Kunden em pfehlungen
Rezensionen von niknak:
Ein Spiel zwischen Mann und Frau
Inhalt:
(Klappentext)
Eine afrikanische Insel kurz vor der Jahrtausendwende. Lea und John gehören zu einer Gruppe Studenten, die ein Austauschjahr unter der brennenden Sonne der Tropen in vollen Zügen genießen: Strand, Party, Hitze, Meer, Flirts ? Easy Living, so scheint es. Lea kokettiert selbstgefällig mit ihrer Wirkung auf Männer und der Lust nach Macht.
John hasst und liebt Lea, sie widert ihn an - und dennoch begehrt er sie schmerzlich. Aus verführerischem Spiel entwickelt sich ein zerstörerischer Zyklon. Unaufhaltsam wachsen Bitterkeit, Schmerz und die Erkenntnis, dass man die Geister der Verlockung nicht ungestraft ruft.
Mein Kommentar:
Die Autorin Nadja Naalen beschreibt in diesem Buch das Austauschjahr von ein paar jungen Studenten auf einer tropischen Insel. Sie hat einen einfachen und angenehmen Schreibstil, sodass sich die Geschichte leicht lesen lässt.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern. Ich fand das Thema zwar an sich recht interessant, wie beschrieben wird, welches Spiel Lea mit John treibt und wie sie sich immer weiter in dieses Spiel verstrickt. Es kam sehr gut rüber, dass sie ihn hasst und trotzdem nicht ohne ihn sein kann. Dieses Spiel betreiben ja viele Frauen und Männer miteinander und so konnte man Leas Sicht recht gut miterleben. Dennoch fehlte mir die Tiefe und man verstand nicht, warum sie dieses Spiel mit ihm treibt. Es blieben für mich einige Fragen offen, auch über ihre Vergangenheit, sodass man Leas Beweggründe besser verstanden hat. So war dieses Buch einfach zu oberflächlich für mich. Auch die restlichen Personen wurden von ihrem Charakter her nur minimal beschrieben und ich konnte nicht richtig warm mit ihnen werden, da ich sie mir nicht richtig vorstellen konnte. Auch fand ich es schade, dass zwar immer von einer tropischen Insel die Rede war, von der man aber auch nichts Genaueres erfuhr.
Die Szenen in denen die sexuelle Beziehung zwischen Lea und John beschrieben waren, fand ich recht authentisch. Man konnte sie sich gut vorstellen und sie kamen auch gut und emotional beim Leser an.
Das Ende hingegen war etwas überraschend und hat mir nicht schlecht gefallen.
Ich finde das Buch hat gute Ansätze gezeigt, die man sicher noch besser ausarbeiten könnte. Eine Geschichte mit Verbesserungspotential, die leider nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.
Mein Fazit:
Für mich war dieses Buch leider viel zu oberflächlich und mir fehlte die Tiefe. Trotzdem waren gute Ansätze vorhanden.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Tomaten und eine alte Liebe
Inhalt:
(Klappentext)
Eigentlich kann der Witwer Alfonso auf ein erfülltes Leben zurückblicken - doch als eines Tages eine attraktive Frau in die Wohnung gegenüber einzieht, sehnt er sich plötzlich zurück in die Zeit der Einfachheit. Beginnt sich sein Schicksalsrad noch einmal eufs Neue zu drehen?
Mein Kommentar:
Als Einleitung hat die Autorin kurz und bündig die wichtigsten Merkmale einer Kurzgeschichte zusammengefasst, was ich als Leser sehr interessant fand, da man daurch die Geschichte ganz anders betrachten kann.
Die Autorin Gabriele Kiesl hat es in dieser Kurzgeschichte geschafft Alfonsos Leben kurz zu beschreiben. Nun sitzt er nach einem erfüllten Leben am Balkon seiner Wohnung und erblickt seine neue Nachbarin. Daraufhin werden Erinnerungen an seine Jugendliebe wach, die leider unerfüllt blieb, da sich beide aus den Augen verloren.
Die Autorin hat in auf diesen wenigen Seiten einen tollen und verständlichen Bogen zwischen seiner Vergangenheit und der Gegenwart gespannt, sodass für den Leser keine Fragen offen blieben. Alles war kurz und präzise beschrieben, so konnte man sich ein gutes Bild von ihm machen.
Außerdem fand ich es toll, dass sie sogar noch Zeit fand, den Brauch des Tomatenfestes kurz dem Leser näherzubringen.
