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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von liesmal:

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Jesus, Füße runter! von Jonas Goebel

Jesus ist einer von uns

Mir gefällt die besondere, neue, moderne, etwas andere Art, wie Jonas Goebel Jesus mitnimmt in sein Leben und mit seinen Büchern auch vielen Menschen davon erzählt. Manchmal ist es wirklich ganz schön schräg.
Auch aus meinem Leben ist Jesus nicht wegzudenken, er ist immer dabei. Allerdings habe ich ihn noch nicht so salopp erlebt wie Jonas und Trixi.

Dabei weiß ich schon, dass er „Einer von uns“ ist.
Ganz toll finde ich, an wie vielen Stellen die Erzählung mit der Bibel eng verbunden ist, ohne dass man es merkt. So soll es gerne sein.
Meine Lieblingsstelle in dem Buch ist auf dem Spielplatz. Jesus und die Kinder: Das hat mir immer schon gefallen.
Sehr gern empfehle ich das Buch und ein Leben mit Jesus.

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Jesus, Füße runter!

Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:

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Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska

Ein buntes Kaleidoskop der Mitmenschlichkeit

Mit großem Können und einer noch größeren Portion Warmherzigkeit gelingt der Autorin Tanja Kokoska, eine bunte Mischung von Menschenschicksalen mit all ihren Herausforderungen, Sehnsüchten und Träumen zu erschaffen. Ich werde als Leserin hineingezogen in die kleinen Welten von Alt und Jung und nehme Anteil an ihren Lebensentwürfen und Schicksalen.

Die existenzielle Bedrohung durch das Auffinden einer scharfen Bombe aus dem 2. Weltkrieg, macht aus dem gelebten Nebeneinander ein herzerwärmendes Miteinander. Schicksale bleiben weiter offen, aber die Atmosphäre hat sich geändert und wurde zu einem bunten Kaleidoskop der Mitmenschlichkeit. Ein wunderbares Buch, unbedingte Leseempfehlung.

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Guten Morgen, schönes Wetter heute

Rezensionen von FogandBooks:

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West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe

Wenn das Märchen-Retelling zum Fehlgriff wird


Ich bin generell einfach überhaupt nicht der Märchentyp und habe noch nie Märchen gemocht, weshalb mich auch Der Zauberer von Oz im Original nie gereizt hat. Trotzdem dachte ich mir bei West of Wicked, ich probiere es mit diesem Buch und dem Genre einfach mal aus. Hätte ja sein können, dass mich diese düstere Version total abholt und voll meinen Nerv trifft.

War aber leider überhaupt nicht der Fall und am Ende stand für mich hier leider eine Enttäuschung.

Der Einstieg fiel mir dank des angenehmen Schreibstils der Autorin zwar recht leicht, allerdings zog sich die erste Hälfte der Geschichte für meinen Geschmack ziemlich in die Länge. Obwohl das Buch ab 18 Jahren empfohlen wird, wirkte die Welt anfangs seltsam jung. Es las sich eher wie ein jugendliches Fantasybuch voller bunter Farben und feenartiger Hexen, gemischt mit einem sehr langsamen Farmeralltag in Kansas. Erst in der zweiten Hälfte zieht das Tempo an, es wird endlich actionreicher und die düstere, atmosphärische Stimmung kommt zum Tragen. Das Ende war sogar richtig spannend und hatte ein paar unvorhersehbare Wendungen im Gepäck, die mich dann doch noch etwas fesseln konnten. Ein echtes Problem hatte ich allerdings mit den Charakteren, zu denen ich kaum eine Verbindung aufbauen konnte. Dorothy ging mir mit ihrer naiven Art streckenweise ziemlich auf die Nerven, da sie die fremde Fantasywelt kaum hinterfragt und Fremden viel zu schnell ihr blindes Vertrauen schenkt. Der sexy Anteil, mit dem das Buch so groß beworben wird, war für mich leider ein totaler Reinfall. Der Spice war wirklich mau, wirkte extrem aufgesetzt und kam in den unpassendsten Momenten. Gleich zu Beginn gibt es eine ausführliche Szene mit einem Nachbarn, den man als Leserin noch gar nicht kennt, und auch später wird mitten auf der Flucht munter drauflosgeknutscht, was für mich die komplette Dynamik gekillt hat.

