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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Maeddsche:

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Die Lieferantin von Zoë Beck

Rasanter Zukunftsthriller

Das Buch:

"Die Lieferantin" von Zoë Beck spielt im London einer nicht all zu fernen Zukunft und es geht um Ellie Johnson, die mit ihrer App auf ganz neuen Wegen Drogen verkauft und damit den vorherrschenden Drogenbaronen das Geschäft vermießt. Durch eine Verkettung von Ereignissen und Missverständnissen rückt sie immer mehr in deren Fokus und es wird ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt.

Wer wird am Ende gewinnen?

Mein Eindruck:

Ich hatte von dem Buch etwas ganz anderes erwartet - mehr den klassischen Drogenkrieg in dem sich die jeweiligen Parteien rücksichtslos bekämpfen. Dies passiert zwar auch, aber eben auf eine ganz spezielle Art und Weise, die schwer in Worte zu fassen ist, ohne zu spoilern.
Zudem befasst sich das Buch noch mit so vielem mehr. Dass die Autorin den Brexit aufgenommen hat und uns ein London zeigt wie es sein könnte, wenn die Radikalisierung weiter zunimmt, ist mehr als gelungen. Erschreckend finde ich vor allem, dass die dort beschriebenen Szenarien durchaus vorstellbar sind.
Die Story beschäftigt einen somit auf verschiedenen Ebenen und obwohl so viel passiert, fühlt man sich als Leser nie überfordert und kann immer folgen und trotz vorhandener Brutalität wirkt nichts überzogen.
Einzig die Zufälle, die zu der ganzen Story führen, haben mich ein wenig gestört, da mir das einfach zu viele waren. Der Autorin ist es aber trotzdem gelungen, einen spannenden Thriller zu schreiben, dessen Story in sich schlüssig ist.

Mein Fazit:

Ein absolut empfehlenswertes Buch, vor allem für diejenigen die Lust auf einen Thriller haben, der nicht dem Schema-F folgt!

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Die Lieferantin

Rezensionen von rewa:

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Der Gentleman von Leo Forrest

Der Gentleman und der Teufel

Lionel Savage, Dichter, gerade einmal 22 Jahre alt, beschließt Selbstmord zu begehen. Seit er mit Vivien, die er nur des Geldes wegen geheiratet hat, zusammen ist, bringt er keine Zeile mehr aufs Papier. Er hasst sie und liebt sie nicht. Aber sein treuer Butler Simmons kann ihn davon abhalten, denn wer würde wohl, wenn durch einen Kopfschuss Blut und sonstige Körperflüssigkeiten austreten, diese dann aufwischen?
Zu allem Übel kreuzt plötzlich auch noch seine 16 jährige Schwester Lizzie bei ihm auf, die wegen einer Liebelei von der Schule geflogen ist.

Als dann auch noch ein freundlicher Gentleman bei ihm auftaucht, der sich als Teufel vorstellt, scheint das Chaos perfekt zu sein. Denn durch eine unbedachte Äußerung verkauft Lionel seine Frau an ihn und diese ist am nächsten Morgen verschwunden.
Doch als Viviens Bruder Ashley auch noch auf Besuch kommt und Lionel erfährt, dass Vivien in Briefen an ihren Bruder ihre Liebe zu ihrem Mann gesteht, beginnt dieser fest zu stellen, dass er doch mehr für sie empfindet, als er bisher eingestehen wollte. Gemeinsam wird nun mit aller Kraft versucht Vivien aus den Fängen des Teufels zu befreien. Doch zuerst müsste man einmal wissen wo dieser wohnt und wie man dort hin kommt? Jedoch bis es so weit ist, gibt es noch Duelle zu überstehen, Kämpfe mit der Polizei und noch viele weitere Verwicklungen. Ob oder wie Vivien befreit wird, muss man schon selber lesen.
Wenn man das Buch ,,Der Gentleman´´ von Forrest Leo das erste Mal in den Händen hält und das bunte, schrille und skurril aussehende Cover betrachtet, würde man nie auf die Idee kommen, dass es sich um eine Geschichte aus dem Jahre 1850 handelt. Wenn man dann aber den Roman gelesen hat, kann man sagen, dass es doch dazu passt. Der Autor hat eine humorvolle, witzige, manchmal sehr zynische Geschichte geschrieben, wo man sich als Leser keine großartige Handlung erwarten darf, denn die wird man hier nicht finden. Was man dafür bekommt sind Dialoge zwischen den Protagonisten, die pointenreich, originell und sehr amüsant sind. Wem kurze und oft schnelle Dialoge mag, wird dabei seine Freude haben. Die Personen hat der Autor ein wenig überdreht dargestellt, aber genau das passt zu der Geschichte wunderbar dazu. Der damaligen Zeit ist auch der Sprachstil angepasst und der leicht angehauchte, englische, versnobte Touch kommt hier wunderbar zur Geltung. Als Besonderheit gibt es noch Fußnoten auf fast jeder Seite, wo der Cousin Viviens auf amüsanter Art und Weise seinen Kommentar abgibt zu den Dingen die gerade geschehen und er diese zumeist aus einer anderen Sicht sieht. Ein herrliches Buch über versnobte, englische Gentleman.

