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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von fantasia:

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Wellenlänge von Wolfgang Böhm

Verbunden in schwierigen Zeiten

Der Roman „Wellenlänge“ schildert die Entwicklung von Felix, die eng mit der von Eva verknüpft ist. Der Handlungsbogen reicht von Aachen nach New York bzw. Berlin-Luxemburg-New York. Das Geschehen spielt in den Jahren 1938 bis 1962.Der Schwerpunkt der Handlung liegt auf der Zeit des Nationalsozialismus bis 1948.

Der Titel des Romans ist treffend gewählt: Zum einen sind die Protagonisten durch das Radio und die Funkwellen miteinander verbunden, zum anderen verstehen sie sich bei ihren Begegnungen sehr gut – sie liegen sozusagen auf derselben Wellenlänge.
Die Handlung liest sich flüssig und interessant. Als Leser taucht man schnell in das Geschehen ein, das sich rund um den Radiosender Luxemburg entwickelt. Diese Einbindung des Senders ist eine interessante Idee und verleiht der Geschichte einen besonderen Rahmen.
Einige wenige Redewendungen waren mir nicht geläufig; sie stammen wohl eher aus dem österreichischen Sprachgebrauch.

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Wellenlänge

Rezensionen von Elinor:

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Monofuturis von Konstantin Schamber

Überzeugender Inhalt, eintöniger Stil

„Monofuturis“ von Konstantin Schamber ist kein Roman, sondern ein Sachbuch über technischen Fortschritt und die damit verbundenen gesellschaftlichen Entwicklungen. Das Buch ist klar strukturiert und in seinem Aufbau wissenschaftlichen Arbeiten nicht unähnlich. Es gelingt dem Autor, die Inhalte so verständlich zu vermitteln, dass auch Leser ohne wissenschaftlichen Hintergrund den Ausführungen gut folgen können.

Besonders positiv fand ich, dass Zusammenhänge ausführlich und nachvollziehbar erklärt werden. Die Argumentation ist gut aufgebaut, so dass ich den Gedankengängen jederzeit folgen konnte. Immer wieder sind Beispiele eingestreut, die das Gesagte stützen. Inhaltlich hat mich das Buch deshalb voll überzeugt. Auch die Gestaltung ist gelungen: Schrift und Typografie sind angenehm, Tabellen und Abbildungen sinnvoll eingesetzt und insgesamt gut aufbereitet.

Meine Kritik betrifft vor allem den sprachlichen Stil. Der Satzbau wirkt über weite Strecken sehr gleichförmig und teilweise maschinell. Besonders auffällig ist der häufige Einsatz von Dreierfiguren, also Aufzählungen mit drei Begriffen oder Eigenschaften. Das beginnt im Klappentext: „Technologischer Fortschritt verspricht Freiheit, Wohlstand und eine bessere Zukunft.“ und zieht sich durch das gesamte Buch, vom Anfang: „Das Neue entsteht nie ausschließlich aus Berechnung, sondern immer auch aus Zufall, Irrtum und unvorhergesehenen Ereignissen.“ (S. 15) — bis zum Ende: „… weil sie [Technik] Leistung, Effizienz und Reichweite durch Komplexität, Vernetzung und Verdichtung steigert.“ (S. 236)

Solche Dreiklänge sind als Stilmittel natürlich völlig legitim. In „Monofuturis“ werden sie jedoch so häufig verwendet, dass mir das Muster direkt zu Beginn aufgefallen ist; es wirkt stellenweise schon unfreiwillig komisch. Gerade weil der Inhalt mich überzeugt hat, empfand ich diese sprachliche Gleichförmigkeit als schade. Sie nimmt dem ansonsten gut geschriebenen und verständlich aufbereiteten Sachbuch etwas an Qualität.

Unterm Strich ist „Monofuturis“ für mich dennoch ein überzeugendes und gut strukturiertes Sachbuch. Wer sich mit Technik und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen auseinandersetzen möchte, findet hier eine gute erste Grundlage. Inhaltlich hat mich das Buch überzeugt; lediglich beim sprachlichen Stil hätte ich mir etwas mehr Variation und Natürlichkeit gewünscht.

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Monofuturis

Rezensionen von vianne:

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Chased by Sins and Sorrows von Ophelia L. Nightfall

Why-Chose at its finest

Chased by Sins and Sorrows ist meine allererste Why-Choose-Fantasy. Und was soll ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. ????

