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Rezensionen von Judith Till:

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Hochsensibilität und die berufliche Selbstständigkeit von Sandra Tissot

Auch für nicht Betroffene ein interessanter Erfahrungsbericht

Aus persönlichen Gründen habe ich mich vor dem Lesen dieses Buches intensiv mit dem Thema der Hochsensibilität beschäftigt. Da bei mir auch der Wunsch der beruflichen Selbstständigkeit immer wieder aufkommt, ich mir aber oft unsicher bin, ob ich das als HSP Persönlichkeit auch schaffen werde, finde ich es schön und ermutigend zugleich, dass die Autorin im Buch ihren persönlichen Weg beschreibt und aufzeigt, dass sich Hochsensibiltät und Selbstständigkeit nicht ausschließen.

Frau Sandra Tissots Buch „Hochsensibiltät und die berufliche Selbstständigkeit“ ist in drei Kapitel gegliedert.
Im ersten Kapitel nimmt sie den Leser mit in ihren Alltag als ehemalige Angestellte einer Firma. Sie berichtet wirklich aus persönlichen Erfahrungen von Herausforderungen, denen sie am Arbeitsplatz begegnet und schlussendlich von ihren damit verbundenen gesundheitlichen Folgen. Frau Tissot beschreibt sehr gut, wie sie sich in ihrem Job mehr und mehr eingeengt fühlt und ihr die Sinnhaftigkeit für ihr Tun fehlt. Eine zentrale Frage ist auch, wozu/wofür sie denn morgens überhaupt aufsteht und zur Arbeit fährt.
Das zweite Kapitel geht schon konkreter auf den Gang in ihre Selbstständigkeit ein. Hier setzt sie sich mit den verschiedenen Schritten auseinander, die für eine Selbstständigkeit im Vorfeld und in der Folge auch laufend nötig sind. Das Spektrum reicht hier vom gedanklichen Prozess der Auflösung des Arbeitsverhältnisses bis hin zur endgültigen Kündigung und den diversen Behördengängen und Planungen, welche für den Schritt in die Selbstständigkeit erforderlich sind. Die Autorin lässt den Leser an all diesen Stationen ihres persönlichen Lebens teilhaben. Sie beschreibt ihre Gedanken, Ängste aber auch die Vorfreude auf die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
Kapitel drei bietet einen Einblick in Ihren tatsächlichen Alltag als hochsensible Selbstständige. Dabei lässt Frau Tissot auch die Relevanz der Gesundheit und der positiven Gedanken nicht außer Acht. Sie zeigt wie Sie es geschafft hat, ihrem Wesen getreu zu leben und so eine schöne Balance zwischen dem beruflichen und privaten Alltag zu haben.
Im letzten Kapitel geht Frau Tissot auch noch auf das wichtige Thema Glück ein. Anhand von Zitaten und deren Verknüpfung mit persönlichen Erlebnissen zeigt die Autorin wie wunderschön, wie vielfältig aber auch individuell Glück ist.
Ich habe dieses Buch mit großer Freude gelesen und möchte es gerne jedem, der sich mit der Thematik auseinandersetzt, ob beruflich oder privat, aufs Nachtkästchen legen. Für mich persönlich hat es sehr zur Selbstreflexion beigetragen, da ich mich in so vielen geschilderten Situationen wiedergefunden habe. Ich sehe dieses Buch fast als kleine „Schritt für Schritt Anleitung“, da man in durch die Schilderung der persönlichen Erlebnisse der Autorin erfährt, was und vor allem wie manche Dinge geregelt werden sollten, z.B. nicht einfach überschwänglich den Job zu kündigen, Dinge einmal zu Ende denken bevor man überstürzt handelt etc. Natürlich gestaltet sich der Weg in die Selbstständigkeit bei jedem anders, aber mit den Fragen zur Selbstreflexion am Ende jedes Kapitels und Frau Tissots persönlicher „Erfolgsgeschichte“ macht es mir als HSP-Persönlichkeit auf jeden Fall Hoffnung, zukünftig den Schritt von der fremd- in die selbstbestimmte Arbeitsform schaffen zu können.
- Hierbei handelt es sich nur um eine subjektive Bewertung -

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Hochsensibilität und die berufliche Selbstständigkeit

Rezensionen von niknak:

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Hochsensibilität und die berufliche Selbstständigkeit von Sandra Tissot

Tierärtzin und Starpolospieler - kann das gut gehen?

