Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewa:
Bloßmenschen von Volker Surmann
Nur nicht schämen
Skurril, sarkastisch, sensationell- einfach Surmann!
Die Geschichtensammlung ,, Bloßmenschen´´ entführt den Leser in eine Welt des Schämens. Witzige, bissige und zum Rot werdende Geschichten bietet der Satiriker, Lesebühnenautor und Poetry-Slammer Volker Surmann.
Es sind Geschichten, die jeder irgendwann einmal auch durchaus selbst erlebt hat.
Sei es, dass man bei einem Gespräch andere Menschen ,,zufällig´´ mithört und deren ganzen Lebensgeschichte erfährt, obwohl uns diese ja eigentlich gar nicht interessiert. Oder Begegnungen mit unerzogenen Kindern und deren gluckenhaften Mütter, wo man nicht weiß, für wen man sich mehr schämen muss.
Witzigen Geschichten, die präzise und gewürzt mit einer Prise Humor sind, sind schuld daran, dass man nur selten ein Schmunzeln oder ein lautes Auflachen verhindern kann. Selbst wenn es Themen gibt über die man normaler Weise nicht so freizügig berichten würde, in dem Buch haben sie durchaus ihre Berechtigung.
Aber auch selbstironische Geschichten zeigen, dass es Volker Surmann Spaß macht sich selbst auf die Schaufel zu nehmen. Manche Geschichten lassen die gute alte Doppelconference wie zu Zeiten von Farkas und Waldbrunn wieder auferleben.
Wortwitz, Schlagfertigkeit und feiner Zynismus begleiten den Leser durch die diversen Kapitel. Selbst wenn man viele Geschichten mit einem Augenzwinkern betrachten muss, man wird einfach in einen Strudel hinein gezogen, aus dem man nicht so leicht wieder heraus kommt.
Also lassen sie sich entführen zu neugierigen Ärzten, an einem FKK Badestrand oder einem Horrorklo von Pfullendorf, sie werden es nicht bereuen. Falls es dabei zu Risiken und Nebenwirkungen wie Lachanfällen kommt, dann ist der Autor Volker Surmann schuld.
Wer sich ausgewählte Geschichten auch noch akustisch geben möchte, findet am Ende des Buches noch Audiolinks dazu.
Rezensionen von Janine2610:
Aus eisiger Tiefe von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson
Gut recherchierter Krimi um den Untergang der Ostseefähre »Estonia«
Eine tote Anwältin in der Gegenwart. Ein verlassener Junge und eine Wasserleiche von vor 20 Jahren. Mittendrin ist immer wieder die Rede vom Untergang der Ostseefähre »Estonia«, die im Jahre 1994 auf ihrer Fahrt von Tallinn nach Stockholm gesunken ist und mindestens 850 Menschen das Leben gekostet hat.
Als Leser fragt man sich: Wie passen die beiden oben genannten Toten und der verwaiste Junge mit diesem schrecklichen historischen Unglück zusammen? Die Antwort nach und nach herauszulesen - davon habe ich mir viel (Spannung und Lehrreiches) versprochen ...
Von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson habe ich bereits Band eins (Später Frost) und zwei (Rotwild) um die beiden Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss gelesen, allerdings ist das schon ein kleines Weilchen her. Nichtsdestotrotz konnte ich mich schnell wieder an die beiden ungleichen Frauen erinnern und habe mich sodann auf einen spannenden Kriminalroman gefreut, zumal ich in letzter Zeit ja eher selten einen gelesen habe und mal wieder richtig Lust auf Nervenaufreibendes hatte.
