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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von silkedb@web.de:

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Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh

nicht das was ich erwartet habe

Ich bin hin und her gerissen in meiner Bewertung zu "Als die Träume in den Himmel stiegen" von Autorin Laura McVeigh. Meine Erwartungen an dieses Buch und das was dieses Buch ist, drifteten einfach zu sehr auseinander. Ich dachte an eine komplexe Flüchtlingsgeschichte mit glaubhaftem Hintergrund, aber eben fiktiven Figuren.

Bekommen habe ich jedoch einen Roman mit Flüchtlingshintergrund, vielen erzählerischen Elementen und effektvollen Wendungen.
Für mich stellt sich daher die Frage wie viel Mainstream in einem Flüchtlingsdrama stecken darf und soll. Ich persönlich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich es nicht mag, wenn mit dramatischen Wendungen und Effekten in so einer ernsten Geschichte hantiert wird. Es gibt daher für mich Bücher, die das Thema besser aufgreifen und dazu gehört auch das auf dem Coveraufkleber zum Vergleich herangezogene "Drachenläufer" von Khaled Hosseini.
Hauptfigur ist hier die junge Samar, mittleres Kind einer achtköpfigen Familie und Erzählerin ihrer eigenen Geschichte. Der größte Teil der Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum der nicht genau definiert wird, aber ca. 8 Jahre ausmacht. Leider gibt es weder Jahresangaben, noch genaue Angaben wie alt die Kinder in den jeweiligen Fluchtetappen sind. Ich habe dem Text entnommen, dass Samar zum Zeitpunkt als die Familie Kabul verlässt ca. 5-6 Jahre alt ist. Die Familie lebt dann für mindestens fünf Jahre in den Bergen, die späteren Ereignisse können zeitlich kaum genau eingegrenzt werden. Der Klappentext des amerikanischen Verlages beschreibt Samar als 15jährige Erzählerin, aber das kann ich nach dem Lesen eigentlich nicht glauben und gehe eher von 12-13 Jahren aus. Samar muss in dieser Geschichte wirklich viel durchmachen und das Buch gehört daher eher zu den traurigen. Aber obwohl ich die Ereignisse schrecklich fand und teilweise auch geschockt war, blieb bei mir eine emotionale Distanz. Ich konnte nicht richtig mit Samar mitfühlen und das führe ich hauptsächlich auf die "Schockelemente" der Autorin zurück, die bei mir wahrscheinlich genau das Gegenteil von dem erreichten was Frau McVeigh wollte. Für mich rutschte die Geschichte dadurch ein wenig in die Effekthascherei ab und das finde ich einfach nur schade, denn Potenzial hat die Geschichte der Familie die sich nicht für ein neues Zuhause entscheiden kann durchaus.
Mit dem generellen Schreibstil kam ich jedoch gut zurecht und schreibe dies auch in Teilen der Übersetzerin Susanne Goga-Klinkenberg zu.
Insgesamt gesehen vermag "Als die Träume in den Himmel stiegen" zu unterhalten und wer wirklich nur Unterhaltungsliteratur erwartet, dem kann ich dieses Buch auch empfehlen.

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Als die Träume in den Himmel stiegen

Rezensionen von Reinhard Gaschler:

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Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh

Sagenhaft

Sagenhaft gut!! Vor allem der passionierte Ö1-Hörer Martin Messner an den Drumms knüppelt sich und seine beiden Companeros gnadenlos schnell und facettenreich durch das hörenswerte Album.

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Als die Träume in den Himmel stiegen

Rezensionen von thora01:

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Küss mich (Sammelband) von Jasmin Romana Welsch

Teenager sein ist schwer - tolles Jugendbuch

Inhalt/Klappentext:
Sam mag Musik, sarkastische Sprüche und ihr bester Freund ist der Schulschwarm Bastian. Als die Sommerferien vor der Tür stehen, verreist die Siebzehnjährige mit ihrem Vater in ein malerisches Idyll, das sich im nächsten Augenblick als Bilderbuch-Kaff entpuppt. Sie stellt sich schon auf die langweiligsten Ferien ihres Lebens ein, aber auf einmal ist da Chris.

