Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
Retten wir das ABC! von Paul Friedrich
Wo ist der Apfel
Das war für mich gewöhnungsbedürftig, dem Kleinen hat es gefallen. Das ABC mal rückwärts nur weil das A wie Apfel nicht da ist- Lustige Reime zu den einzelnen Buchstaben, andere Beispiele dafür. P wie Popel. Die Bilder sind im Comic Stil gehalten. Am Ende taucht das A wie Apfel auf und bekommt einen Wutanfall weil das Buch ausgelsen ist von hinten nach vorn.
Die Bilder beschränken sich immer auf einen Buchstaben, im nächsten kommt dann ein oder zwei der Beispielwörter dazu ein neuer Reim und dann ein weiterer Buchstabe. Diese Wiederholungen bleiben haften.
Als Vorlesebuch um Kinder an das ABC heran zu führen ist es witzig und gut gemacht. Um das ABC zu lernen, scheint es mir aus Großmutter Sicht schwieriger. Aber man soll der Schule nicht vorgreifen. Ob man nun mit solchen Geschichten einen Fehler macht kann ich mir nicht vorstellen. Wir haben jedenfalls bei jedem Lesen gelacht und unseren Spaß gehabt und das ist für mich das Wichtigste an den Leserunden mit meinem Enkel.
Rezensionen von verhei:
Die Mallorca-Kommissarin - Schatten über Calvià von Cara Maria Cardenes
Spannende und nicht ungefährliche Kunstszene auf der Urlaubsinsel
Thea Molt, beurlaubte deutsche Kommissarin begleitet ihre Freundin Becca in Palma zu einer Ausstellungseröffnung der jungen Künstlerin Juna. Diese wird am nächsten Morgen von beiden tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Doch was zuerst vielleicht noch wie ein Unfall anmutet, wird rasch zu einem Mordfall, kann man sich doch an einen Streit der jungen Künstlerin mit einem Mann erinnern und auch so manches gefundene Kunstwerk erscheint dubios.
Thea darf Sargento David Martinez und den Kunstspezialisten Luca bei den Ermittlungen begleiten und rasch taucht man in die Kunstszene der Insel ein. War Juna eine vielleicht eine Fälscherin.
Für mich war dieses Buch der erste Band der Reihe um Thea Molt und David Martinez und der Einstieg verlief problemlos. Beide Charaktere sind leicht zugänglich und dank einer kurzen Vorstellung der wiederkehrenden Personen steigt man auch leicht in die Geschichte und versteht rasch die Dynamiken. Man erkennt, dass Thea sich nicht leicht aus Ermittlungen raushalten kann auch wenn David auch mal droht und dass sie das Talent hat sich in Gefahr zu bringen.
Die Autorin schafft es gut das Gefühl der Insel einzufangen. Orte werden bildhaft geschildert, so dass man sich leicht dorthin träumen kann und auch das mallorquinische Lebensgefühl und die Spezialitäten werden eingefangen. Locker und humorvoll werden auch sprachliche Besonderheiten eingearbeitet und man erkennt, dass Sprichwörter nicht in jeder Sprache funktionieren. Die Seepferdchen Kavallerie, lässt mich noch immer schmunzeln (für die Aufklärung bitte das Buch lesen!).
Der Fall selbst ist ein solider Kriminalfall, der ohne viel Blutvergießen aber mit etwas Nervenkitzel und Waghalsigkeit gelöst wird. Man erkennt, dass Polizeiarbeit auch nicht immer geradlinig verläuft.
Definitiv empfehlenswert, schon alleine um die Vorfreude auf einen Mallorca Urlaub zu erhöhen und einen kleinen Einblick in die Kunstwelt zu bekommen.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Flauschi und Schnuff büxen aus von Ross Montgomery
super Geschichte
Wir kannten Flauschi und Schnuff vor diesem Buch noch nicht, aber wir sind auf jeden Fall jetzt Fans. Dieses Buch handelt von dem kleinen Meerschweinchenpaar welches sich sehr liebt. Sie haben ein schönes Leben bei der Familie, doch Flauschi möchte mehr. Sie möchte reisen und am liebsten nach Peru, wo es ganz viele Schweinchen gibt.
