Kunden em pfehlungen
Rezensionen von stomic:
Bipolaras Glassprünge von Julika Lee
Eine aufwühlende Geschichte
Bipolaras Glassprünge von Julika Lee erzählt die Geschichte von Lara, einer Frau, deren Leben durch eine bipolare Störung immer mehr aus dem Gleichgewicht gerät. Anfangs wirkt ihr Alltag noch relativ normal: Sie ist verheiratet mit Matthias und hat Zukunftspläne. Doch schnell wird klar, dass diese scheinbare Stabilität brüchig ist.
Lara durchlebt starke Stimmungsschwankungen. In manischen Phasen ist sie überdreht, trifft unüberlegte Entscheidungen und entfernt sich zunehmend von der Realität. In den depressiven Phasen dagegen fühlt sie sich leer, verzweifelt und antriebslos. Diese extremen Wechsel zerstören nach und nach ihr Leben.
Besonders belastend ist dabei ihre Beziehung zu Matthias. Er unterstützt sie nicht wirklich, sondern trägt eher dazu bei, dass sie sich noch unsicherer und allein gelassen fühlt. Dadurch wird deutlich, wie wichtig ein verständnisvolles Umfeld wäre – und wie sehr es fehlt.
Als sich ihr Zustand zuspitzt, kommt Lara in eine psychiatrische Klinik. Dort erlebt sie die Situation oft als Zwang und Kontrollverlust, was ihre Lage zusätzlich verschärft. Sie muss sich nicht nur mit ihrer Krankheit auseinandersetzen, sondern auch mit dem Gefühl, keine Kontrolle mehr über ihr eigenes Leben zu haben.
Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit, was die Geschichte besonders intensiv und erschütternd macht. Meiner Meinung nach ist es eine sehr berührende und zugleich aufrüttelnde Erzählung. Sie zeigt eindringlich, wie wichtig es ist, Depressionen und bipolare Störungen ernst zu nehmen und offen darüber zu sprechen. Gerade weil solche Themen oft tabuisiert werden, ist dieses Buch ein wichtiger Beitrag, um mehr Verständnis zu schaffen.
Rezensionen von Anno:
Noch fünf Tage von Helena Falke
Die Uhr tickt
Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voran setzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder.
Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve. Vermutlich geht das auch gar nicht anders, wenn die Ausgangslage die Protagonistin ans Bett fesselt und der Rest der Handlung dadurch eher im Stillen verlaufen muss. Durch die Vermarktung hatte ich mir aber dennoch etwas anderes versprochen.
Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck war ein schönes Stilmittel, für die Handlung selbst aber kaum relevant. Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voransetzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder. Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve.
Durch die Vermarktung hatte ich mir ehrlich gesagt, einfach etwas anderes versprochen. Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck waren jedoch ein schönes Stilmittel und sehr passend zur Ausgangslage.
Rezensionen von Shilo:
LavendelSommerTräume (Im Herzen der Provence) von Hanna Holmgren
Und plötzlich ist alles anders
Manchmal gibt es Geschichten, die genau das ausstrahlen, was man beim Lesen sucht. Ruhe, Wärme und das Gefühl, für eine Weile ganz woanders zu sein. Genau so ein Buch liegt hier vor. Schon nach wenigen Seiten entsteht ein Bild von weiten Lavendelfeldern, warmem Licht und einem Ort, an dem ein Neuanfang möglich scheint.
Dabei fühlt sich alles leicht an, ohne oberflächlich zu wirken.
Im Mittelpunkt steht Mia, die ihrem alten Leben den Rücken kehrt und in der Provence neu anfängt. Ohne festen Plan, aber mit dem Wunsch, wieder zu sich selbst zu finden. Diese Suche zieht sich leise durch die Seiten und wirkt dabei ehrlich und greifbar. Die kleinen Schritte, die sie geht, fühlen sich stimmig an und lassen gut nachvollziehen, wie schwer und zugleich befreiend so ein Neuanfang sein kann.
Besonders schön ist die Stimmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Die Provence wird mit ruhigen Bildern beschrieben, ohne überladen zu wirken. Auch die Begegnung mit Jules fügt sich stimmig in die Handlung ein. Zwischen den beiden entsteht etwas Zartes, das sich langsam entwickelt und gerade dadurch glaubwürdig bleibt.
Ganz ohne Schatten bleibt es allerdings nicht. Gerade als sich alles ein wenig sortiert und leichter wirkt, holt Mia ihre Vergangenheit ein. Das bringt Unruhe in ihr neues Leben und sorgt dafür, dass man beim Lesen automatisch wissen möchte, wie es für sie weitergeht. Vor allem die ruhigeren Szenen zeigen, dass sie noch nicht ganz angekommen ist und vieles noch offen bleibt.
