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Rezensionen von heinoko:

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Begegnungen - Geschichten aus der Psychiatrie von Güllich Rainer

Begegnung von Mensch zu Mensch

Ein kleines Büchlein in bescheidener Ausstattung. Dem ich erst einmal nicht allzu viel zutraute. Und das mich sehr überraschte.

Wir begegnen dem Autor, einem Ergotherapeuten, der aus seiner besonders prägenden beruflichen Anfängerzeit in der Gerontopsychiatrie berichtet.
Und wir begegnen einigen älteren Menschen, die aufgrund verschiedener psychiatrischer Erkrankungen aus dem gesellschaftlichen Rahmen gefallen sind, die Hilfe und Unterstützung benötigen.

Als Essenz zum Thema Begegnungen lesen wir über die Kontakte zwischen dem Therapeuten und dem Hilfsbedürftigen, über die Interaktionen, gelingend oder auch nicht. Der Autor gewährt sehr offen Einblicke in seine Unsicherheiten, seine Fehlentscheidungen, aber er lässt auch, vielleicht sogar ungewollt, einen Blick zu auf seine wertfreie innere Haltung gegenüber Menschen, die sich nicht „normal“ verhalten, auf seine therapeutische Fähigkeit, die ihm ermöglicht, auf ungewöhnliche Situationen hilfreich und menschen-zugewandt zu reagieren. Er schildert sehr bewegend eine Welt des Fremden, Irritierenden, oft auch Komischen. Es handelt sich um wunderbare kleine Episoden, die so liebevoll geschrieben sind, dass uns die Hauptakteure, nämlich die Patienten, in ihren Verhaltensweisen nicht befremdlich wirken.

Dem Büchlein wünsche ich viele, viele Leser, z. B. Menschen mit Vorurteilen oder Berührungsängsten gegenüber psychisch Kranken, gegenüber alten Menschen, gegenüber Therapeuten. Und ich wünsche ihm Leser, die in den schweren pflegerischen Berufen tätig sind, damit sie im Alltag nicht das Wesentliche aus dem Blick verlieren, nämlich die Begegnung von Mensch zu Mensch.

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Begegnungen - Geschichten aus der Psychiatrie

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel von Jean-François Parot

Fesselnd bis zur letzten Seite

Der junge Bretone Nicolas Le Floch, Findelkind und Protége wird vom Pariser Polizeipräfekten als Sonderermittler eingesetzt. Er soll, als unverbrauchter und Ortsfremder Ermittler verschiedenen Korruptionsvorwürfen im Pariser Polizeiapparat nachgehen. Ihm zur Seite steht Inspecteur Bourdeaux, ein Mann, der Paris wie seine Westentasche kennt und den unerfahrenen Le Floch mit Rat und Tat zur Seite steht.

Während des Pariser Karnevals verschwindet Le Flochs Vorgesetzter Comm. Lardin, in dessen Haus Le Floch wohnt plötzlich spurlos. Was zunächst nur nach der Suche nach einem abgängigen Ehemann aussieht, entwickelt sich schnell zu einem verwickelten Komplott, in dessen Verlauf es mehrere Tote und Anschläge auf Le Floch gibt.

Wer zieht hier die Fäden? Wem tritt Le Floch auf die Zehen? Erstreckt sich die Korruption gar bis hin zu Louis XV.?

Wir begleiten Le Floch aus seinen Ermittlungen durch die Elendsviertel von Paris und bekommen Audienzen in Häuser von hochgestellten Persönlichkeiten. Wir begegnen vielen historischen Personen, wie dem Henker von Paris, Charles-Henri Sanson, der ein gewaltiges medizinisches Wissen hat und einiges davon mit Le Floch teilt.

Meine Meinung:

Ein atmosphärischer Krimi im Stile eines Sherlock Holmes, der zu Unrecht bislang ein Schattendasein geführt hat. In Frankreich sind die Krimis um Le Floch seit langem Kult und als TV-Serie bekannt.

Ich kann von dieser vorrevolutionären Atmosphäre in Paris gar nicht genug bekommen. Langsam aber sicher steuert das Königreich seinem Untergang zu, was nicht nur auf die Verschwendungssucht der Bourbonen zurückzuführen ist. Wenn der Polizeiapparat dermaßen korrupt ist, muss es zur Detonation kommen.

