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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pearl:

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Die zwei Leben der Florence Grace von Rees Tracy

Netter historischer Roman

Florrie wächst in Armut als Waise bei ihrer Großmutter Nan in den Mooren von Cornwall auf.
Durch das sie eines Tages als Dienstmädchen bei der Familie Grace aushilft, lernt sie erstmals das Leben der Reichen kennen.
Erst kurz vor dem Tod der Großmutter erfährt sie ihre wahre Herkunft. Ihre Mutter ist eine Grace gewesen.

Nun wird alles sehr schwierig für sie, da sie nicht gerade freundlich von der Familie, eigentlich ihrer Familie aufgenommen wird.
Es gibt auch einige dunkle Geheimisse in dieser Familie die mit der Zeit doch aufgedeckt werden. Florence verliebt sich in ihren Cousin Turlington, eigentlich eine unauswegsame Situation. Doch das ist auch ein Punkt der Geheimnisse in dieser Familie.
Dieser historische Roman spielt in der Mitte des 19. Jahrhunderts und man bekommt einen guten Einblick in das Leben in dieser Zeit. Es ist noch eine große Kluft zwischen arm und reich in der sich Florence erst zurechtfinden muss. In dieser Welt wird sich Florence aber nie wohlfühlen.
Die Geschichte entführt einen in das damalige Leben in England, wo die Menschen noch besonders konservativ sind. Der Schreibstil gut und flüssig. Das Cover sehr romantisch angehaucht.
Leider konnte mich der Roman nicht so ganz überzeugen, da ihm die Spannung fehlte und alle Geschehnisse einfach zu vorhersehbar waren.

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Die zwei Leben der Florence Grace

Rezensionen von Rina:

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Die zwei Leben der Florence Grace von Rees Tracy

Mistgabeln und Tango

Die beiden Flamingos Hermann und Klara sind in ihrer Heimat Afrika das Traumpaar, bis Hermann seine Klara eines Tages für eine andere verlässt. Klara flieht daraufhin ans andere Ende der Welt, in der Hoffnung, dass dort alles besser wäre. Sie trifft auf Pinguine, die ihr den Rat geben ihren Kummer mithilfe einer Mistgabel regelmäßig abzuladen und zwischendurch mal Tango zu tanzen.

Ein nettes Bilderbuch für Erwachsene, das uns daran erinnern soll regelmäßig Ballast abzuwerfen und den Spaß und die Freude im Leben nicht zu vergessen.

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Die zwei Leben der Florence Grace

Rezensionen von Rina:

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Neue Lese-Rezepte von Maria-Theresia Rössler; Gudrun Sulzenbacher

Ein tolles Methodenbuch

Bibliothekare und Lehrpersonen erhalten mit diesem Buch eine tolle Sammlung an unterschiedlichen Methoden den Kindern das Lesen schmackhaft zu machen. Basiskompetenzen des Lesens, Hörens, Sprechens und Schreibens werden in den angebotenen Projekten miteinander verknüpft. Enthalten sind 27 "Rezepte" mit Materiallisten sowie Schritt für Schritt Anleitungen zur Umsetzung im Unterricht.

Die beiden Autorinnen untermauern ihre Rezepte mit Fotos, welche die aktionsreiche Projektarbeit zeigen.
Verschiedene Arten einen Zugang zu Büchern zu schaffen werden aufgezeigt. Nur eines der Beispiele ist die genauere Auseinandersetzung mit Illustrationen. Die Kinder sollen Bilder lesen und dazu die passenden Worte finden.
Die angebotenen Rezepte reichen von kürzeren Unterrichtseinheiten bis hin zu langfristigen, fächer- und klassenübergreifenden Projekten. Insgesamt macht das Buch richtig Lust, gleich mit einem kreativen Projekt zu starten. Mit den genauen Anleitungen kann bestimmt nichts schief gehen.

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Neue Lese-Rezepte

Rezensionen von S.L. :

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Demnächst in Tokio von Seewald Katharina

Eine besondere LIebe

Eine schöne Kindheit hatte Elisabeth, ganz sicher nicht: zu Hause ein despotischer und gewalttätiger Vater, eine eingeschüchterte Mutter. Aus Karrieresucht verheiratet dieser Vater das Mädchen mit dem Firmenerben, der aus politischen Gründen aus Nazideutschland fliehen muss und als Diplomat in Tokio unbedingt eine Gattin braucht.