Mein Fazit:
Ein toller Booksnack, der eine Liebesgeschichte erzählt, die aber gerne noch etwas länger dauern hätte dürfen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Ausgerechnet den? von Susan Elizabeth Phillips
Hinschauen erlaubt, aber berühren verboten
Inhalt:
Phoebe Somerville erbt, nach dem Tod ihres Vaters, kurzzeitig sein NFL - Team. Damit will er ihr eine Lektion erteilen. Als Phoebe auch noch Cheftrainer Dan Calebow trifft, ist sie sich sicher sie will mit alledem nicht zu tun haben. Und sie wurde auch schon mit ganz anderen Männern fertig.
Nur wieso versagt ihr Selbstbewusstsein bei ihm immer wieder? Wer von den beiden ist sturer und wer wird sich durchsetzen?
Mein Kommentar:
Dies ist nicht mein erstes Buch von Susan Elizabeth Phillips. Sie war mir als Autorin bereits bekannt. Jedoch jedes ihrer Bücher hat mich, bis jetzt überzeugt und auch bei diesem wurde ich absolut nicht enttäuscht. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich konnte und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe es regelrecht verschlungen.
Ich bin ein absoluter Amerikan Football Fan und verfolge auch die Spiele in Amerika regelmäßig. Dadurch hatte ich bereits einiges an Vorwissen von der Sportart. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Phoebe und von Dan geschrieben. Manchmal jedoch sind Szenen aus einer total anderen Sichtweise erzählt, von Personen, die eher nur Nebencharaktere sind. Solche Bücher gefallen mir meist besonders gut, da man sich viel leichter in die Personen hineinversetzten kann und die Gefühle viel deutlicher zum Vorschein kommen.
Phoebe Somerville hat sich bereits sehr früh in ihrem Leben eine Maske aus Selbstsicherheit und Sexappeal aufgebaut. Darunter ist sie jedoch sehr unsicher und hat regelrecht Angst vor Männern. Dies versucht sie jedoch zu unterdrücken und zu verstecken, indem sie mit ihnen flirtet. Sie lebt frei nach dem Motto: "Hinschauen erlaubt, aber berühren verboten" Nur bei dem Cheftrainer der Stars, Dan, versagt ihre Masche meistens und sie wird unsicher. Man erfährt sehr viel von ihren Beweggründen und wieso sie sich eine "Schutzhülle" aufbaute.
Dan Calebow ist der Cheftrainer der Chicago Stars. Er war ein sehr erfolgreicher Quaterback der NFL, ist sehr ergeizig und Football steht für ihn an erster Stelle. Der Mann verlangt sehr viel von seinen Spielern, jedoch nie mehr, als er selbst zu tun bereit wäre. Er ist am Anfang alles andere von begeistert, von seiner neuen Chefin und der Besitzerin des Teams, Phoebe. Er hatte keine leichte Kindheit. Dies hat eine große Auswirkung auf sein Leben. Er ist außerdem auf der Suche nach der perfekten Frau für seine zukünftigen Kinder, sein Heimchen am Herd. Dabei läuft es jedoch auch nicht wirklich so, wie er es sich zuerst erwartet hätte.
Ich finde es immer wieder schön, wenn man den Charakteren beim wachsen und reifen zusehen kann. Es ist toll, wenn man den Werdegang und die Veränderungen genau mitbekommt.
Die Charaktere sind sehr schön und liebevoll ausgearbeitet. Man erfährt sehr viel von der Vergangenheit von Phoebe und Dan. Aber auch von den Nebencharaktere bekommt man ein wenig Hintergrundinformationen. Die Personen des Buches sind sehr verschieden. Ich habe mich richtig in das Team verliebt. Dort herrscht ein totaler Zusammenhalt, vorallem rund um Phoebe. Man muss sie einfach gern haben.
Es kommen im Buch einige erotische Szenen vor. Diese sind sehr schön geschrieben. Die Gefühle sind, wie auch im restlichen Buch, greifbar und spürbar.
Mein Fazit:
Ich freue mich schon sehr darauf, die weiteren Teile der Chicago Stars - Reihe zu lesen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Weiblich, ledig, untot von Mary Janice Davidson
Betsy Taylor legt los
Inhalt:
(Klappentext)
Betsy Taylor hat eine fürchterliche Woche hinter sich -- erst verliert sie ihren Job, dann kommt sie bei einem Autounfall ums Leben - und stellt schließlich fest, dass sie gar nicht wirklich tot ist! Außerdem wird sie ständig von einem unheimlichen Heißhunger auf Blut geplagt.
