Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Biografie einer Fliege von Jaap Robben; Birgit Erdmann
Es passiert einiges in dem kurzen Leben
Ein kleines leinengebundenes Büchlein mit goldenen Buchstaben und einem kleinen Bild von einer Fliege, die sich mit zwei Beinen am Kopf kratzt, erzählt von dem 23tägigen Leben einer männlichen Fliege.
Zwischen zwei Laternen fliegt ein Vogel, von dem wir später erfahren, dass es sich um einen Bussard handelt.
Aber zunächst geht es zu dem Hundehaufen, auf dem das Ei gelegt wurde. Von der Eltern erfahren wir, dass der Vater durch eine zusammengerollte Zeitung starb. Die Mutter wird unser Fliege zwar treffen, aber nicht erkennen. Am dritten Tag fliegt die fertige Fliege aus der Larve und im Buch sehen wir ein zweiseitiges Portrait des Tieres. Am fünften Tag stürzt sich die Fliege ins Bussardauge und damit beginnt so etwas wie eine Freundschaft, denn die beiden tauschen sich über die Dinge des Lebens aus.
Die Farben, in denen das Buch gedruckt wurde beschränken sich auf blau und schwarz und damit wird die Erzählung aufs Deutlichste ergänzt.
Ich empfinde des Buch als kleines Meisterwerk. Es hat Tiefe und Humor, schöne Illustrationen und es zeigt, dass eine lebenslange Freundschaft auch nur 23 Tage andauern kann.
Rezensionen von Daggy:
Ein kleines bisschen groß von Kairi Look
Innige Liebe zwischen Tigersohn und seiner Mutter
Auf dem gelben Cover sehen wir die Tigerin und ihren kleinen Sohn, der ein Maßband in der Pfote hält.
Dieser kleine Tiger hat Geburtstag und schon treffen sein kleinen Gäste mit Luftballon und Geschenken ein. Nach den jungen Tigern kommen auch die anderen Verwandte und Freunde. Der Tiger sitzt auf seinem Stühlchen und freut sich.
Dann wird gespielt und erstaunlich viel Torte gegessen. Als dann am Abend alle gegangen sind, klettert der kleine Tiger auf einen Baum, doch als sich die Tigermama unter den Baum legt, fallen kleine Tropfen auf ihre Nase und auf ihre Schnurbarthaare. „Meine Streifen sind schief“ jammert der kleine Tiger. Als Mama ihm erklärt, dass das am Wachsen liege, meint der Tigerjunge „Aber ich bin traurig, dass ich so schnell wachse.“ Danach tröstet ihn seine Mama auf liebvolle Weise.
So gerne unsere Kleinen auch auf der einen Seite groß sein wollen, so macht ihnen das auch ein wenig Angst, sie würden lieber nur „Ein kleines bisschen groß“ werden. Hier geht die Tigermutter so liebevoll mit dem Kleinen um, sie versteht ihn und geht auf seine Angst ein. Die Illustrationen sind Ton in Ton gezeichnet und zeigen uns erst die tolle laute Party und dann die zarte Liebe zwischen Mutter und Sohn.
Rezensionen von Daggy:
Ein ganz normales Wunder von Woody Brown
Schwierig zu beurteilen
Der Autor Woody Brown ist ein nicht-sprechender Autist, der lediglich über eine Buchstabentafel kommuniziert. Zusammen mit seiner Mutter hat er auf diese Weise College-Abschüsse gemacht und dieses Buch geschrieben.
Das Buch besteht aus Episoden über unterschiedliche Menschen, einige sind Neurodivers, anders arbeiten in der Tagesstätte, in der sie gemeinsam den Tag verbringen.
Dieser Ort ist ziemlich heruntergekommen und die Angestellten haben bis hin zum Leiter keine entsprechende Ausbildung oder Erfahrung.
Die Erzählperspektiven wechseln immer wieder. So berichtet der Autist Walter, der wohl dem Autor entspricht, in der Ich-Form, ebenso ist es bei der empathische Aushilfe, die Studentin Ann. Was ich mich da frage, ist: es ist sehr schwierig sich in einen neurodivers denkenden Menschen hineinzuversetzen, aber wie schwierig muss es dann andersherum sein? Oder anders: kann eine Mansch autistisch sein, wenn er die Empfindungen anderer nachempfinden kann?