Ein arroganter, schlagfertiger Schönling mit Huskyaugen und Bauchmuskeln, die kluge Mädchen dumm machen können. Sam ist augenblicklich fasziniert von ihm. Doch ausgerechnet jetzt glaubt Bastian plötzlich, er hätte ein Vetorecht, und Sam stellt schockiert fest, dass er anscheinend mehr für sie empfindet, als gut für ihre Freundschaft ist. Ist das der Beginn einer Sommerromanze mit Ausbaupotential oder einer Gefühlsachterbahnfahrt, die im Chaos endet?

Meine Meinung:
Einfach nur Wow. Das Buch hat mich sofort gefesselt. Es ist humorvoll, ein wenig sarkastisch und hat eine tolle sehr jugendliche Thematik. Der Schreibstil ist sehr jugendlich und spricht mich sehr an. Er lässt sich leicht lesen und ich flog nur durch die Seiten. Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Sie sind Jugendliche auf dem Weg zu sich selbst. Ich finde alle Charaktere toll. Ganz besonders gefällt mir Sam. Bei ihr wird das Zerrissene der Teenyzeit sehr gut gezeigt. Sie ist sympathisch sehr humorvoll und sarkastisch. Ich hatte bei ihren Sprüchen den ein oder anderen Schmunzelanfall. Bastian finde ich auch toll geschrieben. Bei ihm kommt teilweise das Besitzergreifende zum tragen. Ganz besonders in Zusammenhang mit Sam. Chris ist mein kleiner Favorit. Er ist sehr sympathisch und wirkt schon ein wenig erwachsener. Die Story gefällt mir sehr gut. Ganz besonders die Szenen in denen Chriss auf Bastian trifft und die Beiden versuchen ihr Revier abzustecken. Toll finde ich wie die Autorin die nicht ganz jugendfreien Szenen angedeutet hat. Der Abschluss gefällt mir sehr. Er macht die gesamte Story rund.

Mein Fazit:?
Tolles Jugendbuch. Ich wurde sofort von der Geschichte gefesselt. Super finde ich, das die verschiedenen Themen eines Teenagers sehr humorvoll und mit ein wenig Sarkasmus behandelt wurden.

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Küss mich (Sammelband)

Rezensionen von thora01:

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Elfenwächter - Weg des Krieges von Carolin Emrich

Sehr spannende Reise durch das Elfenland - spannende Fortsetzung

Inhalt/Klappentext:
Die Armee des Königs steht vor den Toren des Elfenreiches. Ihr Ziel ist es, die Magie des Waldes zu zerstören, damit das Gebiet endlich eingenommen werden kann. Die ganze Hoffnung des Elfenvolkes liegt nun auf Avathandal. Er soll, unterstützt von Tris, den rechtmäßigen Thronfolger bei den Zwergen suchen, den König stürzen ? und das alles, ehe die schützende Magie des Elfenwaldes erschöpft ist.

Neue, aber auch alte Gefährten begleiten sie auf diesem Weg, der für das Land nur eines bedeuten kann: Krieg.

Meine Meinung:
Sehr spannender und actionreicher 2.Teil der Elfenwächter-Reihe. Der Schreibstil lässt sich leicht lesen und ist sehr fesselnd. Ich musste das Buch einfach an einem Abend durchlesen. Einmal in die Welt der Elfen eingetaucht konnte ich mich nicht mehr von ihr lösen. Die Charaktere sind sehr sympathisch und haben ihren ganz besonderen Reiz. Sie konnten mich mehrfach überraschen. Die Entwicklung der Protagonisten fand ich sehr passend und interessant. Die Story hat ein sehr hohes Spannungsniveau. Der Leser stolpert von einer Actionszene in die Nächste. Trotzdem ist auch auf der emotionalen Ebene sehr viel geschehen. Sehr spannend war für mich die Gruppenbildung und wie die Mitglieder zueinander standen. Der Abschluss ist sehr actionreich und lässt keine Wünsche offen. Er enthält einen kleinen aber fiesen Cliffhänger. Ich würde am liebsten sofort mit dem 3. Teil weiterlesen.

