Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Vobabooks:
Gnadenopfer von Viveca Sten
Spannend und thematisch
„Gnadenopfer“ ist der 5. Band der Åre-Morde von Viveca Sten, übersetzt von Dagmar Lendt. Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ermitteln in einem neuen Fall - mehrere ältere Menschen, die von einem Pflegedienst versorgt wurden, sind unerwartet verstorben…
4.5 ⭐️ Das war ein spannender Krimi, den ich wirklich gerne gelesen habe.
Besonders gelungen fand ich das Thema des Krimis rund um das höhere Lebensalter. Außerdem gibt es einige Entwicklungen in der Sidestory rund um Hanna und Daniel. Hierbei ist das Vorwissen aus den anderen Bänden der Reihe hilfreich - ansonsten sollte man aber auch gut ohne Vorwissen folgen können vermute ich. Verglichen mit den anderen Krimis dieser Reihe fand ich den Showdown am Ende ein wenig gediegener - also besonders für Lesende geeignet, die keine Höchstspannung benötigen. Aus der Sicht verschiedenster Personen erzählt, sodass man gut beim Lesen miträtseln kann und es verschiedene Fährten gibt. Die kurzen Kapitel ermöglichen zudem ein kurzweiliges Lesevergnügen. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band dieser Reihe!
Rezensionen von yellowdog:
Der blaue Stift von Samar Yazbek
Rimas Geschichte
Samar Yazbek hat ein forderndes Buch geschrieben, in dem eine junge rau in Syrien von ihrem eben während des Kriegs erzählt. Es wird von Qualen und Hoffnungslosigkeit gesprochen.
Für die junge Rima ist es nicht einfach. An einem Kontrollpunkt wird ihre Mutter erschossen, sie wird verletzt. Ihr Bruder holt sie aus dem Krankenhaus, aber hr Lage bleibt schwierig.
Der Prosa ist eine eigentümliche Poetik zu eigen. Sie konzentriert sich überwiegend auf einen Bewusstseinsstrom der Protagonistin. Das ist bemerkenswert.
Rezensionen von Peachybookdreams :
Be a Light in the Dark Sea 1 von SoftCoral
Gefangen in der Tiefe
– Eine fesselnde Dystopie mit einzigartigem Setting und einer unterhaltsamen Truppe –
Extreme Hitze und Umweltverschmutzungen machen das Leben an der Erdoberfläche langsam unmöglich. Ein Team aus Forschern und Ingenieuren testet nun die erste Unterwasserstation, ob das Leben in 3000 Metern Tiefe überhaupt möglich ist.
Das Setting war wirklich einzigartig und ich habe noch nichts Vergleichbares gelesen.
Der Schreibstil ist stellenweise sehr informationslastig, aber ich fand die ganzen wissenschaftlichen Fakten ziemlich interessant, weshalb es meinen Lesefluss nicht gestört hat. Trotzdem dauerte es ungefähr 100 Seiten, bis mich die Geschichte gepackt hat, da man zuerst viel über den Alltag von Park Muhyun auf der Station erfährt. Doch dann nimmt das Pacing rasant zu und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zuerst ist da natürlich die aktive Bedrohung durch die Überflutung, die für ordentlich Nervenkitzel sorgt, und dann zeigt sich auch noch die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Ländern, die sich die Station teilen, und das war noch nicht alles …
Park Muhyun ist bei seiner Flucht aber nicht alleine. Begleitet wird er von der gebäckliebenden Meeresbiologin Geumyi, dem verschlossenen Haeryang, der absoluten Kampfmaschine Aeyoung und dem energiegeladenen Jihyuk, mit dem es niemals still wird. Ich habe die Truppe echt ins Herz geschlossen. Manchmal hätte ich mir noch etwas Tiefe gewünscht, aber trotzdem hat mir die Dynamik zwischen ihnen sehr gefallen. Ich denke, dass sich das Ganze in den nächsten Bändern auch noch vertiefen wird.