Ihre neuen Freunde halten sie für die lange prophezeite Königin der Vampire. Betsy ist da anderer Meinung, doch die Vampire ködern sie mit einer Geheimwaffe, der sie nicht widerstehen kann: Designerschuhe. Mindestens ebenso verlockend ist der Vampir Sinclair.
Mein Kommentar:
Der Schreibstil der Autorin ist unverwechselbar. Er ist herrlich sarkastisch. Sehr viele Passagen des Buches sind sehr humorvoll und laden zum laut loslachen ein. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Betsy erzählt.
Betsy Taylor, eigentlich Elisabeth Taylor, kennt bereits alle Witze über ihren Namen und sie liebt Designerschuhe über alles. Sie verliert ihren Job und wird am gleichen Abend von einem Auto überfahren und verliert dadurch ihr Leben. Umso verwirrter ist Betsy, als sie später wieder aufwacht und gar nicht wirklich tot ist. Die junge Vampirin ist ein sehr sarkastischer und eigensinniger Charakter. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt auch offen und ehrlich ihre Meinung. Dies bringt sie jedoch auch manchmal in große Schwierigkeiten. Als Leser schließt man sie jedoch trotz oder auf Grund ihres großen und auch losen Mundwerkes ins Herz. Betsy liebt ihre Designerschuhe über alles. Die junge Vampirin stellt sich den Herausforderungen, denen sie gegenüber steht. (Auch wenn sie oftmals keine andere Chance hat :D)
Die Handlung ist sehr leicht zu verfolgen. Es ist dabei nicht notwendig, sich total auf das Buch zu konzentrieren. Das Buch an sich ist eine schöne Idee. Frau stirbt und wird zur Vampirin - kommt am Anfang nicht wirklich mit ihrem neuen Leben klar - muss einige Hindernisse bewältigen - ist etwas besonderes und total anders, als die anderen Vampire.
Die anderen Charaktere sind bis jetzt noch eher undurchsichtig. Ich konnte mich nicht sonderlich gut in die anderen hineinversetzen. Ich denke jedoch, dass sich dies im Laufe der Reihe noch ändern wird.
Mein Fazit:
Ich habe eine neue Reihe für mich entdecken können. Sie bietet noch sehr viel Spielraum für weitere Bücher und hat auf jeden Fall Suchtpotential. Die Reihe bietet eine Mischung aus Fantasy, Erotik und äußerst humorvolle Szenen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von yellowdog:
Der letzte Überlebende von Pivnik Sam
Intensives Leseerlebnis
Der letzte Überlebende ist ein Buch über den Holocaust, von einem der letzten Zeitzeugen geschrieben, einer der wenigen Überlebenden. Ein Buch dieses Themas bewertet man natürlich anders als Romane. Sam Pivniks Buch ist eine Autobiographie, ein Bericht über sein Leben und über Auschwitz. Das ist nicht in einer Form literarisch verarbeitet, wie es Imre Kertesz stets tat.
Es erinnert mehr an Primo Levis erstes Buch ?Ist das ein Mensch??, das ein genauer Bericht über das Lager war. Sam Pivniks Ansatz ist jedenfalls teilweise ein anderer, er ist nicht neutral sachlich sondern beschreibt seine Emotionen. Dabei kann manches verschwommen blieben, etwa bei der Begegnung mit dem Todesengel bleibt unklar, ob es wirklich Mengele war.
Sam Pivnik wurde von einem Ghostwriter unterstützt. Der Stil ist deshalb einfach und ungekünstelt gehalten. Eindringlich wird es dennoch und letztlich wird Sam Pivniks Bericht durch viele Fakten ergänzt. Und das wichtigste: Sam Pivniks Erzählstimme funktioniert, man ist als Leser so dicht wie möglich an ihm dran. Die Lektüre wird sehr intensiv!
Es gibt auch Beschreibungen von Sam Pivniks Lebens vor dem Lager. Schon da gab es viele Härten als die Wehrmacht 1939 Polen überfielen.
Kernstück des Buches sind dann die Lager-Beschreibungen in Auschwitz-Birkenau, die das Grauen und die Unmenschlichkeit in allen Details wiedergeben. Die komplexen Mechanismen über verschiedene Abläufe im Leben und der quälerische Alltag werden anhand von Sam Pivniks Eindrücken gut herausgearbeitet. Das ist das Verdienstvolle am Buch.
Dann hat Sam das Glück, Auschwitz verlassen zu können. Er kommt in ein anderes Lager , Fürstenberg und wird als Arbeiter im Bergwerk eingesetzt. Grauenvolle Erlebnisse warten auch da auf ihn, zum Beispiel wird er gezwungen, sich an einer Hinrichtung zu beteiligen.
