Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Die dritte Schwester erzählt
Die Vampirin ist der dritte Band der Schwestern des Mondes Reihe der Autorin Yasmine Galenorn und in diesem Band übernimmt die jüngste Schwester Menolly die Rolle der Erzählerin.
Die Schwestern D‘Artigo sind halb Fee halb Mensch und jede hat ihre Besonderheiten, Camille die Älteste ist eine Hexe, Delilah, die Mittlere eine Werkatze und die Jüngste Menolly wurde von einem grausamen Vampirclan in eine Vampirin verwandelt.
Nun bedroht dieser Clan die Sicherheit der Protagonisten und Menolly muss sich ihren Ängsten stellen. Immer noch kämpfen die Schwestern an mehreren Fronten und in diesem Band steht Menolly und ihre Geschichte im Mittelpunkt. Dadurch das jeder Band im Wechsel von eine der Schwestern erzählt wird, ergibt sich eine interessante Mischung die mir gut gefällt. Die fantastische Welt der Übernatürlichen Wesen wird gut eingefangen und die verschiedenen Charaktere bekommen im Laufe der Geschichte immer mehr Tiefe. Explizite Szenen von körperlichen Begegnungen kommen ja nach Natur der Schwestern mehr oder minder häufig vor, sind alle bisher geschmackvoll geschrieben und bestimmen nicht alleine das Geschehen. Insgesamt eine interessante Reihe aus dem Fantasygenre das mit bekannten und unbekannten Übernatürlichen Wesen spielt.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Klagenfurt einmal anders
Krimi-Autorin Andrea Nagele lebt in Klagenfurt und bringt uns ihre Heimatstadt abseits der üblichen Touristenattraktionen näher.
Zum einem stellt sie uns bislang nicht so bekannte Naturschönheiten wie z. B. die Spintik-Teiche (Nr. 6) den Friedelstrand (Nr. 22) oder das Kreuzbergl (Nr. 34) und auch den Forstsee (Nr.
101) nicht zu vergessen, vor.
Andererseits nimmt sie uns auf Spaziergänge durch Klagenfurts Altstadt mit. (z.B. unter anderem Nr. 10, 11, 19 und 62).
Mein persönliches Lieblingsgeschäft ist „Der Heyn“, jene Buchhandlung, die noch wie eine Buchhandlung aussieht und auch so riecht. Ein Fixpunkt bei jedem meiner Klagenfurt-Besuche.
Ein Streifzug durch die lukullischen Tempel (Nr. 16, 17, 95) darf auch nicht fehlen.
Klagenfurt ist reich an historischen Gebäuden, antiken und/oder mittelalterlichen Überresten.
Wer genau hinsieht, findet Industriedenkmäler wie den Lendhafen (Nr. 40), Lendkanal (Nr. 41) oder der Schrottenturm (Nr. 52).
Nicht zu übersehen sind der neue Turm des Pyramidenkogels (Nr. 5) und das Millionengrab des Hypo-Alpe-Adria-Desasters (Nr.26).
Meine Meinung:
Wer die Landeshauptstadt Kärntens, dem südlichsten Bundeslandes Österreichs, mit offenen Augen durchwandert und sich nicht scheut per Rad oder Auto die nähere Umgebung zu erkunden, wird einiges entdecken, was sonst beim Durchqueren des Landes auf dem Weg zur Adria verborgen geblieben wäre.
Ich werde dieses Buch bei meinem nächsten Aufenthalt in Klagenfurt mitnehmen und ein paar der 111 Orte rund um den Wörthersee (wieder)entdecken.
Die wahre Kunst ist es, die vielen, liebevoll zusammengetragenen Informationen auf eine Seite zu bringen. In den Fotos liegt viel Liebe. Sie lenken das Auge des Betrachters auf interessante Details.
Fazit:
Ein Reiseführer der etwas anderen Art. Wir können Klagenfurt abseits der Touristenpfade von seiner „privaten“ Seite kennenlernen.
Rezensionen von cosmea:
Drei Tage und ein Leben von Pierre Lemaître
Die Handlung von Pierre Lemaitres neuem Roman “Drei Tage und ein Leben“ spielt 1999 kurz vor Weihnachten in Beauval, einem kleinen Ort in der Provinz. Der 12jährige Antoine lebt bei seiner Mutter. Der Vater hat die Familie verlassen. Odysseus, der Hund des Nachbarn Desmedt, ist ihm das Liebste auf der Welt.