Inhalt:
Die junge Tierärztin Georgia Fellows wird von ihrem besten Freund Billy zu einem Polospiel in Wellington eingeladen. Als sie während des Spieles sieht, dass es einem Pferd nicht gut geht, packt sie ihren Mut und stürmt auf das Spielfeld, um das Spiel zu unterbrechen. Alejandro Del Campo ist sehr beeindruckt von ihren Fähigkeiten und bietet ihr einen Job an.

Sie soll sich bis zum Ende der diesjährigen Saison um seine Pferde kümmern. Die Welt des Glamours ist absolut nichts für Georgia, doch Alejandro lässt kein Nein gelten.

Mein Kommentar:
Ich habe das Buch in einem Rutsch und innerhalb einer Nacht durchgelesen. Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm und fesselnd zu lesen. Man wird direkt in die glamouröse Welt des Polos entführt.

Das Buch ist in der Erzählperspektive geschrieben. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in verschiedenste Gedankengänge. Die einzelnen Kapitel sind ziemlich kurz gestaltet.

Ignacio "Nacho" Figuera, einer der Autoren ist ein bekannter argentinischer Polospieler. Dadurch wird der Sport Polo ziemlich gut und verständlich erklärt. Auch Anfänger, wie ich einer bin, haben keine Probleme dem Buch zu folgen. Man bekommt auch einiges an Hintergrundinformationen, wie es bei einem Polospiel abläuft und wie wichtig die Publicity und richtiges Auftreten eigentlich ist.

Es gibt ein Vorwort von Nacho Figuera, wo er etwas über sich, den Polosport, das Kennenlernen seiner Frau und über das Buch. Dies hat mir super gut gefallen und dadurch wird man schon gut in das Buch eingestimmt.

Am Anfang des Buches geschieht nicht sehr viel und man wird langsam in die Geschichte hinein geführt. Der Spannungsbogen wird erst später aufgebaut. Der Anfang ist jedoch, meiner Meinung nach, nicht langweilig, da man dort einige interessante Hintergrundinformationen bekommt.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben eine Vergangenheit, die dem Leser auch vermittelt wird. Es gibt einige Nebencharaktere, die jedoch, meistens, trotzdem eine wichtige Rolle im Buch spielen.

Georgia Fellows ist Tierärztin mit Leib und Seele. Sie liebt die Arbeit mit Tieren und geht vollständig in ihrer Arbeit auf. Sie lebt mit ihrem Vater alleine auf einem Hof. Georgia ist ein sehr bodenständiger, zurückhaltender und ehrlicher Charakter, der manchmal jedoch auch ziemlich naiv ist. Die Welt des Polos, mit all seinen glamourösen und noblen Facetten, ist nichts für sie.

Alejandro Del Campo ist Kapitän einer erfolgreichen Polomannschaft und gleichzeitig auch Oberhaupt des Del Campo Clans. Er hat eine Tochter, die er sehr liebt, zu der er jedoch nur mehr schwer Zugang findet. Der Polospieler hat in der Vergangenheit einen schweren Verlust erlitten, über den er immer noch nicht hinweg ist. Die Auswirkungen dieses Verlustes dauern immer noch an und zeigen sich vor allem im Umgang mit seiner Tochter.

In diesem Buch spielen Pferde und Polo eine ziemlich bedeutende Rolle. Man kann etwas über Intrigen, Lug und Betrug lesen, die in der Welt des Polos ganz normal sind, lesen. Das Buch bietet einen Blick hinter die Kulissen, in einer emotionalen und romantischen Liebesgeschichte verpackt. Erotische Szenen sind in diesem Buch vorhanden, nehmen aber nicht Überhand.

Mein Fazit:
Man erfährt in diesem Buch sehr viel über Pferde, Polo und die Welt des Polos. Das ganz ist verpackt in einer zauberhaften Liebesgeschichte. Ich freue mich schon darauf die beiden folgenden Teile zu lesen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Hochsensibilität und die berufliche Selbstständigkeit

Rezensionen von niknak:

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Die Schlange von Essex von Sarah Perry

Was ist die Schlange von Essex?

