Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Schlafmurmel:
Summer Heat von Solveig-Marie Kastner
Wenn das Paradies zur Falle wird
Schon das Cover von Summer Heat hat mich sofort in Urlaubsstimmung versetzt – doch was mich dann erwartet hat, war alles andere als leicht und unbeschwert.
Ich habe Mia auf Schritt und Tritt begleitet, ihre Unsicherheit, ihre Angst und dieses immer stärker werdende Gefühl, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, regelrecht mitgefühlt.
Das luxuriöse Resort an der Algarve wird schnell zu einem Ort voller Misstrauen, Ablehnung und unterschwelliger Bedrohung.
Die Atmosphäre hat mich total gepackt und nicht mehr losgelassen – ich war emotional richtig drin und konnte den eBook-Reader kaum weglegen. Die wechselnden Perspektiven machen alles noch intensiver und treiben die Spannung immer weiter nach oben.
Und dann diese Wendung… damit habe ich wirklich nicht gerechnet!
Kleine Unstimmigkeiten konnte ich da völlig verzeihen, weil mich die Geschichte einfach mitgerissen hat. Zurück bleibt ein beklemmendes Gefühl – und die Hoffnung, dass alles wirklich nur Fiktion ist.
Ganz klare 5 Sterne und eine große Leseempfehlung
Rezensionen von milky:
Solange ein Streichholz brennt,1 Audio-CD, 1 MP3 von Christian Huber
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte
Das Hörbuch "Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber handelt von Alina und Bohm. Alina ist Journalistin bei einem bekannten TV-Sender, jedoch geht ihre Karriere eher bergab als bergauf. Bohm ist ein Obdachloser, dem ein Hund zugelaufen ist und der gerne schnitzt. Beide lernen sich zufällig bei einer Reportage kennen, die Alina über Obdachlosigkeit dreht.
Beide kommen sich während des Drehs näher, obwohl das weder von Alina noch von Bohm je die Intention war.
Die Geschichte wird sowohl aus Alinas als auch aus Bohms Perspektive erzählt, was ich als sehr positiv empfinde. So erhält der Leser Einblick in beide Hauptfiguren und kann zu beiden eine gute Verbindung aufbauen.
Christian Huber erzählt sehr feinfühlig und bedächtig. Auch wird das Thema „Obdachlosigkeit“ gut aufgegriffen und von verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Insgesamt erhält der Leser einige Erkenntnisse, die man in sein eigenes Leben einfließen lassen kann.
Die beiden Sprecher:innen des Hörbuchs haben von der Stimme her fantastisch zu den Hauptfiguren gepasst. Beide hatten eine gute Betonung und haben die Emotionen sehr gut mit ihrer Stimme transportieren können.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Evi Werkl:
Die Namen von Florence Knapp
Butterfly-Effekt
Eine Entscheidung – drei Versionen eines Lebens.
Die Grundidee, die auch im Buchcover schön umgesetzt wird, finde ich außergewöhnlich und interessant: Haben Namen Einfluss auf unser Leben? Florence Knapp beantwortet diese Frage nicht (nur) in einem esoterischen Sinn, sie zeigt vielmehr, wie eine an sich kleine Entscheidung – die Wahl eines Namens – Auslöser für völlig unterschiedliche Lebensverläufe wird.
Die Sprache ist auffallend nüchtern und klar, damit erreicht die Autorin, dass – ohne Pathos und Drama – das Grauen, die Angst und die latente Bedrohung innerhalb der Familie sich schleichend aufbaut und langsam einsickert.
Formal ist der Roman streng konstruiert. Die Handlung wird in Sieben-Jahres-Schritten erzählt, was die Parallelführung der drei Lebenslinien unterstützt, zugleich aber den Lesefluss erschwert. Immer wieder wurde ich aus der jeweiligen Geschichte herausgerissen und musste mich neu orientieren. Trotzdem bleibt das Buch inhaltlich eindringlich, die Autorin verarbeitet die Themen häusliche Gewalt und ihre Folgen für die Kinder auf plakative und nachvollziehbare Weise.
Der Vater hingegen bleibt in allen drei Versionen eine eindimensionale Figur – ein Täter ohne erkennbare Tiefe, ein Klischee des gewalttätigen, sadistischen Patriarchen.
Trotz dieser Schwächen ist „Die Namen“ ein spannender Roman. Die beklemmende Atmosphäre, die ungewöhnliche Konstruktion und die zentrale Frage nach den Auswirkungen von Entscheidungen sorgen dafür, dass die Geschichte lange nachwirkt.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Ifrit von K. J. Ellinger
Spannender geht es nicht !
