Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anndlich:
Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama! von Astrid Göpfrich
Drama Lama!
Nelly ist die Urururenkelin des berühmten Dr. Frankenstein und lebt mit ihrer Familie in einem alten Schloss, indem ständig seltsame Dinge passieren. Ihre Eltern sind sich des Erfindergens bewusst und wollen unbedingt verhindern, dass jemand in die Fußstapfen des berüchtigten Dr. Frankenstein tritt.
Doch Nelly kann gar nicht anders als ihrer Passion zu folgen und werkelt immer wieder an neuen Erfindungen, dabei ist sie meist nicht ganz so erfolgreich.
Little Miss Frankenstein von Astrid Göpfrich ist ein skurriles Abenteuer aus dem Hause Frankenstein. Nelly ist eine urkomische Protagonistin, die einen seltsamen Humor hat und damit für einige Lacher sorgen konnte. Doch ganz besonders wird die Geschichte durch das zum leben erweckte Alpaka Monserrat, das einfach Spaß macht! Durch sehr kurze Kapitel kommt man unglaublich schnell durch die Geschichte und verliert nie den Spaß am weiterlesen, außerdem werden immer mal wieder Tagebucheinträge eingestreut, welche die Geschichte nochmal auflockern.
Nicht gut gefallen hat mir der Umgang mit Elektrizität. Besonders der Tagebucheintrag in dem Nelly einen Füller in die Steckdose steckt, ist mir absolut unverständlich. Zwar wird erwähnt, dass man dies nicht nachmachen soll, dennoch erschließt sich mir die Beschreibung grundsätzlich nicht. Aus dieser Szene entsteht nichts lustig oder skurriles, das ggf. auch die Gefahren der Aktion beschreiben würde, sie wird auch nicht weiter erklärt und führt nur zu einer weiteren misslungenen Erfindungen. Aus diesem Grund hätte die Szene ziemlich einfach verändert werden können, ohne eine Situation zu erstellen, die für Leser:innen zu einer potenziell realen Gefahr werden könnte (leicht nachzumachen, was sicherlich nicht durch den Hinweis verhindert werden würde). Aus diesem Grund fällt es mir auch sehr schwer das Buch zu bewerten, grundsätzlich ist der Humor toll und die skurrilen Figuren machen wirklich Spaß, aber es widerstrebt mir das Buch zum alleine Lesen weiterzuempfehlen.
Rezensionen von Tara:
100 berühmte Zitate und ihre überraschenden Geschichten von Christoph Marx
Geschichtsträchtige Worte und ihr Ursprung
In seinem Buch „100 berühmte Zitate und ihre überraschenden Geschichten: Von Platon bis Loriot“ hat der in Berlin lebende Autor, Publizist und Lektor Christoph Marx bekannte und unbekannte Redewendungen zusammengetragen.
Dabei hat er eine tolle Auswahl getroffen. Es gibt Zitate von historischen Persönlichkeiten, Philosophen, Politikern, Schriftsteller, aus Film und Fernsehen und vieles mehr.
Jedes Zitat hat eine Doppelseite erhalten, in dem es näher erläutert wird und es interessante Hintergrundinformationen gibt. Besonders interessant fand ich die Sprüche, die so gut wie jeder immer mal wieder im Alltag benutzt, ohne zu wissen, woher und von wem sie ursprünglich stammen und wie sie einzuordnen sind.
Die Texte sind unterhaltsam und gut verständlich.
Die Sammlung ist nach Epochen unterteilt:
„Antike und Mittelalter“
„Humanismus, Aufklärung und Klassik“
„Aufbruch in die Moderne“
„Das Zeitalter der Ideologien“
„Schöne neue Medienwelt“
und mir hat es Spaß gemacht mit den Zitaten durch die Zeit zu reisen.
Jede Epoche beginnt mit einer passend gestalteten Seit der Illustratorin Hanna Zeckau.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es ist unterhaltsam und informativ zugleich ist.
Rezensionen von begine:
Vergiss nicht zu tanzen, Hanna von Mareike Busch
Hannas Leben
Mareike Busch ist das Psydomym eines Schriftstellers.
