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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Stock & Stein von Anne-Kathrin Behl

Kreatives und ideenreiches Bilderbuch

«Stock & Stein» ist ein einfallsreiches Bilderbuch über zwei lebendig gewordene Naturschätze, die in der gemütlichen Jackentasche eines Kindes wohnen. Als die Jacke gewaschen wird, werden die Freunde vor die Tür gesetzt. Was könnten Stock und Stein jetzt alles tun? Eine abenteuerliche Gedankenreise beginnt.

Die Illustrationen mit ihren kräftigen Farben sind einfach gehalten und zugleich ausdrucksstark, wodurch Kinder die Szenen und Gefühle von Stock und Stein leicht erfassen können. Deshalb gibt es nicht viel Text. Und wenn, dann setzt dieser cartoonhaft witzige Pointen und lebendige Dialoge, visuell unterstützt durch Sprechblasen oder Illustrationen.

Kinder lernen, wie wichtig es ist, Möglichkeiten zu erkennen statt Probleme zu sehen, mit der Zuversicht, dass alles wieder gut werden kann. Stock und Stein sind zwei liebevolle Helden, deren ideenreiche Träume und Vorstellungen für Kinder erlebbar werden. Die Geschichte endet mit einer Überraschung, die positive Gefühle, Sicherheit und Vertrauen stärkt und einen kindgerechten Abschluss bietet. Hier werden vor allem Kinder abgeholt, aber auch Erwachsene werden mit den Wortspielen ihre Freude haben. Es ist ein liebevoller Anstoß, aufmerksam durch die Natur zu gehen, und zu entdecken, was andere übersehen. Zum Schluss gibts eine kreative Idee, für alle, die gern basteln.

Fazit: Ein kreatives und ideenreiches Bilderbuch, das Kinder spielerisch mit Naturmaterialien vertraut macht – alles, was in Jackentaschen passt, verpackt in eine warmherzige, aufbauende und lustige Geschichte.

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Stock & Stein

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Alexander von Ferdinand von Schirach

Grundzüge der Demokratie für Kinder ab 10 Jahren

Das erste Kinderbuch von Ferdinand von Schirach ist eine philosophische Reise in die Vergangenheit: Alexander soll in der Hauptstadt gerechte Gesetze für die antike Stadt Kaliste finden, in der Hoffnung, dass es in einer gut und gerecht geführten Stadt keinen Tyrannen geben kann. Nur ein unvoreingenommener und kluger Kopf kann dies bewerkstelligen, und so wird Alexander ausgewählt, diese bedeutende Aufgabe zu übernehmen.

Das Schicksal der Stadt liegt damit in den Händen eines Jungen, der in sieben Tagen herausfinden muss, wie man friedlich miteinander leben kann. Wem wird er begegnen? Was wird er lernen? Auf seiner Reise begegnet Alexander ganz unterschiedlichen Menschen und fragt sie, was ihnen wichtig ist. Diese Gespräche sind bedeutend, weil sie dem Jungen Wissen, Orientierung oder wichtige Einsichten geben, die für die Entwicklung der Handlung entscheidend sind. Es sind unterhaltsame und amüsante Gespräche, aus denen sich grundlegende Rechte wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und Schutz der Menschenwürde ergeben – kindgerecht und in einfacher Sprache erklärt, eingebunden in eine interessante Geschichte, bei der man hofft, dass Alexander am Ende das Schlimmste verhindern kann.

Die ruhige und distanziert nüchterne Erzählweise passt zu Alexanders Besonnenheit und der enormen Verantwortung, die auf seinen Schultern lastet. Mit großer Klarheit und verständlichen Worten bleibt Ferdinand von Schirach beim Wesentlichen und veranschaulicht das Thema in gut verträglichen Abschnitten. Dadurch hebt sich die Geschichte mit einer ausgewogenen Mischung aus Unterhaltung und Wissensvermittlung hervor und bietet für Klein und Groß Anregungen zum Austausch und Nachdenken – gemeinsames Lesen wird empfohlen.

