Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
Tiere aus Speckstein. Life is a Story - story.one von Natascha Behr
liebenswert
Klappentext / Inhalt:
Ein Mutmach-Buch für schüchterne Kinder zum Schulwechsel auf die weiterführende Schule
Etwas abseits, nahe am Wald, liegt das Jugendhaus, in dem die Sommerferienspiele stattfinden. Annabelle und Carlotta sind zum ersten Mal dabei und sie müssen sich zwischen den anderen Kindern zurechtfinden.
Denn an den Kickern herrscht eine raue Hierarchie und der zwei Jahre ältere Jan lässt nicht mit sich spaßen. Zum Glück gibt es auch noch die Arbeit mit den Specksteinen und Annabelle verliert sich darin, wundervolle Tiere aus ihnen zu schleifen. Dabei lernt sie den gefühlvollen Kai kennen, mit dem sie plötzlich mehr Zeit verbringt, als mit ihrer besten Freundin. Und dann kreuzt Jan auch immer wieder an den Specksteintischen auf, obwohl das doch eigentlich gar nicht sein Ding ist. Und was ist mit diesem Alligator ohne Kopf, der ihn frustriert?
Altersempfehlung: Ab 9 Jahren
Cover:
Das Cover ist sehr süß und liebenswert umgesetzt und zeigt ein Jungen und ein Mädchen, welche sich recht schüchtern gegenüber stehen und diese Schüchternheit schwebt über dieser Situation und hat zugleich etwas sehr liebenswertes und authentisches. Optisch und farblich ist das Ganze sehr passend umgesetzt. Die eher gediegenen erdigen Farben machen es emotionsreich und gefühlvoll. Das Cover finde ich sehr schön und ansprechend.
Meinung:
Eine gefühlvolle und herzergreifende Geschichte über Schüchternheit, Mut und ein wenig Liebe. Annabelle und Carlotta sind sehr unterschiedlich. Während Carlotta schnell Anschluss findet, fällt es der schüchternen und eher ängstlichen Annabelle nicht leicht mit anderen Kontakt aufzunehmen. Daher sind die Ferienspiele und neue Kinder für sie nicht leicht. Beim Arbeiten mit Speckstein geht Annabelle aber auf und kommt aus sich heraus, ob das der Schüssel für neue Freundschaften ist?
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel erzählen und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist lockern und einfach lesbar. In Charaktere und Situationen findet man sich schnell hinein. Die Emotionen und Gefühle sind nah spürbar und wirken authentisch. Man kann sich gut in die Gedanken und Charaktere hineinversetzen und so auch die Emotionen gut nachempfinden. Besonders die schüchterne Annabelle war mir sehr verstraut und ich konnte mich gut in sie hineindenken.
Die Idee und Story dahinter fand ich sehr ergreifend und liebenswert umgesetzt. Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge und auch die Anfänge sind sehr gut erkennbar und schön heraus gearbeitet.Die Überschriften sind passend, ohne zu viel zu verraten. Leider haben sich so einige kleinere Fehler eingeschlichen, die leider hin und wieder den Lesefluss doch etwas gestört haben, aber dies ist nichts, was man nicht mit einem Korrektorat und Lektorat lösen könnte. Die Geschichte in sich ist liebenswert und kurzweilig lesbar und besonders für schüchterne Mädchen und Jungen eine Art Mutmachbuch, welches unterstützt und stärkt. Eine mutige, liebens- und lesenswerte Geschichte. Sehr schön umgesetzt. Die bunten Illustrationen fand ich auch sehr schön und diese lockern das Ganze sehr gut auf, jedoch sind die Bilder in sich sehr unterschiedlich von Art und Zeichenstil, so dass man Charaktere nicht immer direkt wiedererkennt oder zuordnen kann, was ich leider etwas schade fand. Die Idee mit den bunten Illustrationen finde ich sehr schön, aber leider konnte ich diese nicht immer ganz greifen.
Alles in allem jedoch sehr emotionsreich und eine tolle Geschichte, die Mut macht und vielleicht ein wenig hilft Schüchternheit abzulegen. Das Ganze ist liebenswert und herzerwärmend umgesetzt. In sich sehr schön gemacht, mit kleineren Ansätzen, die man noch verbessern könnte. Man merkt aber, dass hier sehr viel Herzblut und Liebe der Autorin mit einfließt und es ist eine wunderschöne Geschichte, die ich gern weiterempfehle, denn die Idee und die Story dahinter ist einfach lesenswert.
