Kunden em pfehlungen
Rezensionen von praja:
And The River Drags Her Down von Jihyun Yun
Wenn Loslassen keine Option ist
Die Idee, Tote wieder zum Leben erwecken zu können, ist jetzt erstmal nichts komplett Neues. Aber die Regel, dass Soojin niemals etwas zurückholen darf, das größer ist als ihre Hand, fand ich direkt interessant. Und natürlich weiß man eigentlich sofort, dass diese Regel irgendwann gebrochen wird.
:D Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, was dann passiert.
Besonders mochte ich die Atmosphäre. Es regnet gefühlt ständig, überall ist Wasser, alles wirkt ein bisschen kalt, feucht und unheimlich und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto unangenehmer wird dieses Gefühl. Dazu kommt die Magie rund um die Wiederbelebung, die teilweise wirklich ziemlich makaber beschrieben wird. Genau mein Ding.
Was mich aber viel mehr bekommen hat als der Horror, war die Beziehung zwischen Soojin und Mirae. Man versteht einfach, warum Soojin ihre Schwester zurückholt, obwohl sie ganz genau weiß, dass sie es nicht tun sollte. Nach allem, was sie verloren hat, wirkt diese Entscheidung nicht einfach nur dumm, sondern irgendwie verzweifelt und menschlich. Gleichzeitig merkt man immer mehr, dass Mirae nicht einfach zurückkommen und alles wieder so werden kann wie vorher.
Zwischendurch war mir die Geschichte allerdings etwas zu langsam. Gerade am Anfang hätte für mich ruhig ein bisschen mehr passieren dürfen. Dafür mochte ich, dass später immer mehr aus der Vergangenheit der Familie ans Licht kommt und man langsam versteht, dass hinter Miraes Tod und ihrer Wut deutlich mehr steckt.
Ich hatte eigentlich mit einer düsteren Fantasygeschichte über Nekromantie gerechnet und bekam am Ende viel mehr eine Geschichte über Trauer, Familie und die Frage, wann Festhalten eigentlich mehr schadet als Loslassen. Gerade das hat überraschend gut funktioniert. Nicht perfekt und stellenweise etwas zäh, aber definitiv ungewöhnlich und schön düster.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Wie viele Leben kostet ein Karat? von Guya Merkle
Hat mich leider nicht überzeugt
Egal, ob wir Schmuck tragen, ein paar Goldmünzen als Notgroschen sammeln, Laptop oder ein Mobiltelefon benützen, überall wird Gold dazu benötigt. Doch die wenigsten von uns machen sich Gedanken, woher das Material Gold kommt und unter welchen Umständen Gold abgebaut wird.
Ich beschäftige mich schon über zwanzig Jahre mit Schmuck und stelle auch welchen her, wenn auch nicht unter Verwendung von Gold.
Ähnliches wie für Gold lässt sich über Edelsteine sagen: Diejenigen, die Gold und Edelsteine aus dem Erdinneren hervorholen, haben den wenigsten Profit, aber das meiste Risiko. Also habe ich mich voll Neugier diesem Buch gewidmet, dessen provokanter Titel Aufmerksamkeit erregt.
Allzu viel Neues habe ich nicht erfahren. Ähnliche Methoden, den Profit der Konzerne zu maximieren, kennt der interessierte Konsument schon vom Kaffee- und Kakaoanbau. Auch dort müssen die Kleinstbauern ihre Zertifizierung selbst bezahlen. Wobei die Gewinnung von Gold noch wesentlich komplexer ist.
Ein wenig bin ich enttäuscht, denn das Buch dreht sich hauptsächlich um die Autorin, die obwohl Erbin einer Schmuckhandlung, die wie sie schreibt, schon als Kind am liebsten im Tresorraum des Vaters mit Edelsteinen gespielt hat, entsetzlich naiv an das Thema herangeht. Erst nach dem plötzlichen Tod des Vaters und dem Verlust der Firma beginnt sie sich mit dem Abbau von Gold und Edelsteinen zu beschäftigen. Eine Art „Erweckungserlebnis“ hat sie, nachdem sie einen Film über die Arbeit in einer Goldmine gesehen hat, die unmenschlichen Bedingungen, die für den Film sicherlich geschönt worden sind. Und ebenso unbedarft, wie sie zunächst die Firma des Vaters übernommen hat, will sie etwas an der Situation ändern. Dazu besucht sie zunächst eine Goldmine in Lima/Peru. Was dann weiter geschieht, schildert sie in diesem Buch.
