Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Immenhof:
Mord & Breakfast von Anne Gordon
Wohkfühlkrimi
Beim ersten Band der Reihe Mord&Breakfast handelt es sich meiner Meinung nach um einen Wohlfühkrimi. Die Landschaft wird schön beschrieben und man kann in Schottland eintauchen. Die verschiedenen Akteure und Machenschaften sind gut beschrieben und lassen Spannung entstehen, die neugierig macht.
Trotzdem ist es ein Wohkfühlkrimi, wer mehr Spannung erwartet, sollte besser ein anderes Buch wählen.
Es gibt jedoch Stellen, an denen sich die Protagonistin nicht treu bleibt und sich sogar erpressen lässt. Dies hätte ich nicht unbedingt benötigt. Auch die Kündigung war mir etwas zu konstruiert und schnell, auch wenn sich am Ende des Buches der Kreis schliesst. Manche Beziehungen bleiben für den weiteren Verlauf offen, was ich schön finde.
Ich bin gespannt auf den nächsten Teil und freue mich bereits jetzt wieder darauf...
Rezensionen von Leseliebee:
Das Zauberwort heißt Nein! von Rebecca Mir; Ruth Rahlff
Nein sagen will gelernt sein
Als Mama von zwei Kids im Alter von 3 und 5 Jahren lese ich täglich unzählige Bilderbücher – aber „Das Zauberwort heißt Nein!“ von Rebecca Mir und Ruth Rahlff hat uns wirklich besonders begeistert.
In dem Buch geht es um den kleinen Kater Fiete, der lernt, dass „Nein“ ein wichtiges Zauberwort ist, wenn sich etwas nicht gut oder richtig anfühlt.
In einfachen, kindgerechten Szenen wird gezeigt, wie er erst versucht alles für seine Freunde zu machen und wie er am Schluss doch noch lernt Grenzen zu setzen.
Ich finde die Botschaft unglaublich wertvoll, gerade für Kindergartenkinder: Sie dürfen Nein sagen auch gegenüber ihren Freunden. Das Buch zeigt dabei nicht nur das Abgrenzen, sondern auch liebevolle Lösungsansätze. In einer Szene will sich Fiete nicht von einem Kind streicheln lassen und gibt ihm daher einen Teddy, das zeigt, dass man freundlich bleiben und trotzdem klar seine Grenzen setzen kann.
Die Illustrationen sind großflächig, farbenfroh und richtig niedlich gestaltet. Meine Kinder lieben Katzen, deshalb hat uns das Buch optisch sofort angesprochen – die Figuren sind einfach herzerwärmend. Auch die Buchseiten fühlen sich angenehm dick und stabil an, was ich als Mama sehr schätze. So hält es auch dem häufigen Vorlesen und den manchmal noch etwas grobmotorischen Kinderhänden stand.
Für uns ist „Das Zauberwort heißt Nein!“ ein wichtiges, liebevoll gestaltetes Buch mit einer starken Botschaft. Absolute Empfehlung für alle Familien mit Kindergartenkindern! ????
Rezensionen von Frechdachs:
Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer? von Ute Krause
Potzblitz - Wo steckt der große Magier Hokus van Pokus?
Vielleicht gleich eines vorweg, Ute Krauses aktuelles Kinderbuch "Herwig und Elsie – Wo ist der große Zauberer?" traf bei uns als Lesefamilie praktisch mitten ins Schwarze.
Wir kannten die Autorin und ihre sehr kreative Ader zuvor leider noch nicht und sind bereits jetzt nach dem spannenden Abenteuer rund um Herwig und Elsie große Fans.
Die Konzeption des Buches mit großer Schrift, bunten Illustrationen sowie durchweg kurzen und abgeschlossenen Kapiteln kommt uns dabei sehr entgegen.
Den beiden sehr liebenswürdigen Charakteren Herwig und Elsie kommt man schnell sehr nahe und lässt sich in den spannenden, abenteuerlichen und vor allem kindgerechten Plot einfach fallen.
Das weiße Kaninchen Herwig, das sonst aus dem Hut gezaubert wird, sucht nach seinem Herrn, dem großen Magier Hokus van Pokus, der urplötzlich wie vom Erdboden verschluckt erscheint.
