Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Eternal-Hope:
Alle meine Mütter von Lena Gorelik
Die vielen Aspekte des Mutter-Seins
Für "Alle meine Mütter" hat sich Lena Gorelik, deutsche Autorin mit russisch-jüdischen Wurzeln, die als Kind Anfang der 1990er Jahre als "Kontingentflüchtling" nach Deutschland gekommen ist, tiefgründige Gedanken gemacht, Gespräche geführt und ausgiebig recherchiert. Herausgekommen ist ein vielfältiges Kaleidoskop dessen, was es bedeuten kann, Mutter zu werden, Mutter sein zu wollen, nicht mehr Mutter zu sein, keine Mutter werden zu wollen usw.
Das Buch beginnt mit einer Szene in einer sowjetischen Abtreibungsklinik, in der dutzende Frauen hoffen, heute noch drangenommen zu werden, was Glück und Protektion erfordert. Freundlich werden sie dort nicht unbedingt behandelt, aber die Abtreibung ist verfügbar.
Dazu berichtet die Autorin historische Daten darüber, wie zugänglich, kostenlos, aber auch allgemein verbreitet und fast als Verhütung angesehen Abtreibung in der Sowjetunion war: dass die allermeisten ersten Schwangerschaften in einer Abtreibung endeten und nicht selten eine Frau zehn oder mehr Abtreibungen hatte. Dass es Formulare gab, auf denen der Grund angegeben werden musste: ob einfach kein Kinderwunsch vorhanden sei, kein verantwortlicher Vater oder man sich ein (weiteres) Kind einfach nicht leisten konnte.
Danach verlassen wir dieses ausführlich beschriebene Setting und es geht um viele weitere kleine Szenen: um Julia, die so gerne Mutter werden würde, aber keine Kinder bekommen kann. Um Mütter, die ihre Söhne im Krieg verloren haben und um sie weinen. Um Mütter der Kinder, die früher als behindert bezeichnet worden wären, und nun besonders genannt werden, und um ihren Kampf im alltäglichen Leben und mit diesen Bezeichnungen. Um "Mütter-Einzelgängerinnen", wie der russische Begriff für Alleinerzieherin wörtlich übersetzt heißt. Darum, was es heißt, keine "praktizierende Mutter" mehr zu sein, wenn die erwachsenen Kinder unabhängig und ausgezogen seien, und um die Hoffnung der älter werdenden Mutter, die Kinder würden sie ihr Leben lang gerne besuchen und den Kontakt zu ihr pflegen.
Zwischendrin eingestreut immer wieder Reflexionen über das eigene Mutter-Sein als Mutter zweier Söhne, über die Beziehung zur eigenen Mutter, die wiederum Tochter der Großmutter ist, über Mütter und Töchter und die Beziehungen zwischen ihnen. Die eigene Mutter wurde vor kurzem mit einer Brustkrebsdiagnose konfrontiert, und die Tochter mit der Angst, die Mutter an den Tod zu verlieren.
Insgesamt ist das Buch keine durchgängige Erzählung, auch wenn sich das eigene Verhältnis der Autorin zum Mutter-Thema wie ein roter Faden durchzieht, und die Erzählungen anderer Mütter unterbricht bzw. das gesamte Werk noch einmal neu betrachtet verknüpft. Es ist eine Anregung zum Nachdenken über die eigene Position als Frau, Tochter und (vielleicht) Mutter, über die gesellschaftliche Position von Frauen und Müttern, interkulturelle Aspekte des Themas in den sowjetisch-russisch-jüdisch-deutschen Kulturräumen, aber auch das Universelle, das Mutterschaft ausmachen kann. Ein Buch voll mit klugen Gedanken, inspirierenden Betrachtungen und neuen Blickwinkeln, das ich allen Kindern einer Mutter und damit allen Menschen nur ans Herz legen kann!
Ich habe das Buch in der Hörbuchversion des Argon-Verlages gehört und kann auch diese sehr empfehlen: die Sprecherin Inka Löwendorf trägt den Text in einer unterhaltsamen, authentischen und gut zu diesem Buch passenden Art und Weise vor.
