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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:

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Ein Festtag von Swift Graham

Ein Tag, der alles verändert

E

s gibt sie, diese Tage im Leben, die einem immer in Erinnerung bleiben und die das weitere Leben entscheidend prägen.
Von so einem wundersamen Tag handelt dieses Buch und entführt den Leser mit einer sehr sinnlichen Sprache in die frühen 20er Jahre, wo es noch große Standesunterschiede gab.
Für mich ein außerordentlich lesenswertes Buch!

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Ein Festtag

Rezensionen von Heyn Leserunde Elisabeth Del Carlo:

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Ein Festtag von Swift Graham

Schade, dass aus dem Büchlein kein Buch wurde

Schade, dass sich der Autor nicht die Mühe gemacht hat einen wirklichen Schmöker zu schreiben.
Die Story hätte das Potential dazu gehabt: Armes Waisenmädchen hat als Dienstmädchen ein Verhältnis mit Mann aus gutem Haus, dieser soll eine reiche Erbin heiraten, stirbt allerdings nach einem Unfall ( er war zu schnell, weil er nach einem Treffen mit der Protagonistin zu spät dran war und daher vermutlich zu schnell mit dem Auto), Dienstmädchen wird erfolgreiche Schriftstellerin.

Viel mehr an Inhalt gönnt uns der Autor nicht. Dabei wäre die Enwicklung der Protagonistin im England des 20. Jahrhunderts, die Geschichte beginnt 1924, mit den Auswirkungen der beiden Weltkriege, dem Aufstieg einer jungen Frau in einer von Klassenunterschieden geprägten Zeit durchaus interessant gewesen.
Die Sprache allerdings ist sehr schön, durchaus poetisch, die Übersetzerin hat sehr gute Arbeit geleistet.

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Ein Festtag

Rezensionen von Gaby 2707:

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Die unbekannte Schwester von Prammer Theresa

Ein spannender Fall und interessante Protagonisten

Ihre neuen Kollegen und vor allem Kolleginnen sind alles andere als begeistert, als Carlotta Fiore ihren Dienst bei der Wiener Polizei antritt. Zusammen mit ihrem neuen Partner, ihren Vater, den sie nach vielen Jahren wiedergefunden hat, wird sie zu einem Tatort gerufen. Ein Journalist scheint Selbstmord begangen zu haben.

In seinen Unterlagen findet Lotta einen Zettel mit ihrem Namen. Was hat sie mit diesem Journalisten oder er mit ihr zu tun?

Dies ist das erste Buch, das ich von der österreichischen Autorin gelesen habe. Obwohl ich den Eindruck habe, dass man die ersten beiden Bücher der Serie nicht gelesen haben muss, werde ich dies ganz bestimmt nachholen. Ich möchte Carlotta, eine wie ich finde sehr interessante junge Frau, die mir in ihrer Rolle sehr gut gefällt, einfach noch besser kennenlernen. Da es immer wieder kleine Anspielungen auf Vergangenes gibt, freue ich mich schon auf die ersten beiden Bände.

Vor allem interessieren mich auch Hannes Fischer, mit dem Lotta den kleinen Sohn Konny hat, und Konrad Fürst, ihr Vater, der sie nach jahrelanger Suche wiedergefunden hat. All dies wird auch in dieser Geschichte angesprochen und thematisiert. Überhaupt erfahre ich sehr viel Privates von den Protagonisten, was aber die kriminelle Handlung nicht stört, sondern sie eher bereichert.

Die Geschichte selbst ist schlüssig und sehr spannend aufgebaut. Der angenehm zu lesende leichte Schreibstil lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Da dieser Fall von Lotta in der Ich-Form erzählt wird, bin ich noch näher dran am Geschehen und voll mittendrin. Es war zu keiner Zeit langatmig oder zäh. Ganz im Gegenteil ? die rasche Handlungsfolge erhöht ihrerseits die Spannung. Auch mit dem Täter habe ich mich bis zuletzt sehr schwer getan.

Ein spannender Fall und interessante Protagonisten. Ich hoffe bald mehr über Carlotta und ihre Freunde lesen zu können.

