Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Aimées geheimer Wunsch von Kelly Doust
Ein Buch wie ein Bilderteppich
Da ist der Autorin etwas sehr Schönes gelungen, eine Geschichte über das Lebensgefühl der Frauen in unterschiedlichen Zeiten, aber dennoch mit immer der gleichen Sehnsucht nach Liebe und Erfüllung.
Im Jahr 1891 stickt Aimée mit Hingabe an einem Kragen, der für ihr Hochzeitskleid gedacht ist. Sie kennt ihren zukünftigen Mann nicht und blickt deshalb sehr unsicher in die Zukunft.
Ihr strenger Vater erlaubt ihr keine Bildung, und so liest sie heimlich, wissbegierig wie sie ist.
Mit der leider nicht sehr ausführlichen Geschichte Aimées umrahmt das Buch die Geschichte dieses gestickten Kragens, der in viele unterschiedliche Hände gerät. So viele unterschiedliche Leben, so viel Unglück in all diesen Schicksalen, ob in London, Paris, Rom oder Istanbul. Verbindend dazwischen gesetzt ist das Leben von Maggie und ihrer Familie in der Jetzt-Zeit. Maggie ist Auktionatorin und Gutachterin, liebt alte Dinge und forscht nach deren jeweiliger Geschichte. Sie reibt sich auf zwischen Arbeit und Familie, will allem und allen gerecht werden und trägt doch selbst eine tief verborgene geheime Not in sich.
Bewundernswert ist der Schreibstil, der gekonnt in die jeweilig dargestellte Zeit und Person schlüpft und sehr bildhaft Sequenzen aus deren Leben beschreibt. Wie ein Bilderteppich webt sich dieses Buch durch die Zeiten, einzige Konstante der perlenbestickte Kragen... Faszinierend und wunderschön!
Rezensionen von Wolly:
Last Minute Vegetarisch Richtig lecker kochen in nur 10 bis 20 Minuten von Weber Anne-Katrin
Hält was der Titel verspricht
Last Minute vegetarisch hält genau was der Titel verspricht. Die Rezepte sind einfach nachzumachen, es geht schnell und meistens sind die Zutaten auch nicht allzu exotisch. Schonmal ein Pluspunkt für Jeden der es einfach und unkompliziert mag. Auch wer auf die Gestaltung großen Wert legt ist bei diesem Buch gut aufgehoben.
Wertig Verarbeitung, schöne Bilder und eine gute Übersichtlichkeit machen das Buch zu einem schönen Helfer am heimischen Herd. Besonders die Küchentricks vom Profi sind unabhängig von den Rezepten gerade für Menschen mit Zeitmangel gold wert.
Auch bei der Auwahl der Gerichte braucht sich dieses Buch nicht zu verstecken. Unter der Kapitelüberschrift "Schnell mal" finden sich Salate, Aufstriche, leichte Speisen, Pestos, deftiges, Stullen, knuspriges, Smoothies und süßes. Wie man sieht ist also für alle Gelegenheiten etwas dabei. Die Rezepte selbst sind dabei auf das wesentliche Beschränkt, mit Portionsangabe und Kochdauer versehen und bebildert, sodass selbst bei unerfahrenen Köchen nichts schief gehen sollte. Gewünscht hätte ich mir noch eine ungefähre Nährwertangabe vielleicht zumindest in Form von einer Farbskala oder ähnlichem. Wer sich gesundheitsbewusst ernährt möchte schließlich wissen womit er es zu tun hat. Dies ist aber schon Kritik auf hohem Niveau, denn grundlegend findet sich hier wirklich alles was man braucht. Und die schmackhaften Gerichte sind meiner Meinung nach auch für Nicht-Vegetarier gut geeignet. Veganer werden wahrscheinlich nicht zu 100% glücklich. Zwar findet sich auch eine gute Anzahl veganer Gerichte, die auch als solches gekennzeichnet sind, aber einiges kommt doch nicht ohne Milchprodukte, Eier und Co. aus. Da sollte einfach jeder für sich entscheiden. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit den bisher ausprobierten Rezepten und kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.
Rezensionen von TheUjulala:
Meer Liebe auf Sylt von Claudia Thesenfitz
Enttäuschend, kitschig und voller Klischees.
Hier geben sich Klischee und Stereotype die Hand und spazieren gemeinsam in den Sonnenuntergang.