Unsere beiden Lütten blieben dabei stets am Ball und tauchten durch die genialen Illustrationen noch tiefer in das spannende Abenteuer ein. Einige für uns unvorhersehbare Wendungen in der Geschichte haben es dann auch wirklich in sich.
Summa summarum haben wir eine richtig schöne Familienlesezeit verbracht und werden uns auch nach den anderen Werken der Autorin aktiv umsehen.
Rezensionen von Frechdachs:
Hilda Hasenherz. Das Abenteuer am Drachenfels von Tobias Goldfarb
Unser erstes Abenteuer mit Hilda Hasenherz und ganz sicher nicht unser letztes
Wieso nur ist uns bisher das grandiose Talent von Tobias Goldfarb durch die Lappen gegangen?
Ja, wir sind klassische "Ersttäter" gewesen und hatten bis dato von der liebreizenden Bande rund um Hilda und ihre Freunde noch nichts gehört gehabt.
Anfänglich hatten wir noch leichte Probleme die "magischen" Vier nur anhand der Namen zu unterscheiden bzw.
richtig zuzuordnen, aber dies legte sich nach sehr kurzer Eingewöhnungsphase schnell. Hier würden wir uns vielleicht für die Zukunft in den Umschlagsseiten innen dann kurze Steckbriefe zu den Hauptprotagonisten wünschen.
Goldfarbs Geschichte nimmt schnell Fahrt auf und kommt auch mittendrin nie ins Stocken. Für uns als Lesefamilie das große Plus des Buches ist die umfangreiche bunte Illustration des Buches, die den gelesenen Text dann stets gut begleitet und die Kinder beim Geschehen hält. So gelang es uns als absolute Neulinge schnell tief ein- und auch tief abzutauchen.
Die unterschiedlichen Charaktere sind kindgerecht umgesetzt und schnell greif- wie auch nachvollziehbar. Die Bande der "magischen" Vier ist einfach liebreizend, so dass man diese bei ihrem Abenteuer auf Schritt und Tritt verfolgt.
Die Story selbst ist sehr kurzweilig gestaltet und leider viel zu schnell ausgelesen. Mit viel Witz, Verve und Gefühl erleben Hilda und ihre Gefährten ein richtig spannendes Abenteuer. Insbesondere die Wortwitze zaubern vor allem den (Vor)Leseeltern immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht, da die Lesekinder dafür dann doch noch nicht alt genug sind.
Uns hat das Abenteuer am Drachenfels durchweg gut gefallen und wir sind schnell Fans von Hilda und ihrer Clique geworden. Nun müssen wir mal Ausschau nach den anderen bisher erschienen Hilda-Büchern halten.
Rezensionen von Frechdachs:
Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann
Den eigenen Ahnen auf der Spur - Zurück zu den eigenen Wurzeln
Der kurze Roman "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" mit nur knapp über 150 Seiten von Judith Hermann hinterlässt bei mir persönlich leider ein sehr zwiegespaltenes und vor allem nachdenkliches Gefühl.
Hermanns Werk ist insbesondere geprägt von den leisen Tönen, die sie bei ihrer Suche nach dem Menschen hinter dem Bild ihres Großvater und dessen mutmaßlichen Kriegsverbrechen in Polen anschlägt.
Ich selbst bin auch einer dieser Suchenden, mit kaum verwertbaren Ansätzen meiner beiden Großväter, die ich so leider nie persönlich kennenlernen durfte. Mir bleiben wenige schwarzweiße Aufnahmen von ihnen, auf denen sie mir ehrlich gesagt einfach nur fremd sind.
Genau dies ist auch der Ausgangspunkt des Romans von Judith Hermann, deren Großvater im NS-Regime in Polen gedient hat und dort vielleicht sogar auch an den damaligen Verbrechen beteiligt war. Ein einprägsames Foto ihres stolz posierenden Großvaters in Uniform auf einem großen Platz in Polen soll sie dabei auf die richtige Fährte führen. Sie, die Suchende möchte Licht ins Dunkel bringen und folgt den wenigen bekannten Spuren ihres Großvaters nach Polen vor Ort.
