Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Ich, Captain Hook, und die verfluchte Schatzinsel - Wilde Piraten erzählen von Frank Schwieger
Testleser MATTHIAS, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Brixlegg)
Testleser MATTHIAS, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Brixlegg)
In diesem Buch geht es um den Piraten-Kapitän Herbert Hook, der einen großen Schatz auf einer einsamen Insel sucht. Die reiche Engländerin Binka Babington hilft ihm dabei. Das Buch hat mir gut gefallen, weil es darum geht, dass die unterschiedlichsten Menschen zusammenarbeiten können und gemeinsam etwas erreichen können.
Es dauert ein bisschen, bis man sich an die etwas ungewöhnliche Schreibweise des Autors gewöhnt. Dann ist das Buch aber gut zu lesen. Es fehlt an Spannungsmomenten.
Rezensionen von Anno:
So geht Technik! von John Farndon; Rob Beattie
Überall kleine Menschen
Wir sind von so viel Technik umgeben und vieles davon nehmen wir einfach als gegeben hin. Als etwas, mit dem man sich nicht näher befasst. Und fragt dann ein Kind, das diese Betriebsblindheit nicht besitzt und die Welt noch ungefiltert und voller Neugier sieht nach, merken wir schnell, wie wenig wir doch von unserem Umfeld wissen.
Wie funktioniert ein Handy, Rauchmelder, Kühlschrank oder Mikrowelle? Oder wie kommt es überhaupt, dass wir Strom, Gas oder Wasser haben? Und was geschieht mit unserem Müll?
Dieses Buch erklärt all das und noch vieles mehr- in einfachen Worten, vielen einzelnen Stationen und tollen Bildern, die auf den ersten Blick vielleicht manchmal unruhig wirken, aber sooo viel Details abbilden, dass man lange an ihnen hängen bleibt, betrachtet und staunt. Ich habe das Buch gemeinsam mit meinem Kind gelesen und war selbst nicht minder beeindruckt. Ein Buch wie dieses hatte ich noch nie in Händen. Es erweitert Horizonte und ist auch künstlerisch ein Meisterwerk. Allein die vielen kleinen Menschenfiguren darin! Da wird einem einmal mehr bewusst, wie großartig Technik doch ist.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Fing von David Walliams
Testleserin RAPHAELA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Innsbruck)
Testleserin RAPHAELA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Innsbruck)
In diesem Buch geht es um Familie Milde: Fam. Milde hat diese Mitspieler: Mr. Milde, Mrs. Milde und Myrtle und dann noch ein FING…
Myrtle war eine sehr anstrengende Tochter bzw. auch eine sehr anstrengende Nachbarin.
Sie war schon mit 1,2,3,4,5,6,7und 8 nervig heute, wo sie 9 Jahre alt war, war sie das noch immer.
Jeden Tag hatte sie einen anderen Wunsch: „WWWAAAHH Ich will´n Teddybär …“
Immer und immer hatte sie einen anderen Wunsch. Aber sehr oft schrie sie: „WWWAAAHH Ich will´n FING.“
Jeden Tag, wenn sie das sagte fragten sich die Eltern: „Was ist ein FING?“ Die Eltern von Myrtle waren wirklich arm.
Doch was ein FING ist, das findet ihr heraus indem ihr das Buch lest. Ich wünsche euch viel Spaß und Vergnügen.
Vielleicht habt ihr jetzt auch Mitleid?
Mir hat dieses Buch nicht so gut gefallen. Der Ausdruck der Wörter war irgendwie komisch und das Buch ein bisschen wie ein Comic aufgebaut.
Rezensionen von Anno:
Nachts am Teich von Sophia Kimmig
Faszinierende Dunkelheit
Wunderschön, dieses Buch. Was muss das für ein Erlebnis für die kleine Mara gewesen sein, mit ihrem Opa die Dämmerung und die Nacht am Teich zu erleben. Man wäre am liebsten selbst dabei; oder noch besser, hätte Kind und Kegel gepackt und ein ähnliches Abenteuer erlebt.
