Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Mala:
Cooking for Family von Julia Lanzke
Sympathisch und inspirierend
Das Buch „Cooking for Family" und vor allem das farbenfrohe gelbe Design haben mir gleich auf Anhieb richtig gut gefallen.
Es wirkt sehr fröhlich und macht gleich gute Laune und auch Lust im Buch zu Blättern. Ich muss gestehen, dass ich die Autorin und ihren Blog und die Videos nicht kannte, aber selbst mir sagte der Name mamiblog was.
Meine Töchter sind mittlerweile erwachsen und ich gehöre vermutlich nicht mehr zur direkten Zielgruppe, war aber dennoch neugierig auf das Buch.
Und das Buch gefällt mir gut, es ist kein reines Kochbuch und die Rezepte sind denke ich auch relativ einfach, aber die Autorin schreibt so sympathisch, dass es eine Freude ist. Als Einstieg gibt es Tipps für die Kindersicherheit in der Küche, es gibt Tipps zur Resteverwertung, zur Vorratshaltung und wer mag, auch Tipps und Pläne für einen Essens Wochenplan, der mitunter wirklich die Essensbereitung und die Überlegungen dazu erheblich erleichtern kann. Ich finde, man merkt beim Lesen, wie liebevoll und durchdacht das Kochbuch gestaltet ist.
Und ja, es gibt auch Rezepte mit TK Kost, ich finde das sogar gut! Ich finde, es kann auch ein bisschen Druck von den Eltern nehmen, alles immer irgendwie selber machen zu müssen. Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht und immer den Drang verspürt, mich für die Verwendung von TK Kost rechtfertigen zu müssen. Man kann ja auch hier durchaus zwischen mehreren Anbietern wählen.
Einige Rezeptideen wie beispielsweise den Ofen Milchreis hätte ich am liebsten sofort ausprobiert, ich finde die Rezeptideen vielleicht gerade weil sie nicht so schwer umzusetzen sind sehr toll und auch inspirierend! Ich denke, gerade in einer stressigen Familiensituation sind manche Tipps und Ideen viel wert. Es gibt aber auch Rezepte, wofür ich keine Anleitung gebraucht hätte, das finde ich dann ein bisschen schade wenn so ein Rezept für gekochte Eier oder einer Tomatensauce jeweils eine ganze Seite vom Buch einnehmen. Auf der anderen Seite finde ich diese einfachen Sachen auch irgendwie beruhigend, wenn man völlig gestresst oder auch übermüdet in der Küche steht.
Auch die Tipps für batch cooking, die Baustein Rezepte, die Snack oder auch die SOS Lifehacks gefallen mir gut.
Insgesamt finde ich das Kochbuch schon sehr schön gestaltet und aufgebaut, die Rezepte sind meist eher einfach, aber oft eben auch schnell zubereitet. Es wirkt auf mich sehr sympathisch und ich finde, gerade für Familien ist es ein schönes Geschenk.
Rezensionen von Lydia_Te:
Wassermann von Lukas Hoffmann
Sprunghaft
Zu Beginn vom Debüt von Lukas Hoffmann war ich skeptisch. Die Geschichte ist mir so oberflächlich vorgekommen wie die Gespräche die der Protagonist Luk im Roman führt. Mehr Small-Talk als tatsächliche Gespräche. Er will sich nicht öffnen, zum einen um sich selbst zu schützen, zum anderen um die anderen zu schützen.
Im Laufe der knapp 250 Seiten hat sich das jedoch gebessert, Luk erfährt im Laufe der Geschichte den Beginn einer Verwandlung bzw. Besserung.
Der Schreibstil, die Sprache und die Sprunghaftigkeit der einzelnen Sätze erinnert mich an die heutige Jugend und ihre Oberflächlichkeit. Das passt für mich persönlich nicht ganz zum Alter von Luk, spät in der Geschichte erfährt man, dass er 27 Jahre alt ist.
Der Hauptgrund warum Luk aus Deutschland nach Barcelona flüchtet, ist die Krankheit seiner Mutter. Zum einen kann ich verstehen, dass er sich selbst schützen will und eine Auszeit von ihrer Krankheit braucht. Zum anderen verurteile ich ihn, weil er seine Mutter alleine und im Stich lässt.
Dafür ist dem Autor der mittlere Teil sehr gelungen und ich war den Tränen nahe.