Eine wunderbar altmodische Sprachmelodie lässt uns den Moloch Paris mit samt seinen schlechten Gerüchen auferstehen. Jeden Moment erwarte ich vom Inhalt eines vollen Nachttopfs getroffen zu werden. Brrr! Der Lärm, der Gestank, die vielen Menschen und der Verkehr – die Städte dieser Zeit waren alles andere als gemütlich.

Fazit.

Ein wunderbarer historischer Krimi, den ich allen frankophilen Lesern (und denen, die es werden wollen) stark ans Herz lege. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Dichterhäuser von Plachta Bodo

Ein wunderschöner Bildband mit tollen TExten

Das Duo Bodo Plachta (Autor) und Achim Bednorz (Fotograf) begibt sich auf Spurensuche nach berühmten Dichtern und deren Wirkungsstätten. Die beiden nehmen die Leser mit auf eine Reise durch Zeit und (deutschsprachigen) Raum. Vom Mittelalter bis in die Gegenwart begleiten wir die beiden auf der Suche nach den Häusern der Dichter.

Wir dürfen Einblick nehmen in Schreibstuben, Druckereien, Bibliotheken und Museen. Wir bekommen Hintergründe, Geschichte, G’schichteln über Erfolge und Misserfolge erzählt. Die kurzen, in sich abgeschlossenen Kapitel lassen ein längeres Verweilen bei dem jeweiligen Literaten zu.

Ehrfurchtsvoll blättert der geneigte Leser in diesem prächtigen Bildband. Wie schön haben die Dichter gewohnt! Oder doch nicht?

Ich durfte anlässlich eines Lübeck-Besuchs das „Buddenbrock-Haus“ besichtigen. Ein Eindruck, der nun durch dieses Buch wieder gefestigt wurde.

Oder das Robert-Musil-Museum in Klagenfurt: ein feines kleines Museum, das neben dem Namensgeber an die beiden wohl bekanntesten Töchter Kärntens erinnert: Christine Lavant und Ingeborg Bachmann.

Wie alle Fotobände nicht unbedingt als „Bettlektüre“ geeignet, ist das Buch doch 24x 30cm groß, 3cm dick und 1,7kg schwer.

Das Buch besteht aus 11 Kapiteln, 245 Seiten mit 157 farbigen Abbildungen. Ein Zitat aus der Einleitung darrf nun auch zum Abschluss nicht fehlen:

„Orte üben wohl deshalb eine derart große Anziehungskraft aus, weil sie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpfen und uns so Kontinuität vermitteln. Doch der Besuch dieser Orte allein reicht meistens nicht aus. Wir benötigen Erklärungen, um die oftmals komplexen spuren deuten zu können und um nicht in bloßer Verehrung zu verharren. Der Ort muss zum Erzählen gebracht werden, damit wir eine genauere Vorstellung davon gewinnen können, was hier einst geschah und was diesen Ort überhaupt auszeichnet und bewahrenswert macht.“

Das Buch macht Appetit, auf den Spuren der Dichter zu lustwandeln. Das eine oder andere Dichterhaus werde ich mir nun auch persönlich ansehen.

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Dichterhäuser

Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

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Acht Berge von Paolo Cognetti

Wunderbar geschrieben, absolut lesenswert!

Acht Berge erzählt die Geschichte zweier Jungen, die sich in der Einsamkeit eines abgeschiedenen Bergdorfes Italiens begegnen und Freunde werden. Eine Freundschaft, die ihr ganzes Leben hält.
Ein Buch, das das harte, karge Leben in den Bergen nicht als Flucht, sondern als Bereicherung sieht.
Mit seiner klaren, ungeschnörkelten Sprache schafft Cognetti es, Bilder in den Köpfen entstehen zu lassen.

Er hat mich im Wohnzimmer abgeholt und mich in die schroffe, entbehrungsreiche Bergwelt versetzt.
Ein wunderbares Buch. Unbedingt lesen!

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Acht Berge

Rezensionen von i.weilharter@ais-jugend.at:

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Acht Berge von Paolo Cognetti

Schöne Geschichte ... aber langweilig!

