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Rezensionen von Eternal-Hope:

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Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle von Valeria Gordeev

Wovon will die Zikadenhülle ablenken?

Es lohnt sich, vor der Lektüre dieses Buches den Titel nachzurecherchieren: dabei handelt es sich nämlich um eines von 36 klassischen chinesischen Strategemen und es geht um ein Täuschungsmanöver: mit einer leeren, aber glänzenden, alle Aufmerksamkeit auf sich ziehenden, Hülle davon abzulenken, dass man längst woanders ist und im Verborgenen ganz was anderes plant.

Für mich war ebenfalls hilfreich, über die russische Militärstrategie der „Maskirowka“ nachzulesen, bei der es ebenfalls um Tarnung, Täuschung und Ablenkung geht.

Mit diesem Hintergrundwissen hat sich für mich nämlich in diesem Buch ein roter Faden gezeigt, der anders nicht unbedingt auf den ersten Blick sichtbar ist. Das Buch besteht aus einer unglaublichen Fülle anfangs völlig unzusammenhängend erscheinender einzelner Geschichten, Textsorten und Themen, bei denen sich der große Zusammenhang erst auf den zweiten, dritten oder vierten Blick erschließt.

Beispielsweise geht es um eine 14-jährige schwangere Russin während der Blockade Leningrads im Zweiten Weltkrieg, die das Mehl für Teigtaschen streckt, um zu überleben, es geht um den noch immer konservierten Körper Lenins in einem Moskauer Mausoleum und ein mysteriöses unterirdisches Forschungsinstitut daneben, um einen reichen Oligarchen, seine dunklen Geschäfte und das Streben nach der Verlängerung menschlichen Lebens bis zum Erreichen der Unsterblichkeit, aber auch um prekäre Wohnverhältnisse in Berlin, um den Ukrainekrieg, um Beratung zur Giftigkeit von Pilzen, um den Vergleich verschiedener Sprachen und Schriftsysteme, um die Entfremdung zwischen Geschwistern und das Sich-Fremd-Fühlen in der Gesellschaft, in der man lebt, um Vertrauen und Misstrauen und um vieles mehr.

Ja, die Themen sind so viele, dass man sich beim Lesen erst einmal fast erschlagen fühlen kann davon. Auch stilistisch und künstlerisch ist das Buch äußerst vielfältig gestaltet, dabei hat die Autorin auch die grafische Covergestaltung übernommen und es findet sich viele kleine von ihr gezeichnete Illustrationen im Buch, auch wechseln Erzählstil, Textsorte und Perspektive viele Male. Das macht das Leseerlebnis zum einen sehr interessant, zum anderen aber auch anstrengend bis überwältigend.

An dieser Stelle sei auch ganz deutlich gesagt: es handelt sich um ein sehr forderndes Buch mit über 600 dicht erzählten Seiten, die eben nur in einem sehr losen, sich oft nur mit Mühe erschließenden Zusammenhang stehen. Es gibt zwar den Rahmen der Geschwister Lada und Konstantin, der sehr lose die verschiedenen Teile miteinander verbindet, doch dieser alleine trägt nicht in einer Art und Weise, dass die Spannung der Handlung an sich zum Weiterlesen animieren würde. Dieses Buch zu lesen ist harte Arbeit gewesen, selbst für eine Vielleserin wie mich, die anspruchsvolle Lektüre gewohnt ist.

Es findet sich dermaßen viel Verschlüsseltes, Rätselhaftes und Unklares in diesem Buch, dass man sich am besten viele Notizen macht, viel parallel recherchiert und auch dann noch so einiges im Unklaren bleiben wird. Ich habe aber den Eindruck, das ist bei diesem Buch kein Fehler, sondern bewusste Intention. Denn wenn wir das Buch unter der Brille des titelgebenden Strategems und der Strategie der Maskirowka betrachten, dann ist es ein Meisterwerk darin, genau diese zu zeigen und erlebbar zu machen.

