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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von bibi21:

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Narbenmädchen von Lilly Bogenberger

Gutes Thema, zäh erzählt

Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt gut zum ernsten Inhalt des Buches. Narbenmädchen erzählt die Geschichte eines Mädchens, das mit seelischen und körperlichen Narben kämpft und dabei versucht, in einer schwierigen Welt seinen Platz zu finden. Lara ist für einige Zeit in einer Kurklinik, weil sie sich selbst mit Rasierklingen verletzt.

Das Thema ist spannend und sehr aktuell, was mich besonders interessiert hat. In der Klinik lernt sie andere Jugendliche kennen, die aus den unterschiedlichsten Gründen dort sind. Von den Erwachsenen und Therapeuten fühlt sie sich nicht verstanden. Sie lernt dort Freunde kennen, denen sie sich anvertrauen kann, ohne Scheu.

Leider wird die Geschichte langatmig erzählt, und zwischendurch habe ich den roten Faden verloren. Es ist wirklich schade, denn die Idee und das Thema hatten viel Potenzial – ich hatte mir mehr erhofft.

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Narbenmädchen

Rezensionen von @lust_auf_literatur:

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Sicheres Haus von Marina Vujčić

Eindringlicher und fesselnder Roman

Nach dem Beenden dieses Romans hatte ich einen dicken Kloß im Hals. Ladas Geschichte, die sie sich selbst aus dem Gefängnis heraus erzählt und somit auch mir, hat mich sehr bewegt und unendlich traurig gemacht.
Denn Lada erlebt in ihrer Ehe viele Jahre partnerschaftliche Gewalt und sie ist nicht in der Lage, sich zu trennen.

Das ist die Geschichte vieler Frauen und sie finden in zu vielen Fällen ein gewaltsames Ende. Die Zahl an Femiziden ist in Kroatien, dem Heimatland der Autorin Vujčić, so hoch, dass das Land den Femizid als eigenständigen Straftatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen hat. Anders als bis jetzt in Deutschland.
Doch in „Sicheres Haus“ verhindert Lada ihren Femizid, indem sie ihren Mann in Notwehr tötet. Dafür sitzt sie jetzt mehrere Jahre im Gefängnis und kann ihre kleine Tochter nicht aufwachsen sehen.
Ihre Mutter und ihre Schwester haben sich angesichts dieser ungeheuerlichen Tat von ihr abgewendet.

„Normalerweise ist die Frau das Opfer, aber sie ist nur dann das Opfer, wenn sie tot ist.“

Vujčić arbeitet diese Ungeheuerlichkeit deutlich heraus. Lada wird von der Gesellschaft, ihrer Familie und letztendlich auch vom Gericht dafür verurteilt, dass ihre Geschichte nicht wie üblich geendet hat und ihr Mann, ein angesehener Universitätsprofessor, jetzt tot ist.

Auch Lada selbst empfindet ungeheurer Schuldgefühle und geht in Gedanken in ihrer Ehe zurück, an den Beginn der Gewalt.

Was als Liebesgeschichte begann, wird schnell zu einer Beziehung, in der nur noch einer Kontrolle und Macht ausüben kann. Am Anfang ist es nur die Kleidung, die Lada nicht mehr selbstständig auswählen darf, später gibt sie ihren Beruf auf, der ihrem Mann Grund für Eifersucht gibt. Wenn Lada sich nicht den Wünschen ihres Partners fügt, verleiht er seinen Worten auch mit körperlicher Gewalt Nachdruck. Mehrmals versucht Lada, ihn zu verlassen, aber niemand glaubt ihr, dass hinter dem freundlichen Gesicht des Professors auch ganz andere Seiten stecken.
Mit dreisten Lügen und schließlich einer Schwangerschaft hält er Lada fest in seinem Griff und die Spirale aus Kontrolle, Demütigungen und Gewalt spitzt sich immer mehr zu.

