Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Schwarzes Erbe
Schwarzes Erbe ist ein Thriller des Autors Jens Lossau in dem er sich mit der Schuldfrage in der NS-Zeit auseinandersetzt. Lina befindet sich in einer ausweglosen Situation und schreibt daher ihre Geschichte sowie die von Ben und der Rabenwelt auf. Rabenwelt ist ein Comic der sich mit den Taten in der NS Zeit auseinandersetzt, dies passt nicht jeden in der Umgebung von Lina und Ben und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Der Autor erzählt auf intensive Art die Geschichte von Lina und Ben und rückt damit Geschehnisse der NS-Zeit, über die lange Zeit geschwiegen wurde, in den Fokus. Das Buch ist keine Wohlfühlliteratur oder was zum schmunzeln, sondern eher düster und zum Teil verstörend. Die Charaktere sind schwierig und nicht immer verständlich. An einigen Punkten der Geschichte habe ich mich schwer getan weiter zu lesen weil die Protagonisten wirr handelten. Außerdem wurden einzelnen Gedankengänge der Handelnden zum Teil recht weit schweifend abgehandelt, das störte den Fluss der Geschichte. Ein Buch das sicherlich nicht jedermann gefallen wird und das versucht ein schwieriges Thema anzugehen.
Rezensionen von PFIFF:
Penguin Bloom von Bloom Cameron; Greive Bradley Trevor
Tierischer Familienzuwachs
Bei einem Urlaub verunglückt die dreifache Mutter und Ehefrau des Autors so schwer, dass sie fortan an den Rollstuhl gefesselt ist. Die Familie geht durch eine schwere Zeit, Selbstmordgedanken der bisher lebenslustigen, tüchtigen Frau drücken die Stimmung der Familie.
Plötzlich findet einer der drei Söhne auf dem Schulweg ein verletztes Vogelküken, das dann von der ganzen Familie gepflegt wird.
Der kleine Vogel wird ein neues Familenmitglied mit Namen Penguin Bloom. Er wird so zutraulich, dass er sich nicht auswildern lassen will und immer wieder ins Haus schleicht, um seiner Familie nah zu sein.
Die kleine australische Elster hat seiner Familie aus ihrer Lähmung und zu positivem Denken geholfen.
Die wunderschönen Fotographien von Trevor Greive unterstreichen die rührende Geschichte, die sicher vielen Menschen hilft, sich ein Beispiel zu nehmen.
Rezensionen von PFIFF:
Frauen von Camilleri Andrea
Die Macht der Frauen
39 Frauen, von Angelica bis Zina, alle Facetten der weiblichen Natur, jedes Alter, unterschiedliches Aussehen, aus jeder Schicht, jedem Kontinent, beschreibt Camilleri amüsant, erotisch und liebenswert.
Er ist ein Meister seines Handwerks, mit viel Lebenserfahrung, Humor und Witz. Seinem Charme kann man sich einfach nicht entziehen.
In den 39 Erzählungen singt er ein Loblied auf die Raffinessen der holden Weiblichkeit und dem Unvermögen der Männer, sich ihnen zu entziehen, oder sie auch nur ansatzweise zu durchschauen. Aber gerne lassen die Herren der Schöpfung unterkriegen. Immerhin werden sie meist dafür belohnt.
Rezensionen von PFIFF:
Jahre mit Ledig von Fritz J. Raddatz
Einblick ins Verlagswesen
Der gebürtige Berliner Radatz war 9 Jahre stellvertretender Leiter des Rowohlt Verlags und schreibt über seiner ambivalente Freundschaft zu Heinrich-Maria Ledig-Rowohlt, dem unehelichen Sohn von Ernst Rowohlt und der Schauspielerin Maria Ledig.
Wer sich interessiert, Einblick in die Verlagswelt und den Umgang mit Autoren und deren Werken zu bekommen, wird dieses Büchlein gefallen.