Die Vogelscheuche alias Rook war zwar optisch der absolute Mr. Perfect, aber seine Plot-Twists waren durch den Mangel an anderen Figuren leider meilenweit vorhersehbar und konnten mich nicht überraschen. Mein heimliches Highlight war tatsächlich der Blechmann, der hier als drogenabhängiger Söldner dargestellt wird. Seine düstere Hintergrundgeschichte und seine geheimnisvolle Fassade waren mit Abstand das Spannendste am ganzen Buch. Erzählt wird die Geschichte aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven in recht kurzen Kapiteln. Das nimmt der Story leider extrem die Tiefe und den Raum zum Atmen. Kaum hat man sich in eine Figur hineingeversetzt, springt die Sichtweise schon wieder um. Dadurch blieben viele Charaktere, wie zum Beispiel die Hexen, total blass und kaum greifbar. Auch kleine Logikfehler, wie Dorothys plötzliche Verhütungs-Amnesie, obwohl sie absolut keine Kinder will, haben das Ganze für mich nicht besser gemacht.

West of Wicked rettet sich durch eine spannende zweite Hälfte und den coolen Blechmann-Charakter zwar noch auf solide 2 Sterne, war für mich aber letztendlich ein absoluter Fehlgriff. Das Experiment ist gescheitert und ich bleibe in Zukunft definitiv ganz weit weg von allem, was auch nur im Entferntesten mit Märchen zu tun hat. Den zweiten Band werde ich mir sparen.

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West of Wicked. Folge deinem Verlangen

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Feine Risse von Elisa Hoven

Unterhaltsame Fallsammlung, spannend erzählt

Mit "Feine Risse" legt die Strafrechtsprofessorin und Richterin Elisa Hoven nun schon die zweite belletristische Fallsammlung ethisch diskussionswürdiger juristischer Fälle nach ihrem ersten Band "Dunkle Momente" vor. Wieder steht die Strafverteidigerin Eva Herbergen im Mittelpunkt der Geschichte.

Diese wollte ja am Ende des vorigen Bandes ihre Zulassung als Anwältin zurücklegen, hat sich aber nun dagegen entschieden und will sich weiter als Strafverteidigerin für ihre Mandantinnen und Mandanten einsetzen. Dabei bewegt sie sich wieder zuweilen in den Graubereichen von Recht und Moral.

Eva Herbergen ist als Charakter sicher kein Vorbild für eine immer korrekt handelnde Strafverteidigerin, soll sie wohl auch gar nicht sein. Aber genau dadurch, dass unserer Hauptfigur immer wieder ihr eigenes Gewissen, aber auch ihre spezielle Sichtweise auf die Menschen in die Quere kommen, entsteht eine interessante Falldynamik, die die Fälle insbesondere für juristische Laien wie mich unterhaltsam zu lesen gestaltet.

Dabei werden viele spannende ethische Fragen aufgeworfen, zum Beispiel:

- In einem zivilisierten Rechtsstaat können wir doch nur wollen, dass es ein absolutes Verbot der Folter gibt. Was aber, wenn eine Situation auftritt, in der vielleicht nur durch den Einsatz dieser das Leben eines entführten Kindes gerettet werden könnte? Wie mit diesem ethischen Dilemma umgehen? Welchen "Ausweg" finden Eva Herbergen und die Polizei in diesem Fall, und wie urteilen wir darüber?

- Welche Verantwortung trägt ein Bergführer für den Absturz eines Mannes, den er in die Berge begleitet hat und der ihm versichert hat, Berg- und Klettererfahrung zu haben, obwohl das nicht der Wahrheit entsprach?

- Selbstjustiz sollte natürlich ebenfalls verboten sein, in einem zivilisierten Rechtsstaat. Ist sie auch. Und doch können vielleicht viele von uns nachvollziehen, wenn Eltern diese verüben, wenn jemand ihr Kind angefahren und verletzt zum Sterben liegen gelassen hat, und den Eindruck haben, das Gericht würde viel zu milde urteilen. Wie mit sowas umgehen? Ist für diese Eltern eine geringere Strafe aufgrund der Verständlichkeit ihrer großen emotionalen Erregung gerechtfertigt?