In acht Kapiteln versucht sie uns wachzurütteln, um - ja um uns was mitzuteilen? Wie gut und toll sie ist? Dass sie auch Rückschläge erleidet, weil die Arbeiter in den Minen die von ihr mitgebrachte Sicherheitsausrüstung, die sie, ohne die Betroffenen zu fragen, angeschafft und mitgebracht, vehement ablehnen? Dass alle Gauner sind?
Das Buch wirkt stellenweise wie eine Marketingstrategie der Autorin auf mich. Ich habe den Eindruck, es drehe sich hier alles um Guya Merkle und nicht um die Menschen, die unter unvorstellbaren Bedingungen, die sowohl die eigene Gesundheit und die Umwelt, durch Chemikalien und Raubbau schädigen, und für buchstäblich „eine Handvoll Dollars“ pro Tag in illegalen Minen schuften. Lebenserwartung: 30 bis 35 Jahre. Diese Arbeiterinnen und Arbeiter, darunter viele Kinder, die klein genug sind, in die schmalen Schächte zu kriechen, kommen nicht zu Wort. So hat das ganze Buch für mich einen schalen Nachgeschmack und erinnert ein wenig an die überhebliche Art, wenn privilegierte Weiße, den Betroffenen erklären, was zu tun wäre.
Was mich als gelernte Vermesserin, die mit Grundstücken und deren Besitzverhältnissen zu tun hat, noch interessiert: Wem gehört eigentlich Grund und Boden, auf denen diese meist illegalen Kleinstminen liegen? Sicherlich nicht jenen, die darin schuften.
Man möge mich bitte nicht falsch verstehen, das Thema und das Engagement der Autorin lobenswert, trotzdem regt mich ihre Egozentrik ziemlich auf: Ich, ich, ich. Dazu trägt auch der Schreibstil, der auf mich wie ein Interview wirkt, bei. Kurzfristig wird das Buch Aufmerksamkeit erregen und Interesse erwecken, vielleicht die eine oder andere Spende an die von Guya Merkle gegründete „Earthbeat Foundation“ lukrieren, aber langfristig?
Dem Aufruf, einen Teil des persönlichen Goldbedarfs durch das Recyceln des bereits vorhanden Edelmetalls in Form von Altschmuck und Zahngold (was aber seit dem NS-Regime bei vielen Menschen einen makabren Beigeschmack hat) abzudecken, wird wohl nur in geringem Maß gefolgt werden. Zudem nicht klar ist, unter welchen Bedingungen dieses Gold, wann und wo, einst geschürft worden ist. Okay, es muss kein neues Gold aus dem Gestein extrahiert werden. Manche Juweliere und Goldschmiede werben damit. Doch Achtung! Oftmals verbirgt sich hinter dem Begriff „recycletes Gold“ auch illegal frisch geschürftes Gold, das mit legal Gewonnenem vermengt ist. Die Herkunft kann dann nicht mehr eindeutig nachvollzogen werden.
Fazit:
Die Bewertung dieses Buch fällt mir schwer, denn zum einen ist das Thema wichtig. Dafür gebe ich die vollen 5 Sterne. Zum anderen reißen mich Umsetzung und Schreibstil nicht wirklich vom Hocker und verdienen maximal 2 Sterne. Also, werden es 3 Sterne.
Rezensionen von brauneye29:
Gnade vor Recht von Peter Grainger
Deutlich besser
Zum Inhalt:
Wenn ein älterer, nicht mehr ganz gesunder Mensch stirbt, ist das kein Grund an einem natürlichen Tod zu zweifeln, so auch bei Joan als diese stirbt. Doch DC Smith hat Zweifel und die Obduktion zeigt dann auch dass er Recht hat, denn es wird eine Überdosis Heroin im Blut der alten Dame gefunden.