Sein Roman, Vergiss nicht zu tanzen, Hanna, ist auf seine Mutter bezogen.
Mit lockerem Schreibstil berichtet er von aus dem Raum Diepholz stammenden Familien, die in Masuren angesiedelt wurden.
Diese katholischen Familien wurden von den evangelischen Einwohnern nichtt gern gesehen.
Wir erleben das Schicksal einer Familie mit fünf Kindern. Hanna ist acht Jahre alt, als wir sie begleiten durften. Genau schildert der Autor, wie die Jugend in die HJ gepresst wurde, egal ob es denen gefällt. Dann gibt es wieder Jungen, die total begeistert sind.
Dann heben die Mütter Angst, das sie zu früh in den Krieg ziehen müssen.
Hanna hat nie mit ihren Kindern über die Erlebnisse des Krieges und der Flucht erzählt. Aber sie hat aufgeschrieben, das es noch eine kleine Schwester gab, die verloren gegangen ist.
Diese Lebenserinnerung war perfekt dargestellt.
Nur das Ende war etwas unwahrscheinlich, wenn es auch schön war.
Der Roman war fesselnd.
Rezensionen von Ullrich:
Trugbild der Schatten von Helmut Aigner
Etailas erzwungene Schritte in die Welt von Aedon-Vohrn
ich fasse mich mal kurz.
Die Geschichte dreht sich anfangs um Etaila, eine Söldnerin auf Reisen, deren magische Kräfte auf der Welt Aedon-Vohrn zu einem Fluch verkommen sind. Ihr schliessen sich einige recht unterschiedliche Begleiter an, die ganz unterscheidliche Ziele verfolgen, aber die insgesamt gezwungen sind, weiter landeinwärts zu ziehen.
Verfolgt von Orks, Rittern und einen erst später enthüllten Schurken, zwischenzeitlich gibt es Abenteuer, Schlachten und einen Rückzug ins Gebirge zu neuen elfischen Verbündeten. Die Gruppe um Etaila lernt sich mehr und mehr kennen und schätzen, während eine neue größere Katastrophe ausbricht, die ich nicht spoilern möchte. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt und das tröstet einen über einige Ungereimtheiten der Handlung hinweg. der Stil des Beschreibens und der angewandten Sprache ist recht flüssig und leicht gehalten, was für mich kein Nachteil ist. Fünf Sterne!
Rezensionen von begine:
Zwei in einem Bild von Morgan Pager
Märchenhaft
Zwei in einem Bild, ist der Debütroman von Morgan Pager.
Es ist ein schönes fantasievolles Werk. Eine witzige Idee.
Da muss ich ja mal beim nächsten Besuch in der Kunsthalle, mal genauer hinsehen.
Das sich die Personen in einem Bild unterhalten und sich noch verlieben, ist ganz nett zu lesen.
Mit der Putzfrau Gracia gehe ich gern durchs Museum.
Allerdings hat es für mich Längen.
Gerade habe ich das empfunden, kam noch Spannung auf.
Die Autorin hat die Personen aus dem Bild, mit wunderbaren Charakteren versehen. Wie sie Jean seine Geschichte erzählen lässt, ist brillant. Die Liebesgeschichte ist anheimelnd.
Dann gibt es noch einen kleinen Krimiplott, der für die Geschichte wichtig ist und abrundet..
Die ganze Atmosphäre des Romans ist perfekt getroffen.
Es ist ein schönes lesenswertes Märchen, das bestimmt auch vielen Lesern gefallen wird.
Rezensionen von Brigittte:
Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte von Gareth Ryans
direkt ins Herz geschlichen
In diesem hübschen Bilderbuch lernen wir ein kleines Gespenst kennen, das große Angst vor dem Alleinsein hat. Doch statt sich damit abzufinden, fasst es Mut und macht sich auf die Suche nach Gesellschaft. Allein diese Botschaft ist doch einfach wundervoll: Man darf etwas verändern, wenn es sich nicht gut anfühlt.