Mit ihm und dem 6jährigen Rémi Desmedt, verbringt er seine Tage im Wald, wo er ein Baumhaus baut. Eines Tages erschießt der Nachbar den von einem flüchtigen Autofahrer verletzten Hund, statt ihn zum Tierarzt zu bringen. In unkontrollierbarer Wut zerstört Antoine das geliebte Baumhaus und erschlägt den kleinen Rémi mit einem Ast. Anschließend versteckt er die Leiche im Wald und spricht mit niemand über das, was passiert ist. Zwei Tage lang rechnet er jeden Augenblick mit der Entdeckung der Leiche und seiner Verhaftung, aber schwere Stürme verwüsten die Region, und die Suche nach dem verschwundenen Kind hat nicht mehr oberste Priorität. Für Antoine ist von einem Augenblick zum andern nichts mehr, wie es war. Er wird seine Ängste und Schuldgefühle nie mehr los, versucht aber dennoch, ein halbwegs normales Leben zu führen. Er weiß so gut wie der Leser, dass er seiner Strafe nicht entgehen wird, aber bis zur überraschenden Auflösung es ein weiter Weg.
Der Roman ist sehr packend. Es ist kein Whodunit – der Täter und die Umstände der Tat sind von vornherein bekannt. Es ist auch kein Krimi, denn es geht nicht um die Erforschung der Vorgeschichte eines Verbrechens. Lemaitre hat einen düsteren Roman, einen “roman noir“ geschrieben, in dem er fragt, was nach einer solchen Tat geschieht. Wie lebt man mit dieser Schuld? Kann es danach noch Normalität geben? Goncourt-Preisträger Lemaitre erzählt eine Geschichte, die berührt und beeindruckt. Ein sehr empfehlenswertes Buch.
Rezensionen von cosmea:
Als der Teufel aus dem Badezimmer kam von Divry Sophie
Leben im Prekariat
Sophie, eine junge Frau in den 30ern, hat ihren Job bei einer Zeitung verloren und kämpft seitdem ums Überleben. Nach Auslaufen des Arbeitslosengelds ist sie auf die Sozialhilfe angewiesen, für die sie unzählige bürokratische Hürden überwinden muss. Sie lebt in einem 12 qm großen, spartanisch eingerichteten Zimmer und hat nahezu alles im Internet verkauft, was sich zu Geld machen lässt.
Oft bleiben ihr nur wenige Euro für das letzte Monatsdrittel. Selbst Billignahrungsmittel aus dem Supermarkt können nicht verhindern, dass sie Hunger leidet. Ihre Familie hilft ihr nicht. Zumindest ihre sechs Brüder, die sich alle “eine Existenz aufgebaut haben“, wissen nichts von ihrem Elend. Sie hat in Hector ihren einzigen Freund, der ähnlich knapp bei Kasse ist, aber als eingefleischter Schürzenjäger hat er zumindest noch etwas mehr Ablenkung als Sophie. Sophie möchte finanziell unabhängig werden, indem sie einem Roman schreibt. Dabei erlebt sie kuriose Schwierigkeiten. Ihre Figuren melden Ansprüche an. Sie wollen auf bestimmte vorteilhafte Weise dargestellt werden – als Charaktere und sogar drucktechnisch. Auch ihr persönlicher Dämon Lorchus mischt sich immer wieder ein, Gegenstände wie der Toaster sprechen mit ihr.
Divrys Roman ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich, innovativ, extravagant. Es gibt lange katalogartige Listen von Aufzählungen und ausgefallene Metaphern und immer wieder typografische Besonderheiten. Die Autorin geht sehr kreativ mit der Sprache um. Da gibt es Neologismen wie speziöses Spezimen, Sozialhilfeempfangsberechtigungsbescheinigung, postschmausastisches Syndrom usw. Die Mutter horchhakt nach, widernörgelt, kraquäkt, seufzetert, pflichtpampt, unkzürnt usw. Der deutsche Leser ahnt, was für eine gewaltige Herausforderung dieses Buch für die Übersetzerin war, denn die sprachlichen Spielereien gibt es auch im Original. Das Buch ist interessant und durchweg auch deshalb lesbar, weil es viel Humor - zum Teil der derbsten Art - enthält, obwohl es die Situation einer hungernden Langzeitarbeitslosen realistisch und kritisch und ohne jede Larmoyanz darstellt. Deutliche Sozialkritik findet sich auch an anderer Stelle, zum Beispiel in ihren Ausführungen zum Verschleierungsverbot oder zu unzumutbaren Verhältnissen am Arbeitsplatz inklusive sexueller Belästigung. Für mich ist Sophie Divrys Roman ein gut lesbares Experiment, bei dem man sich nicht langweilt.