Inhalt:
(Klappentext):
London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander.

Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen. Anmutig und intelligent erzählt dieser Roman - noch vor allem anderen - von der Liebe und den unzähligen Verkleidungen, in denen sie uns gegenübertritt.
Ein wundervoller Roman über das Leben, die Liebe und den Glauben, über Wissenschaft und Religion, Geheimnisse und die komplizierten und unerwarteten Wandlungen des menschlichen Herzens.

Mein Kommentar:
In diesem Roman hat die Autorin Sarah Perry eine faszinierende Mischung aus historischem Roman und einzigartiger Liebesgeschichte geschaffen. Sie hat einen ganz speziellen Schreibstil, der den Leser sofort fesselt und trotz ausführlicher Beschreibungen nie langweilig wirken lässt. Der Schreibstil ist an die damalige Zeit angepasst, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Protagonisten sind meiner Meinung nach liebevoll und ausführlich beschrieben und jeder hat seine ganz speziellen Eigenheiten, die den Roman zu etwas besonderem machen.
Die Hauptprotagonistin Cora Seaborne genießt ihre neuen Freiheiten nachdem sie Witwe wurde und hat nicht nur bei ihren Ansichten in Bezug auf das Leben sondern auch in ihrer Kleiderwahl ganz eigene Vorstellungen. Dabei geht sie eigene Wege und unterwirft sich nicht den damals gültigen Regeln. Dies kommt sehr gut zur Geltung im Laufe des Buches. Sie hat einen starken Willen, den sie auch durchzusetzen vermag. Sie will dem Rätsel der Schlange von Essex auf den Grund gehen und versucht alles, um ihr Vorhaben umzusetzen.

Die Autorin hat auch sehr viel Wert auf die detaillierten Beschreibungen der Personen, aber auch der Orte und Geschehnisse gelegt. So hat das Buch eine ganz ungewöhnliche, aber spezielle Art, die den Leser fesselt und in seinen Bann zieht.

Auch die Zwischenmenschlichen Beziehungen kommen sehr gut zur Geltung und werden sehr detailliert beschrieben. Allerdings werden die damaligen Konflikte zwischen Wissenschaft, Religion und Aberglauben nicht allzu stark ausgearbeitet.
Dennoch besticht der Roman durch seine eigene Art und schafft es immer wieder den Leser zu überraschen. Es gibt viele unerwartete Wendungen, die den Roman in eine andere Richtung lenken.

Ganz besonders gut haben mir die Briefe gefallen, die vielen Kapiteln vorangestellt sind und schon einen kleinen Einblick bzw. eine Einleitung in den kommenden Abschnitt bieten.

Mein Fazit:
Ein faszinierendes Buch welches den Leser immer wieder überrascht und ganz anders ist, als man es sich vom Klappentext her erwartet.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Die Schlange von Essex

Rezensionen von Rebecca1493:

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Midnight Liaisons - Zur Gefährtin erwählt von Jessica Clare; Jessica Sims

Genau mein Fall

Eher ein Cover der Kategorie 0815-Standard-Erotikroman-Titelbild, aber ich habe trotzdem die Inhaltsangabe angesehen und wurde positiv überrascht, da ich nicht angenommen hatte, dass sich die Geschichte um Gestaltwandler drehen würde. Darauf hätte man eventuell mit einem entsprechenden Cover vielleicht hinweisen können.

Nach der Inhaltsangabe war der Name der Autorin durchaus ein Pluspunkt. Ich war zwar im Vorfeld nicht von jedem Buch der Schriftstellerin aus dem Häuschen, aber es hat mich durchaus gereizt eine Art Fantasyroman aus ihrer Feder zu lesen. Da einige Bücher, die ich mir im Vorfeld zu Gemüte geführt hatte, keinen besonderen Eindruck hinterlassen hatten, hoffte ich natürlich, dass mich die Geschichte aus meinem Lesetief herausmanövrieren könnte. Am Ende angelangt kann ich sagen, dass es ihm definitiv gelungen ist.