Mein drittes Buch aus vorablesen.de ist mal wieder eine Enttäuschung. Die Leseprobe hatte mir richtig Spaß gemacht und versprach ein amüsantes Buch über zwei middel-aged Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können.
Leider haben die weiteren Kapitel meine Hoffnung nicht erfüllt.
Das Cover:
Das Klappenbild gefällt mir überhaupt nicht, aber es bildet das passende Pendant zu Thesenfitzs Debut-Roman ?Sylt und Selter?. Das geschulte Auge sieht sofort, dass das Model in die Szenerie hineingebastelt ist. Es passt mit seiner Aufmachung zu einem typischen Sommer-Sonne-Liebe-Roman, dem man von vornherein keine tiefgründigere Thematik zutraut. Darauf hätte ich vielleicht achten sollen.
Die Handlung:
Die zwei Omas Henrietta, ein konsumgeiles Karriereweib, und Ulla, die Verkörperung aller Esoteriktheorien, treffen auf Sylt zwangsweise zusammen und müssen alleine auf ihre gemeinsame 2jährige Enkelin Emma aufpassen. Alex, die Tochter von Henrietta und die Mutter des Schützlings, ist nach Amerika abgehauen, um ihre Ehe zu retten. Die beiden Großmütter können sich nicht ausstehen und prallen in der romantischen Kulisse des Sylters Meer und Dunenlandschaft aufeinander. Glücklicherweise werden die beiden noch von Henriettas älteren Tochter Jana unterstützt.
Der Sprachstil:
Anfangs war es frech und amüsant. Mit ironischem Augenzwinkern nahm Claudia Thesenfitz die beiden unterschiedlichen Lebensanschauungen unter die Lupe. Das hatte mir sehr gut gefallen. Mit Zuname der Seiten geht aber diese anfängliche Spritzigkeit total verloren und ergeht sich nur in langweiligen Beschreibungen eines Urlaubsalltags der High-Society auf Sylt. Es wurde mehr wörtliche Rede verwendet, aber die Dialoge wurden immer stumpfer und schwacher. Allgemein ist die Sprache doch eher normal ohne besonderen Merkmalen oder herausragender Wortgewandtheit.
Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ist leider etwas sehr zu plötzlich aber die ersten Kapitel haben mir dennoch richtig Spaß gemacht. Mit herrlich bissiger Zunge beschreibt Claudia Thesenfitz das erste Aufeinanderprallen der beiden Welten ?Konsum" gegen ?Öko". Trotzdem blieb dieser ?Eklat? zwischen den beiden Personen einfach aus. Dabei hat sich das Thema auch extrem gewandelt. Versprach der Klappentext und die Leseprobe den ironisch überspitzen Konflikt zwischen Esotante und Konsumweib, ging es plötzlich um pseudo-tiefgründige Gedanken über Kinderkriegen ab 40 und Sexualität im Alter - und das leider seitenweise. Das wollte ich eigentlich nicht lesen und wäre in meinen Augen eine glatte Themaverfehlung. Was sich anfänglich als frotzelndes Schubladenschubsen anmutete eskalierte in ein reines nervtötendes Rumreiten auf typischen Frauen-Klischees.
In die Personen konnte ich mich von Anfang an nicht einfühlen. Obwohl mir die übertrieben gezeichneten Charaktere anfangs gut gefallen hatten, wird es nur noch kitschig und stereotypisch. Aber eine besondere Tiefe konnte ich zu keinem aufbauen. Die Persönlichkeiten waren mir zu einseitig und klischeehaft.
Ab Mitte hatte ich das Gefühl ein anderes Buch in der Hand zu halten. Die Handlung ist von Anfang an nicht wirklich spektakulär und baut dann auch immer mehr ab. Trotz Henriettas Amüsement mit dem heißesten Flirt, kann mich die Geschichte nicht hinterm Ofen hervorlocken.
Abhängig von den vorkommenden Personen war auch die Erzählperspektive und Länge der Kapitel sehr unterschiedlich. Zunächst beschränkte sich Claudia Thesenfitz darauf, die Kapitel auch nur in der Sicht einer Person zu schreiben. Später aber mischte sie ständig und mich hat das furchtbar gestört.