Die Geschichte in diesem Buch ist so ruhig wie eindrucksvoll.
Maras Opa zeigt ihr die Spuren und Tiere am Teich und die Besonderheiten der Nacht. Und Mara fragt sich ob sie die Tiere des Tages und die der Nacht wohl kennen?
Ich fand es ganz wunderbar mitzuerleben wie Mara diese besondere Nacht mit ihrem Opa erlebt. Meine Kinder lieben selbst die Natur und man hat deutlicher gemerkt, wie der Funke während des Lesens auf sie übersprang. Die Bilder im Buch sind recht dunkel gehalten und vom Stil her etwas verschwommen- man erkennt es bereits am Cover- und nicht immer zeigt sich sofort was sich in ihnen verbirgt. Und auch das beeindruckte mich hier ungemein. Denn je länger man die Bilder betrachtet, desto mehr entdeckt man. Eben so, als würde man selbst in die Nacht hinein lauschen. Man holt sich mit diesem Buch tatsächlich etwas die Nacht ins Haus!
Angst bereitet es nicht, nein es weckt die Neugier. Und wer vom Vorlesen allein noch nicht genug hat, findet im Anhang sogar noch Suchaufträge.
Rezensionen von Anna625:
Melken von Sanna Samuelsson
Nichts passiert
Nach der Trennung von ihrer Freundin steigt Ellen in ihr kaputtes Auto und fährt raus aufs Land in das kleine Örtchen, in dem sie als Kind gelebt hat. Sie betritt ihr Elternhaus und verbringt dort Tag um Tag - obwohl das Haus längst nicht mehr ihrer Familie gehört. Da die neuen Besitzer jedoch gerade in Urlaub sind und sie selbst einst so viele Jahre hier verbracht hat, sieht Ellen sich im Recht.
Dann taucht Max auf, ihr Nachbar aus Kindertagen, und Ellen denkt zurück an damals, als ihrer Familie noch ein Milchbetrieb gehörte und sie und Max die einzigen beiden richtigen Bauernkinder in ihrer Klasse waren.
Ohne wirklichen Faden folgen wir Ellen, deren Gedanken mal hierhin, mal dorthin schweifen. Sie blieb mir als Protagonistin fremd; zwar scheint ihr Wunsch nach einer Heimkehr auf den ersten Blick nachvollziehbar, dann aber irgendwie auch wieder nicht, wenn immer offensichtlicher wird, dass sie dieses Anders-Sein als Kind eigentlich stets als Last empfunden hat - die matschigen Schuhe, der weite Schulweg, der ständige Mist-Geruch, der sie auf all ihren Schritten begleitet hat. Noch unverständlicher blieb mir ihr Handeln - einfach in ein "fremdes" Haus eindringen und sich dort einrichten, die Kleidung der ihr völlig unbekannten Besitzer tragen? Ihren Kühlschrank leeressen, ihr Sofa vollkrümeln? Ich weiß ja nicht.
Hinzu kommt, dass am Ende des kurzen Romans eigentlich nichts passiert ist. Man wartet vergeblich auf irgendeinen Twist, irgendeine Erkenntnis, doch am Ende verläuft sich die Geschichte einfach.
Rezensionen von Anno:
Noch mehr Almbackbuch-Rezepte von Lutz Geißler
Erneut hervorragend
Nachdem ich vom ‚großen‘ Almbackbuch schon so begeistert war, musste ich dessen Nachfolger oder besser, die Ergänzung unbedingt auch haben. Und ich wurde auch davon nicht enttäuscht. Das Format des Buchs ist das selbe. Optisch reihen sich die beiden also gut nebeneinander ein. Aber auch der Inhalt setzt sich im Grunde nahtlos fort und vervollständigt das große Werk ganz wunderbar.