Der Roman „Midnight Liaisons – Zur Gefährtin erwählt“ ist der Auftakt zu einer neuen Reihe, die sich hauptsächlich um Gestandwandler dreht. Aus welchen Gründen auch immer mag Bücher, die sich mit dieser Form der Fantasyelemente beschäftigen, umso besser, dass zumindest in der englischen Sprache schon einige Teile erschienen sind. Obwohl es schon einige Erzählungen gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigen, konnte mich Jessica Sims mit dem richtigen Maß an Spannung, Liebe und Erotik davon überzeugen auch weiterhin auf das erscheinen weiterer ihrer Bücher hinzufiebern.

Der Schreibstil konnte fast von Beginn an mit seiner lockeren, flüssigen Art und Weise in seinen Bann ziehen. Schon nach wenigen Seiten wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergehen würde. Das war vermutlich auch der Grund, weshalb ich die Geschichte innerhalb weniger Stunden ausgelesen hatte. Gewisse Punkte der Erzählung waren mir für mich als Leserin natürlich vorhersehbar gewesen, aber den Spannungsbogen konnte die Autorin dennoch im Verlauf aufrechterhalten.

Eines muss den Lesern des Buches allerdings klar sein: wer nicht auf ein gewisses Maß an erotischen Szenen steht, sollte besser die Finger von diesem Buch lassen. Ich muss dazu wiederum anmerken, dass ich eigentlich auch kein besonderer Fan davon bin, aber es hat zu dieser Geschichte einfach gepasst und vor allem waren die Beschreibungen nicht zu vulgär.

Am Ende angekommen, hätte ich am liebsten direkt mit dem nächsten Band angefangen, zu meinem großen Entsetzen erscheint Teil 2 allerdings erst im Januar. Da muss ich wohl ein wenig Geduld aufbringen…

Fazit: Das Buch besticht mit der richtigen Kombination aus Spannung, Erotik und Liebe. Wer gerne Geschichten über Gestaltwandler liest, wird nicht enttäuscht werden.

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Midnight Liaisons - Zur Gefährtin erwählt

Rezensionen von Leserin71:

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Pandora und der phänomenale Mr Philby von Ludwig Sabine

Phänomenaler Kinderkrimi aus Cornwall

Endlich hat Pandora Ferien. Aus ihrem Internat kommt sie heim nach Hawthorn Manor im malerischen Cornwall, wo ihre Mutter ein Hotel betreibt. Eigentlich ist alles wie immer, ihre Mutter Myrtle, ihr Freund Zack, sogar die Küchenhilfe Jemima, die immer wieder die Fliege macht. Doch eines ist in diesen Ferien anders: Pandora soll sich um den verwöhnten Ashley kümmern.

Und dann ist da noch Mr Philby, der alles phänomenal findet und einen bestimmten Baum sucht, den Pandoras verstorbener Vater auf einem Bild gemalt hat. Aber was hat er wirklich vor?

Meine Meinung:
Sabine Ludwig kannte ich als Autorin von lustigen Kinderbüchern wie z. B. "Miss Braitwhistle". In diesem Kinderkrimi für Leserinnen und Leser ab 10 Jahren gibt es auch viele witzige Szenen, aber natürlich viel Spannung. Die drei Kinder Pandora, Zack und Ashley erinnern ein wenig an die 5 Freunde,TKKG oder auch an die ???, müssen sich aber erst als Gruppe finden, denn Ashley ist ein wenig eigen.
Der Krimi ist super zu lesen, der Schreibstil hat mich das Hotel, die Küste in Cornwall und all die übrigen Schauplätze vor meinem inneren Auge sehen lassen. Sehr schön finde ich die kleinen Zeichnungen der Autorin vor jedem Kapitel.
Die angesprochenen Themen wie Freundschaft, Familie, Heimat aber auch Mut und Ängste sind kindgemäß und gut nachvollziehbar.
Als Erwachsene konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und könnte mir vorstellen, dass das den jüngeren Leserinnen und Lesern auch so geht.
Von mir gibt es phänomenale 5 von 5 Sternen.