Ich finde die Schilderungen dieser Ehe sehr nachvollziehbar und bedrückend und auch Lada erkennt im Rückblick viele der Manipulationen und des Missbrauchs. Sie schwankt zwischen Selbstvorwürfen und Rechtfertigungen und findet Trost und Gemeinschaft bei den anderen inhaftierten Frauen.
Sie fragt sich oft, ob es einen anderen Ausweg gegeben hätte.

“Denn wenn du das Szenario, dass du ein totes Opfer hättest sein können, gegen das abwägst, dass du eine Mörderin geworden bist, gibt es kein gutes und kein gerechtes Ergebnis.”

Vujčić hat für ihren neuen Roman Täter- und Opferbilder in der medialen Darstellung untersucht und unter anderem mit Frauen im Strafvollzug gesprochen.
Das Ergebnis ist ein äußerst eindringlicher und auch fesselnder Roman, den Vujčić nicht nur als literarischen Fall betrachtet wissen will, sondern als Realität, die uns alle betrifft.

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Sicheres Haus

Rezensionen von Danislesestube:

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Diener des Ordens von C. Gina Riot

Solider Einstieg in die Reihe

Lange bin ich um das Buch herumgeschlichen. Jetzt liegt es endlich vor mir. Hat es sich gelohnt. Ja, ABER …

Am Anfang der Handlung hat die Autorin sehr viele Informationen über die Charaktere, Ortschaften, Praktiken und und und hineingepackt. Das könnte Leser etwas überfordern. Ich empfand es persönlich als gut dosiert, so hatte die Handlung mehr Platz, um sich entfalten zu können.

Und hat sie das? Ja. Denn dieses Buch ordnet sich nicht einfach so im Dark Fantasy Bereich ein. Hier wird geopfert, gemeuchelt und sehr viel Blut in sämtliche Himmelsrichtungen verteilt. Klar. Die Charaktere gehen auch nicht einfach mal eben spazieren. Apropos Charaktere.

Diese haben sich zu meiner Freude im Laufe der Handlung gut weiterentwickelt. Sie wurden erfahrener und vielschichtiger. Es gab auch eine politische Ebene, die recht gut in die Handlung gepasst hat und viele Ereignisse, mit denen man als Leser großteils zu tun hat, ausgelöst hat. Intrigen, Lügen und Gewalt inklusive. Die Beschreibungen der Ortschaften, Tätigkeiten der Charaktere, Gegenstände und der Umgebung allgemein haben mir durchgehend gut gefallen. Sich das Ganze bildlich vorzustellen, war gar kein Problem.

Kritik gibt es bei mir unter anderem beim Ende. Das war seltsam ruhig und nicht wirklich befriedigend. Außerdem wurde mit dem Zweigesicht erstaunlich wenig gemacht. Schade. Offenbar reichte dessen Existenz aus, um was genau damit zu machen? Ich habe mir längere Zeit den Kopf darüber zerbrochen. Die Art und Weise, wie es entstanden ist, wurde wiederum super umgesetzt.

Am Ende haben wir hier, trotz Kritik, einen soliden Dark Fantasy Roman, den sich Fans des Genres anschauen sollten.

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Diener des Ordens

Rezensionen von nanu?!:

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Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick von Bente van der Meer

Neuanfang in Deerhusen

Die Familie Duval fällt aus allen Wolken, als plötzlich die Polizei vor der Haustür steht und eine Razzia durchführt.
Nicht nur eine Menge Beweismittel werden mitgenommen, der Familienvater Sebastian wird ebenfalls abgeführt. In Handschellen! Der hat nämlich den Staat um enorme Summen betrogen.

In der Münchener Villa bleiben die Ehefrau Isabell und die beiden erwachsenen Kinder Lucas und Clara zurück.
Was jetzt? Draußen steht schon die Presse, wie eine hungrige Meute parat und der Anwalt rät ihnen, am besten erst einmal unterzutauchen.
Also ab nach Deerhusen in Isabells Elternhaus, aber da hat Isabell sich 30 Jahre lang nicht blicken lassen.