Hat da jemand etwa nachgeholfen oder war Joan es womöglich selbst?
Meine Meinung:
Da mir das erste Buch des Autoren nicht so richtig gut gefallen hatte und das obwohl ich den Protagonisten DC Smith interessant fand, war ich jetzt umso gespannter, wie mir denn der zweite Teil gefallen würde, denn jeder hat eine zweite Chance verdient, außerdem waren andere Bewertungen durchaus positiv. Und ich finde es hat sich gelohnt, dem Autoren noch eine Chance zu geben, denn diesmal fand ich das Buch deutlich besser und interessanter. Vielleicht hatte es auch mit der Thematik und den ethischen Bestandteilen, aber auch den Schreibstil fand ich diesmal deutlich besser. Zwar hat das Buch schon einige Längen und kommt sehr ruhig daher, aber eben besser als das erste Buch.
Fazit:
Deutlich besser
Rezensionen von ReiShimura:
Falling Like Snowflakes von Misty Wilson
Bramble Falls verzaubert auch im Winter
Ich habe mich sehr auf die Rückkehr nach Bramble Falls gefreut, denn der erste Teil „Falling like leaves“ hat mir sehr gut gefallen. Obwohl ich dieses Mal ein wenig länger gebraucht habe, um in die Geschichte einzutauchen, hat mich auch dieser Band wieder absolut begeistern können.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich um den zweiten Teil der Bramble-Falls-Serie von Autorin Misty Wilson.
Während der erste Teil im Herbst spielt, erleben wir in diesem Buch den wundervollen Winter in dem zuckersüßen kleinen Ort. Theoretisch können die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden. Denn alle wichtigen Informationen aus dem ersten Band werden in diesem kurz erwähnt.
Liebesromane stehen öfter bei mir auf der Leseliste. Leider habe ich aber feststellen müssen, dass viele aktuelle Liebesromane mit einer gehörigen Portion Spice ausgestattet sind. Dies trifft leider so überhaupt nicht meinen Geschmack. Daher greife ich nun vermehr zu Young Adult Büchern wie diesem hier. Denn diese Bücher können mit einer geballten Ladung Emotionen aufwarten, aber ausschweifende Bettszenen bleiben mir hier erspart.
Ein weiterer Pluspunkt in diesem Fall ist, dass ich hier sowohl eine Kleinstadtatmosphäre, große Gefühle als auch den frühen 2000er Wohlfühlcharme spüren kann.
Misty Wilsons Beschreibungen von Bramble Falls und den darin lebenden Personen haben mich bereits im ersten Teil begeistert. Sie beschreibt anschaulich, detailliert und mit so viel Hingabe, dass ich während des Lesens Raum und Zeit vergessen habe. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass ich durch das Lesen des Buches eindeutig in Weihnachtsstimmung gekommen bin und das, obwohl gerade erst der Herbst angefangen hat.
Die Liebesgeschichte zwischen Asher und Sloane ist glaubwürdig, nachvollziehbar, aber auch ein wenig vorhersehbar. Letzteres war auch mein kleiner Kritikpunkt beim ersten Teil. Über diesen Punkt kann ich aber hinwegsehen, da mich das Buch ansonsten überzeugt hat. Positiv hervorheben möchte ich, dass sich die Autorin auch in diesem Buch wieder einigen schwierigen Themen widmet, darunter der Tod eines Elternteils.
Auch dieses Mal ist mir der Abschied von Bramble Falls sehr schwergefallen. Und ich hoffe sehr, dass Misty Wilson mich nicht zu lange warten lässt. Denn ich würde wirklich gerne zurückkehren. Mal sehen, was im Frühling und Sommer so alles Wunderbares in Bramble Falls passiert.
Für dieses Buch bzw. für diese Reihe möchte ich wirklich von ganzem Herzen eine Leseempfehlung aussprechen. Und zwar besonders auch für Personen, die eigentlich nicht zur Zielgruppe gehören. Dieses Buch ist perfekt für alle, die die deutsche Erstausstrahlung von Gilmore Girls, One Tree Hill und ähnlichen Serien erlebt haben.