Dann folgt der Todesmarsch, der ihn schließlich auf die Cap Arcona führte.
Fazit: Ein wichtiges Buch. Man muss froh sein, dass es erschienen ist, da es kaum noch Zeitzeugen gibt. Am meisten hat mich die konzentrierte Dichte des Buches beeindruckt.
Rezensionen von PFIFF:
Der letzte Überlebende von Pivnik Sam
Historienroman Barcelona
In nur 55 Jahren wurde die Santa Maria del Mar im 14. Jhdt. in Barcelona erbaut.
Arnau Bernat erlebt als Kind die Anfänge und dann die Fertigstellung des eindrucksvollen Baus.
Sein Vater muss mit ihm fliehen. Er lernt seine Mutter nie kennen. Die Sitten damals sind roh und ungerecht. Die Adeligen unterdrücken die Bauern, beuten sie aus, sind intolerant Juden uns Schwarzen gegenüber.
Frauen sind lediglich zum Gebären von Stammhaltern da, werden verschachert, vergewaltigt und als Hexen verbrannt.
Arnau wächst heran, kämpft sich durchs Leben, ist tüchtig, ehrlich und tolerant. Doch es werden ihm immer wieder Prügel zwischen die Füße geworfen. Schließlich helfen ihm seine zahlreichen Freunde mit Diplomatie, Geld und Druck auf die Inquisition und korrupte Adelige. Nach dem Pesttod seiner ersten Frau und einer vom König angeordneten Heirat mit einer arroganten und intriganten Adeligen, findet Arnau in fortgeschrittenem Alter doch noch zu seiner großen Liebe.
Der historische Roman ist spannend und interessant. Man merkt, dass ihn ein studierter Jurist geschrieben hat, wenn Falcones die Usancen im Handels- und Bankwesen beschreibt.
Rezensionen von yellowdog:
So, und jetzt kommst du von Arno Frank
Ein Buch mit Tempo und voller Energie
Arno Franks "So, und jetzt kommst du" ist ein großartiger Roman, weil er wahrhaftig die Emotionen des Protagonisten widergibt. Es geht um die schwierige Kindheit eines Jungen und seiner Geschwister bei einem kriminellen Vater und einer labilen Mutter.
Das Buch ist leicht und schnell zu lesen, dabei geschickt in vier Teilen plus Epilog konzipiert.
Der erste Teil zeigt eine Kindheit in den siebziger jahren. Wer aus dieser Zeit stammt, wird viel wiedererkennen. Die Erzählweise ist sehr gelungen, da der Junge eine beobachtende Position einnimmt, dabei auch nicht immer alles versteht. Das gibt dem Text viel Glaubwürigkeit. Arno Frank taucht in die Erinnerungen tief ein, Aufgrund der Thematik wurde ich an Jeanette Walls "Schloß aus Glas" erinnert. Doch bei Arno Frank dominiert zuerst die deutsche Provinz, bis die Familie überraschend nach Frankreich geht. Später müssen sie sogar durch verschiedene Länder fliehen, weil der Vater polizeilich gesucht wird. Eine schwere Lage für die Kinder. Tragisch, dasss die Kinder so leiden müssen, denn sie sind der Situation hilflos ausgesetzt. Der Vater ist oft unberechenbar, deswegen nimmt sich der Junge auch oft in Acht vor ihm. Mit der Mutter ist es einfacher und von Liebe geprägt, aber sie wirkt schon sehr labil.Es gibt wenige Momente für den Jungen, in denen er Normalität erlebt, schnell wird er wieder daraus herausgerissen. Die Flucht geht an die Sibstanz, bis hin zur seelischen Erschöpfung.
Ich schätze es sehr, wie Arno Frank den Zeitverlauf durch Anspielungen auf Ereignsse setzt, z.B. von Grace Kellys Tod bis hin zu Tschernobyl. So kann man sich als Leser gut orientieren, ohne das auf platte Weise Jahresdaten genannt werden.
Das Buch besitzt eine innere Spannung, man ist nah dran an dem Icherzähler und kann emotional mitfühlen. Das liegt auch daran, dass eine wahre Geschichte erzählt wird.
Wirklich wieder eine originelle und gute Veröffentlichung des Tropen-Verlags.
Rezensionen von Wolly:
Das Herz der verlorenen Dinge von Tad Williams
Gelungene High Fantasy
Mit "Das Herz der verlorenen Dinge" knüpft Autor Tad Williams an seine Osten Ard Saga an und bietet dem Leser erneut High Fantasy in Reinkultur.