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Der Gentleman

Rezensionen von lena_kallus@msn.com:

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Das Haus der schönen Dinge von Heidi Rehn

Interessante Geschichte einer Kaufhausdynastie mit etwas langem Vorlauf

Aufmerksam auf das Buch wurde ich zuerst durch das schön gestaltete Cover. Als ich dann noch den Titel las, wurde mir klar, dass es sich wohl um einen Roman um ein Kaufhaus handelt und ab da wollte ich das Buch unbedingt lesen! Heidi Rehn als Autorin historischer Romane war mir bereits ein Begriff und so habe ich mich auf eine tolle Geschichte gefreut.

Die Geschichte beginnt Ende des 19 Jh. und zieht sich bis Mitte des 20 Jh. In dieser Zeit begleiten wir die jüdische Familie Hirschvogel und vor allem die Entwicklung des Kaufhauses Hirschvogel am Rindermarkt in München.
Zu Beginn des Buches lernen wir die gesamte Familie Hirschvogel (die Eltern Thea und Jacob, die Kinder Lily, Benno und Sepp und die Großmutter Recha) kennen und begleiten sie bei der Eröffnung von neuen Geschäftsräumen. Das Kaufhaus besteht also schon länger und im Laufe der Geschichte erfahren wir, welche Tricks und Kniffe die Familie anwendet um den Umsatz zu steigern oder nach Tiefschlägen überhaupt wieder in Gang zu bekommen. Das Kaufhaus selbst wird ganz toll beschrieben und es ist wirklich interessant, wie die Kaufhäuser damals aussahen und wie die Kundschaft bedient wurde. Neben dem Kaufhaus spielt natürlich die Familie selbst eine große Rolle und wir erleben wie die die Kinder groß werden und selbst Kinder bekommen, welche Schicksalsschläge sie erdulden müssen und wie sie ihr Glück finden. Die Familie Rossbach, befreundet mit den Hirschvogels, nimmt auch einen wichtigen Platz in der Geschichte ein und hat viel Einfluss auf viele Begebenheiten.
Besonders intensiv begleiten wir Lily Hirschvogel, deren Liebe zum Kaufhaus wir gleich zu Beginn des Romans mitbekommen und erleben, wie sie als Frau darum kämpft im Kaufhausgeschäft anerkannt zu werden. Auch die anderen Charaktere lernen wir sehr gut kennen, sodass man während des Lesens das Gefühl hat mitten im Geschehen zu sein.