Rezensionen von ReiShimura:
Falling Like Snowflakes von Misty Wilson
Bramble Falls verzaubert auch im Winter
Ich habe mich sehr auf die Rückkehr nach Bramble Falls gefreut, denn der erste Teil „Falling like leaves“ hat mir sehr gut gefallen. Obwohl ich dieses Mal ein wenig länger gebraucht habe, um in die Geschichte einzutauchen, hat mich auch dieser Band wieder absolut begeistern können.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich um den zweiten Teil der Bramble-Falls-Serie von Autorin Misty Wilson.
Während der erste Teil im Herbst spielt, erleben wir in diesem Buch den wundervollen Winter in dem zuckersüßen kleinen Ort. Theoretisch können die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden. Denn alle wichtigen Informationen aus dem ersten Band werden in diesem kurz erwähnt.
Liebesromane stehen öfter bei mir auf der Leseliste. Leider habe ich aber feststellen müssen, dass viele aktuelle Liebesromane mit einer gehörigen Portion Spice ausgestattet sind. Dies trifft leider so überhaupt nicht meinen Geschmack. Daher greife ich nun vermehr zu Young Adult Büchern wie diesem hier. Denn diese Bücher können mit einer geballten Ladung Emotionen aufwarten, aber ausschweifende Bettszenen bleiben mir hier erspart.
Ein weiterer Pluspunkt in diesem Fall ist, dass ich hier sowohl eine Kleinstadtatmosphäre, große Gefühle als auch den frühen 2000er Wohlfühlcharme spüren kann.
Misty Wilsons Beschreibungen von Bramble Falls und den darin lebenden Personen haben mich bereits im ersten Teil begeistert. Sie beschreibt anschaulich, detailliert und mit so viel Hingabe, dass ich während des Lesens Raum und Zeit vergessen habe. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass ich durch das Lesen des Buches eindeutig in Weihnachtsstimmung gekommen bin und das, obwohl gerade erst der Herbst angefangen hat.
Die Liebesgeschichte zwischen Asher und Sloane ist glaubwürdig, nachvollziehbar, aber auch ein wenig vorhersehbar. Letzteres war auch mein kleiner Kritikpunkt beim ersten Teil. Über diesen Punkt kann ich aber hinwegsehen, da mich das Buch ansonsten überzeugt hat. Positiv hervorheben möchte ich, dass sich die Autorin auch in diesem Buch wieder einigen schwierigen Themen widmet, darunter der Tod eines Elternteils.
Auch dieses Mal ist mir der Abschied von Bramble Falls sehr schwergefallen. Und ich hoffe sehr, dass Misty Wilson mich nicht zu lange warten lässt. Denn ich würde wirklich gerne zurückkehren. Mal sehen, was im Frühling und Sommer so alles Wunderbares in Bramble Falls passiert.
Für dieses Buch bzw. für diese Reihe möchte ich wirklich von ganzem Herzen eine Leseempfehlung aussprechen. Und zwar besonders auch für Personen, die eigentlich nicht zur Zielgruppe gehören. Dieses Buch ist perfekt für alle, die die deutsche Erstausstrahlung von Gilmore Girls, One Tree Hill und ähnlichen Serien erlebt haben.
Rezensionen von marcialoup:
Blut für Blut von Anna Schneider
Tragische Traumata
Sophie ist Fotografin und will damit Fuß fassen nachdem sie ihren gewalttätigen Freund über Nacht verlassen hat. Wie durch Zauberhand bekommt sie einen lukrativen hochbezahlten Job, einer adeligen Familie regelmäßig zu fotografieren. Natürlich nimmt sie den Auftrag an, um Geld für eine Unterkunft und eine Arbeitsstätte zu haben und unabhängig und endlich frei zu sein.
Frei von ihrem Lebensgefährten, frei von ihrer Vergangenheit, die sie immer wieder einholt und dunkle Erinnerungen an ihren Vater, ihren verschollenen Bruder und auch an ihre depressive Mutter hervorholt.