Die letzten Kapitel waren so voller Action und haben mich teilweise echt sprachlos gemacht. Ich wusste nicht, in welche Richtung das Ende gehen wird, aber damit habe ich absolut nicht gerechnet. Normalerweise bin ich nicht so ein Fan von diesem Trope am Ende, aber hier hat es doch irgendwie gepasst und es macht mich nur noch neugieriger, wie der zweite Band ablaufen wird.
Fazit: Eine richtig actionreiche und spannende Dystopie voller Wendungen. Wenn einen viele wissenschaftliche Begriffe stören, könnte man hier etwas überfordert sein, aber ich fand sie interessant und die Spannung kam für mich deswegen nicht zu kurz. Ich bin sehr neugierig, wie die Geschichte im nächsten Band ablaufen wird.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Tramezzini und Triumphpforte von Herbert Dutzler
Hier ist wenig, wie es scheint
Mit diesem Krimi, der Auftakt zu einer neuen Reihe ist, verlässt Herbert Dutzler das Ausseer Land und seinen Gasperlmaier, um mit einem neuen Team in Innsbruck Verbrechen aufzuklären.
Chefinspektor Romed Stock liest gerne Krimiklassiker und ist ein Fan von Hercule Poirot, der übergewichtig wie er selbst, mit Akribie und Ruhe diversen Verbrechern das Handwerk legt.
Seit wenigen Tagen hat er eine neue Kollegin, Hedi Dobernig, die das genau Gegenteil von ihm ist: sportlich und mit einer schnellen Auffassungsgabe. Zunächst weiß Stock nicht so recht, wie er mit der aus Klagenfurt zugezogenen Kollegin umgehen soll, weshalb die beiden getrennt an zwei alten, ungeklärten Kriminalfällen arbeiten.
Als man auf dem Wiltener Friedhof eine vorerst unbekannte Frauenleiche findet, müssen die beiden die Cold Cases zur Seite schieben und im aktuellen Fall gemeinsam ermitteln. Nichts ahnend, mit welchen Überraschungen dieser Kriminalfall noch aufwarten wird.
Meine Meinung:
Bislang ist die Landeshauptstadt Tirols als Schauplatz von Krimis nicht sonderlich in Erscheinung getreten. Zwar gibt es mit jenen von Stefan König, Joe Fischler oder Lena Avanzini durchaus Krimis, die in Innsbruck spielen, die Anzahl ist durchaus überschaubar zu nennen. Am Lokalkolorit und den interessanten Menschen kann es wohl nicht liegen Nun, dieser Lücke schafft Herbert Dutzler ja nun Abhilfe.
Mit feinem Humor nimmt er so manche Eigenheit von Bewohnern sowie Protagonisten wahr. Mit Romed Stock, einem Genussmenschen mit Übergewicht, streifen wir durch Innsbruck und laben uns an kulinarischen Köstlichkeiten, während Hedi Dobernig fast asketisch lebt. Nur beim Kaffee sind sich beide einig: Automatenkaffee ist beiden Gräuel. Stock hütet seine Siebträgermaschine im Büro wie seinen sprichwörtlichen Augapfel, was manchmal für heitere Szenen führt. Bei den Ermittlungen ergänzen sich beide recht gut und lernen einander schätzen.
Romed Stock ist ein liebenswürdiger und authentischer Charakter, der nach der Scheidung von seiner Frau gerne wieder eine Beziehung hätte, was in ein wenig unbeholfenen Versuchen mündet. Entzückend finde ich seine Bemühungen, seine Teenager-Tochter an den Papa-Wochenenden zu bespaßen, obwohl er keine Ahnung hat, was Teenies im Allgemeinen und seine Tochter im Speziellen interessiert.
Auch Hedi, eigentlich Hedwig, Dobernig hat eine gescheiterte Beziehung mit ihrem ehemaligen Vorgesetzten hinter sich. Es scheint, dass es hier noch Spätfolgen geben wird, wie es den Andeutungen zu entnehmen ist. Das macht neugierig auf den nächsten Band, der hoffentlich bald erscheinen wird.
Und der Kriminalfall? Über den verrate ich jetzt nichts, sonst ginge die ganze Spannung verloren. Nur so viel, wir müssen uns durch die von Touristen verstopfte Altstadt quälen und einen Laden betreten, der unsäglichen und billigen Kitsch verkauft.
