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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von beavielleser :

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Ellen von Franziska zu Reventlow

Keine einfache Frau

Ellen hat schon als Kind einen großen Freiheitsdrang. Sie will lieber in die Natur und Zeit mit ihrem liebsten Bruder Detlev verbringen, als zu lernen.
Um so älter sie wird, um so schwerer wird es für sie. Die Eltern verstehen sie nicht und im Mädchenpensionat hat sie große Schwierigkeiten. Und dabei will sie nur zwei Dinge: frei sein und malen.

Nach ihrem Studium ist es endlich so weit, sie geht nach München, um zu malen. Geld hat sie keines, aber endlich kann sie das machen was sie schon immer wollte. Für diese Freiheit ist sie bereit vieles in Kauf zu nehmen. Sie hat viele Männerbekanntschaften, lange hält sie es jedoch bei keinem aus.
Der Schreibstil ähnelt einem Tagebuch. Nicht alles wird direkt ausgesprochen. Ihre Rastlosigkeit und ihr Kampf um ein freies Leben kommen gut rüber. Ellen war mir nicht immer sympathisch, da ihr Egoismus auf der Suche nach ihrem Selbst, oft keine Rücksicht auf andere nahm. Aber sie tat mir auch leid, hat sie sich ihr Leben doch selbst so schwer gemacht.

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Ellen

Rezensionen von vianne:

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Death's Daughter von S. A. Barnes

Ein einzigartiges Magiesystem und ein düsteres Setting - hat mir gefallen!

Das Buch hat stark angefangen, im Mittelteil musste ich sehr kämpfen, aber das Ende hat mich kaum aufatmen lassen, so gut war es dann noch mal - trotzdem 3,5/5 Sternen ⭐️.

Death’s Daughter von S.A. Barnes ist genau die Art von düsterer herbstlicher Romantasy, die ich liebe. Es gibt eine Protagonistin mit Fähigkeiten, die sie selber abstoßend findet, dass sie sie kaum nutzt.

Und das einzige, was sie will, ist ein normales Leben. Es gibt mysteriöse Morde, es gibt den Fremden, der einmal auf einmal auftaucht und zu allem Überfluss auch noch ziemlich gut aussieht und es gibt einen Schicksalsschlag, der alles auf den Kopf stellt. ????????

Jocasta ist die Tochter des Todes und besitzt genau eben diese Fähigkeiten. Sie nährt sich von dem Tod aber alles, was sie will, ist ein normales Leben, und so besucht sie eine Uni in einer Stadt, möglichst weit weg von allem und jedem, den sie kennt.
Dort baut sie sich aber schnell ein Leben auf mit Freunden und einem komplizierten Liebesleben, bis auf einmal ihre beste Freundin stirbt.

Bis hierhin hat mir die Geschichte wirklich total gut gefallen. Vor allem habe ich diese verregnete, düstere graue Dark Academia Atmosphäre gemocht.????????????‍???? Es hat mich sehr an „Wednesday“ erinnert, eine Serie, die ich auch total geliebt habe, allerdings war’s dann bei dem Buch so, dass sich mehr auf die Fähigkeiten und das Maggies System bezogen wurde als auf das Ganze Uni Leben und das Leben am Campus, was ich mir noch mehr gewünscht hätte.

Was ich mir auch gewünscht hätte, wäre noch ein stärkerer Fokus auf dem Murder Mystery, dass wirklich Beweise gesammelt werden, dass an der Wand dieser typische Plan gemacht wird. Welche Beweise hat man? Wer hat, wo mit wem was zu tun und noch ein bisschen mehr Fokus auf diesen Prozess.

In der Mitte des Buches ging es dann viel darum, einen Plan zu entwickeln, den Mord aufzuklären und die Protagonistin hat versucht, sich selbst zu finden. Diesen Teil fand ich, wie gesagt, etwas lang und schwierig und dort musste ich mich echt durchbeißen, aber zum Ende wurde es dann noch mal wirklich richtig gut mit ein zwei Plot Twists, die ich auch wirklich nicht hab kommen sehen, was ich immer total mag, wenn ich überrascht werde.