Nun, Elisabeth hätte es schlechter treffen können. Ernst Wilhelm ist höflich, großzügig und schläft getrennt von ihr. Ein guter Freund, Alexander, Korrespondent, besucht das Paar oft. Man erfährt viel über Tokio, das Leben der Diplomaten dort und ein wenig auch von den Einwohnern. Der Zweite Weltkrieg ist für Elisabeth zunächst weit weg. Sie wird schwanger, Probleme treten auf, es ergeben sich gefährliche Situationen.
Sehr anschaulich und faszinierend geschrieben. Geheimnisse stehen ständig im Raum, es ist Vieles nicht so, wie es scheint. Man kann einiges erahnen, die wirkliche Auflösung kommt erst am Ende, als auch Elisabeths Leben sich neigt.
Dieses Buch gibt mit einer besonderen Liebesgeschichte ein spannendes Bild der 30-er und 40-er Jahre, gut zu lesen und anrührend.

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Demnächst in Tokio

Rezensionen von Plush:

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Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos

Must-Read für Liebhaber anspruchsvoller Sprache!

Das Labyrinth der Lichter ist der vierte Teil der Reihe zum Friedhof der Vergessenen Bücher. Direkt zu Beginn des Buches wird der Leser darauf hingewiesen, dass die Romane in beliebiger Reihenfolge gelesen werden können. Diese Info beruhigte mich, denn dies war mein erster Roman der Reihe. Nun nach dem Lesen kann ich den Band aber nur eingeschränkt als Einstiegsband in die Reihe empfehlen.

Vor allem zum Ende hin merkte ich, dass mir Informationen fehlten, mit denen das Leseerlebnis runder gewesen wäre.

Die Geschichte selbst ist großer Handwerkskunst. Der gehobene Sprach- und Erzählstil ist wirklich ein Genuss. Es wurde eine komplexe Welt erschaffen, in der alles irgendwie ineinander greift. Leichte Kost ist das nicht. Vom Leser wird Konzentration gefordert, um den verschiedenen Strängen folgen zu können und sich immer wieder auf verschiedenste Emotionen einzulassen, die hier geweckt werden. Manchmal brutal wie ein Thriller, immer wieder herrlich witzige Dialoge, einiges an Politik und mehrere seelische Abgründe, in die man tief hinab blicken kann. Auch schreckt der Autor nicht davor zurück, liebgewonnene Charaktere sterben zu lassen.

Die Geschichte zog mich schnell in ihren Bann, auch wenn ich wie gesagt völlig ohne Vorkenntnisse eingestiegen bin. Es ist kein Buch, das man ?mal eben schnell? lesen kann. Schon aufgrund der über 900 Seiten ist das kaum möglich. :o) Die Seiten lesen sich flott weg. Viel flotter, als ich bei der hohen Seitenanzahl erwartet hätte. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass ich angemessen viel Ruhe und Muße für dieses Buch brauche, weil es der Geschichte sonst nicht gerecht werden würde.

Dieses Buch ist ein Must-Read für Liebhaber anspruchsvoller Sprache und komplexer Geschichten. Das Lesen der anderen Bände werde ich auf jeden Fall nachholen!

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Das Labyrinth der Lichter

Rezensionen von Alais:

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Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos

Eine große Schatztruhe für Bücherfreunde

Mit seinem vierten Roman aus dem Romanzyklus rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher schenkt Zafón seinen Lesern eine wahre Schatztruhe prallgefüllt mit einer spannenden Erzählung, humorvollen Dialogen, düster-poetischen Beschreibungen, geheimnisumwobenen Orten und faszinierenden Charakteren.

