Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ela_Ela:
Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen von Sarah J. Maas
Märchenhafter Auftakt : )
Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen. Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren. Ein legendäres Reich.
Ein Fluch. Und eine große Liebe, die entweder die Rettung bedeutet oder alles in den Abgrund ziehen wird ?
Zuerst einmal das Cover mit dem durchsichtigen Einband finde ich unglaublich toll und sehr schön. Und deswegen war es ein Blickfang für mich und musste ich es lesen.
Dieses Buch war seit langem wieder eine Fantasygeschichte die mich unglaublich gut unterhalten hat und das ich von sich überzeugen konnte. Ich fand die Schreibweise der Autorin so bildreich und faszinierend dass ich gar nicht zum Lesen aufhören wollte. Es war einfach megatoll es zu lesen und ich kann es nur ganz vielen Fantasyfans empfehlen.
Die Charaktere waren so unglaublich gut beschrieben, dass mein Kopfkino wirklich auf Hochtouren gelaufen ist. Außerdem war es verschiedene und faszinierende Personen um die es hier geht. Auf keiner Seite fand ich es langatmig oder langweilig.
Fazit: Wieder eine tolles Fantasybuch für Jugendliche, dass mich so richtig vom Hocker gehaut hat und wo der Lesefluss nie ins Stocken geraten ist. Ich vergebe 4,5 Sterne. Bin schon gespannt auf weitere Teile.
Serie:
1. Das Reich der sieben Höfe 1 ? Dornen & Rosen
Rezensionen von buchina:
Die Geschichte eines neuen Namens - Jugendjahre (Neapolitanische Saga 2) von Elena Ferrante
Noch besser als der erste Teil
Nun endlich der zweite Roman zur Neapolitanischen Saga. Es geht da weiter, wo der erste Teil geendet hat mit dem Eklat bei Lilas Hochzeit. Nur zur Anmerkung, man sollte unbedingt den ersten Teil vorher lesen, sonst ist es schwierig einzusteigen.
Es wird gleich klar, dass die Flucht in die Ehe, um aus dem bisherigen prekären Leben auszubrechen, kein glückliches Leben für Lila bescheren wird.
Nun ist sie zwar finanziell versorgt, aber eine Liebesheirat ist es nicht. Ihr Mann ist gewalttätig und ein absoluter Macho. Gelungen reißt die Autorin die Fassaden der sogenannten glücklichen Ehe ein, zeigt welche Gewalt nicht nur Lila ausgesetzt ist. Es gibt keine Hilfe, jeder erträgt sein Schicksal, denn so wird es allgemein gesehen, allein. Eine Frau hat zu gehorchen und nicht aufzubegehren. Wunderbar schildert Ferrante die Gesellschaft dieser Zeit und dabei vor allem die Stellung der Frau.
Lilas Freundin Elena geht nun einen ganz anderen Weg, sie geht weiterhin zur Schule und wohnt bei ihren Eltern. Sie versucht durch Bildung ihrem bisherigen Leben zu entfliehen. Trotz der unterschiedlichen Lebenswege bleibt ihre Freundschaft bestehen. Bis ein Mann das starke Band der Freundschaft zu zerreißen droht.
Wie bereits im ersten Band besticht diese Saga vor allem durch ihre gut herausarbeitenden Charaktere. Elena und Lila sind für mich mit die vielschichtigsten Charaktere meiner zuletzt gelesenen Romane. Dazu das gut herausgearbeitete Gesellschaftsbild. Diese Punkte machten für mich auch diesen Teil zu einem Lesegenuß.
Dadurch, dass Elena und Lila in diesem Teil älter und reifer sind, konnte ich mich noch besser in sie hineinversetzen, weshalb mir dieser Band vielleicht insgesamt auch besser gefiel als der erste. Ich weiß noch nicht, ob ich wirklich schon im FerranteFever bin, aber mir wird eindeutig wärmer.
Rezensionen von Angelin4ik:
Die Krone der Sterne von Kai Meyer
Gelungene Mischung aus Sci-Fi und Fantasy
WOW! Kai Meyer hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Ein wirklich mitreißendes Abenteuer entsteht aus der gelungenen Mischung von Sci-Fi und Fantasy. Beim ersten Blick auf und in das Buch fallen die traumhaften Illustrationen auf, welche Hintergrundinformationen bieten und sofort Lust auf mehr machen, an dieser Stelle ein ganz großes Lob an den Illustrator!
Vorab kurz zum Inhalt:
Für die Hauptfiguren, die anfangs eher unfreiwillig und zufällig zu einander finden, beginnt eine spannende und gefährliche Reise durch den Weltraum.