Was ich zuletzt noch einmal ansprechen wollte, die Bewertung des Spice Levels, die schon beim Klappentext gegeben wird als 3/5 ????️.
Die Bewertung finde ich okay…. es gibt eine richtige Spicy Szene, die mir tatsächlich sehr gefallen hat, da es mal etwas anderes war und ich sowas in der Art noch nicht so oft gelesen habe, zumindest nicht im Romantasy Genre. Aber bei der großen Ankündigung hätte ich mehr als eine Szene erwartet…

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Death's Daughter

Rezensionen von kaloy:

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Der Abend der Seelen von Maria Laura Berlinguer

Auf den Spuren der Ururgroßmutter

„Der Abend der Seelen“ von Maria Laura Berlinguer ist eine intensiv geschriebene Zeitreise in die Vergangenheit der Protagonistin Iride hin zu ihrer Ururgroßmutter Mimi in das Jahr 1899. Iride reist nach dem Tod ihres Vaters in sein Heimatland Sardinien zu seinem Begräbnis und um private Angelegenheiten zu regeln.

In der sardinischen Villa Dessì lebt nun ihre Tante Manuella, die viel aus der Geschichte der Familie zu erzählen weiß. Unter anderem auch die Geschichte von Mimi, der Ururgroßmutter von Iride. Manuella erzählt ihr von Mimis nicht besonders glücklichen Ehe und von ihrer Beziehung zu Emanuele Manca, einem damals auf Sardinien gefürchteten Banditen. Eines Tages verschwand Mimi jedoch spurlos. Iride begibt sich zusammen mit ihrem Jugendfreund auf Spurensuche. „Der Abend der Seelen“ ist eine intensiv erzählte Familiengeschichte, in der ich auch viel über alte sardische Gebräuche und Riten erfahren habe.

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Der Abend der Seelen

Rezensionen von Julchentim:

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Red Star Rebels von Amie Kaufman

Gute Idee, aber mir fehlte der richtige Sog

Ich hatte richtig Lust auf einen spannenden Science-Fiction-Roman und die Ausgangsidee von Red Star Rebels hat mich auch sofort angesprochen. Leider konnte mich die Geschichte beim Lesen dann doch nicht so richtig packen.

Das Tempo ist hoch und durch die kurze Handlungsspanne passiert eigentlich ständig irgendetwas.

Trotzdem wollte bei mir keine
richtige Spannung aufkommen. Vieles war für mich ziemlich vorhersehbar und einige Entwicklungen kamen dadurch weniger überraschend, als ich es mir gewünscht hätte.

Auch bei den beiden Hauptfiguren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Die Dynamik zwischen ihnen war durchaus unterhaltsam, aber ihre Entwicklung und vor allem die Beziehung zueinander ging mir stellenweise einfach zu rasch. Gerade bei einer Geschichte, die so stark von den beiden lebt, hätte ich gerne mehr Zeit mit ihnen verbracht.

Insgesamt war das Buch für mich eine nette und kurzweilige Science-Fiction-Geschichte, von der ich mir nach dem Klappentext und meiner Vorfreude aber einfach mehr erhofft hatte.

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Red Star Rebels

Rezensionen von Shilo:

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Zeiten des Lichts – Schicksalstage an der Elbe von Wolf Serno

Zwischen Liebe und Verlust

Ebba hat nach dem Verlust ihres Kindes schwer zu kämpfen. Gleichzeitig macht ihr die Krankheit ihres Mannes Arndt große Sorgen. Als sie unerwartet wieder schwanger wird, wird die Situation zwischen den beiden immer schwieriger. Ihre Ehe gerät in eine Krise und Ebba zieht sich schließlich nach Skagen zu ihrem Vater zurück.

Von dort aus nimmt ihr Leben noch einmal eine andere Wendung.
Beim Lesen konnte ich gut verstehen, wie sehr Ebba unter dem Verlust leidet und wie groß ihr Wunsch nach einem weiteren Kind ist. Gleichzeitig waren auch Arndts Sorgen für mich nachvollziehbar. Er hat Angst davor, seine Frau und ein mögliches Kind zurückzulassen. Beide tragen ihre eigenen Ängste mit sich herum und schaffen es dadurch kaum, offen miteinander umzugehen.
Die Landschaft rund um Skagen und das Leben an der Küste konnte ich mir beim Lesen gut vorstellen. Dadurch bekam die Geschichte für mich auch ein passendes Bild von der damaligen Zeit. Auch die Figuren sind nicht einfach in gut und böse einzuteilen. Bei manchen Entscheidungen konnte ich mitfühlen, bei anderen musste ich erst einmal überlegen, was dahintersteckt.
Wolf Serno erzählt ausführlich und nimmt sich viel Zeit für seine Figuren. An einigen Stellen war mir das Tempo allerdings etwas zu langsam. Vor allem bei den vielen Briefen hatte ich manchmal den Eindruck, dass bereits bekannte Ereignisse noch einmal aufgegriffen werden. Dadurch kam die Handlung für mich zwischendurch etwas ins Stocken.
Trotzdem wollte ich wissen, wie es mit Ebba und Arndt weitergeht. Mich hat vor allem beschäftigt, ob die beiden nach allem, was zwischen ihnen passiert ist, wieder zueinanderfinden. Auch in Skagen bleibt es für Ebba nicht einfach, denn dort kommen neue Dinge auf sie zu.
Ich habe Ebba und Arndt gerne durch diese schwere Zeit begleitet. Die historischen Hintergründe und das Leben in Skagen haben mir dabei einen guten Eindruck von der Zeit vermittelt. Auch die persönlichen Probleme der beiden haben mich beim Lesen immer wieder beschäftigt.
Einige Abschnitte hätten für mich etwas kürzer ausfallen dürfen. Insgesamt habe ich die Geschichte aber gerne gelesen und vergebe 4 Sterne.