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Alexander

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Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte von Skye McKenna

Magische Fortsetzung für Kinder ab 10 Jahren

Mitreißende Spannung, düstere Geheimnisse, magische Abenteuer, Freundschaft, Hexenpower, cozy Vibes und eine Prise Humor. Dazu eine außergewöhnlich schöne Buchgestaltung inkl. Blickfang-Cover mit passendem Farbschnitt und Verzierungen auf jeder Buchseite. «Cassandra Morgan - Die magische Flöte» hat alles, was gute Fantasy für Kinder braucht: ein magischer Ort mit mächtigen Hexen und eine mutige Heldin, die Familie und Freunde gefunden hat und ihre neue Heimat Hagley von einem Fluch befreien will.

Dazu kommen die stimmigen Details, weshalb man nicht nur spannend und magisch unterhalten wird, sondern sich beim Lesen auch wohlfühlt.

Im Gegensatz zum Auftakt ist Cassie mittlerweile im Dorf Hagley angekommen und fühlt sich bei ihrer Tante Miranda im Haus wohl. Die Beziehung zu ihrem magischen Begleiter Montague und ihren Freunden wird gefestigt, und es werden auch neue Charaktere eingeführt, die frischen Wind reinbringen und das Erzähluniversum erweitern. Cassie blüht weiter auf und entwickelt sich zu einer jungen Hexe, die ehrgeizig ihre Ziele verfolgt, die sich immer besser integriert und besonnener handelt als früher. Ungelöste Geheimnisse um ihre Mutter bleiben als roter Faden erhalten und lassen auf eine spannende Fortsetzung hoffen.

Die Autorin Skye McKenna sorgt für viel Abwechslung und Spannung. Es wird nie langweilig. Ihre Kreativität ist großartig, weil sie eine Sogkraft und Detailliebe entwickelt, die viel Spaß macht. Ihr Schreibstil ist bildhaft und flüssig und erzeugt eine Atmosphäre, die zum Träumen nach Hagley einlädt, aber schon merklich düsterer ist als noch im ersten Band. Ich freue mich auf den dritten Band, der bereits im November 2026 erscheint.

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Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte

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Starfish von Lisa Fipps

Großartig! Unbedingt lesen!

Die elfjährige Texanerin wird wegen ihres Gewichts beleidigt und ausgegrenzt. Es tut weh, zu erleben, was sie durchmachen muss und aus nächster Nähe die Konsequenzen zu spüren. Ihr Gewicht ist allgegenwärtig und die selbstverfassten Dicke-Mädchen-Regel in ihrem Tagebuch bestimmen ihren Alltag. Ellie wird nicht nur in der Schule gemobbt, sondern auch in der eigenen Familie gedemütigt — ein Ort, der eigentlich ein Schutzraum aus Liebe und gegenseitiger Unterstützung sein sollte.

Das Kapitel um den Salzcracker hat mich sprachlos zurückgelassen, so einnehmend ist es geschrieben.

»Klischees sind bescheuert.
Sie geben den Leuten einen Vorwand,
Menschen zu hassen,
die anders sind als sie,
anstatt sich die Zeit zu nehmen,
diese Menschen kennenzulernen.«

Aber es ist keine deprimierende Geschichte, denn es gibt Lichtblicke: Ellies Vater und ihre Therapeutin. Sie gibt Ellie wertvolle Ratschläge, dazu, wie sie mit dem Mobbing und ihren Gefühlen umgehen kann. Diese Kapitel sind humorvoll und man spürt, wie Ellie auftaut und traut, sich zu zeigen. Sie lernt, sich selbst zu akzeptieren, obwohl andere das nicht können. Es steckt viel Liebe und Hoffnung in dieser Geschichte, bei der man dranbleibt, obwohl es keine Rätsel zu lösen gibt oder Drachen darin vorkommen. Die kurzen Kapitel lassen sich leicht lesen und erinnern vom Aufbau an ein Gedicht, denn Ellie ist Dichterin und eine hervorragend Erzählerin. Es liest sich wie ein Tagebuch, aber immer treffend statt ausschweifend und mit Sätzen, die man nicht so schnell vergisst.

Allerdings ist es viel einfacher,
die Gedanken anderer Leute über dich
in den Müll zu werfen,
als deine eigenen.