~ »Estonia«, sagte Edman. »Das ist ein großes Fass. Das ist das größte anzunehmende Fass überhaupt. Sollen wir das öffnen? Können wir das öffnen? Wollen wir das öffnen? Haben wir überhaupt die Mittel dazu?« ~
(S. 226)
Historische Ereignisse in Büchern miteinzubetten, finde ich immer besonders aufregend, schließlich kann man beim Lesen dann ja auch noch was lernen. Ich selbst habe mich nach der Lektüre noch ein wenig in die Thematik rund um die gesunkene Estonia eingelesen und habe festgestellt, dass »Aus eisiger Tiefe« ziemlich gut recherchiert sein dürfte. Zumindest wären mir jetzt keine Ungereimtheiten aufgefallen. Dass sich um dieses Fährunglück viele Mythen ranken, ist mir schnell klar geworden, und genau das ist ja auch Thema in diesem Krimi: Verschwörungstheorien. - Die mitunter sehr verworren daherkommen und bei mir von Zeit zu Zeit für Verwirrung gesorgt haben.
Dennoch fand ich die Idee der Autoren, sich ein solches Ereignis herauszupicken und darum herum eine abwechslungsreiche Geschichte aufzubauen, alles andere als schlecht. Die Geschichte war zum Teil zwar ganz spannend, mir persönlich aber bei weitem nicht spannend genug, vor allem, weil es für mich, gefühlt, zu viele "Baustellen" gab, um von den Geschehnissen dauerhaft wirklich gefesselt zu sein. Aber, ich denke, das ist wahrlich Geschmackssache.
Eine der beiden Hauptfiguren ist die junge Deutsch-Schwedin Stina Forss. Sie ist auf der einen Seite eine recht unnahbare, emotionslose Person, die zur Abgebrühtheit neigt und ganz gerne mal den einen oder anderen (riskanten und vor Blut nur so triefenden) Alleingang wagt. Auf der anderen Seite haben Voosen und Danielsson der guten Stina aber auch weiblich geltende Attribute zugeschrieben, schließlich stöckelt sie ziemlich häufig auf ihren Pumps durch die Ermittlungen ...
Die Hauptkommissarin Ingrid Nyström war mir, im Gegensatz zu Stina, wesentlich sympathischer, aber auch sie hatte etwas an sich, das mich eher abgeschreckt hat: So wirkte sie für mich immer wieder wie ein Opfer der Umstände (Krankheit). Generell würde ich sie als eher negativen, aber dennoch bemühten Menschen beschreiben. Im Grunde sind die beiden Frauen sehr unterschiedlich in ihrem Charakter und ihren Leben. Beide haben ihre persönlichen und privaten Schwierigkeiten, die ebenfalls einen signifikanten Raum in der Story eingenommen haben und ganz bestimmt nicht uninteressant zu verfolgen waren. Ich habe die Geschichten von beiden Damen also sehr gerne gelesen.
~ Forss war effektiv. Aber sie war ebenso unberechenbar. ~
(S. 226)
Allgemein gesehen konnte mich der Krimi leider nicht so sehr fesseln, wie ich mir das gewünscht hätte. Teilweise war er mir zu kompliziert/verworren und weiste zu viele Baustellen auf, um mich auf Dauer überhaupt mitreißen zu können. Die vielen Beschreibungen über den Fährenbau, die Technik, die dahinter steckt und das Geschreibsel über die Werften hätte man sich in meinen Augen sparen oder wenigstens stark kürzen können. Hinzu kommt, dass die Protagonisten-Sicht, aus der erzählt wurde, meiner Meinung nach, zu oft gewechselt hat. In den Ermittlungen ging erst nicht sonderlich viel voran und dann - ganz plötzlich - wird den Kommissaren Schlag auf Schlag alles klar, plötzlich passt alles zusammen und sie kommen zur Auflösung. - Inwiefern das authentisch ist, sei dahingestellt.
Ohne Abzüge punkten konnte alles rund um die Privatangelegenheiten der Buchfiguren. Diese Geschehnisse waren ausnahmslos echt spannend mitzuverfolgen.
Rezensionen von thora:
Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos
Ein undurchsichtiges Labyrinth
Inhalt/Klappentext:
Spanien in den bleiernen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint.
In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ?Das Labyrinth der Lichter?, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.