Dieses Buch hat mich schon im Vorfeld nervlich fertig gemacht : der erste Band von Marsolleks Morde „Die achte Linie“ hatte mich so gefesselt und ließ mich so tief in die Gedanken des Täters eindringen, so dass ich wusste – es MUSS einfach weitergehen. Dazu kam, dass mich die beiden Hauptfiguren Lukas und Aki so für mich eingenommen hatten, dass ich einfach nur dachte, diese Bücher dürfen nie ein Ende finden.
So habe ich gehadert – abwarten und auf den Genuss freuen, oder schnell lesen und das Buch wie ein Schwamm aufsaugen. So etwas hab ich wirklich noch nicht erlebt – schon bevor ich gestartet bin, war ich gedanklich permanent damit beschäftigt.
Wir starten hier im zweiten Band damit, dass Lukas seine neue Stelle antritt und Aki einen neuen Partner, Benni, bekommt. Dieser kann Aki nichts Recht machen – na klar, denn in die Fußstapfen seines besten Freundes Lukas zu treten, kann ja nur schief gehen.
Eine Reihe grausamer Morde an wehrlosen Obdachlosen, verwickelt die drei – Lukas, Aki und Benni – in nervenzerreißende Ermittlungen und auch Lukas´ Frau Melissa wird mit einbezogen, da sie als Streetworkerin einen guten Einblick in die Szene hat.
Für mich war es wie ein nach Hause kommen, ein Gefühl des Willkommen-Seins inmitten der Bro´s und deren Ermittlungen und Familien. Die Charaktere sind von der Autorin so authentisch dargestellt, dass sie mir wie gute Freunde vorkommen.
Rhetorisch für mich auf einem Höchstniveau und so packend und spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen und die Fälle nicht mehr aus den Gedanken bekommen kann, hat mich dieser Band mitgenommen, Gänsehaut beschert und ein wundervolle Lesezeit beschert – Spannender geht es nicht !
Ich möchte eine absolute Kauf- und Leseempfehlung geben und wünsche mir einfach, dass diese Reihe nicht endet – ich bin jetzt schon so mega gespannt auf den dritten Teil !
Rezensionen von Anno:
Sepia 3: Sepia und der Fluch des Tintendrachen von Theresa Bell
Erstklassiges Finale
Leute, lest dieses Buch! Aber lest es ohne große Lücke zu den Vorgängerbänden. Oder startet erst ein reread. Es steckt so viel in diesem Band, so viele Querverweise und Andeutungen, die man nur mit dem entsprechenden Vorwissen richtig einordnen kann. Klar, versteht man auch mit Lücken dieses Band, aber die merkt ihr und dann geht es euch so wie mir und ihr ärgert euch darüber.
Die Stimmung ist schon zu Beginn düster und geheimnisvoller denn je. Wie schon in den vorangegangenen Story, liebe ich es wie deutlich sich die Buchmacherkunst in dieser Serie zeigt und essenzieller Bestandteil der Handlung ist. Genau wie die Magie nun größer wird, breitet sich auch der Schauplatz um Flohall nun immer weiter aus und zieht den Leser gekonnt in den Bann. Man erfährt nun auch Hintergründe und Zusammenhänge, die einem zuvor verborgen waren und stößt dabei auf eine Sage, die noch bedeutend für Sepias Geschichte werden wird.
Ich bin schwer begeistert von so viel Ideenreichtum und Erzählkunst, war gefesselt von Beginn an bis zur letzten Seite . Die Spannung stieg kontinuierlich, man rätselte und fieberte unweigerlich mit und war dadurch als Leser sehr im Geschehen involviert. Und das nicht ohne Folgen: ich verlies die Handlung euphorisch und auch etwas wehmütig. Flohall war für mich immer etwas ganz besonderes und der Abschied davon fällt mir nun verständlicherweise ganz leicht.
Für mich ist Sepia eine durchaus anspruchsvolle, aber einzigartige und herausragende Jugendtrilogie, die ich jedem (jungen) Buchliebhaber nur sehr ans Herz legen kann. Ließ und staune selbst!
Rezensionen von Anno:
OTTO fährt los - Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger
Ist und bleibt genial
Ich bin immer wieder neu überrascht wieviele Eigenheiten und Sehenswürdigkeiten eines Landes doch in einem Otto-Buch stecken! Wir sind große Fans dieser Reihe und besitzen jedes bisher erschienene Band. Und das kommt nicht von ungefähr!
Auch im Englandbuch erfährt man viel über das Land. Erst wird Otto wie immer abgeholt und lernt seine Ferienfamilie kennen (dieses Mal ist es ein alleinerziehender Papa mit 2 Kindern, Tante und Hund).