Fazit:
Eine gefühlvolle und herzergreifende Geschichte über Schüchternheit, Mut und ein wenig Liebe.
Rezensionen von gerlisch:
Nobody's Quest von Alyssa Day
Eine abenteuerliche Mission
Die Kriegsgöttin Corvynne hält ihre Schwester die Göttin Artemisen gefangen und erobert durch ihre Krieger die Zhagarn und die Tell ein Königreich nach dem anderem im Land Altarra und niemand kann sie stoppen. Dieser Niemand ist Soli Greymind und an ihrer Seite fünf sehr unterschiedliche Begleiter
Die Gruppe aus sechs Figuren ist einer der größten Pluspunkte des Romans.
Ihre Unterschiede sorgen für Dynamik, Reibung und Tiefe. Jede Begegnung, jeder Konflikt und jede Entscheidung fühlt sich dadurch lebendiger an. Gemeinsam sind sie stärker als geglaubt und zusammen Altarras letzte Chance zu überleben.
Besonders stark ist Solis Charakterentwicklung. Vom eingeschüchterten Mädchen zur selbstbewussten, mutigen Frau, dieser Wandel ist glaubhaft, berührend und fühlbar. Auch ihre psychischen Probleme, der Greymind, ein grauer Nebel in ihrem Kopf, sind feinfühlig umgesetzt. Das verleiht der Geschichte noch zusätzlich Tiefe.
Die romantischen Gefühle zwischen Soli und Kaelen, dem Prinzen ohne Königreich, bleiben dagegen etwas blass. Der Funke springt nicht ganz über, und der Spice wirkt stellenweise etwas deplatziert.
Das Worldbuilding ist bildhaft und hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, dadurch konnte ich schnell in die Story eintauchen. Nach einem starken Aufbau hätte das Ende allerdings noch mehr Spannung vertragen können.
Diese Geschichte mit Göttern, Machtstrukturen und einer permanent greifbaren Bedrohung hat mir gut gefallen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Claudia R.:
Alles, was Mädchen wissen sollten, bevor sie 13 werden von Heike Abidi
Pubertät
Klappentext / Inhalt:
Wie überlebe ich bloß die Pubertät?
Ganz schön tricky, wenn der Körper sich auf einmal verändert, das Leben zur Gefühlsachterbahn mutiert und sich die Sache mit der Liebe als furchtbar kompliziert herausstellt! Henriette hat das alles einmal gründlich untersucht und ihre Ergebnisse in diesem Buch zusammengetragen: mit Blogeinträgen, Checklisten und kleinen Interviews.
Dieser Ratgeber ist informativ, auf Augenhöhe geschrieben und ideal für alle Mädchen kurz vor oder in der Pubertät. Auch Teenager, die wenig lesen, werden begeistert sein, denn dieses Aufklärungsbuch muss nicht am Stück gelesen werden und eignet sich gut zum Schmökern.
Cover:
Eine Tasse mit einer 13 darin, umschließende Hände und ein Handy daneben, zeichnen dieses Cover aus. Bunte freundliche Farben runden das Cover ab. Der Titel sagt, was angesagt ist und setzt das Ganze gut in Szene. Ein moderenes und ansprechendes Cover, welches fast schon ein wenig erwachsen für die Zielgruppe wirkt.
Meinung:
Dieses Buch ist besonders geeignet für Mädchen die bald in die Pubertät kommen oder sich bereits darin befinden und setzt viele unterschiedliche Themen verständlich, wissenschaftlich und fundiert um, ohne dabei zu trocken herüber zu kommen.
Ein lebendiger Ratgeber voller Wissen und Informationen, aber verständlich und gut erklärt, Listen und eigene Eintragungen runden das Ganze perfekt ab. Alles rund um Pubertät und dem Alltag einer 13 jährigen wird hier sehr gut aufgearbeitet und informativ erklärt, ohne zu medizinisch oder zu wissenschaftlich zu wirken. Die verschiedenen Themen werden toll angesprochen und man findet sich schnell hinein und in den Situationen und Geschehnissen gut wieder,
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm, bildlich und gut verständlich. Informativ und zugleich lebendig ist das Ganze umgesetzt. Die Informationen sind verständlich eingestreut und mit Erlebnissen und Beschreibungen umhüllt. Listen und Impulse runden das Ganze gut ab und genügend Freiraum und Platz für eigene Eintragungen ist auch gegeben.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Gliederung und Gestaltung ist sehr gut gelungen und sehr schön umgesetzt. Kleine schwarz-weiß Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab und lockern so manches sehr gut auf.