Jetzt wo wir wissen, das Luk 27 Jahre alt ist und studiert und nebenbei einen Job hat dem er sich nur halbherzig und unregelmäßig widmet, frage ich mich, wer seinen Lebensstil finanziert. Im Verlauf der Geschichte reist er immer von einem zum nächsten Ort. Erst ganz am Ende kommt er auch in die unvermeidliche Geldnot.
Alles in Allem gebe ich dem Buch stabile 3 Sterne. Für meinen Geschmack gibt es im Buch zu viele Ortswechsel und teilweise nicht notwendige Passagen (Beispiel David, hat eigentlich keinen tieferen Sinn in der Geschichte). Jedoch hat es mich zum Nachdenken angeregt und emotional bewegt.
Rezensionen von Kapitel60:
Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Poseidons Dreizack von Mascha Matysiak
Auf der Suche nach Poseidons Dreizack
Worum geht’s?
Das interaktive Kinderbuch richtet sich an Erstleser*innen und überzeugt mit seinem interaktiven Konzept. Die Geschichte kann mehrfach gelesen werden und verläuft dabei immer ein wenig anders. In diesem zweiten Abenteuer geht es um den griechischen Gott Poseidon, der seinen Dreizack verloren hat.
Cover, Schreibstil, Illustrationen:
Das Cover gefällt uns sehr. Es ist farbenfroh, detailreich und nicht zu kitschig. Es spricht Kinder sofort an und macht Lust aufs Lesen. Auch die Illustrationen finden wir sehr schön- es gibt sehr viel zu entdecken. Der Text ist angenehm zu lesen und gut verständlich. Die gewählte Schriftart ist optimal für Leseanfänger*innen und unterstützt ein entspanntes Lesen. Auch die Rätsel bieten Abwechslung und machen das Buch sehr kurzweilig.
Fazit:
Ein farbenfrohes, interaktives Kinderbuch, das die Lesemotivation fördert. Meinen Lesekindern hat es Buch sehr gut gefallen, wenn auch die Entscheidungen nicht immer leicht gefallen sind. Wir werden das Buch gleich noch einmal lesen, um zu sehen, wie die Geschichte noch verlaufen könnte.
Rezensionen von marcialoup:
Pina fällt aus von Vera Zischke
Eigene Welten gemeinsam in einem Haus
Pina tut alles für Leo, ihren behinderten Sohn, der zwar schon zwanzig, aber stark auf Pina angewiesen ist. Pina weiß genau wie sie Leo vor Überbordendem retten kann, so dass sein Leben für ihn relativ normal abläuft. Aber es ist eine Anstrengung die Pina alles und mehr abverlangt.
Pina darf nie ausfallen, es würde Leos Welt auf eine nicht auszudenkende Weise auf den Kopf stellen, .
.. denkt Pina.
Und dann... fällt Pina ... aus...
Und Leo muss allein denken.
Da sind die Hausbewohner der anderen Etagen:
Inge, 86, geht nicht mehr aus dem Haus, will sterben weil alle, die sie kennt, auch schon tot sind. Pina kauft immer für sie ein, in der Zeit lässt sie Leo bei ihr... Bis sie eines Tages nicht mehr zurückkommt...
Zola, macht eine Ausbildung in einer Bäckerei, doch lieber verbringt sie ihre Tage mit Computerspielen, und auch ihre Nächte, weil ihr Vater, dem das ganze Haus gehört, immer arbeitet, immer... und sie so nicht werden möchte. Das muss und will Zola nicht. Deshalb schwänzt sie ihre Arbeitstage und sitzt statt dessen vor dem Computer oder lungert im Einkaufszentrum rum.
Woijtek, wortkarg, zurückgezogen, verliebt sich in eine Frau, die 13000 km entfernt in Russland wohnt und ihm per Internet alle möglichen Figuren, Kristalle und Sonstiges verkauft, obwohl Woijtek doch nur sie will.
Sie alle haben eigene Probleme und letztendlich eigene Welten erschaffen, in denen sie leben, die eigentlich genauso wenig mit der echten Welt "da draußen" zu tun haben. Nicht wirklich anders als Leo.
Und nun ist Pina weg.
Pina, die Leo's unruhiges Gehirn beruhigen konnte, Pina, die Leos Unordnung in Ordnung schaffen konnte, Pina, die alles für Leo ist, seine Mutsch!
Vera Zischke schreibt in erfrischend eigenem Stil eine berührende Geschichte über Miteinander, eigene Welten und wie alles zusammen verschmelzen kann.
