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Rezensionen von Wolle:

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Kala von Colin Walsh

Dunkle Machenschaften

Kala, Joe, Helen und Mush sind der Kern einer Clique in der irischen Stadt Kinlough im Sommer 2003. Doch am Ende des Sommers verschwindet Kala spurlos. 15 Jahre später treffen sich die verbliebenen Freunde wieder in Kinlough anlässlich einer Hochzeit. Da wird plötzlich eine Leiche gefunden. Schnell steht fest, dass es sich dabei um die menschlichen Überreste von Kala handelt.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der drei Freunde Helen, Joe und Mush erzählt. Außerdem wechselt die Erzählung ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Bereits am Anfang der Geschichte ist klar, dass Kala umgebracht wurde. Doch die Einzelheiten werden erst im Verlauf der Handlung und ganz allmählich immer klarer.

Die etwa ersten 100 Seiten fand ich etwas schleppend. Doch als die ersten Hintergrundinformationen in den Fokus rücken und allmählich die dunklen Machenschaften, die nach und nach von einem Großteil der ganzen Stadtgemeinschaft Besitz ergreift, zur Sprache kommen wird es richtig spannend. Dies Spannung hält dann auch bis zur letzten Seite des Buches an. Immer tiefer wird man in den Sumpf eines organisierten Verbrechens gezogen, dass viel weiter als über den Tod Kalas hinausgeht.

Aber auch die inneren Gefühlregungen der handelnden Personen stehen im Mittelpunkt. So hat jeder der Freunde seine Geheimnisse und ist mit Schicksalsschlägen behaftet. Einfühlsam wird auf die Sorgen und Träume der vier Jugendlichen eingegangen.

Mich hat das Buch gut unterhalten. Es liest sich wie im Flug und man mag es vor lauter Neugierde wie es weitergeht gar nicht mehr weglegen. Teilweise sind die Handlungen und Beschreibungen sehr grausam-

Das auf den ersten Blick idyllisch erscheinende Cover, bereitet einem bei genauerem Hinsehen bereits ein unbehagliches Gefühl. Denn der Oberkörper der eine Person schein, wie in großer Wut, durchgekritzelt. Ein Gefühl das sich bei Lesen durch den ganzen Roman zieht.

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Kala

Rezensionen von LeserinLu :

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Der Fährmann von Regina Denk

Erschütternd

Der Roman „Der Fährmann“ hat mich von Anfang an begeistert. Das historische Setting an der Salzach, zwischen Österreich und Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ist atmosphärisch dicht und wird mit einer fast märchenhaften Erzählweise verbunden, die mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat.

Im Mittelpunkt steht die Dreiecksgeschichte zwischen Hannes, der als Fährmann nicht heiraten darf, Elisabeth, der Bauerntochter, die Josef heiraten muss, aber in Hannes verliebt ist, und Annemarie, die ebenfalls in Hannes verliebt ist. Damit entsteht ein Geflecht aus unerfüllten Hoffnungen, Loyalitäten und Verletzungen, die sich im Laufe des Romans immer weiter zuspitzen. Neben den individuellen Lebensgeschichten wird zusätzlich die gesellschaftliche Geschichte des Patriarchats, von Gewalt und dem Ersten Weltkrieg erzählt. Die politische und gesellschaftliche Zerrissenheit spiegelt sich auch in ihren persönlichen Beziehungen wider. Was zunächst wie eine Liebes- und Dorfgeschichte beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer düsteren, spannungsgeladenen Erzählung, in der Gewalt, Schuld und moralische Konflikte eine große Rolle spielen.

Ich fand den Roman stellenweise wirklich hart zu lesen, gerade wegen der drastischen Ereignisse und der emotionalen Intensität. Gleichzeitig konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr hat mich die Geschichte gepackt. Besonders berührt hat mich das Ende.Und auch die letzten Seiten und sogar die Danksagung haben bei mir noch einmal Gänsehaut ausgelöst. Wenn ein Buch so erschüttern und gleichzeitig berühren kann, bleibt es definitiv im Gedächtnis, für mich war es ein echtes Highlight.

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Der Fährmann

Rezensionen von Kräuereule7:

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Ein Date mit deinem Gehirn von Damir del Monte

Für den ersten thematischen Einstieg in die Hirnwelten geeignet!

Ein Date mit Deinem Gehirn - Wer die Hirnwelten versteht, braucht KI nicht zu fürchten ist ein spannendes Sachbuch für den ersten inhaltlichen Einstieg in das Thema Gehirn und seine Entwicklung!

Optisch wirkt das Buch bereits ansprechend und bunt: Mit den Formen und Farben sticht es einem ins Auge, v.

a. in Betracht dessen, dass es sich hier um ein Sachbuch handelt.