Alles in allem ein tolles Ratgeber und Vorbereiter auf Pubertät und folgendes. Aber nicht nur diese Zielgruppe fühlt sich angesprochen, auch ältere finden sich hier wieder und können so manches leichter verarbeiten, nachvollziehen und nachempfinden und so in das jüngere eigene Ich eintauchen. Ein tolles Buch, welches die körperlichen Veränderungen gut erklärt, sensible Einblicke offenlegt und gleichzeitig zeigt, dass man in dieser Lebensphase nicht allein ist.
Fazit:
Ein lebendiger Ratgeber voller Wissen und Informationen, aber verständlich und gut erklärt, Listen und eigene Eintragungen runden das Ganze perfekt ab.
Rezensionen von PMelittaM:
Yesteryear von Caro Claire Burke
Der Tradwife Hölle
Natalie Heller Mills wächst in einer sehr christlich geprägten Umwelt auf, heiratet noch während des Studiums und wird schnell schwanger, so dass sie ihr Studium abbricht. Mit ihrem Ehemann Caleb kauft sie eine Farm in Idaho und bekommt weitere Kinder. Ihre Instagramposts, in denen sie ihr traditionelles, christliches Leben zeigt, locken zunehmend Follower an, so dass sie bald gut als Influencerin verdient.
Eines Tages wacht sie auf und findet sich offenbar im 19. Jahrhundert wieder.
Ich muss sagen, ich war sehr neugierig auf diesen Roman, und er hat mich tatsächlich sehr schnell gepackt. Erzählt wird in drei Abschnitten, betitelt mit „Gegenwart“, „Vergangenheit“ und „Zukunft“, wobei der mittlere, also Vergangenheit, den meisten Raum einnimmt. Zunächst erlebt man Natalie in ihrem Leben als auf Instragram postende Tradwife, und hier wird schon klar, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Dann folgt der Break, Natalie erwacht in einem Leben, das nicht das ihre sein kann, oder doch? Parallel dazu erfahren wir ihre Lebensgeschichte, ihre Kindheit, ihr Studium ihre Ehe, wie sie zur Influencerin wurde, und manches mehr. Im letzten Abschnitt gibt es dann das Danach.
Natalie ist von Anfang an unsympathisch, ich kann mir tatsächlich nicht vorstellen, dass jemand der Lesenden sie mögen könnte. Nach außen hin zeigt sie sich auf eine Weise, die nicht wirklich mit ihrem Innenleben zusammenpasst, sie spielt eine Rolle. Die Autorin lässt sie selbst in ich-Form erzählen, so dass man nicht nur ihr Handeln erfährt, sondern auch ihre Gedanken und Emotionen. Und da ist sie erschreckend, missgünstig, egoistisch, manipulierend, und, was ihre Wortwahl angeht, sehr obszön.
Ihr Umfeld, das wir natürlich subjektiv gefärbt erfahren, ist, man möchte fast sagen, auch nicht besser, wobei das natürlich nicht ganz stimmt. Es gibt aber eine ganze Reihe wichtiger Personen, die mich ähnlich abgestoßen haben. Das hat auch mit dem aktuellen Bezug zu tun, der vielleicht nicht immer offensichtlich, aber sehr passend ist.
Selten habe ich einen Roman gelesen, bei dem ich, wie hier, nicht wusste, ob ich lachen, weinen oder einfach nur abgestoßen sein soll. Und genau das hat mich wahrscheinlich auch gefesselt. Es ist wie eine Katastrophe, bei der man nicht hinsehen will, es aber dennoch tut, weil sie eine eigene, wenn auch ungute Faszination hat. Dieser Roman schrecklich aktuell und voll mit tiefschwarzem Humor, Szenen, die man gar nicht glauben mag, und einem hohen Unterhaltungswert, wenn man sich darauf einlässt.
Nach dem Break habe ich lange überlegt, wie es erklärt werden wird, dass sich Natalie auf einmal in einer anderen Zeit wiederfindet. Es gibt den einen oder anderen Hinweis, und dennoch hat es mich überrascht. Zum Glück ist die Auflösung nachvollziehbar, so dass der Roman mich auch am Ende überzeugen konnte.