Ihre Worte gehen nahe obwohl sie doch so locker durch die Seiten flocken. Gekonnt schreibt sie sich auch mit ihrem zweiten Roman nach AVA LIEBT NOCH ins Herz der Leser/innen und holt Gefühle und Gedanken hervor, über die man überrascht ist.
Vera Zischke gehört nun zu meinen Lieblingsautorinnen, deren Bücher ich immer wieder kaufen und sehr gern lesen werde.
Rezensionen von Maria.wal:
Verführt in Verona von Gertrude Neges
Liebe in einer traumhaften Kulisse
Ein Liebesroman, der mich sofort abgeholt hat. Schon nach ein paar Seiten war ich wieder am Gardasee, dieses Licht, die Farben, das leise Rauschen vom Wasser. Die Hotels, die kleinen Gassen, das italienische Lebensgefühl wirken so echt, dass man fast automatisch langsamer liest, um länger dort zu bleiben.
Die Geschichte selbst hat mich mitgerissen: warm, leidenschaftlich, manchmal auch ein bisschen schmerzhaft, aber immer so erzählt, dass man nah dran bleibt. Am Ende legt man das Buch weg und hat das Gefühl, gerade eine kleine Reise gemacht zu haben - ohne Koffer, aber mit viel Gefühl.
Rezensionen von marcialoup:
Wechseljahre - Befreiungsjahre von Silja Mahlow
Kraftvoll, feinfühlig, Wert-voll, eine liebevolle Wandelzeit-Begleitung die Halt und Orientierung gibt
Dieses Buch beruhigt das hüpfende Nervensystem und die Launen der Reizbarkeit, es repariert körperliche Bruchstellen, reduziert Hitzewallungen in Wärme, gleicht Schwankungen aus, streichelt die Seele und führt dich in deine vergessene Mitte, weil es DICH in den Fokus stellt.
DU bist ... ist Motto! Du darfst dich fühlen, darfst sein, ohne durchs Leben zu hetzen, ohne nur für andere da zu sein.
Einfach DU!
Dieses Buch ist nicht nur ein wertvoller Begleiter durch die Wechseljahre sondern auch auf dem Weg ins Älter werden. Und dadurch m.E. auch für Männer geeignet! Und Alter ist auch nur eine Zahl ...
Das Buch nimmt dich feinfühlig an die Hand und zeigt dir sanfte und kraftvolle, stärkende und loslassende Wege durch und aus den Wirren stürmischer Wechseljahre heraus.
Es mag der Einen eher esoterisch erscheinen, die Andere findet sich voll darin wieder oder kann Tipps hilfreich annehmen.
Die Autorin erzählt aus eigener Erfahrung! Dadurch fühlt man sich verstanden und aufgehoben. Und ja - genauso kann ich viele Punkte bestätigen, die Silja Mahlow so beeindruckend freundlich, liebevoll und zartfühlend, aber bestimmt, anspricht.
Ernährung und Sport helfen, sich jünger, gesünder und stärker zu fühlen. Einmal umgesetzt motiviert das, was daraus resultiert, weiter zu machen!
Beschäftigung mit sich selbst und Achtsamkeit lassen Gelassenheit zu. Alles zusammen macht glücklich.
Am Ende meiner Wandelzeit angelangt, war dieses Buch für mich ein Rückblick auf eine Zeit, durch die ich ohne Zeit fürs eigene Leben gehetzt bin und mir diesen Ratgeber gewünscht hätte - zum Innehalten, und um auf meinen Körper besser zu hören, der oft aufgeschrieen hat.
Auch "danach" findet man in diesen Buch noch Zuspruch, Trost und Mut. Denn man kann sich immer reflektieren, sich einlassen auf neue Stärken, Freiheit und körperliche Veränderungen. Die hören ja nach den Wechseljahren nicht auf.
Man findet in einem guten Wechsel Texte zu verschiedenen Themen, ansortiert nach Chakren, außerdem Interviews, Yoga- und Meditationsübungen sowie Themen-Fragen die man sich selbst stellt zum In-sich-kehren und sich besinnen auf innere Werte. Das alles ist gut aufeinander abgestimmt.
Aufgaben für kommende Tage vertiefen Gelesenes.
Gedankentexte sowie schöne Bilder bereichern das Buch und visualisieren Gefühle.
Etwas seltsam fand ich, dass die Übungen direkt in die Texten eingestreut sind statt am Ende eines Themas...
Alles in allem ein Buch, das gut tut und jede und auch jeden begleiten sollte!