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Die unbekannte Schwester

Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :

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Ein Festtag von Swift Graham

Komplexes Spiel mit Perspektiven

Vom Umfang her scheint Graham Swifts Roman ?Ein Festtag? schmal und inhaltlich anfangs auch recht leicht. Im Zentrum steht die Geschichte der berühmten Schriftstellerin Jane Fairchild, als diese noch Dienstmädchen auf einem englischen Landsitz war und eine leidenschaftliche Liebesaffäre mit dem jungen Adeligen Paul hatte.

Klingt wie ein Drei-Groschen-Roman, entwickelt sich aber mit fortschreitender Handlung zu einem komplexen Spiel unterschiedlicher Perspektiven. Der Autor Swift reflektiert aus der Sicht seiner Romanfigur über deren Leben und Schreiben. Gegenwart und Vergangenheit überschneiden sich, gesellschaftliche Konventionen und Erwartungen werden gebrochen. Zum Schluss darf der Leser ein paar Fragzeichen aushalten, denn, so Swifts Conclusio: ?Es ging darum .... der Tatsache treu zu sein, dass viele Dinge im Leben, oh, so viel mehr als wir uns vorstellen, nie erklärt werden können.? Lesenswert.

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Ein Festtag

Rezensionen von TheUjulala:

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Ein Festtag von Swift Graham

Köstlicher Humor und blumige Romantik mit gefühlvollen Momenten!

Da mir die Leseprobe sehr großen Spaß gemacht hat, habe ich mich um ein Rezensionsexemplar beworben und von vorablesen.de und über NetGalley.de jeweils eines erhalten. Ich möchte mich hiermit noch bei beiden Plattformen dafür sehr bedanken. Nachdem ich doch etwas Bammel hatte, ich hätte mich mal wieder vergriffen und eine kitschige Liebesromanze ausgesucht, hat mich dieses Buch tatsächlich überrascht!

Cover / eBook-Layout:
Auf einem weißen, abgewetzten Holztisch tummeln sich Flieder- und Rosenblüten zu rosa Zuckerdekor in Herzfrom.

In der Mitte zeigt ein Holzherz-Anhänger den Titel des Buches. Leider ist das Arrangement ziemlich kitschig. Zudem sind die einzelnen Bild-Elemente nicht sauber in das Bild montiert, der Schattenwurf und die Perspektive stimmen nicht überein. Hier hätte man doch ein eigenes Foto aufnehmen sollen, in dem alle Elemente direkt auf dem Set vorhanden sind.

Das Buch ist in recht kurze Kapitel eingeteilt, so dass es insgesamt 36 Abschnitte gibt. Das macht das Lesen von dem recht großen Buch (über 500 Seiten) doch recht angenehm. Etwas schade finde ich, dass die Kapitelanfänge, außer der Nummer, keinen Titel tragen und/oder nicht hübsch verziert wurden. Gerade durch das Blumenthema hätte man die perfekte Möglichkeit gehabt, zu jedem Kapitel eine Illustration hinzusetzen zu können und hätte insgesamt das eBook damit aufpeppen können.

Die Handlung:
In St. Louis ist die etwas pummelige und unselbstsichere Elly Jordan eine gefeierte Floristin. Sie führt eine Edelblumenboutique und muss sich mit Brautzillas und ihren Müttern herumschlagen. Aber trotzdem geht sie in ihrem Beruf auf, da sie erfolgreich ihr altes Leben verdrängt hat und ihre Kreativität in ihrem Handwerk ausleben kann. Denn nur 2 Jahre zuvor ist sie von ihrem Ehemann geflohen, den sie mit einer Studentin im ehelichen Bett erwischt hat. In ihrem neuen Leben ist inzwischen alles perfekt, wäre da nicht der rassige neue Nachbar, und dieser neue Auftrag für die opulenteste Hochzeit, die sie sich je vorstellen konnte und all ihre Kapazitäten übersteigt.

