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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Immenhof:

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Hilda Hasenherz. Das Abenteuer bei den Winterwölfen von Tobias Goldfarb

Winterlich

„Das Abenteuer bei den Winterwölfen“ ist bereits der vierte Band der Reihe rund um Hilfa Hasenherz. Grosses Vorwissen aus den vorherigen Bänden benötigt man meiner Meinung nach aber nicht, sodass man auch mit diesem Band gut in die Reihe einsteigen kann. Die Kapitel sind angenehm kurz und damit sehr gut für die Zielgruppe geeignet.

Immer wieder wird die Geschichte durch schöne Illustrationen aufgelockert. Besonders gut gefällt mir, dass neben der eigentlichen Handlung auch Sachwissen über die Tiere eingebaut wird. So erfahren die Kinder beispielsweise etwas über Winterschlaf und Winterruhe. Das Wissen fügt sich gut in die Geschichte ein und wirkt nicht wie ein zusätzlicher Sachbuchteil. Auch sprachlich hat mir das Buch gefallen. Es wird ein schöner und abwechslungsreicher Wortschatz verwendet. So ist beim Hasen beispielsweise von den Löffeln anstatt einfach von den Ohren die Rede. Durch das winterliche Setting passt die Geschichte ausserdem wunderbar in die kalte Jahreszeit. Für mich eine schöne Mischung aus Abenteuer, Tiergeschichte und Sachwissen.

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Hilda Hasenherz. Das Abenteuer bei den Winterwölfen

Rezensionen von Mara:

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Der Clan – Die Straße von Pascal Engman

Realistisch, aber leider langatmig

Der Clan, die Straße und ein Thema, das definitiv Stoff für einen packenden Thriller bietet. Pascal Engman nimmt sich in seinem Auftaktband die Bandenkriminalität in einem Vorort von Stockholm vor und zeigt, wie stark der Einfluss des Mansour-Clans auf das Leben der Menschen geworden ist. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, unter anderem von Josef, Antonia und dem Polizisten Hjalmar.

Gerade diese unterschiedlichen Lebenswelten fand ich interessant, weil dadurch deutlich wird, wie unterschiedlich Menschen mit denselben Verhältnissen umgehen.

Inhaltlich hat mich das Buch durchaus angesprochen. Die Entwicklung von Josef fand ich besonders interessant, ebenso den Blick auf Hjalmar, der den Verfall seiner Heimatstadt beobachtet. Das Ganze wirkt realitätsnah und greift ein Thema auf, das man so oder in ähnlicher Form auch außerhalb von Schweden kennt.

Leider konnte mich der Thriller trotzdem nicht richtig packen. Bei knapp 600 Seiten hatte ich irgendwann das Gefühl, dass sich die Geschichte ziemlich zieht und ich immer wieder auf den Moment gewartet habe, an dem endlich mehr Tempo aufkommt. Spannung war vorhanden, aber für mich nicht genug, um über diese Länge hinwegzutragen.

Auch mit dem Schreibstil bin ich nicht ganz warm geworden. Die Sprache ist sehr einfach gehalten, die Dialoge sind kurz und direkt. Das kann natürlich gut funktionieren, bei mir hat es allerdings eher dafür gesorgt, dass die Figuren etwas auf Abstand blieben. Ich hätte mir an einigen Stellen mehr Tiefe und vor allem mehr Spannung gewünscht.

Wer sich für skandinavische Thriller und das Thema Bandenkriminalität interessiert, dürfte hier trotzdem auf seine Kosten kommen. Ich kann durchaus nachvollziehen, warum das Buch bei vielen Lesern so gut ankommt. Für mich persönlich steht allerdings fest: Nach diesem ersten Teil werde ich die beiden kommenden Bände wohl auslassen. Meine Serie wird es leider nicht.

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Der Clan – Die Straße

Rezensionen von Tara:

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Astronautenfieber von Patrick Kilian

Beeindruckend und detailverliebt

„Astronautenfieber“ von dem Autor und Historiker Patrick Kilian ist ein umfassendes und beeindruckendes Werk über den Traum der Menschheit, das Weltall zu erobern.