Mein Fazit:
Tolle Fortsetzung. Dieser Band hat mich mehr als einmal überrascht und ich musste meine Meinung über die Charaktere überdenken. Für mich war er ein richtiger Schlafräuber. Ich musste diesen Teil der Reihe sofort und ohne Pause in einer Nacht durchlesen.

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Elfenwächter - Weg des Krieges

Rezensionen von Rebecca1493:

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Kopf aus, Herz an von Jo Watson

Überzeugend

LYX + Coverwahl = wunderschön! Diese Gleichung hat sich auch bei diesem Titelbild wieder bewahrheitet. Es ist einfach zauberhaft und während ich die Geschichte als Ebook auf meinem Reader gelesen habe, hat es mich immer wieder gewurmt, dass mein Display nicht in der Lage ist Farben abzubilden, denn vor allem diese machen das Cover zu etwas ganz Besonderem.

Vielleicht werde ich das Buch doch noch als Print erwerben, nur um ab und zu das Titelbild zu bewundern.

Bereits im Vorfeld hatte ich mich schon durch einige Seiten einer Leseprobe geschmökert und war von Beginn an vom Schreibstil überzeugt. Die Autorin fand immer wieder genau die richtigen Worte, um mir die Gefühle, die in der Protagonistin Lilly vorgehen, als Leserin zu vermitteln. Vor allem zu Beginn fühlt es sich fast an, als ob man selbst vom Fast-Ehemann am Altar sitzen gelassen worden wäre. Aber natürlich wurde nicht nur über Frust und Enttäuschung, Trauer und Leid erzählt, sondern auch der Humor kam nicht zu kurz.

Besonders angetan haben es mir die immer wieder zu Beginn der Kapitel vorkommenden kleinen Anekdoten aus Lillys Leben mit ihrer Mutter oder sonstige Schmankerl, die auf die nächste Szene vorbereitet haben. Da konnte ich mir hin und wieder ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ebenso faszinierend waren für mich die Beschreibungen der thailändischen Landschaft und Kultur, die in mir ein klein wenig Fernweh ausgelöst haben.

Allerdings haben mich die Charaktere am meisten überzeugen können. Denn zum einen konnte ich mich mit Lilly sehr gut identifizieren, da ich im selben Alter und auch eher ein Mensch bin, der lieber zu viel als zu wenig plant. In diesem Zusammenhang möchte ich noch kurz erwähnt wissen, dass der Titel der Geschichte bemerkenswert gut passt, denn Lilly findet erst ihr Glück, nachdem sie nicht nur ihrem Verstand, sondern ausnahmsweise einmal ihrem Herz die Kontrolle übergeben hat. Sie macht eine Wandlung durch von pedantisch, prüde und fast schon verbissen zielorientiert zu offen, herzlich und spontan, die mir imponiert hat, verliert dabei aber nicht aus den Augen wie wichtig ihr ihre Familie ist. Ihre Gedankengänge waren manchmal sehr abstrus, aber dennoch witzig. Man merkt glaube ich, dass ich sie ins Herz geschlossen habe.

Auch Damian hat es mir mit seiner aufrichtigen, eher unkonventionellen Art angetan. Er ist auf keinen Fall der typische Bad Boy und das war genau richtig so. Auch Männer können rot anlaufen oder einmal nicht wissen, was sie antworten sollen und genau das war bei Damian der Fall und hat ihn für mich liebenswert gemacht!

Fazit: Eine sehr humorvolle, witzige, aber auch romantische Geschichte, die bei mir ein wenig Fernweh ausgelöst hat! Allerdings keine völlig neue Idee, weshalb ich 4 Sterne vergebe.

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Kopf aus, Herz an

Rezensionen von yellowdog:

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Love Emergency - Zufällig verliebt von Samanthe Beck

Nach 100 Seiten wird es zum Rohrkrepierer

Love Emergency! Der Titel erinnert an eine Mischung aus der Fernsehserie Emergency Room und den Samantha Young Love-Stories.
Diese Konstellation finde ich originell und das ist der Grund, warum ich mir das eBook gekauft habe obwohl ich eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre.

Schauplatz ist Atlanta in den USA.