Rezensionen von office@zirngast.net:
Die Krone der Sterne von Kai Meyer
eine Hetzjagd bis zum Schluss
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Baroness Iniza wurde von den Hexen auserwählt, der Gotteskaiserin als Braut gebracht zu werden. Gemeinsam mit ihrem heimlichen Geliebten Glanis gelingt ihr eine chaotische Flucht durch die Galaxie. Auch der Kopfgeldjäger Kranit und die ehemalige Schürferin Shara Bitterstern sowie eine Muse sind an manchen Turbulenzen nicht gänzlich unbeteiligt.
Inizas Ziel ist es, Noa zu erreichen, den Ort der Piraten, an dem ihr Onkel Fael regiert.
Meine Meinung zum Buch:
Für mich ist ?Die Krone der Sterne? ein völlig neues Leseerlebnis, da ich mich erstmals an Fantasy herangewagt habe. Auch wenn ich zu Beginn schon etwas länger gebraucht habe, bis ich mich in die Charaktere, aber vor allem in den galaktischen Örtlichkeiten und mit den neuen Begriffen zurechtgefunden habe, muss ich zugeben, dass ich es keineswegs bereue.
Die Charaktere sind völlig unterschiedlich und wandeln sich auch innerhalb der Geschichte, sodass für jede/n LeserIn jemand dabei ist, den man interessant finden und mögen muss. Einzig Glanis ist, obwohl er technisch visiert, konzentriert und schlau ist, noch ein wenig blass und geht neben den starken Persönlichkeiten etwas unter. Die Muse ist für mich eine positive Bereicherung ? sie ist nicht Mensch und nicht ganz Maschine und somit überhaupt nicht einschätzbar.
Meine Kritikpunkte sind, dass es für meinen Geschmack etwas zu actionreich war, vor allem da die Kampfszenen auch sehr detailliert beschrieben wurden und dann auch noch Iniza und Shara miteinander kämpfen mussten. Hier hätte es für mich etwas weniger sein können, dafür mehr an Hintergrundinformationen, warum Iniza so handelt oder auch über die Gotteskaiserin, die meiner Meinung nach, trotz ihrer bedeutenden Funktion, zu kurz gekommen ist.
Sehr gut gefallen haben mir die unerwarteten Wendungen. Immer wenn man das Gefühl hatte, dass jetzt einmal Ruhe einkehrt und die Geschichte ruhig dahinplätschern könnte, kam ein überraschender Plot oder eine Wende und ich war von der Geschichte wieder komplett eingenommen und gefesselt.
Der Schluss ist nicht endgültig und in sich abgeschlossen, sondern offen gelassen, sodass man am liebsten sofort den nächsten Teil weiterlesen möchte.
Titel und Cover:
Der Titel ist recht vage gehalten und verrät noch überhaupt nicht, worum es im Buch geht. Das Cover ist optisch sehr ansprechend und strahlt schon eine gewisse mystische Atmosphäre aus. Die goldenen Elemente heben sich, wenn man das Buch kippt, vom Untergrund ab und insgesamt wirkt das Cover in echt noch viel schöner als auf der Abbildung.
Den gelben Werbeaufkleber finde ich störend, da er ablenkt und nicht ins Bild passt - kann man aber einfach abziehen.
Mein Fazit:
Leider ist das Buch genau an der Stelle zu Ende, wo die Charaktere sympathisch wurden und es so richtig spannend geworden ist. Es schreit quasi nach einer Fortsetzung!
Rezensionen von Ela_Ela:
Ich wollte nur, dass du noch weißt ... von Trunko Emily
Nett für zwischendurch ; )
Wer hat nicht schon einmal einen Brief geschrieben und darin die geheimsten Gedanken und Gefühle preisgegeben, sich dann aber doch nicht getraut, ihn abzuschicken? Die Social Media-Sensation aus den USA! Bisher unveröffentlichte Beiträge des beliebten Tumblr-Blogs Dear My Blank werden in diesem einzigartigen Geschenkbuch vereint.