Die letzten Seiten habe ich gar nicht mehr gelesen. Nur noch auf die letzten Seiten geguckt. Und trara!, sie haben sich ja doch alle so lieb.
Rezensionen von Ela_Ela:
Meer Liebe auf Sylt von Claudia Thesenfitz
Knox & Harlow : )
Harlow kann nicht glauben, dass der drei Jahre ältere Knox sein Versprechen hält, auf sie zu warten, bis sie endlich zusammen sein können. Schließlich ist sie es, die den Pakt bricht: Als Knox sie an ihrem achtzehnten Geburtstag anruft, hat sie ihr Herz einem anderen geschenkt. Aber sie merkt schnell, dass sie eine katastrophale Wahl getroffen und sich an den Falschen gebunden hat.
Wird Knox ihr je verzeihen können ? oder ist es bereit zu spät?
Da ich die Autorin total gerne habe und ihre Bücher sehr gerne lese, wollte ich dieses natürlich sofort verschlingen, als ich es in den Händen hielt. Ich mochte den Schreibstil wieder total gerne und bin einfach nur durch diese Seiten geflogen.
Doch die Thematik dieses Buch hat mich absolut getroffen, wie kann man so krank sein und das seiner Ehefrau antun, ich verstehen das nicht und ich werde es auch nie verstehen. So oft habe ich mir gedacht und jetzt spring ich rein und tu ihm das an.
Knox mochte ich schon im ersten Buch, wo es um Grey & Jagger ging. Und jetzt ist er mir noch sympathischer geworden. Harlow hat mir das ganze Buch über Leid getan, so etwas wie sie erlebt hat, sollte keiner erleben in diesem jungen Alter.
Fazit: Dieses Buch war wieder eine emotionale Achterbahnfahrt wo ich nicht wusste, was ich denken und fühlen soll. Ich war hin - & hergerissen zwischen Verständnis und unglaublicher Wut. Von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne.
Serie:
1. Letting go - Wenn ich falle
2. To the stars - Wenn du die Sterne berührst
Rezensionen von city of books:
Forever 21 von Crow Lilly
Vielversprechender Start, der leider nicht lange anhält...
Ava ist 21 Jahre alt. Für immer. Sie hat eine schwere Schuld auf sich geladen und wurde zur Strafe mit einem dunklen Fluch belegt. Nun muss sie immer wieder durch die Zeit reisen, an immer neue Orte, in unterschiedliche Situationen. Nur ihre Aufgabe ändert sich nie: Sie muss zwei Seelenverwandten helfen, zueinanderzufinden.
Dazu hat sie jedoch nie viel Zeit. Ihr Blut ist wie Säure, und wenn sie sich nicht beeilt, ihre Aufgabe zu erfüllen, leidet sie unsagbare Schmerzen.
Der Klappentext hat sich sehr toll angehört und auch das Cover hat mich sehr angesprochen, weshalb ich das Buch zum Glück in einer Leserunde lesen durfte. Was soll ich sagen...?, das Buch konnte mich letztendlich leider nicht überzeugen.
Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und angenehm zu lesen, weshalb man nur so durch die Seiten fliegt. Erzählt wird sowohl aus der Sicht von Ava, als auch aus der von Kyran, was mir gut gefallen hat, denn so hatte man verschiedene Einblicke in die Geschichte.
Ava war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie geht mit ihrer sehr ungewöhnlichen Situation sehr bemerkenswert um und hat mich deswegen oft überrascht. Kyran ist ein wenig eigen und auch verschlossen, was ihn in meinen Augen sehr interessant macht, allerdings konnte ich sein Verhalten immer weniger nachvollziehen. Es wurde einfach merkwürdig und gegen Ende ziemlich dämlich und unüberlegt. Die wechselnden Nebencharaktere haben immer frischen Wind in die Geschichte gebracht, was einerseits sehr gut war, andererseits konnte man dadurch aber keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen, was ich sehr schade fand.
Die Idee an sich hat mir sehr gut gefallen und ich finde, dass es ein Mix aus Changers & Rubinrot ist, mit dem Zusatz, dass unsere Protagonistin Amor spielen muss indem sie Liebende zusammenbringt. Das hört sich richtig gut an, doch leider ist die Umsetzung nicht wirklich gelungen und es wurde sehr viel Potenzial verschenkt.
