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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von jori1020:

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Die Namen von Florence Knapp

Eine Entscheidung, drei Leben

Die Ausgangsidee von 'Die Namen', dem Debütroman von Florence Knapp, ist ebenso originell wie faszinierend. Im Zentrum steht Cora, die ihr neugeborenes Kind beim Amt anmelden möchte. Eigentlich scheint alles vorgezeichnet: Der Junge soll, der Familientradition folgend, den Namen seines Vaters Gordon tragen.

Doch Cora zögert - zu belastet ist die Ehe, die von häuslicher Gewalt und Unterdrückung geprägt ist.

Der Roman entfaltet sich in drei unterschiedlichen Erzählsträngen und zeigt drei mögliche Lebensverläufe, die sich aus Coras unterschiedlichen (Namens-)Entscheidung ergeben. Damit wird eindrucksvoll vor Augen geführt, wie weitreichend selbst ein scheinbar kleiner Moment sein kann und welche Konsequenzen eine einzige Wahl für ein ganzes Leben haben kann.

Thematisch ist das Buch breit aufgestellt, im Zentrum steht jedoch die Auseinandersetzung mit häuslicher Gewalt und ihren Auswirkungen auf eine Familie. Diese werden teils sehr direkt und schonungslos beschrieben, sodass die Lektüre stellenweise durchaus belastend sein kann. Eine Triggerwarnung wäre hier nicht unangebracht. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, diese Themen in einer eigenen Sprache zu vermitteln, die zwischen nüchterner Distanz und eindringlicher Detailgenauigkeit wechselt.

Durch die Vielzahl an Themen und die parallelen Handlungsstränge wirkt der Roman an manchen Stellen etwas überladen. Auch die Orientierung fällt nicht immer leicht, da in den verschiedenen Versionen oft dieselben Figuren auftreten. Das macht das Lesen stellenweise etwas anspruchsvoll.

Dennoch hat mich das Buch insgesamt sehr berührt. Die zugrunde liegende Idee ist stark, und viele Szenen entfalten eine große emotionale Wirkung. Für mich bleibt 'Die Namen' trotz kleinerer Schwächen eine klare Leseempfehlung.

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Die Namen

Rezensionen von readpassion9:

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Dunkelmann von Lars Findsen; Jacob Weinreich

packender Agententhriller

In "Dunkelmann" ermitteln Maja Birk und Daniel Hartmann in ihrem ersten Fall. Nachdem Maja von ihrem letzten Einsatz verletzt zurück kam wird sie schneller als erwartet wieder gebraucht. In Kopenhagen wird eine Delegation aus China erwartet, ein Teilnehmer reist unter einer falschen Identität, was den dänischen Geheimdienst aufhorchen lässt.

Und das zu Recht, denn viel zu schnell wird es für Maja brandgefährlich.

Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, das Setting ist düster. Man lernt die Figuren kennen, sowohl Maja als auch Daniel haben private Probleme mit ihren Partnern. Was zum großen Teil daran liegt, dass sie über ihren Beruf, ihre Einsätze nicht sprechen dürfen. Klar dass diese Geheimnisse eine Beziehung belasten.

Der Plot beginnt und endet spannend, in der Mitte gibt es Längen, die Beziehungsprobleme nehmen für mich einen zu großen Raum ein. Spannend fand ich den Einblick in die Geheimdiensttätigkeit und wie die Agenten agieren.

Insgesamt ist es ein solider Thriller und toller Einstieg in eine neue Reihe, ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Dunkelmann

Rezensionen von Claudia H.:

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Der Wunschbaum im Neonregen von Julia Dankers

Rastlos

Worum es geht:

Loona ist unglücklich und leider nicht dazu imstande, über ihre Probleme zu reden. Sie läuft lieber davon, hinein in die Nächte Hamburgs und versinkt dort mit ihrem Kumpel Nick. Ihre Lebensgefährtin Larissa kommt deswegen häufig um vor Sorge, da sie nie weiß, wann Loona nach Hause kommt und wo sie sich rumtreibt.

Als dann eines Tages eine Polizistin vor ihrer Tür steht, wird das die Leben aller Beteiligten ganz schön auf den Kopf stellen.