Eingefangen hat mich dieses geniale Cover, und dann der leicht sarkastische Untertitel. Aber der Reihe nach.
Die erste Hälfte des Buches hat mich wunderbar unterhalten.
Bei Isabell läuft gerade alles drunter und drüber. Im Grunde, fällt ihr gesamtes Leben auseinander und trotzdem wird dieser Part der Geschichte ziemlich witzig erzählt.
Da sind die reichen und verwöhnten Duvals die von jetzt auf gleich pleite sind, und zum ersten Mal versuchen müssen, mit den Öffis irgendwo hinzukommen.
Das Leben ist hart, so plötzlich ganz ohne Dienstmädchen, Spinatsmoothie und privater Yogalehrerin, und nicht immer haben mir die drei Leid getan beim bewältigen ihres neuen Alltags.
Natürlich liegt Deerhusen weit unter dem, was sie sonst so gewohnt sind.
Dann der Konflikt mit Stine, Isabells Schwester, die das Haus übernommen hat. Warum sollte gerade sie den Duvals helfen, wo doch Isabell die Familie verlassen und sich ewig nicht gemeldet hat?
Als Leserin war ich natürlich neugierig zu erfahren, was damals vorgefallen ist, um sich so heftig zu verkrachen. 30 Jahre sind eine lange Zeit, so eine ausgedehnte Sendepause muss man wollen.

Deerhusen als Schauplatz hat mir direkt gefallen.
Da ist dieses beschauliche Dörfchen in Nordfriesland, die Dorfbewohner die man ein wenig kennenlernt, die Schafe auf dem Deich und das Meer. Ja, da würde ich gleich Urlaub machen wollen, so schön ist Deerhusen beschrieben.
Das mit der Gemütlichkeit in diesem Wohlfühlroman klappt schon mal sehr gut. Aber ab der Hälfte leidet schon die Spannung ein wenig darunter.
Der Humor vom Anfang fehlte mir irgendwann, das Tempo wird gemächlicher, alles fügt sich so glatt ineinander.
Besonders die Szene mit Sebastian hat mir aus Gründen nicht gefallen.
Der Handlung folgte ich zwar noch gerne, aber nicht mehr so gespannt.
Aber nichts gegen die Schafe. An Anneliese und Hannelore lasse ich nichts kommen.

Trotz allem ist dies ein toller erster Roman des Autorinnenduos Indra Janorschke und Jenna Schönberg.
Wie es aussieht, soll "Willkommen in Deerhusen" eine Reihe werden. Gerne, aber dann bitte mit ein bisschen mehr Schmackes.

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Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick

Rezensionen von Philiene :

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Wo der Wind die Namen trägt von Anja Jonuleit

Ein Buch das lange im Gedächtnis bleibt

Es gibt Bücher die man nicht vergisst, die so intensiv sind das sie einen noch lange beschäftigen. So geht es mir mit Wo der Wind die Namen trägt .

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. Einmal haben wir Inge in der Gegenwart die sich nach vielen Jahren ihrer Vergangenheit stellt, obwohl sie das eigentlich nicht will.

Die anderen beiden Perspektiven spielen kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Auch hier begleiten wir Inge, aber hier ist sie noch ein Kind. Außerdem folgen wir Helga einer Jornalistin die sich nicht mit dem Satz:: "Jetzt ist aber auch mal gut." abfinden will.

Das besondere an diesem Roman ist die Authentizität mit die Anja Jonuleit ihre Geschichte erzählt. Immer mehr Schkierendes kommt ans Licht. Es werden die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte beleuchtet und auch das Schweigen und Vertuschen ist ein Thema.

Das ganze in einem kleinen Ort. In dem die unterschiedlichsten Menschen aufeinandertreffen und mittendrin ein kleines Mädchen das erst Jahre später versteht was damals passiert ist.