Schnuff hingegen gefällt es aber zu gut zu Hause und er möchte liebte da bleiben. Dies kann Flauschi nicht hinnehmen und macht sich alleine auf die Reise. Doch als dies Schnuff mitbekommt muss er Flauschi finden und reist ebenso ans andere Ende der Welt. Besonders toll finde ich dass das Buch sich reimt und sehr schön geschrieben ist. Und vor allem haben uns die bunten und tollen Illustrationen begeistert. Wir können dieses farbenfrohe Buch welches sich um Offenheit und Neugier dreht sehr empfehlen!
Rezensionen von Petra:
Der Geschmack von Sommer und Karamell von Anne Barns
Amrum ich komme
Oma Henny hat eine Einladung nach Amrum bekommen. Sie möchte das ihre Enkelin Ella sie begleitet da sie mit 78
Jahren nicht mehr allein eine so weite Fahrt machen will. Da Ella als illustratorin überall arbeiten kann und zur Zeit Single ist fährt sie gerne mit.
Es ist der liebevoll familiäre Umgangston in den Büchern der Autorin der sofort für Entspannung sorgt.
Dann kommt die Erholung am Meer, alle Bücher die ich bisher von ihr gelesen habe sind entweder an der Küste oder meistens auf einer der Inseln. beheimatet. Alle guten Dinge sind drei. In diesem Fall ist es Kuchen in allen Variationen. Windbeutel, Kirschkuchen, Waffeln, Nougatcreme oder Kirschmarmelade. Alles was Leckermäulchen und Süßschnäbel gerne essen. Am Ende sind immer ein paar Rezepte dabei.
In diesen Wohlfühlgeschichten sind immer ein paar Wahrheiten verpackt. Hier ist es der Küstenschutz, Informationen über Vögel oder das es auch gute Kinderheime zur Erholung in den sechziger Jahren gegeben hat.
Die Liebesgeschichte ist zurückhaltend erzählt.
Es ist einfach ein Buch für einen verregneten Nachmittag auf der Couch, mit Tee und etwas Süßem, anschließend ist die Laune wieder auf ihrem Höhepunkt.
Rezensionen von nessabo:
Mit anderen Augen von Jane Tara
Starker, bissiger und gesellschaftskritischer Start - dann kitschige Selbstfindungsreise
Ich bin herb enttäuscht, anders kann ich es nicht sagen. Die Literatur aus dem Diogenes-Verlag ist mir bisher sehr positiv im Gedächtnis geblieben und „Mit anderen Augen“ hat SO unglaublich stark begonnen, dass ich mir sicher war, ein weiteres Highlight in den Händen zu halten. Doch spätestens ab der Mitte wechselte der Roman seinen Ton so gravierend, dass ich nur noch kopfschüttelnd davor saß.
Die Autorin ist vor allem im ersten Drittel sehr reflektiert, bindet bspw. neurodivergente, queere und behinderte Menschen ganz organisch und sensibel in die Geschichte ein. Gleichzeitig gibt sie ihrer Protagonistin einen bissigen, ironischen Ton, den ich mindestens genauso sehr mochte wie die ganz starken Freundinnenschaften. Die Erzählung steckte anfangs voller weiblicher Solidarität und Wut.
Doch dann passierte etwas, das ich Jane Tara nur schwer verzeihen kann. Der Ton wechselte so radikal, dass ich manchmal dachte, die Autorin wurde auf halber Strecke ausgetauscht. Tilda verliert jegliche strukturelle Komponente aus dem Blick (etwa die zuvor angesprochene Gender Health Gap) und begibt sich stattdessen auf eine spirituell gefärbte Selbstfindungsreise. Dass sie überdurchschnittlich privilegiert ist und dadurch Zugang zu Ressourcen hat, die viele andere Frauen nicht haben, wird gekonnt ignoriert. Stattdessen liebt sie sich einfach selbst und schafft es, mit einer intensiven Meditation ihr bislang unerkanntes Kindheitstrauma zu bearbeiten.