Das erklärt auch das etwas konservative Verhalten der Leute.
Madison hatte wirklich Pech, weil sie sich in den falschen verliebte. Cody hatte sie nur ausgenutzt.
Madison Foley und ihr neugeborenes Baby sind in einer Notlage. Das jemand ihr hilft, macht Mut in einer immer egoistischer werdenden Welt.
Der Sanitäter Hunter Knox ist eigentlich zu gut um wahr zu sein. Naja, das ist bei Liebesromanen wohl unumgänglich. Interessant finde ich aber, dass er Arzt werden möchte, seine Chefin aber anzweifelt, ob er dafür schon die nötige Reife hat.
In einer Verfilmung bräuchte man für ihn einen neuen jungen George Clooney.

Der Roman hat Wortwitz ohne zu übertreiben!
Für meinen Geschmack zu explizit beschrieben sind aber die Liebesszenen, die eigentlich auch zu früh in der Handlung schon vorkommen. Da hackt es wieder mit Zielgruppe, die solche detaillierten Beschreibungen offenbar erwarten.

Dann aber taucht Maddys Exfreund wieder auf und es gibt Ärger. Nicht ganz unerwartet und überraschungsfrei!
Leider war ich nur mit den ersten Hundert Seitens des Buches zufrieden, aber immerhin.

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Love Emergency - Zufällig verliebt

Rezensionen von Caroline :

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Die Wellington-Saga - Verführung von Nacho Figueras

Ein Womanizer auf Abwegen

Sebastian Del Campo weiß sein Leben in Luxus zu genießen. Dem Polosport gehört seine Leidenschaft und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Erst eine Handverletzung zwingt ihn zu pausieren. In dieser Trainingspause gerät er ins Grübeln und als ihm zufällig Kathrine über den Weg läuft. Beim ersten Zusammentreffen hält sie ihn sogar für einen Blumenlieferanten.

Die Verwechslung lässt sich bald aufklären und sie verbringen viel Zeit miteinander.
Kathrine ist eine Drehbuchautorin und Regisseurin, die leider gerade einen furchtbaren Flop verarbeiten muss. Ihr Ruf ist in Gefahr und sie braucht dringend eine neue gute Idee.
Die kommt auch als Sebastian ihr von seiner Großmutter erzählt. Kat erkennt sofort das Potential der Geschichte und setzt sich sofort an ihren Laptop.
Sebastian sieht sich schon als Produzent und glaubt auch Kat könnte sich vorstellen mit ihm zu arbeiten. Doch Kathrine reagiert völlig anders als erwartet. So trennen sich ihre Wege, um sich Monate später wieder zu treffen.


Wie hat es mir gefallen?


Mich begeisterte schon der erste Teil der Wellington Saga. Ich fand schon damals, dass der Autor es verstanden hat, eine Geschichte rund um Personen entstehen zu lassen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und die Sturm und Drang Zeit bereits hinter sich gelassen haben.
Auch in diesem Buch dreht sich alles um zwei Personen, die erwachsen sind und Verantwortung für ihr Leben tragen. Zwar hat Sebastian auf Grund seiner Herkunft, weniger mit den alltäglichen Problemen zu kämpfen, aber auch er stellt sich die Sinnfrage. Er liebt den Polosport, ist sich aber nicht sicher, ob er auch weiterhin die Leidenschaft dafür aufbringen kann.
Kathrine hat es zu Beginn der Geschichte nicht gerade leicht. Sie lebt über ihre Verhältnisse, denn ihr Ruf als Drehbuchautorin und Regisseurin sind angeschlagen. Ihr letzter Film war ein Flop und nun will sie niemand mehr engagieren. Als ihr Vater ins Krankenhaus muss, steht die Entscheidung schnell fest, dass sie zu ihren Eltern nach Wellington muss.
Als Kat und Sebastian sich treffen, fangen beide sofort Feuer. Sie verleben einige schöne Wochen. Sie erleben ihre aufkeimende Beziehung wie Teenager. Ihre Trennung trifft beide bis ins Mark.


Ich bin auch dieses Mal wieder sehr angetan, wie gefühlvoll und treffend der Autor die Geschichte erzählt. Es gelingt ihm die zwei Hauptfiguren sehr authentisch und real wirken zu lassen. Ihre Entscheidungen konnte ich stets nachvollziehen und die Irrungen und Wirrungen fand ich spannend beschrieben.