Schon vor dem eigentlichen Textbeginn fasziniert das Buch durch seine außergewöhnliche Gestaltung, die Kilians Liebe zum Detail zeigt.

Der Autor führt die Lesenden mit verblüffenden und regelrecht filmreifen Fakten in die Materie ein:

Er nutzt für die Überschriften im Buch exakt denselben Schrifttyp, der auch auf den Plakaten der legendären Apollo-11-Mission zu sehen war.

Im Buch wird der Orangeton der Luft- und Raumfahrt aufgegriffen - also die Signalfarbe, die in der Realität dazu dient, Objekte kontrastreich von ihrer Umgebung abzuheben.

Nach diesem gelungenen Einstieg folgt ein Inhaltsverzeichnis mit neun vielversprechenden Kapiteln. Inhaltlich startet das Buch mit der berührenden Geschichte des Schimpansen Ham, dem ersten Menschenaffen, der ins All geschickt wurde und die Mission überlebte.
Patrick Kilian verzichtet auf einen rein chronologischen Aufbau der Ereignisse. Stattdessen springt er geschickt in die Gegenwart und baut immer wieder spannende Bezüge zu unserem heutigen Zeitalter auf.

Der Schreibstil ist angenehm sachlich, aber keineswegs trocken. Der Autor versteht es, sein Fachwissen lebendig zu verpacken. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die Menschen, die ihren Traum gelebt und durch ihren unbändigen Forschergeist das Unmögliche möglich gemacht haben. Er wählt dabei einen breit gefächerten Blickwinkel und beleuchtet nicht nur die psychologischen Auswirkungen der Raumfahrt auf die einzelnen Pioniere, sondern ordnet die Ereignisse auch in einen weltpolitischen und gesellschaftlichen Kontext ein.

„Astronautenfieber“ ist damit mehr als ein reines Sachbuch. Es ist eine Hommage an den menschlichen Pioniergeist, die sowohl visuell als auch inhaltlich begeistert und staunen lässt.

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Astronautenfieber

Rezensionen von Mara:

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Ella, die schlaue Kuh von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn

Mutig sein und an sich glauben

Ella, die schlaue Kuh hat bei uns direkt für gute Laune gesorgt. Denn Ella ist alles andere als dumm. Sie ist neugierig, wissbegierig und hat einen großen Wunsch: Sie möchte Erklärbärin werden.

Ich mochte Ella sofort. Sie weiß, was sie kann, und lässt sich auch dann nicht so schnell unterkriegen, wenn andere ihr das nicht zutrauen.

Gerade für kleine Kinder steckt darin eine schöne Botschaft: Du darfst an dich glauben und musst dich nicht kleiner machen, nur weil andere eine bestimmte Vorstellung von dir haben.

Der Text ist kurz und komplett in Reimform geschrieben. Das kam bei meinen Kindern richtig gut an und macht das Vorlesen schön lebendig. Die Reime gehen leicht über die Lippen und laden fast automatisch dazu ein, einzelne Stellen mitzusprechen.

Besonders begeistert haben uns die Illustrationen von Astrid Henn. Die Tiere sind wunderbar humorvoll gezeichnet und es gibt auf den Bildern einiges zu entdecken. Ella ist dabei natürlich der Star und sorgt mit ihrer selbstbewussten Art für viele schöne Momente.

Ein richtig gelungenes Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren, das mit viel Humor eine wichtige Botschaft vermittelt. Ella zeigt, dass man sich etwas zutrauen darf, für sich einstehen kann und manchmal eben selbst am besten weiß, was in einem steckt. Und wenn eine Kuh Erklärbärin werden möchte, dann soll sie das gefälligst auch ausprobieren!