Ich war in dieser Geschichte gefangen und obwohl dieser Roman so ehrlich und realistisch von schrecklichen Ereignissen erzählt, konnte ich nicht aufhören zu lesen und ich hoffe das das auch noch ganz viele Menschen tun, den niemals darf vergessen werden was damals geschah.

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Wo der Wind die Namen trägt

Rezensionen von PMelittaM:

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Der Fluss der Zeit von Pascal Mercier

Fünf beeindruckende Kurzgeschichten

Pascal Mercier taucht in den fünf bisher unveröffentlichten, aus seinem Nachlass stammenden Kurzgeschichten, die in diesem Band vertreten sind, tief in die Psyche von Menschen ein. Die Gedanken und Handlungen der Protagonist:innen konnte ich durchgehend nachvollziehen.

Vier der Geschichten werden von einem Ich-Erzähler erzählt, wobei manchmal auch die Gedanken und Emotionen eines anderen Charakters miteinbezogen werden, so dass man das Geschehen aus beiden Blickwinkeln erfährt.

So zum Beispiel in „Die Übergabe“, hier trifft man auf einen alten Mann, der sein Haus, das 99 Jahre im Besitz seiner Familie war, an die neuen Besitzer übergibt, bevor er sein neues Leben in einem Seniorenheim beginnt. Man kann sich vorstellen, wie schwer das für ihn ist. Der Ich-Erzähler ist dabei der neue Besitzer: In „Die Wohnung“ geht es um ein wertvolles Geschenk, das sowohl den Schenkenden als auch den Beschenkten letztlich belastet.

Wie im Grunde alle anderen Geschichten ist „Der Befund“ sehr eindringlich, es ist außerdem die einzige Geschichte, die in der dritten Person erzählt wird. Jan Winter muss einige Tage auf das Ergebnis einer Gewebeprobenuntersuchung, die vielleicht eine tödliche Krankheit aufdeckt, warten. Als Leser:in begleitet man ihn durch diese Zeit. Sehr gut hat mir auch „Noch einmal die Mansarde“ gefallen, wo ein älterer Mann einen Kongress schwänzt, um noch einmal den Ort zu besuchen, an dem er als Student gewohnt hat. Leider ist das Erlebnis nicht so wie erhofft.

In „Tödlicher Lärm“ schließlich ergründen wir zusammen mit dem Ich-Erzähler einen Freitod. Diese Geschichte empfand ich als am schwierigsten nachzuvollziehen, dennoch ist auch sie lesenswert.

Kurzgeschichten haben eine ganz andere Dimension als Romane, auf wenigen Seiten eine Geschichte zu erzählen, die fesseln und lesenswert ist, ist eine besondere Kunst. Pascal Mercier ist das in diesen fünf Geschichten beeindruckend gelungen, und ich habe nun Lust, einen seiner Romane zu lesen, die ich bisher leider alle noch nicht kenne.

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Der Fluss der Zeit

Rezensionen von Katzenmicha:

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Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi von Anett Steiner

Düsterer Regionalkrimi

In der Wolkensteiner Schweiz wird die Leiche von demTschechen Jakub Miler ,eines alten Spielmanns gefunden.Ihn hatte die Kriminalkommissarin Annalena Krest und ihr 2jährigen Sohn einen Tag vorher auf dem Burgfest gesehen. Er wurde ermordet-Kommissarin Annalena Krest übernimmt die Ermittlungen.An ihrer Seite Hauptkommissar Lorenz der ihr bei den Ermittlungen hilft.

Bei den Ermittlung stoßen sie auf Informationen, das die Gebeine eines seit 30 Jahren vermissten Kaufmann in Pfaffengrün durch einen Erdrutsch freigelegt wurden.Annalena macht Jakubs Sohn Adam ausfindig, auch er scheint sich für den Tod des seit Jahren Vermissten zu interessieren. Bald schon steht für sie fest, dass beide Fälle miteinander verstrickt sein müssen…..