Der Schreibstil von Heidi Rehn ist sehr schön. Allerdings muss ich zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe um in die Geschichte zu finden, da Heidi Rehn einen anspruchsvollen und teils ausladenden Schreibstil hat und man das Buch nicht mal eben weglesen kann. Ihr Schreibstil passt aber in die damalige Zeit, vor allem, da sie viele Begriffe verwendet, die damals in der Region üblich waren. So sprechen auch einige Personen mit einem münchnerischen Akzent. Als ich mich dann aber an den Stil gewöhnt hatte, konnte ich die Geschichte genießen, da ich mich gut in die Zeit hineinfühlen konnte.
Da die Geschichte über einen längeren Zeitraum spielt, hat die Autorin oft größere Zeitsprünge eingebaut. So hat sie auch die beiden Weltkriege ?übersprungen?. Wir erfahren nur wie sie sich angebahnt haben und wie es danach aussah. Das hat mich zwar etwas überrascht, allerdings legt Heidi Rehn das Augenmerk stärker auf das Kaufhaus und nicht auf die Kriege. Dennoch bekommen wir viel über die Judenverfolgung mit, vor allem, da die Familie Hirschvogel jüdisch ist.
Und obwohl es viele Zeitsprünge gab, hatte ich zu Beginn der Geschichte das Gefühl, dass sie sich hinzieht. Es passierte für meinen Geschmack nicht genug und erst ab Seite 250 wurde es für mich spannend und ich wollte immer weiterlesen. Im Nachhinein war das wohl nötig um die Beweggründe der Charaktere zu verstehen, allerdings hätte ich es mir etwas knackiger gewünscht.

Alles in Allem ein sehr schöner und vor allem interessanter historischer Roman über eine Kaufhausdynastie, den ich allen empfehlen kann, die sich dafür interessieren, wie Kaufhäuser damals ausgesehen und geführt wurden und die Familiengeschichten lieben, die in schwierigen Zeiten spielen und in denen es viele dramatische Schicksalsschläge gibt. Wer den etwas langen Vorlauf in Kauf nimmt, kann sich auf eine tolle Geschichte freuen!

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Das Haus der schönen Dinge

Rezensionen von SLovesBooks:

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Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt von Jaroslav Kalfar

Hin und her gerissen

Meine Meinung:

Die Leseprobe hatte mich sehr begeistert und in ihren Bann gezogen. Ich mochte diese neue Frische die sie versprühte. Dieser ausgefallene Schreibstil. Leider bin ich aber vom Buch nicht so begeistert. Es war mir irgendwann einfach zu viel. Es war überzogen und zog die gesamte Geschichte in die Länge.

Der Humor dieses Romans ist gewöhnungsbedürftig. Man sollte sich schon darauf einlassen können. Überwiegend fand ich es lustig, bis es mir gegen Ende zu aufgesetzt daher kam.

Die Figuren finde ich aber recht aussagekräftig. Der Protagonist Jakub war mir sympathisch. Seine Art ist sehr speziell, was ihn aber ausmacht.

Das Buch mutet auch sehr intellektuell und philosophisch an. Dieser Aspekt, welcher auch die Weltsicht der meisten Menschen betrifft hat mir gut gefallen.

Die Spannung blieb manchmal leider auf der Strecke.

Der Schreibstil war nicht schlecht, aber nicht immer meins. Ich bin deswegen auch recht langsam voran gekommen.

Insgesamt ist es ein Buch, was wirklich schwer zu bewerten ist, weil es so durchwachsen ist. Es gibt auf beiden Seiten große Argumente, weswegen ich mich einfach für die Mitte entscheide und drei Sterne vergeben werde.

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Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

Rezensionen von SLovesBooks:

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Stormheart. Die Rebellin von Carmack Cora

Guter Auftakt

Meine Meinung:

Ich hatte keinerlei Erwartungen an das Buch und bin deswegen frei an es herangegangen. Was ich bekommen habe, hat mir gut gefallen.

Die Autorin erschafft hier eine neue Welt, mit Fantasyelementen, die ich so noch nicht kennengelernt habe. Es kommen hier ganz neue Ideen von Magien zum Tragen.

Zunächst bedeutete das, dass ich mich eingewöhnen musste und erst einmal einen Überblick über die Fähigkeiten der Charaktere sammeln musste. Das war aber einfach klasse. Die Autorin erklärt alles, was der Leser dringend wissen muss. Man wird gut in diese neue Welt eingeführt.

Die Geschichte an sich finde ich neu und spannend. Die verschiedenen und dauernd wechselnden Perspektiven ermöglichten eine umfangreichere Sicht, was das Lesen enorm erleichtert hat. So bliebt es stets spannend und man bekam auch einen besseren Überblick und Einblick in die Gefühlswelten der Personen. Auch wurde es so schnelllebig.