Iniza, eine angehende Herrscherin und ihr Geliebter Glanis werden vom letzten Waffenmeister Kranit mit zwielichtigen Hintergedanken gerettet, bevor sie der Gottkaiserin des Universums für ihre dunklen Zwecke übergeben werden. Später treffen sie auf die Alleshändlerin Shara, auf die gewissermaßen angewiesen sein. Es entwickelt sich eine anfängliche Zwecksgemeinschaft, die sich in vielerlei Hinsichten entwickelt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen, man kann das Buch gar nicht aus der Hand legen! Trotz vieler Erklärungen und Hintergrundinformationen zu den einzelnen Charakteren, der Ordnung oder den einzelnen Universen, fühlt man sich nicht erschlagen, da der Leser diese Informationen nach und nach durch die Augen der Charaktere erfährt.
Die Figuren sind vom Autor total unterschiedlich gezeichnet, wobei er jeden einzelnen auf eine ganz eigene Art entfaltet. Man lernt jeden Charakter mit seinen Kanten, Schwächen und Stärken zu schätzen und fiebert mit ihnen.
Die Handlung bleibt von Anfang bis Ende spannend. Durch Konflikte, Weltraumschlachten und Verfolgungen bleibt die Geschichte immer in Bewegung. Außerdem setzt der Autor gekonnt an den richtigen Stellen unerwartete Wendungen, die definitiv keine Langeweile aufkommen lassen! Neben dem galaktischen Sci-Fi-Thema steht die magisch-mystische Komponente, die durch den herrschenden Hexenorden dargestellt wird: Technik und Magie spielen hier eine bedeutende Rolle und werden immer wieder gegenüber gestellt.
Eine absolute Leseempfehlung für Fantasy- und/oder Weltraumfans!
Rezensionen von ClaudiaWirth@t-online.de:
Rain Dogs von Adrian McKinty
Meine erste Begegnung mit Sean Duffy...
Sean Duffy, Detective Inspector in Nordirland, wird zu einem Diebstahl in einem Hotel gerufen. Solche Bagatellen gehören mit zu seinem Alltag und er ist mehr genervt als alles andere, nur deswegen sein kuschliges Bett verlassen zu müssen. Das Hotel beherbergt eine finnische Delegation und Duffy begegnet im Rahmen der Ermittlungen der jungen Journalistin Lily Bigelow, die über die Delegation berichten soll.
Am nächsten Morgen wird Duffy erneut aus seinem Bett geschmissen, diesmal zu der Burg im Ort, wo eine Frauenleiche gefunden wird. Duffy ist geschockt, als er feststellt, dass es sich um genau die junge Frau handelt, die er am Vortag als Journalistin kennenlernte. Alles deutet auf einen Selbstmord hin, dennoch lässt Duffy das Gefühl nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. Warum hatte die Frau einen ihrer Schuhe am falschen Fuß an? Und wo ist ihr Notizbuch hin? Duffy beginnt zu graben?
Mein Eindruck vom Buch:
Mit einem Wort? Grandios! Zuerst hatte ich ein wenig Bedenken, ob es gut ist, erst mit dem fünften Band der Sean-Duffy-Reihe zu beginnen. Aber meine Sorgen waren zum Glück unbegründet. Es wurde zwar manchmal Bezug auf einen alten Fall genommen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass mir jetzt etwas grundlegendes fehlen würde. Ich habe selbst ein paar Iren in meinem Freundeskreis und Sean Duffy würde da wirklich hervorragend dazu passen! Hut ab vor dem Autor, er hat es wirklich geschafft, mit Duffy einen ganz besonderen Charakter zu erfinden. Ich mag diesen Protagonisten sehr, bei seinen Gedankengängen musste ich nicht nur einmal laut auflachen und ich habe auf jeder Seite mit ihm mitgefiebert. Auch seine Kollegen, McCrabban, genannt ?Crabbie? und der junge Lawson finde ich toll getroffen. Ich musste mich immer wieder daran erinnern, dass Sean Duffy tatsächlich eine fiktive Figur darstellt und ich ihn nicht mal kennenlernen kann. Dieses Werk, in dem wir den Fall und die Ermittlungen aus der Sicht von Duffy miterleben ist für mich ein wahrer Pageturner. Die Spannung wurde gleich zu Anfang stark angehoben und ließ auf keiner einzelnen Seite nach, was für mich einen wahren Thriller ausmacht. Mit dem Schluß hätte ich absolut nicht gerechnet und ich habe es sehr genossen, ständig mit Wendungen überrascht zu werden. Irland wird sehr düster dargestellt mit enorm viel Regen und wolkenverhangenen Tagen, aber auch das passte absolut zu der Geschichte.
Fazit:
Ich hoffe sehr, es wird noch viele Bände mit Duffy geben und bis dahin werde ich erstmal noch die 4 Vorgänger lesen. Für jeden Thriller-Fan, der auf verschrobene Ermittler steht eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite aus :-)
Rezensionen von chipie2909:
Rain Dogs von Adrian McKinty
Meine erste Begegnung mit Sean Duffy...