Rezensionen von Ryria:
Ruf der Leere von Daniel Alvarenga
Das Spiel des Todes
Sieben Menschen Anfang 20, ein Partywochenende in einer einsamen Waldhütte, was soll schon schiefgehen? Blöd nur, dass alle ihre ganz eigenen Geheimnisse mitbringen, die nicht immer nur harmlos sind - und dann taucht auch noch ein seltsamer alter Mann auf...
Dieses Buch ist mal wieder ein typisches Opfer seines Klappentextes.
Das was man anhand dessen erwartet, spielt in Wirklichkeit nur eine geringe Rolle und kommt auch erst in der zweiten Hälfte überhaupt vor. Für Psychothriller-Fans kann dies daher durchaus verwirrend sein.
Wenn man sich daran jedoch nicht stört, erwartet einen eine spannende Geschichte über menschliche Abgründe, Moral und Ethik, Manipulation sowie die Beziehungen und Gefühle der jungen Charaktere.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven der Partygäste, jedoch gehen wir auch immer wieder mal in die Vergangenheit zurück und erkunden das letzte halbe Jahr, um so zu verstehen, was die Hintergründe für alles sind.
Dies mag verwirrend klingen, ist allerdings doch recht einfach zu folgen, da Zeitangaben am Kapitelanfang vorhanden sind.
Manche Charaktere sind allerdings doch etwas sehr kurz dabei gekommen, sie waren mehr Beiwerk und hatten kaum Tiefe bzw. hat sich diese auf einen einzigen Aspekt beschränkt, der relevant für die Handlung war. Felix hingegen war ein aus meiner Sicht sehr interessanter Charakter und stand auch ziemlich im Fokus. Ich mochte ihn nicht wirklich, aber das war im Grunde auch nicht das Ziel das Geschichte.
Wenn man sich nicht zu sehr auf den Klappentext versteift und stattdessen anhand immer neuer Puzzlestücke die Geschichte und Gefühle einiger Charaktere zusammensetzen möchte, dann kann ich dieses Buch durchaus empfehlen.
Rezensionen von PMelittaM:
Seelendämmerung von Dirk Trost
Leider wird öfter Spannung auf Kosten der Logik aufgebaut
Die Investigativjournalistin Thyra König wird in der Dusche ihres Boxclubs überfallen, der Angreifer hat, wenn auch auf sehr kryptische Weise, eine Bitte an sie, sie soll Kinder vor einer Gefahr bewahren, näheres würde sie im Schlaraffenland erfahren.
Thyra fühlt sich vor allem wegen der gefährdeten Kinder angesprochen, recherchiert, und begibt sich mit Folkert Mackensen als Rückendeckung zunächst nach Berlin, denn dort könnte das erwähnte Schlaraffenland zu finden sein.
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Schon der Einstieg in die Geschichte hat mich den Kopf schütteln lassen, Thyra wird überfallen und lässt sich auf ein paar Satzfetzen des Angreifers ein? Schon das ist für mich nicht wirklich logisch, warum konnte sie der Mann nicht auf andere Weise ansprechen, warum wird sie zunächst auf eine Art Schnitzeljagd geschickt, obwohl Kinder in Gefahr sein sollen? Diese Frage habe ich mir immer wieder gestellt. Spannung wird hier leider öfter auf Kosten der Logik aufgebaut.
Sicher, dadurch kommen auch einige interessante Szenen zu Stande, denn in Berlin besucht Thyra den legendären Club Berghain, kommt , nicht nur, in Lebensgefahr, isst vergoldete Currywurst, und wird Mordzeugin. Letztlich führt der Weg dann nach Irland, dem Land, in dem Thyra aufgewachsen ist, wo sie, natürlich, wieder in Lebensgefahr gerät, und sogar, ganz unerwartet auch für die Leser:innen, jemanden trifft, den sie kennt – hier bin ich übrigens sehr unsicher, was ich davon halten soll, mal sehen, wie sich das weiterentwickelt, in beiden Reihen.