Diese gar nicht mal so unterschwelligen Botschaften halte ich für absolut gefährlich. Beim Lesen wurde ich mit Aussagen konfrontiert, die mir vermitteln, ich solle die Heldin meiner Geschichte sein und nicht das Opfer und außerdem sei ich für meine Traumata ja schon irgendwie selbst verantwortlich. Es ist sicherlich bis hierhin bereits spürbar - so etwas macht mich sehr wütend!
Natürlich ist es wichtig, den eigenen Selbstwert von anderen unabhängig zu definieren. Aber das hat eben Grenzen und dieses toxisch Positive à la „Jeder einzelne Tag ist grandios“ ist lebensfernes Wunschdenken. Auch die anderen Frauen der Geschichte sind eigentlich nur Beiwerk, um die Entwicklung Tildas hin zur tatsächlichen Heldin des Buches zu unterstützen - mit dem absolut perfekten Mann natürlich als Sahnehäubchen.
Der Roman begann so stark und für mich hätte Tilda weiter die ironische, umperfekte Protagonistin bleiben sollen, die sich an ihre Freundinnenschaften hält. Die extreme Introspektion und der Wandel hin zum Spirituellen gefallen mir nicht und ich finde sie auch nicht fair allen Betroffenen sowie weniger Privilegierten gegenüber. Das wäre anders gegangen, aber so enden wir mit einer völlig weichgespülten, unmotivierten Geschichte, die mich absolut verloren hat. Ich bewerte für den starken Anfang und das durchgängig gute Erzähltempo des Romans wohlwollend, inhaltlich hätte ich noch strenger sein können.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
sehr schön
Ich als Erwachsener bin großer Fan von dem Autor und finde es genial, dass er ebenfalls solche tollen Kinderbücher schreibt, die bei uns natürlich ich fehlen dürfen. Wor haben bereits als Familie das kleine Klugscheisserchen ins Herz geschlossen und waren deshalb sehr auf den nächsten Teil gespannt.
Und auch dieser hat uns auf keinen Fall enttäuscht. Denn dieses Mal lernt das Klugscheisserchen den kleinen Vehlerteufel kennen. Und dieser bringt sein Leben ganz schön durcheinander. Ein wunderbares Buch für die ganze Familie in welchem den Kindern gezeigt wird, dass es durchaus in Ordnung und vollkommen normal ist Fehler zu machen. Auch die liebevollen Illustrationen möchte ich an dieser Stelle hervorheben und natürlich auch den Wortwitz in diesem Buch. Ich kann es auf jeden Fall allen empfehlen die das Klugscheisserchen schon kennen, aber auch denen die es noch kennenlernen möchten.
Rezensionen von Bücherfreundin:
John of John von Douglas Stuart
Ergreifender Roman über eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung
Nach seinem erfolgreichen Romandebüt "Shuggie Bain", für das er 2020 den Booker Prize erhalten hat, und seinem zweiten Roman "Young Mungo" hat der schottisch-amerikanische Schriftsteller Douglas Stuart nun sein drittes Werk, "John of John", veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der in den neunziger Jahren spielenden Geschichte steht der 22-jährige John Calum McLeod, genannt Cal, der in Edinburgh sein Kunststudium erfolgreich abgeschlossen hat.
Nachdem sein Vater John ihn aufgefordert hat, nach Hause zurückzukehren, weil es seiner Großmutter nicht gut gehe, macht Cal sich nach vier Jahren in der schottischen Hauptstadt auf den 400 km langen Weg nach Falabay, einem kleinen Ort auf der Insel Harris in den Äußeren Hebriden, wo sein Vater John mit Cals Großmutter Ella in einem kleinen Crofthaus lebt. John ist Schafzüchter und fertigt als Weber den traditionellen Harris-Tweed. Wie alle Inselbewohner gehört er den Freien Presbyterianern an und ist tief in seinem Glauben verwurzelt. Er weiß nicht, dass Cal mangels beruflicher Perspektive wohnungslos war und bei einer albanischen Putzkolonne jobbte. Seine Enttäuschung über Cals Arbeitslosigkeit kann er nicht verbergen, und die langen, gefärbten Haare seines Sohnes stellen für ihn eine Provokation dar.
