Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bibibabby:
Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte von Gareth Ryans
Liebevolle, herzerwärmende Mutmachgeschichte
Was für ein schönes Buch! Diese Mutmachgeschichte finde ich richtig gelungen.
In diesem Buch geht es um ein kleines Gespenst, das eine Party organisieren will, weil es sich einsam fühlt. Doch keiner scheint kommen zu können, bis es am Ende doch klappt.
Die Botschaft gefällt mir besonders gut: Manchmal klappt etwas, und manchmal nicht, aber wichtig ist es, es zu versuchen.
Manchmal sieht alles ganz schlecht aus, und plötzlich wird doch wieder alles gut. Es gibt keine Schuldzuweiaungen, und vor allem keine Andeutung, das man sich einfach nur mehr anstrengen müsste.
Besonders gut gefällt mir, dass das Gespenst bei jedem Freund unsicher ist, ob es ihn überhaupt einladen darf. Einen hat es erst vor ein paar Tagen kennengelernt, einen anderen schon lange nicht mehr gesehen... Doch immer wieder nimmt es all seinen Mut zusammen und fragt, auch wenn es zunächst immer wieder nicht klappt. Diesen Teil finde ich eigentlich am Wichtigsten: dass man seinen eigenen Zweifel überwinden sollte.
Rezensionen von Brigitte :
Das NEINhorn-ABC von Marc-Uwe Kling
Klein aber fein
Wer das NEINhorn kennt, weiß dass es immer zu Späßen aufgelegt ist und seine Freunde mit ihm.
Mit dem Büchlein "Das NEINhorn ABC" haben Marc-Uwe Kling und Astrid Henn für die Kinder ein kleines Nachschlagwerk über die Freunde des NEINhorns gestaltet. Ich finde es besonders geeignet für Leseanfänger da die Texte sehr kurz und in Druckschrift geschrieben sind.
Auf die lustige Schreibweise muss man die Kinder hinweisen sonst wird z. B. das Lama mit h, also Lahma, geschrieben. Das Rechtschreibtechnisch nicht sooo gut ankommen würde.
Das Buch hat ein Hardcover und ist sehr wertig sowie auch die Vorgängerbücher. Schöne , lustige Tierzeichnungen in angenehmen Farben und ein lustiger Text runden das Ganze ab.
Mit einem Maß von ungefähr 15 x 15 cm hat es für die Kinder eine praktische Größe und lässt sich leicht mitnehmen.
Ein schönes Mitbringsel.
Rezensionen von Brigitte:
Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit von Aljoscha Long; Ronald Schweppe
Bezaubernd
"Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit" ist ein bezauberndes Vorlesebuch für Kinder ab 4 Jahren.
Der kleine rote Panda nimmt die kleinen Zuhörer mit in den Wald und trifft auf die verschiedensten Tiere. Von jedem dieser Wald-, Wiesen und Wasserbewohner lernen sie auf die unterschiedlichsten Sinneseindrücke zu achten.
Es heißt genau hinzusehen, zu hören, zu riechen, zu fühlen und, und, und...
Illustriert wurde dieses besondere Buch von Sara Fandrey die mit ihren liebevollen, wunderschönen, detailreichen Bildern die Kinder einlädt dieses Buch genau anzusehen und zu entdecken. Auch die Farbgebung ist sehr gelungen.
Der Text wurde von Ronald Schweppe und Aljoscha Long verfasst und es fällt sofort auf, dass die beiden Autoren wissen wie sie ihr junges Publikum zu mehr Achtsamkeit führen können.
Das Cover ist sehr gut gewählt und animiert zum Kauf. Ein gutes, wertiges Buch.
Rezensionen von Brigitte:
Das NEINhorn-ABC von Marc-Uwe Kling
Klein aber fein
Wer das NEINhorn kennt, weiß dass es immer zu Späßen aufgelegt ist und seine Freunde mit ihm.
