Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Krani:
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell
Unterhaltsam
Das White Octopus Hotel ist längst geschlossen und verfällt. Die Kunstgutachterin Eve Shaw ist mit diesem Hotel verbunden. Sie trägt ein Oktopus-Tattoo, das über ihren Körper zu wandern pflegt. Außerdem trägt sie eine schwere Schuld mit sich herum. Als sie das Hotel betritt, wird sie in die Vergangenheit versetzt.
Kann sie sich auf diesem Weg von ihrer Schuld befreien?
Eve ist eine sympathische Heldin, die zu Beginn verletzlich und unsicher wirkt. Doch sie ist etablierte Gutachterin in einem Museum, und ihre Expertise ist gefragt. Sie wird mit Geheimnissen konfrontiert, auf die sie nicht vorbereitet ist. Auch die zweite Hauptperson, ein Soldat aus den Schützengräben des ersten Weltkrieges, wirkt glaubhaft und lebendig.
Der Stil ist sehr ansprechend und bildhaft. Es entsteht eine mystische, gruselige Atmosphäre, voller Emotionalität und Spannung. Es ist nicht immer alles leicht zu verstehen, da die Zeitreisen auch Schleifen bilden. Da ist es hilfreich, dass beinahe jedes Kapitel mit den Namen der jeweiligen Hauptperson und der Zeit überschrieben ist, in der es spielt. Immer neue Rätsel sind zu lösen. Das Ende fand ich allerdings unbefriedigend. Nach so viel Verwirrung hätte es mir besser gefallen, wenn sich die einfache Wirklichkeit wieder eingestellt hätte.
Ich hätte Eve lieber in einem rein realistischen Setting weiter begleitet. Die Zeitreisen kamen mir doch ein bisschen konstruiert vor. Außer der Pracht des Luxushotels ist mir wenig in Erinnerung geblieben. Am besten gefielt mir der Kleiderschrank, der immer nur ein einziges Outfit enthielt: das Passende.
Rezensionen von Ulla:
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Entschleunigung
Die junge Marie hat Paris fluchtartig verlassen. Sie sucht neuen Halt in ihrem Leben, nachdem sie erst vaterlos, dann zu früh den Tod ihrer Mutter verkraften musste und nun auch mit dem Tod ihrer Tante, die in den letzten Jahren für sie da war, zurecht kommen musste. Im Zug trifft sie auf die ältere Isländerin Jonina, die von Brüssel zurück nach Redu fährt, wo sie eine Buchhandlung betreibt.
Redu ist ein ganz besonderer Ort in den belgischen Ardennen, der wirklich existiert. Auf 390 Einwohner kommen 20 Buchhandlungen. Jónína überzeugt Marie, mit ihr mitzukommen, die Ruhe würde ihr guttun. Marie lernt ohne ihr Smartphone zu leben, im Ort wird das Internet nur für eine Stunde freigeschaltet und es gibt nur einen einzigen Fernseher für alle. Sie lernt, ihre Zeit anders zu nutzen, mit langen Spaziergängen mit der Labradorhündin Anneliese, mit Gesprächen und als Aushilfe in der Buchhandlung. Nach und nach entdeckt sie die Natur um sie herum und will mehr darüber erfahren. Und sie trifft auf Mathilde, die nach langer und glücklicher Ehe den Tod ihres Mannes nicht verkraftet, besonders, da dieser eine kryptische und Besorgnis erregende Nachricht hinterließ.
Der Roman ist so ruhig wie das Dorf, es ereignet sich nicht viel. Das Leben im Laufe eines halben Jahres mit den wechselnden Jahreszeiten, die Gemeinschaft der Dorfbewohner in ihrem entschleunigten Leben, die sich Zeit nehmen für die Sorgen ihrer Mitmenschen, wird sehr einfühlsam beschrieben und lässt einen selbst nachdenklich zurück.