Hier gibt es viele Menschen über die berichtet wir, am Rande geht es um die Eltern, insbesondere um Walters Mutter, die ihre Arbeit aufgibt, um dem Sohn einen Schulabschluss zu ermöglichen. Aber auch um Jorges Mutter, die ihre Verantwortung an die Tageseinrichtung weitergibt und die den Sohn aufgegeben hat.
Es wird von einer Kassiererin berichtet, die die Gruppe Behinderter beim wöchentlichen Besuch des Kaufhauses beobachtet und sich überlegt eine Ausbildung zu machen, um in dem Heim arbeiten zu können. Carlos arbeitet als ungeschulter Betreuer und er schafft es ohne verbale Kommunikation eine Verbindung zu den Betreuten aufzubauen. Leider kennt sich Dave, der Leiter der Einrichtung, nur in der Verwaltung aus, er kümmert sich meist um die Finanzen.
Der Einblick in die Denkweise eines Autisten hat mich sehr bewegt, ebenso die fehlende Förderung durch die Einrichtung oder die Familien. Das die einzelnen Stränge keinen Zusammenhang hat und keine durchgehende Geschichte erzählt wurde, gefiel ir ebenso wenig wie die dramatische Entwicklung zum Schluss.
Selten habe ich ein Buch so wenig einschätzen können, wie dieses. Das Lesen lohnt sich aber auf jeden Fall.
Rezensionen von Lerchie:
Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub
Wilde Hexerei
Was Lydia Bennet an Reife und Verantwortungsbewusstsein fehlt, macht sie durch Lebenslust, Witz und eine Portion Magie wett. In dieser originellen Neuerzählung von Stolz und Vorurteil, schildert Lydia die wahren Ereignisse und deren Folgen aus ihrer Sicht. Die ganze Familie Benet leidet darunter, da es einen männlichen Erben gibt.
, den nur an einen solchen geht das Vermögen über. Doch Lydias Schwester Kitty ist eine Katze, ihr Liebhaber Wickham ein Dämon, Da0xcy ohne Humor. Da sollte man erst mal sehen, wie er auf Hexerei reagiert. Aber Lydia muss begreifen, dass Versprechen eine eigene Macht besitzen, überhaupt als Hexe. Diese Adaption vereint all den Witz, die Stärke und Romantik von Stolz und Vorurteil und schenkt Lydia eine unerwartete Erlösung.
Meine Meinung
Ganz so leicht und vor allem flüssig ließ sich dieses Buch leider nicht lesen. Im Gegenteil. Es gab immer wieder Hindernisse im Form von Zeitsprüngen. Wobei ich nichts gegen Zeitsprünge an sich habe. Sofern sie markiert und bezeichnet sind. Doch hier hörte ein Abschnitt auf, und beim nächsten befand ich mich in einer anderen Zeit! Wohlgemerkt, ein Abschnitt, kein Kapitel! Und auch dann sollte die Zeit vermerkt sein! Ich war die ersten 80 – 100 Seiten total verwirrt und verstand nicht, was da überhaupt passierte. Dann wurde es etwas besser, aber die Zeitsprünge blieben, waren aber nicht mehr so abrupt. Auch hatte ich mich wohl etwas daran gewöhnt. Später, viel später wurde mir dann klar, dass Lydia einen Bericht über ihr Leben schrieb. Doch wie das alles kam und zusammenhängt, wieso sie Kitty verlor und wer der eigentliche Gegenspieler Lydias war, das muss der geneigte Leser selbst lesen. trotz dieser Kritikpunkte war es spannend, hat mich allerdings nicht wirklich richtig gefesselt. Es hat mir aber durchaus gefallen, und mich einigermaßen gut unterhalten. Etwa die zweite Hälfte gefiel mir richtig gut trotz der Kritikpunkte. Für Jan Austen Fans eine Leseempfehlung und von mir trotz der Kritikpunkte noch vier Sterne.
Rezensionen von Daggy:
Wer macht hier Buh?! von Jeanne Willis
Ein Riesenspaß zum Vorlesen
Auf dem Cover ist schon der ganze Königshof und das grüne Gespenst zu sehen.
Wenn wir das Buch aufschlagen, ist alles auf der Doppelseite grün. Da ist der grün-grüne Wald und das grün-grüne Schloss. Die nächste Seite ist unterteilt und zeigt uns die Räume, in einem schläft der König auf einer Couch.