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Pandora und der phänomenale Mr Philby

Rezensionen von Eva Hafner, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:

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Der Mittagstisch von Ingrid Noll

Genial!

Der Mittagstisch

Rezensionen von StefanieFreigericht:

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Das blaue Medaillon von Marcus Martha Sophie

Die Seite des Lichts und die Seite der Dunkelheit

Die Seite des Lichts und die Seite der Dunkelheit bezieht sich auf S. 264

Der "Unterricht" lief gut - die 21jährige Alessa hat es unbemerkt geschafft, hoch an venezianischen Hauswänden und über Dächer zu klettern, ein geschlossenes Fenster und schließlich ein Schloss zu öffnen. Ihre Kletterkünste sind es, wofür der Großvater, Meisterdieb der alten Schule, sie wenig schmeichelhaft "Gecko" nennt; sie setzt die Familientradition fort wie schon ihre früh verstorbenen Eltern.

Die einzige, die aus der Familientradition ausbrach, war ihre Tante, eine Schauspielerin, die jetzt im Sterben liegt, nicht jedoch, ohne dafür zu sorgen, dass Alessa von dem Familiengeheimnis erfährt: die Eltern waren ermordet worden, weil sie bei der "Arbeit" an kompromittierende Unterlagen gelangt waren. Der "Schlüssel" für deren Versteck ist ein blaues Medaillon, das jetzt an die Nichte geht. Doch direkt nach der Heimkehr aus dem Trauerhaus findet die junge Frau daheim ihren Großvater vor, ermordet. Der Mörder ist noch im Haus…

In diesem Roman über das Jahr 1676 zwischen Venedig und Celle verwebt Autorin Martha Sophie Marcus geschickt fiktives Personal mit historischen Persönlichkeiten sowie dem Brauch, zur Unterhaltung bei Hofe Künstlertruppen auftreten zu lassen und sich selbst an dem Schauspiel zu beteiligen, ehrlich gesagt das erste Mal, dass ich die Figuren der Commedia dell’arte nachvollziehbar fand. Der Roman selbst ist ein angenehmer Zwitter aus historischem und Abenteuer-Roman mit einem Schuss Romantik, bleibt jedoch weitgehend frei von Kitsch und rührseliger Melodramatik (das erste, was für mich etwas "weniger" hätte sein dürfen, war: "…nur einen Wimperschlang später küssten sie sich, als wäre es in ihrem Gespräch nie um etwas anderes gegangen, als den richtigen Zeitpunkt für einen Kuss zu finden." und kommt erst auf Seite 169, also, sei’s drum). Dafür gibt es als Ausgleich sehr viele ziemlich humorvolle Stellen, herrlich die Szene mit den Hosen (man lernt gelegentlich eine mildere Version von Kempf kennen, dem man eine solche Aktion wünschte).

Ja, die Romantik war mir (wie meistens bei Romantik) ein klein wenig vorhersehbar, viele der spannenden Wendungen so jedoch gar nicht, womit man mit diesem Buch schlicht eine breite Zielgruppe an breiter Front glücklich machen dürfte; insgesamt jedoch wohl eher ein "Frauenschmöker", sorry Jungs, der mir Spaß gemacht hat: Allein aufgrund der weiblichen sympathischen Hauptperson, die aufgrund ihrer besonderen "Profession" und ihrer Tarnidentität sicher über mehr Freiheiten verfügte als für Frauen der Zeit üblich. Wie häufig, ziehe ich selbst aus historischen Romanen, die in der früheren Neuzeit in Deutschland handeln, für mich persönlich meist etwas weniger das Gefühl heraus, wirklich extrem viel in das Zeitgefühl einzutauchen (das liegt aber wohl an mir, bei historischen Krimis gelingt es meist), eher sind es für mich die Details, die ich gerne aufnehme, wie hier - gut gemacht - die "echten" Charaktere, die "mitspielen", die aufwendigeren Reisen, die Kleidung, die Standesunterschiede, die venezianische Schauspieltradition, die aufgeführte "Wirtschaft", die Ränkeschmiede am Hof, Wie bemerkt Alessa so schön: "Ich glaube nicht, dass jemals ein Herrscher für längere Zeit mächtig blieb, der nicht bereit war, seine Macht auch durch Erpressung und Mord zu verteidigen." S. 344