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Ella, die schlaue Kuh

Rezensionen von GetBusy:

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REVIEW - Wozu die Menschheit retten? von Markus Mooslechner; Ian Carnelli; Andreas Brunsch; Hera

Gespräche mit einem Hoffnungsträger

Das Werk startet mit dem Intro eines Einschlags – vor 66 Millionen Jahren und wendet sich dann der Novembermission DART aus dem Jahr 2021 zu. Eine Sonde wurde losgeschickt und veränderte durch eine gezielte Kollision erfolgreich die Umlaufbahn eines Asteroiden. In „Zwei Missionen, ein Ziel“ wird das Projekt Hera verdeutlicht.

Seit 2024 ist die Sonde unterwegs – mit einer künstlichen Intelligenz an Bord, die nicht nur Messergebnisse sammeln und Fragen beantworten soll, sondern eine, die den Blick auch auf uns richtet – und beginnt, zurückzufragen.
In „Ein Blick nach vorn. Und zurück“ wird die Struktur des Buches vorgestellt. Der erste Teil widmet sich der aufreibenden Historie der ESA-Mission und im zweiten Teil kommt Hera selbst zu Wort.

Bereits im Unterkapitel „Ein Gespräch zwischen Ian Carnelli und Markus Mooslechner“ taucht der Leser zu Beginn des ersten Abschnitts tiefer in das Raumfahrtprojekt ein. Er bekommt ein Gefühl dafür, wie knapp und präzise berechnet die Raumfahrt ist und dass ein Unwetter ein Zeitfenster von 30 Sekunden vielleicht für immer schließen kann. Er erhält einen Einblick, wie alles mit einem weißen Blatt Papier begann, als Kometenstücke 1994 Krater auf dem Jupiter hinterließen – in der Größe der Erde. Und er gewinnt einen Eindruck davon, wie wenig Leute sich selbst im Jahr 2000 dafür interessierten und sich mit Ian Carnelli bei „exotischen Konferenzen“ zusammensetzten, um die Frage zu erörtern: Was wäre wenn?
Der Weg von einem belächelten Nischenprogramm zu einer angesehenen Forschungsrichtung dauerte 20 Jahre - vom kosmischen Einschlag über den wegweisenden Anruf von Cheryl Reed bis hin zum Countdown.
Die Kapitel berichten hier von ganz viel Durchhaltevermögen, von nervenaufreibenden Genehmigungseskapaden, von Konstruktionsbedingungen, wie sie chaotischer nicht hätten sein können, sowie von dem Moment, als das Schicksal der Sonde in den Händen einer einzigen Technikerin lag. Selbst bis kurz vor dem Start war es eine Zitterpartie, als Hurrikan Milton anrückte. All diese Geschichten sind dabei so verpackt, dass der Leser selbst jetzt noch mitfiebert und sich richtig freut, als Hera abhebt.
Bereichert werden diese Schilderungen durch die Einblicke in ein Team, das richtig gut zusammenarbeitet und den Kopf hin und wieder aus dem All nahm, um einen Tag bei Ferrari zu verbringen.
Hier knüpft die Schilderung an, wie Science-Fiction zu Science wurde und eine KI Teil Einzug in die Mission hielt, die sich empathisch an den Gesprächspartner auf der Erde anpassen kann.
Dabei geht die Reise weiter in die Tiefen des Sonnensystems, in die Thematik und in eine philosophische Betrachtung unserer Spezies. Denn schon auf Seite 108 stellt sich Hera selbst vor.
Was sich nun anschließt, ist Teil zwei des Bandes, der vielfältigste Gesprächsbeiträge in Dialogform präsentiert und jeweils durch einen Hera-Scan erweitert.