Der Schreibstil ist ruhig und angenehm zu lesen. Alles wirkt klar und verständlich, ohne kompliziert zu sein. Die Seiten lassen sich flüssig lesen, und es fällt leicht, in die Handlung einzutauchen. Dabei stehen nicht große Ereignisse im Vordergrund, sondern die leisen Momente, die lange nachwirken. Genau das macht den Reiz dieses Buches aus und sorgt dafür, dass man gern weiterliest.
Am Ende bleibt ein warmes Gefühl, das noch eine Weile anhält. Die Mischung aus Neuanfang, leiser Liebe und der Suche nach dem eigenen Weg wirkt stimmig und ehrlich. Die Handlung entwickelt sich ruhig, ohne langweilig zu werden, und lädt dazu ein, einfach mitzugehen.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige Geschichten mögen, die ohne große Dramatik auskommen und gerade dadurch berühren. Dafür vergebe ich sehr gern 5 Sterne.
Rezensionen von Anno:
Mein Leben mit Hühnern von Arthur Parkinson
Liebenswertes Federvieh
Ist das schön, wie Arthur hier von seinem Leben und seinen Hühnern berichtet. Mir ging dabei wirklich das Herz auf, so wunderbar war es davon zu lesen. Dieses Buch ist jedoch weder eine reine Biografie noch ein Ratgeber im klassischen Sinne. Es ist ein vielmehr ein liebevoller Mix aus beiden und wirkt dadurch mehr wie ein persönliches Gespräch, das man mit einem Hühnerexperten führen darf.
Arthur Parkinson‘s Fokus hierbei natürlich auf seiner Hühnerschar. Und er gibt anhand seiner Erzählungen und Sachtexteinwürfen auch enorm viel Wissen in Form von praktischen Tipps und Informationen weiter. Er spricht zugleich aber auch über sich selbst, seine Erfahrungen, vom Landleben, seinem Verwandten, Kollegen und dem eigenen Werdegang. Er steuerte eigens angefertigte Illustrationen bei und auch das ein oder andere beeindruckende Foto befindet sich im Buch. Alles, ob Text, Bild oder Illustration sprüht nur so von Herzblut, zeigt wie liebenswert Hühner sind und reduziert sie nicht auf ihre Legefähigkeit oder sieht sie als emotionsloses Nutztier. Nein, hier sind sie Lebewesen, vielschichtig und toll. Und genau diese respektvolle Sichtweise beeindruckte mich sehr.
Rezensionen von evaki:
Wenn liebe Waschbären wütend sind von Sandra Grimm
Wie mit Wut umgehen? Gut erklärt und gelöst auch für Erwachsene!
"Wenn liebe Waschbären Wütend sind" ist ein zauberhaft illustriertes Buch von Matthias Derenbach mit treffendem Text von Sandra Grimm. Eigentlich kann man sich nicht vorstellen, dass liebe Waschbären wütend werden, aber wie man liest, wenn es um Futter geht, kennen sie keinen Spaß! Da kann es dann schon einmal vorkommen, dass einen die Wut packt.
Sehr schlau vom kleinen Waschbären, dass er dann seine Waldfreunde alle fragt, wie sie damit umgehen? Da sind dann viele Möglichkeiten dabei, um wieder runterzukommen. Das Ende ist ein weiser Rat, der nicht verwundert, weil's einfach menschelt. So bietet das Kinderbuch, gedacht ab 2 Jahren, auch den großen "Pappnasen" eine gute Lösung mit ihrer eigenen Wut umzugehen. Probiert's doch am besten gleich mal aus. Übrigens das griffige Bilderbuch mit dickerer Pappe, wird so manche Wutattacke gut aushalten.
Rezensionen von gerlisch:
The Ordeals von Rachel Greenlaw
Gefährliche Prüfungen
Sophia de Winter ist durch einen Blutsbund an ihren Onkel den Sammler gebunden, der sie voll unter Kontrolle hat. Um auszubrechen muss sie unbedingt die Aufnahme an die altehrwürdige Killmarth Academy schaffen. Gefährliche Prüfungen warten auf sie, doch wer ist Freund und wer Feind?
Schon das Cover verspricht dunkle Geheimnisse und genau diese Stimmung zieht sich wie ein roter Faden durch die Story.
Als Auftakt einer Romantasy und Dark Academia Reihe hat das Buch definitiv meinen Geschmack getroffen.