Der Schreibstil des Autors ist ebenfalls sehr angenehm beim Lesen, da die Satzstruktur einfach aufgebaut ist. Es gibt keine komplizierten Fachwörter, welche nicht erklärt werden. Zudem sind die Kapitellängen optimal und nicht zu lang, sodass man nach dem neu Gelerntem problemlos Pausen einlegen kann.

Dadurch findet man relativ gut in die Thematik, die sich anfangs mit der Evolution des Gehirns und der Wissenschaft beschäftigt.
Bereits zum Anfang spürt man die Begeisterung des Autors zum Thema, die mich leider jedoch nicht gänzlich erreichen konnte. Das liegt wahrscheinlich zum ganz großen Teil daran, da ich persönlich selber Psychologie studiert habe und sich das Buch demnach für mich wie eine Wiederholung vergangener Seminare/Vorlesungen anfühlte - vieles war mir bereits bekannt. Trotz dessen und obwohl die Sprache des Autors zwar leicht zu lesen war, fand ich, dass mache Sachverhalte zu kompliziert erklärt wurden. Hätte ich kein Vorwissen, bin ich mir unsicher, ob ich alles verstanden hätte (z.B. ein paar Absätze zur kognitiven Dissonanz). Besonders enttäuscht war ich von dem geringen Anteil, in dem es explizit um KI ging (meiner Einschätzung nach maximal 30-35 Seiten von insgesamt 238 Seiten). Dafür, dass das Buch KI im Titel trägt und auch im Klappentext seinen Platz findet, hat es dieses Thema kaum berührt. Ich habe immer wieder gemerkt, dass ich gedanklich abgeschweift bin.
Dennoch hat mir das Kapitel zur Liebe gefallen und auch die Zusammenfassung am Ende des Buches fand ich sehr praktisch zur Verfestigung des erworbenen Wissens beim Lesen.

Zusammengenommen war das Buch auf keinen Fall schlecht.
Für mich persönlich war es nichts, aber ich würde es allen empfehlen, die einen ersten inhaltlichen Einstieg in das Thema Gehirn wagen möchten. Für alle die sich diesbezüglich für das Thema KI interessieren, würde ich davon abraten.

Das Buch erhält von mir 2 von 5 Sternen!

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Ein Date mit deinem Gehirn

Rezensionen von Wolle:

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Grüne Welle von Esther Schüttpelz

Eine Frau

Eine Frau fährt nach dem allmonatlichen Kinobesuch mit ihrer Freundin nicht nach Haus, sondern begibt sich immer weiter weg. Es wird eine Reise in das Innenleben der Frau.

„Eine Frau“ oder „die Freundin der Frau“, so beginnt fast jeder 2. Satz in dem Roman. Wer die Personen genau sind erfahren wir nicht.

Ein distanzierter Blick entsteht. Aber auch eine Verallgemeinerung, „die Frau“ könnte stellvertretend für so viele unglücklich verheiratete Frauen stehen. Während der Fahrt erfährt der Leser immer mehr über die Vergangenheit und seelischen Beweggründe der Frau. Es handelt sich um einen Roman ohne große Sensationen, der aber dennoch zum Nachdenken anregt.

Obwohl der Schreibstil aufgrund der ständigen Wiederholungen etwas eintönig wirkt, fand ich diesen doch durchaus interessant. Leider gibt es bei dieser anonymisierten Schreibweise ja auch nicht so viele alternative Begriffe. Aufgrund der kompakten Struktur des Romans mit nur 200 Seiten, empfand ich diesen Stil als durchaus gelungen.

Das Cover ist ganz im üblichen Stil des Verlags, schlicht, ohne allzu große Aussagekraft, aber dennoch passend.

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Grüne Welle

Rezensionen von Wolle:

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Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte von Skye McKenna

Ein weiteres Abenteuer für Cassandra

Im zweiten Teil von Cassandra Morgan befindet sich die angehende Hexe immer noch in der Ausbildung und wohnt bei ihrer Tante, der Haghexe. Sie hat sich inzwischen gut eingelebt, hat Freundinnen gefunden und Montague ist zu einem treuen Begleiter geworden. Ihre Mutter ist hingegen immer noch verschwunden und es ist Cassandra sehnlichster Wunsch diese mit ihren wachsenden magischen Kräften eines Tages aufzuspüren.