Plot / Handlungsaufbau:
Die Handlung ist trotz der Dicke des Buches nicht langweilig. Zunächst kann man nicht ganz verstehen, warum Elly so an dem Ehebruch ihres Mannes innerlich zerbrochen ist. Doch durch geschickt eingefügte Rückblicke über das Buch verteilt, beginnt Elly ihr Leben selber zu reflektieren. Als Leser begreift man dann auch, warum Elly ihren Ehemann Aaron zu ihrem Anker in ihrem Leben gemacht hat und er durch die Affäre nicht nur die Ehe, sondern auch Ellys Vertrauen zerstört hat.

Es gibt nicht nur romantische und amüsante Momente, sondern auch sehr schöne berührende Momente. Als Elly ihre Mutter in den Tod begleitet war ich sehr ergriffen. Der Wechsel ist spannend, man taucht immer mehr in Ellys Gefühle ein und wird selber in den Sog und die Spannung auf den Höhepunkt dieser Wahnsinns-Hochzeit hineingezogen. Die Katastrophen häufen sich und die Ausrichtung der Hochzeit ist eigentlich nur zum Scheitern verurteilt.

Emotionen / Protagonisten:
Elly ist unglaublich greifbar und ich kann ihr sehr nachempfinden. Sie ist pummelig, unsicher, aber auch in ihrem Herzen zerstört. Ihre Anerkennung bekommt sie von ihren neuen Freunden und ihren Kunden. Den Ehebruch hat sie nie wirklich verarbeitet sondern verdrängt jegliche Gefühle im Zusammenhang mit ihrem Ex-Mann. Aber trotz perfekten Neuanfang, trotz dem perfekten neuen Leben, fühlt sich Elly allein und ist innerlich sehr traurig. Auch wenn Sie versucht ihre Vergangenheit zu vergessen, ist sie immer allgegenwärtig. Und so tollpatschig sie ist, so schnell schlittert sie auch von einer Katastrophe in die Nächste! Mit dabei immer die innere Zerrissenheit zwischen gefeierter Floristin und verunsicherten Mauerblümchen. Dass das alles mal zum Ausbruch kommen muss, wird im Laufe des Buches klar und ich bin begeistert von Ellys explosionsartigen Wendepunkt! Auch ausgelöst durch Isaac, den rassigen neuen Nachbarn, der sie trotz ihrer Kurven als Muse begehrt, bei dem ich von Anfang an nicht sicher war, was er im Schilde führt.

Ich liebe auch Ellys Freunde. Kim ist die beste neue Freundin und steht ihr in jeder Situation bei. Sie ist Ellys engste Vertraute und arbeitet zunächst mit in der Boutique. Von Anfang an haben sich beide gefunden und vertraut. Kim und ihr Ehemann Sean haben Elly nach ihrer Flucht aufgenommen und aufgepäppelt.

Keith Carcelo, Besitzer des Delikatessengeschäfts mit den köstlichsten Sandwiches, ist immer da, der unsichtbare Halt und kümmert sich selbstlos um Elly. Er geht mit Ellys lethargischen Hund Cadbury spazieren, und stürmt das Geschäft mit dem Baseballschläger um potenzielle Einbrecher zu verjagen. Aber sein Potenzial erkennt Elly leider viel zu spät. Patzella ist köstlich! Ich könnte sie knutschen. Ellys jugendliche und ausgeflippte Mitarbeiterin macht eine wunderbare Wendung durch und entpuppt sich als absolut loyal. Obwohl sie mit ihrem extravaganten Auftreten immer für Aufregung sorgt. Beide habe ich im Laufe des Buches sehr in mein Herz geschlossen und finde sie wunderbar!
Dann wäre da auch noch Sunny, die Mutter der Braut, deren opulenteste Hochzeit Elly mit Blumen versorgen muss. Sie ist ein Ruhepol und beginnt in Elly eine gewisse Rolle einzunehmen und wird ein wichtiger Teil für sie. Ich mag Sunny sehr.