Ein wenig fühlte ich mich aufgrund der Hauptfigur Alicia, die mir wie eine weibliche Ausgabe von James Bond vorkam, anfangs an eine Spionagegeschichte erinnert, dann eher an eine Kriminalerzählung, eine Bücher-, Stadt- und Familiengeschichte. Das Buch blickt tief in die leider sehr realen Abgründe der spanischen Geschichte unter Francos Faschisten, weist immer wieder märchenhafte und fantastische Züge auf, bleibt dabei aber in der Realität verwurzelt und wird zum Schluss sogar ein wenig literarisch-philosophisch.
Bei Zafón wird der Leser gefordert; dieser Roman, der sich in keine Schublade stecken lässt, enthält einige sehr grausame, für mich kaum erträgliche Szenen und beginnt mit verschiedenen Erzählsträngen und Zeitsprüngen, die mich verwirrten und zugleich schnell in ihren Bann zogen. Im weiteren Verlauf fügt sich jedoch alles ineinander und Zafón hat dieses Buch offensichtlich bewusst so gestaltet, dass auch das vorherige Lesen oder Wiederlesen der ersten drei Bände nicht notwendig ist. Allerdings erweckt der Roman große Lust, diese gleich danach zu lesen, um noch ein wenig in dieser wie verzaubert wirkenden Welt zu verharren. "Eine Geschichte hat weder Anfang noch Ende, nur Eingangstüren" (S. 874) ist wohl einer der Schlüsselsätze für diesen Romanzyklus.
Besonders gefiel mir der Umgang des Autors mit seinen Figuren, die er sehr lebendig schildert und die mich immer auf die eine oder andere Art faszinierten. Und wenn sie dem Leser einmal nebensächlich erscheinen, können sie urplötzlich aus ihrer scheinbaren Nebenrolle ausbrechen und eine zentrale Rolle einnehmen. Als würde uns der Autor daran erinnern wollen, dass jeder Mensch ein Geheimnis, jeder Mensch wichtig ist. Leider bedeutet das auch, dass man sich als Leser auch einmal von einer Figur verabschieden muss, in die man sich verliebt hat und über die man gerne noch mehr gelesen hätte ...
Der große Lesegenuss, den mir "Das Labyrinth der Lichter" bereitet hat, ist aber auch der eleganten Übersetzung von Peter Schwaar zu verdanken, die durch große Sprachgewandtheit beeindruckt.
Ferner sollte zum Schluss die besonders sorgfältige Gestaltung dieses Buches nicht unerwähnt bleiben: Neben einem praktischen Lesebändchen begleiten historische Fotografien die Handlung und fügen sich ganz selbstverständlich in die Erzählung ein.
Ein wunderbares und rundum gelungenes Werk, dessen Lektüre zwar etwas Zeit und Muße erfordert, aber es lohnt sich!

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Das Labyrinth der Lichter

Rezensionen von Lagoona:

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Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos

Die dunkle Seite Barcelonas


Carlos Ruiz Zafón war mir natürlich schon vor dem Lesen des Labyrinths der Lichter ein Begriff,
gelesen hatte ich aber bislang noch kein einziges seiner Bücher.
"Das Labyrinth der Lichter" sollte nun mein erstes Zafón-Buch werden.
Mit seinen 944 gebundenen Seiten war das schon eine ziemliche Herausforderung.

Worum geht es?

"Das Labyrinth der Lichter" spielt in Barcelona. Wir befinden uns zunächst im Jahr 1938.
Eine junge Frau namens Alicia soll quasi "undercover und top secret" das Verschwinden
des Ministers von Barcelona aufklären. Das dieser Fall nicht nur ihr Leben verändern wird,
ahnt sie anfangs noch nicht. Nach und nach tun sich immer mehr Verwicklungen auf und
den Überblick darüber zu behalten fällt nicht wirklich leicht. Als Alicia beim Besuch einer Buchhandlung,
in der sie als Kind oft war, auch noch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird,
wird die gesamte Situation noch viel verzwickter.

Mehr kann ich leider nicht verraten, damit der Lesespaß für alle Interessierten nicht verloren geht.

Mein Fazit:

Eine sehr umfangreiche Geschichte mit vielen Personen und vielen Nebenhandlungen, die doch wichtig für die gesamte Geschichte sind. Der Schreibstil ist nicht wirklich leicht zu lesen. Für mich ein sehr komplexes Werk, das auch eine gewisse Zeit braucht um gelesen zu werden. Die Hauptperson Alicia war mir sehr sympathisch,
jedoch habe ich schon ein ganzes Weilchen gebraucht um in das Buch richtig hineinzukommen.
Für mich war " Das Labyrinth der Lichter" eine ziemlich große Herausforderung und ich bin froh bis zum Ende durchgehalten zu haben. Es heisst, dass man dieses Buch unabhängig von den anderen Büchern "Der Schatten des Windes", "Das Spiel der Engel" und "Der Gefangene des Himmels" lesen kann. Andererseits heisst aber auch,
dass das "Labyrinth der Lichter" sei das Finale dieser Bücher. Ich glaube schon, dass es vielleicht ein wenig
leichter gewesen wäre, wenn ich die anderen drei Bücher gekannt hätte. Teilweise soll es sich auch um
die gleichen Personen handeln, die mir dann ja schon bekannt gewesen wären und somit eventuell den Einstieg erleichtert hätten. Ich muss leider auch sagen, dass ich teils etwas erschrocken war über die Dinge, die ich im "Labyrinth der Lichter" gelesen habe. Die meisten Charaktäre haben schreckliche Dinge erleben müssen, so dass meine Stimmung beim Lesen doch oft etwas bedrückt war. Ich ziehe dennoch meinen Hut vor so einem Werk. So etwas zu schreiben ist sicher nicht leicht.