Sean Duffy, Detective Inspector in Nordirland, wird zu einem Diebstahl in einem Hotel gerufen. Solche Bagatellen gehören mit zu seinem Alltag und er ist mehr genervt als alles andere, nur deswegen sein kuschliges Bett verlassen zu müssen. Das Hotel beherbergt eine finnische Delegation und Duffy begegnet im Rahmen der Ermittlungen der jungen Journalistin Lily Bigelow, die über die Delegation berichten soll.
Am nächsten Morgen wird Duffy erneut aus seinem Bett geschmissen, diesmal zu der Burg im Ort, wo eine Frauenleiche gefunden wird. Duffy ist geschockt, als er feststellt, dass es sich um genau die junge Frau handelt, die er am Vortag als Journalistin kennenlernte. Alles deutet auf einen Selbstmord hin, dennoch lässt Duffy das Gefühl nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. Warum hatte die Frau einen ihrer Schuhe am falschen Fuß an? Und wo ist ihr Notizbuch hin? Duffy beginnt zu graben?
Mein Eindruck vom Buch:
Mit einem Wort? Grandios! Zuerst hatte ich ein wenig Bedenken, ob es gut ist, erst mit dem fünften Band der Sean-Duffy-Reihe zu beginnen. Aber meine Sorgen waren zum Glück unbegründet. Es wurde zwar manchmal Bezug auf einen alten Fall genommen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass mir jetzt etwas grundlegendes fehlen würde. Ich habe selbst ein paar Iren in meinem Freundeskreis und Sean Duffy würde da wirklich hervorragend dazu passen! Hut ab vor dem Autor, er hat es wirklich geschafft, mit Duffy einen ganz besonderen Charakter zu erfinden. Ich mag diesen Protagonisten sehr, bei seinen Gedankengängen musste ich nicht nur einmal laut auflachen und ich habe auf jeder Seite mit ihm mitgefiebert. Auch seine Kollegen, McCrabban, genannt ?Crabbie? und der junge Lawson finde ich toll getroffen. Ich musste mich immer wieder daran erinnern, dass Sean Duffy tatsächlich eine fiktive Figur darstellt und ich ihn nicht mal kennenlernen kann. Dieses Werk, in dem wir den Fall und die Ermittlungen aus der Sicht von Duffy miterleben ist für mich ein wahrer Pageturner. Die Spannung wurde gleich zu Anfang stark angehoben und ließ auf keiner einzelnen Seite nach, was für mich einen wahren Thriller ausmacht. Mit dem Schluß hätte ich absolut nicht gerechnet und ich habe es sehr genossen, ständig mit Wendungen überrascht zu werden. Irland wird sehr düster dargestellt mit enorm viel Regen und wolkenverhangenen Tagen, aber auch das passte absolut zu der Geschichte.
Fazit:
Ich hoffe sehr, es wird noch viele Bände mit Duffy geben und bis dahin werde ich erstmal noch die 4 Vorgänger lesen. Für jeden Thriller-Fan, der auf verschrobene Ermittler steht eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite aus :-)
Rezensionen von Runar RavenDark:
Die Krone der Sterne von Kai Meyer
Nur Flucht und Kämpfe
Das Buch "Die Krone der Sterne" von Kai Meyer ist 464 Seiten lang und beim Fischerlag (Tor) erschienen.
Das Buch ist in einer mittelguten Softcoverqualität, wobei der Umschlag sehr dehnbar ist, damit keine Leserillen so schnell entstehen können, was mich sehr anspricht. Das goldene Cover auf mitternachtsblauem Hintergrund wirkt sehr edel.
Die Illustrationen am Anfang und Ende des Buches helfen den Leser auch visuell die komplexe Welt zu erfassen und sind wunderschön umgesetzt. Eine Art Landkarte wäre sicherlich noch sinnvoll gewesen zur Übersicht, aber die Illustrationen sind sehr passend und vervollständigen die Geschichte.
Das Reich Tiamande wird von einem Hexenorden beherrscht, an dessen Spitze die Gottkaiserin steht. Der Gottkaiserin schenkt man alle paar Jahre Mädchen und niemand weiss was mit diesen armen Geschöpfen passiert. Nun soll Iniza nach Tiamande gebracht werden. Ihr Geliebter Glanis versucht dies mit allen Mitteln zu verhindern. Es kommt jedoch alles anders als geplant und schon bald gehören zum Rettungstrupp auch noch Kopfgeldjäger Kranit und Alleshändlerin Shara Bitterstern. Dabei hat jeder für sich andere Intentionen. Kann die Truppe die Pläne der Hexen durchkreuzen?