Und dann geht es nach dem Packen auch schon los- durch den dunklen Tunnel direkt nach London. Otto findet‘s gruselig und wir toll! Angekommen in England erfahren die Kids aber nicht nur vom Linksverkehr, sondern auch ne lustige Geschichte über die Queen kennen, treffen Sherlock Holmes, sehen Stonehenge… und noch einiges mehr.
Dieses Buch greift auch wieder, wenn auch indirekt, die Geschichte früherer Bände auf (sehr euch dafür mal die Ankunft in England genauer an), was aber nur für Kenner ersichtlich ist und keine Auswirkung auf den Verlauf der Geschichte hat. Solche Kleinigkeiten machen diese Reihe aber sehr besonders und erzeugen ein Gefühl der Vertrautheit. Daher werden auch altbewährte Stilmittel, wie die bildliche Packliste wiederverwendet.
Man merkt aber auch deutlich, wie viel Mühe man sich wieder damit gegeben hat die Infos kindgerecht und spannend zu verpacken. Sogar ein paar englische Vokabeln findet man auf dem hinteren Vorsatzpapier.
Ja, es ist wieder mal ein rundum gelungenes Band. Und wir warten schon sehnsüchtig auf ein Wiedersehen.
‚See you later, Otto-gator!‘
Rezensionen von Julchentim:
The Exes von Leodora Darlington
Zwischen Liebe und Misstrauen
The Exes von Leodora Darlington hat mich ehrlich gesagt ganz schön durcheinandergebracht, im guten Sinne. Ich war beim Lesen ständig unsicher, wem ich glauben kann, und habe sogar meine eigenen Einschätzungen immer wieder hinterfragt.
Natalie als Hauptfigur fand ich gleichzeitig nahbar und irritierend.
Man versteht, warum sie sich nach einem ruhigen, normalen Leben sehnt. Aber je mehr passiert, desto weniger weiß man, ob sie Opfer ist oder selbst etwas Dunkles in sich trägt. Genau dieses Gefühl zieht sich durch das ganze Buch und hält die Spannung hoch.
Die Geschichte startet fast ruhig, kippt dann aber immer mehr ins Unheimliche. Einige Wendungen waren für mich doch etwas drüber und nicht immer ganz glaubwürdig. Trotzdem konnte ich kaum aufhören zu lesen, weil ständig neue Fragen aufkamen. Besonders die letzten Kapitel haben für mich viel rausgeholt. Die hatten eine gewisse Tragik, die ich so nicht erwartet hätte.
Was mir gut gefallen hat, ist der Fokus auf Themen wie Trauma, Beziehungen und Kontrolle. Das geht über einen klassischen Thriller hinaus und bleibt länger im Kopf.
Am Ende bin ich bei soliden 4 Sternen gelandet. Nicht perfekt, aber intensiv, unbequem und definitiv ein Buch, das einen beschäftigt.
Rezensionen von Lydia_Te:
Das Jahr der Schmetterlinge von Lea Korsgaard
Tiefgründig
Aufgrund des Titels habe ich mir einen oberflächlichen Roman/Aufzeichnung erwartet. Doch ich wurde glücklicherweise positiv überrascht. Zwar erzählt uns Lea Korsgaard von ihrem Abenteuer, in einer Saison alle dänischen tagaktiven Schmetterlinge sehen zu wollen, doch das Buch ist mehr als eine reine Erzählung.
Immer wieder streut sie interessante Fakten und wissenswertes ein, welche Rolle die Schmetterlinge in der Vergangenheit im Leben der Menschen gespielt haben. Wie früh die Menschen Schmetterlinge bereits wahrgenommen und ihnen eine wichtige Rolle zugesagt haben. Bereits in Höhlenmalereien waren Schmetterlinge zu entdecken. Oder wie es dazu kommt, dass der Krieg für Schmetterlinge geeignete Lebensräume schafft. Aber auch von ihrer Familie wird erzählt, wie sie teilweise die Touren durchs Land akribisch planen muss, weil sie nur einen Tag Zeit hat einen bestimmten Schmetterling zu sehen.
Es war für mich ein überraschendes, interessantes Buch und seit ich das gelesen habe, betrachte ich Schmetterlinge mit anderen Augen!
Rezensionen von fantasia:
Ein Ort, der bleibt von Sandra Lüpkes
Wachsen im Wandel der Zeit
Sandra Lüpkes Roman „Ein Ort, der bleibt“ ist ein besonderes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.
Allein das lebendige, grüne Cover fesselt den Blick des Lesers und zieht ihn hinein in diese Geschichte rund um den Botanischen Garten in Istanbul. Aus dem Blickwinkel der Protagonisten entwickelt sich das Geschehen, das sich in verschiedenen Zeitebenen abspielt.
