, dass Carter alle Rätsel aufgelöst hat, sonst wäre ich enttäuscht von dem Buch gewesen.
Das Buch liest sich spannend, teilweise romantisch, spicy und mit den vielen Wendungen auch überraschend, aber teilweise auch etwas langatmig.
Fazit: Ein gelungener Versuch von Carter, sich abseits seiner Reihe zu positionieren.

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Du kriegst mich nicht

Rezensionen von Kat:

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Pina fällt aus von Vera Zischke

Wer trägt uns, wenn einer ausfällt?

Ich habe das Buch gestern beendet und möchte seitdem am liebsten jedem davon erzählen! So ging es mir auch schon bei „Ava liebt noch“, ein Buch, das für immer in meinem Herzen wohnen wird. Jetzt ist die Hausgemeinschaft aus der Hansastraße 22 auch mit eingezogen.
Pina lebt dort seit Jahren mit und für ihren zwanzigjährigen Sohn Leo, der feste Routinen und eine verlässliche Ordnung braucht.

Als sie plötzlich zusammenbricht und ins Krankenhaus kommt, steht nicht nur Leo vor einem Abgrund, sondern auch der Takt der Nachbarn gerät aus den Fugen. Denn die haben bisher nicht wirklich viel miteinander zu tun und jeder bringt seine eigenen Sorgen mit. Doch aus Unsicherheit, Distanz und Überforderung wächst nach und nach etwas, das man fast schon Hoffnung nennen muss. Ich fand die Figuren sehr gut gezeichnet, sie wirken eigen, verletzlich und glaubwürdig.
Auch sprachlich ist Pina fällt aus für mich wieder ein Volltreffer. Der Stil ist klar und leicht, oft pointiert, manchmal fast poetisch - und dabei immer ganz nah an den Menschen. Das Buch liest sich mühelos, hat aber gleichzeitig Tiefe und Nachhall. Ich habe geweint und gelacht.
Mein Fazit: Vera Zischke erzählt hier eine Geschichte, die ich für gesellschaftlich relevant und emotional berührend halte und die dennoch erstaunlich leicht ist. Mich hat beeindruckt, wie unaufgeregt und gleichzeitig präzise das Buch von Sorgearbeit, Erschöpfung, Einsamkeit und Inklusion erzählt. Vera Zischke schreibt mit so viel Wärme und Feingefühl, dass man sich jeder Figur nahe fühlt, ohne dass der Roman jemals kitschig oder rührselig wird. Im Gegenteil: Gerade die feinen humorvollen Momente und die liebevolle Zeichnung der Hausgemeinschaft machen das Buch so besonders.

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Pina fällt aus

Rezensionen von begine:

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Ist doch schön hier von Miriam Burdelski

Reise nach Ostpreuße

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Miriam Burdelski hat für den Roman „Ist doch schön hier“ von der Flucht ihrer Großeltern inspirieren lassen. Allerdings ist es nicht biografisch, sondern sie hat alles aus ihrer Fantasie sprießen lassen.
Die Neugier der Liesel, wo ihre Großmutter Emma herkam, kann ich gut verstehen. Ich habe die Heimat meiner Mutter auch aufgesucht.

Liesel ist gerade neunzehn Jahre alt, als sie beschließt die Fluchtroute ihrer Oma zurück zu verfolgen.
Die Familie besteht aus der Großmutter Emmi, der Mutter Melanie und Liesel.
Von anderen Familienmitgliedern ist keine Rede.
Emmi wird dement und erzählt plötzlich von ein paar Personen. Anscheinend gab es eine andere Liesl.
Emmi will unbedingt nach Ostpreussen mit. Erst wehrt sich Liesel dagegen. Aber dann wird sie von dem polnischen Pfleger Sascha überredet, sie mitzunehmen. Er wird die beiden im Auto fahren.
Die Reise wird interessant und liebevoll geschildert.
Es macht Spaß, diese Geschichte zu lesen.

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Ist doch schön hier

Rezensionen von Lydia_Te:

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Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas

Wie soll ich mich nach diesem Roman fühlen

Als ich davon Wind bekommen habe, dass Ruth-Maria Thomas einen neuen Roman schreibt war mir schon klar: den will ich lesen.
Wer "Die schönste Version" von ihr gelesen hat, kann die Messlatte schon mal hoch ansetzen.
In "Die zweitgrößte Liebe" geht es um Michelle und Henry. Sie aus armen Verhältnissen, er aus reichen.

