Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kwinsu:
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
Nur die Gedanken sind frei
Noah ist 14 und muss miterleben, wie sich seine Welt von Tag zu Tag verändert: das Land indem er lebt - vermutlich der Irak - wir von Islamisten in ein Kalifat umgebaut. Erst sind es nur Kleinigkeiten: mit seinem Vater, der ein Modegeschäft betreibt, muss er Plakate ummalen, sodass die Gesichter der darauf bedruckten Frauen nicht mehr sichtbar sind.
Die Repressionen werden immer gewaltiger, Frauen dürfen nicht mehr allein auf die Straße, sie müssen sich bedecken und werden bei vom Regime gefühlter Unsittlichkeit gesteinigt. Zigaretten werden verboten, Alkohol sowieso, bald sind auch Handys und Spiele nicht mehr erlaubt. Halt gibt Noah seine große Leidenschaft: seine Tauben. Bis auch diese eines Tages nicht mehr fliegen dürfen...
Abbas Khider schafft mit "Der letzte Sommer der Tauben" einen berührenden Roman um einen 14-jährigen Jungen, der ebenso gut ein real erlebtes Tagebuch sein könnte. Auf rund 200 Seiten gelingt es dem Autor diesen Widerspruch aus einer sich stark verändernden Realität durch Unterdrückung und der naiven Leichtigkeit eines Kindes an der Schwelle zum Erwachsenwerden zu zeichnen. Die Sprache ist klar, hat teilweise poetische Züge und strotzt vor Metaphern - besonders wenn es um Noahs geliebte Tauben geht. Sie stehen für viel mehr als seine Leidenschaft: für Zusammenhalt, Treue und die verlorene Freiheit.
Neben den gesellschaftlichen Veränderungen und den geliebten Tieren steht vor allem Noahs Familie im Mittelpunkt. Der Junge pflegt eine intensive Vertrautheit mit seinem Onkel Ali, der ihm die Liebe zu den Tauben erst beigebracht hat. Und der ein Rebell ist und die Veränderungen im Land nicht einfach so hinnehmen will. Er ist für Noah nicht nur ein Freund, sondern auch ein Vorbild. Auch die engste Familie wird portraitiert - Noahs Vater, der sich mit den Veränderungen schwer tut, seine Mutter, die nun nicht mehr im Modeladen mitarbeiten darf und seine Schwester Suad, die hochschwanger um ihren in Gefangenschaft geratenen Ehemann bangt. Die Familie hält fest zusammen, auch wenn ihr die unterdrückende Situation immer mehr zusetzt - sie wird immer prekärer, in finanzieller Hinsicht, aber vor allem ob der verloren (Bewegungs-)Freiheit. Und dann geraten auch noch Noahs beste Freunde in die Fänge der Islamisten. Trotz all der düsteren Geschehnisse schafft es der Junge zuversichtlich zu bleiben, seinen Humor und seine Leidenschaft nicht zu verlieren.
Es ist faszinierend, wie authentisch dem Autor die Figuren und die Schilderung ihrer Lage gelungen ist. Die sehr kurz gehaltenen Kapitel und die eingängliche Sprache, gepaart mit der fesselnden Geschichte lassen das Buch nur so davon fliegen, wie es die Tauben tun - sie und auch die Nachwirkungen des Buches kommen verlässlich zurück. Besonders schön ist, dass wir über diese Tiere und ihre Kulturgeschichte allerhand lernen, ohne, dass es je belehrend wirkt. Trotz der fühlbaren Anspannung durch die neu errichtete Diktatur, bleibt das Lesen leicht - was sicher der Tatsache, dass der Protagonist ein noch nicht erwachsener Junge voller Leidenschaft und Hoffnung ist, zu verdanken ist.
Mein Fazit: Der letzte Sommer der Tauben ist ein grandioser Roman über Unterdrückung, Gewalt, Leidenschaft, Tiere und Zusammenhalt in mitreißender Erzählsprache, den man unbedingt gelesen haben muss, um zu Verstehen, wie schnell es gehen kann, bis nur mehr die Gedanken frei sind. Für mich ist er ein Dekadenhighlight, das ich niemals aus meiner Gefühlswelt verbannen will.