Da kommt mit einem „Buh!“ ein ebenfalls grünes Gespenst. Der König verdächtige zunächst seine Frau ihn mit dem „Buh!“ erschreckt zu haben. Aber bald wird auch die Prinzessin, die viele grüne Matratzen auf ihrem Bett liegen hat, erschreckt. Sie verdächtig ihre Bruder, der alles von sich weist und den Ritter verdächtigt. Der fängt den Narr, der auch nicht „Buh!“ rief, der aber eine gute Idee hat und vorschlägt alles im Schloss rot anzumalen, damit man den grünen Geist besser sehen kann.
Die witzigen Gestalten fallen durch ihre stechenden, erstaunt schauenden Augen auf und die Geschichte lässt sich so schön vorlesen, weil die Kinder viel Spaß an diesem Humor haben.
Ich denke, dieses Buch wird wieder ein Dauerbrenner in unsrer Vorlesekiste, eine Enkel sind auf jeden Fall begeistert.
Rezensionen von Bisco:
Final Show von Dirk Schmidt
Final Show? Für mich das einzige Buch des Autors bleiben wird
Das Buch versprach eine Geschichte rund um eine alternde Band, dem Rock ’n’ Roll und den mysteriösen Toden der Band. Bekommen habe ich gefühlt eine ausgelutschte Schlagerband mit dem x-ten Coversong.
Wo ich erwartet habe viel über den Grund der Tode zu erfahren, von krassen Tagen der Band auf Tour, ist alles eine plätschernde und oberflächliche Geschichte, mit null Spannung.
Lucy beginnt als Social-Media-Beauftragte und vermittelt der Band, viel Fragen zu stellen, weil sie die Band nochmal so richtig pushen will und dafür Geschichten braucht. Recht schnell merkt der Leser jedoch, dass mehr dahinter steht und auch die Band findet die Fragerei nicht so besonders toll. Es dauert auch nicht lange und sie erlebt den ersten Tod in der Band (die anderen vor ihrer Zeit). Die beiden längsten Mitglieder, welche noch nicht ausgestiegen sind (lebendig oder tot) sind Rain und Keith.
In Kapiteln, welche innerhalb in der Gegenwart und der Vergangenheit spielen, erfahren wir von der Gründung der Band, neuen wie alten Bandmitgliedern und nach und nach wie so mancher zu Tode kam. Es sei gesagt, nicht alles, was nach Suizid oder Unfall aussieht, ist es auch gewesen.
Leider waren diese Sprünge zwischen den Zeiten und den Personen in den Kapiteln sehr unstrukturiert. Erst ist es Lucy Perspektive, ohne richtige Abgrenzung befinden wir uns in der Vergangenheit, dann wieder in der Gegenwart aber diesmal beim ehemaligen Manager Schreiner. Ich fand es sehr anstrengend diese nicht abgegrenzten Wechsel zu verstehen und musste oftmals nochmal ein Stück zurück, um dann einen Bruch im Lesen zu haben und dann weiterzumachen. Oftmals waren schon mehrere Sätze vergangen und dann sah man erst, dass man Zeit oder Person gewechselt hat. Warum nicht mehr Unterkapitel – Sternchen die es Trennen oder andere optische Hilfsmittel nehmen.
Die Kapitel haben die Namen der Songs der Band gehabt, dass fand ich schon echt nett gemacht. Aber leider war dies für mich auch eines der wenigen Highlights. Die Geschichte kommt nicht richtig voran. Der Tod des aktuellen Sängers wurde unter den Tisch gekehrt, als wäre es normal so zu sterben, wie es hier passiert ist. Dann erwähnt noch einer am Rande, dass wohl jmd. Das dazugehörige Equipment getauscht hat und gibt indirekt den Mord damit zu.
Und so verläuft für mich das Buch in einer langweiligen Anreihung an Konzerten, Befragungen durch Lucy, Erinnerungen an die Vergangenheit, die einfach zu unorganisiert wirken und zu chaotisch. Zu lesen wie schlecht die Leute in der Band voneinander zu reden war auch nicht besonders schön.
Letztendlich wunderte es mich nicht, wer seinen Teil an den Todesfällen beigetragen hat. Aber es hat bis hierhin auch nicht wirklich gezüngelt. Dazu kommt dann noch der ein oder andere Fehler, den das Lektorat (gab es eines?) nicht gesehen hat. Seite 79 steht „signt“ anstatt „singt“. Und ich sehe sowas echt selten und überlese es meistens.