Doch erst mal stehen neue Abenteuer vor der Tür. Ein junger Verwandter und eine neue Hexenlehrerin ziehen in das Heim der Tante und somit auch Cassandras Zuhause ein. Die Tante muss hingegen aufgrund eines wichtigen Termins für einige Zeit verreisen. Außerdem werden immer mehr Dorfbewohner von einem seltsamen Fluch getroffen. Wie Cassandra und ihre Freundinnen bald herausfinden, geht es dabei um eine magische Lanze, die der Erlkönig mithilfe seiner verfluchten Opfer in seinen Besitz bringen möchte. Da die Zeit immer mehr drängt und die Haghexe nicht da ist, beschließen die Freundinnen auf eigene Faust das Problem anzugehen und begeben sich in den berüchtigten Hagwald.

Ich fand diese zweite Folge von Cassandra Morgan sogar noch spannender als die erste. Man kennt bereits die meisten Protagonisten und weiß um die Gefahr, die im Hag lauert. Die vielen magischen Wesen machen das Buch richtig lebendig. Besonders schön finde ich auch die Verbundenheit mit der Natur, die an ganz vielen Stellen des Romans in den Vordergrund tritt.

Wirklich ganz fantastisch ist natürlich das Cover und der Farbschnitt. Auch die Innengestaltung des Buches ist sehr gut gelungen.

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Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte

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Melken von Sanna Samuelsson

"Wem gehört ein Ort?"

Ellen wuchs auf einem Bauernhof auf. Doch ihre Familie ist schon lange weggezogen und hat den Hof verkauft. Nach der Trennung von ihrer Freundin empfindet Ellen jedoch so große Sehnsucht nach ihrem alten Leben, dass sie kurzerhand auf den Hof fährt. Die neuen Besitzer sind verreist, doch der Schlüssel liegt in seinem angestammten Versteck.

Und so verschafft sich Ellen Zutritt zu ihrem alten Zuhause. Alles sieht ganz anders aus, ist anders eingerichtet und die Kühe, ein ehemals elementarer Bestandteil des Hofes, sind weg. Ellen legt sich in ein Bett, benutzt die Toilette und schwelgt immer mehr in ihren Erinnerungen. Die heimliche Inbesitznahme des alten Hofs wird auch nicht unterbrochen, als Max, ein ehemaliger Schulfreund und Nachbar, der sich während der Abwesenheit um den Hof kümmert, die Anwesenheit Ellens bemerkt.

Der gesamte Roman besteht größtenteils aus Erinnerungen. Die Handlung ist wenig spektakulär, sondern beschäftigt sich fast ausschließlich mit der Gefühlswelt von Ellen. Eine melancholische Stimmung liegt über dem gesamten Roman. Kurze Kapitel mit kurzen Gedankengängen prägen den Schreibstil. Es bleibt viel Raum für eigene Gedanken. Auch insgesamt ist das Buch mit etwas mehr als 150 Seiten sehr knappgehalten.

Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzten. Ein altes Zuhause kann tiefe Gefühle hervorrufen. Ein Ort kann für den einen so viel bedeuten und für den anderen gar nichts. In diesem Zusammenhang fand ich folgende Überlegung Ellens besonders aussagekräftig: „Wem gehört ein Ort? Die mit dem nötigen Geld oder, denjenigen die geschuftet haben…?

Das Cover des Romans mit dem Ausschnitt eines Gesichts und den Milchflecken ist genauso besonders wie der Inhalt des Buches. Mir hat der Roman gut gefallen und ich kann ihn nur weiterempfehlen.

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Melken

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Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell

Reise durch die Zeit

Eve Shaw leidet unter einem schrecklichen Ereignis, das sich in ihrer frühesten Kindheit zugetragen hat. Sie ließ an ihrer Geburtstagsfeier das Tor offenstehen, so dass ihre kleine Schwester auf die Straße rannte und überfahren wurde. In der Folge zerbrach ihre heile Familie und somit ihre ganze Welt.

Die Mutter gab ihr die Schuld und konnte ihr nie verzeihen.

Als Erwachsene besitzt Eve ein Tattoo mit einem Octopus, der sich auf magische Weise über ihren Körper bewegen kann und Tinte absondert. Außerdem bewundert Eve die Musik des früheren Komponisten Max Everly. Als plötzlich ein alter Herr auftaucht, der verblüffende Ähnlichkeit mit dem Musiker aus dem letzten Jahrhundert hat, beginnt ein spannendes Abenteuer zu einem abgelegenen Hotel in der Schweitzer Alpen und durch die Zeiten.

Der Roman ist zwar nicht besonders tiefgründig aber durchaus unterhaltsam und spannend. Gut gefallen hat mir die fantasievolle Einarbeitung des Octopusthemas. Auch das Cover ist sehr schön gestaltet.