Rezensionen von nessabo:
Half His Age von Jennette McCurdy
Eine unbequeme, hochpräzise Charakterstudie und ein absoluter Banger
Das war mein erstes Buch von Jennette McCurdy und es war ein absoluter Banger, ich kann es nicht anders sagen! Was für eine talentierte Autorin, die uns hier in ihrem literarischen Debüt eine schonungslos ehrliche und kluge Geschichte geschenkt hat.
Was vorab sicher wichtig ist zu wissen: McCurdys Sprache ist roh, provokant und teilweise vulgär, sie nimmt absolut kein Blatt vor den Mund.
Ich habe damit keine Probleme und fand die Sprache einfach genial eingesetzt. Die Autorin engt ihre Protagonistin nicht ein, verweigert sich jeglicher moralischen Bewertung. Authentischer und nahbarer hätte sie die 17-jährige Waldo gar nicht schreiben können, ich hing von Anfang bis Ende an ihren Lippen.
Und dabei war ich vor der Lektüre noch skeptisch. Würde es eine weitere sexuell aufgeladene Erzählung über eine ihren Lehrer verführende Minderjährige werden? Oder eine Geschichte über Machtmissbrauch, die diesen aber nicht adäquat einordnet? Wenn das eure Sorgen sind, kann ich sie euch nehmen. McCurdy zentriert ganz klar die Protagonistin und schafft es makellos, ihr ein Profil zu geben, das über das einer Verführerin weit hinaus geht.
Waldo versucht die ganze Zeit, sich in der Welt zu verorten. So anstrengend Coming-of-Age-Geschichten auch manchmal sein können, ist diese hier durch McCurdys Sprachgewalt mitreißend und auf nachvollziehbare Weise schmerzvoll. Waldo bezeichnet sich selbst als „White Trash“, also als Mitglied der weißen Unterschicht. Ihre Mutter rutscht von einer in die nächste Abhängigkeit, stets zu mindestens problematischen und manchmal auch gewaltvollen Männern. Ihren Schmerz darüber sowie ihre innere Einsamkeit versucht die Heranwachsende nun zu stillen - mal über Konsum, mal über Männer.
Ihr deutlich älterer Lehrer Mr. Korgy wird schnell zum Objekt ihrer Begierde. Doch auch das ist deutlich weniger platt als es sich im ersten Moment vielleicht anhört. McCurdy schreibt so schonungslos offen, dass ich nachfühlen konnte, welche Hoffnungen Waldo in diese Affäre gesetzt hat - auch wenn ich sie für falsch halte. Und im Endeffekt ist die Anziehung auch von ganz viel Abneigung geprägt, was die relativ expliziten Sexszenen ziemlich unangenehm macht.
Aber das zeichnet diesen tollen Roman eben auch aus. Er steckt voller Ambivalenzen, die unser Leben nun einmal prägen. Ich weiß nicht, ob ich schon einmal eine so präzise Charakterstudie einer 17-Jährigen gelesen habe. „Half His Age“ will nicht gefallen, es will provozieren und gleichzeitig politisch relevant sein - und das gelingt ihm auch. Dies ist keine Erzählung über Liebe, Sex oder Beziehungen, sondern auf so vielen Ebenen eine Emanzipationsgeschichte, die ihresgleichen sucht - mit einem Ende, das seine Schlagkraft im Subtilen entfaltet.
Rezensionen von Katja K.:
Memories So Golden Like Us von Gabriella Santos de Lima
Emotionaler Kater garantiert
Das ist mein erstes Buch von der Autorin, da ich den ersten Band aufgrund der Content Note ausgelassen habe. Es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein.
Was für ein emotionaler und fast poetischer Schreibstil! Manchmal war es mir fast ein bisschen viel und hat mich an Dawsons Creek erinnert, wo die ganz jungen Charaktere so weise, reif und reflektiert gesprochen haben, als würden sie aus einem klugen Buch zitieren.
Auch ähnelte sich der Ton, in dem Blairs und Connors Perspektive jeweils geschrieben war, durch diesen sehr eingängigen Schreibstil. Das fand ich etwas schade, weil ich die Unterschiede zwischen den Charakteren somit nur den Infos über sie entnehmen konnte, aber eben nicht ihrer eigenen Stimme im jeweiligen Kapitel.