Szenerie / Setting:
Unglaublich toll und bildhaft beschreibt Colleen Oakes die verschiedenen Blumenarrangements mit treffenden Wörtern. Man kann sich sofort in alles hineinversetzen und hat die Blüten und Bouquets direkt vor Augen und kann sie selbst riechen. Trotz sehr ausschweifenden Beschreibungen der Blütenexplosionen, nehmen sie aber nicht überhand. Man hätte teilweise hier reduzieren können, aber ich finde sie nicht störend und hatte auch nicht das Gefühl hier überspringen zu müssen.

Sprache / Schreibstil:
Collen Oakes schreibt großartig aus der Erzählperspektive der 3. Person. Die blumige und metaphornreiche Sprache hat mir sehr gut gefallen und auch immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Oft auch sehr witzig und pointiert, mit treffender und sarkastischer Wortwahl, aber ohne überspitzt zu wirken. Geholfen hat auch Ellys Tollpatschigkeit, mit der sie sich immer selber wieder in peinliche Situationen reitet. Colleen Oakes flechtet gekonnt Romantik, gefühlvolle Momente und urkomische Szenen ineinander und lassen das Buch kaum langweilig werden. Die Sprache ist flüssig und aber einfach gehalten, ohne komplizierter Satzgeflechte. Es liest sich trotz vieler Seiten schnell.

Fazit: Das gesamte Buch hat mir wirklich richtig Spaß gemacht. Man fiebert am Schluss mit Elly dem Höhepunkt entgegen und möchte selber aufschreien, als immer mehr Katastrophen ihren Auftrag zu scheitern drohen. Man weint mit ihr, man flucht und man lacht mit ihr. Ganz großartig und überraschend gefühlvoll!

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Ein Festtag

Rezensionen von heinoko:

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Das Brombeerzimmer von Anne Töpfer

Seelenwärme

Es gibt Bücher, die einfach nur unterhalten oder Bücher, die den Leser vor Spannung kaum atmen lassen, es gibt Bücher, die informieren oder Bücher, die trivial sind. Und es gibt Bücher, die berühren, so wie dieses hier. Aber dieser Roman beinhaltet noch mehr: Er transportiert eine Form von Seelenwärme, die weit jenseits esoterischer Heilsversprechung liegt.

Nora, Ende 30, eine Lebensmittelchemikerin, die Tiefkühlkost entwickelt, hat eine große Leidenschaft, nämlich das Zubereiten von Marmeladen nach eigenem Rezept. Wir steigen ein in Nora?s Geschichte, als ihr über alles geliebter Mann Julian gerade mal ein Jahr tot ist und Nora immer noch völlig gefangen ist in ihrer Trauer. Diese Trauer verwandelt sie in ausgefallene Marmeladenkreationen. Da taucht überraschend ein Brief von Großtante Klara auf, geschrieben vor mehr als einem Jahr an Julian, enthaltend ein Familienrezept für Brombeermarmelade. Nora macht sich auf den Weg von Oberhausen nach Vorpommern, um Tante Klara kennenzulernen. Dass sie noch viel mehr entdecken wird als weitere Marmeladenrezepte, ahnt sie noch nicht?
Das Buch ist geschrieben in einer einfachen, klaren Sprache ohne Schnickschnack, was es leicht lesbar macht. Ich habe lange überlegt, weshalb mich dieses Buch so besonders stark angerührt hat. Vielleicht sollte ich es so ausdrücken: In diesem Buch steckt mehr ehrliche Liebe als in jedem ausgewiesenen Liebesroman, Liebe zu Mensch und Tier, zur Natur. Hinter allem Traurigen blitzt Humor auf. Freundschaft ist unsagbar wichtig und Mut zur Kreativität. Rundum: Ein Buch, das die Leser-Seele streichelt, ganz und gar unspektakulär, aber dennoch lange nachwirkend?

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Das Brombeerzimmer

Rezensionen von LadyIceTea:

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Die Geschichte eines neuen Namens - Jugendjahre (Neapolitanische Saga 2) von Elena Ferrante

Ein wunderbarer zweiter Teil

Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht ? er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an.

Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt.