So mancher Leser wird sich über den Titel wundern: Gut, die Triumphpforte ist klar. Sie ist eines der Wahrzeichen von Innsbruck, und ist 1765, anlässlich der Hochzeit von Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen, errichtet worden. Damals am südlichen Stadtende gelegen, wirkt sie heute (man möge mir diesen Ausdruck verzeihen) vom öffentlichen und lndividualverkehr umtost, ein wenig verloren am Ende der Maria-Theresien-Straße. Manchmal wird sie, auch wenn man das in Innsbruck nicht laut ausspricht, sogar als Verkehrshindernis gesehen.
Nun zu den Tramezzini: Der mediterrane Einfluss mit den Laubengängen in der Altstadt und das oft milde, föhnige Wetter, sowie die kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Süden wie Schlutzkrapfen und eben Tramezzini, ist deutlich zu spüren. Der Brennerpass, über den Jahrhunderte hinweg die Handelsrouten vom Süden in den Norden führten, also die Grenze zu Italien ist in knapp 35 Minuten oder 40 Kilometer zu erreichen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi, der durch feinen Humor und authentische Charaktere sowie komplexe Zusammenhänge fesselt, eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
Rezensionen von spozal89:
Willow-Falls-Reihe, Band 3 - Wait For Me in Willow Falls von Greta Milán
Rückkehr nach Willow Falls
Endlich dürfen wir erneut nach Willow Falls zurück kehren und endlich geht es um Reese und Owen, bei denen man ja schon aus den beiden Vorgängerbänden die Anziehungskraft regelrecht spüren konnte. Zuerst muss ich sagen, dass ich das Cover wieder liebe, da es so wirklich perfekt zu den anderen Bänden passt und auch wie immer so eine cosy, herbstliche Stimmung rüber bringt.
Auch im inneren finden wir viele cosy Momente, was mir bei Band zwei tatsächlich zu wenig war, war hier wieder da. Leider kann ich erneut nicht die vollen fünf Sterne geben, weil mich vor allem Reese hin und wieder echt genervt hat. Ich verstehe, dass sie sich schwer auf jemand neuen einlassen kann, aber sich so vehement zu wehren und im Endeffekt auch seine Gefühle nicht wirklich aussprechen hat mich dann doch gestört. Auch Owen hab ich nicht so ganz verstanden, vor allem wieso er Hunter nicht von Anfang an von er Fake-Verlobung erzählt hat. Hunter hätte das sicher verstanden und die Bezihung der beiden hätte nicht so darunter gelitten.
Trotzem mochte ich den Verlauf der Story und das Ende fand ich dann ganz rund, vorallem weil die Clique einfach immer gut zusammenhält.
Ich konnte beim Lesen wieder aus dem Alltagstrubel entfliehen, dass ist mir immer ganz wichtig und Herbstgefühle hatte ich hier auch tolle. Nun freue ich mich, wenn auch Ryder im nächsten Band zeigen kann, was in ihm steckt und das wir Willow Falls dann zur Winterzeit erleben können.
Für mich nach wie vor eine empfehlenswerte Reihe, bei der man abschalten kann!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Mut von Danielle Spera; Erika Freeman
Eine klare Leseempfehlung!
Die Wiener Journalistin und ehemalige Direktorin des Jüdischen Museums in Wien, Danielle Spera und die österreichisch-amerikanische Psychoanalytikerin Erika Freeman sind bekannte Gesichter und Autorinnen, wenn es darum geht, Biografien von eindrucksvolle jüdischen Frauen vor den Vorhang zu holen. Die beiden treffen sich seit Jahren zu wöchentlichen Gesprächen.
Dabei, so steht es im gemeinsam verfassten Vorwort, gehe es immer um „belanglose Themen. Politik, Geschichte, Antisemitismus, Frauen, Mut, Familie, also um das Übliche, worüber man sich bei einem Kaffee im Vorübergehen so unterhält ...“
Es scheint, als hätte ich die Ironie, die hinter dieser Aufzählung steckt, nicht verstanden, denn für mich ist keines dieser Themen belanglos.
