Kunden em pfehlungen
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf
Unsere Seelen bei Nacht
?Unsere Seelen bei Nacht? war mein erstes Buch des Autors und hat mich neugierig auf seine anderen Werke, die ebenfalls in der Kleinstadt Holt spielen, gemacht.
Der Schreibstil des Autors ist sehr geradlinig und schnörkellos. Die Sätze sind eher kurz gehalten und verlieren sich fast nie in ausschweifenden Ausführungen.
Ich persönlich mag diese etwas kargere Art zu schreiben sehr und konnte mich daher sehr schnell mit dem doch eher ungewöhnlichen Schreibstil anfreunden. Die wörtliche Rede ist nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet, so dass mir hier die Orientierung etwas schwer viel, ich konnte mich daran jedoch auch gut gewöhnen.
Die Charaktere Addie und Louis habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Der Autor ist mit den Beschreibungen der beiden und generell mit den Beschreibungen der Personen sehr zurückhaltend und überlässt vieles der Imagination des Lesers. Der Fokus lag so weniger auf den einzelnen Personen, als auf der Beziehung zwischen ihnen. Das ist für mich ungewöhnlich gewesen, war aber enorm erfrischend und eine willkommene Abwechslung zu meiner sonstigen Lektüre.
Die Handlung hat mich in ihrer Schonungslosigkeit gerade zum Ende hin überrumpelt? und mich durchaus unbefriedigt zurückgelassen. Dennoch ist es auf perfide Weise passend und ehrlich.
Insgesamt bin ich mit dem Buch vollends zufrieden, es hat mich überrascht und mitgenommen, die Aufmachung der Charaktere und der Erzählung war für mich eine interessante neue Leseerfahrung. Ich werde in Zukunft definitiv noch weitere Bücher des Autors lesen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Bärenschwur von Gebhart Ryan
Emil, 11 Jahre aus Igls,
Tyson ist 13 Jahre alt und er liebt Pizza und Bären. Er möchte unbedingt mit seinem Großvater "Gramps" im Grand-Teton-Nationalpark jagen gehen. Doch sein Vater ist strikt dagegen, da er fürchtet, dass Tyson dabei etwas zustoßen könnte. Brighton war Tysons bester Freund, doch er hat auf einmal andere Interessen und sie verstehen sich in letzter Zeit nicht mehr.
Gramps und Tyson schaffen es, Tysons Vater auszutricksen und gehen heimlich auf ein Jagdwochenende. Sie haben dort ein Erlebnis, das Tyson nie vergessen wird.....
Auf einer Skala von 1-5 würde ich dem Buch 3 Punkte geben. Gut gefallen hat mir das Thema an sich, da ich nie ein Buch übers Jagen gelesen habe. Die Geschichte war auch gut aufgebaut.
Weniger gefallen hat mir, dass das Jagen zu kurz gekommen ist, dafür hätte der Autor andere Themen weglassen können, die eigentlich für die Geschichte nicht wichtig waren. Trotzdem würde ich das Buch empfehlen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
William Wenton 1: William Wenton und die Jagd nach dem Luridium von Peers Bobbie
Christoph, 12 Jahre aus Flaurling,
William Wenton ist der beste Codeknacker, den die Welt je gesehen hat. Eines Tages knackte er einen angeblich unlösbaren Code, doch dann wird er von wildfremden Personen entführt. Sie brachten ihn in das Institut für Posthumane Forschung. Später stellte sich heraus, dass er zu den Kandidaten gehört, deren Job es ist, die Menschheit vor dem gefährlichen Stoff "Luridium" zu beschützen.
Gemeinsam mit Iscia stürzte er sich in ein spannendes Abenteuer.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil da sehr lustige Roboter im Buch vorkommen und ich deswegen viel lachen musste.
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Ingo, 11 Jahre aus Hall:
William Wenton lebt mit seiner Familie unter einem falschen Namen in Norwegen. Er knackt, wie sein Opa, für sein Leben gerne Codes. Als er den schwierigsten Code der Welt knackt, wird er auf einmal von merkwürdigen Menschen beobachtet. Dann wird er von Leuten vom Institut für Posthumane Forschung entführt. Er ist einer der "Kandidaten", die die Welt vor dem gefährlichen, selbstdenkendem Metall Luridium schützen sollen. Doch seine Gegner sind schlauer als gedacht und eine gefährliche Jagd beginnt.