Rezensionen von yellowdog:
Genau so fängt es an von Eva Umlauf
Ein Appell
Eva Umlauf ist eine Holocaust-Überlebende. Sie war als 2jähriges Kind mit ihrer Mutter in Auschwitz. Sie überlebten, aber alle anderen Verwandten waren tot.
Mit psychologisch geschulten Blick schreibt sie über darüber, wie in Deutschland jetzt wieder eine große Akzeptanz für eine rechtsextreme Partei gibt.
Sie warnt Friedrich Merz davor, dass er mit Zustimmung von Rechten Politik zu machen.
Scharf kritisiert sie die Israelkritik in Deutschland, der von der Gesellschaft, aber auch von Medien ausgeht.
Am Ende wendet sie sich mit ihrem Text, einem Appell, an die Jugend.
Es gibt nicht mehr viele Überlebende und Zeitzeugen. Man sollte ihnen zuhören.
Rezensionen von Ulla:
Wem du traust von Petra Johann
Genanalysen
Eva und Susanne sind nicht nur gute Freundinnen, sie haben sich auch gemeinsam um Sofia, Susannes Tochter gekümmert. Inzwischen ist Sofia fünfzehn Jahre alt und Susanne ist mit ihr zu ihrem Lebensgefährten gezogen, Eva ist mit Daniel verheiratet, Linus ist vier Jahre alt. Sie haben ein gutes Verhältnis untereinander und Sofia passt häufig auf Linus auf.
So auch an dem Abend bevor sie verschwand. Daniel hat sie mit seinem Auto mitten in der Nacht nach Hause gefahren, er war der letzte, der sie gesehen hat. Kommissarin Heidi Westphal nimmt sich des Falles an und stellt fest, dass Sofia und ihre eigene Teenagertochter auf das gleiche Gymnasium gehen. Sofia ist ein untypischer Teenager, eine Einzelgängerin, die sich in letzter Zeit mit Genanalysen im Zusammenhang mit dem Diskomörder beschäftigte. In dem immer noch nicht aufgeklärten Fall wurde eine Jugendliche vergewaltigt und ermordet, nachdem sie eine Disko verließ. Hat dieser alte Fall etwas mit Sofias Verschwinden zu tun, ist ihr das gleiche passiert? Daniel verstrickt sich durch Falschaussagen immer mehr, aber auch ein Lehrer und Susannes Lebensgefährte scheinen verdächtig.
Sehr spannend wird uns parallel von einer Frau/ Mädchen in Not erzählt, sie ist verletzt, hat große Angst und versteckt sich in einem von ihr verschlossenem Raum. Wie kann sie flüchten?
Der Thriller ist äußerst spannend und mit hervorragenden Dialogen geschrieben. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet worden und die Erzählperspektive wechselt, so dass wir aus verschiedenen Sichtweisen den Handlungen folgen können bis zum schlüssigen Ende.
Rezensionen von Ulla:
National Geographic Kids - Lexikon des Weltalls; ein visuell spektakuläres Nachschlagewerk zu Astronomie und Raumfahrt für Kinder ab 8 von David A. Aguilar
Blick in die Sterne
Der Weltraum, unendliche Weiten, all das möchte dieses Sachbuch zusammenfassen. Als erstes fällt die ganz hervorragende Aufmachung auf. Das handliche Format mit festem Einband und wunderschönem Cover nimmt man gerne in die Hand. Die Kapitel sind übersichtlich geordnet und handeln von unserer Erde und der Atmosphäre, unserem Sonnensystem hinaus in weit entfernte Galaxien.
Ebenso wird die Entstehung des Universums thematisiert und unsere Suche nach einem erdähnlichem Planeten und außerirdisches Leben. Wir erfahren wie Wissenschaftler im Laufe der Jahrhunderte unser Weltbild veränderten, wie mit selbstgebauten Teleskopen die ersten Blicke zu den Sternen begannen.