Doch Gründe für Panikattacken gibt es weiterhin, denn die Ereignisse früher wie heute lassen Sophie nicht los.
Auch läuft es mit dem Auftrag nicht so wie Sophie es sich vorstellt, denn es ist doch irgendwie eine skurrile Familie...
Immer wieder gibt es Momente zum Atem anhalten, Spannung fühlen und Ängste mitfühlen, Wald als dunklen, unangenehmen Ort zu empfinden und hinter jeder Ecke jemanden lauern zu vermuten...
Die Kapitel wechseln zwischen Jetzt und Vor zwanzig Jahren, sowie eingefügt Kapitel einer anderen Figur, die irgendwie mit Sophies Leben zusammenhängt...
Die Autorin hat einen tollen Thriller geschaffen, den eine sympathische Protagonistin besetzt.
Mit Kontinuität und kleinen Wendungen bleibt der Thrill durchgängig erhalten und man rätselt gern mit. Das Ende entwickelt sich etwas abrupt.
Das Cover ist düster, passt zum Inhalt und ist zusammen mit dem Farbschnitt ein echter Hingucker!
Rezensionen von marcialoup:
Landleute von Daniel Mason
sehr speziell
Mich hinterläßt der Roman eher zwiespältig. Er trifft nicht ganz meinen Geschmack und ich habe mich stellenweise ziemlich durchgequält. Dabei hat der Roman durchaus seine guten Seiten. Auf jeden Fall schafft es der Autor, Humorvolles und Skurriles zu verbinden, ebenso Normalität und Absurditäten.
Er schafft es aber nicht, mir die Charaktere richtig nah zu bringen. Es hat alles einen gleichmäßigen Erzählton, der zwar unterhaltsam ist, aber mir zu oberflächlich bleibt.
Zunächst waren die ersten Seiten über die Ansprache der Personen gewöhnungsbedürftig, was aber zur Entwicklung der Geschichte gehört. Miles und Kate und ihre beiden Kinder werden mit „die Frau“, „der Mann“, „der Sohn“ und „die Tochter“ angesprochen. Einzig Giuseppe der Hund wird schon früh beim Namen genannt. Aber auch die Familie wird im Verlauf mit ihrem Namen angesprochen nachdem Olive, die Tochter, ein Bild von der Familie gemalt hat, als sie in ihrem neuen Zuhause ankamen, denn die Familie ist von Kalifornien aufs Land gezogen, hat den weiten Weg mit dem Auto zurückgelegt und kommt im Landleben an.
Miles, der Erzähler, will hoffentlich endlich seine seit Jahrzehnten schwelende Doktorarbeit abschließen, doch den Umzug ausgelöst hat seine Frau, die als Gastprofessorin für ein Jahr eine Stelle angeboten bekommen hat. Miles dagegen läßt sich mehr und mehr auf das Landleben ein und trifft auf eigenartige Leute, ungewöhnliche Begegnungen und interessante Lebensgeschichten.
Als dann später noch die Theorie der Hohlwelt hinzukam, war ich interessenmäßig nicht mehr so dabei.
Ich konnte dem Roman nicht so viel abgewinnen.
Rezensionen von praja:
Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille von Anne Lück
Düster, anders und richtig spannend!
Die Idee hat mich direkt bekommen. Musik, eine geheimnisvolle Band, deren Mitglieder niemand wirklich kennt, ein maskierter Sänger und dann noch etwas ziemlich Düsteres, das im Hintergrund lauert? Jaaaa, damit kriegt man mich :D Vor allem mochte ich, dass die Musik hier nicht einfach nur ein hübsches Setting ist, sondern wirklich mit der Fantasy und der Handlung zusammenhängt.
Auch Alizes Gehör und ihr Cochlea-Implantat sind nicht einfach irgendein Merkmal, das man ihr gegeben hat, sondern spielen tatsächlich eine Rolle. Das fand ich richtig gut.