Diese und einige weitere ethische Fragen wirft das Buch auf. Dabei sind die Fälle spannend und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, und vieles ist nicht so, wie es am Anfang scheint, wodurch auch die Leserinnen und Leser aufgefordert sind, ihre eigene Beurteilung der Situation immer wieder mal in Frage zu stellen. Interessant ist auch, dass es für die meisten oder sogar alle der vorgestellten Fälle reale Vorbilder gegeben zu haben scheint.

Damit komme ich nun zu meinem einzigen größeren Kritikpunkt an diesem Buch: es gibt einen weiteren ungelösten Fall, im nahen Umfeld von Eva Herbergen selbst. Eine uralte Leiche, die im Elternhaus ihres Partners gefunden wurde. Auch hier wird ermittelt und einiges aufgeklärt, doch auch am Ende bleibt noch vieles offen, offensichtlich ein Cliffhanger für den zu erwartenden nächsten Band der Autorin. Das ist ein unbefriedigendes Ende für ein Buch, das ich gerne auch als in sich abgeschlossen gelesen hätte und dafür ziehe ich einen Stern ab.

Insgesamt bleibt es aber ein unterhaltsames und zum Nachdenken anregendes Buch, das ich allen, die sich für Recht, Ethik oder auch einfach für Verbrechen, ihre Aufklärung und Bestrafung interessieren, durchaus empfehlen kann.

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Feine Risse

Rezensionen von Peachybookdreams :

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Dinghai Fusheng Records. Buch 1 von Fei Tian Ye Xiang

Mein erster Danmei Roman

-Als großer Fan queerer Liebesgeschichten war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Ich habe schon viel von Danmei gehört, aber selbst noch keines gelesen. Als kompletter Neuling im Genre war das Buch stellenweise nicht leicht für mich.-

Am meisten Schwierigkeiten hatte ich mit dem Erzählstil der Geschichte.

Ich glaube, 60–70 % der Dialoge bestehen nur aus der Lore des Worldbuildings, was mir persönlich zu viel war. Es hat mich eher aus der Geschichte herausgerissen, als mein Verständnis für die Welt zu vertiefen. Die Orte werden kaum beschrieben. Da ich optisch mit dem antiken China vertraut bin, konnte ich es mir trotzdem einigermaßen vorstellen. Wer aber gar kein Bild dazu hat, wird sich hier mit der Immersion deutlich schwerer tun. Eine große Stärke hatte der Schreibstil aber, und zwar der Humor, ohne den ich die vielen Hintergrundinfos nicht überstanden hätte.

Beide Protagonisten haben mir sehr gefallen. Chen Xing ist Exorzist und auf der Suche nach seinem Schutzpatron, den er unbedingt braucht, um die Menschheit vor einer drohenden Dämonenkatastrophe zu schützen. Er besitzt ein Artefakt, die Herzlampe, die ihm den Weg zu seinem Schützling weist, und diese führt zu einem mageren, verwahrlosten Gefangenen namens Xiang Shu. Chen Xing sorgt für die meisten lustigen Momente. Er ist an einem Glückstag geboren worden, deshalb sucht ihn das Glück regelrecht heim. Nur für alle anderen scheint es eher das Gegenteil zu bewirken: Wo Chen Xing auftaucht, ist Chaos vorprogrammiert.

Xiang Shu ist das komplette Gegenteil von Chen Xing. Er ist anfänglich wortkarg und launisch. Dass er der Schutzpatron des Jüngeren sein soll, passt ihm gar nicht. Außerdem scheint er etwas Wichtiges über sich vor ihm zu verbergen. Doch es bleibt den beiden nichts anderes übrig, als zusammenzuarbeiten, als die Dämonen angreifen. Xiang Shu war ein Charakter, den ich anfangs überhaupt nicht einschätzen konnte. Seine Entwicklung hat ihn dann Stück für Stück greifbar gemacht.

Die Dynamik zwischen den beiden ist wirklich der langsamste Slow Burn und man freut sich über jeden kleinen Moment, den man bekommt. Da Chen Xing erst 16 ist, fand ich das auch angemessener, dass noch nichts passiert ist. Trotzdem fand ich es schön zu sehen, wie langsam die Mauern zwischen den beiden zu bröckeln beginnen und eine Vertrautheit entsteht.

