Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ulrike:
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast
Viel Luft nach oben
Das Cover und der Klappentext dieses Buches haben mich sehr angesprochen und ich habe mich auf die Geschichte gefreut. Leider hat mich die Story aber nicht überzeugt und konnte mich nicht fesseln.
Zum Inhalt: In einer dystopischen Welt kämpfen die Bewohner der Stadt Dividum ums Überleben. Jedes noch so kleine Verbrechen wird mit lebenslanger Haft im Gefängnis Endlock bestraft.
Dort können reiche Meschen Jagd auf die Insassen machen und sie töten. Raven, die als Kopfgeldjägerin eigentlich für Nachschub im Gefängnis sorgt, will ihren Bruder aus ebendiesem Gefängnis befreien. Sie lässt sich verhaften und plant mit weiteren Insassen den Ausbruch. Gleichzeitig entwickelt sie Gefühle für den Wachmann Vale, der eigentlich ihr Feind sein sollte und der natürlich seine eigenen Ziele verfolgt.
Das Setting der Geschichte und der Schreibstil ist an und für sich gut gelungen. Es liest sich flüssig, man kommt schnell in die Story hinein und kann sich auch gut mit den Personen identifizieren und mit ihnen mitfühlen (oder sie hassen). Allerdings habe ich mir von der Geschichte viel mehr erhofft. Der Beginn war gut, man konnte Ravens Beweggründe gut nachvollziehen. Sobald sich die Handlung aber nach Endlock verlagert hat, war die Spannung aber leider weg. Die Gefahr durch die Jagd, die Abneigung zu den anderen Insassen und die Frage, wen man vertrauen kann und wer seine eigenen Absichten verfolgt wurden meiner Meinung nach viel zu banal und einfach behandelt. Hindernisse wurden schnell aus dem Weg geräumt, vermeintliche Probleme wurden oft zu einfach gelöst, sodass es leider nicht mehr ganz glaubhaft wirket. Auch die Liebesbeziehung zu Vale hat für mich nicht gepasst. Woher die Anziehung entstanden ist, wie ihr Verhältnis zueinander ist und wie sie ihre Zuneigung heimlich ausleben können war mir nicht ganz schlüssig und wirkte fehl am Platz. Zum Schluss hin wurde es zwar noch einmal etwas rasanter und spannender, trotzdem war es für mich ein unbefriedigendes Leseerlebnis und ich werde den 2. Band nicht lesen.
Fazit: Leider zu oberflächlich, obwohl die Geschichte Potential gehabt hätte.
Rezensionen von Lilli33:
Kala von Colin Walsh
Zwischen Coming of Age und Thriller
Zwischen Coming of Age und Thriller
„Kala“ ist der Debütroman von Colin Walsh. Das merkt man diesem Werk keineswegs an. Ich empfand die Story von Anfang bis Ende als ausgefeilt und rund, dabei auch sprachlich sehr schön präsentiert. Auf Deutsch erschien das Buch im Februar 2026 im Gutkind Verlag.
2003, Kinlough, Irland. Eine Clique von Fünfzehnjährigen genießt den Sommer. Die Jugendlichen machen allerlei Blödsinn, probieren sich aus, gehen an die Grenzen - Pubertät eben. Kala, Helen, Aoife, Mush, Joe und Aidan gehen zusammen scheinbar durch Dick und Dünn. Doch wenn man genau hinsieht, bemerkt man die Risse. Und dann verschwindet im November Kala von einem auf den anderen Tag spurlos. Die Zurückgebliebenen müssen mit diesem Verlust fertigwerden und sich fragen, ob sie eine Schuld an Kalas Verschwinden tragen.
2018 treffen sich Helen, Mush und Joe anlässlich der Hochzeit von Helens Vater wieder. Aiden ist inzwischen verstorben, Aoife weggezogen. Helen flüchtete nach Kalas Verschwinden nach Kanada, Joe wurde ein berühmter Musiker. Nur Mush blieb stets in Kinlough, wo er seiner Mutter im Café hilft. Als auf einer Baustelle ein Skelett gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass es sich um Kala handelt. Die sterblichen Überreste weisen Anzeichen von massiven Verletzungen auf. Was ist mit Kala vor fünfzehn Jahren geschehen? Vor allem die Journalistin Helen bohrt nach, nicht wissend, dass sie dadurch sich und ihre Freunde in höchste Gefahr bringt.