Schon den ersten Teil habe ich nahezu verschlungen und auch beim zweiten Teil gab es kein Halten mehr.
Der Schreibstil ist sich, zu meiner großen Freude, treu geblieben. Nicht zu romantisch oder blumig aber schön bildlich und sehr angenehm zu lesen. Dabei sehr fesselnd und genau richtig zum mitfiebern mit den Mädchen.
Ich mag beide Figuren sehr gerne. Lila und Elena sind sehr unterschiedlich und doch finde ich, dass sie sehr gut harmonieren. Ihren weiteren Lebensweg zu erleben und dabei zu sein, wie sie größer werden und sich weiterentwickeln, hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich habe mich sehr darauf gefreut, lesen zu können, wie aus den kleinen Mädchen Teenager werden.
Ich freue mich auch jetzt schon auf den dritten und den vierten Teil.
Ich werde die Reise der beiden Mädchen definitiv weiterverfolgen.

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Die Geschichte eines neuen Namens - Jugendjahre (Neapolitanische Saga 2)

Rezensionen von StefanieFreigericht:

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Die Zeit der Ruhelosen von Tuil Karine

"Ein grandioses Gesellschaftspanorama unserer Zeit"

Der Klappentext nennt das Buch "ein grandioses Gesellschaftspanorama unserer Zeit" - und das passt. Der Rest vom Klappentext verrät etwas viel, wobei das hier nicht einmal schadet, weil es mehr darauf ankommt, WIE elegant Karine Tuil das tut - und welche eigenen Überlegungen das auslösen kann.

Der Roman wechselt die Perspektiven zwischen drei Männern, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Reich geboren oder aus dem Problemviertel, als Kind von afrikanischen Einwanderern oder mit rein französischer Ahnenreihe, mit Hintergrund im Islam, im Katholizismus, im Judentum (oder sogar mit Kombinationen davon), erfolgreich, aufstrebend oder gebrochen. Überhaupt, gebrochen - alle von ihnen werden in diesem Roman in der einen oder anderen Weise zu Verlierern werden; der Text lebt davon, ihnen dabei zuzusehen. Ihr Scheitern ist dabei teils zutiefst menschlich - sie verlieben sich und Partnerschaften zerbrechen, Karrieren gehen kaputt, angebliche Freunde werden zu Verrätern - zur wirklichen Identifikationsfigur taugt mir keiner von ihnen: zu sehr finden sie ihre Identifikation in der Selbst-Zelebrierung als "Alpha-Männchen"; selbst die Frauen um sie herum sind kaum besser in ihrem Streben nach Durchsetzung eigener Machtbedürfnisse.

Die Sprache ist eine Freude: gut verständlich, treffsicher, situativ changierend
- ob von den Schrecken des Krieges handelnd: "Könnte der Übersetzer, der euch seine Dienste anbietet, nicht ein von den Taliban ferngesteuerter Spion sein, eine Geisel, die unter Zwang handelt? Es ist ein Leichtes, ihn zu erpressen, indem sie damit drohen, seine Familie zu töten, sie wissen, wo sie wohnt, sie kennen den Namen seines Vaters und seiner Schwester, du weißt, was wir deiner Schwester antun können, ja, er weiß es, sie werden ihr eine Kugel in den Kopf jagen oder sie mit Säure bespritzen, ein Strahl ins Gesicht, und sie ist für immer entstellt, als abschreckendes Beispiel." S. 20
oder ob es um oft ernüchternde Schlussfolgerungen geht: "Er hatte die Liebe verschmäht. Nun musste er sich mit der Zuneigung seiner Familie begnügen, dem Trostpreis." S. 278

Mich hat der Text sehr zum Nachdenken angeregt - hinaus über das altbekannte Erwägen, wo Diskriminierung beginnt, inwieweit viele Förderungen verkappte Demütigungen beinhalten, wo die Zensur im Kopf stattfindet, hin dazu, wo die Demütigung geflissentlich ignoriert wird, um nicht als "Spielverderber" dazustehen. Das ist kein rein französisches Thema, das lässt sich auch in deutschsprachigen Ländern exemplifizieren; ich war teils erschreckt, wie viele dumme (rassistische, sexistische, antisemitische,?) Sprüche aus dem Buch ich bereits im gesellschaftlichen Umgang gehört hatte, oft "natürlich" ganz "harmlos" gemeint. Das ist schon "ganz großes Kino" von Karine Tuil.