Die Autorin Anett Steiner hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildhaft nimmt sie den Leser mit in eine vergangene Zeit.Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist geheimnisvoll wie die Geschichte und passt super dazu-sehr gerne 4 Sterne.

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Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi

Rezensionen von gabiliest:

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Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Coaching mit Hindernissen

Mit “Einatmen. Ausatmen” hat der SPIEGEL Bestseller- Autor Maxim Leo ein herrlich unterhaltsames Buch über Selbstoptimierung und ihre Tücken geschrieben. Das wunderschöne Umschlagsmotiv zeigt ein Wiesenstück des bekannten österreichischen Malers der Biedermeierzeit, Franz Xaver Petter.

Marlene soll in ihrer Firma zum CEO aufsteigen, leider tut sie sich mit den dazu nötigen soft skills schwer.

So hat sich eine Kollegin über ihren Führungsstil beschwert. Dennoch wissen alle Mitarbeiter, dass das Firmenwachstum durch Marlenes Geschick zustande gekommen ist.
Um den Karrieresprung zu machen, muss Marlene ein Achtsamkeitsseminar besuchen, bei Alex Grow, dem Seelenflüsterer, der jedoch wirtschaftlich mit seiner viel zu schnell gewachsenen Academy vor dem Bankrott steht. Nur wenn Alex bei Marlene Erfolg hat, bekommt er Folgeaufträge und seine Firma wird überleben.

Maxim Leo beschreibt in witziger Weise die Spannungen, die zwischen Marlene und Alex von Anfang an bestehen, aber auch, dass Marlene langsam lernt, dass das Leben nicht nur aus Zahlen und Fakten, sondern auch aus Gefühlen besteht. Als sie sich im Wald verirrt und neben einem sterbenden Wildschwein ausharrt, lernt Marlene nicht nur sich selbst besser kennen, sondern auch den Hausmeister der Academy, Günther Mattissen. Und Marlene versteht, dass er ihre Hilfe braucht, denn auch seine Mutter liegt im Sterben. In einer sehr berührenden Szene erkennt Marlene, dass es im Leben nicht wichtig ist, was man hat, sondern, wer man ist und ob man geliebt hat und geliebt wurde. Trotzdem stellt sie verwundert fest, dass die Verstorbene viele Dinge besitzt, von denen auch ihr Sohn nichts weiß.

Langsam kristallisiert sich heraus, warum Marlene nur auf ihren Verstand hört, ihre Gefühle aber verdrängt. Aus einer unglücklichen Kindheit kommend meint sie, dass die Menschen zu zimperlich und zu leicht beleidigt seien. Dieses ständige Vergleichen mit ihrer eigenen Jugend und ihrem Werdegang führte dazu, dass sie den Anliegen ihrer Mitarbeiter zu wenig Beachtung schenkte. Marlene ist nun verunsichert, welchen Weg sie in Zukunft gehen möchte. Aus diesem Grund ist der Schluss des Buches positiv, lässt aber allen Charakteren Raum für weitere Entwicklung.

“Einatmen. Ausatmen” ist ein heiterer, aber durchaus tiefgründiger Roman, der mit subtilem Humor, feiner Ironie und einer satirischen
Note überzeugt. Dennoch werden ernste Probleme thematisiert. Ein minderjähriges Mädchen, aus schwierigen familiären Verhältnissen kommend, ist von zu Hause ausgerissen und hat sich Waldbesetzern angeschlossen. Als es von der Polizei verfolgt wird, findet es Zuflucht bei Alex und Marlene wird sofort zur “Wahl- Patentante”. In dieser Beziehung und auch beim Zusammensein mit Mattissen beginnt Marlene, sich zu öffnen und zu hinterfragen, was Glück wirklich bedeutet.