Wir werden als Lesende mit so vielen Informationen, Themen, Stilen und Handlungssträngen konfrontiert, dass es fast unmöglich wird, das Wesentliche zu erkennen. Unsere Aufmerksamkeit wird gezielt verwirrt. Sodass im Hintergrund heimlich getan werden kann, was getan werden will. Was auch immer das sei. Hier spiegelt sich der aktuelle kriegerische Konflikt mit Russland, wo auch viel spekuliert wird, in welche Richtung das nun gehen wird. Aber noch so vieles mehr. Und getäuscht wird jeder und jede in diesem Roman: wir als Lesende, aber auch Konstantin und Lada selbst, wie sich später zeigen wird.

Nein, es ist wirklich keine leichte Lektüre. Aber eine lohnende, die mich auch jetzt, Wochen nach Beendigung des Buches, noch viel zum Nachdenken bringt. Es braucht große Meisterschaft und ein sehr komplexes, fantasievolles und doch in sich konsistentes Denken, so viele Themen unter dem Schleier der Maskierung so grandios miteinander zu verweben, dass der Effekt der Täuschung, Tarnung und Ablenkung nicht nur lesbar, sondern erlebbar wird. Damit ist dieses so anspruchsvolle Buch ein Stück literarische Selbsterfahrung für die Leserinnen und Leser.

Ich kann das Buch all jenen empfehlen, die bereit sind, intensive Lesearbeit in ein außergewöhnliches, sich nicht leicht erschließendes Werk zu investieren, das seinesgleichen sucht. So etwas hat man noch nicht gelesen und wird man wohl auch nicht so bald wieder lesen. Zwar rauchte mein Kopf nach der Lektüre, doch war ich gleichzeitig auch fasziniert von all dem Rätselhaft-Mysteriös-Verschleierten. Ein würdiger Kandidat für den Deutschen Buchpreis, auf dessen Shortlist es sich momentan befindet!

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Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle

Rezensionen von lesen=liebe:

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Der Mond im Meer von Sandra Dieckmann

Zauberhaften Bilderbuch mit kleinen Schwächen

Die kleine Maus lebt einsam in einem alten Baum. Sie hat nur einen einzigen Freund, den Mond. Die Maus sehnt sich so sehr danach, dass der Mond mit ihr spricht, aber leider bleibt er stumm. Aus lauter Frust wirft sie einen Stein auf ihn, und er fällt vom Himmel und versinkt im Meer. Verzweifelt versucht die kleine Maus, den Mond aus der Tiefe zu retten und bringt sich selbst in große Gefahr.

Das Buch ist durchgehend illustriert. Die Zeichnungen sind wunderschön, verträumt und magisch. Die Maus ist zuckersüß, und man kann sofort erkennen, wie sie sich fühlt. Die Geschichte ist einfach geschrieben, die Sprache ist aber dennoch anspruchsvoll.

Die Story hätte nach meinem Geschmack etwas ausgeklügelter sein können. Ich finde den Anfang sehr gut, aber sie endet irgendwie zu schnell. Ich hätte mir gewünscht, dass die Tiere mehr getüftelt hätten und vielleicht auch einen Fehlversuch, was die Rettung des Mondes betrifft, gemacht hätten. Ich hätte mir auch eine Erklärung gewünscht, wie die Maus es schaffen kann, den Mond so einfach vom Himmel zu schießen. Was mich noch sehr wundert ist, dass das Mäuschen in ihrem Leben wirklich noch nie einem anderen Tier begegnet ist. Für mich ist die Geschichte leider nicht ganz rund.

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Der Mond im Meer

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Von der Hauptschule nach Harvard von Dr. Mahmut Martin Yüksel

Ein inspirierendes Rollenvorbild für alle mit schwierigen Startvoraussetzungen

Dr. Mahmut Martin Yüksel hat einen beeindruckenden Bildungsaufstieg hingelegt. Als Kind kurdisch-jesidischer Eltern, zwar in Deutschland geboren, aber mit ausländisch klingendem Namen, bei der Einschulung noch geringen Deutschkenntnissen und den Vorurteilen der Lehrkräfte ausgesetzt, schien sein Weg vorgezeichnet.