Die Kritikpunkte sind jedoch klein angesichts meiner Begeisterung für dieses Buch. Ich habe wirklich mitgefühlt und mitgelitten. Besonders gut hat mir Blair gefallen und die Schilderung ihrer Trauerbewältigung, die ich sehr realistisch fand. Auch die Kombination mit ihrer Kunst hat dazu perfekt gepasst. Die feministischen Themen und das Bodyshaming sowie ihre Reaktion darauf haben mir ebenfalls ein sehr gutes Gespür für ihre Figur und ihr Erleben gegeben.
Connor blieb für mich dagegen blasser und passiver. Ich hätte gerne etwas mehr über seine Ecken und Kanten erfahren. Ich würde sogar sagen, es hätte gereicht, das Buch ausschließlich aus Blairs Perspektive zu erzählen.
Insgesamt passiert eigentlich von der Handlung her nicht besonders viel, jedoch ist die Innenansicht der Charaktere so intensiv, dass bei mir zumindest keine Langeweile aufkam und ich mittendrin war im Geschehen und in der Gefühlswelt. Auch ein paar Tränen sind geflossen und es gibt wunderbare Zitate zu Themen wie Trauer und Selbstliebe.
Fazit: Bei diesem emotionalen Buch über Trauerbewältigung und Liebe sollte man Taschentücher bereithalten. Es wird bei mir auf jeden Fall noch nachhallen und ich habe einige Zitate notiert.
Rezensionen von KersG:
Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann
Kampf um Leben und Tod
Mich hat das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Mit den Kirschblüten und dem Tempel hat man das asiatische Feeling. Dazu noch die Farbkombination aus Lila und Schwaz. Geheimnisvoll und doch voller Hoffnung.
Das Buch hat mich sofort gepackt. Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und ich war sofort in der Geschichte drinnen.
Kampfszenen, so bildhaft beschrieben, als wäre man selbst mit dabei. Definitiv nichts für schwache Nerven.
Hier geht es um eins. Ums Überleben. Entweder das oder du bist tot.
Die Ausbildung zur Assassine des Gottkaisers ist alles andere als ein Kinderspiel. Hier geht es um alles oder nichts. Nur die Stärksten überleben. Doch dann muss Saya mit dem Mann zusammenarbeiten, der ihr alles genommen hat. Sie hasst ihn abgrundtief und für sie steht alles auf dem Spiel.
Ein wortgewandter Roman der mich von Anfang an gefesselt hat. Das Thema mit den Assassinen und Gottheiten fand ich sehr spannend.
Saya hat schon viel erlebt und all das hat sie zu der Person gemacht, die sie heute ist. Doch trotz allem trägt sie eine gewisse Sanftheit in sich. Sie ist mehr als eine kaltblütige Killerin.
Ein großartiger Auftakt und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Die späten Tage von Natascha Wodin
Ein unglaublich berührendes, unter die Haut gehendes Buch über das hohe Alter
Natascha Wodin beschreibt ihr Leben als hochbetagte 80-jährige Frau. Mit Friedrich findet sie ihre späte Liebe, obwohl trotz des reifen Alters der beiden das Zusammenleben nicht immer einfach ist. Die Jahre haben Prägungen hinterlassen, die nicht mehr zu ändern sind.
Natascha Wodin beschreibt ihr hohes Alter, von außen betrachtet, wie man es sich wünschen würde: sie ist gesund, fit im Kopf, führt eine Partnerschaft, kann noch schreiben, Autofahren und sich selbst versorgen.
Welcher Kraftaufwand jedoch dahintersteckt, den Alltag zu bewältigen, wie viel Überwindung das Leben und welchen Stress es kostet, wenn abseits der täglichen Routinen Aufgaben zu bewältigen sind, wird hier sehr sensibel und berührend beschrieben: Der Schlaf ist nicht mehr tief, zum Spazierengehen benötigt man Stöcke (eventuell bald einen Rollator), die Angst vorm Sterben ist präsent, wie soll man da längerfristige Pläne schmieden. Immer steht die Frage im Raum, wird sie Friedrich heute zum letzten Mal umarmen, wird er oder sie morgen noch leben?