Das Weltraumabenteuer von Kai Mayer ist sehr komplex, faszinierend und überwältigend. Man fühlt sich wie in den Schlachten berühmter Science-Fiction-Filme hineinversetzt. Leider ist die Hauptprotagonistin Iniza aber sehr unreif und naiv und ihr Geliebter kommt mir mehr als Schoßhund vor, als als gleichberechtigter Partner und Krieger. Das zieht sich leider komplett durch das Buch und hat mir nicht gefallen. Shara, Kranit und noch weitere Protagonisten die auftauchen haben wirklich sehr interessante Charaktereigenschafften und sind sympathisch, auch sehr individuell in ihrem Sein. Leider durchzieht sich das Buch völlig mit Flucht und Kampf. Die Kämpfe sind ohne Frage großartig und gerade für Science-Fiction-Fans absolut spannend und einfach nur episch. Aber wenn das Buch 460 Seiten lang immer von den selben Handlungen durchwoben ist und nur sehr vorhersehbare Wendungen zwischenzeitlich eintreten, dann ist man irgendwann einfach nur noch gelangweilt und frustriert. Ich wollte das Buch öfters als einmal abbrechen, dachte aber das ich irgendwann vielleicht doch noch mehr aus der Vergangenheit einiger Protagonisten erfahre und ihre Motivationen und Träume oder man sich auch einmal tiefergehend mit dem Hexenorden befasst. Leider war das nicht der Fall. Das Buch endet mit einem offenen Ende und lässt viele Fragen unbeantwortet. Für mich sieht es aus, als wäre Die Krone der Sterne ein Einführungsband, auf welches noch weitere Bände folgen werden. Aber mal Hand aufs Herz, benötigt man 460 Seiten zur reinen Einführung? Kai Meyers Schreibstil ist sehr schön und flüssig, weshalb ich es doch noch geschafft habe das Buch zu beenden. Ich finde an sich ist das komplette Universum mit seinen unterschiedlichen Protagonisten und den unterschiedlichen Handlungsfäden durchaus interessant und großartig, aber man hat es endlos überstrapaziert und die Story tot geschrieben. Wirklich schade, habe einfach mehr erwartet!
Fazit: Ein komplexes, umfangreiches Science-Fiction-Abenteuer mit Fantasyelementen. Das Buch endet offen und im kompletten Buch werden die Protagonisten nur oberflächlich angerissen. Es zieht sich 460 Seiten lang nur durch die Flucht und einige Kämpfe sowie vorhersehbare Wendungen. Sieht nach einem Einführungsband aus, welches durch die hohe Seitenzahl einfach totgeschrieben wurde. Nur der schöne, spannende Schreibstil und die Illustrationen sowie die Idee an sich können punkten. Bin leider sehr enttäuscht und empfehle das Buch eingeschränkt mit 3 Sternen.
Rezensionen von nuean:
Die Krone der Sterne von Kai Meyer
Spannende Jagd durch den Weltraum!
Klappentext:
Ein dramatisches Weltraumabenteuer im Breitwandformat voller Action und Magie von Bestsellerautor Kai Meyer. Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt.
Niemand weiß, was mit ihnen geschieht. Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft ? und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt. ?Die Krone der Sterne? ist eine Space-Fantasy der Extraklasse von Bestsellerautor Kai Meyer (?Die Seiten der Welt?, ?Die Wellenläufer?, ?Die fließende Königin?). Illustriert wird das Buch mit zahlreichen Originalzeichnungen von Jens Maria Weber (?Codex Roboticus?).
Cover:
Das Cover ist wirklich schön. Der Blauton passend für ein Weltraumabenteuer und die goldene Schrift und Abbildungen sind ein richtiger Hingucker.
Meine Meinung:
Ich muss sagen, dass Weltraumabenteuer nicht so mein Ding sind und Star Wars habe ich z.B. nie gesehen, aber im Rahmen einer Leserunde wollte ich mich gern an dem Genre versuchen. Es war also mein erstes Weltraumbuch und auch das erste von Kai Meyer.
Das Buch ist wunderschön gestaltet mit tollen Illustrationen und Erklärungen zu einigen Fakten aus dem Buch. Das allein hat mir schon sehr geholfen mir diese Welt vorzustellen.
Mit dem ersten beiden Kapiteln hatte ich wahnsinnige Probleme, weil so viel Fachbegriffe darin enthalten waren, die ich nicht verstanden habe und manchmal die Sätze für mich dadurch keinen Sinn ergeben haben. Als dann ab Mitte des zweiten Kapitels die Dialoge dazukamen und nicht nur reine Fakten um die Ohren gehauen wurden, kam ich richtig gut ins Buch. Der Schreibstil ist flüssig, locker, leicht und spannend. Die Erzählperspektive wechselt öfter, was tiefere Einblicke in das Gefühlsleben der verschiedenen Charaktere gibt.