Die liebevollen Illustrationen, das wunderschöne Handlettering und die zutiefst bewegenden Worte machen diese Sammlung zu einem ganz besonderen Jugendbuch, das lange im Gedächtnis bleiben wird. In ihrem Tumblr-Blog Dear My Blank postet die 16-jährige Emily Trunko anonyme Briefe, Nachrichten und E-Mails der mehr als 35.000 Leser ihres Blogs, die eigentlich nie versendet werden sollten: herzzerreißende Liebesbriefe, zutiefst traurige Abschiedszeilen und auch Worte voller Hoffnung. Diese Texte zeigen, dass wir mit unseren Problemen nicht allein sind, und geben uns den Mut, unseren eigenen Brief vielleicht doch noch zu verschicken.
Dieses Buch hat mich angesprochen durch die bunte Aufmachung und die kurzen Briefe im Buchinneren. Man kann sehr gut jeden Tag einen Brief vorm Schlafen gehen lesen und diesen auf einen wirken lassen, da es so vielseitige Thematiken behandelt.
Es waren viele Briefe dabei die mich zum Schmunzeln gebracht haben, aber auch einige die mich schockiert und traurig gemacht haben.
Fazit: Ich finde dieses Buch enthält eine gute Mischung aus mehreren Themen die einem in Briefform näher gebracht werden und die mich gut unterhalten haben. Ich vergebe 4 Sterne.
?
Rezensionen von Sheena01:
Easy. Überraschend. Low Carb. von Bettina Matthaei
Mehr Schein als Sein
Low Carb ? ein Schlagwort, das in Bezug auf Diät-Kochbücher heute kaum mehr wegzudenken ist. Da mir diese Art der Ernährungsform doch recht ausgewogen erschien, und ich von jeher immer auf der Suche nach guten, einigermaßen rasch zuzubereitenden Rezepten bin, wollte ich mir dieses Buch näher ansehen, zumal der Klappentext kohlenhydratarme Varianten von Broten und diversen Beilagen wie Gnocchi, Knödel und Spätzle versprach.
Die Realisierung dessen machte mich neugierig, aber schon nach wenigen Seiten bekam meine anfängliche Euphorie den ersten Dämpfer: es fand sich kaum ein Rezept, das durchwegs gängige Lebensmittel enthielt! Da war von weißen Chiasamen, LC-Leinmehl, Guarkernmehl, gemahlenen Flohsamenschalen, Hanfsamen, Sojamehl bzw. Sojakleie oder Gold-Leinsamen die Rede. In meiner Naivität hatte ich angenommen, hier ganz einfach Rezeptvorschläge zu erhalten, die ganz alltägliche Zutaten raffiniert miteinander zu kombinieren verstehen, aber davon war weit und breit nichts zu sehen. Ich wusste nicht, dass man sich zuerst auf eine mittelmäßige Expedition durch diverse Spezial-Läden begeben muss, bevor man überhaupt beginnen kann, den Kochlöffel zu schwenken! Aber dies scheint in der Low Carb-Küche, wenn man nach diesem Buch geht, durchaus der Regelfall zu sein, was leider vielleicht nicht zu einer Reduktion des Körpergewichts, aber mit Sicherheit zu einer massiven Gewichtsreduktion des Portemonnaie-Inhalts zur Folge hat.
In der Einleitung wird dann anhand mehrerer Beispiele vorexerziert, wie man mit einer recht simplen Formel die richtige Eiweiß/Fett/Kohlenhydrat-Menge bestimmt. Was dabei ein wenig nervt, sind Pauschal-Urteile, etwa dass eine Frau mit 160cm Körpergröße und 65kg übergewichtig ist und daher ihre Kalorienzufuhr um 20% zu drosseln hätte. Dabei wird jedoch komplett außer Acht gelassen, wie sich diese 65kg der Frau zusammensetzen: es macht durchaus einen Unterschied, ob es sich dabei vorwiegend um Muskelmasse oder um Fettgewebe handelt! Das nur als kleiner Hinweis am Rande!
Was an diesem Kochbuch sehr positiv auffällt, sind die großflächigen Bebilderungen, wobei manche Gerichte sehr einladend wirken, manche allerdings auch abschrecken!