Der Tod begleitet ständig ihre Gedanken und es ist unerträglich für sie, dem Tod so nahe zu sein. Und trotzdem hofft sie, dass der Tod sie nicht heimsuchen wird, obwohl bis jetzt alle Menschen, die geboren wurde, auch gestorben sind. Sie schreibt vom großen Irrtum, dass man im Alter keine Angst mehr vom Tod hat oder dass man bereit und einverstanden wäre zu sterben.
Ein unglaublich berührendes, unter die Haut gehendes Buch über das hohe Alter. Natascha Wodin gelingt es zu zeigen, wie schwer es ist alt zu sein, trotz guter Gesundheit, Und was es heißt, sich mit der Endlichkeit auseinanderzusetzen.
Uneingeschränkte Empfehlung
Rezensionen von Lesestern:
Unerschrocken hoffnungsvoll von Christina Ott
Zukunftsperspektive für herausfordernde Zeiten
pecobambach@aol.com
Von:
pecobambach@aol.com
An:
PETER BAMBACH
So., 22. Feb. um 20:27
Zukunftsperspektive für herausfordernde Zeiten.
Das ist das Ziel des neuen Ratgebers der psychologischen Beraterin, Supervisorin und Autorin Christina Ott, die mit " "Unerschrocken hoffnungsvoll" den Nerv der Zeit trifft.
Das Buch ist neu im Januar 2026 bei Francke erschienen.
Christina Ott widmet sich diesem Thema gewohnt kompetent, basierend auf ihren fachlichen Grundkenntnissen und verbunden mit ihrer christlich biblisch begründeten Hoffnungshaltung.
Dabei spricht sie momentane gesellschaftliche Stimmungen, Unruhen und Angstströmungen klar an und ermutigt mit vielen Beispielen und Hintergrundinformationen zu einem bewussten Blickwechsel.
Christina Ott ' s Schreibstil ist einladend, ermutigend und lebensnah. Ihre Beispielgeschichten, Metapher und praktischen Tipps sind anschaulich und gut verständlich.
Alles dreht sich um den Mut, verbunden mit der Hoffnung, der hier von allen Seiten beleuchtet und erörtert wird.
Das Buch gliedert sich in 5 Hauptthemen, kompatibel zu den Überschriften ihrer Kapitel:
Der neue Auftritt für den Mut
Das Leben als Mutprobe
Lebenslust statt Lebensfrust
Was du trainierst, wächst
Mutig und hoffnungsvoll leuchten in einer verrückten Welt.
Jedes dieser Kapitel ist inhaltsstark, durchwirkt von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen.
Es sind keine leichtfertigen Ratschläge und Motivationssätze.
Ihre Zeilen lassen eine Authentizität spüren, die ihre selbstreflektierten Gedanken in Verbindung mit den hier genannten Zitaten und historischen Gegebenheiten zu einem Gesamtbild fügen.
Mein Fazit:
Eine inspirierende Lektüre, die uns auf erfrischende Weise neuen Mut, Hoffnung, Glauben und Freude zuspricht.
Rezensionen von liesmal:
Alexander von Ferdinand von Schirach
Erwachsene dürfen sich eine Scheibe abschneiden
Ferdinand von Schirach hat sein erstes Kinderbuch veröffentlicht. Er beschreibt darin, wie einfach Demokratie sein kann.
Ganz allein schafft er das nicht, sondern es gelingt ihm mit Hilfe eines kleinen Jungen: Alexander lebt in einer fiktiven antiken Stadt, die lange Zeit von einem Tyrannen beherrscht wurde.
Die Menschen, die dort leben, wünschen sich eine Stadt, in der es gerecht zugeht. Alexander scheint der Richtige zu sein, diese Gesetze, die gleichermaßen für alle Menschen gelten, zu finden. Dafür hat er eine Woche Zeit. Er macht sich auf den Weg…
Unterwegs begegnet er ganz unterschiedlichen Menschen mit vielen verschiedenen Meinungen. Schon bald stelle ich fest, dass Alexander nicht nur ein pfiffiges Kerlchen ist, sondern dass er auch die Gabe besitzt, den Menschen zuhören zu können, um aus dem Gesagten Wichtiges und Richtiges herauszufiltern. Kann Demokratie so einfach sein?