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Die Protagonisten sind starke Persönlichkeiten. Aber auch sie machen eine durchgehend nachvollziehbare Entwicklung durch. Ich konnte mich immer gut in die verschiedenen Figuren hineinversetzen und ihre Handlungsweisen nachvollziehen.

Der Schreibstil ist unkompliziert und recht einfach gehalten. Man kann ihn ohne Umschweife einfach weglesen. Die Dialoge haben einen gewissen Humor. Trotzdem ist es eher ein einfaches Niveau für ein Jugendbuch.

Zum Ende hin sind noch recht viele Fragen offen geblieben. Das ist zwar schade, deutet aber auch auf einen zweiten Band hin, was mich freut, denn dieser Reihenauftakt ist wirklich gelungen.

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Stormheart. Die Rebellin

Rezensionen von TheUjulala:

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Stormheart. Die Rebellin von Carmack Cora

Vielversprechender Anfang verliert zum Schluß sein Feuer

Coverbild
Zum Cover kann ich nur sagen, dass ich es nicht so aufregend finde. Es ist sehr simpel mit einfachen Zeichnungen. Der Schriftzug ist aber gelungen. Insgesamt ist es aber austauschbar und hat kein Alleinstellungsmerkmal. Ich glaube nicht, dass ich das Buch anhand des Covers in einer Buchhandlung in die Hand genommen hätte.

Handlung
Catalea ist die Tochter des Teufels, lehnt aber alles "teuflische" an ihr ab. Doch ihr Vater nötigt sie in der Firma zu arbeiten. Sie muss die verlorenen Seelen einsammeln und zum Torhaus in Köln bringen, sie ist ein Totenhändler. Aber Cataleas Fähigkeiten lassen zu wünschen übrig, sie ist etwas unbeholfen und passt so gar nicht in die "High-Society" der Firma. Als ein Auftrag missglückt muss der in der dunklen Welt geächtete Totenanwalt Timur sie aus den Fängen der Polizei befreien. Die dunkle Welt schwört Rache gegen Catalea. Sie flüchtet mit Timur und gemeinsam versuchen sie aufzuklären, wer ihr diese Falle gestellt hat.

Buchlayout / Haptik
Die Länge der Kapitel ist sehr angenehm und einige werden mit einem Auszug aus dem "Ratgeber für die Toten? eingeleitet. Das handliche Format der LYX-Bücher mit der Klappbroschur ist sehr angenehmen und gefällt.

Idee / Plot
Die Vorstellung, dass sich die Hölle in unserer heutigen Zeit - allein durch die demographische Entwicklung und daraus resultierenden höheren Anzahl an gefallenen Seelen - inzwischen zu einem Megakonzern mit hohem Verwaltungsaufwand entwickelt hat, ist im Grunde nicht neu. Auch die Ähnlichkeit mit der Mafia.

Trotzdem hat der Autor Benne Schröder hier eine interessante Idee aufgefasst und in einen vielversprechenden Plot gepackt. Catalea als halb Mensch und halb Dämon kämpft zunächst stark gegen ihre dunkle Seite an. Erst der Verrat und die Flucht mit Timur lässt ihren ablehnenden Panzer aufbrechen und ihre Bestie stiehlt sich ihren Weg nach außen.

Weiter flechtet der Autor in seinen Plot ziemlich brisanten Zündstoff bezüglich Religion und Kirche ein. Das hat mir an der Idee besonders gut gefallen.

So erfahren wir nun in einem Auszug aus dem "Ratgeber für Tote", dass zwar die Seelen aller Religionen im "Dunkel" ankommen, sich das Jenseits aber an den Glauben der Seele anpasst. Freche Spitzen peppen dieses eigentlich heikle Thema sehr gekonnt auf.
"Muslime blättern direkt zu Kapitel3, und alle christlichen Strömungen orientieren sich in Kapitel4 bei den jeweiligen Unterpunkten. Radikal evangelische Freikirchenwarten bitte auf den Totenarbeiter.?
S. 15, Benne Schröder: "In der Liebe ist die Hölle los" (© 2017 LYX Verlag).