Um die Einschränkung für mich zu erklären: mir fällt das Eintauchen in historische Szenarien am leichtesten, je mehr Aufwand ich dafür betreiben muss, z.B. Osmanisches Reich = fremde Region, Kultur, Religion UND Zeit. Das ist aber "Nörgeln auf hohem Niveau", innerhalb des Genres hat das Buch definitiv sehr gute 4 von 5 Sternen und ich würde auch mehr von Martha Sophie Marcus lesen, deren blaues Medaillon für mich so eine Art Überraschungs-Ei ergab: spannend, süß (wenn auch nicht so heftig wie das Schoko-Original), und viel Spiel… in einem überraschend angenehmen Mix. Übrigens schreibt sie ihre Romane abgeschlossen, nicht als Reihen, was fast schon ein Alleinstellungsmerkmal ist, wenn - wie mich - Reihen-Zwänge gelegentlich nerven (wobei ich mir vorstellen könnte, dass Alessas Ausbildung" auch in einem Folgeband mit einem ganz speziellen Partner und einem ganz speziellen Auftraggeber helfen könnte, so eine Art Spionage… – nun, das möchte jeder selbst nach der Lektüre beurteilen).

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Das blaue Medaillon

Rezensionen von S.L. :

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Herrn Haiduks Laden der Wünsche von Florian Beckerhoff

Glück = 13 Millionen?

Herr Haiduk betreibt einen Laden, groß wie ein Nadelöhr, verkauft Zeitungen, Zeitschriften, Süßkram, Zigaretten, nimmt Pakete an und ab und verkauft Lottoscheine. Er mag seine Kunden, ist ihnen gern behilflich. Eine junge Frau, die Französin Alma, kommt oft, liest Magazine durch, spricht nicht, geht wieder.

Ausgerechnet sie findel einen Lottoschein, der 13 Millionen Euro wert ist. Selbst einlösen kommt für sie nicht in Frage, sie möchte den Verlierer ausfindig machen. Zudem fragt sie sich, ob der Besitzer mit einem solchen Gewinn glücklich sein könnte. Herr Haiduk findet das naiv, er möchte Alma schützen und lässt sich auf einen verrückten Plan ein. Die junge Frau bestellt also alle, die behaupten, dass der Schein ihnen gehört, zu einem Gespräch. Sie ist sich sicher, den Richtigen zu erkennen. Ob das gelingt? Schnell erkennt sie die offensichtlichen Schwindler, wird aber auch bedrängt und gerät in unübersichtliche Situationen. Haiduks muskulöser Gehilfe Adamo und er selbst versuchen, sie so gut wie möglich zu schützen. Ist Alma eine unfehlbare Glücksfee, die ein Lottokönig-Casting durchführt?
Der erfolglose Schriftsteller Paul bekommt diese Story - nicht ohne Hintergedanken- von Herrn Haiduk geschenkt.
F. Beckerhoff präsentiert eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Geschichte. Unterschiedliche Charaktere werden treffend gezeichnet, egal, ob gierig, verzweifelt, betrügerisch oder hoffnungsvoll. Wer bekommt den Jackpot? Spannend bis zum Schluss.

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Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Rezensionen von spozal89:

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Hamstersaurus Rex von Tom O'Donnell

Hammy Rex

Was passiert wenn ein Hamster eine Großpackung Dino-Max Powerbooster Fitnesspulver vernascht? Genau, er mutiert zum Hamstersaurus. Als Sams Klasse einen Klassenhamster bekommt, ist Sam gleich hin und weg von dem kleinen Nager. Weil er da schon ein wenig wie ein T-Rex aussieht, bekommt er den Namen Hamstersaurus Rex.

Als er aber aus dem Käfig ausbricht und das Fitnesspulver vernascht, mutiert er noch mehr zum Dino. Plötzlich werden seine Zähne spitz und sein Schwanz lang und er entwickelt Superkräfte. Aus der ein oder anderen brezligen Situation rettet er Sam und macht sich so den Schlulschläger zum Feind, der absofort den kleinen Hammy Rex jagt. Sam tut alles um seinen kleinen Freund zu beschützen und eine turbulente Schulzeit beginnt.