Die Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn ich bis zum Ende nicht sicher bin, wer es ernst meint und wer seine Spielchen spielt. Iniza und Kranit fand ich mit am besten. Iniza ist eine starke Frau, die weiß was sie von ihrer Zukunft möchte und alles dafür tut sich und ihre Lieben zu beschützen. Sie glaubt auch noch an das Gute in den Menschen. Kranit ist der Waffenmeister, der schon alles erlebt und alles gesehen und auch alles überlebt hat. Er hat tolle Sprüche auf Lager und es hat ein bisschen gebraucht ihn zu durchschauen. Im Grunde hat auch er sein Herz am rechten Fleck. Dann haben wir noch Shara Bitterstern, die durch die anderen Charaktere gerettet wurde, aber hauptsächlich versucht ihre eigene Haut zu retten. Ich fand sie anfangs wirklich toll, sie hat viel durchgemacht in ihrem Leben, konnte wahrscheinlich nie jemandem trauen und war auf sich allein gestellt. Aber bis zum Ende bin ich mir nicht sicher welche Absichten sie verfolgt. Glanis, Iniza´s Freund ist leider einer der blassesten Charaktere, eigentlich ist er nur da, zwischendurch hat ein Mal einen lockeren Spruch auf den Lippen aber sonst kam für mich nicht viel von ihm an. Zu guter Letzt kam noch die Muse hinzu und die fand ich wirklich Spitze, aber auch im weiteren Verlauf unberechenbar.
Die Charaktere zusammen in einem Raumschiff auf der Flucht vor den Hexen der Gottkaiserin sind eine explosive Mischung. Es gab tolle Dialoge, witzige Schlagabtausche, tiefe und traurige Einblicke in die Vergangenheit und spannende Gefechte mit ihren Feinden.
Für mich war es manchmal ein bisschen viel Flucht und Hin- und Her im Weltraum, aber der Spannung hat es keinen Abbruch getan. Ich habe mir allerdings mehr vom Ende erwartet. Irgendwie hat es mich unbefriedigt zurückgelassen und es muss einfach eine Fortsetzung geben. Manche Dinge waren mir zu langwierig, andere kamen mir wieder zu kurz.
Alles in allem freue ich mich aber endlich ein Kai Meyer Buch gelesen zu haben und ich hatte Spaß an der spannenden Jagd durch den Weltraum.
Rezensionen von BookHook:
Totenrausch von Bernhard Aichner
Ein würdiger Abschluss der Totenfrau-Trilogie
Zum Inhalt:
Auf ihrer kopflosen Flucht vor der Polizei strandet Brünhilde Blum mit ihren beiden Töchtern in Hamburg, ohne Geld und ohne Pässe. In ihrer Verzweiflung wendet sich Blum an die Hamburger Unterweltgröße Egon Schiele. Dieser findet gefallen an Blum und verschafft ihr nicht nur gefälschte Pässe, sondern gleich noch ein angenehmen Leben.
Doch alles hat seinen Preis, und der Preis, den Blum zahlen soll, ist hoch?
Zur Aufmachung des Buches:
Wie bereits die beiden Vorgänger-Bände ist auch der dritte Band mit seinem Leinen-Hardcover mit Schutzumschlag, dem griffigen und schweren Papier sowie einem roten Lesebändchen sehr hochwertig produziert. Darüber hinaus sind die Kapitelzahlen sowie die Seitenzahlen in rot gedruckt. Die rd. 480 Seiten (brutto) teilen sich auf in 62 teilweise sehr kurze Kapitel. Durch die großzügige Trennung zwischen den Kapiteln ergeben sich in der Regel ca. 3 Leerseiten, wodurch ich die tatsächliche, mit Text bedruckte Seitenanzahl auf rd. 290 schätzen würde.
Meine Meinung:
?Totenrausch? ist der dritte und (vorerst?) letzte Band der ?Totenfrau-Trilogie? um die Bestatterin und mehrfache Mörderin Brünhilde Blum. Nachdem mir der erste Band (?Totenfrau?) sehr gut gefallen hatte (4 Sterne), war ich vom zweiten Band (?Totenhaus? ? 2 Sterne) sehr enttäuscht. Entsprechend gespannt war ich nun auf den Abschluss der Trilogie. Man kann dieses Buch durchaus auch stand-alone ohne Kenntnis der beiden Vorgängerbände lesen, m.E. sollte man aber auf jeden Fall den ersten Band gelesen haben (den zweiten Band könnte man für mein Empfinden problemlos auslassen).
Bezeichnender Weise gibt es zu Beginn einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse des ersten Bandes, während der Autor die etwas merkwürdigen Geschehnisse des zweiten Bandes selbst größtenteils außer Acht lässt. Ich war hierdurch sehr schnell wieder in der Geschichte ?drin?, auch wenn ich den letzten Band vor über einem Jahr gelesen habe. Die Geschichte und damit auch das Unglück nehmen schnell ihren Lauf, wobei das Bedrohliche zu Anfang eher unterschwellig daher kommt. Nach einem kurzen Start auf den Lofoten gelangt Blum mit ihren beiden Töchtern Nela und Uma schnell und vergleichsweise unkompliziert nach Hamburg und damit in die Fänge des zweiten Protagonisten, der Unterweltgröße Egon Schiele. Es ist eine Umbruchsituation, in der Blum und ihre Töchter am Beginn eines Neuanfangs stehen, dessen Erfolg und Ausgang noch zutiefst ungewiss ist. Denn der Albtraum ist noch nicht beendet. Vielmehr gönnt Schiele Blum eine ruhige, trügerische Phase er Erleichterung, umgarnt und verwöhnt sie, bis er Blum vollkommen unvorbereitet trifft?.