Zu Anfang war das Buch sehr spannend. Es gab sehr viele Fragen und es wurden immer wieder Andeutungen geäußert, weshalb man ziemlich viel gerätselt hat, was die Geschichte sehr aufregend gemacht hat, man immer neugierig war und weiter lesen wollte. Ich muss allerdings sagen, dass die Probleme, die in dem Buch auftreten für mich viel zu schnell und einfach gelöst wurden, weshalb einem alles sehr konstruiert vorkam. Noch dazu kam, dass ich die Gefühle, die in diesem Buch entstehen, nicht wirklich autentisch fand und mir somit die Tiefe gefehlt hat.
Ein wichtiger Punkt, der mir zunächst nicht direkt aufgefallen ist, ist dass im Buch sehr viele Logikfehler vorhanden sind. Die Zeiten waren einfach nicht stimmig, was ein wenig Verwirrung gestreut hat und zudem bei einem Zeitreiseroman ein totales No go ist.
Insgesamt konnte mich die Geschichte leider nicht packen. Es gibt doch einige Schwächen und es wurde viel Potenzial verschenkt. Nichts desto trotz hat mir das Buch Spaß gemacht, auch wenn es eher seichte Unterhaltung bietet.
Rezensionen von vielleser18:
Alles, was ich nicht erinnere von Khemiri Jonas Hassen
Erinnerungen
"Ich rede mir ein, dass ich ein Teil der wirklichen Welt bin, dass Wörter nicht wichtiger als Menschen sind, dass ich nichts anderes will, als versuchen zu verstehen, was geschehen ist. " (Zitat, S. 315).
Samuel ist tot. Gestorben bei einem Autounfall. Selbstmord oder Unfall ? Die Geschichte "Alles, was ich nicht erinnere" ist ein Roman der ganz anderen Art.
Interessant, manchmal verwirrend, es braucht auch vom Leser Konzentration und vor allem Aufmerksamkeit. Doch wenn man sich hinein gefunden hat, dann ist es eine sehr intensive Geschichte, bei der man selber nachdenkt, selber versucht sich eine Meinung zu bilden.
Das Grundgerüst des Romanes ist einfach. Ein schwedischer Journalist/Autor versucht das Leben des letzten Jahres von Samuel und vor allem dessen Tod zu rekonstruieren. Warum, wieso, weshalb ? Dafür befragt er die Menschen, die Samuel kannten. Angefangen von Mitarbeitern des Heimes, in dem seine Großmutter (deren altes Haus übrigens auch eine große Rolle spielt) liegt, über Nachbarn, der Pantherin (eine Freundin, die in Berlin lebt) und vor allem kommen Samuels Freund und MItbewohner Vandad und seine Freundin Laide zu Wort.
Am Anfang muss man sich reinfinden. Wiedergegeben sind immer nur die Antworten, die Berichte der Bekannten und Freunde. Keine Fragen. Es liest sich wie ein Protokoll von Gesprächen, wie die Niederschrift von Aufnahmeprotokollen, was sie auch darstellen sollen. Die Antworten der verschiedenen Interviewpartner werden nur durch Sternchen abgegrenz, wechseln häufig, meist sind es nur sehr kurze Passagen und jedesmal muss man überlegen, wer berichtet hier gerade ? Doch nach einer Weile habe ich mich hineingefunden in diesen besonderen Erzählstil.
Mehr als interessant wird es spätestens als Vandad und Laida erzählen. Abwechselnd. Manchmal zu den gleichen Ereignissen. Jeder aus seiner Sicht - meist erzählen sie widersprüchlich. Man kommt als Leser ins Grübeln - wer hat Recht, wer übertreibt oder erzählt nicht die (ganze) Wahrheit? Der Autor zeigt auf, dass je nachdem aus welchem Blickwinkel über Samuel berichtet wird, das Bild sich ändert. Verzerrt wird, verschleiert wird, gefiltert wird. Eine gelungene Darstellungsweise von Khemiri. Man fragt sich, wer war Samuel wirklich ? Wie war er und woran lag es, dass er so unterschiedlich wahrgenommen worden ist. Hat jeder nur sein eigenes (Wunsch)Bild projeziert ?
Vor allem sieht man immer Samuel vor sich, der sich wahrscheinlich genauso zwischen seinen Mitmenschen aufgerieben hat. Was hat schlußendlich zu seinem Tod geführt ?