Das Buch ist sehr spannend und hat mir gut gefallen. Ich würde das Buch ab etwa 9 Jahren empfehlen.
Rezensionen von BookHook:
Das Herz der verlorenen Dinge von Tad Williams
Von Schlachten und Belagerungen ? düstere High Fantasy Fortsetzung
Meine Meinung:
?Kriege enden nicht? (S. 98)
Mir war nicht bewusst, dass ?Das Herz der verlorenen Dinge? eine Fortsetzung des ?Osten Ard?- Zyklus (?Das Geheimnis der großen Schwerter?) ist, dessen ersten Band Tad Williams bereits vor knapp 30 Jahren geschrieben hat. Entsprechend ist die Welt von ?Osten Ard? eine Welt, die der Autor schon zuvor in vier Büchern entwickelt und aufgebaut hat.
Mit einer markanten Geografie, klassischen wie neuen Fantasy-Wesen, einer ganz eigenen Magie-Form (das ?Singen?), mehreren sehr unterschiedlichen Volksstämmen mit eigenen Sprachen und Namensgebungen sowie einer sehr ausgeklügelten und faszinierenden ?Historie? lässt die Welt von Osten Ard sicherlich das Herz eines jeden High-Fantasy-Fans höher schlagen, gar keine Frage!
Da dies mein erstes Buch aus dieser Reihe war, ist mir der Einstieg allerdings ungewöhnlich schwer gefallen. Tad Williams hat auf den Seiten 327 ff. eine kurze Abhandlung über die Feen-Völker Osten Ards und deren Geschichte geschrieben, die man als ?Osten Ard Neuling? auf jeden Fall vor der eigentlichen Geschichte lesen sollte, die ich aber in allen ihren Zusammenhängen dennoch schon als sehr komplex empfunden haben. Dazu kommen die ungewöhnlichen Namen, die für mein Lese-Gedächtnis nicht sehr einprägsam waren, und die mich des Öfteren gezwungen haben, im Glossar ab Seite 333 nachzuschlagen.
Erst nach ca. einem Drittel der knapp 330 Seiten langen Geschichte hatte ich es geschafft, in der Geschichte Fuß zu fassen und zumindest die wesentlichen Charaktere sicher auseinanderhalten zu können. Glücklicherweise stellte es sich heraus, dass es insgesamt keine zehn Hauptcharaktere sind, die die Geschichte vorantreiben. Von diesen haben mir insbesondere der Soldat Porto, der Baumeister Vijeki und die Generalin der Opfermutigen, Suno´ku, sehr gut gefallen. Sehr spannend für die Folgebände ist die Frage, welche Rolle die geheimnisvolle Figur Ayaminu vom Feen-Volk der Sitha gespielt hat.
Die Geschichte selbst hat dann doch ein bisschen Weniger Inhalt geboten, als ich mir das erhofft hatte. Letztendlich geht es hier ? im Anschluss an die Kriege der Vorgängerbände - ?nur? um drei aufeinanderfolgende Belagerungen. Für ein einzelnes Buch wäre mir das viel zu wenig gewesen, als Teil einer Reihe in einem epischen Fantasy-Werk, das George R. R. Martin zu seiner ?Das Lied von Eis und Feuer?-Reihe (?Game of Thrones?) inspiriert haben soll (!), ist das aber durchaus passend und für meinen Geschmack vollkommen in Ordnung.
Besonders gut gefallen haben mir einerseits die düstere und oftmals von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geprägte Atmosphäre sowie die drei Schauplätze, die sich Tad Williams für seine Story erdacht hat, sei es die verfallene und irgendwie surreal anmutende Wirrwurzelfeste, der strategisch wichtige Drei-Raben-Turm oder die sagenumworbene Bergfestung der Nornen, die hoch im Norden den letzten Rückzugsort dieses Volkes darstellt.