Thyra König ist nämlich die Tochter Jan de Fries‘, dem Protagonisten der anderen Reihe des Autors. Aus dieser Reihe stammt auch ursprünglich Folkert Mackensen, der mir hier besser gefällt als dort. Auch Thyra ist nicht unsympathisch, doch in meinen Augen oft zu unvorsichtig. Mackensen erscheint mir da etwas bedachter.
Auf gewisse Weise faszinierend finde ich die Settings, erst der Club, später dann die irische Insel, Valentia Island, die einiges zu bieten hat, hier aber ein bisschen zweckentfremdet wird. Denn dort geschieht heimlich und leise etwas Ungeheuerliches, in dem sich Thyra bald mittendrin befindet.
Der zweite Band um Thyra Königs ist spannend, bietet aber auch einige Möglichkeiten, den Kopf zu schütteln, für mich wird leider öfter Spannung auf Kosten der Logik aufgebaut. Trotzdem habe ich den Roman nicht ungern gelesen, vor allem wegen der interessanten Settings. Band 1 fand ich jedoch deutlich gelungener.
Rezensionen von askyfullofpages:
Liebe Wilhelmine oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise von Marisa Becker
Hoffnung statt Resignation
Marisa Becker ist mit diesem Buch ein beeindruckender Spagat zwischen Mutmachen und einem eindringlich eingeforderten Umdenken gelungen. Ich bin selber Mama einer bald 18-jährigen Tochter und muss sagen, dass ich mir schon oft denke, dass sich die Situationen an vielen Fronten zunehmend zuspitzen. Ich frage mich, wie sie das sieht und ob sie überhaupt irgendwann Kinder bekommen möchte.
Natürlich spielen dabei noch viele weitere Faktoren als nur die Klimakrise eine Rolle, aber dennoch ist das eine Thematik, der wir uns heute nicht mehr entziehen können. Es gibt kein Entkommen mehr und das geforderte Um- und Neudenken ist allgegenwärtig und notwendig.
Die Autorin hat eine starke und zugleich differenzierte Lanze für das Kinderkriegen gebrochen, ohne dabei blauäugig eine romantische Zukunft zu zeichnen. Stattdessen macht sie Mut, indem sie zeigt, dass uns herausfordernde Zeiten bevorstehen und dass es unsere Aufgabe ist, unsere Kinder darauf vorzubereiten und sie dabei bewusst zu begleiten. Gleichzeitig wird deutlich, dass wir uns aktiv und verantwortungsvoll für den Klimaschutz einsetzen müssen.
Ich fand das Buch richtig gut. An manchen Stellen habe ich mich und meine eigenen Gedankengänge klar wiedererkannt, an anderen Stellen bin ich auf neue, kluge Denkansätze gestoßen.
Für mich ist das Buch weit mehr als ein Ratgeber. Es ist ein Begleiter, eine innere Stimme voller Mut und Liebe verbunden mit der eindringlichen Erinnerung daran, Verantwortung zu übernehmen.
Ein Buch das zum Nachdenken anregt und das ich absolut empfehlen kann..
Rezensionen von Immenhof:
Sommerwind in der Toskana von Karin Seemayer
Angenehmer Schreibstil
Bei „Sommerwind in der Toskana“ handelt es sich um einen klassischen Wohlfühlroman. Nach einem klassisch klischeehaften Einstieg erhält man alles, was man von einem Wohlfühlroman erwartet: eine tolle Landschaft und eine Liebesgeschichte.
Was diesen Roman jedoch von anderen des Genres unterscheidet, ist der prägnante Schreibstil, der es schafft, ein klares Bild zu vermitteln, ohne sich in Unmengen an Beschreibungen zu verlieren.
Man hat trotzdem das Gefühl, in der Toskana zu sein, und erlebt die Gerüche, das Essen und die Alltagsgeräusche hautnah mit.
Die Protagonistin überzeugt, weil sie nicht blauäugig handelt. Insgesamt sind die Schilderungen im Buch alltagsnah und realistisch, sodass man sich gut darin wiederfinden kann. Die Kapitellänge ist sehr angenehm, sodass man auch zwischendurch immer wieder gut in die Toskana eintauchen kann.