Ich freue mich bereits auf den 3. Teil rund um die Halbschwester.

www.mariessalondulivre.at

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Die Wellington-Saga - Verführung

Rezensionen von simone.h1:

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Swing Time von Smith Zadie

2 Leben

Die namenlose Ich-Erzählerin dieses Buchs und Tracy lernen sich im Kindesalter bei einem Balett-/ Steppkurs in ihrem Viertel kennen. Beide leben in ärmlichen verhältnissen und haben jeweils einen farbigen und einen weißen Elternteil. Während die Eltern der Protagonistin noch zusammenleben, ist Tracys Vater dauernd abwesend, im Gefängnis oder übernimmt einfach keine Verantwortung, sodass sie mehr oder minder alleine mit ihrer Mutter im Sozialbau aufwächst.

Die schwarze Mutter der Erzählerin hat hingegen viele Ambitionen sich weiterzubilden bzw. sich politisch zu engagieren, nicht zuletzt auch um ihrer Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen. So kommt es, dass die beiden Leben irgendwann auseinanderlaufen und Tracy trotz Talent irgendwie nie Boden als Tänzerin und Schauspielerin fasst, während die Protagonistin ein Studium in Medienwissenschaft abschließt und ihr Leben an den Popstar Aimee als Assistentin verschreibt. Doch die Wege der beiden Freundinnen kreuzen sich doch immer wieder...

Der Autorin ist hier wirklich etwas ganz tolles gelungen. Sie spricht in diesem Roman sehr viele wichtige Thematiken wie z.B. die Hautfarbe, Armut, Sklaverei, dritte Welt, sexuellen Missbrauch, Wohlstandsgesellschaft, etc. an, ohne das Buch irgendwie sperrig oder schwer zu machen! Es ist derart leicht und flüssig zu lesen, dass ich die letzten 4 Tage geradezu in diesem Buch mit doch 624 Seiten versunken bin. Weiters streut sie auch immer wieder ganz normale Alltagsprobleme ein, sodass man nicht das Gefühl hat, dass man von den wirklich wichtigen Dingen überrannt bzw. moralisiert wird!

Die Sprache der Autorin ist eine ganz besondere. Auch wenn ich diese an sich als niveauvoller und gehobener beschreiben würde, ist das Lesen dieses Buch einfach und flüssig. Sie schafft es einfach den Leser zu fesseln. Was ich als großen literarischen Erfolg ansehe! Das Buch hat ein extremes Tempo und man wird geradezu mitgerissen vom Erzählstil. Nicht zuletzt auch, weil es eben so viele Themen gibt, die teilweise immer abwechselnd behandelt werden!

Die Geschichte hat auch sehr viele Schauplätze und springt in der Zeit herum. Anfangs sind wir in London 2008, dann in der Kindheit der Protagonistin und in der Jugend, zwischendurch finden wir ins wieder in NY oder Afrika der 2000er wieder. Dies war am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber trotz dem, dass die Zeiten nicht explizit angeführt sind, findet man sich gut zu Recht. Überhaupt erzeugt eine solch sprunghafte Romanform bei mir immer sehr viel Spannung.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt wäre, dass mir das Ende ein wenig zu kurz war. Wir folgen der Protagonistin 33 Jahre lang auf ihrem Weg, sodass ich mir doch noch einmal einen schwungvollen Schluss gewünscht hätte. Dies ist aber mein persönlicher Geschmack, da ich am Ende eines Buches immer gern eine abschließende Aufklärung habe.

Alles in allem handelt es sich um ein wunderschön geschriebenes Buch mit einer warmherzigen Geschichte, die ganz viele wichtige politische und menschliche Probleme anspricht! Von mir gibts eine klare Leseempfehlung für anspruchsvollere Leser!