Tad Williams Erzählstil merkt man voll und ganz an, dass er unbestritten zu den besten Fantasy-Autoren der Gegenwart gehört. Sein Sprache und seine eigenen Namenskreationen passen perfekt zu seiner fantastischen Welt, die er mit seinen Worten plastisch und lebendig entstehen lässt. Durch einen stetigen Wechsel in der Erzählperspektive - zwischen dem Heer der Rimmersleute sowie dem Volk der Nornen ? treibt er die Geschichte stets voran und lässt den Leser an den Motiven, Sorgen und Nöten beider Seiten teilhaben, so dass man sich kaum für eine der beiden Seiten entscheiden kann. Zwischendurch legt Tad Williams dann beim Erzählen nochmal den ?Turbo-Gang? ein, in dem er die Geschichte in ?geraffter? Form durch die Berichterstattungen einer Chronistin beschreiben lässt ? ein sehr interessantes Stilmittel!
Im Zyklus mit den Vorgängerbänden auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung für alle Fans anspruchsvoller High Fantasy, als ?Einstieg? in die Welt von ?Osten Ard? würde ich dieses Buch eher nicht empfehlen.
FAZIT:
Als Teil der ?Osten Ard?-Reihe sehr atmosphärisch, düster und unbedingt empfehlenswert für alle Fans anspruchsvoller High Fantasy.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Ikigai von Miralles Francesc; García (Kirai) Héctor
Ikigai
Die harmonische Aufmachung des Buches und auch der Klappentext haben mich neugierig auf das Ikigai gemacht, so dass ich mich dafür entschieden habe, dieses Buch zu lesen.
Das Buch von Francesc Miralles und Héctor García (Kirai) ist in neun Themenblöcke gegliedert, die eine thematische Orientierung ermöglichen und auf einen Blick zeigen, was sich in dem Buch versteckt.
Die Themen waren für mich zum Großteil sehr interessant, einige Seiten habe ich jedoch überblättert (z.B. die leichten sportlichen Übungen inklusive bildlicher Darstellungen dieser).
Der Schreibstil hat mich positiv überrascht, er hat sich enorm flüssig und leicht lesen lassen, so dass ich das Buch sehr zügig durchgelesen habe. Die Informationen sind so verpackt, dass man sie gut und schnell aufnehmen kann. Dazu kommt, dass mir viele Informationen dieses Buches schon im Vorfeld bekannt waren. Das fand ich persönlich etwas schade, ich hätte mir einen größeren Wissenszuwachs oder eine größere Erkenntnis nach der Lektüre gewünscht.
Gut gefallen haben mir die kurzen Erfahrungsberichte der über 100-jährigen, die in diesem Buch zu finden sind.
Insgesamt ist ?Ikigai. Gesund und glücklich hundert werden.? jedoch ein sehr angenehmes und informierendes einführendes Buch in diese Thematik. Für jene, die bereits mit der Thematik vertraut sind, könnte es stellenweise etwas langweilig werden, da bereits bekanntes Wissen wiederholt wird.
Rezensionen von küchenqueen:
A Simple Favor - Nur ein Gefallen von Darcey Bell
Spannung pur
Stephanie und Emily sind eng befreundet. Doch ihr Leben ist von Grund auf unterschiedlich. Zwar haben beide einen Sohn im gleichen Alter, doch Emily arbeitet als PR-Chefin bei einem Modedesigner, hat eine Familie und viele Freunde. Stephanie ist bereits Witwe und einsam. Eines Tages, als Stephanie die Söhne von der Schule abgeholt hat, holt Emily ihn nicht bei ihr ab.
Niemand hört etwas von ihr. Auch Emilys Mann hat keinerlei Informationen, ob Emily verhindert war. Die Polizei findet eine Wasserleiche, laut DNA ist es Emily. Mehr und mehr nimmt Stephanie ihren Platz ein, doch wie lange wird das Spiel gut gehen?
Zunächst mußte ich mich an das Buch gewöhnen. Denn der Einstieg ist in Form eines Blogs geschrieben. Doch danach geht es sehr spannend weiter. Die Autorin schafft es, ein Netz aus Lügen aufzubauen, so daß man als Leser nie genau weiß, was wahr ist und was Erfindung. Dadurch kann man keinem der Charaktere wirklich trauen und hält auch beim Lesen Distanz. Trotzdem kann man das Buch nicht aus der Hand legen, denn es ist einfach zu spannend. Man fragt sich immer wieder, wie eine Person es schaffen kann so zu leben. Auch die Spannung wird durch dieses Lügengeflecht stets auf hohem Level gehalten.