Der Autor erzählt in einem sehr ansprechenden Sprachstil die Geschichte einer Männerfreundschaft, einer tiefen, subtilen Beziehung.
Leider konnte mich der Beziehungsroman nicht überzeugen, er war mir einfach über Strecken zu langatmig.
Paolo Cognetti kann sicherlich mit der Sprache gut umgehen, findet für die Beschreibung der Vorgänge sehr schöne, kunstvolle Formulierungen, hat aber aus meiner Sicht wenig Talent, wenn es darum geht, einen Spannungsbogen aufzubauen bzw.

zu erhalten.
Erst zum Schluss wird der Leser/die Leserin mit einer gewissen Dramatik - einem beeindruckenden Finish - verwöhnt. Die Geschichte wird interessanter, sinniger und in sich abgerundeter.
Ich wünsche also beim Lesen viel Durchhaltevermögen!

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Acht Berge

Rezensionen von heinoko:

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Der Tiger in der guten Stube von Tucker Abigail

Sachbuch in falschem Gewand

Ein niedliches Katzenkind auf dem Titelbild, ein spielendes Katzenkind auf der Rückseite und eine Fülle von kleinen Zeichnungen von kletternden, sitzenden, grimmig oder lieb schauenden Katzen, Pfötchen, die über die Seite laufen – die gesamte Aufmachung suggeriert ein „liebes“ Katzenbuch, vielleicht sogar für Kinder.

Solcherart falsche Erwartungen zu wecken, kann doch nicht wirklich verkaufsfördernd sein?

Denn tatsächlich handelt es sich um ein fundiertes Sachbuch, das eine unglaubliche Fülle an Informationen rund um das Thema Katze vermittelt. Die Auflistung aller Fußnoten, d. h. Quellenverweise, studierte Literatur etc., in kleinster Schrift gesetzt, umfasst 20 Buchseiten! Die Autorin hat ungeheuere Fleißarbeit geleistet. Allein schon dafür gilt ihr meine größte Anerkennung. Zwar schreibt sie als Amerikanerin zwangsläufig mit Blick auf die USA, aber viele, viele Informationen lassen sich eins zu eins auf Europa übertragen. Die mitunter etwas trockenen, aber gut verständlichen Inhalte werden immer wieder aufgelockert durch Erzählungen der Autorin über ihre persönlichen Katzen-Erlebnisse. Es gefällt mir sehr gut, dass Abigail Tucker versucht, sich mit allen von ihr angerissenen Themen möglichst neutral zu befassen, sie wertet nicht, weist keine Schuld zu. Sie hält sich an Fakten, an Forschungsergebnisse, an Umweltaktivisten, an Tierschützer, an Züchter, an Wissenschaftler. Leider, leider fehlen im Buch Fotos. Man hätte gut daran getan, statt der kinderbuchartigen Zeichnungen aussagekräftige Fotos einzufügen, um die angebotenen Informationen anschaulich zu machen.

Auf der Rückseite des Buches verspricht der Verlag, dass man nach Lektüre dieses Buches Katzen mit anderen Augen sehen wird. Und das ist in der Tat so! So viel Erschreckendes, Befremdliches habe ich noch nie über Katzen gelesen. Verwunderung, Entsetzen, Scham, Ungläubigkeit, Heiterkeit – eine große Bandbreite an Reaktionen löste das Buch in mir aus, ungewöhnlich für ein Sachbuch und Nachweis für die besondere Qualität des Buches.

Wer Katzen liebt, sollte das Buch lesen. Und wer Katzen nicht mag, sollte dieses Buch auch lesen!

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Der Tiger in der guten Stube

Rezensionen von Rebecca1493:

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Forever next to you - Eric & Joyce von Amy Baxter

Möge diese Reihe niemals enden

Zugegeben, Orange konnte mich leider noch nie hinter dem Ofen hervorlocken, aber ich mag das Cover trotzdem! Die weibliche Person hat zwar fast ein wenig zu helle Haare um dem im Buch mehrfach zitierten Ebenholz zu gleichen, aber gleichwohl finde ich die Umsetzung der Beschreibung von Joyce und Eric durchaus geglückt! BeHEARTBEAT macht einfach einen guten Job.