Nach diesem "Ausflug" nach Polen verschlägt es sie nach Italien zu ihrer Schwester. Hier hätte ich mir persönlich mehr gewünscht, diese wenigen Spuren in Polen besser und intensiver zu verfolgen, als diese andere innerfamiliäre Perspektive zu thematisieren.
Die Geschichte selbst ist wenig spektakulär geschildert. Vielmehr sind es die leisen Bilder, die Judith Hermann von der Stilistik her bemüht. Wie auch im echten Leben gestaltet sich solch eine Suche quasi wie ein Riesenpuzzle, bei dem man noch nicht mal alle Teile beisammen hat.
Im Plot selbst geht es vielmehr auch um die innerfamiliären Beziehungen zu anderen Mitgliedern (z.B. Mutter und Schwester), wie jeder seine eigene Sicht auf die Dinge hat und diese individuellen Erinnerungen pflegt.
Jeder von uns hat einen eigenen Blickwinkel auf die unterschiedlichen Facetten seiner Beziehungen und genau dies macht diesen Roman auch aus.
Rezensionen von rainbowly:
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell
Sehr besonders
Inhalt
Der seltsame Besuch eines älteren Herrn führt die Kunstgutachterin Eve auf die Spur des sagenumwobenen White Octopus Hotels. Der Mythos lässt sie nicht mehr los, so dass sie die Ruine des Hotels in der Schweiz besucht. Und plötzlich findet sie sich in der Glanzzeit des Hotels wieder.
Sprache
Die Geschichte hat mich wirklich gefesselt.
Man fragt sich ständig, was ist Realität und was nur Vorstellung, wie hängen Ereignisse zusammen, warum kommen Eve Personen und Orte so bekannt vor, obwohl sie niemals zuvor dort war, was geht in diesem Hotel vor und was hat es mit den magischen Gegenstände auf sich? Es war wirklich toll mit Eve auf diese Reise zu gehen, gemeinsam die unglaublichsten Dinge im White Octopus Hotel zu entdecken und sie durch verschiedene Zeiten zu begleiten.
Immer wieder hat mich Eve und die Geschichte an Alice im Wunderland erinnert. Alles ist etwas seltsam, vieles ist lustig, aber nicht alles ist ungefährlich, manchmal wird es düster.
Wie immer, wenn es in Geschichten um Zeitreisen oder Zeitschleifen geht, bin ich am Ende der Geschichte etwas verwirrt zurückgeblieben, aber trotzdem war es ein sehr befriedigendes Ende.
Charaktere
Eve führt ein sehr zurückgezogenes Leben und sie ist eine eigenwillige, aber sehr spannende Protagonistin. Sie ist so mit Schuldgefühlen beladen und ihre Vergangenheit verfolgt sie, dass ein erfülltes Leben unmöglich scheint. Bis der Besuch des alten Mannes ihr Leben in ganz neue Bahnen lenkt.
Max ist eine wichtige Nebenfigur und anfangs schwer zu durchschauen. Doch auch er leidet schwer unter seiner Vergangenheit, nämlich als Soldat im Ersten Weltkrieg.
Fazit
Ein wirklich besonderes Buch!
Rezensionen von begine:
Ich erzähle von meinen Beinen von Cornelia Travnicek
Einfühlsam
Cornelia Travnicek beschreibt in ihrem Roman, Ich erzähle von meinen Beinen, die Beeinträchtigungen von ADHS.
Der Titel war für mein Empfinden nicht so passend, der hat mich erst abgeschreckt.
Die Autorin schreibt mal ernst und dann wieder humorvoll diese Geschichte.
Betroffen finden ihre Lage wahrscheinlich nicht so witzig.
Sie leiden an ihren Aussetzern.
So wie Wallys Tochter, die vergessen hatte, das sie sich bei der Klassenfahrtmut einer Mitschülerin das Zimmer teilen wollte und dann einer Anderen zusagt.
Wally kann durch ihre eigenen Beeinträchtigungen ihre Tochter gut verstehen. Aber sie kann ihr ja nicht sagen, ich war genau so, das hilft dem Kind ja nicht.
Die Autorin schafft eine besondere Atmosphäre. Ich kann mich zwar nicht richtig in Wally hinein versetzen, aber es ist doch ganz schön aufwühlend.