Die Welt aus Ellies Blick zu betrachten, war herzzerreißend, erschütternd und lehrreich. So eine wertvolle Geschichte, von der ich – wie die Autorin Lisa Tipps – hoffe, dass sie dazu beiträgt, dass sich die Einstellung der Leute ändert und viele Kinder dieses Buch lesen oder das Hörbuch hören. Betroffene Kinder, die wegen ihres Gewichts oder aus einem anderen Grund gemobbt werden, werden sich verstanden fühlen und eine Ahnung davon bekommen, wie es besser werden könnte. Erhellend, aufklärend und das ideale Buch, um ins Gespräch zu kommen. Sollte Pflichtlektüre an Schulen werden.

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Starfish

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Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell

Ungewöhnlich fordernde Oktopussuche

«Alles war so rätselhaft, dass er Kopfschmerzen bekam, wenn er versuchte, die Puzzleteile zusammenzufügen.»

Das Leben von Eve Shaw, deren Kindheit früh durch ein tragisches Familienunglück seine Unschuld verlor, und sie zu einer distanzierten, einsamen und freudlosen Frau werden ließ, verändert sich, als ein älterer Herr sie als Kunstgutachterin aufsucht und sie auf das White Octopus Hotel aufmerksam macht.

Als Eve recherchiert, erfährt sie, dass das Hotel nur noch ein «vermooster Palast für Geister» ist. Sie lernt Menschen kennen, die das Grandhotel besucht haben und erfährt von Schlüsseln, deren Zimmer nicht auffindbar sind und einem magischen Briefpapier, mit dem man die Vergangenheit ändern kann.

Spannend und melancholisch baut die Autorin Alexandrea Bell eine mystische Atmosphäre auf, und beschreibt die auffälligen und versteckten Elemente so, dass ich tief in die eigene Vorstellungskraft eintauchen konnte, und den Besuch im historisch-stilvollem White Octopus Hotel mit dem festlich, eleganten Ambiente genoss. Der Roman ist voller Feinheiten und Puzzlestücke, die sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen. Unterschiedliche Zeitdistanzen und undurchschaubare Strukturen schaffen Konflikte und Herausforderungen, durch die Eve und Max wachsen, voneinander lernen und neue Seiten an sich entdecken. Die differenzierte Darstellung ist bewegend, emotional und einnehmend. Für mich waren Eve und Max tiefgründige Figuren, die in einem komplexen Gefüge agieren. Die traumatischen Schilderungen vom ersten Weltkrieg waren schwer auszuhalten und sicherlich einer der sichtbarsten Kontraste, die ich nicht erwartet hätte. Obwohl es auflockernde Elemente gibt, geht es doch vermehrt um herausfordernde Emotionen und belastende Ereignisse in der Vergangenheit. Möglicherweise belastend, wenn man sich magische Leichtigkeit erhofft hat. Umso schöner fand ich die magischen Details, wie das Oktopustattoo, welches lebendig ist und mehr verkörpert, als Eves Faszination für die Meereskreatur. Mehr Magie hätte der Geschichte nicht geschadet, aber darüber hinaus beschreibt die Autorin auch die Magie, die für uns alle zugänglich ist, wenn uns Erinnerungen, Musik oder Kunst tief bewegt.

Wenn am Ende die Zusammenhänge sichtbar werden, zeigt sich die meisterhafte Erzählkunst der Zeit als formbares Element, verwebt mit Geheimnissen, dem Setting eines Grandhotel in den Schweizer Alpen und einen Hauch Magie. Es ist eine Liebesgeschichte, die Spannung durch Zeitreise-Paradoxie bietet und zum Nachdenken über Vergänglichkeit, Geschichte und Schicksal anregt. Unerwartet neuartig und fordernder als angenommen.

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Das White Octopus Hotel

Rezensionen von Rinoa:

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Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf

Bleibt hinter den Erwartungen zurück

Nachdem das erste Buch der Autorin für mich damals ein Jahreshighlight war, bin ich mit großen Erwartungen an "Die Housesitterin" herangegangen. Rückblickend gesehen war dies wahrscheinlich ein Fehler, denn insgesamt war das Buch für mich im Vergleich eher enttäuschend.

Doch zunächst fiel mir der Einstieg leicht, ich mag den Schreibstil, der wirklich gut zu lesen ist und war gleich drin in der Geschichte.

Natürlich blieben zunächst auch einige Fragen offen, es soll ja schließlich spannend bleiben.