Mit dem Büchlein "Das NEINhorn ABC" haben Marc-Uwe Kling und Astrid Henn für die Kinder ein kleines Nachschlagwerk über die Freunde des NEINhorns gestaltet. Ich finde es besonders geeignet für Leseanfänger da die Texte sehr kurz und in Druckschrift geschrieben sind.
Auf die lustige Schreibweise muss man die Kinder hinweisen sonst wird z. B. das Lama mit h, also Lahma, geschrieben. Das Rechtschreibtechnisch nicht sooo gut ankommen würde.
Das Buch hat ein Hardcover und ist sehr wertig sowie auch die Vorgängerbücher. Schöne , lustige Tierzeichnungen in angenehmen Farben und ein lustiger Text runden das Ganze ab.
Mit einem Maß von ungefähr 15 x 15 cm hat es für die Kinder eine praktische Größe und lässt sich leicht mitnehmen.
Ein schönes Mitbringsel.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Anna und die Kunst zu fühlen von Nadine Gelzer
Sehr berührend
Anna und die Kunst zu fühlen ist mein erstes Buch von Nadine Gelzer und ich finde schon das Cover so wunderschön ansprechend gestaltet.
Das Buch und die Geschichte um Anna und die Schildkröte Charly hat mich direkt in ihren Bann gezogen, vielleicht auch, weil mich Anna an vielen Stellen auch an mich selbst erinnert hat.
Es geht darum Dinge, Menschen, Situationen anzunehmen, loszulassen und auch darum, den Weg zu sich selbst zurück wieder zu finden.
Mit viel Fingerspitzengefühl und Empathie hat Nadine Gelzer dieses Buch geschrieben, das merkt man ihrem Schreibstil direkt an : Sehr authentisch und inspirierend beschreibt sie, wie Anna wieder zu sich und ihren Gefühlen findet und dass man mit offenem Herzen der Welt entgegen treten kann, wenn man mit sich selbst ganz klar ist.
Berührend und auch emotional hat die Autorin mich von Beginn an gefesselt und ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können.
Die Autorin hat mich sehr gut mitgenommen auf Anna´s Reise und so gebe ich eine ganz klare Leseempfehlung für dieses berührende Buch.
Rezensionen von Brigitte:
Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen
Lesenswerte Beziehungskrise
In ihrem neuen Roman schreibt die Autorin Wencke Mühleisen sehr offen über die aus den Fugen geratene langjährige Ehe von Erika und Jan. Beide Mitte sechzig.
Die Leser/innen werden sofort in die Geschichte mitgenommen. Man fühlt mit Erika mit, es ist alles so nachvollziehbar. Auch findet sich sicher manche Frau genau in der Geschichte wieder.
Sie ist aus dem Leben gegriffen.
Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen in kurzen, aussagekräftigen Sätzen. Die Szenen sind sehr gut beschrieben und einfühlsam. Trotz der tragischen Thematik kommt Witz und Humor nicht zu kurz.
Eine sehr gute Übersetzung aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger.
Das wertige Buch hat eine gute Haptik und auch das Cover finde ich sehr gut gewählt und schön.
Eine Buchempfehlung vor allem für Frauen ab der Mitte des Lebens aber natürlich auch für alle Paare in längeren Beziehungen.
Rezensionen von jori1020:
Real Americans von Rachel Khong
Zwischen Herkunft, Geheimnissen und Identität
Aktuell kommt man an Real Americans von Rachel Khong kaum vorbei. Doch ist der Hype gerechtfertigt? Für mich: ja – und gleichzeitig nicht ganz uneingeschränkt.
Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert, die jeweils fast für sich stehen könnten und über drei Generationen hinweg eine komplexe Familiengeschichte erzählen.