Kurzum:
Mit Sicherheit ein gutes Buch. Schlecht fand ich es nicht, aber es war leider nicht so wirklich Meins, daher gebe ich insgesamt 3 gute Sternchen

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Das Labyrinth der Lichter

Rezensionen von HEYN Leserunde Andrée:

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Ein Festtag von Swift Graham

Wie ein Windhauch

Man taucht in eine vermeintlich alltägliche Geschichte ein, um später sich in Gedanken und Träumen zu verlieren. Der Handlungsstrang erfordert Ruhe. Kein Buch für Gestresste. Ein Buch zum Nachdenken über Beziehungen im Allgemeinen.

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Ein Festtag

Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

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Ein Festtag von Swift Graham

Nicht gerade prickelnd....Einschlafen garantiert!

?Ein Festtag? von Graham Swift - ein Roman der mich wirklich hervorragend einschlafen ließ. 142 lange Seiten in denen ich gehofft habe, dass endlich einmal etwas Spannendes geschieht, leider nein. Obwohl die Sprache sehr schön ist, wird die Geschichte vom Dienstmädchen Jane und ihr Verhältnis zum jungen, reichen Paul nie wirklich spannend oder lesenswert.

Es gibt viele Wiederholungen, langweilige Beschreibungen und ich war wirklich froh, dass dieses Buch nicht dicker war. Leider nicht empfehlenswert.

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Ein Festtag

Rezensionen von cosmea:

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Mit jedem Jahr von Simon van Booy

Sieg der Liebe

In seinem neuen Roman ?Mit jedem Jahr? erzählt Simon Van Booy die Geschichte eines kleinen Mädchens, das mit 6 Jahren seine Eltern durch einen Unfall verliert und nur noch einen lebenden Verwandten hat: seinen Onkel Jason. Jason hat jedoch zehn Jahre zuvor jeglichen Kontakt zu seiner Familie abgebrochen und scheint auf Grund seiner Vorgeschichte nicht gerade prädestiniert für eine Vormundschaft.

Er hat eine Gefängnisstrafe verbüßt und neigt zu unkontrollierten Wutausbrüchen. Er lebt in einem heruntergekommenen Haus, hat wenig Geld und trägt seit einem Motorradunfall eine Beinprothese. Dennoch hört sich Sozialarbeiterin Wanda an, was Harvey über ihren Onkel zu erzählen weiß und beschließt, Jason mit seiner Nichte zusammenzubringen. Sie verlässt sich auf ihre Intuition und Menschenkenntnis und verstößt gegen alle Vorschriften. Am Ende kann Jason das Kind adoptieren.
Jasons und Harveys Geschichte wird nicht chronologisch erzählt. In zahlreichen Rückblenden erfährt der Leser, wie sich allmählich Zuneigung, dann Liebe zwischen den Beiden entwickelt, wie Jason lernt, seine impulsiven Handlungen zu beherrschen. Er bringt viele Opfer auch finanzieller Art. Harvey studiert erfolgreich an einer privaten Kunsthochschule. Jason besucht die 26jährige in Paris, wo sie bei einer Werbeagentur arbeitet. Zum Vatertag hat Harvey einen Geschenkkarton mit verschiedenen Gegenständen zusammengestellt, die jeweils an wichtige Ereignisse in ihrer Kindheit und Jugend erinnern. Jeden Tag ist ein Geschenk der Anlass, die dazugehörige Geschichte zu erzählen. Längst kennt der Leser auch Jasons Vergangenheit und empfindet Mitleid und tiefe Sympathie für einen Jungen, der seinen jüngeren Bruder Steve in der Schule vor Mitschülern und vor dem alkoholabhängigen brutalen Vater beschützte ? wenn es sein musste, mit dem eigenen Körper und dessen schreckliche Kindheit der Grund war, warum sein eigenes Leben aus dem Ruder lief. Harvey hat ihm geholfen, sich seiner Vergangenheit zu stellen und als Erwachsener Wiedergutmachung zu leisten, um endlich Frieden zu finden.
Van Booy erzählt eine sehr berührende Geschichte und schafft dabei die Gratwanderung zwischen gefühlvoll und sentimental. Die Struktur des Romans ist nicht nur durch die fehlende Erzählkontinuität kompliziert, sondern auch dadurch, dass am Ende durch Harveys letztes Geschenk ein Geheimnis aufgedeckt wird, das nur der aufmerksame Leser in vollem Umfang versteht, nicht aber die Protagonisten. Dunkle Andeutungen in den ersten Kapiteln bereiten diese Enthüllung schlüssig vor, so dass es sich keineswegs um ein aufgesetztes, die Glaubwürdigkeit strapazierendes Ende handelt. Van Booy ist ein sehr schöner Roman über eine Vater-Tochter-Beziehung gelungen.

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Mit jedem Jahr