Der Roman beginnt ziemlich gemächlich. Aus verschiedenen Perspektiven lernen wir die Gruppe mitsamt ihrer Dynamik kennen. Heute, fünfzehn Jahre später, hängt die Vergangenheit immer noch wie ein Damoklesschwert über den jungen Menschen. Vieles wurde verdrängt, will nun aber an die Oberfläche. Mit jeder gelesenen Seite entwickelt die Handlung einen immer stärkeren Sog, werden die Figuren immer greifbarer. Nachdem Colin Walsh uns zunächst viele rätselhafte Andeutungen vorlegt, serviert er uns schließlich häppchenweise die Fakten, knüpft ein Netz von unerwarteten Verbindungen und Ereignissen.
Der Schreibstil ist fesselnd, atmosphärisch dicht und bildhaft. Mein Kopfkino hatte ordentlich zu tun. So liebe ich das! Was als Coming of Age-Roman beginnt, endet schließlich als spannender Thriller.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton
Eine magische Story vor einer historischen Kulisse
Die Handlung beginnt 1918 in London und die 12-jährige Bo ist als Schlammschwalbe an der Themse unterwegs. Das bedeutet, dass sie im Schlamm der Themse nach etwas Brauchbarem sucht, um ihre Mutter zu unterstützen. Als sie dort eine Münze findet, spürt sie, dass diese Teil eines größeren Geheimnisses ist.
Zudem trifft sie auf Billy, einen Jungen vom gegenüberliegenden Ufer. Er weiß, dass es eine zweite Münze gibt und man diese beiden Münzen zusammenfügen muss. Sie machen sich auf die Suche, sind damit jedoch nicht die einzigen.
Die Handlung ist spannend und das Setting an der Themse wird sehr bildhaft beschrieben. Auch der Zeitgeist, der Erste Weltkrieg und die damit einhergehenden Entbehrungen der Bevölkerung sind eng mit der Handlung verwoben.
Das Buch hat meine Erwartungen übertroffen. Es ist weit mehr als nur ein magisches und spannendes Kinderbuch, sondern eines das Gesprächsstoff liefert.
Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, Mut, Verlust, Hoffnung und Geheimnisse. Das alles wird gelungen in die historischen Hintergründe zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingebunden. Das Setting an der Themse hat ebenfalls eine Menge dazu beigetragen, dass mich das Buch so begeistert hat.
Für mich war es ein richtiges Highlight.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi
Erinnerungen
Layla wächst gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Nouri in Saarbrücken auf. Ihre Mutter stammt aus Frankreich aus einer wohlhabenden Familie und ihr Vater aus dem Irak.
Berichtet werden die Ereignisse aus der Gegenwart in der Layla sich erinnert. Derzeit lebt sie in Paris, trägt sich mit Suizidgedanken und macht eine Therapie.
An ihren Erinnerungen ist zu merken, dass ihre Familie aus sehr eigenwilligen Persönlichkeiten besteht. Insbesondere der Vater, der ihnen die tollsten Dinge verspricht, diese aber nicht verwirklicht, ist für Layla der Größte bis der Golfkrieg ausbricht und sich alles verändert.
Da das Geschehen aus Laylas Sicht geschildert wird, bleibt leider vieles im Verborgenen und es gibt nur wenige Informationen über die Entwicklung des Vaters. Ich hatte gehofft, dass diese mehr im Vordergrund stehen würde.
Dennoch ist der Einblick in diese ungewöhnliche Familiendynamik und die Wahrnehmung der Protagonistin interessant.
Rezensionen von Lerchie:
Die Affäre von Jill Childs
Feinde oder Verbündete?