Auf Grundlagen zur Brotherstellung und weiter Geschichten von der Kalchkendlalm wurde nun aber zu Gunsten von 44 neuen Rezepten verzichtet. Ich hab eigentlich recht gern über die Alm und die Mitwirkenden gelesen, kann aber die Entscheidung dagegen natürlich verstehen. Dieses Buch ist deutlich handlicher, aber im Preis auch erschwinglicher, doch genauso hochwertig in der Optik. Die altbewährten wunderbaren Fotografien sind auch hier wieder zu finden, genauso wie die ausgeklügelte Darstellung der Rezepte samt Infoleiste und Planungsbeispiel. Und wieder darf man sich auch auf eine Mischung aus Broten, Kleingebäck und Feingebäck freuen. Es wird mit Lauge gearbeitet und Blätterteig hergestellt, aber auch rustikale Brote kommen nicht zu kurz. Die Teige werden lang geführt, enthalten nun aber immer wieder etwas speziellere Zutaten (Kartoffel, Banane, Bier/Biertreber oder auch Saaten und Kräuter). Und der Norden hält auch mehr und mehr Einzug (Hamburger Franzbrötchen, Kaneelbrötchen), was einen schönen Querschnitt durch die Brotbackkunst ergibt. Selbst ein sehr leckeres Fladenbrotrezept findet sich darunter, ein veganes Brezenrezept und Bienenstich. Das Bierbrot hätte ich auch sehr gern gebacken, aber hier fehlte mir leider der Zugang zum besagten Treber. Generell aber bin ich wieder sehr begeistert von den Rezepten. Seit ich diese beiden Almbücher besitze, konnte ich meine Fähigkeiten und mein Repertoire deutlich ausbauen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Bullshit mit Blümchenkleid von Barbara Haas
Vielschichtige und differenzierte Betrachtung eines aktuellen Phänomens
Barbara Haas ist eine österreichische Journalistin und Podcasterin. In diesem Buch widmet sie sich einem spannenden Phänomen des aktuellen Zeitgeistes: den sogenannten "Tradwives": reichweitenstarken Influencerinnen, überwiegend aus dem englischsprachigen Raum, die inszeniert durch aufwendig produzierte Bilder und Videos das inszenieren und propagieren, was sie als traditionelles Hausfrauenleben verkaufen.
Dabei gelingt es der Autorin sehr gut, mit dem schönen Schein aufzuräumen: hinter dem hübsch inszenierten Social-Media-Auftritt steckt hochprofessionelle Arbeit und meist ein Unterstützungsteam. Mit einem tatsächlichen Leben ausschließlich als Hausfrau und Mutter hat das wenig zu tun, somit wird scheinheilig für etwas geworben, das man selbst so nicht lebt.
In den verschiedenen Kapiteln zeigt die Autorin klug und sorgfältig recherchiert die Hintergründe der Tradwives-Bewegung auf: sie zeigt anhand geschichtlicher Entwicklungen, dass die nur auf Haushalt und Kindererziehung fokussierte Frau menschheitsgeschichtlich insgesamt betrachtet immer ein Randphänomen gewesen ist und beschreibt die christlich-konservativ und meist politisch dem rechten Spektrum zugehörigen Hintergrundmilieus der Bewegung.
Auch die Geschichten einzelner erfolgreicher Influencerinnen in diesem Bereich, kritisch betrachtet, sind Thema des Buches, genauso wie jene von Frauen, die aus dem Milieu ausgestiegen sind und darüber berichtet haben. Sehr gut gefallen hat mir, dass auch darauf eingegangen wird, welche problematischen gesellschaftlichen Tendenzen - etwa der unrealistisch überhöhte Anspruch an Frauen, in absolut allen Lebensbereichen glänzen zu müssen - dazu beitragen können, dass die Tradwives von manchen jungen Frauen als durchaus attraktives Ausstiegsszenario angesehen werden.
Eine besondere Bereicherung in dem kurzen, aber inhaltsvollen, Büchlein ist auch das Interview mit der Mutter der Autorin, die sie ironisch "Tradwife 1.0" nennt, da sie in der Landwirtschaft gearbeitet und daneben eine große Kinderschar groß gezogen hat. Die kluge und lebenserfahrene ältere Frau hat einen pragmatisch-nüchternen Blick auf das Zeitgeistphänomen.