In diesem Kochbuch findet man mit Sicherheit ein paar Gerichte zum Nachkochen, die einem schmecken werden, und mit denen man seine Menü-Auswahl bereichern kann, aber ich zweifle sehr stark daran, dass jemand aufgrund dieses Buches seine gesamte Ernährung umstellen wird, weil es auf Dauer doch recht kostspielig ist, die Zutaten dafür bereitzustellen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Der König der Tiere von Jürgen von der Lippe
65 saukomische Geschichten
Bisher hatte ich noch keines der Bücher von Jürgen von der Lippe gelesen., Aber als ich ihn vor 2 Wochen in einer Talkshow gesehen habe, musste ich sein neues Buch ?Der König der Tiere? einfach haben. Und ich habe es nicht bereut.
Immer wieder habe ich laut lachen müssen, wenn er über Einen alten Witz im neuem Glanz erzählt, Das Tagebuch zurück schlägt, Fremdkörper sich an ziehen oder Erhöhter Gesprächsbedarf entsteht.
Mein Kopfkino hatte wahnsinnig viel zu tun und war immer einsatzbereit. In der U-Bahn musste ich mehr als einmal mein Buch hochnehmen, damit mein Gegenüber lesen konnte, was mich so amüsierte.
Jürgen von der Lippe betrachtet viele kleine Alltäglichkeiten aus einem ganz anderen Blickwinkel, verpackt Lebensweisheiten so, dass sie eigentlich immer etwas Positives ergeben. Man sollte vieles im Leben nicht so ernst nehmen, nicht so eng sehen.
Die 65 kleinen Geschichten habe ich in einem Rutsch weg gelesen. Aber es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses feine Buch zur Hand genommen habe.
Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von mona.green:
Sein blutiges Projekt von Macrae Burnet Graeme
Fesselnd von der ersten Seite!
?Sein blutiges Projekt? ist ein Roman aus dem Europa Verlag, der 2017 in Deutschland erschien. Der Autor verwebt hier historische Fakten, die auf seinen eigenen Familienstammbaum zurückgehen und spinnt einen Roman, der von der ersten Seite absolut fesselnd ist!
Worum geht es überhaupt?
Schottland 1869.
Dies ist die Geschichte von Roderick Macrae, einem ärmlichen, schottischen Bauernjungen, der für ein vordergründig betrachtet abscheuliches Verbrechen im Gefängnis sitzt. Er soll 3 Menschen auf brutalste Weise ermordet haben. Im Gefängnis führt der 17-Jährige Aufzeichnungen darüber, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Sehr wortgewandt enthüllt Roderick Macrae seine Ansicht der Dinge und präsentiert sich somit als intelligenten und reflektierten jungen Mann, was nie so recht zu seinem damaligen Status als ungebildeter Bauernjunge passen möchte. Sämtliche Aufzeichnungen sind übrigens noch heute in gutem Zustand einsichtbar.
Zusätzlich zu Rodericks eigener Schilderung, die im Übrigen 2/3 des gesamten Buches ausmacht, erhält der Leser externe Eindrücke durch Nachbarn und andere mehr oder weniger wichtige Instanzen des schottischen Dorfes. Letztendlich ist dann noch eine Mitschrift der Gerichtsverhandlung abgedruckt, bei der, so meine ich, der Autor sich jedoch großzügig auf seine schriftstellerische Freiheit berufen hat.
Roderick Macrae wirkt, wie bereits gesagt, anhand seiner Aufzeichnungen wie ein überdurchschnittlich intelligenter und sehr sprachbegabter junger Mann, der dafür emotional eher instabil ist. Die von ihm geschilderten Begebenheiten, die oftmals in böswillige Schikane abdriften, lassen den Leser Verständnis für sein pubertäres Gefühlschaos und vielleicht sogar Sympathie für den Protagonisten, entwickeln. Sobald die Aufzeichnungen enden, geht man sehr befangen an den Fall heran.
Bemerkenswert ist vor allem, wie sehr es dem Jungen gelungen ist, das trostlose, kalte und perspektivlose Leben eines Crafter, eines Bauernjungen, zu schildern. Die erschaffene Atmosphäre war wirklich grandios! Es herrschte permanent eine sehr düstere Grundstimmung und während des Lesens fühlte ich eine aufdringliche Beklemmung.