Andere Hintergründe im Roman wird man nur verstehen, wenn man sich ein wenig mit Frankreich auskennt, so die "Grandes Écoles" unter den Universitäten, die quasi als Automatismus eine Karriere in Politik und Wirtschaft versprechen, und das spezielle Schulsystem mit den stark konkurrierenden vorbereitenden Gymnasien - aber andererseits werfen internationale Studien Deutschland vor, unterdurchschnittlich wenige Studenten hervorzubringen, die aus Nicht-Akademiker-Familien stammen (stimmt, das ist schon insgesamt etwas anderes, "normale" Universitäten haben die Franzosen auch noch - und diese "besonderen" Universitäten haben wir hier nicht, die Bedeutung von Rankings ist geringer, die Privat-Unis finden den Vergleich eher mit dem US-System). Lässt man das außen vor, liest sich das Buch nicht nur als "französische" Gesellschaftsstudie, sondern durchaus als eine der westlichen Gesellschaftssysteme, bei der vielleicht die Eltern von Osman bei einem britischen Autor aus Indien kämen, bei einem deutschen Autor aus der Türkei, etc.

Immer noch fasziniert mich das Ende - sehr geschickt, bei allen zwischendurch oft sehr ernüchternden Aussagen. Es bleibt, über einige von ihnen nachzudenken: "Die meisten Menschen ziehen die Bequemlichkeit dem Risiko vor, ? weil sie Angst vor einer Veränderung oder einem Scheitern haben, dabei müssten sie am meisten Angst vor einem vergeudeten Leben haben." S. 496

Meine Empfehlung als Folgebuch:
James Finn Garner: Politically Correct Bedtime-Stories (Märchen in "politisch-korrekt-Sprech" ? da sind "Zwerge" stattdessen "vertically handicapped" - sehr entlarvend und damit durchaus adäquat zu einem Zitat aus Tuil: "In unserer Gesellschaft ist etwas sehr Ungesundes im Gange, alles wird durch den Blickwinkel der Identität betrachtet." S. 285

alternativ werde ich selbst in den Büchern stöbern, die Paul Vély zum Trauern empfiehlt:
Rainer Maria Rilke ?"Du musst das Leben nicht verstehen"
Joan Didion "Das Jahr magischen Denkens"
Roland Barthes "Tagebuch der Trauer"
Jorge Semprún "Schreiben oder Leben" mit dem schönen Zitat "Das Leben war noch lebbar. Es genügte zu vergessen, es mit Bestimmtheit, brutal zu beschließen." S. 487

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Die Zeit der Ruhelosen

Rezensionen von Martina Ebner:

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Was ich dir zur Firmung wünsche von Stephan Sigg

Empfehlenswertes Geschenk zur Firmung

Stephan Sigg ist durch seine modernen und an der Lebenswelt der Jugendlichen andockenden Texte bekannt geworden. Mit diesem Geschenk-Büchlein setzt er diese Tradition fort. Es sind kurze Texte zu finden, die frisch, fröhlich, nachdenklich oder ermutigend sind. Das ganze ist in einem jugendlichen und aktuellen Layout gestaltet.

Gut gelungen!

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Was ich dir zur Firmung wünsche

Rezensionen von Renate Geissler:

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Ein Festtag von Swift Graham

Schmonzes

&

quot; Ein Festtag" für den Leser ist dieses Buch wahrlich nicht - zumindest nicht für mich. Klischee reiht sich an Klischee: armes aber williges Dienstmädchen trifft reichen Beau zum beiderseitigen Vergnügen, Beau stirbt, Dienstmädchen wird emanzipiert und berühmt. Gottseidank war nach 142 Seiten Schluß ! Kein Meisterwerk !

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Ein Festtag