Helen kommt spät von einem Elternabend nach Hause und findet ihren Mann ermordet am Fuß der Kellertreppe. Neben ihm seine Geliebte. Helen weiß nicht, ob die frau Täterin, Opfer, Verbündete oder ihre Feindin ist.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich nicht ganz so leicht und flüssig lesen. Zwar gab es keine Unklarheiten im Text, die den Lesefluss gestört hätten, aber der Schreibstil ist etwas schwieriger.
Trotzdem bin ich schnell in die Geschichte hineingekommen und konnte mich auch in die Protagonisten hineinversetzen. In Laura, die ihren Geliebten ermordet haben soll, aber auch in Helen, die sie neben ihrem Mann fand und dadurch annahm, dass diese ihn getötet hat. Doch es war ein Unfall, so sehe ich das. Helen jedoch kann Laura den Mord einreden. Wir erfahren in dem Buch, wie es soweit hatte kommen könne, dass auch die Ehe der beiden nicht so war, wie sie sein sollte. , denn Helen verzieh ihrem Mann immer wieder seine Affairen. Wir lesen wie die Geliebte, Laura Dixon, den Mann kennen gelernt hatte und wie sei ihn aufsuchen wollte um mit ihm zu reden, denn er hatte sich von ihr getrennt. Das Buch liest sich wie ein Psychothriller und ich denke es ist auch einer. Dann die Überraschung am Ende des Buches, die ganz so überraschend für mich nicht war, dass ich schon damit gerechnet hatte. Sie sagt alles aus. Allerdings gefiel mir das letztendliche Ende nicht so sonderlich, denn es ist irgendwie offen. Aber vorher muss Helen feststellen, dass eine betrug nie aufgehört hat und sie fasst einen Entschluss. Klappt das so wirklich? Das Buchende lässt es bezweifeln. Trotzdem ist das Buch spannend, voller Irrtümer und Chaos, aber fesselnd. Nur das etwas offene Ende gefällt mir nicht. Daher zwar eine Leseempfehlung aber nur vier Sterne.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Alma von Federica Manzon
Anstrengende Lektüre
"Alma" ist zwar bereits der fünfte Roman der italienischen Autorin und Verlegerin Federica Manzon, aber ihr erstes Buch, das aufgrund seines großen Erfolgs im Jahr 2024 nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 53-jährige Journalistin Alma, die nach Jahrzehnten der Abwesenheit in ihre Heimatstadt Triest zurückgekehrt ist, um das Erbe ihres verstorbenen Vaters von Vili, ihrer Jugendliebe, in Empfang zu nehmen.
Während der drei Tage, die sie in der Stadt verbringt, erinnert sie sich an die ereignisreichen Jahre ihrer Kindheit und Jugend.
Almas Mutter hatte die Universität kurz vor dem Abschluss verlassen, um gegen den Willen ihrer italienischen Eltern Almas Vater, einen Slawen, zu heiraten. Anfangs lebt die kleine Familie im Haus der Großeltern, wo Alma wunderbare Jahre verlebt. Sie fühlt sich wohl bei den Großeltern, sie sind wichtige Bezugspersonen für sie, ehe die Eltern mit ihr fortziehen in das Haus auf dem Karst. Almas Vater ist als Redenschreiber für Marschall Tito tätig und verschwindet oft ohne Erklärungen nach Jugoslawien. Die Mutter weiß nie, wann er zurückkehren wird. Eines Tages bringt er aus Belgrad den 10-jährigen Vili mit, der von nun an bei der Familie leben wird. Alma hasst den Jungen und ist eifersüchtig auf ihn ...
Die Geschichte ist zwar in sehr schöner Sprache erzählt, trotzdem empfand ich die Lektüre durch die spezielle Erzählweise als sehr anstrengend. Aus dem Klappentext ist nicht ersichtlich, dass es sich um ein Buch mit politischem Schwerpunkt handelt. Es beschreibt neben dem Zerfall des ehemaligen Jugoslawiens und dem schrecklichen Krieg Almas Kindheit und Jugend sowie die komplizierte Beziehung zwischen ihr und Vili. Die Handlung vermochte mich nicht zu fesseln, sie springt hin und her, Ort und Zeit sind oft erst spät ersichtlich. Diese Zeitsprünge machten es mir manchmal schwer, die politischen Zusammenhänge zu verstehen. Ich empfand die Lektüre als herausfordernd und fand durch die distanzierte Darstellung der Protagonisten keinen Zugang zu ihnen. Insgesamt hat mich "Alma" enttäuscht, zumal ich nicht damit gerechnet habe, dass die politischen Geschehnisse derart viel Raum einnehmen würden.