Die Geschichte wird aus den Sichten der verschiedenen Protagonisten erzählt: Devrim, eine Hexe, die ihre Identität um jeden Preis verstecken muss, Tyr, ein Werwolf, der Devrim schon in Kindheitstagen ins Herz geschlossen hat, Licas, einer der gefürchteten Sieben und ein Vampir, der in der Sonne wandeln kann, und Samuel, der Vedente.

????????

Devrim und ihre Schwester leben im Schloss, da ihre Schwester den König heiraten soll. Doch in der Nacht vor der Hochzeit stirbt ihre Schwester auf tragische Weise und Devrim muss gemeinsam mit Tyr flüchten. Um sie zu fassen und zur Rechenschaft zu ziehen, lässt der König Licas und Samuel auf die beiden los. Durch einen Schicksalsschlag werden schließlich alle gemeinsam in einer alten Hütte von Mutter „gefangen gehalten“.✨????

Und ja, was soll ich sagen? Es gibt einen Raum, es gibt verbotene Gefühle, Devrim, die niemandem das Herz brechen möchte, und Licas, der schon über Jahrhunderte alt ist, bereits alles gesehen hat und keinerlei Hemmungen mehr hat. ????✨

Und trotz der vielen Spice-Szenen, die es definitiv gab, hat die Geschichte nicht wirklich an Inhalt verloren. Auf die Beziehungen zwischen den Charakteren wurde gut eingegangen. Man hatte nicht das Gefühl, dass die Geschichte die ganze Zeit auf derselben Sache herumreitet.

Auch durch die verschiedenen Perspektiven hat die Geschichte für mich nichts verloren. Denn ich finde, oft ist es so, dass eine Geschichte dadurch sehr verlangsamt wird, weil alles aus jeder Perspektive noch einmal angesprochen wird und man im Grunde nur das Gleiche liest. Das war hier aber gar nicht wirklich der Fall.

Alles in allem also eine gute Geschichte. Es gab einen Hauch von Murder Mystery, was ich immer toll finde. Dabei lag der Fokus allerdings weniger auf Ermittlungen und dem Finden von Beweisen, sondern schon deutlich mehr auf dem Why-Choose-Aspekt.

Wenn man also weiß, worauf man sich einlässt, dann bekommt man hier genau das, was die Geschichte verspricht.

Wenn man sich allerdings eine epische und detaillierte Fantasy-Welt, wirklich tiefe und gut ausgearbeitete Charakterzüge oder Beziehungen oder einen weit ausgearbeiteten Plot mit großen Plot Twists erhofft, dann ist das definitiv nicht der Schwerpunkt dieser Geschichte.

Aber wie gesagt: Der Hauptfokus lag ganz klar auf dem Why-Choose – und in dieser Hinsicht wurde ich definitiv nicht enttäuscht. ????
3,5/5 Sternen.⭐️

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Chased by Sins and Sorrows

Rezensionen von nessabo:

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Junk von Ilona Hartmann

Pointiert und humorvoll, aber auch etwas distanziert

Ilona Hartmann bleibt auch im aktuellsten Werk ihrem speziellen Stil treu: ironisch, politisch und manchmal etwas skurril, allerdings auch wieder mit emotionaler Distanz zu ihren Figuren. Ich mag ersteres sehr, habe aber gern mehr Emotionalität in meinen Geschichten, weshalb der Roman definitiv eine Empfehlung für Fans von Hartmanns Gesellschaftskritik ist, für mich aber kein Highlight war.

Die Idee dieser kammerspielartigen Geschichte ist toll und die Autorin schafft es wirklich hervorragend, die innere Beklemmung durch die drohende Diagnose auch ins Äußere zu übertragen. Das Kellerabteil, ein Abbild des vergangenen Konsums und damit des Lebens der Protagonistin, wirkt gleichermaßen bedrohlich wie schützend.

Über einzelne Funde erfahren wir in Rückblicken mehr über die Vergangenheit der Erzählerin und bekommen so ein besseres Gefühl für die Figur. Später kommen auch weitere Nebenfiguren hinzu, was mir das Lesen erleichtert hat. Überwiegend ist die Geschichte nämlich als innerer Monolog verfasst und das ist einfach nicht mein liebster Stil.

Hartmann schafft es zwar, die langatmigeren Passagen durch pointierte Konsum- und Kapitalismuskritik interessant zu gestalten, doch insgesamt fand ich den Roman tendenziell eher fordernd als entspannend-unterhaltsam. Die schiere Übermacht des angesammelten Besitzes ist so greifbar beschrieben, dass sie auch in mir ein Gefühl von Überforderung ausgelöst hat. Eigentlich ein gutes Zeichen für das Schreibtalent der Autorin, aber einfach kein angenehmes Lesegefühl für mich.