Rezensionen von rewa:
Als der Teufel aus dem Badezimmer kam von Divry Sophie
Antworten, zum ganzheitlichen Bewusstsein
Der Autor Bastian Aue war jahrelang als erfolgreicher Unternehmer und Business Coach tätig, bis ein spirituelles Erlebnis sein Leben verändert hat.
In dem kleinen Büchlein ( 124 Seiten) ,, Frei von der Seele´´ bietet der Autor ein Sammelsurium unterschiedlichster Bereiche und verschiedensten Themen wie z.
B. Was ist unser Leben wert; Bestimmt die Angst Dein Leben? oder Ich darf an Wunder glauben.
Als Gebrauch- und Leseempfehlung schlägt der Autor vor einfach eine Seite auf zu schlagen, zu lesen, das Buch wieder weg zu legen oder das damit zu machen, wozu man gerade Lust hat.
Es gibt viele Dinge zu lesen, die man bereits aus seinen vorigen Büchern kennt, es gibt Gedankenanstöße, Provokationen, wo man als Leser nicht genau weiß, wie man damit umgehen soll. Und manche Textstellen lassen auch Verwirrung zurück, weil sie entweder zu spirituell oder zu realitätsfremd klingen.
Schlagworte wie ,, Scheitern ist Teil unseres Lebens; Der innere Kompass kennt den Weg oder Leben im Hier und Jetzt´´ klingen gut, sind aber nicht leicht sich damit zu identifizieren.
Wie gesagt, man kann jederzeit einen Blick in das Buch werfen und sich das heraussuchen, was für einen gerade stimmig ist.
Ein Textauszug aus seinem Buch: Der häufigste Weg zur eigenen Erkenntnis ist erstmal die Ablehnung von Menschen, Verhalten und Dingen, damit wir unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche wahrnehmen.
Rezensionen von niknak:
Pasta mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe von Fülscher Susanne
Die erste Liebe
Inhalt:
(Klappentext)
Liv kann es kaum glauben: Überraschend steht der neue Freund ihrer Single-Mutter vor der Tür, der Italiener Roberto. Schlimm genug, dass Liv nichts von der Beziehung der beiden gewusst hat, Roberto hat auch noch seine 16-jährigen Zwillinge Angelo und Sonia im Schlepptau! Angelo ist ein echter Traumtyp, der Liv kolossal aus der Fassung bringt, seine bildschöne Schwester scheint eine echte Zicke zu sein.
Aber immerhin verbindet Liv und Roberto die Leidenschaft fürs Kochen.
Mein Kommentar:
Das Buch ist für ca. 12 - 15 jährige. Wenn man älter ist, sollte man es sich gut überlegen, ob man dieses Buch lesen will. Ich bin 18 Jahre, und sehr oft habe ich mich über die Charaktere gewundert. Ich konnte mich absolut nicht in sie hineinversetzen. Obwohl ich gerne Jugendbücher lesen, ist dieses hier nicht wirklich etwas für mich.
Der Schreibstil ist meist angenehm und flüssig, manchmal jedoch etwas zäh. Das Buch ist in der Ich - Perspektive von Liv geschrieben und es kommt, leider, nie ein anderer Charakter zu Wort.
Liv führt ziemlich oft Gespräche mit sich selbst. Dies hat mich unglaublich gestört, da das Buch auch ohne die Selbstgespräche ausgekommen wäre. Meiner Meinung nach sind sie einfach nur störend und unnötig. Man erfährt weder mehr über Liv, noch sonst etwas. Man sieht jedoch immer genau, wann sie Selbstgespräche führt, sodass man gegebenenfalls diese überspringen könnte.
Die Charaktere sind, für mich persönlich, ziemlich flach ausgearbeitet. Man erfährt ziemlich wenig über sie alle. Nur über Liv erfährt man ein klein wenig mehr.
Liv ist ein 15- jähriges Mädchen, das alleine mit ihrer Mutter lebt. Ihr Vater ist Musiker und abgehauen, als Liv noch ein Baby war. Ihre beiden besten Freundinnen sind Pauline und Franzi. Die drei Mädchen sind alle zeimlich unterschiedlich, aber trotzdem unzertrennlich. Liv liebt es zu kochen und ist auch ziemlich gut darin.