Das gipfelt im Auftritt von Judas, der durch den Verrat an Jesus in den Augen des Teufels die größte Sünde begangen hat und von ihn in der Hölle deswegen auch zum Dämon gemacht hat.
Leider verschwindet dieser Gedanke im Laufe des Buches und wird nicht weiter intensiviert.

Emotionen / Protagonisten
In Catalea konnte ich mich zunächst gut einfühlen. Sie ist total sympathisch. Reflektiert und schätzt sich ganz gut ein. Ich mag es lieber, wenn die Protagonistin nicht alles perfekt kann und weiß, sondern einfach ihre Ecke und Kanten hat. Aber im Laufe der Geschichte verwehrt sich mir der Zugang durch recht viele Wiederholungen ihrer Gedanken und Grübeleien. Das wird mit der Zeit nervig. Sie verabscheut Timur und fühlt sich gleichzeitig extrem zu ihm hingezogen. Die Wandlung vom bockigen Menschen zum bestialen Dämon im Laufe der Geschichte kommt gut hervor, ist mir aber nicht eindringlich genug.

Dabei ist mit Timur tatsächlich zu mau, er hat kaum Kanten oder Ecken. Anfangs fand ich ihn sehr mysteriös-sympatisch. Ja, er frotzelt Catalea recht häufig und gerne, doch das reicht für mich noch nicht zum Bad-Boy. Dafür ist er mit dann zu harmlos und oberflächlich. Ich kann in ihm kaum den geächteten Dämon erkennen, den der Autor mir weis machen möchte.

Die Lovestory zwischen den beiden kann ich demnach auch mit der Zeit nicht mit empfinden. Sie fühlen sich von Anfang an zueinander angezogen, da hat mir aber das Gefühls-Ping-Pong gefehlt. Die erotische Szene lässt mich etwas unzufrieden zurück. Für einen Akt zwischen Dämonen passierte zu wenig und Benne Schröder hat sich hier in den Äußerungen viel zu bedeckt gehalten. Da hätte ich viel mehr dämonisches Feuer erwartet! Zum Ende hin wird sie sogar etwas schlonzig und kitschig.

Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Der Spannungsbogen ist gut erdacht, doch zu wenig ausgebaut. Es gibt anfangs eine pfeffrige Kampfszene, doch die weiteren Höhepunkte, auf dem Friedhof und beim Tribunal, sind mir zu schwach. Als Showdown zu mau und ohne wirklicher Steigerung gegenüber dem Anfang. Ab Mitte des Buches häufen sich die Längen und insgesamt fällt es mit dem schwachen Spannungsverlauf zum Schluss hin zu sehr ab. Bei Dämonen hätte ich mir hier einfach mehr erwartet. Aber kein dämonischer Kampf oder unterirdische List haben den Antagonisten zu Fall gebracht, sondern eher eine Schubserei unter Jungs auf dem Pausenhof.

Szenerie / Setting
Ein bisschen verwirrt es mich schon, dass die 7 Häuser des Jenseits sich auf Deutschland konzentrieren. Die Zentrale, ist wie man von der Mafia erwartet, in Italien auf Sizilien. Doch ein wenig vermisse ich schon die weltumfassendere Sicht. Von dem her kann ich das Setting nur teilweise akzeptieren. Trotzdem werden die Szenerien gut beschrieben und ich kann mir die Umgebung gut vorstellen.

Der Korridor mit den Portal-Türen erinnert mich stark an den Traumkorridor aus Kerstin Giers Trilogie ?Silber?. Vielleicht könnte das die ersehnte Erklärung sein?

Gefreut habe ich mich über die Erwähnung des Teufelsabdruck in der Frauenkirche von München. Als geborene Münchnerin ist man mit dieser Geschichte natürlich vertraut.

Sprache / Schreibstil
Sprachlich bin ich wirklich überrascht. Flotte Sprüche, viel Wortwitz und teilweise triefender Sarkasmus passen gut zusammen und lassen das Buch gut lesen. Benne Schröder hält sich nicht ausschweifenden Erzählungen auf. Die Sprache ist direkt, aber für mich sehr schön bildlich.