Doch all diese Hürden haben nicht mit der außergewöhnlichen Persönlichkeit des Kindes gerechnet: schon früh entschied der Junge, dass er mehr aus sich machen wolle und mit allen Kräften dafür kämpfen wolle. Selbst von einer Hauptschulempfehlung ließ er sich nicht ermutigen und schaffte bald den Umstieg zur Realschule und später aufs Gymnasium, wo er mit guten Noten maturierte, dann ein Doppelstudium in Medizin und Informatik erfolgreich absolvierte und es sogar zur Promotion nach Harvard schaffte.

In diesem Hörbuch, einfühlsam gesprochen von Lucas Sanchez, erleben wir den Weg des Autors mit: alle Stationen seiner Biografie werden ausführlich und gleichzeitig sehr interessant erzählt. Dabei ist es unglaublich beeindruckend, mitzuerleben, um was für eine Kämpferpersönlichkeit es sich bei Dr. Mahmut Martin Yüksel handelt und wie er sich auch von noch so vielen Widrigkeiten nicht unterkriegen lässt und es schließlich schafft, dass auch Förderer auf ihn aufmerksam werden, seinen Weg unterstützen und er Stipendien bekommt.

Dieses Hörbuch ist extrem ermutigend und inspirierend für alle, die es im Leben nicht so leicht haben und ein Rollenvorbild dafür brauchen, was das richtige Mindset ausmacht, dass Rückschläge dazu gehören und wie viel man erreichen kann, auch mit schwierigsten Startvoraussetzungen, wenn man sich davon nicht unterkriegen lässt, dranbleibt, fleißig und ambitioniert ist und es immer weiter versucht.

Insbesondere allen, die mit Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen zu tun haben und denen diese am Herzen liegen, kann ich das Hörbuch sehr empfehlen: es hilft außerdem dabei, die eigenen Urteile zu hinterfragen und sich für mehr Chancengerechtigkeit einzusetzen, wenn man an diesem Beispiel sieht, was aus einem Kind werden kann, das so viele schon leichtfertig abgeschrieben hatten.

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Von der Hauptschule nach Harvard

Rezensionen von Normanfips:

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Landleute von Daniel Mason

Schräg und unterhaltsam

Kate und Miles leben mit ihren zwei Kindern in Kalifornien. Kate ist Expertin für Milton und erhält eine Gastprofessur in Vermont. Da Miles schon seit Jahren an seiner Doktorarbeit schreibt, denken sie, für ihn wäre es eine gute Gelegenheit diese dort in Ruhe zu beenden. Und so begeben sie sich aus der Stadt auf das Land.

Vor allem Miles taucht mit großem Interesse in das Landleben ein und beobachtet fasziniert die Landbevölkerung.
Daniel Mason hat einen pointierten Schreibstil. Er ist ein guter Beobachter von Menschen und ihren Interaktionen. In diesem Roman tummeln sich viele skurrile Figuren. Der Autor hebt die Eigenheiten auf humorvolle Art und Weise hervor, bleibt dabei aber immer warmherzig ohne zu verurteilen. Ich habe mich beim Lesen bestens unterhalten gefühlt. Manchmal ging es mir vielleicht zu sehr ins Detail bei den einzelnen Geschichten, aber alles in allem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Diese Familie und all die Dorfbewohner muss man einfach mögen, gerade weil sie so so schön schräg sind.