Meine Meinung:
Ein interessanter Abschluss der Reihe, die in einer dunklen Zeit Spaniens spielt. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und relativ schwierig zu lesen. Ich konnte mich leider nicht ohne Probleme in die Geschichte einlassen. Die Charaktere sind sehr verschieden gestaltet. Sie sind sehr detailiert beschrieben und sehr eigen. Alicia gefällt mir am Besten. Sie ist eine taffe Lady, die sich nicht so schnell in die Karten schauen lässt. Mir haben die Szenen mit ihr am Besten gefallen. Der Aufbau der Story ist sehr komplex und ich hatte Mühe ihr zu folgen. Der Abschluss war sehr gut gewählt. Er hat die losen Enden zu einem schönen Ganzen verbunden.
Mein Fazit:
Das Werk war nicht unbedingt meins. Die Komplexität machte das Lesen zu einer großen Herausforderung.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Ein Festtag von Swift Graham
Ein Tag im Frühling, ein schönes Buch
Ein ruhiges, schönes Buch, das wie ein Gemälde im Gedächtnis bleibt. Mit der Schilderung eines besonderen Tages, 2 junge Menschen aus ganz verschiedenen Gesellschaftsschichten in einer Liebesbeziehung vereint. Es entsteht auch das Bild einer ganzen Gesellschaft, präzise, hart in ihren Regeln, die kaum jemand hinterfragt.
Ist es erst das dramatische Ereignis, das der jungen Frau einen besonderes, ganz ungewöhnlichen Weg ermöglicht?
Maria Dörfler
Rezensionen von *Vivi*:
Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos
Düstere Tage in Barcelonas Geschichte in einer sprachlich grandiosen Darstellung
"Das Labyrinth der Lichter" ist der vierte Band einer Reihe. Es ist jedoch möglich, das Gesamtwerk mit jeder beliebigen Folge zu beginnen. Anfangs verursachen zwar die fehlenden Hintergrundinformationen etwas Verwirrung, doch nach kurzer Zeit überwindet man diese mithilfe der detaillierten Rückblenden.
Der Roman behandelt auf mehreren Zeitebenen die Geschichte weniger Familien beziehungsweise einiger Opfer des spanischen Bürgerkriegs 1936-1939 und der darauf folgenden Franco-Diktatur. Die Ereignisse spielen sich hauptsächlich in Barcelona und teilweise in Madrid ab. Das sind düstere Episoden, während deren die Angst regierte und ungeahnte menschliche Abgründe sich auftaten.
Der Autor, Carlos Ruiz Zafón, vermittelt diese grauenvolle Zeit in einer eigenwilligen, wunderschönen Sprache. Durch seine bildhafte Erzählung wird die bedrückende Atmosphäre spürbar: Teils wird die Brutalität ins Unerträgliche gesteigert. Erleichterung schaffen die Jahre nach Francos Tod, der Grundton wechselt danach in eine bittersüße Stimmung.
Übersetzer Peter Schwaar hatte mit Sicherheit keine leichte Aufgabe, die komplexen Gedanken von Zafón in deutscher Sprache aufzubauen. Immerhin sind in diesem Buch Sätze über 7-8 Zeilen keine Seltenheit.
"Das Labyrinth der Lichter" bietet viele Facetten, unter anderem spannende Agentenabenteuer, kaltblütige Verbrechen, zwielichtige Regierungsgeschäfte und als Gegenpol die allgegenwärtige Liebe und das moralisch hoch angesetzte Streben nach der Wahrheit.
Die Figuren und die Ereignisse wirken authentisch, die Protagonisten erwecken Sympathie. Ihre dramatischen Schicksale stehen symbolisch für viele Leidtragende.
Das Tempo wird dem Geschehen stets angepasst; mal rasend und verzweifelt, mal zögerlich und unsicher, mal gemütlich und lustvoll-genießerisch. Bei Letzteren treten die Vorzüge von Zafóns Heimatstadt in den Vordergrund: Es ist einmalig, mit seinen Helden zusammen zu leiden, mit ihnen durch Barcelonas Straßen zu streifen und dabei der spanischen Lebensart näher zu kommen. Ein weiterer Lichtblick sind schlagfertige Dialoge, scherzhaft versaute Weisheiten und traumhaft magische Darstellungen einer Stadt in dunklen und in lichtvollen Momenten.