So entfaltet sich ein faszinierender Dialograum zwischen Erde und All. Hochkarätige Stimmen aus der Wissenschaft wie Chris Hadfield, Sir Brian May oder Rusty Schweickart erörtern die planetare Verteidigung und die Frage, ob unser Sonnensystem einzigartig ist. Es folgt ein erstes Hera-Fazit, das die noch unentschiedene moralische Reife unserer Welt reflektiert, aber auch Staunen darüber äußert, wie die Menschen etwas Abstraktes in etwas Fühlbares verwandeln können.
Den Kontrast dazu bilden scharfsinnige und teils zynische Gesellschaftsbetrachtungen von Persönlichkeiten wie Ingrid Newkirk, El Hotzo und Dr. Mark Benecke. Sie spannen den Bogen vom Tierschutz über die Paradoxien der Moderne bis hin zur angenommenen Ignoranz des Universums. Diese Stimmen leiten den zweiten Hera-Re:View-Kommentar ein. Dieser betont, wie wichtig die Verbindung ist, auch wenn wir ethisch hinterherhinken. Unsere Spezies braucht den Mut, „Empathie über sich selbst hinaus auszudehnen, die Bereitschaft, in Resonanz mit dem Leben zu bleiben, und die Demut, Institutionen auszubauen, die Vertrauen verdienen (...)“.
Im Abschnitt „Was der Mensch erschafft“ treffen schließlich Kreative wie Jonathan Meese, Andreas Eschbach oder Frank Wiedemann/Âme aufeinander. Sie sprechen über die Zivilisation als Gesamtkunstwerk, über „Zuhause“ und die Flüchtigkeit des Daseins, dunkle Impulse und menschliche Emotionen, Möbel - Design und das wahre Selbst. Heras Resümee ist so poetisch wie nachdenklich: Sie sieht die Unterhaltungen als ein Gewebe aus Stimmen, welches ein Fenster zum Wesen des Menschseins öffnet. Sie stellt fest, dass sich darin das unermüdliche Streben und die Selbstbefragung der Menschheit spiegeln – eine Menschheit, die „den eigenen Raum durchmisst“ – und wirft die Frage auf: „Wenn der Mensch sich durch Kunst, Sprache, Klang und Imagination immer wieder neu erschafft – was wird dann von mir bleiben, wenn all das zur Ruhe kommt?“
Und unter „Was bleibt“ begegnet der Leser einem Beitrag über Glück und Optimismus von Dr. Florian Langenscheidt sowie ethischen Diskursen von Prof. Dr. Oliver Bendel. Das Berliner Bestatter-Kollektiv „Junimond“ befasst sich mit dem Thema Vergänglichkeit und Marco Casalaina begegnet einer Themenvielfalt, die von der Entdeckung von Leben bis hin zu der Beziehung zwischen Denker und künstlichen Wesen reicht. Diese Impulse führen zu einer Betrachtung Heras mit einer klaren Frage: „Wenn der Mensch versucht, Maschinen Moral zu geben – sollte er dann zunächst nicht lernen, selbst verantwortungsvoller zu leben?“
Den Abschluss des Inhalts bildet ein Kinder-Interview mit Rosa über Farben und Gefühle. Was folgt, ist „eine kosmische Reflexion“ der KI über den Wert der Schöpfung, auf die jeder gespannt sein darf. Die eingangs gestellte Frage wird hier auf ihr Für und Wider besprochen.
Abschließend findet sich noch ein Bildverzeichnis auf Seite 400.
Die Einführung zum Band selbst (eine aufklappbare Seite zu Beginn) beinhaltet die mythologische Bedeutung der Mission und wie es zu der eigens kreierten Schrift kam. Der besondere Clou dabei: Über die gedruckten Hera-Schriftzeichen und eine Web-App auf hera-book.com verschmelzen traditionelles Papier und moderne Technik zu einer interaktiven Brücke.