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Landleute

Rezensionen von Ruth:

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tiptoi® Liederbücher - Rolf Zuckowskis Liederwelt von Rolf Zuckowski; Cee Neudert

Gelungene Mischung

Bei den Liedern von Rolf Zuckowski werden Erinnerungen wach an die Kindheit von Sohn und Tochter. Deshalb war es keine Frage, dass ich bei diesem Buch sofort zugegriffen habe, denn nun dürfen sich meine Enkelkinder daran erfreuen.
Das Buch bietet aber weitaus mehr als einige der bekanntesten Songs des beliebten Liedermachers, die man sowohl mit Gesang als auch in der Instrumentalversion anhören kann und von denen alle Strophen abgedruckt sind.

Die Lieder sind eingebettet in eine jeweils passende Situation, die lebensecht und farbenfroh dargestellt wird. Meist sind es Begebenheiten aus dem kindlichen Umfeld, bei einigen wenigen sind Tiere die Protagonisten. Bei den Illustrationen wird erfreulicherweise auch auf Diversität geachtet. Es kommen hell- und dunkelhäutige Menschen, Kinder mit Einschränkungen, männliche Erzieher usw. vor.
Dazu gibt es wie bei allen tiptoi- Büchern zusätzliche Informationen und Geräusche, und viele verschiedene Möglichkeiten zum aktiven Mitmachen. Bei „Stups, der kleine Osterhase“ z.B. sollen die Kinder alle versteckten Eier finden. Beim Lied „Zebrastreifen“ gibt es ein Straßenverkehrsquiz, bei dem man bestimmte Aussagen als „richtig“ oder „falsch“ einordnen soll. Woanders gilt es Reime zu finden oder Suchaufträge zu erledigen.
So ist „Rolf Zuckowskis Liederwelt“ eine gelungene Mischung aus Musik, Spielen und Lernen, ein Buch, das bei Eltern nostalgische Erinnerungen auslöst und bei den kleinen „Lesern“ für Spaß und Freude sorgt. Für Kindergartenkinder geeignet und empfehlenswert!

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tiptoi® Liederbücher - Rolf Zuckowskis Liederwelt

Rezensionen von Annaja:

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Weißer Rausch von Anu Ojala

Ermittler in Lappland

Die Autorin Anu Ojala hat mit dem Debütroman und nordischen Thriller "Weißer Rausch" eine spannende Geschichte rund um die Ermittlungen zu Drogenschmuggel und Drogenkriminalität in einem Grenzgebiet verfasst.
In einem Kommissariat einer Kleinstadt zwischen Finnland und Schweden herrscht ständig Hochbetrieb.

Ein Vorfall, bei dem ein junger Mann getötet wird, in der Nähe ein Drogentoter aufgefunden wurde und kurz danach eine junge Mutter kaltblütig in einem Einkaufszentrum ermordet wird, lässt niemanden im Städtchen kalt und beschäftigt die Polizei, die Ermittlungsarbeit in dem Thriller steht hier im Vordergrund. Ronja und ihre Kollegen scheinen so gut wie nie schlafen zu können, ihr Beruf fordert immer vollen Einsatz. Noch tappen sie im Dunklen. Erst nachdem die Polizei zu einem Einfamilienhaus gerufen wird, in dem die Ehefrau ihren Gatten angegriffen und angeschossen hat und die kleine Tochter schwer misshandelte und dort ein Handy mit verräterischen Telefonnummern auftaucht, kommen sie endlich auf die richtige Spur, die mitten in Drogengeschäfte und deren jugendliche Abnehmer steuert.
Ein Buch, das die eisige Kälte des Nordens, aber auch die schrecklichen Gefahren, die durch Drogenkonsum überall lauern, in unseren Alltag und unser Denken führt.
Ein packender Thriller mit offenem Ende, der nächste Band erscheint schon bald.

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Weißer Rausch

Rezensionen von marli_04:

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Kiss me in Orange von Alix Bente

Wenn der Mensch, den man vergessen will, plötzlich vor der Tür steht

Drei Monate nach einem Kuss plötzlich dem früheren besten Freund gegenüberzustehen, den man eigentlich vergessen wollte, ist schon eine ziemlich gute Ausgangslage für eine Romance. Emma hat sich ihren Herbst jedenfalls ganz anders vorgestellt. Sie möchte Berlin hinter sich lassen, ihrer schwangeren Schwester in Goldried im Café helfen und endlich ihr gebrochenes Herz heilen.