Durch die Berichte seiner Mitmenschen merkt man, wie sich die Situation, die Stimmung bei Samuel immer mehr zugespitzte.
Als Leser versucht man sich ein eigenes Bild zu machen, was nicht immer leicht ist.
Was bleibt ist der Tod eines jungen Mannes, der sich verraten und letztendlich verlassen und ungeliebt gefühlt haben muss, der keinen Sinn mehr in seinem Leben sah, sich entwurzelt gefühlt hat und ohne Hoffnung.
Fazit:
Man muss ich einlassen auf die Erzählweise, auf die Geschichte und die Protagonisten. Es ist eine ganz andere Leseerfahrung. Anspruchsvoll, manchmal verwirrend, aber interessant, sehr gut aufgebaut, man muss Nachdenken und MItdenken.
Rezensionen von city of books:
Ana und Zak von Katcher Brian
Nerd + Streber = verdrehte Geschichte mit Kuss
Ana und Zak leben auf zwei verschiedenen Planeten - bis zum ersten Kuss...
Das blaue Cover mit den lustigen Figuren ist mir sofort aufgefallen und nach dem mir auch noch der Klappentext ziemlich gut gefallen hat, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Zum Glück habe ich das Buch als Leseexemplar erhalten, denn mir hat die Geschichte richtig gut gefallen.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm, flüssig und sehr locker, weshalb man nur so durch die Seiten fliegt und das Buch sehr schnell gelesen hat. Die Geschichte wird abwechselnd aus Anas und Zaks Perspektive erzählt, was mir sehr gut gefallen hat, denn so konnte auf beide Charaktere gleich gut eingegangen werden.
Ana ist anfangs ein wenig oberflächlich. Sie macht nur das, was von ihr erwartet wird und dadurch ist sie ziemlich unglücklich. Sie macht sich auch selbst sehr viel Druck und man hat Mitleid mit ihr, aber im Laufe der Geschichte wird man sehr oft von ihr überrascht und sie macht eine sehr tolle Entwicklung durch. Zak ist der typische Nerd. Macht sich keine wirklichen Gedanken über sein Leben und ist ziemlich faul. Durch seine humorvolle Art mochte ich ihn allerdings von Anfang an sehr und man merkt auch, dass noch mehr hinter seiner lustigen Fassade steckt...
Sowohl die Handlung, als auch das Setting haben mir definitiv zugesagt. Es war mal etwas anderes und durch die spannenden, rasanten und auch leicht verdrehten Geschehnisse musste ich doch manchmal ziemlich schmunzeln. Die Geschichte besitz aber auch eine gewisse Tiefe. Es werden immer wieder Anspielungen gemacht, die immer mehr aufgedeckt werden, was mir sehr gut gefallen hat, denn so war es nicht nur lustig und süß.
Insgesamt kann ich nur sagen, dass mir die Geschichte richtig gut gefallen hat. Es ist ein Buch voller Witz, Schmerz, Verlust, Trauer und auch der ersten Liebe. Für jeden, der gerne eine süße kurzwellige nicht ganz so typische Liebesgeschichte lesen möchte definitiv eine Empfehlung!
Rezensionen von Xirxe:
Hool von Winkler Philipp
Wenn Fussball und Gewalt der Sinn des Lebens sind
Für den 27jährigen Heiko Kolbe gibt es nur wenig im Leben was ihm wichtig ist, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat: Es sind seine Freunde, mit denen er seine Liebe zum Fußball und zur Gewalt teilen kann. Immer wieder treffen sie sich zu Matches mit Gleichgesinnten aus anderen Städten, wo es ausschließlich darum geht, sich gegenseitig zusammenzuschlagen.
Den Kick, den sich Andere beim Bungeejumping oder Bergsteigen holen, erhalten diese jungen Männer durch Schlägereien bis auf's Blut, wobei die Gegnerschaft im Fußball der bereits vorhandenen Aggressivität noch einen zusätzlichen Schub verleiht.