So ist “Einatmen. Ausatmen” eine warmherzige, klug beobachtende Erzählung, die nicht nur Marlenes Entwicklung beleuchtet, sondern das Wertesystem einer ganzen Gesellschaft auf heitere Weise auf den Prüfstand stellt. Die Frage, was Glück für den Einzelnen bedeutet, wird in diesem beschwingt und mit leichter Hand geschriebenen Buch zwar nicht beantwortet, aber es lohnt auf jeden Fall, die Protagonisten auf ihrer Suche und ihrem Weg zu begleiten.

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Einatmen. Ausatmen.

Rezensionen von Philiene :

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Lübecks Töchter. Der Traum von Liebe und Gemeinschaft von Anna Husen

Zurück in Lübeck

Ich mag die Bücher von Anna Husen sehr. Das liegt zum einen daran das ihre Romane in meiner Heimat spielen zum anderen an ihren interessanten Frauenfiguren.

Dieses Buch ist der zweite Teil rund um das Lehrerinnenseminar in Lübeck. Obwohl einige Jahre vergangen sind ist mir der Einstieg sehr gut gelungen, es war für mich wie ein Nachhausekommen.

Im Vordergrund steht diesesmal Natalie, eigentlich war für sie immer klar das auch sie Lehrerin werden will, doch als es soweit ist und sie ins Berufsleben startet kommen ihr Zweifel. Ist es das was sie will? Zu verlockend ist doch das Leben der Reichen. Dann Endzeit sie sich auch noch mit ihrer Ziehmutter Amelie....

Mir hat dieser Teil noch besser gefallen als der Erste. Natalie Zweifel waren so authentisch dargestellt das ich es perfekt nachvollziehen konnte. Ihre Geschichte war emotional aber auch dramatisch. Auch wenn ich manchmal den Kopf über ihre Entscheidungen geschüttelt habe, habe ich doch mit ihr gelitten und mitgefiebert.

Gut gefallen haben mir auch die Nebenfiguren, die eine sehr gute Rahmenhandlung ergeben gaben. Besonders erwähnen möchte ich hier die kleine Tina. Ein liebenswertes und aufgewecktes Mädchen.

Ich kann diesen Roman nur weiterempfehlen.

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Lübecks Töchter. Der Traum von Liebe und Gemeinschaft

Rezensionen von Katzenmicha:

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Sörensen geht aufs Haus von Sven Stricker

Sörensen immer wieder gut

Für mich ist es das erste Buch aus der Sörensen Reihe gewesen. Der Fall beginnt skurril, aber realistisch.Im Garten seines ehemaligen Schulfreundes Schiefel , der plötzlich in Katenbüll wohnt,werden menschliche Knochen gefunden.Der Verdacht taucht auf, es könne sich um die Leiche der vor ein paar Jahren verschwundenen Mia handeln.

Es gibt zahlreiche Verwicklungen, viele Beteiligte oder Unbeteiligte tragen dazu bei, dass Sörensen und Jennifer, seine Kollegin, lange im Dunkeln tappen.Sörensen unverhoffte Begegnung mit seinem Schulfreund Schiefel verstört ihn und stürzt ihn in Erinnerungen immmer wieder .Auch dieTatsache, das Jennifer, seine beliebte Kollegin, mit Kündigung droht-verwirren Sörensen.Was Sörensen so gar nicht verkraftet, weshalb die Beiden dann noch ständig streiten, während sie eigentlich ermitteln sollten….

Der Autor Sven Stricker hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Für mich war es das erste Buch der Reihe was ich gelesen habe.Der Fall beginnt skurril, aber dennoch realistisch. Die Charaktere sind sehr gut getroffen, sie sind etwas eigenwillig, lebens echt und man kann ihre Motive und Handlungen sehr gut nachvollziehen.Wie in den Filmen die ich von Sörensen schon gelesen habe,gerne4 Sterne.

Vielen Dank,das ich das Buch lesen durfte.

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Sörensen geht aufs Haus