Ich finde, dieses Buch regt wirklich zum Nachdenken an. Denn man fragt sich, ob man auch so handeln würde oder vielleicht doch ganz anders?
Rezensionen von anyways:
DEMUT von Olsson Mats
Faszinierender Schreibstil
So turbulent hat sich Harry Svensson seinen Ausstieg aus der Journalistenbranche eigentlich nicht vorgestellt. Er träumt von einem neuen Leben als Kneipenbesitzer. Auf der Suche nach Spirituosen und Weinen läuft er Ulrika Palmgren über den Weg. Die Weinhändlerin hat er auf einschlägigen Spanking-Seiten im Internet kontaktiert und plant nach der Weinverkostung ein gemütlichen (Teppichklopfer schwingenden) Ausklang des Abends mit ihr.
Der endet dann allerdings nicht wie erhofft, sondern er bekommt von Ulrika einen üblen Nasenschwinger, der ihn erst in die Notaufnahme und dann zurück in sein Hotel führt. Dort stellt er fest, das die Tür vom Nebenzimmer offen steht, neugierig tritt er ein und findet dort den abgehalfterten Möchtegern Blues-Sänger Tommy Sandell im Bett vor, neben ihm liegt eine Tote. Der Journalist in ihm übernimmt jetzt das Weitere, Fotos werden gemacht und sein ehemaliger Arbeitgeber kontaktiert, bevor Harry die Polizei ruft. Damit setzt er eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihn auch in den Fokus des Mörders rücken.
Mats Olsson verfügt über eine außerordentlich begnadete Schreibkunst, denn obwohl für einen Thriller viel zu wenig Spannung vorhanden ist, folgt man der Geschichte fast ohne Pause. Über ein Jahr dauern die nachfolgenden Taten bzw. die Feststellung des Täters, in dieser Zeit ermittelt Harry nicht nur auf eigene Faust, sondern der Autor gibt über gewisse Sexpraktiken Auskunft, die nicht jedem vertraut sein dürften. Er gibt ebenfalls über weite Strecken einen gesellschaftlichen Einblick in die verschiedensten Landschaften und Großstädte Schwedens und Dänemarks. Hellhörig wurde ich dann immer wenn von Malmö die Rede war, meine Erinnerungen gaukeln mir eine Postkartenidylle vor, Mats Olsson beleuchtet größtenteils die Schattenseiten einer schwedischen Großstadt.
Eigentlich würde ich für einen Thriller, der über weite Passagen relativ wenig Spannung aufbaut eher drei Sterne geben, allerdings hat mich bei diesem Buch der Schreibstil, der Humor und der Zynismus des Autors dermaßen in seinen Bann gezogen, so dass ich hier die volle Punktzahl vergebe. Ein Beispiel für den besonderen Witz des Mats Olsson möchte ich an diesem Beispiel aus dem Buch verdeutlichen:?? er tappte nicht nur sehenden Auges in jede Falle, er stellte darin auch noch ganze Couchlandschaften auf, hängte Bilder an die Wände und machte es sich so richtig gemütlich.? Eine sehr lustige Erweiterung einer Redewendung, die in meinen Augen jedoch nicht zu übertrieben oder aufdringlich wirkt.
Rezensionen von Gaby 2707:
Das Erbe von Carreg Cottage von Constanze Wilken
Die Vergangenheit lebt weiter
Die 35-jährige Lilian Gray, genannt Lili hat ihr Cafe in Greenock, Schottland aufgeben müssen und steht vor dem Nichts. Als ihr der Brief eines Anwalts aus Nordwales in Haus flattert, der ihr eine erhebliche Erbschaft verspricht, macht sie sich mit ihrem Border Terrier Fizz auf den Weg nach Aberdaron.