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Swing Time

Rezensionen von TanyBee:

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Swing Time von Smith Zadie

Die Frage von Identität und Abstammung

Die Ich-Erzählerin in ?Swing Time? ist noch ein kleines Mädchen, als wir sie kennen lernen. Sie ist begeistert von alten Musik-Filmen und nimmt selbst Tanzstunden. Aber sie ahnt, dass sie niemals so gut sein wird wie ihre Freundin, die im Gegensatz zu ihr keine Plattfüße hat, Tracey. Und die Mutter der Erzählerin möchte, dass aus ihrer Tochter etwas Besseres wird als eine Tänzerin.

Die beiden Mädchen haben die gleiche Hautfarbe, ein helles braun, da sie ?Mischlinge? sind, wie sie es selbst nennen.

Im späteren Verlauf des Buches erfährt der Leser auch, wie es der Ich-Erzählerin als Erwachsenen geht. Durch Zufall ist sie die persönliche Assistentin eines Popstars geworden, die ein Hilfsprojekt in Afrika aufzieht.
Die Handlung springt zwischen den verschiedenen Zeiten. Manchmal hatte ich Probleme mich zu orientieren, obwohl ich eine solche Erzählstruktur sonst sehr reizvoll finde. Die Passagen, in denen sie als Assistentin arbeitet, empfand ich teilweise als etwas langatmig. Nach einiger Zeit wird sehr klar, dass dieser Popstar ein reales Vorbild hat, auch wenn einige Details verändert wurden. Da habe ich mir gedacht: darf man das? Eine reale, lebende Person nehmen und eine fiktive Geschichte darum erzählen? Mir hat das nicht so richtig gefallen!

Ansonsten entwickelt das Buch aber durchaus einen Sog. Obwohl man nicht mal den Namen der Erzählerin erfährt, kommt man ihr doch sehr nahe. Manches Mal wollte ich ihr allerdings einen Tritt in den Hintern verpassen. Einige der Nebenfiguren mochte ich auch sehr gern.

Das Buch hat zwei große Themen: das Tanzen und die Identität, die sich über die Abstammung definiert. Der Vater der Erzählerin ist weiß, die Mutter schwarz, und ebenso zerrissen fühlt sie sich auch. Das Hilfsprojekt in Afrika konfrontiert sie mit ihren Wurzeln, obwohl ihr das alles so fremd ist.

Vom Schreibstil her hat mir das Buch sehr gefallen. Aber das Thema blieb mir ein wenig fremd und die realen Bezüge haben mich irritiert. Deswegen gebe ich 4 Sterne.

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Swing Time

Rezensionen von rewa:

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Swing Time von Smith Zadie

Horror zum Genießen

Zwielicht Classic 2, herausgegeben von Michael Schmidt, beinhaltet 13 Kurzgeschichten des Genres Horror und der Unheimlichen Phantastik . Abgerundet wird der Band durch 3 sekundärliterarische Beiträge. Besonders der Artikel über den Schriftsteller Ray Bradbury ist ein sehr interessanter Beitrag.
Wieder einmal gibt es eine bunte Mischung.

Wer es gerne blutig mag, wird sicher an den Geschichten von Christian Weis ,, Lili´´ und Jörg Herbig ,,Nachrichten aus Rehgib´´ seine Freude haben. Wenn man besser einer schönen Frau aus dem Weg geht und in einer Stadt ein Verbrechen nach dem anderen passiert, dann kann man mit brutalen Szenen rechnen.
Emotionale und zum Nachdenken anregende Geschichten findet man bei Tobias Bachmann ,, Der Mann, der die Kerzen anzündete´´ oder von Marcus Richter ,, Subcutis´´. In wessen Händen liegt wohl das Schicksal der Menschen und wie weit kann man im Namen der Wissenschaft gehen.
Aber auch Freunde der unheimlichen und düsteren Geschichten kommen auf ihre Rechnung wie bei Andreas Flögel ,, Im Keller warten die Phantome´´ oder bei Michael Schmidt ,, Oststadt´´. Unheimliche kindliche Phantasien können genauso schrecklich sein, wie Viren, die besser nicht mit Menschen in Berührung hätten kommen sollen.
Meine Lieblingsgeschichte war in diesem Band von Achim Hildebrand ,, Smergs´´, eine äußerste humorvolle, witzige, aber auch gruselige Geschichte nach der man besser nicht darüber nachdenkt, wo und warum sich in der Wohnung Dreck befindet.

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Swing Time