Mein Fazit:

Man ist gleich mitten drin in der Story, so mag ich das immer gerne. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten erzählt. Loona hat wirklich massive Probleme und wir erfahren, wie sie alle um sich herum mit sich reißt. Irgendwann muss auch sie sich dennoch den Tatsachen stellen, sodass sie hier eine interessante Entwicklung durchmacht. Die Story ist spannend geschrieben. Manchmal wird mir hier allerdings zu viel erzählt, was die Story aber gar nicht weiterbringt. Nicht jeder Gedanke der Protagonisten ist auch erzählenswert und für mich manchmal auch nicht so ganz nachvollziehbar. Auch hierfür gibt es jedoch Liebhaber, die hier voll auf ihre Kosten kommen. Ich habe manchmal einfach quergelesen, was ich nicht weiter schlimm fand. Die Themen, die hier behandelt werden, sind schon was ganz Neues.

Deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung und ich vergebe 4 Sterne.

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Der Wunschbaum im Neonregen

Rezensionen von brauneye29:

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Darkly von Marisha Pessl

Tolles Buch

Zum Inhalt:
Dia würde alles dafür tun, das begehrte Praktikum an der Louisiana-Veda-Foundation zu bekommen, denn sie ist von Veda und deren genialen Darkly-Spielen total begeistert. Als sie mit sechs weiteren Praktikanten auf die abgelegene Insel des Veda-Imperiums gebracht worden ist, wird schnell klar, dass sie sich in einem Spiel um Leben oder Tod befindet.

Meine Meinung:
Mich hatte das Cover schon magisch angezogen und der Klappentext lässt echt auch auf ein gutes Buch hoffen und die Hoffnung wurde auch nicht enttäuscht. Ich habe zwischenzeitlich völlig vergessen, dass es eigentlich ein Buch für eine jüngere Leserschaft ist, weil das Buch gut geschrieben und auch sehr gut gelesen wurde. Die Story ist spannend, fantasievoll und die Protagonisten sind gut beschrieben. Man kann auch selbst immer miträtseln, was den Reiz eines Buches natürlich erhöht, weil es eben immer wieder neue Entwicklungen gibt. Insgesamt ein Buch, dass mir richtig gut gefallen hat.
Fazit:
Tolles Buch

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Darkly

Rezensionen von brauneye29:

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Die geheime Grotte von Garda von Isabella Archan

Spannend

Zum Inhalt:
Eigentlich wollte Edwina nach dem geklärten Fall ein paar unbeschwerte Tage am Gardasee genießen und die aufgestaute Wut in den Griff bekommen. Doch dann beobachtet sie wie ein kleiner Junge bedroht wird. Sie hilft ihm, aber er weigert sich mit ihr zu sprechen. Während sie durch den Ort laufen, erfährt sie nur wenig über ihn, aber wenigstens seinen Namen.

Und sie spürt eine Gefahr für den Jungen.
Meine Meinung:
Wenn ich Romane sehe, die am Gardasee spielen, muss ich die förmlich lesen, da geht kein Weg weg dran vorbei. Und hier hat sich das durchaus gelohnt. Neben den wirklich guten Umgebungsbeschreibungen wird ein wirklich spannender Krimi erzählt, bei dem Edwina natürlich auch mit reingezogen wird. Und es kommt wie es kommen muss, bei den Recherchen wird es immer gefährlicher. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich habe die Lektüre genossen.
Fazit:
Spannend

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Die geheime Grotte von Garda

Rezensionen von ytheyrr:

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You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

Nostalgie

You and Me – Die zweite erste Liebe von Rees und Lloyd ist eine schöne Geschichte die für nostalgische Gefühle sorgt.

Adam und Jules sind seit über 30 Jahren ein Paar. Doch nach Jahrzehnten der Ehe ist der Funke im Alltagstrott zwischen Kind, Karriere und Routine fast erloschen. Als sie beim Ausmisten auf ihre alten Mixtapes stoßen, geschieht das Unfassbare: Die Musik katapultiert sie zurück in die Vergangenheit, direkt in die Momente ihres Kennenlernens Ende der 80er Jahre.

Die Mixtapes dienen als eine Art Zeitmaschine, und die Geschichte weckt Erinnerungen and Früher. Die Geschichte verbirgt viele Emotionen und die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Es gibt auch einige humorvolle Stellen, sodass die gesamte Sprache sehr locker wirkt.

Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Das Schreibstil ist flüssig und angenehm.

Insgesamt ein schönes Buch die ich empfehlen kann.

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You and Me - Die zweite erste Liebe

Rezensionen von nessabo:

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Toyboy von Jonas Theresia

Interessante Ausgangslage, aber zu nüchtern-distanziert weitergedacht

Das Debüt von Jonas Theresia hat mich stark an ähnliche Bücher junger, männlicher, politisch links anmutender Männer erinnert (zuletzt bspw. an „Super einsam“). Und sie eint leider alle etwas, das ich in Büchern einfach nicht so gern mag - eine nüchterne Erzählweise mit emotionaler Distanz und skurril-trippigen Elementen.