Beim gemeinsamen Lesen haben wir richtig mitgefühlt. Die kurzen, einfühlsamen Texte passen wunderbar zu den liebevoll gestalteten Illustrationen. Man sieht dem kleinen Gespenst seine Gefühle förmlich an – und das bei einer Figur, die ja eigentlich ganz schlicht ist. Das hat mich wirklich beeindruckt. Die Bilder sind detailreich, aber nicht überladen. Die Farbgebung ist angenehm: eher dunkel gehalten, aber nie zu düster, sondern warm und heimelig.
Meine Enkel waren besonders gerührt von der Szene, in der das Gespenst schließlich einem anderen begegnet. Es wirkt immer so schwer, neue Freundschaften zu schließen – und doch kann es ganz einfach sein, wenn man offen und freundlich aufeinander zugeht. Die Geschichte zeigt aber auch, dass Rückschläge dazugehören, wenn man etwas verändern möchte. Aber sie macht Mut, dranzubleiben und sich nicht entmutigen zu lassen.
Für uns ist das ein wunderbar warmherziges, tröstliches und stärkendes Buch für kleine (und große) Menschen.
Rezensionen von Brigittte:
Die Lese-Rakete von Anne Rummenie
Leseturbo anschalten!
„Die Lese-Rakete“ vom DUDEN-Verlag - ein Buch das gleich verschiedene Lesestufen beinhaltet - ist eine großartige Idee und dazu noch wunderbar umgesetzt. Als Erstleser ist man zu Beginn nicht überfordert, denn es startet ganz bewusst mit nur wenigen, kurzen Zeilen. Genau richtig, um Mut zu machen und die Freude am Lesen zu wecken.
Schritt für Schritt wird der Schwierigkeitsgrad gesteigert – und das können die Kinder an der Raketenleiste am Seitenrand ganz genau mitverfolgen. Das motiviert ungemein! Meine Enkel fanden es herrlich, „eine Stufe weiterzufliegen“. Die große, gut lesbare Schrift und die farbige Silbenschreibweise sind dabei eine echte Unterstützung. Schwierige Wörter werden zusätzlich hervorgehoben – das gibt Sicherheit und hilft beim flüssigen Lesen.
Und die Geschichten? Oft richtig lustig! Es wurde geschmunzelt, gekichert und auch mal laut gelacht. Genau die Art von Humor, die Grundschulkinder lieben. Dazu kommen fröhliche, bunte Illustrationen zu jeder Geschichte, die das Gelesene wunderbar ergänzen. Für uns ist dieses Buch eine echte Lese-Motivation.
Rezensionen von Brigittte:
Alt genug von Ildikó von Kürthy
Alt genug – und wunderbar ehrlich
Es ist für mich jedes Mal ein kleines Glück, ein neues Buch von Ildikó von Kürthy aufzuschlagen. Ich liebe ihren unverwechselbaren Ton – unterhaltsam, klug und selbst bei ernsten Themen immer mit einem Augenzwinkern. Auch mit „Alt genug“ hat sie mich wieder mitten ins Herz getroffen, denn sie lässt uns darin sehr ehrlich an ihrem Leben teilhaben – an den schönen Momenten genauso wie an den herausfordernden.
Das alles schreibt sie mit so viel Wärme und Offenheit, dass man sich beim Lesen sofort verbunden fühlt. Man nickt, lächelt, schluckt – und hält immer wieder inne. Besonders berührt hat mich, wie sie die Lebensmitte beschreibt: diese Mischung aus Gelassenheit und Zweifel, aus innerer Ruhe und neuen Fragen. Wir haben Fehler gemacht – ja. Aber wir haben daraus gelernt. Und genau das macht uns doch aus. Älter werden ist nicht immer leicht. Man muss Abschied nehmen, bewegende Momente aushalten und trotzdem die eigene Kraft bewahren. Wie oft dachte ich beim Lesen: Genau so ist es. Was ich so bewundere, ist die Balance zwischen Gefühl und Humor. Sie schafft es, ernste Themen leicht wirken zu lassen, ohne sie kleinzureden. Man fühlt sich verstanden, angenommen und ein kleines Stück weniger allein. Ganz nach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Hat man einmal begonnen, möchte man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Für mich ist es eine sehr besondere, ehrliche und kluge Auseinandersetzung mit einer wichtigen Lebensphase.