Dieses Mal wollen die Nornen zurückerobern was ihnen einst von den Sterblichen genommen wurde. Doch diese wissen sich zur Wehr zu setzen und bald entbrennt ein grausamer Krieg, der in einer epischen Schlacht am großen Berg ihren Höhepunkt findet.
Der Autor schafft mir Osten Ard eine sehr fantasievolle, raue Welt in der ihre Bewohner, die meiste Zeit um ihr Überleben bangen. Geprägt von kalten Ebenen, dunklen Wäldern und riesigen Bergen empfängt die Landschaft den Leser nicht eben freundlich, dafür mit einer düsteren Spannung, die der Geschichte den passenden Rahmen verleiht. Auch der etwas härtere Schreibstil des Autoren fügt sich nahtlos in die Erzählung ein und rundet das Buch zu einem gelungenen Gesamtpaket ab.
Besonders die wechselnden Perspektiven zwischen Nornen und Sterblichen haben dabei ihren ganz eigenen Reiz. Denn auch wenn beide Völker rachedurstig und wenig sympathisch daher kommen, gelingt es Tad Williams Verstehen und Verständnis für sie zu erzeugen. Durch die Betrachtung von Einzelschicksalen, aber auch dem Wohl des ganzen Volkes lässt er den Leser tief in die Geschichte eindringen und schafft es so, mehr hinter diesem Krieg zu sehen als nur das reine Töten. Hut ab!
Wünschenswert wäre es dennoch gewesen etwas mehr Geschichte auch ausserhalb des Krieges zu lesen. Darüber hätten sich sicherlich Stammleser der Reihe ebenso gefreut, wie Neueinsteiger wie ich.
Fazit:
Sowohl für Stammleser eine lange erwartete Fortsetzung, wie auch ein guter Einstieg für Neulinge in die Welt von Osten Ard. Sehr schön erzählte, aber ein wenig einseitige Geschichte die Hoffnung auf die weiteren Bände gibt.
Rezensionen von begine:
Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf
Berührend und Realistisch
Unsere Seelen bei Nacht - Kent Haruf
Dieser in ruhiger Sprache geschriebene Roman ist ein Kleinod. Der Autor war mir kein Begriff, schade aber vielleicht finde ich noch mal etwas von ihm, er ist ja leider nicht mehr am Leben.
Addie und Louis sind Nachbarn, beide Rentner und über 60 als Addie Louis bittet bei ihr zu übernachten, nur damit sie nicht so allein ist.
Man kann sich ja vorstellen, wie sie in einer amerikanischen Kleinstadt erst mal zum Stadtgespräch werden. Louis Tochter und Addies Sohn sind auch nicht begeistert.
Berührend wird es, als Addies Enkel Jamie eine Zeit bei ihr wohnt und an Alpträumen leidet.
Zusammen mit Louis geht es dem Jungen langsam besser. Wunderschön sind die Ausflüge und Aktivitäten der Drei beschrieben. Ich konnte mich so richtig hineinfühlen.
Der Roman ist sehr realistisch gehalten und ich war traurig, das der Roman so schnell durchgelesen war. Aber nur so ging es, es gab keine Längen.
Für mich war es eine gute Lektüre und ich kann ?Unsere Seelen bei Nacht? nur empfehlen.
Rezensionen von yellowdog:
Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf
Gespräche in der Nacht
Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf ist ein ruhiges Buch, mit einer unaufgeregten Sprache. Addie und Louis, beide verwitwet, sind Bekannte und sie finden zueinander, um die Einsamkeit zu besiegen. Nachts erzählen sie sich viel, auch was es in ihrem Leben an guten und schweren gab. Sie lernen sich dadurch besser kennen und auch die Leser finden gut Zugang zu ihnen.
Sie sind realistische Figuren.
Dass Jane Fonda und Robert Redford in der kommenden Verfilmung die Rollen von Asddie und Louise spielen werden, habe ich zum Glück erst Mitte des Buches gelesen. Da hatte ich mir schon mein eigenes Bild von den Figuren gemacht.
Als Addies kleiner Enkel Jamie einige Zeit bei ihnen verbringt, sind sie fast eine kleine Familie. Sogar eine Hündin nehmen sie für Jamie zu sich.
Letztlich zeigt das Buch ein Stück US-amerikanischen Alltag.
Der Roman ist kurz und gut lesbar, deswegen schnell durch. Ich werde Addie und Louise vermissen, hoffe jedoch, noch weitere Romane von Kent Haruf zu lesen.
Unsere Seelen bei Nacht ist übrigens auch als Hörbuch, gelesen von Ulrich Noethen, erschienen.