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich darauf gefreut habe nach einer kleinen San Francisco Ink-Durststrecke endlich wieder in die Welt des Skinneedles-Team eintauchen zu dürfen. Durch das zuvor gelesene und viel zu kurze Intermezzo zwischen Eric und Joyce hatte mir Autorin Amy Baxter zusätzlich den Mund wässrig auf weitere Momente mit den beiden Dickköpfen gemacht. Dass ich zuvor bereits Teil 4 der Reihe mit Peg und Kyle gelesen hatte, schränkte mein Lesevergnügen in keinster Weise ein.

Wer die Reihe mag, wird Eric und Joyce ebenfalls nach kurzer Zeit in sein Leserherz schließen. Natürlich versucht jeder Autor die einzelnen Geschichten einer Reihe voneinander abzugrenzen, aber Amy Baxter hat ein besonderes Händchen dafür durch ihre unterschiedlichen Charaktere immer wieder eine andere Atmosphäre zu schaffen. War Teil 1 eher düster und bis zur letzten Seite spannend, kommt Band 4 sehr emotional daher. Die Geschichte um Eric und Joyce besticht dagegen mit jeder Menge Wortwitz und konnte dadurch nicht nur einmal meine Lachmuskeln anregen. Die beiden Dickschädel haben mich allerdings auch einiges an Nerven gekostet...

Der Schreibstil war wie immer famos, weshalb zu keiner Zeit auch nur der leiseste Hauch einer Länge aufkam. Vielmehr tat es mir in der Seele weh, dass ich so schnell dem Ende entgegen geflogen bin. Aber was soll man auch machen, wenn das Buch mich als Leserin derart in Beschlag nimmt?

Neben dem durchaus lustigen Geplänkel und Streitereien zwischen Joyce und Eric und natürlich jeder Menge Tattoos, wird dem Thema Drogen und Abhängigkeit Platz eingeräumt. Auf welche Weise das geschieht müsst ihr aber selbst beim Lesen herausfinden!

Ein Highlight war für aber auch das Ende der Geschichte, das mich regelrecht zum Dahinschmelzen gebracht hat. Einfach nur schön.

Fazit: Und wieder konnte mich Amy Baxter bzw. ihr neues Paar Eric & Joyce in ihren Bann ziehen. Warum haben ihre Bücher nicht 1000 Seiten mehr?!

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Forever next to you - Eric & Joyce

Rezensionen von Nepomurks:

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Ein Leben ist zu wenig von Gregor Gysi

Wo Gysi drauf steht, muss auch Gysi drin sein... Absolut lesenswert!

Gregor Gysi hat Vieles aus seinem Leben zu berichten und macht es denn jetzt auch mit seiner ureigenen Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig“ (erschienen bei Aufbau Digital, Oktober 2017).
Und so erlebt man den redegewandten Politiker einmal aus einer ganz neuen und auch unerwarteten Perspektive.

Er berichtet von seiner Familie, seiner Kindheit, der DDR und BRD und Vielem mehr. Stilistisch bleibt er sich dabei vollkommen treu: Es liest sich so, wie man Gysi von seinen Reden her kennt. Er bleibt sich und seiner unverkennbaren Art zwar immer treu, gibt hier aber auch einen tiefen Einblick in sein Privates und schildert viele Erlebnisse. Mal witzig, mal anrührend. Das Buch ist eine Ansammlung vieler Gysi-typischer Anekdoten. Es ist durchweg gut zu lesen und inhaltlich wirklich interessant. Ich würde das Buch jederzeit weiterempfehlen. 5 Sterne.

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Ein Leben ist zu wenig

Rezensionen von Nepomurks:

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Makrobiotik von Madhavi Guemoes

Tolle Rezepte, aber ein bisschen viel "Yin und Yang"...

„Makrobiotik“ von Madhavi Guemoes. Neugierig war ich, als ich das Buch zum ersten Mal sah. Denn eigentlich möchte man sich zwar möglichst gesund ernähren. Aber bei dem Wort „Makrobiotik“ schleichen sich wohl automatisch einige Bedenken und Vorurteile ein. Insofern habe ich dieses Buch zwar mit Spannung, aber auch mit 2 kritischen Augen gelesen.