Sie hat es im Leben schwer, er hat es relativ leicht. Sie mit vielen Sorgen, er mit wenigen. Und trotzdem finden die beiden zueinander und verlieben sich. Der Beginn vom Roman ist so zart, lieb und zum dahinschmelzen. Bis sich das Blatt langsam wendet. Michelle und Henry kommen aus ganz unterschiedlichen Welten und Michelle kann sich von ihrer früheren Welt nie so ganz trennen. Die reichen und schönen, mit denen sie verkehrt, sind noch immer "die anderen". Sie will es nicht wahrhaben, dass sie jetzt ein Teil davon ist. Und so entsteht die ein oder andere Reiberei, ein Streit bricht vom Zaun. Aber immer wieder schaffen es die beiden, sich zusammen zu raufen. Doch der Graben zwischen ihnen wird schleichend tiefer, bis er für Michelle irgendwann unüberwindbar scheint und sie sich für ein Ich von ihr entscheiden muss.

Mit sehr viel Gefühl und Herz hat hier Ruth-Maria Thomas eine zum scheitern verurteilte Liebesgeschichte niedergeschrieben.
Erst auf Seite 55 wurde mir klar, wer Michelle (Mishelle!) wirklich ist. Es handelt sich um Shelly, die bereits aus "Die schönste Version" bekannt ist. Daher war es für mich umso interessanter, was aus ihr geworden ist und wieso es mit ihr und Henry nicht funktioniert hat.

Am Ende vom Roman weiß ich nicht so recht, wie ich mich fühlen soll. Ich hätte Shelly das Happy End gegönnt, aber sie ist mit sich strenger als ich es wäre.

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Die zweitgrößte Liebe

Rezensionen von Ulgu1978:

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Pause von Lena Kupke

Sprachlos


Hanna erleidet einen Zusammenbruch und wird von einer Notärztin ins Krankenhaus eingewiesen. Und obwohl die Ärztin ihr rät, zumindest über Nacht dort zu bleiben, weil es ihr seelisch und körperlich nicht gut geht, verlässt sie auf eigenen Wunsch das Krankenhaus. Allerdings holt nicht ihr Freund Paul sie ab, sondern ihre Eltern und nehmen sie mit zu sich nach Hause.

Lena Kupkes Roman konnte mich nicht wirklich überzeugen. Das lag vor allem an den handelnden Personen:
Eine Protagonistin, die sich mit Notlügen durch alle Situationen durchhangelt,
die Eltern und die Schwester, die den ganz offensichtlich schlechten seelischen Zustand ihrer Tochter bzw. Schwester totschweigen, anstatt mit ihr zu reden oder sie zum Reden zu animieren
und dann noch der Lebenspartner Paul, der sich nicht einmal ansatzweise Sorgen macht, dass Hanna im Krankenhaus gelandet ist.
Und dann trifft sie Alexander, der - ganz das Gegenteil - angeblich so gar keine Fehler und für alles, wirklich alles Verständnis hat. Hier war es mir eindeutig zu viel des Guten.
Die einzigen Lichtblicke sind die Hausärztin Frau Polten und die Nachbarin Helen.
Alles in allem konnte mich die Geschichte nicht überzeugen, weil mir hier zu viele Klischees (Großstadt = toll, Kleinstadt = hinterwäldlerisch) bedient werden und ich es für unwahrscheinlich halte, dass der Aufenthalt in einer einsamen Waldhütte bei so einem seelischen Tief heilsam sein soll. Und zum Schluss kann ich nur empfehlen, das Buch nicht zu lesen, wenn man sich selbst in einem Stimmungstief befindet.

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Pause

Rezensionen von Kat:

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Genug für ein halbes Leben von Evann Normandin

Wenn das Vergessen der einzige Ausweg scheint

Was wäre, wenn man schmerzhafte Erinnerungen einfach löschen könnte – und mit ihnen gleich ein ganzes Stück von sich selbst? Genau diese Frage zieht sich durch Evann Normandins Debütroman und das Buch ist definitiv eine Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Den Wunsch, alles vergessen zu können – Schmerz und Trauer aber eben leider auch das Schöne, finde ich spannend und die Idee einer Pille zum Löschen von Erinnerungen hat mich sofort gepackt, da sie viele Aspekte bietet, die es zu ergründen gilt.