Im ersten Teil lernen wir Lily kennen, die Tochter chinesischer Einwanderer, die kaum Bezug zu ihren kulturellen Wurzeln hat. Sie spricht nur Englisch, kennt ihre Familiengeschichte in China kaum und bewegt sich scheinbar mühelos in einer amerikanischen Lebenswelt. Als unbezahlte Praktikantin verliebt sie sich in Matthew, den Sohn einer wohlhabenden Unternehmerfamilie. Anfangs wirkt alles leicht und unbeschwert, doch schnell treten Klassenunterschiede, unausgesprochene Erwartungen und soziale Spannungen in den Vordergrund. Ein Familiengeheimnis kommt ans Licht, Lily verschwindet mit dem gemeinsamen Sohn Nick.
Im zweiten Teil steht Nick im Mittelpunkt, der als Teenager beginnt, Fragen nach seinem Vater und seiner Herkunft zu stellen. Auf der Suche nach Identität gerät er immer tiefer in die verborgenen Schichten der eigenen Familiengeschichte. Der dritte Teil führt schließlich zurück zur Großmutter May, der Mutter von Lily. Hier werden die historischen und biografischen Zusammenhänge sichtbar, die die familiären Dynamiken überhaupt erst entstehen lassen, und viele unausgesprochene Geheimnisse fügen sich langsam zu einem Gesamtbild.
Der Roman verhandelt eine Vielzahl großer Themen: Liebe, Herkunft, Migration, Genforschung, Klassenunterschiede, die Geschichte Chinas und die bis heute wirksamen Formen subtilen Rassismus. Daraus entsteht eine eindrückliche, teilweise bedrückende generationsübergreifende Geschichte über Identität, Zugehörigkeit und die Suche nach Glück. Gleichzeitig wirkt das Buch stellenweise etwas überfrachtet, und durch die Vielzahl an Figuren und Themen ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten.
Ich habe das Hörbuch, erschienen im Argon Verlag, gehört und war besonders von den unterschiedlichen Erzählerstimmen begeistert, die jedem Teil eine eigene Atmosphäre verleihen und perfekt zu den dargestellten Figuren passen. Gerade der Wechsel der Stimmen im dritten Teil hat mir sehr gut gefallen und die Struktur des Romans zusätzlich unterstützt.
Insgesamt ein sehr starkes Hörbuch mit großer thematischer Tiefe, das stellenweise fast zu viel auf einmal will – und dessen Stoff durchaus auch für mehrere Bücher gereicht hätte. Dennoch: eine intensive, berührende und lange nachwirkende Lektüre.
Rezensionen von jori1020:
Real Americans von Rachel Khong
Zwischen Herkunft, Geheimnissen und Identität
Aktuell kommt man an Real Americans von Rachel Khong kaum vorbei. Doch ist der Hype gerechtfertigt? Für mich: ja – und gleichzeitig nicht ganz uneingeschränkt.
Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert, die jeweils fast für sich stehen könnten und über drei Generationen hinweg eine komplexe Familiengeschichte erzählen.
Im ersten Teil lernen wir Lily kennen, die Tochter chinesischer Einwanderer, die kaum Bezug zu ihren kulturellen Wurzeln hat. Sie spricht nur Englisch, kennt ihre Familiengeschichte in China kaum und bewegt sich scheinbar mühelos in einer amerikanischen Lebenswelt. Als unbezahlte Praktikantin verliebt sie sich in Matthew, den Sohn einer wohlhabenden Unternehmerfamilie. Anfangs wirkt alles leicht und unbeschwert, doch schnell treten Klassenunterschiede, unausgesprochene Erwartungen und soziale Spannungen in den Vordergrund. Ein Familiengeheimnis kommt ans Licht, Lily verschwindet mit dem gemeinsamen Sohn Nick.
Im zweiten Teil steht Nick im Mittelpunkt, der als Teenager beginnt, Fragen nach seinem Vater und seiner Herkunft zu stellen. Auf der Suche nach Identität gerät er immer tiefer in die verborgenen Schichten der eigenen Familiengeschichte. Der dritte Teil führt schließlich zurück zur Großmutter May, der Mutter von Lily. Hier werden die historischen und biografischen Zusammenhänge sichtbar, die die familiären Dynamiken überhaupt erst entstehen lassen, und viele unausgesprochene Geheimnisse fügen sich langsam zu einem Gesamtbild.