Warum 36 Frauen? Diese Antwort findet sich in der jüdischen Zahlenmystik, die hier nicht erläutert werden soll, aber im Buch erklärt wird. Schmunzelnd lese ich, dass es durchaus Diskurse gegeben hat, wer in dieses Buch aufgenommen werden soll und wer nicht. Hier scheint auch die Vorliebe des Diskutierens, die man jüdischen Menschen liebevoll nachsagt, zu Tage getreten sein. Klar ist, dass es hunderte Frauen gäbe, die es verdient hätten, hier vorgestellt zu werden. Doch es sind eben genau diese 36, deren Namen ich hier nicht aufzählen werde, sonst wäre ja die Vorfreude dahin.
Natürlich hätte ich manch andere Wahl getroffen. Meine erklärte Lieblingsfrau ist Glikl von Hameln (1646/47 - 1724), die gleich mehrfach bedeutend ist: Zum einen schupft sie, mit 14 Jahren verheiratet, Ehe, Familie (14 Kinder, von denen die meisten das Erwachsenenalter erreichen) und nach dem frühen Tod des Ehemannes das Geschäft und muss den Bankrott der Firma durch ihren zweiten Mann erleben, stirbt mit 74 verarmt und zum anderen verfasst sie ab 1691 (!) ihre Autobiografie (auf jiddisch natürlich). Das ist wirklich einzigartig! Zum einen weil im 17. Jahrhundert die wenigsten Frauen schreiben und lesen konnten und Muße dafür fanden, und zum anderen, weil die Bedeutung von Frauen im (orthodoxen) Judentum gerne auf die Anzahl der Kinder reduziert wurde (und wird).
Doch zurück zum Buch: Jedes Frauenporträt ist gleich aufgebaut. Ein kurzer Abriss in dem der historische Hintergrund erläutert wird, dann ihr Leben und die Conclusio „Was wir von XX lernen können“ mit Kommentaren von Spera und Freeman. Aufgefallen ist mir, dass zu Beginn Danielle Spera häufig das letzte Wort hat. Ob das die Frauen sind, die sie ausgesucht hat?
Das Buch ist in gediegener Aufmachung als Hardcover im Amalthea-Verlag erschienen. Ergänzt werden die Kurzporträts durch Zitate und Abbildungen. Das Buch eignet sich perfekt als Geschenk.
Fazit:
Eine sehr persönliche Zusammenstellung von Danielle Spera und Erika Freeman jüdischer Frauen, die mit Mut und Entschlossenheit in Vergangenheit und Gegenwart deutliche Spuren hinterlassen haben. Gerne gebe ich dafür 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von rewareni:
Das S.E.H.E.N. Prinzip. von Peter Emmrich; Benjamin Hartlieb
Viele AHA Erlebnisse, was das Auge betrifft
Der Ratgeber ,, Das S.E.H.E.N Prinzip“ zeigt dem Leser auf einfache, aber doch fundiert beschriebene Art und Weise, wie eines der wichtigsten Organe im Körper, nämlich das Auge gehegt und gepflegt werden sollte, damit es lange gesund bleibt.
In 14 Kapiteln erfährt man, dass man das Auge stets im Zusammenhang mit dem ganzen Körper betrachten muss, wo nicht nur die Ernährung, die Haltung, die Entgiftung sondern auch das Nervensystem eine zentrale Rolle spielen.
Man findet viele praktische Beispiele aus dem Alltag, wo man sich selbst immer wieder findet, wo man zwar weiß, dass man nicht zu lange vor dem Bildschirm sitzen soll, man es aber trotzdem tut, ohne wirklich darüber nachzudenken, wie die Augen darunter leiden.
Es gibt einige AHA Erlebnisse, wo z.b. der Stress eine große Rolle für die Augengesundheit spielt, wo man diesen Auslöser aber nicht wirklich mit einer späteren Schädigung des Auges in Verbindung bringen würde.
Durch die bildhafte und gut strukturierte Beschreibung was alles im Körper passiert und wie falsche Ernährung oder Probleme mit der Leber und dem Darm auch die Augen betreffen, haben den Ratgeber nicht nur interessant gemacht, sondern auch sprichwörtlich die Augen darüber geöffnet, dass man viele Anzeichen oft ignoriert oder einfach zu spät reagiert.