Alize selbst mochte ich auch sehr. Sie ist ehrgeizig, weiß, was sie will, und arbeitet dafür. Gleichzeitig wirkt sie aber nicht so übertrieben perfekt, sondern ziemlich nahbar. Dazu kommen Silentbound und natürlich Echo, bei denen ich ständig wissen wollte, was eigentlich hinter den Masken steckt. Dieses ganze Geheimnis rund um die Band hat für mich wahrscheinlich sogar besser funktioniert als die Romance.
Denn von der hätte ich ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Sie ist da, aber gerade für eine Romantasy steht sie ziemlich weit im Hintergrund. Dafür nimmt sich das Buch viel Zeit für die Musikbranche, die Band und das Fantasykonzept. Stellenweise vielleicht ein bisschen zu viel Zeit, weil sich gerade in der Mitte einiges zieht und manches auch wiederholt. Da hätte ich mir zwischendurch einfach etwas mehr Fortschritt gewünscht.
Zum Ende hin zieht die Handlung aber ordentlich an und einige Dinge, über die ich vorher schon gerätselt hatte, ergeben endlich ein größeres Bild. Ganz durchschaut hatte ich es jedenfalls nicht. Und dann kommt dieses Ende. Danke für nichts. :D Jetzt möchte ich natürlich wissen, wie es weitergeht.
Für mich vor allem wegen der ungewöhnlichen Grundidee und der düsteren, mysteriösen Stimmung ein richtig guter Auftakt. Bei der Romance und dem Tempo ist für Band 2 aber definitiv noch Luft nach oben.
Rezensionen von ReiShimura:
Rauhnachttage von Ina Bhatter
Atmosphärische Selbstfindung mit kleinen Schwächen
Da ich bereits das erste Buch „Drei Tage im Schnee“ von Ina Bhatter gelesen hatte, hatte ich bereits eine sehr gute Vorstellung, was mich in diesem Buch erwarten wird. Die Autorin hat diese Erwartungen auch weitgehend erfüllt. Denn auch dieses Buch ist wieder ein Lebensratgeber eingebettet in eine durchaus interessante Geschichte.
Die Rauhnachttage und die dazugehörigen Rituale haben in den letzten Jahren einen Hype erlebt. Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Thema und daher ist die Fülle an Ratgebern und Sachbüchern zu diesem Thema quasi über Nacht explodiert.
Ina Bhatter geht einen etwas anderen Weg. Sie konzentriert sich zwar auch recht stark auf die Beschreibung der Rituale und der Erklärungen, wofür diese Dinge überhaupt gedacht sind. Dies alles wird aber in die Geschichte von Luise eingewoben. Eine Ärztin, die aufgrund eines tragischen Vorfalls mit schweren Selbstzweifeln zu kämpfen hat.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin Luises inneren Kampf wirklich sehr plakativ und nachvollziehbar darstellt. Sowohl den Kampf mit ihren Selbstzweifeln und ihrer Trauer, aber auch mit den Ritualen an sich. Denn Luise entscheidet sich nicht aus eigenem Antrieb heraus, die Raunächte zu zelebrieren, sondern wird von einer Freundin dazu animiert. Luises Entwicklung ist glaubwürdig, vor allem, weil sie nicht geradlinig verläuft.
Einer meiner Kritikpunkte von „Drei Tage im Schnee“ war die rasante Geschwindigkeit mit der die Charakterentwicklung fortschreitet. In diesem Buch ist es zwar ein wenig besser, dennoch finde ich auch hier das Tempo bei Luises Entwicklung recht hoch. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass der Roman mit einer recht überschaubaren Seitenanzahl daherkommt und ein recht kurzweiliges Leseerlebnis darstellt.
Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr angenehm empfunden. Sie widmet den wichtigsten Beschreibungen und Erklärungen genau so viel Zeit wie notwendig ist, verstrickt sich aber nicht in langatmige oder langweilige Ausführungen.
Weniger gut gefallen hat mir der Handlungsstrang mit Jakob. Ansatzweise kann ich verstehen, warum die Autorin diesen eingefügt hat, denn manche Punkte die Jakob anspricht, fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Allerdings führt der Wendepunkt dieses Handlungsstrangs, auf den ich aufgrund Spoilergefahr nicht näher eingehen möchte, dazu, dass ich diesen Teil doch sehr in Frage stelle. Eventuell habe ich aber auch nicht verstanden, was mir die Autorin hier wirklich mitteilen möchte.