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Zeiten des Lichts – Schicksalstage an der Elbe

Rezensionen von Zwerg:

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Heulen bringt dich auch nicht weiter! von Caroline Philipp

Zwischen Drillingen und Alltag

Ich weiß nicht so recht, wo ich dieses Buch einordnen soll. „Heulen bringt dich auch nicht weiter“ soll ein Sachbuch sein. Das sehe ich irgendwie nur teilweise.

Es ist mir viel Selbstdarstellung der Autorin/Protagonistin enthalten. Caroline Philipp ist von Instagram bekannt, und ihr Account wird auch des Öfteren im Buch erwähnt.

Ich kannte sie vorher nicht aus den sozialen Medien.

Ich war vor allem gespannt auf den Alltag einer Drillingsmutter und auf ihre Tipps und Tricks. Davon gab es allerdings nicht sehr viele, oder es waren Dinge, die man so oder so ähnlich schon kennt.

Man sollte alles positiv sehen, es muss nicht alles perfekt sein, Frauen sind stark, dürfen aber auch Hilfe annehmen … Ich würde jetzt mal behaupten: nichts Neues.

Mir fehlten tatsächlich die konkreten Beispiele aus dem Alltag mit Mehrlingen.

Ich will aber auch nicht zu negativ sein. Caro wirkt super sympathisch und das Buch ist gut geschrieben. Es war sehr kurzweilig und man konnte auch etwas daraus mitnehmen.

Ich denke nur, dass ich nicht ganz die Zielgruppe bin. Ihre Follower werden das Buch bestimmt lieben.

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Heulen bringt dich auch nicht weiter!

Rezensionen von askyfullofpages:

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Red von Louise Kennedy

Absolute Hörempfehlung

Freundschaft.
Sucht.
Verlust.
Was für ein tolles Hörbuch!
Mit „Red" ist Louise Kennedy ein berührender und gleichzeitig melancholischer Roman über Freundschaft, Liebe, Verlust, Wiederfinden und die verschlungenen und steinigen Wege, die das Leben manchmal nimmt, gelungen.
Róisín und Red lernen sich bereits sehr jung kennen.

Es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und Verbundenheit, die irgendwo zwischen Freundschaft und Liebe liegt und auf einem tiefen Verständnis füreinander beruht. Ihre Beziehung ist geprägt von Finden, Verlieren und Wiederfinden. Ihre Lebenswege verlaufen alles andere als geradlinig. Alkohol und Drogen spielen dabei eine große Rolle.
Ich liebe Charaktere mit Ecken und Kanten und da bin ich bei Róisín und Red genau richtig. Sie treffen nicht immer die richtigen Entscheidungen und wirken dadurch sehr authentisch und unglaublich menschlich. Die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden hat mich sehr berührt. Auch wenn sie zeitweise nicht Teil des Lebens des anderen waren, blieben sie in den Gedanken des jeweils anderen immer präsent.
Ein großes Kompliment möchte ich auch der Hörbuchsprecherin Inka Löwendorf machen, die das beim Hörbuch Hamburg Verlag erschienene Hörbuch wirklich großartig eingesprochen hat.
„Red" ist für mich eine berührende und melancholische Geschichte über Freundschaft, Liebe, tiefe Verbundenheit und Verlust. Für mich ist es ein wirklich tolles Hörbuch!
Von mir gibt es eine ganz klare Hörempfehlung.
Herzlichen Dank an den Hörbuch Hamburg Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.

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Red

Rezensionen von askyfullofpages:

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Die Stille kennt deinen Namen von Petra Ivanov

Außergewöhnlicher Krimi

Werbung | Rezensionsexemplar
Stalking.
Kontrolle.
Angst.
Klasse Krimi!