Die beiden Autoren Peter Emmrich und Benjamin Hartlieb haben ihre Erfahrungen als Allgemeinmediziner und Naturarzt, sowie als Osteopath und Heilpraktiker in die einzelnen Kapitel einfließen lassen.
Dabei beschreiben sie auch verschiedene Erkrankungen, die das Auge betreffen, wo sie auch immer erwähnen, dass man bei rechtzeitiger Vorsorge, einem gesunden Lebensstil vieles für die Augen tun kann, wo aber auch bei gewissen Erkrankungen eine Operation nötig ist und die Ratschläge, die man im Buch findet, vieles erleichtern kann, aber es natürlich keine Garantie gibt, dass jede Behandlung für jeden Betroffenen, den gewünschten Erfolg bringt.
Etwas störend in dem Buch sind die oftmaligen Hinweise wo man sich im Internet für eine kostenlose Masterclass anmelden kann für einen Überblick über den ganzheitlichen Ansatz bei Augenerkrankungen und spezielle Themen, die man dann in einem vollständigen Onlinekurs auf der Homepage um 399€ buchen kann.
Praktische Tipps, die man schnell und einfach im Alltag anwenden kann runden das interessante Leseerlebnis ab, wo man, wenn man es schon rechtzeitig gewusst hätte, vieles für seine Augen tun hätte können und wo viele Probleme vielleicht gar nicht oder erst viel später aufgetreten wären.
Rezensionen von Anndlich:
Chimaira: Malin & Maira von Sabine Giebken
Zwei Leben
Malin liebt es auf der Bühne zu stehen und zu tanzen, doch sie kann ihre Nervosität nicht bändigen und wenn sie Sarina scheinbar mühelos den perfekten Tanz abliefern sieht, packt Malin die Unsicherheit noch mehr und sie verliert ihre Leichtigkeit. Und dann ist da auch noch Yannick…
Maira ist die Neue an der Schule und um sie gibt es viele Gerüchte.
Das alles interessiert Maira jedoch nicht, sie möchte nur ihren Durst stoppen. Doch vielleicht benötigt sie mehr als ein bisschen Zeit…
Chimaira von Sabine Giebken ist ein Jugendbuch für Kinder ab 12 Jahren. Das Wendebuch erzählt die Geschichte von Malin und Maira, deren Leben sich auf ungewöhnliche Weise kreuzen.
Die Aufmachung von Chimaira fand ich unfassbar spannend. Eine Geschichte, die aus zwei Perspektiven geschrieben wurde und wir können selbst entscheiden, mit welcher wir beginnen.
Aber egal mit welcher Perspektive wir starten, auf beiden Seiten werden weitere Fragen aufgeworfen, sodass man Lust auf die nächste Sicht bekommt. So beantworten beide Seiten nicht nur Fragen über die eigene Person, sondern auch über die jeweilige andere und das hält einen auch in der zweiten Perspektive bei Laune.
Maira ist ein interessanter Charakter, ihre Sichtweise ist durchweg eher düster und mysteriös, teilweise kaum greifbar, aber dennoch authentisch und interessant. Ihrer Persönlichkeit kommen wir im Laufe der beiden Perspektiven immer näher, dennoch fehlte mir am Ende etwas mehr Information zu dem, was sie ist und warum sie diese Dinge macht. Das wird zwar durchaus erläutert, hätte aber gerne noch etwas mehr Tiefe besitzen können. Malin hingegen hat typische Teenagerprobleme, die sie zu einem nahbaren Charakter machen und im Laufe ihrer Geschichte entwickelt sie sich zu einer starken Persönlichkeit, die eine tolle Entwicklung nimmt.
In den Handlungen der Geschichte schwingen sehr viele Botschaften mit, die aber meist eher durchdrungen und weniger offensichtlich da liegen.
Die Aufmachung sorgt natürlich auch dafür, dass manche Handlungsstränge repetitiv wirken. Die Sorge hatte ich bereits vor dem Lesen und war positiv überrascht, dass es meist dennoch unterhaltsam blieb. Nur einmal hat die Geschichte dadurch etwas an ihrer Sogwirkung verloren. Auch das wir das Ende der zweiten Perspektive bereits durch die erste Geschichte kannten, machte das Lesen überraschenderweise nicht uninteressanter.