Ich empfehle das Buch allen Lesern, die sich für die politische Situation Jugoslawiens im 20. Jahrhundert interessieren.
Wegen der schönen Sprache runde ich meine 2,5 Sterne auf 3 Sterne auf.
Rezensionen von Ameland:
Willkommen im Zoo - Ein neues Zuhause für Ignaz Pfefferminz Igel von Sophie Schoenwald
Herzerwärmend, humorvoll und mit starker Botschaft
Ignaz Pfefferminz Igel sucht ein neues Zuhause im Zoo. Aber von Beginn an läuft alles schief. Aber lest selbst warum dieser hilfsbereite und mit tadellosen Manieren ausgestattete Igel für ein stacheliges Ungeheuer gehalten werden kann.
Ich habe diesen süßen Igel gerne auf seiner Reise durch den Zoo begleitet.
Der erste Eindruck kann täuschen und Gerüchte verbreiten sich schnell, daher ist es wichtig, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Anhand von Ignaz Pfefferminz Igel wird das auf kindgerechte Art sehr deutlich. Sophie Schoenwald erzählt sehr liebe- und humorvoll wie Ignaz durch sein Verhalten und seiner Hilfsbereitschaft von einem Ungeheuer zu einem Freund wird.
Die vielen farbigen Illustrationen von Günther Jakobs lockern den Text auf und ergänzen ihn.
Ein wunderschönes Vorlesebuch ab ca. 5 Jahre mit einer starken Botschaft.
Rezensionen von Philiene :
Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und Plusminus, der Mathedrache von Tobias Goldfarb
Perfekt für Leseanfänger
Meine Kinder und ich lieben die Bücher rund um den Weihnachtsdrachen Spekulatius und so geht es bestimmt vielen Kindern. Wie schön ist es dann mit dem Helden aus der Adventsteit lesen zu lernen.
Spekulatius und Plusminus ist ein tolles Buch für Erstleser, auch wenn es vielleicht etwas schwierig ist Spekulatius Sprache zu lesen.
Aber es wird aus dem Buch deutlich das es sich hierbei um die besondere Aussprache des Drachen handelt.
Das Buch ist wunderschön illustriert und lädt mit kurzen einfachen Texten zum Lesen ein.
Die Geschichte ist leicht verständlich und gibt zum Lesestart auch noch Einblicke in die Mathematik.
Eine schöne Geschichte die Leseanfänger ganz sicher immer wieder gerne lesen.
Rezensionen von gabiliest:
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Mutterliebe
Die bekannte Schauspielerin Judith Hoersch hat mit “Niemands Töchter” ihren Debütroman vorgelegt. Das stilvolle Hardcover zeigt eine junge Frau- eine Tochter oder doch eine Mutter- mit Sonnenblumen, die aber nur die Hälfte ihres Gesichts bedecken, denn Freude und Schmerz liegen in diesem Roman ganz eng zusammen.
Im ersten Drittel der Erzählung wird spotlightartig das Schicksal von vier Frauen beleuchtet. Immer wieder gibt es Zeitsprünge und Rückblenden, so dass die Lesenden in diesem Abschnitt dem Buch die Aufmerksamkeit widmen müssen, die es zweifellos verdient.
Marie ist einem lieblosen Elternhaus nach Berlin entflohen, bringt sich als Putzfrau in einem Krankenhaus durch. Dort beobachtet sie eine freundliche und liebevolle Säuglingsschwester, Gabriele. Marie fasst einen Plan, in dem Gabriele eine wesentliche Rolle spielen wird, denn Marie ist ungewollt schwanger.