Mit Die Stille kennt deinen Namen ist Petra Ivanov ein richtig guter Krimi gelungen. Leise. Und trotzdem spannend. Es ist der erste Fall für Bella Kron, die Gebärdensprachdolmetscherin.

Zürich. Eine gehörlose Starköchin.

Sie wird verfolgt. Beobachtet. Der Stalker/die Stalkerin sorgt dafür, dass sie es merkt. Die Dolmetscherin ist plötzlich mittendrin.

Bella versucht, sich nicht reinziehen zu lassen. Will professionelle Distanz wahren. Was nicht immer gelingt. Das fatale Ende eines früheren Falls macht Bella immer noch zu schaffen. Und so versucht sie, einen guten Mittelweg zwischen professioneller Involviertheit und Distanz zu finden.

Mit der Zeit kommen mehr Menschen in der Geschichte vor, unter anderem Bellas Vater. Das Misstrauen wächst. Irgendwann ist klar, dass man niemandem mehr vertrauen kann.

Der beim Unionsverlag erschienene Krimi Die Stille kennt deinen Namen überzeugt mich auf ganzer Linie. Ich kann dieses Buch allen Krimi-Fans empfehlen.

Vielen Dank an den Unionsverlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

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Die Stille kennt deinen Namen

Rezensionen von Lesemama:

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When Dealing With Dragons. Drachengold von Dana Swift

Von Drachen und der ersten Liebe

Bewertet mit 4,5 Sternen

Zum Buch:

Farren ist die Tochter des Tierarztes und sie lebt auf einem Gnadenhof für Drachen. Außerdem ist sie Kupferschmiedin. James hingegen ist Silberschmid, hat einen eigenen Renndrachen und führt ein Leben mit Luxus und Reichtum. Zumindest scheint es so, bis sich James ein Praktikum auf dem Gnadenhof macht und Farren ihn näher kennenlernt.

Meine Meinung:

Angepriesen als Mischung zwischen Drachenzähmen leichr gemacht und einer (unschuldigen) Version von Fourth Wing war ich sehr gespannt auf das Buch und mochte es tatsächlich von der ersten Seite an. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Farren und James, so lernt man beide besser kennen und kommt langsam hinter die Geheimnisse, die die beiden voreinander haben. Farrens großes Geheimnis schweißt die beiden zusammen und es nimmt eine Wendung, mit ser ich nicht gerechnet hatte.
Ich fand es spannend, gut erzählt und die zarten Bande der ersten Liebe waren schon sehr süß. Sehr empfehlenswert für Fantasy bzw. Drachenfans ab zwölf, dreizehn Jahren.

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When Dealing With Dragons. Drachengold

Rezensionen von Ruth:

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Nach der Sonne schauen von Martina Hefter

Thesenroman

Die Installationskünstlerin Iona Bartok bekommt von ihrem Freund Franz eine alte Industriehalle zur Verfügung gestellt. Hierher, ins Leipziger Neuseenland, will sie sich für einen Sommer lang zurückziehen, um in Ruhe an ihrem neuen Projekt zu arbeiten. Gleichzeitig braucht sie nach einem Eklat Abstand zum Leipziger Kulturbetrieb.