Die Story um die ungewöhnliche Bestatterin Brünhilde Blum, die seit dem ersten Band stark polarisiert, war in ?Totenfrau? noch von ?agieren? geprägt. Diesmal ist Blum in einer vollkommen anderen Situation und (fast) die gesamte Story ist von ?reagieren? bestimmt. Erst gegen Ende läuft Blum zu alter ?Hochform? auf und nimmt die Dinge wieder selbst in die Hand. Es ist, als sei sie endlich aus einer Schockstarre erwacht und fängt nun endlich an zu kämpfen, für sich selbst sowie für die Zukunft ihrer Kinder. Wie schon im ersten Band geizt der Autor auch diesmal nicht mit Überraschungen, neuen Wendungen und durchaus auch mit einigen neuen Figuren. Letztendlich werden aber alle anderen Charaktere, die Autor Aichner neu einführt, neben Blum und Schiele zu Randfiguren, sei es der treu-naive Tino (der gerne ein Reza-Ersatz wäre), der gutmütige alte Bestatter Engel oder der sympathische Ermittler Lambert. Diese Figuren haben mir alle sehr gut gefallen, blieben im Vergleich zu Blum und Schiele doch stets ein wenig blass. Dafür findet Aichner einen für meinen Geschmack sehr passenden und ?runden? Abschluss für seine Trilogie, ohne irgendwelche Fragen offen zu lassen.
Ungewöhnlich ist nach wie vor Bernhard Aichners Schreibstil: Sehr oft nutzt er kurze, mehr beschreibende Stakkato-Sätze (?Sie steigt in keinen Zug. Sie fährt nicht weg. Sie isst etwas.? - S. 435). Dafür nutzt er den Namen ?Blum? nicht mehr so Mantra-artig wie noch im ersten Band. Ich glaube, entweder sagt einem dieser Stil zu oder nicht. Wer sich unsicher ist, sollte vor dem Kauf lieber ein bis zwei Kapitel in der Buchhandlung oder auch online durch den ?Blick ins Buch? lesen.
FAZIT:
Skurril, besonders und durchaus spannend: Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die ?Totenfrau? mochte (den man zuvor gelesen haben sollte!).
Rezensionen von BookHook:
The Great Outdoors von Sämmer Markus
Tolle und sehr abwechslungsreiche Rezepte für unterwegs ? Ein Buch, das Lust auf ?Outdoor? macht!
?Du kannst deinem Leben nicht mehr Zeit geben, darum gibt deiner Zeit mehr Leben? (S. 261)
Zum Autor:
?Born to cook? lautet Markus Sämmers Motto. Er absolvierte seine Ausbildung als Koch im Bogenhauser Hof in München (jüngst zum ?GOURMET RESTAURANT DES JAHRES 2016? in Bayern gewählt), verfügt über langjährige Erfahrungen in der Spitzengastronomie (u.
a. Hilton, Dallmayr) und arbeitete als Privatkoch auf einer Yacht. Dass gutes und abwechslungsreiches Essen nicht immer eine top-ausgestattete Küche benötigt, hat er u.a. während eines knapp einjährigen Sabbatical in Australien, seiner achtwöchigen Expedition in die peruanischen Anden sowie auf vielen Trips in Europa erkannt.
Zur Aufmachung:
Dieses im Hardcover-Umschlag gebundene Kochbuch zählt eher in die Kategorie ?Schwergewichte?, ist es mit seinen Maßen von 27,5 x 20,5 x 3,0 cm (HBT) nicht gerade handlich und benötigt während des Kochens / im Trekkingrucksack seinen eigenen Platz. Dieses grundsätzliche ?Problem? hat der Verlag mit einer sehr geschickten Idee entschärft, denn in die Rückseite des Umschlages ist als ?Extra-Gimmick? ein kleines, sehr handliches und leicht zu verstauendes Büchlein (14,5 x 10,5 cm, 4mm dick) integriert - mit knapp 90 Rezepten aus dem Buch ?to go? ? klasse! Damit sollten sich auch mehrwöchige Urlaubstrips kulinarisch abwechslungsreich gestalten lassen!
Das 272 Seiten starke Hauptbuch ist insgesamt sehr hochwertig auf schwerem und griffigem Papier produziert. Natürlich gibt es heutzutage nur noch wenige Kochbücher ohne ästhetisch anspruchsvolle Fotografien, und zwar nicht nur von den Gerichten. Hier wecken die zahlreichen Bilder Lust auf´s Draußen sein und passen sehr gut zum Konzept des Buches, so dass sich ein rundum positiver erster Eindruck ergibt. Lediglich den Verzicht auf ein Lesebändchen finde ich bei einem Kochbuch dieser Preisklasse sehr schade!