Zum Schreibstil kann man wohl nur sagen, dass man sich mit den Bedenken teilweise bestätigt sehen kann, fallen im einleitenden Teil doch häufig Worte oder Begrifflichkeiten wie „Yin und Yang“, „Ungleichgewicht“ oder „Harmonie“ in einem unverkennbar esoterischen Kontext. Gut leserlich ist das Buch trotzdem, auch wenn ich einige Mal über die Ausführungen von Madhavi Guemoes lächeln musste.. Es ist halt nicht so sehr meins, das Esoterische..
Ansonsten war ich aber tatsächlich überrascht, dass Guemoes doch bei den mitgelieferten Rezepten und Anregungen einige sehr interessante Inhalte bietet. Es gibt viele Anleihen aus der japanischen Küche, aber auch wieder viele Rezepte mit diversen Getreidevariationen – was ja bei Maktrobiotik nicht überrascht. Den Unterschied macht hier oftmals der Einsatz unterschiedlichster Gewürze, die natürlich immer andere Geschmacksrichtungen zur Grundlage haben und vor allem die Getreide-Gerichte unterschiedlich prägen. Die Zutatenliste ist dabei auch überraschend vielfältig, wobei ich nicht alle Zutaten kannte (z.B. Adzukibohnen und Kuzu). Andererseits wird von Madhavi Guemoes schon eingangs im Buch darauf hingewiesen, dass man die Rezepte eher als Grundidee sehen sollte und alles nach eigenem Geschmack und Gutdenken abwandeln soll. Ob nun Porridge, Schwarzwurzel-Creme-Suppe, vegane Waffeln, Bratlinge oder Hirse-Allerlei, Smoothies und Aufstriche – man hat doch eine sehr gute, vielfältige und ausgewogene Auswahl. Eine Grundvoraussetzung ist meines Erachtens jedoch, dass man einen gut sortierten Asia-Laden (möglichst sogar mit Bio-Produkten) in der Nähe hat. Es kommen in diversen Rezepten asiatische, teils recht spezielle Zutaten zum Einsatz. So z.B. Shoyu, Ume Su oder Tahinsauce und Amazake. Ich persönlich war nicht gleich mit allen Zutaten „vertraut“.. Vieles, wie z.B. Mirin, gibt es mittlerweile aber sogar schon in größeren Supermärkten zu kaufen.

Ansonsten ist das Buch tatsächlich eine schöne Idee und gute Anregung für eine alternative und womöglich überwiegend gesunde Küche. Viele Rezepte gefielen mir gut und ich werde sie sicherlich einmal nachkochen. Wer sich also von dem esoterischen „Yin – Yang – Ansatz“ nicht abschrecken lässt und das Buch mehr als Rezepte-Sammlung sieht, dem sei es wärmsten empfohlen. 4 Sterne.

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Makrobiotik

Rezensionen von AngiF:

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Schnee ist auch nur hübsch gemachtes Wasser von Dora Heldt

Wintergeschichten

In der Kopfkino-Edition hat die dtv Verlagsgruppe ein ausgesucht hübsches, kleines Buch herausgegeben, mit „Schnee ist auch nur hübsch gemachtes Wasser“ von der Autorin Dora Heldt, hält der Leser ein wunderschönes Buch mit Wintergeschichten in den Händen. Für mich eine fantastische Art und Weise mich, durch die Lektüre, auf den nahen Winter und die Adventszeit eingestimmt zu werden.

Dora Heldt erzählt gewohnt gekonnt in kleinen Episoden, darüber, was so passieren kann in der Winterzeit, Gefühle werden dabei ganz groß geschrieben. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ausgesprochen gut und ihre Sprache ist einfach nur schön zu lesen.
Von Herzen gerne vergebe ich hier meine höchste Punktzahl, nämlich fünf von fünf möglichen Sternen und natürlich empfehle ich das Buch weiter! Die Lektüre eignet sich hervorragend zum Abschalten und den Kopf stressfrei zu bekommen. Doch wegen der bezaubernden Aufmachung ist das Buch auch ein hervorragendes Geschenk einfach nur so oder zum Nikolaus oder auch zu Weihnachten – für alle lieben Menschen, die man gerne erfreuen möchte.

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Schnee ist auch nur hübsch gemachtes Wasser