Ausgangspunkt der Historie ist die Ankunft der Familie Heilbronn in Istanbul, die Nazideutschland verlassen hat. Alfred Heilbronn ist Jude und folgt dem Ruf Atatürks, der die Türkei modernisieren möchte und deutsche Wissenschaftler dorthin holt. Haymatloz sind sie geworden, müssen sich von der alten Heimat verabschieden und in der Fremde eine neue Heimat gewinnen. Die Assistentin Mehpare unterstützt sie dabei sehr und trägt doch an ihrer eigenen Geschichte. Dem Gartenbauer Mete gelingt es, Mehpares harte Schale zu durchdringen. Den Blick in die Neuzeit erlangt der Leser durch Imre, die die Reste des ehemaligen Botanischen Gartens begutachtet. Wie in der Pflanzenwelt wird zunächst der Samen gelegt, aus dem ein Spross wächst, bis schließlich die Ernte erfolgt - ganz im Einklang mit den Überschriften der Kapitel.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen; den Gedankengängen kann man trotz verschiedener Perspektiven sehr gut folgen. Alles greift „organisch“ in einander.
Rezensionen von Sternzauber:
Mirabellentage von Martina Bogdahn
Anders als erwartet…
Mir gefällt das Cover von „Mirabellentage“ sehr gut, denn es bildet gestalterisch eine wunderbare Einheit mit dem Titel des Buches und ich mag die Darstellung der Früchte sehr.
Erzählt wird die Geschichte von Anna, die als Haushälterin für den Pfarrer des Ortes arbeitet. Als dieser verstirbt, stellen sich ihr plötzlich ganz unerwartete und neue Aufgaben und die Frage, wie sie ihr weiteres Leben verbringen möchte.
Auf „Mirabellentage“ habe ich mich sehr gefreut, denn ich wollte „Mühlensommer“ von der Autorin schon lange gerne lesen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Doch an Hand der Buchbeschreibung hatte ich ehrlich gesagt eine andere Geschichte erwartet, als die, die ich im Buch vorgefunden habe und ich muss auch gestehen, dass einige Dinge leider nicht meinem Geschmack entsprechen.
Martina Bogdahn erzählt in flüssiger Sprache, so dass das Lesen mühelos ist und wirklich Spaß macht. Sehr gefallen hat mir zudem, dass die Hauptprotagonistin Anna aus der Ich-Perspektive erzählt, denn so hatte ich das Gefühl, dass ich ganz nah an sie heran kommen darf beim Lesen. Sehr ambivalent stehe ich jedoch teilweise der Erzählweise und vor allem dem Humor der Geschichte gegenüber. Dieser wirkt für mich in vielen Fällen leider nicht stimmig, sondern eher zu „gewollt“ oder aufgesetzt und teilweise auch wirklich deplatziert. Das hat der Geschichte für mein Empfinden leider wirklich geschadet, denn es zerstörte die eigentlich tolle Atmosphäre des Buches. Außerdem gab es auch humorig aufgearbeitete Szenen, die für mein Empfinden wirklich eher geschmack- und respektlos waren statt lustig.
Die Handlung spielt in einer Gegenwart der nicht allzu fernen Vergangenheit, sie schaut aber auch immer wieder auf Ereignisse und Begebenheiten zurück, die weiter zurück liegen. Mir hat diese Mischung grundsätzlich sehr gut gefallen, mit der Zeit häuften sich die Rückblicke jedoch immer mehr und störten damit - in meiner Empfindung – teilweise den Fluss der Geschichte. Andererseits habe ich als Leserin durch die Rückblenden auch wirklich viel über die Charaktere und das Ortsleben erfahren dürfen und das hat mir sehr gefallen.
An einigen Stellen der Geschichte habe ich mich über sehr weise Aussagen gefreut und Martina Bogdahn ist es auch immer mal wieder gelungen sehr tiefgründige Gespräche oder Szenen einzubauen, die mich erreichen konnten und die mir sehr gefallen haben. Auch die Haushälterin Anna mag ich sehr. Sie ist ein starker, aber auch zweifelnder und vielschichtiger Charakter, der mir wirklich gut gefallen hat.
Alles in allem muss ich leider sagen, dass diese Geschichte meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und ich mit zwiegespaltenem Gefühl zurück bleibe. Für mich gibt es wirklich gut gelungene Elemente der Geschichte, aber eben auch leider Dinge, die meinem Geschmack überhaupt nicht entsprechen, weshalb ich leider nur 3 Sterne vergeben kann.