Im Laufe der Lektüre wechselte allerdings immer öfter die Perspektive, was mir auf der einen Seite gut gefallen hat, weil man so einfach einen breiteren Einblick in die Geschehnisse erhält. Ein bisschen anstrengend fand ich es allerdings schon, da alles in Ich-Form geschrieben ist und ich so immer mal wieder überlegen musste, wer jetzt eigentlich gerade an der Reihe ist. Außerdem sind Ich-Erzähler nicht unbedingt verlässlich, was hier für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr ausgereizt wurde.

Genervt haben mich irgendwann die etwas sehr überhand nehmenden spicy Szenen (gegen die ich grundsätzlich nicht habe, für einen Thriller war es mir allerdings zu viel) sowie der absolut inflationäre Gebrauch eines Wortes mit f… als Umschreibung für den Akt an sich.

Außerdem wurden mir manche Dinge ein wenig zu sehr so zurechtgebogen, dass sie passen. Das hat das Ganze doch relativ unrealistisch und teilweise weit hergeholt gemacht, gepaart mit einigen Logiklücken und ganz vielen glücklichen Fügungen.

Das Ende hat mich dann tatsächlich so ein wenig versöhnt, wenn insgesamt aber schon ein kleiner unguter Beigeschmack übriggeblieben ist. Ich möchte auch nicht alles schlecht reden, das Buch war durchaus spannend und konnte mich durch die verschiedenen Perspektiven und den geschickten Aufbau auch überraschen. Trotzdem kann ich keine bessere Bewertung abgeben.

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Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder?

Rezensionen von Katzenmicha:

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Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy

Wen ein Mäuschen in dein Leben kommt.....

Helen Cartwright ist 83 Jahre alt, Witwe, erschöpft von Verlust und Einsamkeit-sie hat keine großen Erwartungen mehr vom Leben.Nach 60 Jahren kehrt sie von Australien in die Nähe von Oxford zurück – in den Ort, in dem sie geboren wurde.Sie kauft ein Häuschen und führt ein zurückgezogenes Leben.

Bis zu dem Tag als ein kleiner Mäuserich -klein, unscheinbar bei ihr auftaucht. Erist der Auslöser für etwas, das Helen längst nicht mehr für möglich gehalten hat.Eigendlich will sie den kleinen Mäuserich schnell los werden. Aber die Versuche ihn in den Tierhandel, in die Bibliothek, in den Eisenwarenladen zu lassen- scheitern.Durch den kleinen Mäuserich -den sie Merlin nennt ,nimmt Helen wieder am Leben teil…

Der Autor Simon Van Booy hat einen fließenden und bildhaften Scheibstil.Er zeigt wie ein kleines Mäuschen ein einsames Leben verändern kann.Die Geschichte geht sehr ans Herz und ich habe einige Taschentücher verbraucht.Auch das Cover mit der kleinen schlafenden Maus imHausschuh fand ich bezaubernd.Sehr gerne 5 Sterne für die rührende Geschichte und danke das ich sie kennenlernen durfte.

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Eine Maus namens Merlin

Rezensionen von begine:

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Die Gärtnerin von Venedig von Jana Revedin

Venedig im Winter



Jana Revedin ist Architektin und Schriftstellerin mit einer Liebe zu Venedig.
Der Roman, Die Gärtnerin von Venedig, führt uns erst mal in einem kalten Novembertag nach Venedig. Da lässt sie ihre Protagonistin, die Gärtnerin Eri Jung die Suche zu ihrem neuen Arbeitsplatz ganz schön schwierig werden.

Es macht Spaß Eris Gedanken und Ansichten mit zu erleben.
Langsam lernt sie Venedig kennen und lieben.
Durch ihre neuen Bekanntschaften wird es etwas verworren, aber da kommt man dann gut mit klar.
Die Autorin versteht es gut die Atmosphäre einzufassen.
So konnte ich Eri gerne begleiten.
Es ist ein faszinierender Roman.

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Die Gärtnerin von Venedig

Rezensionen von Carmen19994:

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Spielverderberin von Marie Menke

Zwischen Nähe und Neid

Manchmal sind es nicht Liebesgeschichten, die uns am nachhaltigsten prägen, sondern Freundschaften. „Spielverderberin“ erzählt von einer solchen Verbindung – intensiv, schillernd und brüchig zugleich. Im Zentrum steht eine Dreierkonstellation, die sich über Jahre hinweg formt, verschiebt und schließlich zerreißt.