„Yesteryear“ ist ein Roman, auf den man sich einlassen muss, denn seine Protagonistin ist alles andere als sympathisch, und viele ihre Handlungen, vor allem auch ihrer Gedanken und Emotionen, sind eher erschreckend, der Roman ist bitterböse und voll schwarzem Humor. Mich hat er tatsächlich sehr fesseln können, ich schwankte ständig zwischen Unglauben, Lachenmüssen und Kopfschütteln. Caro Claire Burk hat mich mit ihrem Debütroman sehr neugierig auf weitere Werke gemacht.
Rezensionen von Christina Schmädicke:
DUMONT Reise-Taschenbuch Reiseführer Leipzig von Anna-Sylvia Goldammer
Leipzig in all seinen Faszetten entdecken
Der Dumont Verlag hat ein Reisetaschenbuch über Leipzig herausgegeben. Das handliche Format passt gut in die Tasche und ist so ein treuer Begleiter bei meinen Streifzügen durch Leipzig. Gleich zu Beginn gibt es in der Innenklappe einen Stadtplan , wo 10 Highlights eingezeichnet sind. Wenn man dann durch das Buch blättert , stellt man fest das man Leipzig mehr als einmal besuchen sollte, um all seine Faszetten entdeckenzu können.
In 8 Abschnitte unterteilt lässt sich die Innenstadt wie auch das Umland und der Auenwald entdecken. Die Autorin Anna Sylvia Goldammer zeigt uns ihr Leipzig mit ihren ganz persönlichen Tipps. Tolle Bilder und auch die ganzen Beschreibungen liefern viele Informationen und so lässt sich der Aufenthalt in Leipzig wunderbar abwechslungsreich gestalten. Auch Thematische Touren wie Kind und Kegel oder aber auch die Wasserwege oder auch das Kaffeehaushopping finde ich klasse und laden zum selbst erleben ein.
Ein toller Reiseführer dazu eine herausnehmbarer Stadtplan, so lässt sich Leipzig gut entdecken.
Rezensionen von ingrid78:
Kaltes Versprechen von Katharina Peters
Rebekka Justs erster Fall
Die Leseprobe zu Katharina Peters neuestem Krimi fand ich vielversprechend und war auf das Buch sehr gespannt. Es geht um die Kommissarin Rebekka Just, die gerade eine neue Stelle in der Hamburger Mordkommission angefangen hat. Ihr erster Fall ist der Tod von ihrer Kollegin, der Kriminalpsychologin Hannah Jakob.
Was eigentlich nach einem Unfall aussieht, stellt sich letztlich als Mord heraus. Die Ermittlungen laufen im Sande, das ändert sich erst als Rebekka Unterstützung von Krølle bekommt. Krølle hatte Hannah Jakob oft bei Fällen unterstützt, als Freelancer geht er eigene Weg und muss sich nicht an Recht und Gesetz halten. Eigentlich ist die Geschichte vielversprechend, der Schreibstil ist gut und detailliert. Trotzdem muss ich mich überwinden, das Buch zu Ende zu lesen. Warum? Die Figuren bleiben ziemlich farblos, ich konnte mich mit keiner wirklich identifizieren und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis ich in der Story angekommen bin. Das aus meiner Sicht größte Manko ist die fehlende Spannung, die ich bei einem Thriller einfach erwarte. Schade, aber eine Fortsetzung werde ich vermutlich nicht lesen.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Wildboden von Constantin Lieb
Anspruchsvoller Roman über eine Liebe in schwierigen Zeiten
In seinem Debütroman "Wildboden", der im Insel Verlag erschienen ist, erzählt Constantin Lieb die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe.
Ernst Ludwig Kirchner, einer der wichtigsten Vertreter des Expressionismus, und seine Lebensgefährtin Erna Schilling leben seit 15 Jahren zurückgezogen in Frauenkirch, einem Ortsteil der Gemeinde Davos.
Der Künstler wünscht sich sehnlichst, dazuzugehören, doch die Bewohner des Ortes begegnen ihm und Erna immer noch mit Skepsis. Nur wenige interessieren sich für Kirchners Kunst. Erna leidet unter Depressionen, sie fühlt sich einsam und hat Heimweh nach Berlin. Kirchner ist traumatisiert von Ereignissen während des Ersten Weltkriegs und seitdem immer wieder abhängig von Medikamenten. Seine Welt bricht zusammen, als er erfährt, dass in Deutschland seine Werke als entartete Kunst bezeichnet werden und er von den Nationalsozialisten aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen wurde. Freunde, Sammler und Unterstützer wenden sich von ihm ab, er verkauft keine Bilder mehr. Auch die sich zuspitzende politische Situation belastet den Künstler zunehmend, er hört Stimmen und wird von Wahnvorstellungen gequält ...