Rezensionen von Anndlich:
Marie und die Woche ohne Donnerstag von Elke Michel
Zwischen den Tagen
Marie muss am Donnerstag zu ihrem absoluten Nicht.Lieblingsarzt, dem Zahnarzt. Das vermiest ihr ihre Ferien bereits am Sonntag, umso glücklicher ist sie über ihre neuen T-Shirts, die sich als magisch herausstellen und mit dem sie zwischen den Tagen wechseln kann. Wie praktisch, wenn man immer wieder den Besuch auf dem Rummel und das Lieblingsessen essen kann, doch dann fällt Marie auf, dass sie in dieser Woche feststeckt.
Kann sie dafür sorgen, dass sich die Zeit wieder weiterdreht?
Marie und die Woche ohne Donnerstag von Elke Michel ist ein magisches Abenteuer, das ziemlich ruhig daherkommt, aber eine unheimlich schöne Botschaft hat. Marie findet die außergewöhnlichen, magischen T-Shirts und kann durch sie zwischen den Wochentagen hin- und herwechseln, doch irgendwann verliert sie auch an den schönsten Dingen die Lust, weil diese ihre Besonderheit verloren haben. Durch Mut kann sie sich aus der Tristesse befreien und in eine neue Woche wechseln, doch dafür muss sie zum unbeliebten Zahnarzt.
Die Botschaft, dass auch unschöne Dinge wie der Besuch eines Zahnarztes dazu gehören, finde ich super. Gleichzeitig zeigt sich auch, dass schöne Erlebnisse auch irgendwann ihren Zauber verlieren könnten, wenn man sie ‚zu oft‘ erlebt. Marie vermittelt dadurch, dass man den Moment genießen muss und durch Mut belohnt wird. Und auch Tage mit unliebsamen Terminen sind nicht automatisch schlechte Tage, sie können dennoch schöne Momente erschaffen.
Die Geschichte kommt jedoch sehr ruhig rüber, durch den ständigen Wechsel zwischen den Tagen wirkt sie gleichzeitig zwangsläufig an einigen Stellen repetitiv, was etwas die Spannung und das Tempo herausnimmt und der Geschichte eher ruhige Töne mitgibt. Das Ende lässt erahnen, was im nächsten Band passieren könnte und obwohl die Idee wirklich toll war, weiß ich nicht, ob sie ein zweites Mal auf diese Weise funktionieren kann. Aber vielleicht ist genau das die große Überraschung für des nächsten Bands.
Rezensionen von LeserinLu :
Prep von Curtis Sittenfeld
Hanni und Nanni für Erwachsene
Der Roman „Prep“ von Curtis Sittenfeld hat mich super unterhalten. Als großer Fan von Coming-of-Age-Geschichten bin ich voll auf meine Kosten gekommen und das Internatssetting mit Einblicken in die Welt der Reichen und Privilegierten hat mir zusätzlich sehr gut gefallen.
Erzählt wird aus Sicht von Lee Fiora, die mit vierzehn dank eines Stipendiums an die renommierte Eliteschule Ault bei Boston kommt.
Was zunächst wie der Eintritt in eine glamouröse, verheißungsvolle Welt wirkt, stellt sich schnell als emotionale Herausforderung heraus. Zuhause war Lee selbstbewusst und schlagfertig, in Ault fühlt sie sich zwischen den Reichen und Schönen plötzlich unscheinbar und fehl am Platz. Der Roman begleitet sie über mehrere Schuljahre hinweg durch Freundschaften, erste Lieben, Unsicherheiten und Fehlentscheidungen. Das Lesen fühlte sich ein wenig an wie das Verfolgen einer Serie: Man erlebt die Jahreszeiten, Entwicklungen und kleinen Dramen intensiv mit. Dabei bleibt die Geschichte leicht und gut lesbar, ohne oberflächlich zu sein. Gerade diese Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang hat mir sehr gefallen. Ich war deshalb sehr froh, dass der Roman so viele Seiten hat!
Für mich war „Prep“ ein sehr gelungener Coming-of-Age-Roman: unterhaltsam, klug beobachtet und mit genau der richtigen Portion Sozialkritik. Wer das Genre mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.