Der Roman fesselt und ich empfehle ihn gerne weiter.
Rezensionen von verhei:
Heaven's Gate von Daniel Faßbender
Hinter den Kulissen einer Urlaubsinsel
Auf einer philippinischen Insel – Surogao – genießt Caruso de facto sein Nichtstun. Als ehemaliger Profi-Surfer, frönt der Deutsche nach wie vor seiner Leidenschaft dem Surfen. Um doch ab und an Rechnungen bezahlen zu können ermittelt er dann und wann als Privatdetektiv. Nichtsdestotrotz haben sich Schulden angehäuft und so kommt eine Spanierin, die auf der Suche nach ihrem Sohn ist, gerade recht.
Schnell kratzt der Ermittler an der Oberfläche des Surfparadies und taucht in eine Welt ein in den Drogen, Korruption und Gewalt regieren.
Caruso ist als Charakter ein klassischer Antiheld, eine Person, die seine beste Zeit schon hinter sich hat. Gefeiert als Surfer, strandet er nach seiner Karriere auf dieser traumhaften Surferinsel. Doch es ist eben nicht alles so großartig wie es scheint, und auch er muss – wie auch der Leser erkennen – dass der Schein trügt. Noch dazu ist eben auch das Leben im Paradies nicht kostenlos und arbeiten notwendig. So gerät er eher widerwillig zu diesem Auftrag und stolpert eher unbeholfen in diesen Fall. Durch seinen trockenen Humor und den Ecken und Kanten, und eben der Tatsache, dass er eher ungewollt in einen Strudel gelangt, wirkt er authentisch. Auch die Nebencharaktere wie Carmelita, seine Vermieterin und Restaurantbesitzerin sind interessant, geben sie Caruso doch einen guten Gegenpart. Teilweise vielleicht etwas überzeichnet, allerdings bleiben sie einem dadurch gut in Gedanken.
Der Schreibstil ist atmosphärisch, bildhaft und schafft es den Leser an das entschleunigte Tempo einer Ferieninsel anzupassen. Kapitel sind in angenehmer Länge, so dass man leicht am Ball bleibt. Die Beschreibung des Insellebens und das Surfen werden in einer weise mit dem Roman verknüpft, dass es als authentische Betrachtung wahrgenommen wird. Und während man zu Beginn noch bei einem leichten Krimi an einem Urlaubsort ist, landet man schließlich in einer doch viel spannenderen Geschichte.
Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung vor allem auf Grund des Settings und des eigenwilligen Ermittlers wider willens.
Rezensionen von Tina:
Rabid von Ivy Asher; Raven Kennedy
Wenn Freiheit zur größten Sehnsucht wird
Rabid hat mich von der ersten Seite an emotional abgeholt. Senecas Trauer, ihre Angst und ihr Kampf gegen ein unterdrückendes Rudelsystem wirken roh, intensiv und sehr real. Die bedrückende Atmosphäre zieht sich durch die gesamte Geschichte, und Alpha Burke ist ein Antagonist, der weniger durch Übernatürliches als durch seine erschreckende Realität Angst macht.
Der Schreibstil ist direkt, emotional und gut lesbar. Ich habe Senecas innere Zerrissenheit, ihre Ohnmacht und ihren starken Wunsch nach Freiheit deutlich gespürt. Besonders gefallen hat mir, dass die Werwolf-Thematik düster und ernst umgesetzt wird und Macht, Kontrolle und Zwang klar thematisiert werden.
Das Cover passt perfekt zur Geschichte: Die gespaltene Wolfsdarstellung und die dunklen, kräftigen Farben spiegeln den inneren Konflikt und die Wildheit der Protagonistin sehr gut wider und haben mich sofort angesprochen.
Insgesamt ist Rabid für mich ein intensiver Dark-Romance-Standalone mit starker Atmosphäre, der emotional nachhallt.
Rezensionen von Danislesestube:
Shape Me von Melanie Vogltanz
Spannend, thematisch sehr aktuell
Heute habe ich für euch ein weiteres Mitbringsel von der VIECC. Dieses Buch ist mir beim Stand der sympathischen Autorin Melanie Vogltanz direkt ins Auge gefallen. Nicht nur, weil das Lesezeichen ein Maßband ist, was perfekt zum Thema des Buches passt, sondern auch weil das Cover sehr nach Science-Fiction aussah.