In einer dortigen Ausstellung wurde eine frühere Arbeit von ihr von dem stadtbekannten Künstler Herto Straus mit dem Wort „Bullshit“ besprüht. Iona reagiert mit Rückzug darauf. „ Den Zorn aufheben, vielleicht für später.“
Anfangs ist ihr einziger Gefährte Robyn, ein KI- generierter Hund. Diese App gehört Franz und er möchte, dass sich Iona während ihres Aufenthalts darum kümmert. Ohne wirkliches Interesse, aber pflichtbewusst erledigt sie diese Aufgabe.
Dann aber läuft ihr die reale Hündin Bella zu, die ihr ans Herz wächst.
Die Tage vergehen, es passiert wenig, Iona lässt sich treiben. Erinnerungen werden wach an ihre Kindheit auf einer Alm in den Allgäuer Bergen. Doch dann ist es mit ihrer selbstgewählten Einsamkeit vorbei. Nova, die junge Nichte ihres Vermieters, schlägt hier ihr Lager auf. Jugendliche Festivalbesucher stören die Ruhe.
Zur Arbeit an ihrem neuesten Kunstprojekt kommt Iona auch nicht . Dabei hat sie sehr konkrete Vorstellungen davon, was sie schaffen möchte, weiß auch schon den Titel für das Werk: „Die Landschaft in fünftausend Jahren.“ Modell ist das Gebiet des ehemaligen Tagebaus im Süden von Leipzig, genau die Ecke, in der sie sich gerade befindet. Dabei ist die Landschaft hier sowieso schon weit weg von ihrem ursprünglichen Zustand. Der See, die Abraumhalden, alles menschengemacht. Wird sich die Natur in fünftausend Jahren wieder erholt, sich ihr Refugium zurückerobert haben oder, was wahrscheinlicher ist, wird alles zerstört sein?
Ein zentrales Thema des Romans ist der Klimawandel, der sich in diesem Sommer schon mit einem beständigen Wechsel von Regen und Dürre zeigt. Die einzige Konstante ist der Wind, der ununterbrochen , mal stärker, mal schwächer, weht.
Der Roman lebt nicht von seinem Plot, denn Handlung gibt es wenig. Stattdessen erfahren wir viel über die seelischen Befindlichkeiten der Protagonistin, trotzdem blieb sie mir weitgehend fremd. Seitenlang beschreibt die Autorin in eindringlichen und poetischen Bildern Landschaft und Naturphänomene. Das überzeugt zwar auf literarischer Ebene, kann dem Lesenden aber auch zu viel werden.
Den Roman konnte ich nicht als realistische Geschichte lesen, eher als ein Konstrukt, in dem die Autorin die ihr wichtigen Themen unterbringen wollte. So tragen z.B. die meisten Figuren Namen, die keinerlei Rückschlüsse auf ihr Geschlecht erlauben. Das mag noch bei den jüngeren Protagonisten passen, doch dass ihre Eltern Kim ( der Vater) und Leto ( die Mutter) heißen und der Allgäuer Jugendfreund Zia, ist wenig glaubhaft.
Die Kindheit ist eine Idylle zwischen Kühen, wo kein Tier geschlachtet wird. Der Vater stirbt an einer seltenen Krebsart, eine Spätfolge des Reaktorunglücks in Tschernobyl.
Immer sind es Männer, die zerstörerisch wirken. Auf der Alm sind es die „Deppen“ aus dem Dorf, in der Stadt ein neidischer Kollege.
Nova hat sich mit ihren Freundinnen einer Bewegung angeschlossen, die keinerlei Beziehungen zu Männer unterhalten. „Keine Bewegung queerer Frauen, es ist eine Gruppe, die für die konsequente Befreiung aller weiblich gelesenen Menschen steht.“ So erklärt sich auch das Cover, denn der Hirsch ist ihr Wappentier.
Das ist mir alles mit zu dickem Pinsel gezeichnet.
Immer wieder wird im Roman Simone Weil zitiert, eine französische Philosophin des Zwanzigsten Jahrhunderts. Auch ein Satz von ihr steht als Motto dem Buch voran. Die Protagonistin hat sich intensiv mit deren Schriften auseinandergesetzt, trägt deren Text „Schwerkraft und Gnade“ beständig bei sich. Ich kenne nichts von Simone Weil, kann deshalb deren Bedeutung für diesen Roman nicht einschätzen. Das zweite vorangestellte Zitat von Marlene Haushofer dagegen ist einfacher zu deuten. „Aber wir waren nicht ganz verloren, weil wir zu zweit waren.“ In deren Roman „Die Wand“ wird eine Frau plötzlich durch eine unsichtbare Wand von der Zivilisation abgetrennt. Ihr bleibt als Weggefährte ein Hund.
Der Hund, der reale, nicht der Bildschirmhund, bekommt auch in diesem Roman eine zentrale Rolle zugewiesen. Empathie für Tiere allgemein ist immer wieder herauszulesen.
Die Autorin verarbeitet offensichtlich auch die Kränkung, die sie bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises erlitt. Herto Straus, der Ionas Kunstwerk herabsetzt, erinnert an den Auftritt von Clemens Meyer. Im Nachwort erklärt Martina Hefter, dass „Herto Straus“ ein Anagramm von Herostratos ist, der 356 v.Chr. den Artemis- Tempel in Brand setzte und dafür zum Tode verurteilt wurde.
Obwohl Martina Hefter Spannendes in ihrem Roman thematisiert - neben dem Klimawandel und seinen Folgen, die Natur im Kontrast zu den Auswüchsen unserer Zivilisation, den Sinn von Kunst - bin ich nicht glücklich geworden mit ihm. Auch die schöne Sprache hat mich nicht durch die Geschichte getragen. Positiv schlägt noch zu Buche, dass die melancholische Grundstimmung sich in einem hoffnungsfrohen Ende niederschlägt.

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Nach der Sonne schauen