Alles in allem ein Buch, welches für mich mit eines der schlechtesten für mich dieses Jahr gewesen ist und null Empfehlung dafür aussprechen muss.
Rezensionen von mel:
Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte von Bokyeong Sunim
Ein wunderschönes Cover, das eine ruhige Atmosphäre vermittelt, durch den schönen rosanen Farbtonen und den beiden Protagonisten im Mittelpunkt, der Mönch im Tempel und der Katze auf dem Dach, wobei sich ihre Blicke anscheinend begegnen, gefällt mir sehr gut.
Die Beziehung zwischen der Katze und dem Mönch steht klar im Mittelpunkt der Handlung und wie ihr alltägliches Leben sie nachhaltig verändert haben und was der Mönch in dieser Zeit alles durch die Freundschaft zu der Katze gelernt hat.
Wäre das so geblieben, hätte mich das Buch sicherlich mehr überzeugen können, als es am Ende der Fall war.
Manchmal war mir der Umgang mit der Kater etwas zu naiv, wie der Mönch erwartet hat, dass der Kater sich menschlicher verhalten sollte und ihn getadelt hat, wenn er tote Mäuse oder anderes Katzenhaftes Vehalten gezeigt hat. Also so ein bisschen Differenzierung zwischen Tier und Mensch sollte man schon machen.
Die kleinen Zeichnungen und Illustrationen zu der Katze haben mir natürlich am besten gefallen, einfach nur niedlich.
Insgesamt habe mir etwas mehr vom Buch versprochen, da mir der Mönch als Protagonist manchmal etwas zu schwierig war mit seinen Ansichten gegenüber der Katze. Trotzdem war es ein angenehmes Leseerlebnis.
Rezensionen von buchleserin:
Das verfluchte Gold von Hell Gate von Davide Morosinotto
Spannendes und unterhaltsames Abenteuer
Rico und seine Freunde, genannt die Kakerlaken-Gang, entdecken bei einem Toten, der unter der Brücke von Hell Gate liegt, eine mysteriöse Streichholzschachtel. In der Schachtel sind eine Zeichnung und ein Schlüssel. Die Gang ist ganz aufgeregt und die Jugendlichen begeben sich auf eine Schatzsuche.
Die Geschichte erinnert mich etwas an die „Goonies“, eine Kinderbande, die sich auf die Suche nach einem Piratenschatz macht. Und der Anfang der Leseprobe erinnert etwas an „Stand by me“.
Das Buch ließ sich sehr angenehm leicht lesen, ideal für ein Jugendbuch. Ich fand das Buch durchgehend spannend und habe es an zwei Tagen durchgelesen. Natürlich war ich neugierig auf das Ende. Es geht um ein Schiff, die HMS Hussar, das vor New York 1780 gesunken ist mit 70 Truhen Gold an Bord. Werden die Jugendlichen den Schatz finden? Die Kakerlaken-Gang hat mir auch gefallen, die verschiedenen Charaktere passen gut zusammen. Es sind fünf Jugendliche aus armen Einwanderfamilien.
Das Buch ist ja mal richtig interessant gestaltet und macht einen sehr wertigen Eindruck. Das Streichholz-Cover mit der Banderole passt natürlich wunderbar zu dieser Geschichte mit der Streichholzschachtel. Zwischendurch sind immer wieder Abbildungen von Fotos, Gegenständen, Belegen, Ausweisen, usw., auch das gefällt mir richtig gut.
Ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer im New York der 1920er Jahre.
Klare Leseempfehlung von mir. Das Buch eignet sich auch sehr gut als Geschenk für Kinder ab 12 Jahren.
Rezensionen von Heike:
echoes Das Grüne Grab - Hörspiel trifft Gesellschaftsspiel ab 14 Jahren von Dave Neale; Matthew Dunstan
Tolles Konzept, aber etwas schwächerer Teil der Reihe
Bei „echoes. Das grüne Grab“ verschwindet eine Gruppe Wissenschaftler während einer Expedition. Was passiert ist, soll anhand von 24 Karten und den dazugehörigen Audiosequenzen herausgefunden werden.
Dazu werden Karten mit dem Smartphone oder Tablet und der dazugehörigen App eingescannt.
Man lauscht Geräuschen, Gesprächen und kleinen Hinweisen, die irgendwo zwischen den einzelnen Karten versteckt sind.