Das alte Magiesystem mit seinen vier Säulen - Alchemie, Botanik, Maskiererei und Illusion - fand ich richtig spannend. Die magischen Fähigkeiten der Figuren sind kreativ ausgearbeitet und machen Lust auf mehr. Beim Worldbuilding hätte ich mir allerdings noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, gerade weil die Welt so viel Potenzial verspricht.
Über allem schwebt eine bedrohliche Macht, die die Spannung konstant hochhält. Besonders zum Ende hin gab es einige Überraschungen, die mich wieder richtig abgeholt haben.
Sophia ist mutig, empathisch und sofort greifbar. Alden Locke dagegen bleibt lange geheimnisvoll, was die Dynamik zwischen den beiden umso reizvoller macht. Die Romance ist schön beschrieben, und bei jedem Aufeinandertreffen war sofort ein Knistern spürbar.
Beim Schreibstil blieb das Buch für mich etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hätte mir bildgewaltigere Szenen gewünscht; manchmal schweiften meine Gedanken beim Lesen ab.
Ein atmosphärischer Reihenauftakt mit starker Magie, tollen Charakteren und einer prickelnden Romance. Für die Fortsetzung verspreche ich mir viel Potenzial.
Rezensionen von begine:
Pina fällt aus von Vera Zischke
Hilfreiche Truppe
Vera Zischke schreibt mit einfühlsamer Sprache.
In dem Roman „Pina fällt aus“ ist Autismus das Thema. Das setzt sie perfekt durch.
Die jahrelange Überlastung einer alleinerziehenden Mutter ist gut dargestellt. Auch das sie ihre eigene Gesundheit hintenan stellt kann ich mir gut vorstellen.
Pina ist so eine Mutter, die Tabletten nimmt um nicht auszufallen.
Der zwanzigjährige Leo ist ein besonders schwerer Fall.
Wenn man bedenkt man kann sein Kind nicht einmal alleinlassen, um einkaufen zu gehen.
Als sie zusammenbricht, hat sie ihn bei ihrer sechsundachzigjährigen Nachbarin Inge vor dem Fernseher geparkt. Was für ein Alptraum, als Pina nicht zurückkehrt und Leo bei ihr randaliert.
Die anderen beiden Nachbarn sind auch nicht so einfach.
Allerdings wächst die sechzehnjährige Zola über sich hinaus.
Diese Haustruppe ist grandios, wäre gut, wenn das möglich wäre.
Der Roman war spannend und fesselnd.
Ich möchte das Buch wärmstens weiter empfehlen.
Rezensionen von Philiene :
Maikäferjahre von Sarah Höflich
Wunderschön
Als ich den Titel Maikäferjahre gelesen habe, musste ich sofort an das Kinderlied Maikäfer flieg denken und tatsächlich spielt dieses Lied auch eine kleine Rolle in dem Roman.
Das Buch spielt zwischen 1944 und 1947, also in den letzten Kriegsjahren und in der ersten Zeit danach. Es geht um die Zwillinge Anni und Tristan.
Sie erlebt die Zerstörung der Stadt Dresden und flieht mit dem vo. Ihrem Vater versteckten Juden Adam aus der Stadt. Er stürzt über Groß Britanien ab und lernt die Krankenschwester Rosalie kennen.
Der Roman erzählt sehr eindrucksvoll von Ausgrenzung und Vorurteilen. Von tief verwurzelter Ablehnung und der Hoffnung das es anders wird. So wird Adam auch nach Kriegsende nicht mit offenen Armen empfangen und der jahrelange Antisemitismus ist tief in den Menschen verwurzelt. Tristan muss sich in Groß Britannien mit vielen Anfeindungen abgeben. Er ist dort der Deutsche, der Nazie, der Kriegsverbrecher. Wobei ich das noch nachvollziehen kann. Für die Briten waren die Deutschen Feinde und haben viel Leid verursachte. Sicher wieviel Schuld Tristan auf sich geladen hat steht auf einem anderen Blatt und Maikäferjahre zeigt deutlich das man niemanden auf Grund seiner Herkunft verurteilen sollte.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Situation im Nachkriegseuropa war vor allem auf Annis und Adams Flucht sehr gut beschrieben. Das Verhalten der Menschen sehr authentisch dargestellt.
Die vier jungen Leute waren für mich sehr gute Beispiele für Menschen die damals gelebt haben. Adam der verfolgt wurde, Tristan der Bomberpilot, Rosalie die Krankenschwester und Annie die wenig Berührungen mit dem Krieg hatte. Für mich schon jetzt ein Highlight des Jahres.
Rezensionen von libraryoflaura:
Guilty Pleasure von Linda Schipp
Check-in im Hotel der Abgründe: Wo Fliegen keine Insekten, sondern Zeugen sind.