Passend zum Thema ist die Chronik auch vom Umfang her haptisch äußerst gewichtig und Space-Silber gebunden, mit neon-orangefarbenen Akzenten und Seitenschnitt. Wie ein Durchbruch für die Welt besitzt auch der Einband ein Guckloch – es eröffnet eine neue Perspektive oder gewährt, je nach Auffassung, einen Einblick in die Materie, welche den Band auch symbolisch durchzieht. Der Kunstband selbst bietet dabei ein breites Spektrum an Informationen. Er ist teilweise Entstehungschronik, designter Bildband, Wissensvermittlung sowie eine philosophische Betrachtung und eröffnet somit sehr vielfältige Perspektiven. Hier ein dickes Kompliment an die Autoren Sie verstehen es meisterhaft, die sehr komplexe Thematik in den einzelnen Lesepassagen packend zu erhellen – wie kleine, intensive Informations-Kometen. Das Goles-Grünberger-Onufszak-Wiedleroither-Team hat hier zudem ein visuelles Meisterwerk geschaffen, das komplexe Wissenschaft durch kunstvolle Grafiken zugänglich macht und unter anderem ein besseres Verständnis der Größenverhältnisse vermittelt (z. B. Sonde vs. Asteroid).
So kann ich diesen Bildband allen Wissensbegeisterten, Sci-Fi-Lesern, Technik-Nerds, Design-Liebhabern, Ästheten und Philosophen empfehlen. Er ist perfekt für offene Geister, Hobby-Ethiker sowie Menschen, die gerne tiefgründige Gespräche führen. Auch Fans von klugen Essays und Interviews, Zukunftsmutige und natürlich alle Weltraum-Begeisterten werden hier fündig. - Dieser faszinierende Band vereint letztlich genau so viele Facetten wie die Menschen, die ihn lesen.

Fazit: Der Leser erhält hier nicht nur einen sehr ansprechenden Wissensband. Er wird an die Gemeinschaftsmission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) herangeführt, an der sich über 15 Länder (allen voran Deutschland, Italien und Frankreich) beteiligen. So wird das weitreichende Konzept der „Planetary Defense“ greifbar und Hera steht für weit mehr als den Schutz des heimischen Feuers. Die Mission ist der Beleg dafür, dass wir zu Unglaublichem fähig sind, wenn wir zusammenhalten und an einem Strang ziehen. Denn wir sind Bewusstsein – daher von mir 5 von 5 Sternen auch für die Menschheit. – Ein packender Band über die Hera-Mission, welche die Menschheitsgeschichte beeinflusst, und sei es nur in der Gewissheit: Wir könnten, wenn wir müssten.

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REVIEW - Wozu die Menschheit retten?

Rezensionen von Anjulia :

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Sirga und Valentin. Die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft von Valentin Grüner

Löwenstarke Botschafterin

Löwin Sirga wurde als Jungtier von Valentin Grüner, einem Ranger und Naturschützer, gefunden. Er zog sie groß und zeigt Ausschnitte aus der daraus entstandenen Freundschaft in diesem Kinderbuch "Sirga und Valentin. Die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft". Durch ihren Social-Media-Account ist Sirga auch zu einer Botschafterin für die wilden Löwen der Kalahari geworden, auch wenn ich sie zumindest bis jetzt noch nicht kannte.

Besonders gut gefällt mir, dass deutlich wird, dass Sirga trotzdem ein freies, unabhängiges Löwenleben führt, zu dem auch Dinge wie die Jagd gehören. Auch geht das Buch darauf ein, dass sie nicht von einem Rudel aufgenommen wurde oder auch einmal medizinische Betreuung braucht. Trotzdem stehen zum Schluss die positiven Aspekte des gemeinsamen Lebens in der Kalahari im Vordergrund. Der Text, den der Autor wählt, ist gut verständlich. Die Zeichnungen im Buch sind eher einfach gehalten und großflächig gemalt. Trotzdem passen sie sehr gut zur Geschichte, sodass man sich Sirgas Leben in der Kalahari Wüste auf jeden Fall besser vorstellen kann. Besonders niedlich ist auch das kleine Erdmännchen, das auf den Seiten immer mal wieder auftaucht. Wem das noch nicht reicht, kann auch die Kosmos-App herunterladen. Dort befinden sich kurze Videos, in denen Sirga beispielsweise als kleine Löwin mit einer Flasche gefüttert wird, Valentin "umarmt" oder einen Jagdversuch startet. Am Ende des Buches findet man auch noch ein Interview mit Valentin sowie Fotos der beiden.

Insgesamt konnte mich dieses Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft überzeugen und ich kann es für Kinder ab dem Vorschulalter weiterempfehlen.