Insgesamt ist der Autorin mit diesem Buch eine unterhaltsame und zugleich lehrreiche Aufarbeitung eines aktuellen Social-Media-Trends und seiner Schattenseiten gelungen. Ich kann das Werk allen, die sich dafür interessieren, sehr empfehlen: es liest sich schnell und leicht, und dabei lernt man so einiges Neues und bekommt interessante neue Denkanstöße, auch dafür, wie wir eine für alle, aber insbesondere für Frauen, attraktive Gesellschaftsvision gestalten könnten, in der es solche Ausstiegssehnsüchte nicht mehr braucht.
Rezensionen von Anno:
Redet nicht. Räumt nicht auf. Lieb ich trotzdem. von Inke Hummel
Verständnis und Beziehung für ein harmonischeres Miteinander
Die Pubertät ist eine schwierige Lebensphase- für Jugendliche sowieso, aber auch für uns Eltern. Beginnt man diese Ausnahmesituation jedoch zu verstehen und dem Heranwachsenden mit einem zugewandten Blick zu begegnen, kann sich bereits vieles verändern, was das Zusammenleben vermeintlich so kompliziert macht.
Jungs sind nämlich gar nicht so schlecht wie ihr Ruf und manchmal feinfühliger, als wir es von ihnen erwarten und oft auch einfach selbst mit sich überfordert. Kein Wunder, wenn der gesamte Körper einer Großbaustelle gleicht.
Kritik und Druck sind da eher unangebracht und bewirken doch nur Auflehnung. Dabei wünschen wir uns doch eigentlich alle eine gute Beziehung zu unserem Kind.
Dieses Ratgeber setzt genau hier an und erklärt Eltern warum ihr Sohn plötzlich so tickt wie er nunmal tickt, was sich gerade in seinem Körper und was ihn beschäftigt. Inke Hummel gibt aber auch wertvolle Tipps zum Umgang mit Situationen und relativiert so manche elterliche Sorge. Der Ton des Buchs ist durchgehend sehr positiv und dem Teenager zugewandt. Er konzentriert sich eher auf das harmonisches Miteinander als an medizinischen Fakten, was mir grundsätzlich sehr gefiel, trotzdem hätte ich mir bei manchen Themen einen etwas tieferen Umgang gewünscht, der auch Gefahren und Probleme deutlicher angesprochen hätte.
Rezensionen von Kwinsu:
Minnesota von Jo Nesbø
Hörbuch: angenehm erzählt, solide Geschichte
Bob Oz ist ein typischer Verlierer: nach dem Tod seiner Tochter zerbrach seine Ehe und er griff zu der mutmaßlich einzigen Rettung: dem Alkohol. Bei seinen Kollegen ist er nicht sonderlich beliebt, trotzdem versucht er seinen Job als Ermittler irgendwie über die Bühne zu bekommen, auch wenn seine Motivation endend wollend ist.
Trotzdem er degradiert wurde, kann er es nicht sein lassen und mischt sich in eine Mordermittlung ein, deren Ausgang auch er höchst unerwartet findet.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zwar nordische Kriminalromane und Thriller liebe, ich mich aber nie sonderlich mit Jo Nesbo anfreunden konnte - ohne genau zu wissen, weshalb mich seine Bücher nie so wirklich catchen konnten. Dass er sein Handwerk versteht, beweisen nicht nur seine Verkaufserfolge, sondern auch dieses Buch - wohl der Start einer Reihe, die ihren Mittelpunkt in einem beliebten Ziel norwegischer Auswanderer hat: Minnesota. Er verschafft den handelnden Figuren einen besonderen Schliff, sie sind nicht sonderlich sympathisch, trotzdem hat ob ihrer Schicksalsschläge Verständnis und sie wirklich allesamt recht authentisch und nachvollziehbar.