Gabriele hat ein Kind verloren, ihre Ehe ist gescheitert. Doch bietet sich ihr eine Chance, die ihr Hoffnung gibt. Aber nicht in Berlin. Sie kehrt in ihr Elternhaus, eine Bäckerei, zurück und zieht dort Alma mit aller Liebe auf, die sie aufbringen kann. Doch liegt zwischen ihnen immer eine gewisse Distanz, denn Alma ist ein hoch intelligentes, aber schwieriges Kind. Und Alma wird Gabriele verlassen, denn die Wahrheit kommt immer an die Oberfläche.
Isabell ist Tänzerin, die ihre Karriere wegen ihres Lampenfiebers beendet hat, aus ihrer Vergangenheit leidet sie an starken Verlustängsten, die sie auf ihre Tochter und in ihre Ehe überträgt. Trost findet Isabell beim Betrachten der Polaroid Fotos, die ihre bereits vor Jahren verstorbene Mutter gemacht hat.
Zwischen diesen vier Frauen bestehen unerschütterliche, aber schmerzhafte Verbindungen, gelebte Leben, die einander berühren und doch so weit von einander entfernt sind. Erst im zweiten Drittel des Buches zeichnet der Roman größere Bögen und es fällt leichter, die Absichten der Protagonistinnen, ihr Glück und ihr Scheitern nachzuvollziehen. Judith Hoersch gelingt es meisterhaft, auf die Narben kaum verheilter Wunden zu zeigen und zu beschreiben, dass man sowohl Trauer als auch Heilung die Zeit geben muss, die sie brauchen. Die Lesenden werden vielleicht in manchen dieser familiären Konstellationen und Beziehungen auch Bruchstücke ihres eigenen Lebens erkennen und verstehen, wieso es diesem Roman gelingt, so tief zu berühren.
Judith Hoersch gibt ihrem Buch einen versöhnlichen Schluss, die Sehnsucht nach Mutterliebe überwindet auch tiefe Gräben, die die Vergangenheit aufgerissen hat. Wenn kein Verstehen möglich ist, so kann doch Verzeihen Heilung bringen. “Niemands Töchter” ist ein feinfühlig geschriebener, tiefgründiger Roman, der durch erzählerisches Können die Lesenden mitnimmt, in das Schicksal dieser vier Frauen einzutauchen und mitzufühlen. Daher gebe ich eine absolute Leseempfehlung für diesen so eindrucksvollen und wirkmächtigen Roman.
Rezensionen von kuhasi:
Alt genug von Ildikó von Kürthy
Anders als gewohnt aber gut
Anders als gewohnt, aber gut
Irgendwie ist die Entwicklung von Ildiko´ an mir vorüber gegangen und ich hatte mich auf ein lustiges Buch gefreut.
Allerdings habe ich scheints nicht mitbekommen, dass die letzten Romane eher sachlicher Natur und nicht mehr zwingend komisch waren. Bitte nicht falsch verstehen, das Buch war sehr gut, aber ich war auf etwas Anderes eingestellt.
Nichts desto trotz ist die Autorin echt gut, wenn es um das Beschreiben von Frauen, Gefühlen und Alltag geht. Um eine Passage zu nennen: " Und wer, wie ich, mit 2 heranwachsenden Männern und einem Ehemann zusammenlebt, der tut gut daran, die eigenen Reaktionen abzuwägen und auf taktische Klugheit und das langfristig zu erreichende Ziel zu setzen.
Kürthy gibt in diesem Buch ganz viel von sich selbst preis, und da erstaunt doch so manches. Ihr Leben ist geprägt von Panikattacken, Angststörungen, die ihr das Leben und auch das Vorlesen schwer machen. Wer hätte das gedacht!!
Es geht um ihre Freundinnen Jutta, Susanne, Antje...die alle schon ihr Päckchen im leben zu tragen hatten.
Sie hadert mit ihren Eltern und ihrer Jugendzeit und schließt Frieden damit.
Alles in allem ein sehr ermutigendes Buch, das einen manchmal schmunzeln, aber auch etwas nachdenklich zurück lässt.