Ich kann verstehen, warum das Ende so geschrieben wurde - alles andere hätte beim Aufbau der Geschichte auch keinen Sinn gemacht. Gleichzeitig gehe ich damit auch irgendwie in der Luft hängend aus der Lektüre und habe nicht das Gefühl, dass mich der Roman noch länger beschäftigen wird - obwohl ich das vom Klappentext eigentlich erwartet hatte. Die emotionale Distanz macht mir das aber leider nicht im gewünschten Umfang möglich.

3,5 Sterne

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Junk

Rezensionen von verhei:

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Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter von Andrea Erne

wirklich informativ

Was machen eigentlich Tiere im Winter? Menschen ziehen sich wärmer an, heizen ein, Trinken warmen Tee doch Tiere? Und was essen Tiere, wenn Schnee liegt?
Solche Fragen beschäftigen junge Entdecker schon manchmal und nicht immer kann man es allein gut mit Worten erklären. Dieses Buch leistet Abhilfe.

Es handelt sich hierbei schon um den 31. Band der Wieso-Weshalb-Warum-Junior Reihe für die Altersgruppe 2-4 Jahre. Alle Bände zu Themen die Kleinkinder interessieren bzw. die ihnen immer wieder begegnen.
Das Buch ist robust – Spiralbindung, handliches Format, dicke Seiten und stabiler Einband.

Die Illustrationen sind wie ich finde ansprechend, farblich passend und realistisch. Hinter den Klappen befindet sich ein Bild, das jeweils einen tieferen Einblick ermöglicht wie z.B. in einen Maulwurfshügel. Die Handhabung war für uns leicht möglich, allerdings ist es auch nicht der erste Band der Serie.
Passend zu diesen Illustrationen liefert nun der Text die Erklärung. Der Text ist eher kurz, die Sprache ist dafür nicht zu kompliziert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Buch bei Erstlesern noch einmal zur Hand genommen wird.
Der Inhalt ist wirklich interessant und auch als Erwachsener lernt man definitiv noch etwas dazu. Gut finde ich, dass alles auch wissenschaftlich geprüft ist.

Etwas skeptisch bin ich mit der unteren Altersgrenze des Buches. Natürlich ist jedes Kind anders und manche sind speziell an Tieren interessiert und haben sich vielleicht schon viel damit beschäftigt. Für zwei hier bei uns war es dann gesamt doch etwas zu ausführlich und detailliert.
Nicht desto trotz gefällt es die Tiere zu sehen und wechseln es gerne mit anderen Bänden der Junior Reihe ab.

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Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter

Rezensionen von vianne:

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Cinnamon Spice Love von Harper Graham

Alles was das Herbst-Herz begehrt und noch viel mehr!

Zu Anfang möchte ich einmal sagen, wie schön dieses Cover ist – und dann auch noch dieser wunderschöne Farbschnitt! Das Buch schreit förmlich nach Herbst und Lesen, während man in eine Decke eingekuschelt ist, draußen leicht der Regen prasselt und eine Kerze brennt. ????????️

Aber gut, nun zum Buch.

Herbst-Vibes hat es der Geschichte definitiv nicht gemangelt – aber das ist ja genau meins. Also alle, die den Herbst lieben und eine Small-Town-Romance mit tollen Dorfbewohnern mögen, die sich gegenseitig unterstützen und in der Not helfen, sind hier genau richtig.????????

Madison kommt zurück in ihre Heimat Maple Falls, nachdem sie einen mysteriösen Brief bekommen hat. Das Familienunternehmen, das Inn, würde den Bach runtergehen und kaum ist sie angekommen, wird ihr auch erst das ganze Ausmaß bewusst. Und wie es das Schicksal so will, begegnet sie wieder Zach, ihrer Jugendliebe, der mittlerweile der begehrteste Handwerker der ganzen Stadt ist und sich dem Projekt annimmt, das Inn zu renovieren und zu retten.

Die Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Sie war zwar voller Klischees und auch relativ vorhersehbar, aber das war mir in dem Moment irgendwie egal, weil es einfach eine cozy Herbst-Romance war – und genau das war alles, was ich gebraucht habe. ????