FAZIT:
Anfangs eine vielversprechende Story mit viel Pfeffer, die aber zum Schluß hin an Feuer verliert und mich doch eher enttäuscht hat. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich den zweiten Teil lesen möchte.

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Stormheart. Die Rebellin

Rezensionen von re.maier-henze@web.de:

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Der Mensch und das liebe Vieh von Martin M. Lintner

Wertschätzung der Tierwelt

Wertschätzung der Tierwelt

Martin Lintner (Hauptautor) beschäftigt sich im vorliegenden Buch mit der Frage, ob der Mensch in seiner Einstellung zum Tier und in seinem Umgang mit ihm stets richtig denkt und handelt.
In seiner Publikation referiert der katholische Theologe Grundfragen zum Verständnis der Natur und solche zur Tierethik, nennt konkrete Handlungsfelder, z.

B. eine innere Haltung des Menschen zu Tierversuchen, und verweist auf eine Ethik der Mitgeschöpflichkeit. In allen Kategorien, vor allen Dingen im Kapitel über die Mitgeschöpflichkeit, erwähnt er physisches und auch psychisches Leid, das Tieren (un)bewußt angetan wird. Wegen dieser Mitgeschöpflichkeit erinnert er an den ?kategorischen Imperativ? (KI) des Philosophen Immanuel Kant: ?Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz wird?.
Lintner wandelt diesen KI zum Wohl des Tieres folgendermaßen ab: ?Handle so, daß du die Tiere nie als bloßes Mittel zur Befriedigung eigener Interessen brauchst, sondern auch ihren artspezifischen und individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten gerecht wirst?.
Dank dieser Variante könnte es Lintner gelingen, das kollektive Bewußtsein für einen gewissenhaften Umgang mit der Tierwelt zu sensibilisieren.
Lintner fügt an seine aus 252 Seiten bestehende Publikation noch 567 Anmerkungen und abschließend ein noch mehrere Seiten füllendes Literatur- und Quellenverzeichnis an. Trotz dieser Info-fülle ist diese wissenschaftliche Arbeit - seine Habilitationsschrift? - gut verständlich formuliert und inhaltlich sehr zeitgemäß dargestellt.
Ich würde sie jedem Haus/ Nutztierhalter und allen Tierfreunden empfehlen.

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Der Mensch und das liebe Vieh

Rezensionen von SLovesBooks:

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Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh

diskussionswürdig

Dieses Buch war sehr emotional und bedrückend. Hier wird der Lebensweg einer Familie und speziell von dem Kind Samar aufgezeichnet, der wirklich nicht einfach ist.

Dieses Buch passt hervorragend in den momentanen gesellschaftlichen sowie politischen Kurs.

Mir hat Samars Sichtweise sehr gut gefallen.

Da sie noch ein Kind ist und nicht alle Zusammenhänge in der Ausgiebigkeit eines Erwachsenen versteht, sehen wird die Situation mal aus einer anderen Perspektive, die aber den Schmerz und die Emotionalität in genau dem Maße, wenn nicht sogar intensiver beschreibt.

Das Ende und auch die Entwicklung des Buches haben mich zugegebener Maßen überrascht. Es sind bei mir noch immer offene Fragen übergeblieben, die ich sehr gerne beantwortet hätte.

Insgesamt finde ich das Buch ansprechend und es passt auch in die aktuelle Diskussion und kann auch zur Auseinandersetzung mit diesem Thema beitragen, jedoch bin ich mit dem Ende nicht ganz zufrieden.

Deswegen gibt es 4 Sterne.

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Als die Träume in den Himmel stiegen

Rezensionen von Book Broker:

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Die Bucht, die im Mondlicht versank von Clarke Lucy

Mein erstes Mal mit Lucy Clarke

Das ist ein Roman, den du nicht mehr weglegen wirst, bevor du ihn zu Ende gelesen hast. Warum? Am romantischen Schauplatz einer Sandbank wird ein langjähriges Geheimnis aufgedeckt. Noch bevor es dazu kommt, wird der Leser einige Male in die Irre geführt und jedes Mal habe ich mich gefragt, wie das nur möglich ist.