Die beiden Enden der Geschichten waren mir jedoch zu plötzlich und hätten gerne noch mehr Tiefe besitzen können, dennoch hat mir gefallen, dass die eine Perspektive, die jeweilige Zukunft der anderen Perspektive erahnen lässt und somit dann doch ein ganz gutes Ende findet.
Chimaira ist ein tolles Jugendbuch, das durch starke Figuren und eine ganz besondere Geschichte zu überzeugen weiß.
Rezensionen von LeserinLu :
Fingerspiele mit Krippenkindern von Anna Thekla Ruhe
Vielfältig
Fingerspiele sind für mich eine schöne Möglichkeit, schon mit den Kleinsten zu spielen. Diese Kartenbox bietet dafür 30 verschiedene Ideen, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen. Besonders gut gefällt mir das praktische Format. Die Karten sind übersichtlich und ansprechend gestaltet.
Durch die Sortierung nach Jahreszeiten findet man schnell etwas Passendes und wird gleichzeitig von der Anzahl der Karten nicht erschlagen.
Was ich besonders gelungen finde, ist, dass die Fingerspiele vielfältig fördern. Neben der Sprachförderung werden auch Motorik und Koordination, Rhythmusgefühl und soziale Fähigkeiten angesprochen. Dadurch sind die Karten abwechslungsreich und bieten verschiedene Möglichkeiten, die Kinder spielerisch einzubeziehen. Ich hätte mir ab und zu noch Anregungen gewünscht, zu welchen Melodien man die Fingerspiele noch singen könnte, um einen weiteren Bereich anzusprechen.
Insgesamt dennoch eine schön gestaltete und praktische Sammlung, die eine gute Mischung aus Bewegung, Sprache, Rhythmus und gemeinsamem Spiel bietet.
Rezensionen von Netti:
Und es wird trotzdem wieder Sommer werden von Sebastian Becker
Gemeinsame Zeit lässt sich nicht nachholen
Dieses Buch ist wunderschön geschrieben und richtet sich an alle, die schonmal einen lieben Menschen, vielleicht sogar die Eltern, verloren hat.
Der Autor hat selbst die Erfahrung gemacht, als er als junger Mann durch einen tragischen Unfall plötzlich seinen Vater verloren hat.
In dem Buch schreibt er seine Gefühle und Erfahrungen dazu.
Es gibt auch kurze Einblicke in sein Leben, als der Vater noch lebte.
Ich habe mich in dem Buch oft selbst wieder gefunden. Ich habe beide Elternteile verloren. Wie es einem danach geht, kann nur jemand verstehen, der auch ein geliebtes Elternteil verloren hat. Meist wird in der Bevölkerung nicht darüber gesprochen und es wird schnell erwartet, dass man nach 2-3 Wochen wieder zum Alltag übergeht.
Das Buch hat wunderbare Zitate und Denkanstöße. Ich habe mich rundum wohl und verstanden in diesem Buch gefühlt. Es hat mir auch geholfen, dass jemand so offen über seine Gefühle und Erfahrungen nach dem Verlust schreibt, denn so merkt man, man ist nicht alleine.
Das Buch hat 172 Seiten die in kurze Kapitel unterteilt sind. Der Schreibstil ist wunderbar, leicht und locker.
2 Zitate aus dem Buch haben mir besonders gut gefallen:
Gemeinsame Zeit lässt sich nicht nachholen, nicht aufschieben. Manchmal wissen Menschen nicht, wie unwahrscheinlich die Dinge sind, die sie sich versprechen, wo Zeit endlos scheint.
Und bei der Frage seiner Therapeutin, wofür er lebt, finde ich die Erkenntnis wunderbar : Du bist auf der Welt um das Leben zu lieben!
Ich kann das Buch auf alle Fälle weiter empfehlen. Mir hat es sehr gut gefallen, es hat mir geholfen und ich habe daraus einiges mit genommen an Denkanstößen .