Die Handlung ist ganz nett zu lesen. Es wird jedoch nicht wirklich ein Spannungsbogen aufgebaut. Das Buch ist ganz schön zum lesen, man muss dabei nicht denken und wenn man einmal ein paar Seiten überspringt, ist dies auch kein Problem. Es passiert in der Geschichte ziemlich wenig, außer in den letzten Kapitel. Da wird alles aufgeholt, was davor gefehlt hatte.
Die einzelnen Kapitelüberschriften sind immer irgendwelche Mahlzeiten, so beginnt das Buch z.B.: mit dem Kapitel "Lachs-Spinat-Türmchen". Diese kommen dann auch innerhalb dieses Kapitels vor. Szenenwechsel werden durch eine einzelne Makkaroni sichtbar gemacht. Die Nudel befindet sich immer zwischen den beiden Absätzen. Dies finde ich eine super Idee und es passt hervorragend zum Titel und Thema des Buches.
Mein Fazit:
Naja. Das Buch ist nicht schlecht, aber hat mich auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. Die Charaktere waren mir zu wenig ausgearbeitet und die Handlung manchmal zu kindlich. Hätte mir mehr erwartet. Schade.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von yellowdog:
Ich treffe dich zwischen den Zeilen von Stephanie Butland
Geborgenheit in der Welt der Bücher
Ein sehr emotionales Buch mit einer starken, widerspenstigen Protagonistin, die aber auch sehr verletzlich ist. Der Grund dafür liegt in ihrer Vergangenheit.
Loveday ist eine junge Frau, die in einer Buchhandlung, einem Antiquariat arbeitet und sich größtenteils abschottet. Bücher sind ihre Leidenschaft.
Sie ergänzt sich gut mit ihrem Chef Archie, dem Besitzer des Antiquariats, der ihr ein väterlicher Freund ist.
Loveday trifft den Dichter Nathan. Eine Beziehung bahnt sich an, aber es gibt auch noch ihren labilen Exfreund Rob.
Zwischendurch möchte ich noch kurz das Cover erwähnen, weil es mir nicht besonders gut gefällt, einerseits weil es gelb ist, andererseits strahlt es durch das Motiv eine Harmlosigkeit aus, die der Roman nicht verdient hat.
Es ist ein Buch, in das man versinken kann. Das liegt neben dem geschmeidigen Schreibstil auch daran, das einem die Figuren schnell sehr am Herzen liegen.
Was ich besonders an dem Buch mochte ist das Sujet. Das Antiquariat als eine Welt der Bücher, ein Ort des Schutzes. Hier fühlt sich Loveday geborgen. Und dann noch die Poetry Slams als ein Ausflug in die richtige Welt. Hier muss sie den Ausgleich finden.
Dadurch ist der Roman mehr als nur eine Liebesgeschichte, obwohl die Beziehung zu Nathan natürlich auch zu dem inneren Befreiungskampf dazu gehört.
Rezensionen von heinoko:
Ich treffe dich zwischen den Zeilen von Stephanie Butland
Liebevolle Geschichte
Kinder lieben Tiere. Und Kinder lieben ganz besonders Tiere mit ganz besonderen Fähigkeiten. Nachts im Zoo, wenn Besucher und Wärter in ihren Betten liegen.
Plötzlich Alarm!!! Das Giraffenbaby Flecki ist verschwunden! Sofort macht sich die Truppe der besonderen Tiere auf die Suche. Denn zusammen, mit ihren jeweiligen besonderen Fähigkeiten, sind sie mutig und stark.
Große Schrift und kurze Sätze, dazu die farbintensiven großflächigen Bilder sind ideal für Leseanfänger. Ab und zu sind kleine Informationen oder Fragen eingestreut, die zur weiteren Beschäftigung mit dem Buch anregen. Besonders die am Ende aufgeführten Quiz-Fragen helfen, das Gelesene noch einmal zu vertiefen. Nicht zu vergessen die sehr, sehr schön gestaltete Internet-Seite des Verlages zum Thema, z. B. mit Vorlage für Tiermasken zum Selbstbasteln u. v. a.
Fazit: Ein kluges, anregendes, liebevolles und durchaus lehrreiches Buch für Erstleser, in dem Lesespaß und spielerisches Lernen ideal kombiniert sind.