Die Dorfbewohner sind einem total ans Herz gewachsen. Es gab ein Herbstfest, Halloween, Basteltreffen, bei denen gemeinsam herbstliche Dekoration gebastelt wurde, den täglichen Kaffee und das himmlisch duftende Gebäck aus der kleinen Bäckerei. Ach, wie gerne wäre ich dort gewesen! ????????????

Und genau wie Madison lernt man auch als Leser ihre Heimatstadt immer mehr zu lieben.

Das Einzige, was mich wirklich gestört hat, ist die Misskommunikation zwischen den beiden Protagonisten. Sowas kann ich einfach nicht ab. Es ist für mich total quälend, immer weiterzulesen und sich dabei zu denken: Sprecht es doch bitte einfach an, anstatt es totzuschweigen! Das ist wirklich einer meiner absoluten Hass-Tropes.????

Ansonsten aber eine wirklich tolle Herbstgeschichte. Ich glaube, man findet hier alles, was das Herbst-Herz begehrt. Und wie gesagt: Ich wäre wirklich gerne selbst dort gewesen. ????☕️

3,5/5 Sternen⭐️

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Cinnamon Spice Love

Rezensionen von trebor:

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Gärtnern für die Artenvielfalt von Jasmin Schreiber

Gärtnern mit Verantwortung

Wieder einmal hat Jasmin Schreiber ein außergewöhnliches Buch mit dem Titel "Gärtnern für die Artenvielfalt" verfaßt.
Ihr Schreibstil ist erfrischend und ihre Haltung und gelebte Verantwortung der Natur gegenüber sehr sympathisch.

Prima, dieses wunderbare Buch liegt in gebundener Form vor.

Es ist keines von der Art, welches mit beeindruckenden Bildern punktet, sondern eines mit geballtem Wissen über die Natur. Wer einen eigenen Garten hat und auch, wer nur einen Balkon hat oder wer gar keinen Garten hat, wer gerne draußen ist und wer viel beobachtet, wird mit diesem Buch reich beschenkt. Darüber hinaus werden sich, und das nicht nur nachts als räuberische Gesellen, auch tagsüber viele Tiere wie Vögel, Schmetterlinge, zahlreiche Insekten und andere kleine oder größere Fell- und Federwesen hinzugesellen, mit denen es eine Freude ist, den Lebensraum zu teilen. Großartig.

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Gärtnern für die Artenvielfalt

Rezensionen von Ceecee:

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Reap & Sow von Charlotte B. Plumb

Atmosphärische Gothic-Romantasy mit Abstrichen

Das düstere Gothic-Cover von Reap & Sow sowie der Klappentext haben mich sofort neugierig auf das Buch gemacht. Gerade die Mischung aus Fantasy, düsterem Setting und Romance klang für mich extrem vielversprechend. Und auch wenn die Geschichte für mich nicht in allen Punkten zu 100 % funktioniert hat, liefert Charlotte B.

Plumb hier eine tolle atmosphärische Gothic-Romantasy-Story (perfekt für den Herbst!) ab. Generell ist das Buch eher etwas für ein etwas jüngeres Zielpublikum, würde ich sagen. Aber ist ja auch nicht umsonst bei cbj publiziert worden.

Was mir definitiv gut gefallen hat, war die Ausgestaltung der Welt. Blackbridge mit seinem viktorianisch angehauchten Setting, den Portalen in eine Anderswelt und den Dämonen ist beim Lesen sofort vor meinem inneren Auge erwacht. Einzelne Dark-Horror-Elemente tragen zusätzlich zur dichten, herrlich düsteren Atmosphäre des Romans bei.

Was mir dagegen ein bisschen gefehlt hat, war die Ambiguität der Charaktere. Die Figuren sind alle liebevoll ausgestaltet und ich mochte Eda und einige der Nebencharaktere wirklich gerne, aber trotzdem ließ sich bei fast allen sehr schnell erahnen, auf welcher Seite sie stehen und welche Rolle sie im Buch spielen würden. Die Geschichte und Ausgestaltung ist kreativ und der Plot insgesamt solide, aber der rote Faden orientiert sich trotzdem stark an Schema F. Hätte ich das Buch vor 15 Jahren in meiner Jugend gelesen, hätte es mir vermutlich noch deutlich besser gefallen. Da ich mittlerweile aber sehr viele Fantasy- und Romantasy-Romane verschlungen habe, fehlten mir hier vielschichtigere Motive und unvorhersehbare Twists.