Unter diesen Gegensätzen bleibt ?Das Labyrinth der Lichter - ein durchgehend spannendes Buch - bildhaft, bewegend, voller Emotionen. Keine leichte Lektüre zwischendurch, eher ein anspruchsvolles Monumentalwerk, das die permanente Aufmerksamkeit fordert.
Rezensionen von maggiterrine@web.de:
Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos
Der Faden der Ariadne
Der vierte und voraussichtlich letzte Teil der Buchreihe um den Friedhof der vergessenen Bücher lässt kaum Wünsche offen.
Anders als die vorangegangenden Romane von Zafón entleiht sich "Das Labyrinth der Lichter" viel von alten "Film Noir"-Filmen á la Orson Welles und trumpft mit einem spannenden Ermittlungskrimi rund um die Agentin Alicia Grís auf.
Die Handlung ist mitreißend und natürlich verwebt sich alles mit der Hintergrundgeschichte von "Sempere und Söhne", wodurch auch viele bekannte Chraktere wieder eine recht groß Rollen spielen.
Das beste an diesem Roman (und an allen anderen von Zafón) ist meiner Meinung nach wieder einmal die Metaebene, die viel Raum für Spekulationen lässt! Wie viel von "Alice im Wunderland" steckt in Alicia? Und wer ist eigentlich Ariadna? Und wird sie für den Faden sorgen, mit dem man wieder aus diesem Labyrinth der Ermittlungen herausfindet? Wer Anspielungen und literarische Vergleiche liebt, wird auch diesem Buch etwas abzugewinnen wissen!
Passenderweise werden in diesem Buch viele lose Fäden miteinander verknüpft, so dass man endlich Antworten auf sich bereits aufgestaute Fragen bekommt und die Buchreihe nun wirklich komplett wirkt (Ich möchte ungern "abgeschlossen" sagen, denn wo nun wirklich der Anfang, und wo das Ende ist, kann ja keiner wirklich sagen).
Alles in Allem habe ich die Romane dieser Reihe vorher schon geliebt aber dieses Buch hat mit seinem neuen Ansatz meine Erwartungen wieder einmal übertroffen!
Rezensionen von yellowdog:
Die zwei Leben der Florence Grace von Rees Tracy
Ein Hauch von Austen
Die zwei Leben der Florence Grace ist wirklich ein nettes Buch. Genau das richtige zum runterkommen für gestresste Leute.
Schauplatz ist Cornwall und London, Mitte des 19. Jahrhunderts
Prägend ist die lebhafte Hauptfigur, die junge Florrie Buckley, in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, erfährt sie mit 15 Jahren, das sie aus einer reichen Familie stammt.
Sie heißt jetzt Florrence Grace und lebt bei ihrer neuen Familie, die zwar wohlhabend aber auch ziemlich verkrampft sind. Florrie steht jetzt zwischen den Welten. Die neue mag sie nicht, aber in die alte kann sei auch nicht mehr zurück.
Das hat einen Touch von Jane Austen und ihren Roman Mansfield Park. Aber nicht in dem Sinne, dass die Autorin kopiert hätte, aber vielleicht war sie von Austen beeinflusst. Das ist ja nicht das schlechteste!
Florrie ist als rückblickende Icherzählerin die treibende Kraft der Handlung, der Leser ist immer dicht an ihr dran.
Sie ist so frei aufgewachsen, dass die ganzen formellen, gesellschaftlichen Zwänge ihr ein Gräuel sind.
Die Familie ist leicht exzentrisch, das trifft auch auf den Großvater Hawker zu. Ich finde ihn etwas überzogen. Immerhin eine originelle Figur! Das gilt auch für ein paar andere Nebenfiguren. Aus ein paar hätte man bei den guten Ansätzen mehr machen können. Insbesondere Turlington, der Mann, für den Florrence sich interessiert, beleibt bis zur Buchmitte zu sehr im mysteriösen, wird lange Zeit kaum adäquat eingesetzt. (Später ändert sich das)
Auch Hawkers Rolle wird nicht weiter ausgebaut.