Es war mein erster Roman von Lucy Clarke und ich bin ein Fan geworden ? liest sich wie ein Krimi. So verträumt der Buchtitel auch klingt ? die Erzählung dreht sich um ein tragisches Schicksal, denn Islas Sohn ist vor sieben Jahren im Meer ertrunken und der Sohn ihrer besten Freundin Sarah hat überlegt. Aber Warum?

Mehr zum Buch findest du unter www.bookbroker.wordpress.com

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Die Bucht, die im Mondlicht versank

Rezensionen von Rebecca1493:

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True North - Schon immer nur wir von Sarina Bowen

Absolutes Lesehighlight

Bereits das Cover zum ersten Teil der Reihe True North rund um Bundesstaat Vermont konnte mich überzeugen, aber auch dieses Mal war ich wieder hin und weg. Es passt einfach so gut zur Geschichte. Der Weg, der zum Baum im oberen Bereich des Bildes führt, symbolisiert die Strecke, die Jude im Verlauf des Buches zurücklegt, um sein Ziel "clean" zu bleiben zu erreichen und wieder ein halbwegs geordnetes Leben führen zu können.

Und die Hintergrund Farbe Grün steht für die Hoffnung, die Sophie auf ihn setzt. Vielleicht gehen da die Pferde etwas mit mir durch, aber ich wollte euch trotzdem an meinem Gedankengang teilhaben lassen!

Wer "True North - Wo immer du bist" im Vorfeld gelesen hat, weiß, dass diese Geschichte eher mit witzig-spritzigen Wortwitzen daherkam und nicht besonders viel traurige oder nachdenklich machende Elemente enthalten hat. Umso überraschter war ich, dass Sarina Bowen auch ganz andere Töne anschlagen kann und mich in einen Strudel aus purer Spannung mit einem Schuss Romantik und Witz hineinziehen konnte. Wie man aus dieser Beschreibung schließen kann, war es mir praktisch nach der ersten Seite nicht mehr möglich das Buch für kurze Zeit aus der Hand zu legen. Man brennt förmlich darauf zu erfahren, was an diesem Abend vor dreieinhalb Jahren passiert ist und ob Jude und Sophie sich wieder zusammenraufen können.

Der Schreibstil war wie gewöhnt sehr gut zu lesen. Durch die wechselnden Perspektiven wurde es mir als Leserin sehr leicht gemacht einen Draht zu den beiden Protagonisten Jude und Sophie aufzubauen, die wie man schnell merkt, keinerlei Gefühle füreinander eingebüßt haben, trotz der langen Trennung und den schlimmen Ereignissen. Klasse fand ich besonders die vor den jeweiligen Kapiteln stehende Einschätzung Judes Verlangens nach Drogen und die Hintergrundmusik, die Sophies innerer DJ abspielt.

Natürlich habe ich auch schon im Vorfeld Bücher gelesen, in denen es um Drogen ging, aber irgendwie wurde dieses Thema noch nie so gut umgesetzt wie in dieser Geschichte. Durch Judes authentische Beschreibungen wie er Tag für Tag seine Sucht erlebt hat, konnte ich das Craving, das sich wie ein "Kratzen, als ob ein Zettel am Kragen des Pullovers scheuert" fast selbst körperlich spüren. Und obwohl man weiß, dass er durch seine Unbedachtheit viele schlimme Dinge getan hat, die andere Menschen verletzt haben muss, fühlt man mit ihm mit und hofft, dass er seinem Verlangen auch weiterhin standhalten kann. Seine Aufrichtigkeit und sein Wille durchzuhalten haben mir wirklich sehr imponiert, ebenso wie seine bedingungslose Liebe zu Sophie. Aber auch Sophie konnte mich vom Fleck weg überzeugen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich nicht unterkriegen lässt, auch wenn ihre Familie ihr das Leben wirklich schwer macht.

Nach dieser mitreißenden Geschichte warte ich natürlich sehnsüchtig auf den dritten Teil der Reihe mit Lark und Zach und bin gespannt, ob mich Sarina Bowen noch einmal so umhauen kann.

Fazit: Alles andere als eine seichte Liebesgeschichte, die muss man gelesen haben!

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True North - Schon immer nur wir