Ein rundum gelungener Roman, der klassische Elemente des Genres enthält, Schwachstellen jedoch deutlich eleganter und sympathischer löst. Für Fans der Toskana oder von Wohlfühlromanen eine klare Empfehlung.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Einfach einmal loslassen
Die 39jährige Marlene ist eine erfolgreiche Karrierefrau. Allerdings hat sie wenig Einfühlungsvermögen und eckt immer wieder bei ihren Kolleginnen und Kollegen an. Deswegen wird die von ihrem Chef zu einem Achtsamkeitsseminar geschickt. Das Seminar wird auf einem Brandenburger Schloss von dem Supercoach Alex Grow geleitet.
Dieser befindet sich selbst gerade in einer Krise. Sein finanzieller Engpass könnte durch einen Deal mit Mariannes Chef entschärft werden.
Das Buch enthält einige Klischees. Eigentlich mag ich keine Klischees, aber so wie sie hier untergebracht wurden, fand ich das sehr unterhaltsam und amüsant.
Marlene und Alex stehen im Wechsel im Vordergrund, so lassen sich die Gedanken beider gut nachvollziehen. Zunächst ist Marlene skeptisch, macht das Ganze mehr widerwillig, aber man merkt, dass sich trotzdem etwas in ihr tut.
Zu Beginn habe ich mich amüsiert, dann ändert sich die Dynamik und der Ton wird ernster. Mir hat diese Veränderung ebenso gefallen wie die Entwicklung der Charaktere.
Schön ist auch die Umgebung und ich würde zu gerne auch einmal dorthin reisen.
Die Geschichte zeigt das Leben auf vielfältige Weise mit seinen Herausforderungen und Möglichkeiten uns zu verändern. Es ist ein Buch das unterhält und nachdenklich macht.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Die Stimmen der Nacht von Tochi Eze
Interessant, aber auch herausfordernd
Das Buch war für mich eine echte Herausforderung. Auf der einen Seite ist es total spannend etwas über Nigeria, die Einwohner und deren Sitten, Rituale und Bräuche zu erfahren, aber auf der anderen Seiten war die Anzahl der Charaktere so hoch und mir die afrikanischen Namen, Orte und Begriffe so fremd, dass es mir schwer fiel den Überblick zu behalten.
Die Geschichte umfasst einen Zeitraum von 1905 bis in die Gegenwart. In der Vergangenheit hatten die Familien Nigerias unter der Kolonialherrschaft zu leiden. Diese hat bei den Einwohnern tiefe Spuren hinterlassen, da sie tiefgreifende und oft verheerende Auswirkungen auf die nigerianischen Familienstrukturen und das soziale Gefüge mit sich brachten. Die Auswirkungen reichen bis in die Gegenwart haben. Margaret Okolo ist eine der Nigerianerinnen, deren Familie viel Leid erfahren musste. Sie lernt 1960 den aus Großbritannien stammenden Benjamin Fletcher kennen, der in Lagos auf der Suche nach seinen afrikanischen Wurzeln ist. Gegen den Willen ihrer Eltern heiraten Benjamin und Margaret.
Mit diesem Buch habe ich mich aus meiner Komfortzone hinaus bewegt. Das Lesen war eine Herausforderung, aber eine, die sich gelohnt hat mir mir interessante Einblicke in die nigerianische Geschichte gegeben hat.
Rezensionen von Lesemama:
Spiel des Lügners von Jessica S. Olson
Alles Lügen
Zum Buch:
Lola lebt zusammen mit dem Dieb Enzo. Sein Bruder, der Lügner, und er sind als Schattenbrüder bekannt, aber verstritten. Als Lola und Enzo den Plan fassen, sich beim Lügner in seinem Spielcasino einzuschleichen, wusste Lola noch nicht das ihr ganzes Leben auf Lügen aufgebaut ist. Aber wer lügt sie an? Der Dieb oder der Lügner
Meine Meinung:
Es beginnt mit dem Kennenlernen zwischen Enzo und Lola und ihrem gemeinsamen Herz.
Als Lola vier Jahre später im Lügenpalast versucht hinter das Geheimnis des Lügners zu kommen, beginnt sie auch ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Denn sie fühlt sich einerseits vom Lügner anzogen, andererseits ist da ihre Loyalität zum Dieb.
Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus Sicht von Lola und einzelnen, wenigen Kapiteln aus Sicht von Nic, dem Lügner. Es ist spannend, sehr unterhaltsam und hat eine kleine Lovestory, die nicht ganz so glücklich ist, aber es hat durchaus schöne Momente.
Ein guter Schreisbst, eine durchaus spannende Story. Nur das Ende hat mich echt enttäuscht. Es ist so nichtssagend und offen, macht dadurch aber auch Hoffnung auf eine Fortsetzung.
Ein magisches, fantasievolles Lesevergnügen
Rezensionen von jori1020:
Bildnis eines Unsichtbaren von Hans Pleschinski
Ein intensives Portrait einer Liebe in Zeiten der Aids-Pandemie
Mit 'Bildnis eines Unsichtbaren' zeichnet Hans Pleschinski ein vielschichtiges, komplexes und anspruchsvolles literarisches Portrait seines Freundes und Lebensgefährten Volker Kinnius. Im Mittelpunkt stehen die rund zwanzig gemeinsamen Jahre, die stark von der Aids-Pandemie der 1980er- und 1990er-Jahre geprägt sind.
Der Roman trägt dabei deutlich autobiografische Züge und wirkt an vielen Stellen wie eine sehr persönliche Erinnerungsschrift.
Schonungslos und eindringlich taucht man als Leser*in in die Gefühlswelt des Erzählers ein. Pleschinski vermittelt sehr eindrucksvoll, was es bedeutete, als schwuler Mann diese Zeit zu erleben: die ständige Angst, die gesellschaftliche Stigmatisierung und vor allem die Hilflosigkeit, den körperlichen Verfall geliebter Menschen mit ansehen zu müssen. Diese Passagen gehören zu den großen Stärken des Buches. Sie gehen unter die Haut, berühren und machen die Dimension dieser historischen Erfahrung greifbar.
Gleichzeitig entfaltet der Roman ein lebendiges Bild der Münchner Bohème und ihres kulturellen Umfelds. Kunst, Literatur und Zeitgeschichte sind eng miteinander verwoben und spiegeln das intellektuelle Milieu wider, in dem sich die Figuren bewegen.
An einigen Stellen wirkt der Roman allerdings etwas überfrachtet. Informationen werden teilweise sehr verstreut erzählt, und der Handlungsverlauf weist immer wieder Sprünge und Lücken auf. Auch die Vielzahl der auftretenden Personen verlangt eine gewisse Aufmerksamkeit beim Lesen. Dadurch wirkt die Erzählung gelegentlich etwas fragmentarisch.
Dennoch bleibt Bildnis eines Unsichtbaren ein eindringlicher und bewegender Roman über Liebe, Verlust und Erinnerung. Vor allem als literarisches Zeugnis einer prägenden Zeit ist das Buch sehr lesenswert und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.
Rezensionen von mo.ni.books:
Der Hof der silbernen Nacht von K. T. Steen
Grandioser Auftakt!
Der Hof der silbernen Nacht ist Auftakt der Romantasy Geschichte rund um die Lichtelfe Niva und den Schattenkönig Valerian von der Autorin K. T. Steen.
Niva ist durch einen Schwur an den Zirkusdirektor Borwin gebunden. Indem sie geheime Aufträge annimmt versucht sie die Freiheit ihrer Schwester Rienne und ihre eigene zu erarbeiten.
Borwin schickt sie auf gefährliche Missionen, weil sie imstande ist ihr Aussehen zu ändern und auch für längere Zeit beizubehalten. Als sie aber ein geheimes Artefakt bei der Übergabe stehlen soll und dabei das Aussehen vom Schattenkönig Valerian Kaelvane annehmen muss, wird der Auftrag brenzlig.
Die Autorin konnte mich mit ihren spannenden Romantasy Roman fesseln und auf eine baldige Fortsetzung hoffen lassen. Die Geheimnisse und Intrigen, in denen sich Niva verstrickt, geben der Handlung die Spannung. Die verbotenen Gefühle, die sich zwischen den Hauptfiguren entwickeln, runden das Geschehen ab