Florence hingegen entwickelt sich immer weiter und meistert ihr Leben.
Ein paar kleinere Längen gibt es in der Handlung, aber doch nur in einem geringen Ausmaß und kaum nachteilig spürbar. Das ist mir lieber als eine Überfrachtung der Handlung.
Auffällig auch die Dialoge, die Tracy Rees sehr schön gestaltet.
Ich glaube, dass Die zwei Leben der Florence Grace ein Erfolg wie ?Die Reise der Amy Snow? wird und Tracy Rees sich somit als wichtige Autorin im Genre etabliert.
Rezensionen von LadyIceTea:
Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos
Ein toller Abschluss für meine Reise durch die Bibliothek der vergessenen Bücher
Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ?Das Labyrinth der Lichter?, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert.
Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.
Ich habe zuvor die drei anderen Bücher der Reihe gelesen und zusammen mit ?Der Gefangene des Himmels? hat mich dieses Buch wirklich überzeugt.
Carlos Ruiz Zafón hat mich wieder durch seine meisterlichen Verknüpfungen absolut begeistert. Das ist für mich immer wieder ein Highlight gewesen. Er schafft es alle Fäden der drei Bände und die vielen zumeist wirren Fäden aus dem Labyrinth zu einem gleichzeitig schillernden und düsteren Bild zu verbinden. Er baut Brücken zwischen den einzelnen Romanen, die ich oft so nicht so erwartet habe.
Die Figuren habe ich nach vier Bänden wirklich in mein Herz geschlossen. Keine von ihnen ist perfekt oder der strahlende Held. Alle haben ihre dunklen Schattenseiten, sowie Ecken und Kanten.
Die Geschichte dieses Romans ist im Vergleich zu ?Der Schatten des Windes? oder ?Das Spiel des Engels? actiongeladener und konnte mich mehr mitreißen. Es gab zwar auch hier diese typischen ruhigen und langatmigen Stellen, die jedoch immer wieder von knackigen und spannenden Kapiteln abgelöst wurden.
Carlos Ruiz Zafón beantwortet in diesem Band auch noch einige Fragen und löst einige Umstände auf, die in den letzten Roman noch offengeblieben sind. Das hat es für mich persönlich, zu einem sehr guten Abschluss gemacht.
Durch die wunderbaren Verknüpfungen der Bände und den gelungenen Abschluss, kann ich dieses Buch alles Zafón Fans nur empfehlen.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Ein Festtag von Swift Graham
Langsamkeit der Unterhaltung
Graham Swift erweist sich in diesem Roman als der König des Konjunktivs. Vor und nach dem Liebesakt wird überlegt, was möglich gewesen wäre oder was geschehen könnte. Damit ergibt sich auch aufgrund der Langsamkeit der Erzählung eine Langweile in großem Ausmaß, trotz der nur 142 Seiten. Dieses Buch empfiehlt sich bei Einschlafstörungen.
Bei etwaigen Nebenwirkungen fragen Sie ihren Bibliothekar oder Buchhändler.
Rezensionen von i.weilharter@ais-jugend.at:
Ein Festtag von Swift Graham
Und ewig grüßt das Murmeltier....
Erleichterung, ob der geringen Seitenanzahl, hat sich bei mir eingestellt - ich hätte nicht länger bzw. mehr davon lesen wollen.
Die Story klingt vielversprechend, das Cover ist es auch, aber die Ausführung hat mir nicht gefallen.
Das Stilmittel der Wiederholung - immer wieder werden der Tag bzw.
seine Ereignisse aufgegriffen - weil so ereignisreich und prägend, das habe ich schon verstanden - finde ich auch nicht wirklich gelungen.
Darüber hinaus versteht der Autor schon zu erzählen, seine Sprache ist schön und durchaus künstlerisch wertvoll - trotzdem war die Lektüre extrem langatmig oder in der Sprache des Autors ausgedrückt: very boring!