Es gibt unterschiedliche Perspektiven und die Erzählungen springen zwischen den Jahren 2016 und 2022. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und da habe ich mir sehr schwer getan mitzubekommen, in welchem Jahr wir uns nun befinden, das mag aber auch daran liegen, dass ich erst seit kurzem Hörbücher höre und noch nicht so wirklich konzentriert zuhören kann, denn eigentlich werden die Jahreszahlen angeführt. Das Hörbuch ist mit über 12 Stunden auch recht lang, aber der Sprecher - David Nathan - erzählt die Geschichte wirklich sehr einnehmen und es macht Spaß seiner angenehmen Stimme zuzuhören.
Trotzdem die Geschichte abwechslungsreich und durchaus spannend war, habe ich auch durch "Minnesota" meine Liebe für Nesbo nicht entdeckt. Das Buch wirkt auf mich klassisch konstruiert, ich hatte den Täter schon bei seinem ersten Auftritt in Verdacht. Die Hintergründe für seine Tat scheinen moralisch legitim zu sein, es schwingt viel Gesellschafts- und Politikkritik mit - durchaus zurecht. Vermutlich konnte mich aber das Setting in den USA nicht sonderlich einnehmen, auch wenn immer wieder Bezüge zu Norwegen geschaffen werden. Trotzdem kann ich mit dieser Waffenaffinität nichts anfangen und ich lese lieber Krimis und Thriller aus Skandinavien, wo nicht die ganze Zeit herumgeballert wird - aber das ist sicher auch Geschmackssache. Ich hatte auch schon die Leseprobe von "Minnesota" gelesen und was mir da schon negativ aufgestoßen ist, ist das Eingangszitat einer Textzeile von Rammstein. Ich weiß ja nicht, wieviel der Autor von abartigen Ausschweifungen des Leadsängers mitbekommen hat, aber diese Band zu zitieren, finde ich mehr als unangebracht.
Mein Fazit: Das Hörbuch von "Minnesota" ist durch die angenehme Stimme des Erzählers eingängig zu hören und die Geschichte weißt einen fundierten Spannungsbogen auf. Für meinen Geschmack war sie trotzdem recht vorhersehbar und zu US-amerikanisch. Es bietet aber trotzdem eine gute Unterhaltung und ist halt auch sehr geschmacksabhängig.
Rezensionen von stomic:
Zweimal Karma und zurück von Christiane Köhn-Ladenburger
Ein kurzweiliger Roman über Freundschaft und Karma
Stell dir vor, du reist nach Indien und lässt dir in einer Palmblattbibliothek dein Schicksal voraussagen – und die Prophezeiung gefällt dir gar nicht. Was tust du? Genau mit dieser Frage hat mich Christiane Köhn-Ladenburger von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.
Die Protagonistinnen Anne und Cathy lernen sich in Indien kennen und besuchen gemeinsam die sagenumwobenen Palmblattbibliotheken – eine uralte indische Tradition, bei der das Schicksal einzelner Menschen auf Palmblättern aufgezeichnet sein soll.
Beide erhalten dort eine Prophezeiung, die ihr Leben auf den Kopf stellen könnte. Zurück in Deutschland gehen sie damit aber völlig unterschiedlich um – und bleiben sich dabei als Freundinnen trotzdem nah.
Genau dieses Nebeneinander zweier so verschiedener Charaktere macht den Roman so besonders. Man begleitet beide Frauen hautnah durch ihre Entscheidungen, zweifelt mit ihnen, fiebert mit – und fragt sich dabei ständig, was man selbst an ihrer Stelle tun würde.
Das Thema der Palmblattbibliotheken hat mich persönlich so fasziniert, dass ich nach der Lektüre sofort angefangen habe zu recherchieren und darüber nachgedacht habe, was wohl in meinem Palmblatt steht, doch will ich es wirklich wissen?
Dieser mystische indische Hintergrund gibt dem Roman eine ganz besondere Tiefe – ohne je schwer oder esoterisch zu wirken.
Christiane Köhn-Ladenburger schreibt locker, flüssig und mit viel Gefühl. Man gleitet durch die Seiten, ohne es zu merken. Ein Buch, das ich wirklich jeder Leserin empfehlen kann – absolute Leseempfehlung!