Es gibt einige Intrigen und natürlich auch Kämpfe, auch wenn diese teilweise schnell abgewickelt worden sind. Beide Protagonisten sind so stark, dass ich nicht das Gefühl hatte, um sie bangen zu müssen. Deshalb war es manchmal nicht ganz so spannend, wie erhofft.

Fazit: Da ich noch nie ein Danmei gelesen habe, hat mich die lange Diskussion über die Welt und andere Herrscher teilweise echt überfordert. Trotzdem sind mir aber die Charaktere sehr ans Herz gewachsen, besonders Chen Xing habe ich lieb gewonnen. Es gab einige Stellen, an denen ich so gelacht habe, weil ich den Humor echt toll fand. Deshalb liegt meine Sternebewertung genau in der Mitte, die positiven aber auch negativen Aspekte halten sich genau die Waage. Ich bin neugierig, wie es weitergehen wird. Ich habe schon die Hoffnung, dass es im nächsten Teil nicht ganz so viele Hintergrundinfos geben wird, da so viel in diesem Band erklärt wurde.

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Dinghai Fusheng Records. Buch 1

Rezensionen von ReiShimura:

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Counting Days von Steffi Kuhlmann

Sympathisch, glaubwürdig und angenehm zu lesen

Steffi Kuhlmann gelingt mit ihrem Debüt ein gefühlvoller New-Adult-Roman, der besonders durch seine authentischen Figuren und den ungewöhnlichen Schauplatz Heidelberg überzeugt. Ein äußerst angenehmes Leseerlebnis mit wenigen langatmigen Passagen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass es sich hierbei um eine deutsche Autorin handelt, die sich traut ihr Buch in Deutschland spielen zu lassen.

In der letzten Zeit habe ich vermehrt feststellen müssen, dass die meisten Bücher eher in Amerika oder England spielen. Deutschland als Schauplatz gilt wohl in vielen Fällen als uncool.
Steffi Kuhlmann stammt selbst aus Heidelberg und das merkt man den detailreichen und stimmungsvollen Beschreibungen der Stadt an. Diese wirken deutlich authentischer und sympathischer, als ich es in vielen anderen Büchern erlebt habe.

Doch nicht nur die Umgebungsbeschreibungen sind glaubwürdig. Das gleiche trifft auch auf ihre Charaktere zu. Man muss zwar Dalia und Xander nicht unbedingt sympathisch finden, aber realistisch sind sie auf jeden Fall. Die beiden Hauptcharaktere haben Ecken und Kanten, Stärken und noch mehr Schwächen, ganz viele Probleme und Unsicherheiten.
Die Autorin spricht in ihrem Buch viele Themen an, die sehr gut zur Zielgruppe des Buches passen, aber auch für erfahrene Leser:innen nicht uninteressant sind. Positiv hervorheben möchte ich, wie gut sie den inneren Kampf von Lia und ihren Versagensängsten darstellt. Dies war für mich sehr überzeugend und nachvollziehbar.

Die Nebencharaktere sind interessant und von manchen hätte ich gerne mehr erfahren. Leider hat die Autorin sich hier stark zurückgehalten. Das Buch hätte jedoch deutlich gewonnen, wenn das Hin und Her zwischen Lia und Xander ein wenig gekürzt und dafür ein wenig mehr Zeit auf die Nebencharaktere verwendet worden wäre.

Die Handlung ist an vielen Stellen vorhersehbar, hat aber dennoch einen hohen Unterhaltungswert. Der Schreibstil von Steffi Kuhlmann hat mir gut gefallen und ich denke, dass ich wieder zu einem Buch von ihr greifen würde.

Pikante Szenen sind im Buch, wie nicht anders zu erwarten, vorhanden, nehmen aber nur einen geringen Teil der Geschichte ein. Alles in allem war dies für mich eine angenehme Leseerfahrung. Daher möchte ich das Buch gerne an andere Liebhaber von romantischen New Adult Romanen weiterempfehlen.

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Counting Days

Rezensionen von brauneye29:

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Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska

Warmherziger Roman

Zum Inhalt:
Eigentlich will Ina sich doch nur in den richtigen Mann verlieben, aber irgendwie geht das immer schief. Gemeinsam mit ihrem Sohn wohnt sie zusammen in einer Siedlung und arbeitet in einem Tattoo-Studio. Und in ihrer Umgebung gibt es viele Menschen wie sie. Sie wohnen zwar in der Nähe, aber sind doch allein.