Nach Niemand ist bei den Kälbern ist dies bereits das zweite Buch in kurzer Zeit, das mir einen Einblick in eine Welt liefert, die bei Hool zwar im wahrsten Sinne des Wortes um die Ecke liegt; doch wovon hier erzählt wird, wirkt so weit entfernt, als wäre von einem anderen Planeten die Rede. Wunstorf, Luthe, Hannover - all diese Orte, in denen Heiko sich aufhält, sind mir gut bekannt. Aber in seinem Leben gehören Alkohol und Drogen ebenso wie Gewalt und Kriminalität zum Alltag. Da werden Anabolika gehandelt, Drogen vertickt und konsumiert, Tierkämpfe mit Wettgeschäften veranstaltet; es wird gesoffen, gekifft und wenn es einem gerade danach ist, einer zusammengeschlagen. Klar weiß ich, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen (oder sowas in der Art) ist und es in unserer Gesellschaft Bereiche gibt, in denen die Uhren anders gehen. Doch was Philipp Winkler hier überzeugend durch seinen Protagonisten erzählen lässt, ist für mich eine völlig fremde Welt, obwohl sie in meiner unmittelbaren Nachbarschaft existiert.
Heiko ist kein wirklicher Sympathieträger ? wie könnte es bei einem Hooligan auch anders sein? Doch auch wenn seine Sprache vulgär, brutal und derb ist, ist er ebenso wenig der Widerling und die Dumpfbacke schlechthin, wie man vermuten könnte. Er war auf dem Gymnasium (wenn auch ohne Abschluss), machte Zivildienst und lehnt Nazis ab. So wie er seine Ruhe will, lässt er die Anderen in Ruhe und wäre nicht diese ständig schwelende Wut in ihm, der er bei den Matches freien Lauf lässt, könnte er der nette junge Nachbar von gegenüber sein. In Rückblicken, die in die laufende Erzählung immer wieder eingeschoben werden, wird erkennbar, woher diese Wut letzten Endes kommt. Auch der Blick auf Heikos Freunde widerspricht dem Klischee der rechten Schläger. Sie sind ebenfalls keine Nazis: Kai ist ein lebensfroher Student; Jojo ein braver Sohn, der bei seiner Mutter lebt.
Es ist ein brutales und grausames Buch ohne Schwarz-Weiß-Malerei, das ungemein realistisch wirkt und gerade im Hinblick auf die aktuellen Diskussionen um das Auseinanderdriften der Gesellschaft ein wichtiger Beitrag sein kann. Ich habe auf jeden Fall einen Einblick in eine Welt erhalten, der mir sonst nicht möglich gewesen wäre. Dafür Danke!
Rezensionen von niknak:
Hool von Winkler Philipp
Eine Liebe mit vielen Schwierigkeiten
Inhalt:
(Klappentext)
Betti ist mit Leib und Seele Konditorin und führt erfolgreich ein kleines Café. Philip arbeitet als Koch in einem Restaurant. Bei einem Abendessen mit Freunden treffen sie aufeinander und kommen sich schnell näher.
Betti hat sich geschworen, ihr Herz nie wieder für jemanden zu öffnen.
Zu viel ist in ihrer Vergangenheit schon passiert. Philip würde gerne mehr über sie erfahren. Schon einmal hat er eine böse Überraschung erlebt. Wie soll er sich da auf eine Frau einlassen, die er kaum kennt?
Gemeinsam engagieren beide sich für Flüchtlinge, doch das wird nicht von jedem gerne gesehen. Werden sie es schaffen, sich einander zu öffnen und die Hindernisse zu überwinden, die man ihnen in den Weg stellt?
Mein Kommentar:
Die Autorin Sandra Halbe hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der sich leicht und schnell lesen lässt.
Die Geschichte ist aus zwei verschiedenen Perspektiven zu unterschiedlichen Zeiten erzählt. Zum einen erfährt man die Geschichte von Philip, welche er in der Gegenwart erzählt. Andererseits beginnt Bettis Geschichte in der Vergangenheit und kommt langsam in die Gegenwart, sodass sich beide Geschichten irgendwann miteinander verbinden. Obwohl sie ganz verschieden sind, ist es sehr interessant beide Sichten der Geschichte zu lesen und zu beobachten wie sie immer weiter aufeinander zutriften, bis sie schließlich miteinander verbunden sind.
Die Autorin hat die Personen sehr genau beschrieben, sodass sie beim Leser richtig lebendig ankommen. Auch die Nebenrollen wurden gut beschrieben und kommen sehr sympathisch rüber.