Niclas passt überhaupt nicht in diesen Plan. Natürlich steht er trotzdem irgendwann vor ihrer Tür und damit ist es mit dem erhofften Abstand vorbei.
Gerade die Vorgeschichte der beiden hat mich sofort neugierig gemacht. Emma und Niclas waren beste Freunde und nun gibt es zwischen ihnen jede Menge Ungesagtes. Ich mochte beide sehr und habe ihre Geschichte unglaublich gerne verfolgt. Natürlich gab es zwischendurch Momente, in denen ich dachte, dass ein offenes Gespräch einiges einfacher machen würde. Mich hat das hier aber nicht wirklich gestört, weil ich trotzdem immer wissen wollte, wie es mit den beiden weitergeht.
Was ich vorher gar nicht erwartet hatte, war, wie sehr ich Goldried mögen würde. Das Kleinstadtleben und die Gemeinschaft geben der Geschichte eine richtig schöne Atmosphäre. Zusammen mit dem Café und der herbstlichen Stimmung entstand genau dieses gemütliche Lesegefühl, das ich bei Herbstbüchern liebe. Dadurch habe ich mich in der Geschichte einfach wohlgefühlt.
Der Schreibstil ist locker, flüssig, humorvoll und gleichzeitig gefühlvoll. Das hat für mich richtig gut zu Emma und Niclas gepasst. Schon das Cover mit seinen warmen Herbstfarben gefällt mir sehr und macht direkt Lust auf die passende Jahreszeit. Nach dem Lesen hatte ich jedenfalls noch lange dieses schöne Goldried Gefühl im Kopf. Für mich ist das genau die Art von Romance, die ich an einem kühlen Herbsttag am liebsten lesen möchte.

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Kiss me in Orange

Rezensionen von marli_04:

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Schascha und der Buchspazierer von Carsten Henn

So viel Bücherliebe zwischen zwei Buchdeckeln

Schascha war für mich ganz klar der Mittelpunkt der Geschichte. Sie ist neun Jahre alt, liebt Bücher und wird neugierig auf Carl, der regelmäßig Bücher zu den Menschen der Stadt bringt. Schließlich begleitet sie ihn auf seinen Wegen. Ich mochte ihre offene und lebendige Art sehr. Carl ist deutlich stiller, weshalb die beiden zusammen eine interessante Kombination ergeben.

Während ihrer Buchspaziergänge treffen sie auf unterschiedliche Menschen, und genau dadurch bekommt die Geschichte immer mehr Tiefe. Bücher sind dabei nicht einfach nur Dekoration. Sie verbinden Menschen und können Hoffnung und Zuversicht vermitteln. Das fand ich gerade als Leserin richtig schön. Gleichzeitig bleibt die Handlung nicht nur leicht und gemütlich, denn auch ernstere Themen kommen vor. Trotzdem überwiegt für mich die warme Atmosphäre. Der Schreibstil ist angenehm zugänglich und passt gut zu einem jüngeren Publikum. Auch als Erwachsene konnte ich die Geschichte aber problemlos genießen. Schon das Cover mit Schascha, Carl und den vielen Büchern hat mich angesprochen, aber besonders schön finde ich die farbigen Illustrationen im Inneren. Ich habe das Buch vor allem wegen seiner Bücherliebe und der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Schascha und Carl sehr gern gelesen.

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Schascha und der Buchspazierer

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The Brave and the Reckless von Dilan Dyer

Bravetown hat mich richtig überrascht

Schon nach den ersten Kapiteln war ich neugierig darauf, was Esra als Nächstes passieren würde. Eigentlich sucht sie nur einen neuen Job und plötzlich steht sie mitten in einer Bühnenshow – das fand ich einen richtig witzigen Einstieg. Noch mehr Spaß gemacht haben mir aber die Begegnungen mit Noah.

Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein und genau deshalb haben ihre Gespräche für mich so gut funktioniert. Hinter den vielen kleinen Sticheleien merkt man nach und nach, dass sich zwischen ihnen etwas verändert. Diese Entwicklung wirkte auf mich angenehm natürlich. Besonders mochte ich, dass Bravetown nicht einfach nur Kulisse bleibt, sondern sich wie ein Ort anfühlt, an dem Menschen gerne zusammenarbeiten. Dadurch bekommen auch die Nebenfiguren ihren Platz und machen die Geschichte lebendig. Das Cover hat mich schon vor dem Lesen angesprochen und passt perfekt zu den Cowboy-Vibes des Romans. Der Schreibstil ist locker und humorvoll, sodass ich immer wieder weiterlesen wollte. Gleichzeitig gibt es auch ruhigere Momente, die den Figuren mehr Tiefe geben. Dass Esras Erkrankung selbstverständlich Teil der Geschichte ist, fand ich ebenfalls gelungen, weil sie weder überbetont noch vergessen wird. Ich hatte beim Lesen oft ein Grinsen im Gesicht und hätte gerne noch etwas mehr Zeit in Bravetown verbracht. Für mich war das eine schöne Mischung aus Humor, Romantik und einer außergewöhnlichen Idee.

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The Brave and the Reckless

Rezensionen von marli_04:

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Nase & Weis - Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? von Michael Engler

Wenn aus einer Frage ein kleines Abenteuer wird

Warum fallen wir eigentlich immer nach unten? Über solche Fragen denkt man im Alltag kaum noch nach, für Kinder können sie aber der Anfang einer richtigen Entdeckungsreise sein. Genau das passiert der kleinen Maus Nase, die ausgerechnet in der Pfote des Eisbären Weis landet. Gemeinsam wollen die beiden herausfinden, was hinter der Schwerkraft steckt, und beginnen zu forschen und zu experimentieren.

Ich mochte besonders, dass die Antworten nicht einfach vorgegeben werden. Nase und Weis stellen Fragen, überlegen, probieren etwas aus und stellen dabei fest, dass auch ein Experiment, das nicht wie erwartet läuft, etwas zeigen kann. Ganz nebenbei erfahren Kinder etwas über die Erdanziehungskraft, Isaac Newton, Fliehkräfte und den Mond. Zusätzliche Informationen ergänzen die eigentliche Geschichte und gehen teilweise noch etwas tiefer ins Thema.
Für mich funktioniert die Verbindung aus Sachwissen und Geschichte richtig gut. Nase und Weis sind ein sympathisches und ziemlich ungleiches Duo, bei dem neben dem Forschen auch die entstehende Freundschaft eine Rolle spielt. Besonders schön finde ich außerdem die Illustrationen. Sie machen viele Erklärungen anschaulicher und es gibt einiges zu entdecken, ohne dass die Seiten dabei überladen wirken.
Bei der Altersempfehlung ab fünf Jahren bin ich etwas unsicher. Die Geschichte selbst können sicherlich schon jüngere Kinder gut verfolgen, manche physikalischen Zusammenhänge und zusätzlichen Informationen sind aber durchaus anspruchsvoll. Andererseits kann man genau diese Teile beim Vorlesen zunächst weglassen oder später noch einmal gemeinsam anschauen.
Ich hätte als Kind wahrscheinlich ziemlich viele weitere Fragen gestellt und genau das gefällt mir an diesem Buch. Es versucht nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern macht neugierig darauf, selbst nach Antworten zu suchen. Ein schönes Sachbilderbuch für kleine Entdecker und für mich ein spannender Auftakt der Reihe.

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Nase & Weis - Wieso falle ich eigentlich immer nach unten?