Sie erfährt, dass ein nur dem Anwalt Bekannter ihr ein kleines Pilgercottage und eine Menge Geld für die Renovierung vererbt hat. Sie muss ihr Erbe sofort antreten und das Cottage bewirtschaften. In einem Jahr soll sie erfahren, wer ihr Gönner ist. Voller Tatendrang macht sich Lili, die für Schreibtischarbeit absolut nicht gemacht ist, sondern am liebsten in der Erde buddelt und Kräuter, Pflanzen, Blumen und Bäume setzt, ans Werk. Hier, wo sie sich gleich wohl, geborgen und zuhause fühlt, hat aber jemand etwas gegen ihre Anwesenheit. Bevor sie ihr neues Zuhause beziehen kann, wird es von Unbekannten verwüstet...
In ihrem neuen Roman entführt mich Constanze Wilken nach Nordwales auf die Halbinsel Llyn. Hier begleite ich Lili nicht nur im Hier und Jetzt, sondern ich mache auch Bekanntschaft mit Lileas, die in der Zeit nach 614 als Tochter eines Druiden und seiner Familie aufwächst. Ihr Vater gibt ihr seine Kenntnisse weiter, bis die Familie außer Lileas, die flüchten kann, ausgelöscht wird. Sie tauscht ihren Namen in Meara und verlässt ihre Heimat Richtung Süden. Mit ihren besonderen Kräften lebt sie einsam als Heilerin und würdige Nachfolgerin ihres Vaters und hilft denen, die sie darum bitten.
Dass die Hauptpersonen sowohl aus der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit zu Anfang der Geschichte aufgeschrieben sind, hat mir ein paar Mal sehr geholfen. Lileas und Lili habe ich beide sofort in mein Herz geschlossen. Beide haben ihre Stärken und Eigenheiten, sind zwei ganz aussergewöhnliche Frauen. Lägen nicht hunderte von Jahren zwischen ihnen, könnten sie Schwestern sein.
Mit ihrem einfühlsamen und doch prägnanten Schreibstil hat mich Constanze Wilken sofort in den Bann der walisischen Landschaft und ihrer Bewohner gezogen. Beim Lesen habe ich die salzige Luft in der Nase, höre die Wellen an die Felsen schlagen und sehe die schroffe Landschaft mit ihren kleinen Ortschaften vor mir. Sie hat es geschafft, dass ich einen weiteren Landstrich auf meine ?möchte ich noch sehen?-Liste gesetzt habe.
Ich war gefangen in einer Geschichte aus Gegenwart und Vergangenheit, durfte lesen, wie sich eine Liebe anbahnt, eine andere leider entzweit wurde und hatte wunderbar unterhaltsame Lesestunden. Und ich freue mich auf eine Fortsetzung der Geschichte mit Lili.
Rezensionen von Xirxe:
Sie werden dich finden von Rayburn James
Actionthriller mit wenigen Überraschungsmomenten, dafür umso mehr Toten
Roger Smith hat als Krimiautor in Deutschland schon einige Preise erhalten, sodass ich vertrauensvoll zu seinem neuesten Buch griff, das er allerdings unter dem Pseudonym James Rayburn veröffentlicht hat. Ob es daran liegt, dass 'Sie werden dich finden' mich nicht so begeistert hat?
Whistleblower sind ja so etwas wie die neuen Helden unserer Zeit und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass eine solche die Hauptfigur dieses Thrillers ist.
Kate Swift, eine junge Frau, versteckt sich nach ihrem 'Verrat' mit ihrer kleinen Tochter vor ihrem früheren Arbeitgeber, dem CIA. Als ihre Tarnung auffliegt, fliehen die Beiden und versuchen, Hilfe und einen sicheren Ort zu finden. Nicht so einfach, wenn der CIA hinter einem her ist und auch noch Andere ein Hühnchen mit einem zu rupfen haben...
Es ist eine Verfolgungsjagd, die durch die halbe Welt führt und eine Spur von Leichen hinter sich lässt. Das Tempo ist hoch, denn nicht nur die zahlreichen Dialoge sind durch recht knappe Sätze geprägt, auch die Kapitel sind kurz; selten mehr als vier Seiten lang und mit jedem wechselt die Perspektive. Erzählt wird überwiegend jeweils aus der Sicht von einer der vier Personen, wobei vier weitere gelegentlich hinzukommen - zumindest zu Beginn war somit etwas Konzentration gefragt.