Der Roman ist in ganz wunderbarer Sprache ruhig erzählt und liest sich sehr flüssig. Wir tauchen ein in die beiden letzten gemeinsamen Jahre eines Paares, bei dem die Rollen klar verteilt sind. Während Kirchner sich ganz seiner Kunst widmet, hält Erna ihm den Rücken frei, kümmert sich um den Haushalt und alles Geschäftliche. Bereits vor ihrem Umzug von Berlin in die Schweiz war sie ihm eine unverzichtbare Mitarbeiterin.
Das Buch ist keine leichte Kost, es hat mich gefesselt und zutiefst berührt. Der damalige Zeitgeist ist hervorragend dargestellt, die Zeichnung der Charaktere authentisch und bildhaft. Der Künstler ist schwierig und egozentrisch, er behandelt Erna des Öfteren mit verletzender Herablassung und demütigt sie. Das Paar hat eine Abmachung, die besagt, dass "das Werk über allem steht", für Kirchner ist Erna in erster Linie eine Kameradin. Ich hatte oft Mitleid mit Erna, die nicht nur gegen ihre eigenen Depressionen kämpfte, sondern auch verzweifelt Kirchner zu retten versuchte.
Constantin Liebs beeindruckender Roman über Kunst und Liebe, Abhängigkeit und Verlust basiert auf über 3500 Briefen und Postkarten, Tagebüchern, Fotografien und auch den Werken Ernst Ludwig Kirchners. Ich habe die Geschichte, die die historischen Begebenheiten geschickt mit literarischer Fiktion verwebt, sehr gern gelesen und empfehle sie nicht nur Kunstinteressierten!
Rezensionen von Anonym:
Harold und der Buchhändler von Camille Pagán
Kein Meisterwerk
Seichte, vorhersehbare "Groschenroman"-Handlung in kindlichem Schreibstil.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von AnonymRezensionen von Claudia R.:
Amboreg - Die magische Rüstung (4) von Iris Hennemann
ereignisreich
Klappentext / Inhalt:
Seine letzte Mission ist noch nicht einmal beendet, da wird dem Kampfmeister Godered schon eine neue Aufgabe übertragen: Gemeinsam mit alten und neuen Kampfgefährten soll er den magischen Speer der Rüstung Amboreg aus Rogarland bergen. Sein Weg führt ihn ausgerechnet auf die Hexen- und Geisterinsel Fil, wo sich Godered nicht nur finsteren Mächten, sondern auch den Qualen seiner Vergangenheit stellen muss.
Trotz aller Warnungen und Vorahnungen ist Godered entschlossen, seinen Auftrag zu erfüllen.
Koste es, was es wolle ...
Cover:
Das Cover zeigt einen glänzenden und schön verzierten Speer, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Schriftart des Titels ist besonders und hat einen tollen Wiedererkennungswert. Der Hintergrund mit der tobenden Gischt vermittelt Spannung und Lebendigkeit. Das Cover ist wieder wundervoll umgesetzt und der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Bänden der Reihe ist auf jeden Fall vorhanden.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den vierten Band der Reihe. Die Ereignisse knüpfen nahtlos an die vorherigen Geschehnisse an und auch wenn der dritte Band schon eine Weile her ist, so findet man Dank der Rückblenden und des tollen Erzählstil wieder schnell und gut in die Geschichte und Charaktere hinein. Dennoch sollte man die vorherigen Bände kennen, um den Geschehnissen und der Reise folgen zu können. Neue Aufträge machen es spannend und lebendig. Auch die Entwicklungen der Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und werde daher nicht weiter ins Detail gehen und mich mit inhaltlichen Informationen dazu zurückhalten.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. In die unterschiedlichen Charaktere findet man sich sehr gut hinein und die verschiedenen Sichten bringen mehr Einblicke und Erkenntnisse. Die verschiedenen Sichten bringen zusätzlich Spannung und Tempo hinein, aber auch eine gewisse Lebendigkeit. Zudem findet man sich so auch in die unterschiedlichen Charaktere besser hinein durch ihre entsprechenden Ansichten und kann diesen besser folgen.