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Das White Octopus Hotel

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Die Geister von La Spezia von Oliver Plaschka

Konnte mich nicht überzeugen

Mary Shellys Mann ist bei einer Schiffsreise ums Leben gekommen. Angeblich war es ein Unfall. Doch der Vater des Verstorbenen verdächtig Mary des Mordes. Die Privatermittlerin und übernatürlich begabte Pat soll den Fall aufklären.

In dem Roman werden wahre historische Begebenheiten und Fantasie miteinander verwoben.

Leider ist dem Autor dies aus meiner Sicht nicht besonders gut gelungen. Gleich im Teil ein, nach Abschluss der Rahmenhandlung werden eine Vielzahl von Personen eingeführt, von denen man nicht weiß wer sie sind. Dieses Kapitel war sehr undurchsichtig und anstrengen. Ab dem zweiten Kapitel wird die Handlung dann wieder etwas übersichtlicher, bis dahin muss man sich aber erst mal durchquälen. Sehr seltsam kam mir auch Gus vor, der durch verschiedene Tiere spricht sowie das alternative Ich. Auch dass Pat in den Erinnerungen Marys wie eine ganz normale Person in der Handlung teilnimmt, obwohl sie ursprünglich doch gar nicht dabei war, ist merkwürdig.

Insgesamt kam mir die ganze Handlung sehr konstruiert, stellenweise auch schwer verständlich und langatmig vor. Aus dem Potenzial der Geschichte hätte man sicher mehr machen können. Leider konnte mich der Roman aber nicht wirklich überzeugen. Das Cover hat mir hingegen gut gefallen, anhand des Titelbildes hätte ich mir einen spannenden Abenteuerroman vorgestellt.

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Die Geister von La Spezia

Rezensionen von Katzenmicha:

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Fäden des Glücks von Marit Warncke

Gelungene Geschichte über einen Neuanfang

Karla,kehrt nach vielen Jahren in ihr Heimatdorf in Mecklenburg-Vorpommern zurück.Sie will das Gutshaus renovieren und verkaufen.Doch schnell wird Karla klar, das mit der Rückkehr die alten Erinnerungen,die Gefühle und ungelöste Konflikte wieder präsend sind.Zumal ihre Jugendliebe Rasmus -ihr beim renovieren des Gutshauses hilft.

Karla enddeckt ihre Leidenschaft fürs Nähen wieder,es scheint als wenn das Gutshaus Karla halten wollte und die nicht mehr in das Großstadt gehen lassen möchte…..

Die Autorin Marit Warncke hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Es machte viel Freude an Karlas Seite alles zu erleben.Das Cover mit der Nähmaschine passt super zu der Geschichte,es sieht so heimelig und frisch aus.Man taucht ab in dieGeschichte und erlebt Karlas Neuanfang sehr gerne 5 Sterne

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Fäden des Glücks

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Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Doch keine Satire

Der Roman „Einatmen. Ausatmen.“ beginnt mit einer eher satirischen Ausgangslage: Marlene Buchholz, fachlich brillant, menschlich jedoch schwierig, soll Vorstandsvorsitzende eines großen Konzerns werden und wird dafür in ein Coaching auf ein abgelegenes Schloss geschickt. Dort trifft sie auf Alex Grow, einen gehypten Coach, dessen Methoden für ihn selbst aber so gar nicht funktionieren.

Gerade dieser Einstieg hat mir gut gefallen. Die ganze Coaching-Welt wird zunächst mit Witz betrachtet, die Figuren wirken bewusst überzeichnet und sie treten in unterhaltsame Fettnäpfchen.

Im Verlauf entwickelt sich die Geschichte allerdings in eine andere Richtung, als ich nach der Leseprobe erwartet hatte. Aus der bissigen Satire wird zunehmend ein ernsthafterer Roman über persönliche Entwicklung, Selbstreflexion und die Frage, was im Leben wirklich zählt. Das hat durchaus seinen Reiz, auch wenn ich es etwas schade fand, dass die anfängliche kritische Auseinandersetzung mit der Coaching-Welt im weiteren Verlauf in den Hintergrund tritt. Der Roman liest sich allerdings insgesamt flüssig, die kurzen Kapitel und viele kleine, oft humorvolle Einfälle machen das Lesen angenehm leicht.

Insgesamt ist „Einatmen. Ausatmen.“ eine leichte, unterhaltsame Lektüre, die sich schnell wegliest und mit charmanten, teils skurrilen Episoden punktet. Auch wenn der Roman nicht ganz die satirische Schärfe beibehält, die er zu Beginn andeutet, bleibt er bis zum Schluss eine angenehme und durchaus berührende Geschichte.

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Einatmen. Ausatmen.