"Hamstersaurus Rex" ist nicht nur ein Buch für Kinder. Auch mich hat es restlos begeistert.

Das Buch hat soviel Witz und Charme das es total Spaß machte es zu lesen. Toll sind auch die vielen Illustrationen, die im Buch enthalten sind.
Sam ist der typische, nerdige Schüler, der fast keine Freunde hat und der immer vom Schulrüpel in die Mangel genommen wird. Doch mit Hilfe seines kleinen Hamsterfreundes kommt er langsam aus sich raus. Das Buch ist somit nicht nur unterhaltsam sondern zeigt auch noch eine klare Message.

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Hamstersaurus Rex

Rezensionen von thora:

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Moon Chosen von P. C. Cast

Eine neue Zeitrechnung hat begonnen - sehr spannender Roman

Inhalt/Klappentext:
Die Nr. 1- Bestseller-Autorin der »House of Night«-Serie P.C. Cast, hat mit »Moon Chosen« eine großartige Welt von archaischer Kraft geschaffen. Eine neue Welt, in der die Menschen, ihre tierischen Gefährten und die Erde selbst sich drastisch verändert haben – eine Welt voller Schönheit, Liebe, verbotener Geheimnisse und dunkler Mächte.

Mari gehört zum Stamm der Erdwanderer und ist die Tochter der Mondfrau ihres Clans, Erbin der einzigartigen Heilkräfte ihrer Mutter. Es ihre Bestimmung, einmal ihren Platz einzunehmen und die Frauen und Männer des Weberclans regelmäßig vom Nachtfieber zu reinigen. Doch sie birgt ein Geheimnis in der im Wald versteckten Höhle, in der sie lebt. Und sie fühlt sich noch nicht bereit, ihrem Schicksal zu folgen. Doch als ein todbringender Angriff ihre Welt aus den Angeln reißt, enthüllt Mari die Stärke ihrer Fähigkeiten und entschließt sich, sich selbst und ihr Volk zu retten. Ihr läuft ein Hund zu, der ihr nicht mehr von der Seite weicht. Ihr neuer Begleiter wird allerdings schon gesucht – von ihren Feinden. Als Mari dem Sohn des Anführers, Nik, begegnet, verspürt sie ein zuvor nie gekanntes Gefühl. Sie bricht die Gesetze des Clans und verbündet sich mit ihm, um die Kräfte zu besiegen, die sie alle zu zerstören drohen.

Meine Meinung:
Sehr schöner Roman. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich liebe es wenn die Umgebung der Handlung sehr detailiert beschrieben wird. Die Wechsel der Sichtweisen sind sehr spannend und machen es richtig interessant. Die Protagonisten sind auf Anhieb sehr sympathisch. Sie haben ihren ganz besonderen Eigenheiten. Diese werden von der Autorin perfekt in das rechte Licht gerückt. Mari gefällt mir sehr gut. Sie wirkt zu Beginn etwas schüchtern und klein. Dieser Eindruck konnte erfolgreich entkräftet werden. Gegen Ende zeigt sie ihre wahre Persönlichkeit. Bei Nik war ich mir zuerst nicht ganz sicher wie ich ihn sehen sollte. Er ist ein sehr verwirrender Charakter. Ich mag es sehr wie detailiert die Protas geschrieben wurden. Die Geschichte ist von Beginn an sehr spannend und actionreich. Das Zusammenspiel der Charaktere finde ich sehr interessant. Die Gewalttätigkeit in den diversen Szenen fand ich doch ein wenig übertrieben. Ganz wundervoll fand ich die Abschnitte in denen Nik und Mari interagiert haben. Der Abschluss war sehr spannend. Er konnte mich sofort fesseln und ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert. Der Cliffhänger hat es wirklich in sich. Ich möchte sofort mit dem nächsten Band fortfahren.

Mein Fazit:
Wundervoller Roman mit kleinen Mankos. Sehr spannende Geschichte mit tollen Protas. Leider auch für meinen Geschmack ein wenig zu gewalttätig.

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Moon Chosen