Das ist mir auch bei diesem Werk wieder zum Verhängnis geworden, sodass ich ziemlich lange und mit großen Pausen an ihm gelesen habe. Ich konnte einfach keine Verbindung zum Protagonisten herstellen. In manchen Szenen blitzte seine Emotionalität auf, aber viel zu schnell härtete der Charakter sich wieder ab.

Dabei gab es auf dem Klappentext durchaus Elemente, die mich sehr interessiert haben. Die 6arbeitskomponente bei Männern spricht mich an und die wackelnde Beziehung zum jüngeren, sozial abgeschotteten Bruder hätte viel Potenzial gehabt, mich emotional zu ergreifen. Aber beides wurde für mich nicht zufriedenstellend umgesetzt. Der Job wirkte ziemlich fad und irgendwie irrelevant, die Beziehung ging mir nur selten unter die Haut. Levins Unsicherheit im Umgang mit seinem Bruder Gregor hat mich manchmal wirklich berührt, aber insgesamt einfach zu selten.

Und ich muss ehrlich sagen, dass diese Art Erzählung beginnt mich etwas zu langweilen. Warum bleibt es so oberflächlich, warum wird mehr Wert auf eine ziemlich trippige, weirde Szene am Ende gelegt als auf den emotionalen Ausbau des Protagonisten? Mich hat die Geschichte somit leider mehr deprimiert als berührt oder unterhalten.

2,5 Sterne

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Toyboy

Rezensionen von nessabo:

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Die Routinen von Son Lewandowski

Ein inhaltlicher Donnerschlag - aber sprachlich wirklich (!) anspruchsvoll

Ich war so begeistert von den ersten Besprechungen und dem Inhalt des Romans, dass ich ihn unbedingt lesen wollte. Und er ist für mich unheimlich schwer zu greifen, weil da zwei sehr widersprüchliche Bewertungen in mir sind.

Das Werk ist sprachlich unglaublich anspruchsvoll! Poetisch-verschnörkelt und zugleich roh reiht Son Lewandowski ihre Worte aneinander.

Sie springt so rasant zwischen Realem und Fiktivem, zwischen konkreter Handlung und Gedankenschnipseln, dass der Text oft unmöglich zu greifen ist. Mit Sprachstilen, die schon kompliziert sind, habe ich es wirklich überhaupt nicht. Ich brauche eine direkte Sprache ebenso wie eine klare Struktur.

Doch während ich bei anderen Büchern an dieser Stelle schon längst abgebrochen hätte, hat mich Lewandowski irgendwie doch halten können und ich verstehe es zwar nicht, rechne es ihr aber hoch an. Was ich ebenso bemerkenswert finde, ist die Nähe zum Thema, die die Autorin hier schafft. Würde ich es nicht besser wissen, würde ich sicher davon ausgehen, dass sie selbst Kunstturnerin war. Sie schreibt so dermaßen detailliert über diese Welt, dass ich nur meinen Hut ziehen kann vor ihrer Rechercheleistung.

Einerseits erzählt Lewandowski die fiktive Geschichte der Turnerin Amik, webt in diese aber gleichzeitig reale Ereignisse mit ein. Ob Nadia Comaneci, Olga Korbut, Dominique Moceanu, Kerri Strug oder Simone Biles - über Zitate und Berichte werden ihre Erlebnisse eingebunden in eine fundierte Systemkritik. Diese formuliert die Autorin jedoch selten für uns aus, bleibt vage und wird doch deutlich genug.

Es geht um ein System, dass Leistung über absolut alles stellt, Essstörungen sowie Missbrauch auf verschiedenen Ebenen Tür und Tor öffnet, alles Weibliche gleichermaßen voyeuristisch zur Schau stellt wie verachtet. Einige Sätze der Autorin waren schlicht ein Donnerschlag, so poetisch sie manchmal auch daherkamen. Ich hatte oft das Gefühl, der Handlung nicht wirklich folgen zu können, und trotzdem immer wieder Tränen in den Augen oder brennende Wut in der Brust.

Am Ende bleibe ich so unschlüssig wie nur irgend möglich zurück. Ich wünsche mir so sehr, dass gesellschaftlich über Leistungssport und sein zerstörerisches System gesprochen wird. Dass Mädchen und junge Frauen sich nicht in missbräuchlichen Strukturen wiederfinden. Und dass dieses Buch die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Aber ich finde es sprachlich auch wirklich so schwer, dass es Hürden hinstellt, wo es keine geben sollte - dafür ist das Thema viel zu wichtig. Ich bewerte dennoch wohlwollend, weil Lewandowski hier ein herausstechendes Stück Literatur geschrieben hat.