Cal fällt es nach den selbstbestimmten Jahren in Edinburgh schwer, sich wieder an die häusliche Enge, die unnachgiebige Dominanz seines Vaters und das traditionelle Umfeld zu gewöhnen. Das Geld ist knapp, und fortan unterstützt er John bei der Schafzucht und am Webstuhl. Vater und Sohn lieben sich, dennoch sind beide nicht in der Lage, ihre Gefühle zu zeigen, vieles bleibt ungesagt. John weiß nicht um Cals Homosexualität, und auch Cal ahnt nicht, welche Geheimnisse John bewahrt.
Der Roman ist in klarer, sehr direkter Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Douglas Stuart zeichnet seine Charaktere nicht nur authentisch und facettenreich, er beschreibt auch ihre innere Zerrissenheit sehr eindrucksvoll. Die Geschichte ging mir unter die Haut, ich habe mit den Protagonisten mitgelitten und mir gewünscht, dass sie sich endlich einander öffnen. Die Entwicklung der Figuren ist glaubhaft und ganz wunderbar beschrieben. Ella ist mir besonders ans Herz gewachsen, sie ist selbst eine Außenseiterin und Cal eine Komplizin, die für ihn eintritt und ihn unterstützt.
Sehr beeindruckend fand ich Douglas Stuarts faszinierende Beschreibungen der rauen und kargen Landschaft. Auch der Alltag der Schafzüchter, Fischer und Weber unter den harten Lebensbedingungen ist intensiv geschildert. In vielen Familien entstehen über Generationen hinweg auf den Familienwebstühlen, die mit Trittpedalen angetrieben werden, kunstvolle Kreationen.
Das Buch, in dem es neben einem schwierigen Vater-Sohn-Verhältnis auch um Liebe und Sehnsucht, Scham, Schmerz und Schuldgefühle geht, hat mir sehr gut gefallen, es hat mich gefesselt, erschüttert und zutiefst berührt.
Absolute Leseempfehlung für dieses großartige und tiefgründige Werk!
Rezensionen von v_im_wunderland:
Die Liebeshungrigen von Karine Tuil
sehr interessant
Ich finde das Coverpass recht gut zu dem Inhalt des Buches. Ich hätte von diesem Buch keine richtigen Vorstellungen als ich begann es zu lesen. Doch es hat mich recht schnell in seinen Bann gezogen, denn obwohl es keinen einfachen Lesefluss hat, kamn man es nicht so schnell aus der Hand legen. Denn die Geschichte des Buches ist sehr interessant.
In diesem Buch geht es um die Machtverhältnisse der Politik und wie es als Politiker ist wenn man auf einmal nicht mehr an der Macht ist. Die Fragen kommen auf nach der Bedeutung des Ichs. Und wie es in einem steht, wenn die primäre Bedeutung auf einmal wegfällt. Dieses Thema hatte ich so in keinem Buch zuvor vorgefunden und war deshalb sehr gefesselt von diesem Buch. Ich kann es auf jeden Fall allen Leserinnen empfehlen, die sich für politische Themen und Machtverhältnisse interessieren. Für mich ein sehr gutes Buch.
Rezensionen von Gute_Laune:
Voll veggie! Airfryer für Teenager von Agnes Prus
Mehr als nur Snacks
Der Airfryer ist ein toller Einstieg für Teenager, um das Kochen zu lernen. Dieses Buch hilft dabei und gibt nützliche Informationen zu Utensilien und Lebensmitteln und nennt auch die wichtigsten Dos & Don’ts.
Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel Frühstück & Brunch; Hauptmahlzeiten; Snacks; Süßes & Nachtisch.
Die benötigten Zutaten sind nicht schwer zu bekommen und mit Glück sogar schon in der Vorratskammer zu finden. Sehr wenige Ausnahmen sind darunter, die man vielleicht selten nutzt.
Der Aufbau der Rezepte ist klar strukturiert und übersichtlich. Name des Gerichts, Anzahl der Portionen, Zutatenliste, gut verständliche Arbeitsschritte, mehr braucht es nicht und mehr ist auch nicht da, außer gelegentlich einem zusätzlichen Tipp. Zu fast jedem Rezept gibt es ein Foto. Gerade bei Neulingen in der Küche finde ich das besonders wichtig.