So werde ich dieses Buch nun gern einer Freundin schenken, die gerade anfängt quasi "mit Vollgas durch die Wechseljahre" zu stürmen!
Rezensionen von katis zettelchen:
Das Ende vom Lied von Michael Wildenhain
Eine Zeitreise in die Jugend und ins Jahr 1969
Eine interessante Coming-of-Age Story aus dem Jahr 1969, das „wie kein anderes für den Übergang einer Welt [steht], die noch den Traditionen des Vorkriegs verpflichtet war, hin zu einer Wirklichkeit, die über die Jahre in mehr und mehr disparate Partikel zerfällt.“ Es geht unter anderem um vom Krieg traumatisierte Eltern, das Leben im geteilten Berlin, grausame Jugendgangs, erste Liebe, Studentenunruhen und den Beginn von Terrorismus, eine spannende Mischung.
Der Ich-Erzähler ist 12/13 Jahre alt, seine Welt komplex. Er ist smart, aber wächst in einer schwierigen Umgebung auf, in der Ehe der Eltern kriselt es, sein Bruder ist im Internat, er schließt sich aus Selbstschutz einer Jugendgang an, in der grausame Rohheit herrscht. Er ist sehr wach, beobachtet sehr genau, seine Wahrnehmung ist überdurchschnittlich, aber auch altersgemäß. Wildenhain gelingt es, seine Sprache authentisch klingen zu lassen, was auf den zweiten Blick verwundert, denn der Roman ist sehr komplex aufgebaut. Die Gedanken des Protagonisten springen von Träumen zu Rückblicken, Rap-Einlagen, Dialogen, Beschreibungen, sachlichen Einschüben. Das ist spannend und anstrengend, teilweise liest es sich sehr zäh. Stilistisch erinnert mich der Stil an Brechts Episches Theater mit Brüchen, Verfremdungen, Stilmix. Der Roman macht nicht Spaß, aber er fesselt.
Rezensionen von Annabell95:
Casino Durable - All in with the Devil von Carina Benning
Düstere Casino-Atmosphäre
Dawn wird Zeugin eines Mordes und weiß, dass der Täter hinter ihr her ist. Um sich zu schützen, lässt sie sich absichtlich beim Betrug im luxuriösen Casino der Familie Durable erwischen, damit sie im Gefängnis sicher ist. Doch einen Durable betrügt man nicht. Gabriel Durable, der Erbe und Sicherheitschef des Casinos durchschaut ihr Vorhaben.
Statt sie fallen zu lassen, zwingt er sie, ihm bei der Suche nach einem geheimen Feind zu helfen, der seine Familie bedroht. Während sie gemeinsam in ein gefährliches Spiel geraten, wächst zwischen der misstrauischen Betrügerin und dem kontrollierten Casinobesitzer eine unerwartete Nähe.
"Casino Durable - All in with the Devil" ist der erste Band der Casino Durable-Reihe.
Die Handlung wird in der Ich-Erzählform von Dawn und Gabriel in wechselnden Perspektiven erzählt. Die ständigen Wechsel der Sichtweisen macht die Geschichte nahbar, intensiv und zeigt, wie unterschiedlich beide die gleiche Welt wahrnehmen. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptprotagonisten ist sehr gut. Es knistert, mal ist es explosiv und mal leise. Man wird neugierig was zwischen den beiden als Nächstes passiert.
Der Einstieg in die Handlung war sehr spannend. Man begleitet Dawn, die absichtlich im Casino betrügt, mit cleveren Tricks, Täuschungen und perfekt inszenierten Betrugsmaschen. Diese Szenen sind so lebendig und spannend geschrieben, dass man das Adrenalin fast selbst spürt. Der Mittelteil des Buches ist dann etwas ruhiger. Hier wurde die Lovestory Liebesgeschichte mir etwas zu viel und zu dramatisch. Zum Ende hin zieht die Spanndung wieder an und der Epilog macht neugierig auf die Fortsetzung.
Das Setting, dem Casino in Monte Carlo, fand ich das Beste am Buch. Man spürt das Klicken der Roulettekugel, das Rascheln der Karten, die Mischung aus Glamour und Gefahr. Die Atmosphäre bleibt durchgehend düster, elektrisierend und leicht bedrohlich, perfekt für die Mafia‑Vibes, die sich nach und nach entfalten.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Durch die bildhaften Beschreibungen wirken die Figuren, Handlungen und das Setting sehr lebendig. Dadurch wird eine tolle, düstere Casino-Atmosphäre geschaffen.