Rose und Landon lernen sich am College kennen, sind nach kurzer Zeit unzertrennlich, heiraten, bauen ein gemeinsames Leben auf. Doch Rose bringt einen schweren Ballast mit: Ihr geliebter Vater erkrankt früh an Alzheimer, ihre Mutter zerbricht daran und versinkt in der Alkoholsucht. Verlust und Ablehnungsängste prägen Rose und ein tragischer Schicksalsschlag, der erst am Ende aufgelöst wird, bringt sie dazu, der Versuchung nachzugeben und nochmal ganz von vorn anzufangen. Zu verfolgen, wie sich ihre Geschichte über verschiedene Zeitebenen hinweg entfaltet, ließ ihre Beziehung sehr komplex und echt wirken.
Das Buch liefert keine einfachen Antworten und stellt nicht einfach eine Liebesgeschichte nach, sondern schaut genau hin und fragt, wie eng Identität und Erinnerung verknüpft sind und was von einem Menschen bleibt, wenn man ihm seine Erinnerungen nimmt. Das Gedankenexperiment ist futuristisch aber emotional völlig nahbar.
Die doppelte Perspektive trägt die Geschichte meisterhaft. Rose erzählt in der Vergangenheit, Landon in der Gegenwart – und aus diesen beiden Strängen setzt sich Stück für Stück zusammen, was passiert ist. Dieses langsame Enthüllen hat mich bis zum Schluss gefesselt.
Der Umgang mit Trauer und Verlust ist einfühlsam und unaufgeregt. Normandin schreibt über Schmerz ohne Überdramatik, über Liebe ohne Kitsch. Das macht die Figuren glaubwürdig und nahbar. Dazu passte auch der ruhige Schreibstil.
Ich habe Roses Entscheidung verstanden aber auch Landons Beharren, auch wenn es an die Grenzen des Zumutbaren stößt. Genau diese Ambivalenz macht für mich das Buch aus.
Fazit: Ein gefühlvoller, kluger und tiefgründiger Roman über die Macht der Erinnerung, den Preis des Vergessens und die Frage, ob eine Liebe groß genug ist, um ein zweites Mal zu wachsen. Das Buch wirkt definitiv noch lange nach.

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Genug für ein halbes Leben

Rezensionen von Krani:

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Sterne finden ganz einfach von Schittenhelm Klaus M.

Sehr hilfreich

Ein Vorwort schildert, wie mit dem Buch zu arbeiten ist und wie man dort oben die Himmelsrichtungen findet. Das fand ich schon einen hilfreichen Einstieg.
Für jede Jahreszeit ist der jeweilige Sternenhimmel zeichnerisch dargestellt. Insgesamt 25 Sternbilder sind hervorgehoben, die nochmal einzeln besprochen werden, hier finden wir auch Erläuterungen zu den Mythen dahinter.

Besonders gefallen hat mir, dass auf jedem Bild des Himmels auch der Umriss einer Hand abgebildet ist. Sie dient als Maßstab, um Entfernungen zu vergleichen. Die eigene Hand, am ausgestreckten Arm hochgehalten, hilft dabei, das Bild aus dem Buch an den Himmel zu übertragen. So lässt sich wirklich vieles leicht finden.
Im Schluss werden noch einige Besonderheiten am Himmel beschrieben: der Mond, die Planeten, die Milchstraße, Kometen und Meteore.
Doch Sterne sieht man nur im Dunkeln. Dann kann man aber die Buchseiten nicht erkennen. Wenn man mit einer Taschenlampe arbeitet, muss man die Augen immer wieder neu an die Dunkelheit des Himmels gewöhnen. Hier hätte man vielleicht zumindest punktuell mit phosphoresieren Bildern arbeiten können. Da nur die hellsten Sterne beschrieben werden, funktioniert es aber auch mit sehr wenig Licht.
Eine tolle Hilfe, um am Himmel endlich etwas mehr zu erkennen als den Großen Wagen.

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Sterne finden ganz einfach