Doch dann geschieht etwas, was die Menschen in der Siedlung zusammen bringt.
Meine Meinung:
Was für ein warmherziger Roman. Es war schön, wie so langsam aus Fremden, die sich maximal gegrüßt haben, nach und nach Freunde werden. Klar, an der ein oder anderen Stelle waren die Zufälle, die dazu führten etwas arg konstruiert, nahm aber der Geschichte trotzdem nicht den Zauber. Vor allem werden viele auch ernste Themen aufgegriffen und auch gut geschildert, das hat mir gut gefallen. Es hinterlässt auch so ein Gefühl von, lass doch mal hinter die Fassade der anderen schauen. Ich hatte die Hörbuchversion, die ich auch gut gelesen fand.
Fazit:
Warmherziger Roman

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Guten Morgen, schönes Wetter heute

Rezensionen von Karina :

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Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska

Ein buntes Miteinander

4,5 Sterne
'Guten Morgen, schönes Wetter heute' - das ist nicht nur eine alltägliche Smalltalk-Floskel, ähnlich wie "Na, wie geht's?", sondern auch der Titel des Romans von Tanja Kokoska. Und genau dieses Buch möchte ich euch heute ans Herz legen. ????

Die Geschichte spielt in einer Großstadtsiedlung, in der 1583 Menschen miteinander - oder vielleicht eher nebeneinander - leben.

Wir begleiten einige von ihnen und erhalten Einblicke in ihre Sehnsüchte, Ängste, Hoffnungen und Träume. Dabei erzählt der Roman von den kleinen und großen Dingen des Lebens: davon, dass man manchmal mutig sein muss, loslassen sollte, genauer hinsehen darf und wie wichtig die kleinen Gesten sind, die unser Miteinander zusammenhalten.

Auf die einzelnen Figuren möchte ich gar nicht so sehr eingehen, denn der Klappentext verrät bereits ein wenig über sie. Aber eines muss ich unbedingt erwähnen: Ich fand alle Charaktere unglaublich lebendig und liebevoll gezeichnet. Jede einzelne Geschichte hatte ihren Reiz. Besonders berührt hat mich jedoch die Geschichte der Familie Arslan - warum, das dürft ihr gerne selbst herausfinden.

Dieses Buch verbindet Tiefgründigkeit mit einer wunderbaren Leichtigkeit und hat mir beim Lesen sehr viel Freude bereitet.
Deshalb kann ich meine Empfehlung vom Anfang nur wiederholen: Lest es! Ich glaube, dass diese Geschichte viele Menschen begeistern wird. ????✨️

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Guten Morgen, schönes Wetter heute

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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New-York-Trilogie von Paul Auster; Paul Karasik; Lorenzo Mattotti; David Mazzucchelli

Sehr gelungene Graphic Novel Adaption

Habe gerade die Ghost Stories von Siri Hustvedt gelesen und da hatte es sich angeboten, Paul Austers New York Trilogie wieder zu lesen. Als “Prosa“-Lektüre habe ich mir die Trilogie schon vor ca 20 Jahren zu Gemüte geführt, wobei ich heute wenig Erinnerung daran habe, außer dass es ein absolut geniales Buch war.

Diese Graphic Novel-Adaption von „Stadt aus Glas“, „Schlagseiten“ und „Hinter verschlossenen Türen“ ist aber jedenfalls bestens geeignet den Inhalt wieder aufzufrischen.

Alle drei Detektivgeschichten sind so anders und gerade deshalb so besonders – jede einzeln inhaltlich zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen. Nur so viel: jede Geschichte ist genial, surreal und unglaublich gut durchdacht. Die Stimmung ist düster und irgendwie unheimlich, weil die Protagonisten verstricken sich in Obsessionen einerseits und sind andererseits immer einsam. Dabei steigern sie sich gedanklich rein und schon nehmen die Dinge ihren Lauf.

Die Zeichnungen sind alle in schwarz-weiß gehalten, jedoch hat jede der drei Geschichten einen eigenen Stil.

Paul Karasik und David Mazzucchelli ist eine großartige Adaption gelungen, die gut mit dem Original mithalten kann.