3,5 Sterne

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Die Routinen

Rezensionen von nessabo:

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Trotzdem zuhause von Tupoka Ogette

Ein greifbares, gut lesbares und wichtiges Memoir

Tupoka Ogette ist zweifelsfrei eine Person, die in Sachen Rassismuskritik eine nicht wegzudenkende Rolle im deutschen Diskurs einnimmt. Ich durfte so viel von ihr lernen und habe schon vorher ihren sehr verständlichen, menschlichen Ton geschätzt. Der prägt nun auch ihr Memoir und macht es zu einem weiteren Stück Pflichtlektüre.

Es ist kaum begreiflich, was in Ogettes Leben alles so zusammengekommen ist. Sie schildert eine Lebensrealität geprägt von einem „Nicht ganz hier, aber auch nicht ganz da“. Die Feindlichkeit gegenüber ihr als in Ostdeutschland geborenes, mixed-race Kind einer queeren und systemkritischen Mutter ist unermesslich. Die Autorin findet prägnante und emotional greifbare Worte für den Hass, aber auch die Liebe, die sie in ihrem Leben erfahren hat.

Für ihre Leser*innen dürfte es unmöglich sein, keine Emotionen zu empfinden. Mein Herz tat weh bei all den gewaltvollen Erfahrungen und der ein oder anderen von Schuldgefühlen geprägten Anekdote. Dann wieder war es einfach so toll zu lesen, wie liebevoll ihr direktes familiäres und später auch freundschaftliches Umfeld war.

Die Kapitel sind kurz, weswegen sich das Buch noch flüssiger lesen lässt als dank der klaren Sprache sowieso schon. Alle haben ihren Raum und die allermeisten haben mich tief bewegt. Was mir besonders in Erinnerung bleibt, ist die Art, wie Ogette die von ihr erlebte (physische, psychische und 6ualisierte) Gewalt beschreibt. Sie macht subtil und doch mehr als eindrücklich klar, dass gerade letztere nicht selten von eigentlich freundlichen Männern im Nahumfeld ausgeübt wird. Was ihr widerfahren ist und dass es für die Täter keinerlei Konsequenzen zu geben scheint, ist nur zum Schreien und ich kann nur aufrichtig bewundern, dass sie das alles so offen thematisiert.

Das Memoir sollte einfach von allen Menschen gelesen werden, denn obwohl es natürlich um das Leben dieser wichtigen Person geht, bekommen wir so deutlich wie nur möglich Einblicke in das, was bspw. Rassismus in Menschen auslöst. Ich bin beeindruckt von dieser Autorin und habe dank des Lesens ein sehr klares Gefühl dafür bekommen dürfen, warum sie zu dem Menschen wurde, der sie ist.

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Trotzdem zuhause

Rezensionen von ekiam:

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Unsere Baumhausstadt von Gideon Sterer

Fantasievolle Welt in den Baumwipfeln

„Unsere Baumhausstadt“ entführt kleine Leser*innen in eine ganz eigene Welt hoch oben in den Baumwipfeln eines großen Waldes. Hier haben Kinder und Tiere eine Stadt wie aus Kinderträumen erschaffen, in der sie harmonisch zusammenleben und gemeinsam ihren Alltag mit viel Freude gestalten.

Die gereimten Texte sind kindgerecht formuliert, leicht verständlich und führen durch einen Tag in der Baumhausstadt, bilden jedoch eher das erzählerische Gerüst.

Denn seine wahre Stärke entfaltet das Buch in den detailreichen, wimmeligen Illustrationen, auf denen es Seite für Seite unglaublich viel zu entdecken gibt. Die Welt der Baumhausstadt ist einzigartig, fantasievoll und leicht magisch – und genau diese besondere Atmosphäre spiegelt sich in jeder einzelnen Illustration wider.

Besonders spürbar ist die Harmonie, mit der Kinder und Tiere ihren Tag miteinander verbringen. Hervorzuheben ist zudem die Selbstverständlichkeit, mit der Inklusion in die Bilder integriert wurde: Kinder mit Handicap, unterschiedliche Hautfarben und verschiedene Religionen finden hier ganz selbstverständlich ihren Platz nebeneinander.

Ein außergewöhnliches Bilderbuch, das es beinahe ohne Worte schafft zu zeigen, wie ein respektvolles und harmonisches Miteinander gelingen kann und dass Vielfalt eine Bereicherung ist.

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Unsere Baumhausstadt