Während der Gerichtsverhandlungen waren Rodericks Aufzeichnungen nicht zulässig, zudem gab der Angeklagte nur eine kurze Stellungnahme von sich, in der er auf nicht schuldig plädierte, ansonsten saß er teilnahmslos da.
Aufgrund der Tatsache, dass der Leser schon einen sehr subjektiven Eindruck von Roderick gewinnen konnte, der im Übrigens teilweise stark mit den externen Eindrücke der Nachbarn kollidierte, gelang es mir persönlich nicht, ein eindeutiges Fazit zu bilden.
Der Roman spielt auch stark mit den Moralvorstellungen des Lesers, mit denen er regelmäßig konfrontiert wird.
Letztendlich kann ich sagen, dass ?Sein blutiges Projekt? mich stark bewegt hat und zwar in sämtlichen emotionalen Ausprägungen. Ein absolut empfehlenswerter, schockierender und nachhaltig prägender Bericht, der den Leser sehr geschickt zu manipulieren weiß.
Rezensionen von Gaby 2707:
Sturmherz von Bomann Corina
Eine sehr emotionale Familiengeschichte
Alexa Petri hatte wegen der dauernden Streitereien nie über wichtige Dinge mit ihrer Mutter gesprochen. Als 11-jährige ist ihre Mutter drei Monate verschwunden, danach hat sie sich stark verändert. Jetzt lebt Alexa in Berlin-Köpenick in einem Mehrfamilienhaus und betreibt eine kleine Eventagentur für Autoren.
Als ihre Mutter Cornelia einen Schlaganfall mit epileptische Anfälle erleidet und im Krankenhaus in Hamburg in ein künstliches Koma versetzt wird, ist Alexa bei ihr und muss entscheiden, ob die die Betreuung ihrer Mutter für die kommende Zeit übernehmen will. Als sie gerade in der kleinen Buchhandlung ihrer Mutter ist, fragen ein alter grauhaariger Herr und ein jüngerer Mann nach Cornelia. Der ältere Herr ist ein Jugendfreund ihrer Mutter und er erzählt Alexa die Geschichte von sich und ihrer Mutter.
Es ist eine sehr emotionale, berührende und manchmal etwas traurige Familiengeschichte, die sich hier vor mir ausbreitet. Sie erzählt aber auch von Hoffnung, Verzeihen und Liebe.
Ab 1961 bin ich im Rückblick mit dem amerikanischen Austauschstudenten Richard Henderson in Hamburg unterwegs und lerne mit ihm zusammen Cornelia Raaken kennen und lieben. Wir genießen zusammen die erste Zeit des Kennenlernens. Dann kommt die große, verheerende Hamburger Flut von 1962 und reißt das junge Paar, das sich gerade auf den Weg in ein gemeinsames Leben machen wollte, auseinander.
Durch die Gedanken Alexas bin ich auch über Cornelias Zeit nach ihrem Verschwinden und der Wandlung der Mutter informiert.
Die Personen dieser Geschichte sind so gut vorstellbar mit ihren Ecken und Kanten, ihren guten und weniger guten Eigenschaften. Auch die Emotionen und Gedanken, die teilweise Zerrissenheit besonders von Richard bringt die Autorin in ihrer unverschnörkelten, feinen Sprache sehr gut rüber. Ich fühle mich sehr schnell ein Teil der Geschichte.
Jedes Kapitel wird von 4 fliegenden, stilisierten Möwen eingeleitet, die mich sofort an Hamburg oder die Küste erinnern.
Ich finde die Geschichte so fabelhaft, weil die immer wieder kleinen Andeutungen eine feine Spannung erzeugen, die mich kaum haben das Buch weglegen lassen. Auch die dauernden Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart und die Sicht der verschiedenen Personen machen die Geschichte spannend. Einzig die kleine Liebesgeschichte zwischen den Kindern der beiden Hauptprotagonisten entwickelte sich für meinen Geschmack etwas zu schnell.
Eine nicht alltägliche Familiengeschichte, die mir einige wunderbare Lesestunden geschenkt hat.