Der Roman verhandelt eine Vielzahl großer Themen: Liebe, Herkunft, Migration, Genforschung, Klassenunterschiede, die Geschichte Chinas und die bis heute wirksamen Formen subtilen Rassismus. Daraus entsteht eine eindrückliche, teilweise bedrückende generationsübergreifende Geschichte über Identität, Zugehörigkeit und die Suche nach Glück. Gleichzeitig wirkt das Buch stellenweise etwas überfrachtet, und durch die Vielzahl an Figuren und Themen ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten.
Ich habe das Hörbuch, erschienen im Argon Verlag, gehört und war besonders von den unterschiedlichen Erzählerstimmen begeistert, die jedem Teil eine eigene Atmosphäre verleihen und perfekt zu den dargestellten Figuren passen. Gerade der Wechsel der Stimmen im dritten Teil hat mir sehr gut gefallen und die Struktur des Romans zusätzlich unterstützt.
Insgesamt ein sehr starkes Hörbuch mit großer thematischer Tiefe, das stellenweise fast zu viel auf einmal will – und dessen Stoff durchaus auch für mehrere Bücher gereicht hätte. Dennoch: eine intensive, berührende und lange nachwirkende Lektüre.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Erzählen, was ist von Katrin Eigendorf
Spannende internationale Erfahrungen einer mutigen Journalistin
Katrin Eigendorf arbeitet seit Jahrzehnten als Fernsehjournalistin und Kriegsberichterstatterin und reist dazu regelmäßig in die Krisengebiete dieser Welt. In diesem Buch erzählt sie von den Erfahrungen, die sie dabei gemacht hat. Schwerpunktmäßig geht es dabei um Afghanistan vor 20 Jahren und heute, um die Entwicklung und Vorgeschichte des Ukrainekrieges und um den Israel-Gaza-Konflikt.
Nahbar und authentisch nimmt uns die Autorin dabei mit auf ihre Reise: wir erleben beispielsweise mit, wie sie mit ihrem Fahrer durch das immer stärker von den Taliban kontrollierte Afghanistan fährt und unter Risiko des eigenen Lebens Kontakt zu Frauen aufnimmt, die versuchen, sich für ihre Rechte einzusetzen oder als Schuldirektorin weiter auch Mädchen den Schulbesuch zu ermöglichen.
In vielen kleinen Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen, von denen sie erzählt, macht die Autorin spürbar, was die jeweiligen Konflikte für die betroffenen Menschen bedeuten. Dabei zeigt sie auch langjährige Entwicklungen auf und sensibilisiert damit für die Wurzeln der aktuellen Konflikte, die oft Jahrzehnte zurück liegen und komplex sind.
Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört, gesprochen von der Autorin selbst. Mir hat diese Art, mich mit dem Inhalt zu befassen, sehr gut gefallen, weil es der Autorin gelingt, auf neutrale und dennoch persönliche Art und Weise so zu erzählen, dass man sich ihr und dem von ihr Erlebten und Berichteten nahe fühlt, gleichzeitig unglaublich viel lernt und Empathie für die betroffenen Menschen sowie Hochachtung vor dieser mutigen Journalistin entwickelt.
Ich habe viel gelernt: über den Beruf der Kriegsberichterstatterin, über die Regionen, von denen Frau Eigendorf erzählt, aber vor allem auch darüber, was es bedeutet, auch unter schwierigen Bedingungen Haltung zu bewahren und zu den eigenen Werten zu stehen. Großartig ist auch, wie die Autorin aufzeigt, wie wichtig es ist, alle Seiten zu hören und zu versuchen, sie zu verstehen, was aber nicht heißt, dass jede Meinung gleich gewichtet werden muss. Leider hat sie im anonymen Internet immer wieder viel Hass für ihr Engagement geerntet, auch davon berichtet sie gegen Ende des Buches.