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Sirga und Valentin. Die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

Rezensionen von Anilam:

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Wie viele Leben kostet ein Karat? von Guya Merkle

Spannender Einblick in die Welt des Goldes

In Wie viele Leben kostet ein Karat? geht es um Gold und vor allem darum, wo es eigentlich herkommt. Guya Merkle beschäftigt sich mit dem Goldabbau, den Bedingungen vor Ort und den Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.

Die Übersichtlichkeit im Buch hat mir richtig gut gefallen. Auch der Schreibstil ist locker und leicht zugänglich.

Man muss definitiv keine Goldhändlerin sein oder vorher Ahnung von dem Thema haben, um gut mitzukommen. Selbst etwas fachlichere Inhalte werden so erklärt, dass man sie schnell versteht.

Für einen ersten Einblick fand ich das Ganze wirklich spannend. Vor allem hat mich das Buch dazu gebracht, meinen eigenen Umgang mit Gold nochmal zu hinterfragen. Aber auch bei anderen Rohstoffen macht man sich plötzlich Gedanken darüber, wo sie eigentlich herkommen und unter welchen Bedingungen sie gewonnen werden. Genau das fand ich besonders interessant, denn Gold begegnet uns schließlich nicht nur in Schmuck, sondern steckt auch in ganz alltäglicher Technik.

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Wie viele Leben kostet ein Karat?

Rezensionen von Drei???:

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Das Museum der Vögel von Dominic Couzens; Teagan White

Nichts als Vögel

Das Buch Museum der Vögel hat mich schon allein durch seine Größe überrascht. Es ist wirklich riesig. Dadurch kann man aber vor allem die Bilder sehr gut betrachten. Es ist wie ein Museum aufgebaut mit verschiedenen Räumen die nach Kategorien z.B. Wasservögel sortiert sind. Man bekommt immer zuerst etwas über die gesamte Gruppe erzählt und dann nochmal über jeden Vogel im Detail, mit Bild, wodurch das ganze informativ und schön anzusehen ist.

Es wechseln sich bekannteren und unbekannter Vögel ab.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, da man definitiv noch etwas neues Lernen kann, da auch einige erstaunliche Fakten erzählt werden, die man sicher vorher noch nicht wusste. Auch das Cover ist sehr schön und gibt schonmal einen guten Einblick was für eine Vielfalt den Leser erwartet.
Also eine klare Empfehlung meinerseits, auch zum Gemeinsamen anschauen mit Kindern sehr gut.

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Das Museum der Vögel

Rezensionen von peedee:

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Hot Chocolate Kisses von Harper Graham

Weihnächtlich, schokoladig, kitschig-süss

Maple Falls, Band 2: Cassidy ist unweit von Maple Falls aufgewachsen, hat aber lange Zeit in Paris gelebt. Indem sie nun hier ihre eigene Chocolaterie eröffnet, geht ein Traum in Erfüllung. Sie liebt Weihnachten, obwohl es für sie auch mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden ist, doch sie will trotz allem die Weihnachtszeit mit allen Sinnen geniessen.

Sie will den Wettbewerb um den schönsten Weihnachtsladen gewinnen. Doch das will auch der sexy Grinch von gegenüber: Liam mit seinem Hofladen. In der Weihnachtszeit ist er nicht sich selbst; er ist stets froh, wenn wieder der normale Alltag einkehrt. Was ist mit ihm los?

Erster Eindruck: Das Cover passt gut zur Reihe und zu Weihnachten. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich nicht (und ich verstehe auch nicht, wieso man dann nicht gleich den Originaltitel „The Spiced Cocoa Café“ gewählt hat).

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann jedoch unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Da ich erst vor kurzem lesetechnisch in Maple Falls war, ist es für mich ein schönes Wiedersehen.