Großflächige Fotos von herausragender Qualität, Grafiken und Zeichnungen werden mit Rubriken unterbrochen, die auf sehr lockere Art Wissen und Informationen vermitteln. Auch wenn die Texte einfach gehalten sind ist es für achtjährige nur mit guten Vorkenntnissen und intensivem Interesse geeignet. Dafür findet man als Erwachsener Freude und neue Erkenntnisse an diesem wunderschönen Sachbuch.
Rezensionen von Vobabooks:
Flora Brimble und der verlorene Frühling von Marcus Raffel
Fantasievoll, magisch und düster
„Flora Brimble und der verlorene Frühling“ ist ein Fantasy-Kinderbuch von Marcus Raffael. Das Cover ist wunderschön gestaltet und vermittelt bereits einen ersten Eindruck von Floras Geschichte, hinzu kommt noch ein toller blumiger Farbschnitt. Die 13jährige Flora Brimble lebt mit ihrem kranken Vater an der Südküste Englands.
Sie liebt es, Geschichten zu schreiben und wünscht sich endlich den Frühling herbei, damit es ihrem Vater besser geht. Auf Anraten ihres Großvaters wendet sie sich hierfür an die Maikönigin. Es folgt eine abenteuerliche Mission, um den Frühling zu retten. Dabei begegnet Flora plötzlich auch Harriet, über die sie schon Geschichten geschrieben hat…
Eine magische und fantasievolle Geschichte für ältere Kinder. Voller Abenteuer, Mut, Freundschaft, Hoffnung, Not und Leid. Bildhaft und aus Sicht einer Erzählstimme geschrieben, von der Atmosphäre her mitunter etwas düster. Eine spannende Geschichte über Flora und die Rettung des Frühlings.
Rezensionen von Normanfips:
Narbenmädchen von Lilly Bogenberger
Tiefgründig
Die fünfzehnjährige Lara wird für vier Wochen in eine Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche geschickt. Wenn die Leere in ihr zu groß wird, dann schneidet sie sich. Seit wann dieses Verhalten auftritt, erfährt man im Laufe des Romans. Die Angebote und die Betreuer der Einrichtung können ihr nicht so richtig weiterhelfen.
Aber der Kontakt zu Neo und Finn hingegen schon. Langsam nähern sie sich an, beginnen sich zu vertrauen und es entsteht eine Freundschaft, die allerdings nicht ganz einfach ist. Lilly Bogenberger hat einen interessanten und tiefgründigen Roman geschrieben. Man erfährt nicht nur von Laras Schicksal, sondern auch das einiger anderer Jugendlicher. Das ist keine leichte Kost, dennoch ist das Buch sehr lesbar geschrieben. Ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Gedankenwelt von Lara und ihre Emotionen hat die Autorin authentisch eingefangen und beschrieben. Wie wichtig es ist, gesehen, gehört und verstanden zu werden, ist wohl die Botschaft dieses empfehlenswerten Romans.
Rezensionen von Ulla:
Halber Stein von Iris Wolff
Geschichte Siebenbürgens
Friedesine, genannt Sine, ist vor 20 Jahren als Kind mit ihren Eltern von Siebenbürgen in Rumänien nach Deutschland ausgewandert. Sie beschreibt aus ihrer Sicht ihre Anfänge in einem fremden Land, die Probleme mit der Sprache und der Andersartigkeit. Inzwischen ist sie angekommen und sieht Deutschland als ihre Heimat an.
Doch nun ist ganz überraschend ihre Großmutter Agneta verstorben und sie fährt mit ihrem Vater nach Michelstadt. Sie trifft dort auf alte Erinnerungen, auf Menschen, die ihr etwas bedeuteten. Die Beerdigung muss organisiert werden und was passiert mit dem Haus in dem alle Erinnerungen aufbewahrt wurden. Auch die Begegnung mit ihrem Jugendfreund Julian lässt sie nicht kalt, aus der alten Vertrautheit entwickelt sich eine vorsichtige Liebe. Julian, der an den elterlichen Hof gefesselt ist, möchte viel lieber als Historiker arbeiten. Er unternimmt Ausflüge mit Sine und zeigt und erzählt ihr von der reichen Geschichte des Landes, über die Zeit des zweiten Weltkrieges und die Probleme der Sachsen, die diesen Landstrich bevölkerten.