Das Spice-Level würde ich bei etwa 2/5 einordnen. Intime Szenen werden angerissen, aber nicht super explizit beschrieben oder in die Länge gezogen. Allerdings kamen sie mir zum Teil etwas deplatziert und von der eigentlichen Handlung isoliert vor. Wie eine Realitätsflucht, obwohl gerade eigentlich zu viel dafür auf dem Spiel steht und dadurch etwas unrealistisch.

Als kleine Info für alle, die keine fiesen Cliffhanger mögen: Das Buch ist zwar Teil einer Reihe, endet aber so rund, dass es theoretisch auch problemlos für sich allein stehen kann.

Wer noch nicht zu viele Romantasy-Plots kennt oder wen etwas Vorhersehbarkeit beim Lesen nicht stört, dem würde ich das Buch insgesamt aber trotzdem weiterempfehlen. 3,5 Sterne aufgerundet auf 4.

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Reap & Sow

Rezensionen von nessabo:

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Ein ganz normales Wunder von Woody Brown

Eine Geschichte, die mich berührt hat - aber was ist mit der Autorenschaft?

Ich bin ganz begeistert in die Geschichte gestartet und das hielt auch bis zum letzten Drittel an. Dann habe ich von den Zweifeln an der Autorenschaft bzw. an Facilitated Communication gehört und kann nun nicht mehr so gut bewerten wie eigentlich geplant. Am Ende werden wir vielleicht nie erfahren, ob Woody Browns Mutter wirklich die getippten Buchstaben „übersetzt“ oder ob sie vielmehr frei interpretiert und damit eher die Autorin der Geschichte ist.

Jede*r sollte sich selbst ein Bild machen, mir fällt es jedoch schwer, das noch so einfach zu glauben, nachdem ich die Videoaufnahmen der beiden gesehen habe: https://www.youtube.com/watch?v=wwofBlN9PDs&t=500s

Wenn ich das einmal beiseitelasse, ist die Geschichte wirklich gut! Sie ist leichtfüßig geschrieben, greift verschiedene Menschen - behinderte und nicht-behinderte - auf und führt sie zusammen. Manche Figuren haben mich total berührt und mir eine wirklich bereichernde Sicht gegeben. Denn natürlich bin auch ich ableistisch sozialisiert und gerade Toms Geschichte hat mich damit ordentlich konfrontiert. Das ist etwas, das Literatur schaffen sollte!

Die kürzeren Kapitel, bei denen auch nicht immer klar ist, aus wessen Perspektive sie geschrieben sind, konnten mich weniger erreichen und mit dem Ende habe ich auch nicht gerechnet. Ich bin einerseits dankbar für die ernsten Themen, wie etwa Polizeigewalt gegenüber BIPoC sowie Menschen in psychischen Notlagen, hatte aber im Endeffekt doch auch den Eindruck, dass ihre Einbindung eher Virtue Signalling war als ehrliche politische Positionierung. Dafür wurden mir die Dinge auch etwas zu unempathisch und abrupt abgehandelt.

Am Ende steht und fällt meine Bewertung damit, ob ich glaube, dass Woody die Geschichte mit Hilfe seiner Mutter selbst verfasst hat. Dieser Glaube fällt mir bei der Beweislage schwer und dann hat das Ganze für mich einen faden Beigeschmack - die Mutter gleicht nämlich schon fast einer Heldin des Buches. Auch kann ich den deutschen Titel nicht nachvollziehen. Er gibt mir einen „inspirierenden“ Vibe und das muss ich bei Geschichten von und mit behinderten Menschen wirklich nicht mehr haben.

Obwohl ich das Werk sprachlich überwiegend mochte und ihm bei sicherer Own-Voices-Autorenschaft wohl auch volle 5 Sterne gegeben hätte, kann ich das bei all den Zweifeln nicht mehr. Wenn eine nicht-behinderte Person so intim über die Realität behinderter Menschen schreibt, empfinde ich das nicht als wertvoll. So schade, denn das Werk eignet sich sehr gut dafür, das eigene Schubladendenken zu hinterfragen und die öffentliche Debatte rund um die unklare Autorenschaft verschiebt den Diskurs jetzt weg vom eigentlichen Thema.

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Ein ganz normales Wunder

Rezensionen von Kathy:

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Das funkelnde Herz der Seele von Dalila

Suuuperr

Alle drei Teile gelesen. Sehr spannend und sehr gut geschrieben. Nur zu empfehlen!
Freu mich schon auf mehr

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Das funkelnde Herz der Seele