Aber auch die Landschaft und die Gegend werden sehr gut und genau beschrieben. Man kann sich immer ein gutes Bild von der Kulisse machen, in der die Geschichte spielt. Ich finde diese Liebe zum Detail von der Autorin sehr gelungen. Obwohl alles so genau beschrieben ist, hat sie es perfekt in die Erzählung eingebaut, sodass es nicht zu viel ist und langweilig wirken könnte. Es untermauert eher noch die Geschichte an sich.
Auch die Gefühle der Protagonisten kommen sehr gut rüber, da die Autorin einen sehr emotionalen und gefühlsbetonten Schreibstil hat. Man leidet sehr oft mit den Charaktere mit und freut sich auch mit ihnen. Man fühlt sich als Leser fast in die Geschichte hineinversetzt.
Besonders toll finde ich, dass es der Autorin gelungen ist hochaktuelle Themen in die Liebesgeschichte einfließen zu lassen und den Leser damit zum Nachdenken anzuregen. Es wird das Thema Flüchtlinge sehr gut aufgegriffen und behandelt, aber auch die Depressionen werden angesprochen. Wie Kinder depressiver Eltern damit umgzugehen lernen und wie es ihnen dabei ergeht auch mit ihrer verlorenen Kindheit spielt eine wichtige Rolle in diesem Buch. Das finde ich sehr schön. So liest man das Buch und es lässt einen auch danach nicht sofort los, da einem diese Themen noch länger in Erinnerung bleiben.
Mein Fazit:
Ein wirklich tolles Buch mit vielen Emotionen, das den Leser beschäftigt und zum Nachdenken anregt. Wirklich sehr empfehlenswert.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Hool von Winkler Philipp
Japanische Kultur leicht gemacht
Inhalt:
Vanessa Faber fliegt für drei Monate als Au - Pair nach Tokyo um sich selbst wiederzufinden. Ihre Gastmutter bringt sie jedoch sehr schnell an ihre Grenzen. Deshalb will sie ausziehen und findet sich sehr schnell bei Saki wieder. Die beiden Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein können, freunden sich an.
Vanessa soll Saki bei ihrem interkulturellem Hilfsdienst helfen, wenn auch sehr widerwillig stimmt Vanessa zu. Dabei lernt sie auch einen Japaner kennen. Dadurch stellt sich die Frage für Vanessa. Gehen oder bleiben?
Mein Kommentar:
Die Autorin war mir durch ihr Buch "Ein Mitbewohner zum Verlieben" bereits bekannt. Ich mag ihren Schreibstil. Er zieht den Leser direkt nach Japan. Es ist ein bisschen so, als wäre man selbst vor Ort.
Die kulturellen Unterschiede von Japan und der "westlichen Welt" kam sehr gut zu Geltung. Immer wieder waren japanische Traditionen eingebaut. Auch waren einige japanische Wörter eingebaut, die jedoch immer auch auf Deutsch übersetzt wurden. Dadurch konnte man auch einiges von Japan lernen. Ein Wort, das mir wahrscheinlich immer in Erinnerung bleiben wird - "Bento". Bentos sind mehr oder weniger Lunchboxen aus Fertiggerichten.
Ich finde es schade, dass man nicht viel von der Vergangenheit der Protagonisten erfahren hatte. Nur von Vanessa erfuhr man ein bisschen, aber leider auch nicht besonders viel.
Die Gefühle der Charaktere kommen jedoch sehr gut zur Geltung. Da das Buch aus der Sicht von Vanessa geschrieben ist, sind es überwiegend ihre Gefühle, die der Leser vermittelt bekommt. Trotzdem konnte ich mich auch in die anderen Protagonisten gut hineinversetzen.
Vanessas Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit waren sehr aussagekräftig. Manchmal war sie kurz davor aufzugeben, hielt jedoch durch und kämpfte. Dadurch bewies sie einen starken Willen und viel Kraft. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht leicht ist, ganz alleine in einer total anderen Kultur zu sein und man dort niemanden kennt.
Mein Fazit:
Ich fand das Buch sehr gut. Es weist auf die kulturellen Unterschiede von Japan und Europa, macht jedoch total Lust darauf Japan einmal selbst kennenzulernen. Es ist ein super Buch für zwischendurch, da man beim Lesen nicht viel denken muss.
Ganz liebe Grüße,
Niknak