Sehr geschickt erfahren wir durch diese Erzählungen viel über Siebenbürgen. Der Roman ist poetisch und emotional geschrieben, manchmal jedoch zu ausschweifend und langatmig.
Rezensionen von braille:
Dein ADHS Buddy von Grace Koelma
Toller Planer und Begleiter für den Alltag
Grace Koelma bietet in „Dein ADHS Buddy“ einen tollen Begleiter für die Reise zur Erkundung von ADHS. Die ADHS kann sich im Alltag durch Symptome wie Hyperfokussierung oder emotionale Schwankungen sehr präsent und turbulent zeigen. Dieser Planer richtet den Fokus anders und hebt die Stärken hervor, die man aus der ADHS nehmen kann.
Grace Koelma hat eine sehr empathische und verständnisvolle Art, sodass man sich gut aufgehoben und verstanden fühlt.
Der Druck, den man aus dem eigenen schnelllebigen Alltag kennt, wird der Leserschaft genommen. So ist auch der Fokus-Tagesplaner so gestaltet, dass man auch bei Unterbrechungen oder Pausen ganz leicht wieder einsteigen kann und kein schlechtes Gewissen haben muss. Ein sehr motivierendes und gleichzeitig wissenschaftlich gut aufbereitetes Workbook zur Begleitung des Alltags!
Grace Koelma bietet in „Dein ADHS Buddy“ einen tollen Begleiter für die Reise zur Erkundung von ADHS. Die ADHS kann sich im Alltag durch Symptome wie Hyperfokussierung oder emotionale Schwankungen sehr präsent und turbulent zeigen. Dieser Planer richtet den Fokus anders und hebt die Stärken hervor, die man aus der ADHS nehmen kann. Grace Koelma hat eine sehr empathische und verständnisvolle Art, sodass man sich gut aufgehoben und verstanden fühlt.
Der Druck, den man aus dem eigenen schnelllebigen Alltag kennt, wird der Leserschaft genommen. So ist auch der Fokus-Tagesplaner so gestaltet, dass man auch bei Unterbrechungen oder Pausen ganz leicht wieder einsteigen kann und kein schlechtes Gewissen haben muss. Ein sehr motivierendes und gleichzeitig wissenschaftlich gut aufbereitetes Workbook zur Begleitung des Alltags!
Rezensionen von ekiam:
Kunterbunter Eierspaß mit Familie Osterhas' von Nora Dahlke
Mitmach-Spaß zum Osterfest
Familie Osterhase bereitet sich auf das Osterfest vor. Als schließlich alle versammelt sind, kann es losgehen: Die Eier müssen aus dem Hühnerstall geholt und bemalt, ein Osterzopf gebacken und am Ende natürlich die Ostereier versteckt werden. Doch all das gelingt nur mit tatkräftiger Unterstützung der kleinen Leserinnen und Leser.
Mitmachbücher folgen zwar meist einem bekannten Prinzip, doch langweilig werden sie deshalb keineswegs. Kinder haben großen Spaß daran, aktiv in die Handlung einbezogen zu werden und die Geschichte mitzugestalten. In diesem Buch sind die bewährten Mitmach-Elemente stimmig in die Oster-Vorbereitungen der Hasenfamilie eingebunden. Einige Aufgaben bieten zudem altersgerechte kleine Herausforderungen.
Die Illustrationen sind niedlich, farbenfroh und detailreich gestaltet und unterstreichen die Geschichte auf gelungene Weise. Besonders schön ist die farbliche Hervorhebung der Mitmach-Aufforderungen, die sich klar vom übrigen Erzähltext abheben.
Insgesamt ist dies ein rundum gelungenes Mitmachbuch für die Osterzeit, das uns viel Freude bereitet hat.