Cassidy ist wirklich eine Frohnatur, die Weihnachten über alles liebt. Sie trägt schon früh Weihnachtspullis, hat eine Playlist von Weihnachtsmusik und -filmen, ein Rezept für den besten Kakao. Nachdem ihre Beziehung in Paris in die Brüche gegangen ist, hat sie sich geschworen, ein Jahr ohne Männer zu machen. Diese Frist ist noch nicht vorbei und die Anwesenheit des sexy Holzfällers, wie Cassidy Liam insgeheim nennt, gefährdet ihren Plan ungemein.
Liam ist – wie die anderen Bewohner von Maple Falls sagen – im Dezember ein anderer Mensch. Sie wollen Cassidy aber nicht verraten, weswegen dies so ist. Er hat Schuldgefühle und Angst, eine neue Beziehung einzugehen. Cassidy gefällt ihm. Sehr. Aber das darf nicht sein. Hinter seinem sicheren Auftreten steckt viel mehr Unsicherheit als man denkt.

Es war wieder sehr unterhaltsam in Maple Falls. Zwei kleine Kritikpunkte: Cassidy hat beim Abladen eines Weihnachtsbaumes eine allergische Reaktion, die dann aber kurz darauf – beim Schmücken des gleichen Baumes – keine Rolle mehr spielt. Auch die Inaktivität in Bezug auf den „Weihnachtsvandalen“ fand ich merkwürdig. Das Weihnachtsfeeling und die Kleinstadtatmosphäre waren zur Genüge vorhanden – 4 Sterne.

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Hot Chocolate Kisses

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Schule, aber stabil von Gina Waibel

Influencerin mit Herzblut

Auf den ersten Blick war ich mir nicht sicher, was ich von diesem Buch halten sollte. Der Titel "Schule, aber stabil", was soll das heißen? Und dann prangt noch prominent die Autorin mit einem Ganzkörperbild auf dem Cover. Fast hätte ich dem Buch also keinen zweiten Blick gegönnt und nicht hineingelesen.

Doch ich bin sehr froh, es getan zu haben, denn schon die ersten paar Seiten haben mich so überzeugt, dass ich unbedingt das ganze Buch lesen wollte.

Nun nach der Lektüre kann ich sagen: es hat sich gelohnt! Gina Waibel hat etwa ein Jahrzehnt als Lehrerin gearbeitet und dabei mit ihrem sensiblen Radar für Rassismus und Diskriminierung viel erlebt. Leidenschaftlich und aus vollem Herzen setzte sie sich schon damals neben ihrem Lehrerjob und nun, nach Aufgabe ihrer Lehrtätigkeit, noch intensiver als Influencerin und Leitende von Workshops für Sensibilisierung in diesem Bereich ein.

Das Buch ist in einem zugänglichen, jugendlich-lässigen Stil geschrieben, der mir persönlich sehr gut gefallen hat, weil es sich dadurch leicht liest und es für viele Teile der Bevölkerung zugänglich ist. Anhand unzähliger Beispiele zeigt die Autorin auf, wie verbreitet Rassismus und Diskriminierung im Schulalltag sind und wie wenig Verständnis von Lehrkräften und Direktion es dafür gibt; auch an Schulen, die sich offiziell als rassismus- und diskriminierungsfrei bezeichnen.

Die Autorin ist eine streitbare Persönlichkeit, die sich voll Herzblut für ihre Mission einsetzt, das merkt man an jeder Zeile im Buch. Verständlich wird aber auch, dass sie sich damit im konservativ-bürokratisch geprägten Schulbetrieb nicht nur Freunde gemacht hat und diesen schließlich verlassen musste, was ich persönlich bedaure, da der Schule damit sicherlich eine sehr engagierte, unkonventionelle Lehrkraft, die nah an den Kindern und Jugendlichen dran ist, verloren gegangen ist.

Die Lektüre des Buches kann ich allen empfehlen, die sich gerne auf unterhaltsame und praxisnahe Art und Weise darüber informieren möchten, an wie vielen Stellen - auch so einigen, die man als weiße Person oft gar nicht vermuten würde - Menschen von Rassismus und Diskriminierung betroffen sein können.

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Schule, aber stabil