Richtig schwierig wird es für mich, als Alexander vor einer Frage steht, die sich wahrscheinlich fast jeder schon einmal gestellt hat: Darf ich auch nur einen einzigen Menschen opfern, wenn ich damit...?
Mir gefällt es, mit welch einfachen Worten der Autor alle wichtigen Themen einer Demokratie anspricht und erklären kann. Am Ende habe ich sogar das Gefühl, dass sich Alexander und Ferdinand recht gut kennen.
Danke für die lehrreiche Geschichte und für die ebenso einfachen wie wunderbaren Zeichnungen. Von einem Kind wie Alexander können und sollten sich Erwachsene eine Scheibe abschneiden. Dann würde es keinen König mehr geben, der weint, weil er feststellen muss, dass aus einem Krieg keine Sieger, sondern nur Verlierer hervorgehen.
Rezensionen von Petra:
Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte von Skye McKenna
Gelungene Fortsetzung
Cassandra hat sich eingewöhnt im Haus der Haghexe,ihrer Tante Miranda. Zwar sucht sie immer noch nach Hinweisen zu ihrer Mutter aber sie hat Freundinnen, eine Aufgabe und ein Zuhause in dem sie sich wohlfühlt.
Nun kommt auch noch ihr Cousin dazu, der Junge ist totunglücklich und sie muss ihn unter ihre Fittiche nehmen.
Außerdem liegt ein Fluch über dem Dorf, der Erlkönig will ein gefährliches Artefakt und die Dorfbewohner sollen es für ihn suchen.
Der Titel und der Klappentext irritieren etwas. Es sind von zwei verschiedenen Artefakten die Rede. Beide haben in der Geschichte aber ihre Aufgaben und es wird dadurch richtig spannend.
Cassandra entwickelt sich von einer impulsgesteuerten Jugendlichen zu einer die sich erst Gedanken macht bevor sie loslegt. Sie bezieht ihre Freundinnen in ihre Gedanken ein und zusammen kommen sie auf vernünftige Lösungen.
Die Frage was mit ihrer Mutter geschehen ist bleibt weiter offen aber vielleicht gibt es im dritten Band der im November erscheint ein glückliches Wiedersehen.
Rezensionen von Katyleh:
Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse, Witze zum Lesenlernen von N. N.
Ein Buch, das gut ankommt
"Ein tolles Buch für Leseanfänger! Ich habe das Buch 'Die drei ??? Kids - Witze zum Lesenlernen' meinem Neffen geschenkt und er hat seine wahre Freude daran! Die lustigen Witze und die bekannten Charaktere machen das Lesen zum Spaß! Die Illustrationen von Arne S. Reismueller sind auch sehr schön und unterstützen die Geschichte perfekt.
Mein Neffe liebt es, darin zu lesen und ich bin froh, dass es ihm hilft, seine Lesefähigkeiten zu verbessern. Eine großartige Möglichkeit, Kinder zum Lesen zu motivieren! Er liest es immer wieder und kann nicht genug davon bekommen. Die kurzen Kapitel und die einfachen Sätze machen es ideal für Kinder, die gerade lesen lernen. Ich bin sicher, es wird ihm helfen, seine Liebe zum Lesen zu entdecken und zu pflegen. Die drei ??? Kids sind bei Kindern sehr beliebt und dieses Buch ist ein großartiger Einstieg in die Serie. Ich kann es nur weiterempfehlen! Ein schönes Geschenk für alle Fans der drei ??? Kids! Es ist auch eine gute Möglichkeit, Zeit mit dem Kind zu verbringen und gemeinsam zu lesen."
Rezensionen von nessabo:
Die Namen von Florence Knapp
Dicht, klug gestrickt und hochemotional - ein phänomenales Debüt!
Auf die emotionale Tiefe und thematische Heftigkeit des Romans war ich nicht vorbereitet. Ich sehe tatsächlich ganz viele Parallelen zu „Da, wo ich dich sehen kann“ von Jasmin Schreiber, was zugleich Vor- wie Nachteil ist. Denn das war mein unangefochtenes Jahreshighlight 2025, mit dem ich „Die Namen“ nun logischerweise vergleiche.