Zum Inhalt:
Eines vorweg: Es geht in diesem Kochbuch wirklich zumeist um das Zubereiten von Speisen unterwegs, entweder in freier Natur oder auch im Campingbus. Rezepte zum Zubereiten von Speisen zu Hause zum Mitnehmen auf Trekkingtouren finden sich eher weniger (am meisten in Rubrik 1). Selbstverständlich kann man aber auch alle Rezepte ganz komfortabel ?indoor? in der heimischen Küche nachkochen! (Mal abgesehen vom Stockbrot?)
In der Rubrik ?Bevor ihr loslegt? (S. 10) weist der Autor noch darauf hin, dass die meisten Rezepte für zwei Personen ausgelegt sind. Darüber hinaus findet sich auch noch eine Übersicht über die an den Rezepten befindlichen Icons, von denen es insgesamt 10 Stück gibt und die auf einen Blick die Eigenschaften der jeweiligen Rezepte erkennen lassen (?praktisch & schnell?, ?besonders leicht?, ?vegetarisch?, ?Stattmacher mit reichlich Energie?, ?Rezepte für das offene Lagerfeuer?, ?Gerichte mit wenigen, gut zu transportierenden Zutaten?, ?sehr schnell zuzubereitende Rezepte?, ?Rezepte ohne Kochen?, ?Rezepte für einen Kocher? sowie ?Rezepte für zwei Kocher oder Herdflammen?).
Es folgt noch eine bebilderte Übersicht der notwendigen ?Tools? fürs Kochen unterwegs sowie der ?Basics?, die man stets dabei haben sollte (wie z.B. etwa eine Flasche Olivenöl, Reis und Nudeln). Auf S. 23 findet sich auch eine entsprechende Checkliste, die sich bei Bedarf auch sehr gut als Kopiervorlage eignet.
Das Herzstück eines jeden Kochbuchs, der Rezeptteil ist in die folgenden Rubriken aufgeteilt:
1. ?At Home ? Vorbereitungen zu Hause? (S. 14 ? 41): 23 Rezepte, u.A. drei Müsli-Mixe (S. 38 -39), vier sehr leckere und vielfältig einsetzbare Sirup-Rezepte (S. 28 sehr zu empfehlen: der Rhabarbersirup!) und vier Pesto-Rezepte (S. 27)
2. ?Wake-Up-Call ? Energiegeladen in den Tag? (S. 42 ? 63): 11 Rezepte für die erste Mahlzeit des Tages, u.A. mit Porridge (S. 47) und einem sehr leckeren Milchreis-Rezept (S. 48)
3. ?Quick Refuel- schnelles Powerfood? (S. 70 ? 101?): 21 Rezepte als schnelle Energielieferanten, darunter ein sehr einfacher, aber total schmackhafter und schnell zubereiteter Tomatensalat (S. 80) oder auch der Klassiker ?Falafel? (S. 84)
4. ?Dine In ? auf ein oder zwei Flammen im Bus kochen? (S. 110 ? 145): 21 Rezepte für die Regentage der Touren. Meine Highlight sind die die fünf Polenta-Varianten (S. 139) sowie die sehr leckere vegetarische ?orientalische Hirsepfanne mit Gemüse? (S. 144)
5. ?Dine Out ? Draußen kochen auf Grill und Lagerfeuer? (S. 154 ? 205): 22 Rezepte für echte Lagerfeuerromantik, wie z.B. das ?Feuertonnen Kasfondue? (S. 178/179) oder auch der Mediterrane Hähnchenschmortopf (S. 187), der auch zu Hause fantastisch schmeckt!
6. ?Sweet Love ? Süsses und Desserts? (S. 210 ? 231): Wer sich viel bewegt, darf auch ungeniert schlemmen ? wie z.B. mit diesen 13 Rezepten, von denen ich insbesondere das sehr schnell zubereitete ?Camping Tiramisu? (S. 219) oder auch den Klassiker ?Kaiserschmarn? (S. 225) erwähnen möchte
7. ?Refresh ? Durstlöscher und Wachmacher? (S. 240 ? 259): 9 Rezepte für wirklich leckere Getränke, wie beispielsweise die ?Pink Grapefruit Lemonade? (S. 255) oder auch der leckere Apfelpunsch (S. 259)
Sehr schön abgerundet wird dieses Buch durch viele kleine eingeschobene Artikel zu diversen Themen, die sich alle um ?Outdoor? und / oder ?kochen? drehen, wie beispielsweise:
?Vorstellung: Bouldern? (S. 64 ? 69)
?Traumberg Alpamayo? (Tagebuchauszug aus der Peru-Expedition)
?Wandern? (S. 103)
?Zwiebeln schneiden ? so geht´s richtig? (S. 83)
?Mountainbiken? (S. 147)
?Light my Fire? (S. 159 - z.B. Auswahl des Feuerplatzes, Aufbau und Anzünden)
?Fisch filetieren? (S. 176)
?Klettern? (S. 233 -235)
Am Ende finden sich natürlich noch ein Rezeptindex (S. 262) sowie ein Rezeptregister (S. 264). Ein Zutatenregister fehlt hingegen leider.