Erzählt wird aus der Perspektive von Sophie, die sich tastend durch Erinnerungen bewegt und versucht zu verstehen, wann aus Nähe Konkurrenz wurde – und aus Vertrautheit Distanz.

Besonders gelungen finde ich die Konstruktion über verschiedene Zeitebenen. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander, ohne dass der Roman je beliebig wirkt. Vielmehr entsteht ein Sog: Stück für Stück setzt sich ein Bild zusammen, das lange unvollständig bleibt. Gerade dieses Zögern, dieses Nicht-sofort-Alles-Erklären, verleiht der Geschichte Spannung. Man spürt, dass etwas Entscheidendes geschehen ist – und liest weiter, um diesem Kern näherzukommen.

Die Dynamik zwischen den drei jungen Frauen ist fein beobachtet. Bewunderung, Eifersucht, Abhängigkeit und das Bedürfnis nach Abgrenzung liegen oft nur einen Atemzug auseinander. Keine der Figuren bleibt eindimensional; jede trägt Widersprüche in sich. Sophie wirkt in ihrer Unsicherheit mitunter spröde, fast passiv – und gerade dadurch glaubwürdig. Die anderen beiden bleiben bewusst etwas schillernder, schwerer zu greifen, was gut zur Grundstimmung des Romans passt: Erinnerungen sind selten eindeutig.

Sprachlich überzeugt Marie Menke mit dichten Bildern und einer Atmosphäre, die zwischen ländlicher Enge und urbaner Aufbruchsstimmung changiert. Hitze, Seen, staubige Wege – all das wird sinnlich erfahrbar. Gleichzeitig liegt über vielem ein leiser Schatten, eine Ahnung von Kontrollverlust. Die emotionale Intensität ist durchgehend spürbar, manchmal beinahe beklemmend.

Ein kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen hätte ich mir noch mehr Tiefenschärfe in den Konflikten gewünscht. Einige Motive bleiben bewusst vage, was zwar zur Erzählhaltung passt, aber nicht immer vollständig befriedigt. Dennoch überwiegt für mich der Eindruck eines starken, atmosphärisch dichten Romans über das Erwachsenwerden und die fragile Balance in engen Freundschaften.

„Spielverderberin“ ist ein Debüt, das nachhallt – leise, eindringlich und mit einem feinen Gespür für die Grauzonen zwischen Nähe und Verlust. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Spielverderberin

Rezensionen von Gilasbuecherstube :

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Crowned by War von Lilien Ortwein

Ein emotionales Finale

Zara ist Königin eines Reiches, das kurz vor dem Zerfall steht. Ein Krieg droht, es gibt viele Konflikte, und auch in der Liebe ist sie hin- und hergerissen. Sie muss Verantwortung übernehmen und auf ihr Herz hören.

Dieser Band hat mich emotional wirklich mitgenommen.
Besonders gut gefallen hat mir, wie sehr Zara sich weiterentwickelt, um ihr Reich zu führen und zugleich mit ihren eigenen Gefühlen zurechtzukommen.

Sie steht unter enormem Druck, und man spürt deutlich, wie stark sie zwischen Pflicht und Liebe hin- und hergerissen ist.
Berührt hat mich vor allem, wie schwer ihre Entscheidungen wiegen. Manche Wendungen haben mich unerwartet getroffen, und eine bestimmte Entwicklung hat mir fast das Herz gebrochen. Die Figuren sind nicht perfekt, sondern machen Fehler – genau das macht sie greifbar und lässt vieles authentisch wirken.
Der Schreibstil ist flüssig, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Bis zum Schluss habe ich gebangt und gehofft.
Ein Kritikpunkt bleibt für mich: Einige Szenen sind sehr brutal und verstärken die ohnehin düstere Stimmung zusätzlich. Das war stellenweise schwer auszuhalten. Deshalb ziehe ich 1/2 Stern ab.

Dennoch ist es ein kraftvoller, bewegender Band, der lange im Gedächtnis bleibt.

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Crowned by War