Gespielt werden kann allein oder mit bis zu vier Personen ab 14 Jahren. Eine Partie ist mit ungefähr einer Stunde angegeben.
Die Box ist ziemlich klein und auch der Inhalt hält sich in Grenzen: Enthalten sind 18 Objektkarten, sechs Kapitelkarten, ein Ermittlungsbericht und die Anleitung.
Die Karten machen optisch einiges her. Die Motive sind passend zum Dschungel- und Expeditionsthema gestaltet und wirken nicht wie bloße Platzhalter für irgendwelche Rätsel. Gleichzeitig haben die Bilder tatsächlich eine Funktion. Beim Sortieren muss nämlich nicht nur auf das Gehörte, sondern auch auf die dargestellten Details geachtet werden.
Die Anleitung ist erfreulich kurz, man muss kein Regelheft mit zwanzig Seiten durcharbeiten, bevor man loslegen kann. Das Grundprinzip ist nach wenigen Minuten klar und es gibt zwei verschiedene Schwierigkeitsgrade, mit denen man starten kann.
Die 24 Karten werden dann nach und nach den Kapiteln zugeordnet. Zu jedem Kapitel gehören drei Objektkarten, die in die richtige Reihenfolge gebracht werden müssen. Die App verrät dann, ob die Karten zum Kapitel passen und die Reihenfolge stimmt. Danach wird die komplette Geschichte zusammengesetzt, indem man die Kapitel selbst in die richtige Reihenfolge bringt.
Kommt man an einer Stelle nicht weiter, kann man den Hinweis-Tipps in der App folgen. Man kommt aber eigentlich auch immer durch Herumprobieren auf die richtige Lösung.
Wir haben das Spiel zu zweit begonnen, uns dabei aber sehr lange mit Diskussionen aufgehalten, weshalb ich es solo zuende gespielt habe. Insgesamt habe ich dafür etwa 80 Minuten im normalen Schwierigkeitsgrad ohne Hinweise benötigt.
Die App ist in der Anwendung sehr einfach zu handhaben und erkennt die Karten zuverlässig. Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass man eine Partie in der App zwischenspeichern kann, denn wenn man das Spiel unterbricht und die App schließt, ist der Spielfortschritt weg.
Sobald man dann die Lösung kennt, ist das Spiel vorbei, und man kann es nicht nochmal lösen. Die Karten werden aber weder beschriftet noch zerstört und können problemlos weitergegeben werden.
Unterm Strich fand ich „Das grüne Grab“ etwas schwächer als andere Teile der Reihe.
Die ein oder andere Karte hatte für mich wenig Mehrwert, und machte auf mich den Eindruck, nur hinzugefügt worden zu sein, um auf die nötige Kartenanzahl zu kommen. Die Geschichte war mir zu hektisch und überladen mit Ereignissen. Mir gefällt es besser, wenn nicht so viel passiert und die Story und die Charaktere dafür mehr Tiefe haben.
Dennoch hat mir auch „Das grüne Grab“ insgesamt wieder gut gefallen. Alle, die Ermittlungsspiele und Hörbücher mögen, werden mit der echoes-Reihe bestimmt ihren Spaß haben.
Vielen Dank an Vorabspielen.de für das kostenlose Rezensionsexemplar!
Rezensionen von yellowdog:
Die Flussfrau von Tanja Weber
Ein ganzes Leben
Tanja Weber überzeugt mit dem Ansatz, das ganze Leben einer Frau zu erzählen. Anneliese, später nur Lis genannt, wuchs in Kriegszeiten auf, erlebte die schweren Nachkriegszeiten in Deutschland und wurde nach dem Tod ihres Mannes Kapitänin auf ihrem Frachtschiff Heidi.
Tanja Weber zeigt, wie schwer es oft war, nicht nur für Lis.
Lis war eine starke Frau, aber das musste sie auch sein, denn das Leben als Kapitänin war arbeitsreich und sie musste auch auf viel verzichten.
Dennoch erlebte sie mit dem Griechen Vassili eine Liebe, die sie mit ihrem gewalttätigen Mann nie kannte.
Ihrer Freundin Edith hält sie die Treue, auch deren Tochter Karin, die eines Tages als Teenager bei ihr auftauchte.
Man kann von anspruchsvoller Unterhaltungsliteratur sprechen. Stilistisch solide im positiven Sinne gemeint. Imponierend die Erzählerische Geradlinigkeit der Autorin.