FAZIT:
Ein sehr hochwertiges Kochbuch mit vielen, sehr abwechslungsreichen Rezepten sowie Bildern und kleinen Artikeln, die richtig Lust darauf machen, in die Natur zu gehen und diese zu erleben.
Rezensionen von BookHook:
Sweetgirl von Mulhauser Travis
So kalt und doch so warm ? ein außergewöhnlicher Debut-Roman
Zum Inhalt:
Obwohl Percy erst 16 ist, hat sie schon viel durchgemacht. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt und ihre drogensüchtige Mutter Carletta verschwindet immer wieder für mehrere Tage, um sich ihrer Sucht hinzugeben. Als sie von einem Bekannten erfährt, dass er ihre Mutter auf der heruntergekommenen Ranch des Drogendealers Shelton gesehen haben will, fährt sie trotz des herannahenden Blizzards los, um sie Mutter nach Hause zu holen.
Doch statt Carletta findet Percy auf der Ranch nur den zugedröhnten Shelton, seine bewusstlose Freundin und ein kleines Baby, das kurz vor dem Erfrieren ist. Percy weiß sofort, dass sie das kleine Mädchen aus dieser Crack-Höhle retten muss?
Meine Meinung:
?Sweetgirl? ist der Debutroman des amerikanischen Schriftstellers Travis Mulhauser. Er entführt seine Leser in die unwirtliche Winterwelt von Michigan (?Und das ist das echt Üble am Winter in Cutler County ? eigentlich nicht so sehr die Kälte, mehr die Tatsache, dass es sich irgendwann persönlich anfühlt.? - S. 23). Die Protagonistin, die 16-jährige Percy, war mir vom Start weg durch und durch sympathisch, was nicht nur an ihrem Verantwortungsbewusstsein und ihrer taffen Art lag. Allen Schwierigkeiten trotzend, die ihr das Leben bislang in den Weg geworfen hat, ist Percy eine Kämpferin, die niemals aufzugeben scheint (?Krise ist ein Dauerzustand, wenn man Carletta James? Tochter ist?).
Die Geschichte wird sehr schnell spannend, denn bereits auf Seite 23 startet Percy ihre Rettungsmission für die kleine Jenna und beginnt ihren Kampf gegen die eisigen Naturgewalten des tobenden Blizzards und gegen die Zeit. Entsprechend habe ich mich gefreut, dass Percy und die kleine Jenna Hilfe bei Carlettas Ex-Freund Portis gefunden haben. Obgleich dieser ein zurückgezogener, eigenbrödlerischer Einsiedler ist, dessen beste Freunde seine Hündin Wolfdog und der Alkohol sind, ist Portis neben Percy doch die zweite große Figur dieses Buches, die man einfach gern haben muss. Mich hat die ?Flucht? dieses kleinen Trios durch die Wildnis regelrecht gefesselt und mitgenommen, geizt Autor Mulhauser doch nicht mit Gefahren und auch Dramatik. Bis ganz zum Schluss habe ich mit Percy mitgezittert und mitgefiebert und gehofft, dass ihr selbstloser Einsatz nicht umsonst gewesen sein wird. Am Ende ist mir Percy ebenso ans Herz gewachsen wie Percy die kleine Jenna ins Herz geschlossen hat.
Neben den beiden Helden, Percy und Portis, bietet der Autor dem Leser auch mehrere Antihelden an, allen voran natürlich der Drogendealer Shelton, der eine sehr gelungene Mischung aus Landei-Klischee, Witzfigur, latender Bedrohung und tragischem Dasein ist. Hierdurch entstehen von Zeit zu Zeit durchaus skurrile, manchmal schon fast surreal anmutende Szenen, die den Plot durchaus auflockern, doch ohne ihm insgesamt den Tiefgang zu nehmen.
Der Schreibstil des Autors hat mir ausnahmslos sehr gut gefallen. Er findet stets die passenden Worte, die zu seinen Charakteren und der Situation passen. Seine Beschreibungen gehen stellenweise schon ins Poetische (?Ihre Augen waren grüngrau, die Farbe vom Rand des Himmels, bevor ein Sturm ausbricht? - S. 21?). Hinzu kommen oft mal dezenter, mal stärker durchschimmernde ironische Untertöne und humorvolle Sichtweisen auch in den schwierigsten Situationen (?Auf seinen Rücken war WHITEBOY tätowiert ? wahrscheinlich damit ihn keiner für einen schwarzen Albino hielt ?? S. 15), obgleich der ironisch-humorvolle Unterton im weiteren Fortgang der Geschichte immer mehr verblasste. So ließ sich dieses Buch sehr flüssig und unterhaltsam lesen.
FAZIT:
Ein überzeugendes Debut: Spannend, bewegend und mit einer ganzen Bandbreite von Gefühlen.