Zurück bleibt auch ein Gefühl der Betroffenheit und der Wunsch, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten alles zu tun, um sich wieder für eine freundlichere Gesprächskultur unter den Menschen, als wichtigen Baustein für langfristigen Frieden, einzusetzen.
Insgesamt ist es ein tolles Buch, das ich auch in der Hörbuchversion allen, die sich für diesen Beruf oder für die tieferen Hintergründe diverser aktueller geopolitischer Konflikte interessieren, nur wärmstens empfehlen kann!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Gerechtigkeit von Bernhard Schlink
Anspruchsvolle rechtsphilosophische Gedanken zum Thema Gerechtigkeit
Bernhard Schlink ist vielen vorrangig als Romanautor bekannt, sein bekanntestes Werk ist "Der Vorleser". Außerdem ist er vom Grundberuf her Jurist und, mittlerweile emeritierter, Hochschullehrer. In "Gerechtigkeit" kehrt er zu diesen Wurzeln zurück, es ist kein literarisches Werk, sondern eine rechtsphilosophische Abhandlung zum Titelthema.
Dabei ist dem Autor Verständlichkeit sehr wichtig und er betont gleich zu Beginn, dass er versucht hat, einen Mittelweg zwischen rechtsphilosophischer Korrektheit und allgemeiner Verständlichkeit zu finden.
Das ist ihm insgesamt gut gelungen. Es handelt sich um einen interessanten Essay, der auf verschiedene rechtsphilosophische Themen und Quellen Bezug nimmt und dabei sehr zum Denken anregt. Es geht darum, was Gerechtigkeit überhaupt sein könnte, beginnend mit der Grundannahme, dass die meisten Menschen erwarten, gleich behandelt zu werden, es sei denn, es gibt gute, sachliche Gründe für eine Ungleichbehandlung. Was diese sein könnten, ist je nach historischer Epoche und kultureller Verortung unterschiedlich, aber jedenfalls ein Aushandlungsprozess. Auch auf verschiedene Formen der Gerechtigkeit und dahinter liegende philosophische und politische Strömungen wird eingegangen: ist es etwa am gerechtesten, Güter nach Leistung zu verteilen (und was ist Leistung)? Oder nach Bedarf (und wie wird dieser ermittelt)? Oder jedem genau das gleiche?
Welches Rechtssystem könnten wir als Menschen uns wünschen, wenn wir nicht wüssten, welche Position in der Gesellschaft wir einnehmen werden, also unter dem Schleier des Nichtwissens? Hier bezieht sich der Autor auf das berühmte Gedankenexperiment von John Rawls.
Wie gestalten wir praktisch eine als möglichst fair empfundene und tragbare Gesellschaftsordnung, basierend auf rechtsphilosophischen Prinzipien? Und was ist der Preis der zunehmenden Gerechtigkeit, mit der aber auch eine immer stärker eingehende Normierung der Gesellschaft einhergeht?
Es sind viele kluge Fragen, die in diesem Buch diskutiert werden, und die zum weiteren Recherchieren und eigenen Nachdenken anregen. Insgesamt richtet sich das Buch mit seinem Anspruch klar an philosophisch vorgebildete oder zumindest sehr daran interessierte, bildungsaffine Menschen. Beispiele finden sich nur vereinzelt in dem Text, mehrheitlich ist es eine theoretische Abhandlung und anspruchsvolle Lektüre, die konzentriertes Mitdenken erfordert.
Kann und will man sich darauf einlassen, dann ist es aber eine sehr gewinnbringende Abhandlung, die den eigenen Horizont erweitert und gleichzeitig aufzeigt, was für ein enormes philosophisches Untergebäude unter einem als einigermaßen gerecht empfundenen Rechtssystem besteht, aber auch, wie eng Philosophie und Rechtswissenschaften miteinander verbunden sind.