Die Gerichte sind abwechslungsreich und ansprechend. Dass sie rein vegetarisch sind, fällt kaum auf. Ihr Schwierigkeitsgrad ist so gewählt, dass die Teenager sie auf alle Fälle wuppen. Bei den schnellen Franzbrötchen gibt es in meiner Ausgabe leider ein kleines Hindernis. Da wurde das Schneiden zu Trapezen nur halb erklärt. Nicht nur nach rechts, sondern auch nach links muss das Messer abwechselnd gehalten werden. Das wird sicher in der nächsten Auflage korrigiert. Die Brezeln Flammkuchen-Style werden vermutlich den größten Anklang bei den Kids und ihren Freunden finden. Sie sind super easy, super schnell gemacht und super lecker!
Dieses Buch ist ein tolles Geschenk für erste Kochversuche mit Geling-Garantie. Mit etwas Glück werden die Eltern mit der einen oder anderen Köstlichkeit daraus überrascht und verwöhnt. Auch fleischlos ist Genuss und wer nicht ganz darauf verzichten mag, kann alle Ersatzprodukte, wie Tofu-Würstchen oder vegane Schinkenwürfel ja auch in der fleischhaltigen Variante einsetzen. Ich gebe fünf Sterne!
Rezensionen von PMelittaM:
Flut aus schwarzem Stahl von Anthony Ryan
Vielversprechender Trilogieauftakt
Als sein Dorf von fremden Kriegern angegriffen wird, verwandelt sich Ruhlin in etwas schreckliches, wird aber dennoch gefangen genommen. Thera ist in Diensten einer der drei Schwesternköniginnen, die sie losschickt, um das Fehlen einer wichtigen Lieferung zu klären. Felnir arbeitet für seinen Onkel, wenn auch ungern, und bekommt wieder einmal einen kaum lösbaren Auftrag.
E.vine ist klug und gelehrt, macht aber einen schweren Fehler, als sie sich für die falsche Religion entscheidet. Vier Protagonist:innen, vier Perspektiven, aus denen die Geschichte abwechselnd erzählt wird. Manche Wege überschneiden oder verknüpfen sich gar.
Ich habe zwar noch nicht alle seine Werke gelesen, doch schon einigen, und Anthony Ryan hat mich noch nie enttäuscht. Auch hier war ich schnell im Lesefluss, auch wenn es relativ lange gedauert hat, bis klar wurde, wohin die Reise gehen soll. Da ich aber jeden der vier Lebenswege, die hier erzählt werden, interessant und spannend finde, wurde ich von Anfang an gepackt, war gespannt, wohin es führen wird. und wie die einzelnen Protagonist:innen zueinander stehen beziehungsweise, was sie miteinander zu tun haben werden. Nur ein Lebensweg blieb bisher von denen der anderen isoliert, da es sich aber hier erst um den Start in eine Trilogie handelt, wird sich das sicher in weiteren Bänden ändern. Gegen Ende des Bandes wurde mir auch klar, dass es Verbindungen zu einer anderen Trilogie des Autors gibt, die ich jetzt wohl bald lesen sollte.
Die Protagonist:innen sind alle ganz unterschiedlich, mit verschiedenen Zielen und Wünschen, die Ereignisse sind es, die hier ihre Leben mitbestimmen, und denen sie sich nicht ohne weiteres entziehen können. Auch weitere Charaktere sind sehr interessant, zum Beispiel Lynnea, die zwar stumm ist, aber besondere Fähigkeiten hat. Im Anhang findet sich übrigens eine Liste der Personen.
Das Setting mutet wikingisch an, aber auch eigenständig, immerhin sind wir in einer fiktiven Welt. Anthony Ryan hat eine interessante Welt geschaffen, die man nach und nach besser kennenlernt. Zu Beginn des Romans gibt es eine Karte, die nützlich sein kann. Immer wieder gibt es auch Rückblicke in frühere Ereignisse, die wichtig sind, um das Heute zu verstehen.
Anthony Ryan hat mich wieder direkt packen können und ich freue mich nun auf die weiteren Bände der Trilogie. Der Roman punktet mit einer interessanten Welt, gelungenen Charakteren und viel Spannung.