Die Kapitelanfänge sind sehr schön gestaltet und verziert und dadurch sehr gut erkennbar. Die kleinen Illustrationen am Beginn der Kapitel sind toll umgesetzt und geben dem ganzen eine zusätzliche atmosphärische Note. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen.
Die Geschichte ist spannend umgesetzt und einmal begonnen lässt einen diese kaum los. Das Ende macht durch seine Cliffhänger neugierig auf mehr und lässt einen gebannt und gespannt zurück. Cliffhanger sind zumeist fies und ich hoffe, dass es nicht wieder ein Jahr dauert, bis ich weiß, wie es weitergeht.
Fazit:
Spannend und ereignisreich geht es im vierten Band weiter und die Neugier auf mehr, wird auch hier erweckt.
Rezensionen von gabiliest:
Mama mag keine Spaghetti von Tessa Hennig
Hochzeit auf italienisch
Mit “Mama mag keine Spaghetti” hat die bekannte Autorin Tessa Hennig ein sommerliches, fröhliches Buch vorgelegt, das in eine der schönsten Gegenden Italiens entführt, in die Toskana.
Mamma mia, eine italienische Hochzeit! Da sind Temperament, Verwicklungen und natürlich Amore vorprogrammiert.
Julia aus Deutschland will ihren italienischen Freund Lorenzo heiraten. Dumm nur, dass sich kurz vor der Hochzeit herausstellt, dass sie über sein Vorleben kaum Bescheid weiß. So einen Hallodri kann man nicht heiraten - oder doch? Aber es gibt nicht nur ein Beziehungschaos. Julias Mutter Hanna und ihr Vater Michael haben sich kürzlich getrennt. Beide sind zur Hochzeit angereist, der Vater sogar mit neuer Freundin. Da ist die Eifersucht groß und die Begegnungen sind eigenartig bis unangenehm. Zudem hatten Hanna und Michael einen gemeinsamen Lebenstraum: Sie wollten eine Weinhandlung eröffnen. Nun sind beide Konkurrenten – wer wird die besten Weinlieferanten an Land ziehen?
Doch damit nicht genug des Elends, poca miseria (das ist ein Schimpfwort und braucht nicht übersetzt zu werden). Auch Lorenzos Eltern haben Ehekrach. Da kann es sicher gar keine Versöhnung geben- oder doch?
Tessa Hennig hat mit leichter Feder und sehr schwungvoll einen Liebesroman geschrieben, den man selbst gerne am Strand in Italien lesen möchte. Das italienische Temperament, die südliche Lebensfreude und die Lebenslust der Menschen sind gut eingefangen. Jedoch auch die Schwierigkeiten, die sich in einer langjährigen Ehe ergeben, in der die Partner nicht immer gemeinsame Wege gehen.
Die Charaktere der Protagonisten sind passend zum Thema ausgearbeitet. Da ist Hanna, die die Fünfzig schon überschritten hat und sich fragt, ob ein Neuanfang in ihrem Alter möglich ist und die die Freude am Leben und an der Liebe in Italien wiederfindet. Michael, ihr Noch-Ehemann, ist auch in den “besten” Jahren und schmückt sich mit einer zwanzig Jahre jüngeren Freundin, Katrin. Zum Ärger von Hanna und Julia ist Katrin auch noch nett und klug. Julia wird als selbstbestimmte, tüchtige junge Frau beschrieben, die ihre Ansprüche durchzusetzen weiß und die nicht bereit ist, schnell zu verzeihen. Lorenzo liebt Julia, aber war nicht ehrlich zu ihr. Chaos pur, wohin man auch schaut.
Mit “Mama mag keine Spaghetti” hat Tessa Hennig einen lockeren, stimmigen Liebesroman geschrieben, der alle Merkmale aufweist, die ein guter Liebesroman haben sollte. Unter der südlichen Sonne Italiens entfaltet sich ein Familienleben, das Gegenstand einer Tragikomödie sein könnte. Große Gefühle treffen auf Kränkungen, Ehrlichkeit und Treue sind Themen, die die Autorin eindringlich, doch auch sehr witzig behandelt. Und natürlich – es wäre nicht Tessa Hennig, wenn nicht Grande Amore alle Schwierigkeiten überwinden würde. Ich habe beim Lesen dieses Buches nicht nur das südliche Flair genossen, sondern auch eine Geschichte, die durch ihre Lebensfülle auch die Lesenden direkt einbezieht. Mir hat dieser Roman gut gefallen und ich empfehle ihn für entspannende Stunden gerne weiter.