Der Standard schreibt in seiner Kritik: „[…] Die literarischen Vorlagen werden in der Comicinszinierung der New-York-Trilogie niemals nur abgebildet, sondern erweitert und in einem ästhetischen Dialog in visuelle Allegorien und eine neue bildliche Sprache übersetzt“ – ich könnte keine besseren Worte zur Charakterisierung dieser Graphic Novel-Adaption finden.

Große Empfehlung!

Aus dem Englischen von Joachim A. Frank

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New-York-Trilogie

Rezensionen von herrfabel:

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Ultramarin von Ann-Christin Kumm

Ein spannungsreicher Urlaub mit Folgen

"Der leblose Körper ruht dicht vor dem Holzstapel, die Augen zur Decke gerichtet, leer. Der Mund steht leicht offen. Halb Lächeln, halb Verblüffung. Ein Arm ist in einem seltsamen Winkel abgespreizt [...] Sie hätte nicht mitkommen dürfen. Ich hätte das nicht zulassen dürfen. Hinterher weiß man so etwas.

"

Vielleicht hat es sich auch schon vorher angebahnt und Lou wollte es einfach nicht wahrhaben? "Der leblose Körper..." so beginnt dieser toxisch aufgeladene Beziehungs-/Spannungsroman Ultramarin von Ann-Christin Kumm. Eigentlich war alles anders geplant, Lou und sein Freund Raf, dessen Schwester Sophie und Nora, eine Freundin von ihr, wollten gemeinsam Urlaub an der dänischen Küste machen. Doch Sophie ist kurzfristig abgesprungen und so fahren sie nun zu dritt, zum Ferienhaus von Rafs Familie. Zunächst ein sehr unbeschwertes Bild, die Wellen, die Idylle, das Kennenlernen... doch mit jeder weiteren Seite bekommt die Fassade Risse, in Rückblenden lernen wir Lous und Rafs Geschichte kennen, ihre Liebe und Schulzeit, erfahren von den früheren gemeinsamen Urlauben und von Jakob. Es entsteht eine toxische Dynamik oder war sie schon immer da? Und als Nora dann plötzlich eines Nachmittags verschwindet... bei dem Anfang?

Insgesamt ist es ein wohlkonstruierter, sehr aufgeladener Roman mit mehreren Spannungsbögen und ergänzenden Rückblenden. Eigentlich ein sehr geschickt gemachter Text, denn durch das vorweggenommene Unglück wird man als Leser*in sofort mitgerissen, stellt Vermutungen auf und versucht Entwicklungen zu deuten. Auch dass Lou, keine weibliche Protagonistin ist, habe ich erst recht spät verstanden, was mich irgendwie noch immer fasziniert. Und so habe ich dann auch lange über diesen Roman und seine Wendungen, wie Handlungen nachgedacht, was leider nicht immer positiv war... Die Dynamik zwischen den Figuren fand ich sehr spannend, teils hat mich dieses Buch an In blaukalter Tiefe von Kristina Hauff erinnert, nur eben mit einem Haus, statt einem Boot. Vergleichend fand ich diese Geschichte, dann deutlich besser, die Machtverhältnisse und Ungleichheiten interessanter beschrieben, das Austesten der Grenzen zwischen den einzelnen Figuren nicht ohne, aber inhaltlich harkte es für mich an so einigen Stellen. Schon zu Beginn wunderte ich mich über die Konstellation der Gruppe: Würde man als Frau mit zwei, beinahe fremden Typen in den Urlaub fahren? Auch im weiteren Verlauf (ich möchte nun nichts vorweg nehmen) fand ich es sehr fraglich, dass XY nichts von den beschriebenen, einschneidenden Erlebnissen mitbekommen hat oder eingeschritten ist, nichts näher hinterfragt hat, scheinbar nichts zu hören war oder oder. Das hat mich schon beim Lesen wahnsinnig genervt und zeitgleich fühlte ich mich so mitgerissen, dass ich unbedingt wissen wollte, wie dieser Roman ausgeht und auf welchen Höhepunkt diese toxische Beziehungsdynamik zusteuert. Und dann das Ende... naja.
Kurz gesagt: ich hab Ultramarin irgendwie gern gelesen, es ist ein toller, unterhaltsamer Spannungsroman mit so einigen Abzügen. Es ist kein Lieblingsbuch geworden, aber so als Strandlektüre oder zwischendurch kann man´s schon mal lesen.

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Ultramarin