Was neben Fantasy und Thriller zu meinem liebsten Genre gehört. Außerdem bin ich ein Fan von Büchern, in denen Körpertausch thematisiert wird. Die Zeichen standen also gut, dass mir „Shape Me“ gefallen könnte. Oder?
Abnehmen ist in der Welt von Body Sharing Technologie nur noch eine Unterschrift entfernt. Wozu sich selbst mit Diäten und Sport quälen, wenn eine andere Person diesen Job für einen übernehmen kann? Wenn wir den psychologischen Aspekt und den mangelnden Lerneffekt vorerst ausklammern, klingt das nach einer tollen Sache. Vor allem, wenn die Gesellschaft darauf abzielt, dass jeder Mensch einen Traumkörper hat und dieser zu mehr Erfolg im Leben verhilft. (und Geld) Soweit so gut. Was kann da nur schiefgehen?
Nun. So einiges, wie der Fall von Nena Jean beweist. Von einem Tag auf den anderen ist sie ihren Körper los. Einfach so ist es jemandem gelungen, das Gerät, welches den Körpertausch einleitet, zu stehlen und sich in Nenas Wohnung zu schleichen. Natürlich kann man sich jetzt die Frage stellen, warum man den Dieb nicht tracken kann, immerhin hat jeder Mensch einen Chip eingepflanzt bekommen, der das möglich macht. Daran hat der Dieb natürlich gedacht. Da hilft es auch nicht, dass man eventuell darüber hätte nachdenken sollen, dass EIN Gerät eventuell zu wenig ist, dafür dass Body Sharing ein Geschäft ist. Während Nena ihrem Körper zunächst nachtrauert, sich anschließend auf die Suche nach Hinweisen begibt, verfolgen wir eine Trainerin (Ein Mensch, der mit Kunden Körper tauscht) welche spätestens nach dem Diebstahl des Gerätes ein mieses Gefühl hat, auf ihrem Weg durch die Geschichte. Wie konnte es überhaupt so weit kommen?
Nach einer kurzen Einleitung geht es auch schon spannend los. Die Autorin verschwendet nicht viel Zeit und wirft uns in die fast schon dystopische Welt, in der dicke Menschen das Nachsehen haben. Gerade Nenas Passagen haben mir ausgezeichnet gefallen. Ihre Machtlosigkeit, ihr Gerechtigkeitssinn und Beharrlichkeit gefielen mir. Auch die Trainerin hat ähnliche Charakterzüge spendiert bekommen, nur hat diese aufgrund ihrer Position eine etwas andere Sichtweise, was für Abwechslung gesorgt hat. Apropos Abwechslung. Davon gibt es genug. Vor allem haben wir auch Einblick in die Gedankenwelt des Diebes bekommen. Eines stand recht schnell fest, rein für Macht und Geld wurde diese Aktion nicht ausgeführt. Was mal etwas anderes ist! Bis zum Ende wurden nur kleine Hinweise gestreut, aber nicht ganz offenbart, wer dahintersteckt. Sehr gut, so knallte das Ende umso mehr rein.
Dieses wurde zum Glück nicht zu dramatisch gestaltet. Konsequenzen gab es natürlich für alle Beteiligten. Ein Happy End gibt es nicht. Wie auch, wenn Menschen mehr und mehr begreifen, was hinter den Kulissen eigentlich abgeht. Glücklicherweise wurde es nie zu politisch. Stellenweise gab es auch schockierende Momente, welche das Problem des Systems noch etwas mehr betonten.
Und sonst so? Die Charaktere wurden insgesamt gut ausgearbeitet und zeigten mehrere Facetten, was sie lebendiger und interessanter machte. Die Körpertausch-Thematik bleibt im Fokus der Geschichte und verlor sich zum Glück nicht im Sand, weil irgendetwas dazwischenkam. Insgesamt ein super interessanter Science-Fiction-Roman mit sehr viel Tiefe und Abwechslung. Definitiv einen Blick wert.