Aber ich sehe eben auch ganz viel Gutes in diesem Vergleich. Die solidarischen Nebenfiguren, die Liebe zwischen ihnen sowie das Nebeneinander der verschiedenen Varianten eines Lebens führen zu einer total reizvollen und ergreifenden Art der Erzählung. Knapps Ansatz ist zudem ein ziemlich innovativer: Wie beeinflusst der Name, den Cora ihrem neugeborenen Sohn gibt, dessen weiteres Leben, aber auch das seiner älteren Schwester sowie von Cora selbst? Es sei jedoch gesagt, dass es hierbei gar nicht so sehr um den Namen an sich geht, sondern vielmehr um die Reaktion des Kindsvaters und deren Folgen..
Wie auch Schreiber wählt Knapp einen Fokus auf die Überlebenden und Hinterbliebenen, NICHT auf den Täter. Der spielt so gut wie keine Rolle, wodurch den Lesenden auch kein Raum gegeben wird, um großartig Mitgefühl für ihn zu empfinden. Und ich kann das gar nicht ausdrücklich genug loben! Denn eine Erklärung für gewaltvolles Verhalten mag es immer geben, aber es ist doch nie eine Rechtfertigung.
Ich finde es total krass, wie gut diese Autorin in ihrem Erstlingswerk (!) geplottet hat. Drei verschiedene Versionen eines Lebens zu erdenken, die sich glaubhaft genug voneinander unterscheiden, aber dennoch klar erkennen lassen, an welchem Punkt die initial andere Entscheidung zu einem anderen Leben geführt hat, ist einfach bemerkenswert. Die Dichte der Details in den verschiedenen Versionen sorgte beim Lesen auch dafür, dass ich immer mal Dinge verwechselt habe. Am Ende waren das Nebensächlichkeiten und ich nehme den Umstand auch gern in Kauf für ein so besonderes Werk wie dieses.
Denn dafür haben wir bspw. auch ganz viele Cameos von Nebenfiguren der einen Version in einer anderen bekommen und das ist so subtil geschrieben, dass ich es ganz toll finde - ein bisschen wie ein Suchspiel in Buchform! Auch das erfordert sicherlich konzentriertes Lesen, eine wiederholte Lektüre könnte sicher ebenso helfen, aber ich liebe sowas einfach. In Sachen Bildsprache und Symbolik ist Knapp auch wirklich ganz groß dabei, ohne aber poetisch zu schreiben - was ich sehr zu schätzen weiß. Die Schreibart ist vielmehr nah dran an den Figuren und dadurch so emotional wie gut greifbar.
Die Zeitsprünge im Buch sind mit jeweils sieben Jahren recht groß, was weitere Konzentration und zu Beginn jedes Abschnitts immer ein wenig Zeit erfordert hat, um sich mit den neuen Lebensumständen vertraut zu machen. Alternativ hätte das Buch aber ein dicker Schmöker werden müssen, daher bin ich fein mit dieser Entscheidung. Die Einbindung realer Ereignisse wie die Attentate 2015 in Paris oder die Corona-Pandemie hat mir sehr gut gefallen und die Authentizität der Geschichte nur noch einmal erhöht.
Ich empfehle das Buch ganz ausdrücklich! Ein so dichtes Werk, das sich nicht nur mit verschiedenen Versionen eines Lebens basierend auf einer bestimmten Entscheidung beschäftigt, sondern sich auch noch so klar politisch verortet und dadurch unter die Haut geht, hab ich bislang noch nicht gelesen. Anknüpfend an meine Empfehlung würde ich aufgrund der Detaildichte aber schon sagen, dass sich eine Lektüre ohne große Pausen wahrscheinlich bezahlt macht, um möglichst wenig zu vergessen. Ich verbleibe zutiefst beeindruckt von diesem Debüt und behalte die Autorin nun fest im Auge.
PS: Vermisst habe ich in dem Buch Triggerwarnungen und bei diesen Themen finde ich sie sehr wichtig, daher: häusliche Gewalt, Femizid, Tod