Dieser Roman hat mir deutlich besser gefallen als der Vorgänger. Dies liegt vor allem daran, dass ich bereits wusste, worauf ich mich einlasse, und Luises Perspektive sehr gut nachvollziehen konnte.
Leser:innen, die ihre Freude an Büchern von John Strelecky haben, werden auch hier auf ihre Kosten kommen. All jenen, die mit Lebensratgebern oder den Raunacht-Ritualen nichts anfangen können, würde ich eher abraten.
Rezensionen von ReiShimura:
Rauhnachttage von Ina Bhatter
Atmosphärische Selbstfindung mit kleinen Schwächen
Da ich bereits das erste Buch „Drei Tage im Schnee“ von Ina Bhatter gelesen hatte, hatte ich bereits eine sehr gute Vorstellung, was mich in diesem Buch erwarten wird. Die Autorin hat diese Erwartungen auch weitgehend erfüllt. Denn auch dieses Buch ist wieder ein Lebensratgeber eingebettet in eine durchaus interessante Geschichte.
Die Rauhnachttage und die dazugehörigen Rituale haben in den letzten Jahren einen Hype erlebt. Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Thema und daher ist die Fülle an Ratgebern und Sachbüchern zu diesem Thema quasi über Nacht explodiert.
Ina Bhatter geht einen etwas anderen Weg. Sie konzentriert sich zwar auch recht stark auf die Beschreibung der Rituale und der Erklärungen, wofür diese Dinge überhaupt gedacht sind. Dies alles wird aber in die Geschichte von Luise eingewoben. Eine Ärztin, die aufgrund eines tragischen Vorfalls mit schweren Selbstzweifeln zu kämpfen hat.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin Luises inneren Kampf wirklich sehr plakativ und nachvollziehbar darstellt. Sowohl den Kampf mit ihren Selbstzweifeln und ihrer Trauer, aber auch mit den Ritualen an sich. Denn Luise entscheidet sich nicht aus eigenem Antrieb heraus, die Raunächte zu zelebrieren, sondern wird von einer Freundin dazu animiert. Luises Entwicklung ist glaubwürdig, vor allem, weil sie nicht geradlinig verläuft.
Einer meiner Kritikpunkte von „Drei Tage im Schnee“ war die rasante Geschwindigkeit mit der die Charakterentwicklung fortschreitet. In diesem Buch ist es zwar ein wenig besser, dennoch finde ich auch hier das Tempo bei Luises Entwicklung recht hoch. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass der Roman mit einer recht überschaubaren Seitenanzahl daherkommt und ein recht kurzweiliges Leseerlebnis darstellt.
Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr angenehm empfunden. Sie widmet den wichtigsten Beschreibungen und Erklärungen genau so viel Zeit wie notwendig ist, verstrickt sich aber nicht in langatmige oder langweilige Ausführungen.
Weniger gut gefallen hat mir der Handlungsstrang mit Jakob. Ansatzweise kann ich verstehen, warum die Autorin diesen eingefügt hat, denn manche Punkte die Jakob anspricht, fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Allerdings führt der Wendepunkt dieses Handlungsstrangs, auf den ich aufgrund Spoilergefahr nicht näher eingehen möchte, dazu, dass ich diesen Teil doch sehr in Frage stelle. Eventuell habe ich aber auch nicht verstanden, was mir die Autorin hier wirklich mitteilen möchte.
Dieser Roman hat mir deutlich besser gefallen als der Vorgänger. Dies liegt vor allem daran, dass ich bereits wusste, worauf ich mich einlasse, und Luises Perspektive sehr gut nachvollziehen konnte.
Leser:innen, die ihre Freude an Büchern von John Strelecky haben, werden auch hier auf ihre Kosten kommen. All jenen, die mit Lebensratgebern oder den Raunacht-Ritualen nichts anfangen können, würde ich eher abraten.