Mein Fazit:
Ein düster‑spannenden Mix aus Mafia‑Vibes, Glücksspiel‑Atmosphäre und intensiver Charakterdynamik. Kleine Längen im Mittelteil, aber insgesamt ein packendes Leseerlebnis mit Suchtfaktor.
Rezensionen von Odina:
Dunkelmann von Lars Findsen; Jacob Weinreich
Fesselnde Geheimdienst-Story
Der Thriller „Dunkelmann" wurde von Lars Findsen und Jacob Weinreich verfasst und erschien am 25. März 2026 im Fischer Scherz Verlag. Das Buch umfasst 480 Seiten und das düstere Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um eine chinesische Delegation in Kopenhagen, bei der ein Mitglied mit falscher Identität auffällt.
Agentin Maja Birk ermittelt und entdeckt ein rätselhaftes Interesse an einem Forschungsprojekt im Nordpolarmeer, während die Handlung mit überraschenden Wendungen fesselt. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Die kurzen Kapitel und der Wechsel zwischen verschiedenen Perspektiven verleihen der Handlung viel Dynamik. Die Spannung bleibt konstant hoch, was vor allem an den aktuellen politischen Themen und der gelungenen Verbindung von Spionage, internationalen Konflikten und persönlichen Geschichten liegt. Die Charaktere sind glaubwürdig und übersichtlich gestaltet, was den Einstieg erleichtert und ein echtes Mitfühlen ermöglicht. Besonders Maja Birk bleibt als facettenreiche Hauptfigur mit ihrer Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit im Gedächtnis. Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Agententhriller für alle diejenigen, die gerne mitfiebern.
Rezensionen von peedee:
39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen
Unterhaltsam
Hannah Krause-Bendix, Band 2: Jeder Autor träumt davon, dass das eigene Werk erfolgreich ist. So natürlich auch Hannah Krause-Bendix. Wenn es nur nicht ausgerechnet der vermaledeite Krimi wäre, den sie geschrieben hat. Warum nicht einer ihrer geliebten Romane? Sie soll Band 2 schreiben und wird dafür von ihrem Lektor nach Sizilien geschickt.
Hannah hat jedoch gar kein Interesse, einen zweiten Krimi zu schreiben. Ihre Unlust ertränkt sie im Alkohol. Kurz nach ihrer Ankunft in Italien liegt eine Leiche in der Küche. Stoff für einen Krimi? Nein, denn Hannah steht als Verdächtige im Zentrum der Ermittlungen…
Erster Eindruck: Buchtitel und -cover gefallen mir sehr gut.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Ich habe jenen zwar vor ein paar Jahren gelesen, was mir jedoch gar nicht mehr präsent war.
Der Einstieg in die Geschichte war gelungen: Hannah ist verpflichtet, ihr Buch bei möglichst vielen Gelegenheiten zu promoten, so auch bei einer TV-Sendung. Leider ist der Moderator aus Hannahs Sicht einfach zu dumm: „Kann man da nicht glatt sagen, Sie sind der Erbprinz der Dummheit?“ Sie verlässt das Studio – herrlich! Der Lektor schickt Hannah also ins Schreib-Exil nach Sizilien. Nicht schlecht, oder? Aber Hannah hat nicht nur eine Schreibblockade in Sachen Krimi, nein, sie hat auch Liebeskummer, denn ihre Geliebte Margrét ist nach wie vor verheiratet und so können sie nicht offiziell zusammen sein. Kurz nach ihrer Ankunft in Italien steckt sie schon mittendrin in einem realen Mordfall, denn in dem Haus, in dem sie übernachtet hatte, wurde die Hausherrin tot aufgefunden und deren Mann ist verschwunden! Was ist passiert? Für die Polizei ist schnell klar, dass der flüchtige Ehemann wohl der Schuldige sein wird, behält aber auch Hannah im Visier. Hannah muss den wahren Täter finden…
Hannah hat übrigens einen klitzekleinen Hang zur Übertreibung: „Gerade hatte sich alles um viertausend Prozent verschlechtert.“ Okay, wenn’s weiter nichts ist… Es kommt auch zu einem Wiedersehen mit ihrem „Hassobjekt“ Jørn Jensen, dem erfolgreichen Krimischreiber. Es gab immer wieder prekäre Situationen, in die sich Hannah selbst hineinmanövriert hatte. Die Geschichte war in erster Linie unterhaltsam (und zudem alkohollastig), aber wenig spannend – knappe 4 Sterne.