WORUM GEHT ES?
Stell dir ein Hotel vor, das so exklusiv ist, dass nicht mal die Gäste seinen Standort kennen.
Ein Ort, an dem du ALLES tun kannst, ohne Reue, ohne Zeugen.
Klingt das für dich nach dem ultimativen Luxus?
Der Haken ist allerdings winzig klein, summt und hat Facettenaugen.
Während du glaubst, deine dunkelsten Geheimnisse im Hotel Guilty Pleasure auszuleben, schaut die ganze Welt dabei zu.
Unfreiwillig werden die Protagonisten zu Hauptdarstellern in einer abartigen Reality-Show, die live gestreamt wird.
Plötzlich geht es nicht mehr um Vergnügen, sondern ums nackte Überleben vor den Augen von Millionen Voyeuren.
WAS MIR GUT GEFIEL:
- Bildgewaltiger Sog: Linda hat einen Schreibstil, der so lebendig ist, dass ich das Setting und die beklemmende Atmosphäre physisch spüren konnte. Gänsehaut pur auf jeder Seite!
- Cliffhanger-Garantie: Die kurzen Kapitel aus fünf verschiedenen Perspektiven enden fast jedes Mal mit einem fiesen Cliffhanger. Das erzeugt einen unfassbaren Sog, der mich gezwungen hat, immer weiterzulesen. Schlaf wird hier definitiv überbewertet!
- Hörbuch-Highlight: Ein riesiges Lob an die Sprecher Vincent Fallow und Louis Friedemann Thiele. Zusammen mit Franziska Trunte, die so viel Emotion reinlegt, wird es fast zum Hörspiel. Dass Linda selbst einen Part liest, macht das Ganze unglaublich authentisch.
- Erschreckende Brisanz: Die Thematik rund um die gestreamten Abgründe hat mich total an die Epstein-Akten erinnert. Es ist so krass realitätsnah und zeigt uns die hässliche Fratze einer Gesellschaft, die für den nächsten Dopamin-Kick im Netz über Leichen geht.
- Spiegelbild der Gesellschaft: Man fühlt sich beim Lesen selbst wie ein Voyeur, der eigentlich wegsehen müsste, aber vor lauter Faszination einfach nicht kann. Diese Auseinandersetzung mit den Grenzen der Unterhaltung fand ich extrem wichtig und mutig!
WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Diskrepanz zwischen Erwartung und Inhalt: Durch den Klappentext hatte ich die Vorstellung, dass alle fünf Perspektiven Sünder sind, deren dunkle Geheimnisse im Hotel vor laufender Kamera gnadenlos aufgedeckt werden. Da sich die Handlung aber auf eine ganz andere, zentrale Storyline konzentriert, wurde dieser "Sünden-Fokus" für mich nicht voll ausgeschöpft. Auch wenn die tatsächliche Entwicklung der Rollen absolut spannend war, wich sie doch von dem ab, was ich im Vorfeld erwartet hatte.
FAZIT:
Eine absolute Empfehlung für alle Fans von fesselnden Thrillern, die vor fiesen Cliffhangern und moralischen Abgründen nicht zurückschrecken.
Wer bereit ist, für eine spannende Story die Augenringe am nächsten Morgen mit Extra-Concealer zu kaschieren, sollte dieses Hotel unbedingt besuchen!
Rezensionen von yellowdog:
Unter Wasser von Tara Menon
Schwimmen mit den Mantas
Dieser geschickte und atmosphärische Roman handelt von Freundschaft und Verlust sowie einer paradiesischen Kindheit in Thailand.
Hier erleben Marissa und Arielle schon als Kinder eine tiefe Verbundenheit und die Faszination des Aufwachsens in Thailand, mit einer aufregenden Unterwasserwelt, die Marissa Vater als Meeresbiologe erforscht.
Eines Tages wütet aber ein Tsunami.
Es gibt aber auch einen zeitlich versetzten Handlungsstrang mit Marissa als junge Erwachsene in New York. Die Verluste bestimmen ihre Stimmungslage.
Es ist auch ein Buch über Trauer. Marissa, die als Kind den Tod der Mutter kaum betrauern konnte, kann das Fehlen von ihrer Freundin nicht überwinden. Oft spricht sie mit ihr, als wäre sie noch da,
Die Autorin hat einen interessanten Lebenslauf, dazu gehörten auch 10 Jahre in New York. Ihre Schilderungen der Schauplätze haben für mich eine hohe Qualität.
Das ist schon ein mehr als lesenswerter Roman. Gerne mehr davon!