Rezensionen von heinoko:
Nimmerwiedersehen von Stefan Barz
Freude am unbeschwerten Lesen
Manchmal tut es gut, ein Buch zu lesen, das ohne Ballast daher kommt. Das man einfach so wegliest und seine Freude daran hat. Weil es unterhält. Weil es ablenkt. Weil es lange Stunden abkürzt. Stefan Barz kann das, leicht, locker, unterhaltsam schreiben, ohne seicht zu sein.
Ein Klassentreffen in der Eifel, 20 Jahre nach dem Abitur und 20 Jahre nach einem schrecklichen Ereignis, bei dem ein Mitschüler zu Tode kam.
Cornelius, dessen bester Freund der Tote war, fährt zum Klassentreffen in der festen Überzeugung, dass es sich damals nicht um einen Unfall gehandelt hatte, sondern um Mord. Er will den Täter im Rahmen dieses Treffens dazu bringen, die Tat zu gestehen. Doch Cornelius wird noch in der Nacht tot aufgefunden. Mit einer Heugabel brutal erstochen! Und ein weiterer Teilnehmer des Klassentreffens verschwindet.
Das Ermittlerteam Wagner und Grimberg ist sich nicht besonders grün. Wagner als alter Hase schaut überheblich auf den jungen Grimberg herab, der so einige dumme Sprüche ertragen muss. Und doch ist es gerade Grimberg, der letztlich einen entscheidenden Gedanken hat, der zur frappierenden Aufklärung führt.
Wenn man es erst einmal geschafft hat, die vielen Namen, die bereits am Anfang auf den Leser einprasseln, sozusagen das Who is Who, zu sortieren, kann man sich ganz entspannt dem Buch hingeben. Denn der Autor leitet uns sehr sicher durch die Wirrnisse der Ermittlungen bis hin zu lange zurückliegenden Ereignissen. Es wird nicht viel Wortmalerei betrieben, es wird nicht viel beschrieben in diesem Buch. Vielleicht wird mal eine Beatles-Frisur erwähnt oder das Tragen eines Kurzmantels, aber viel mehr an Äußerlichkeiten erfährt man nicht. Die Protagonisten bleiben der Phantasie des Lesers überlassen. Das mag nicht jedermanns Geschmack sein, mich persönlich hat es überhaupt nicht gestört. Denn das Buch gewinnt seine Lebendigkeit und Spannung durch das reine Erzählen dessen, was geschieht, durch die Gespräche und Interaktionen. Und ich halte es für eine ganz besondere Stärke des Autors, sich zwar zu beschränken auf das reine Geschehen, aber dennoch im Kopf des Lesers sehr genaue Bilder entstehen zu lassen.
Ein klarer, durchgehend spannender Krimi ohne Schnörkel, in einem Rutsch zu lesen!
Rezensionen von heinoko:
Nimmerwiedersehen von Stefan Barz
Mag sein. Mag nicht sein.
Ein kleines, äußerlich sich bescheiden zeigendes Büchlein. Von einem Autor, der nicht unbedingt bescheiden ist. Denn er gibt uns Antworten aus einem „ganzheitlichen Bewusstsein“. Mag sein, mag nicht sein.
Auf jeden Fall handelt es sich um ein Sammelsurium von meist recht kurzen Gedanken zu unterschiedlichsten Themen und mit teils provokanten Titeln, wie z.
B. „Jedes spirituelle Streben ist die Flucht vor dir selbst“ oder „Miese auf dem Konto – Befreiung von Schuld“. Bastian Aue serviert uns seine Sicht kurz und prägnant, sehr unaufgeregt, in Sätzen, die die Richtigkeit seines Denkens postulieren. Man muss nicht der Meinung von Bastian Aue sein. Aber Nachdenken über die Themen, über die Behauptungen, über sich selbst lohnt sich allemal. Der Autor empfiehlt den Umgang mit seinem Buch wie bei einem Bibel-Lotto: den Daumen wahllos eine Seite wählen lassen. Mir kam bei dieser Gebrauchsanweisung die Idee – so man gute, wirklich gute Freunde hat – mit diesen zusammen an einem gemeinsamen Abend ein auf diese Weise willkürlich gewähltes Thema miteinander zu bereden, einem Spiel gleich, locker, fröhlich, einander zuhörend. Vielleicht bringt es einen weiter. Mag sein, mag nicht sein. Auf jeden Fall kann man gemeinsame Zeit schlechter verbringen als mit diesem Buch…