Eigentlich wären alle Zutaten vorhanden für einen richtig spannenden Thriller, aber ich wurde beim Lesen das Gefühl nicht los, als wäre hier etwas ohne große Überlegungen schnell runtergeschrieben worden. Richtige Überraschungen gibt es kaum, die meisten Geschehnisse lassen sich ohne viel Mühe vorausahnen. Andere Ereignisse wiederum sind schlicht unlogisch (Wieso wurde sie umgebracht und er nicht? Oder weshalb fängt ein trockener Alkoholiker nach 10 Jahren einfach so das Saufen wieder an?) oder so zufällig, dass ich einfach nur den Kopf schütteln konnte. Zudem wirkten auf mich die Figuren im Buch so eindimensional, dass ich vermutlich alle spätestens nach ein bis zwei Wochen wieder vergessen haben werde. Grautöne scheint Mr. Rayburn hier nicht vorgesehen zu haben, denn entweder gehört eine/r zu den Guten oder zu den Schlechten.
Schade, denn schreiben kann der Autor, sonst hätte ich bei einer solch vorhersehbaren Handlung und derart uninteressantem 'Personal' vielleicht nicht bis zum Ende durchgehalten. Ich werde mal schauen, ob mir Roger Smith besser gefällt ;-)
PS: Findet eigentlich noch jemand, dass Harry Hook Ähnlichkeiten mit einem gewissen Harry Hole aufweist? Insbesondere dem im Band 2, Kakerlaken.
Rezensionen von Gaby 2707:
Die Montez-Juwelen von Sabine Vöhringer
Mord in Münchens Altstadt
Nach einer Auszeit ist Hauptkommissar Tom Perlinger wieder in seiner Heimatstadt München gelandet. Am Abend nimmt er kurz an einer Präsentation der legendären Montez-Juwelen bei einem Juwelier in der Hofstatt teil. Tags darauf wird in der Früh im Fischbrunnen am Marienplatz ein junger Mann tot aufgefunden.
Ihn hatte Perlinger am Abend ebenfalls auf der Vernissage gesehen. Noch nicht im Dienst, der erst am Montag beginnt, nimmt Tom die Ermittlungen trotzdem schon auf, weil sein Halbbruder Max verdächtigt wird?
Bei den Ermittlungen zu den Montez-Juwelen nimmt mich Sabine Vöhringer mit in die Altstadt von München mit ihren kleinen Gassen, dem Marienplatz und der Sendlinger Straße. Hier bin ich zuhause und freue mich immer wieder, wenn ich die Wege, die hier z.B. Tom Perlinger geht, direkt vor meinem inneren Auge mit spazieren kann. Toll auch die Ansicht der Innenstadt auf der Innenseite von Vorder- und Rückseite des Buches.
Zuerst fühlte ich mich von den vielen Personen, die hier angesiedelt sind, etwas überfordert. Doch da vor Beginn der Geschichte ein Blatt die Personen mit ihren Zugehörigkeiten beschreibt und ich immer mal wieder nachschlagen konnte, hatte sich das schnell gelegt. Da ich auch schon mal z.B. im Hackerhaus war, hatte ich bei einigen Personen direkt ein konkretes Bild vor Augen. Interessante Charaktäre, bei denen ich meine Sympathien schnell vergeben habe, wie z.B. Kommissar Tom Perlinger, der mit seinem Sixpack, seinem Charme und seiner Zuverlässigkeit sofort bei mir punkten konnte, sorgen für Kopfkino. Ich hoffe, dass ich bald mehr von ihm und Kollegin Jessica lesen werde. Kommissar Mayrhofer kann ruhig versetzt werden.
Es geht in der Geschichte nicht nur um die Montez-Juwelen, sondern auch um die Familiengeschichte und -fehde zweier Brauhausbesitzer und den Kampf um Macht und Ansehen in der Münchner Gesellschaft. Interessant zu lesen, wie sich hier Vergangenheit und Gegenwart verweben und nichts in Vergessenheit gerät
Anfangs hat mir die Spannung etwas gefehlt. Doch da die Geschichte insgesamt so interessant ist und am Ende noch mal richtig Fahrt aufnimmt, hat mich das absolut versöhnt.
Wer Krimis Lokalkolorit mag, eine interessante Geschichte mit Blick in die Vergangenheit lesen will und sich spannend unterhalten lassen will ? hier sind sie genau richtig.











