Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
Über uns der Himmel, unter uns das Meer von Jojo Moyes
Mutige Frauen auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft
Der zweite Weltkrieg ist vorbei und überall wird versucht einen Alltag wiederzufinden.
Das Ende des Krieges ist für viele australische Frauen ein Neubeginn. Sie haben während des Krieges englische Soldaten geheiratet. Oft kannten sich die zwei Menschen nur wenige Tage und schlossen den Bund fürs Leben recht überhastet.
Der letzte Transport der Kriegsbräute erfolgt auf der HMS Victoria. Ein umgebauter Flugzeugträger, der 600 Frauen in 6 Wochen von Australien nach England bringen soll.
So begegnen sich auf sehr begrenztem Platz Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, die alle den gleichen Traum träumen: eine stabile Zukunft mit einem Mann, den sie kaum kennen. Mit Familien, die ihnen nicht immer wohlwollend entgegen kommen werden. Kann die Liebe solche Hindernisse, die Zeit und den Krieg überwinden?
Wie hat es mir gefallen?
Nach Anlaufschwierigkeiten auf Grund des Prologs flogen die Seiten nur so dahin.
Das Thema der Kriegsbräute kannte ich bisher nur von den USA und da die Autorin in ihrer Einleitung auch schrieb, dass ihre Grossmutter einer dieser Bräute war, musste ich natürlich sofort nachgooglen. Ich bin immer sehr neugierig und konnte dort einiges Wissenswertes erfahren.
Die Geschichte ist fiktional, fußt aber auf historischen Tatsachen. Solche Stories gefallen mir oft sehr gut. So auch in diesem Fall.
Im Mittelpunkt stehen 4 Frauen, die sich eine Kabine teilen müssen. Margaret, eine junge Frau, die auf einer Farm aufgewachsen ist und ein Baby erwartet. Sie ist eine Frohnatur, die immer versucht die düsteren Gedanken ihrer Mitreisenden zu verscheuchen.
Avice, ein Mädchen aus gutem Hause, die nicht versteht, warum sie mit solchen Frauen 6 Wochen im selben Zimmer verbringen muss.
Jean, erst 16 Jahre alt, naiv und ungebildet, aber immer zu Scherzen und derben Sprüchen aufgelegt.
Frances, eine Krankenschwester, die sich immer zurückzieht und sich sehr reserviert zeigt.
Die Schwierigkeiten an Bord ergeben sich nicht nur aus dem Aufenthalt so vieler Frauen, sondern auch, dass sich natürlich Männer dort befinden. Die Geschlechter sollen getrennt sein, da sich solch ein Benehmen in der Royal Navy natürlich nicht schickt. Aber es lassen sich Kontakte nicht vermeiden und der Captain sieht sich mit Problemen konfrontiert, die er in 45 Jahren auf See niemals zu lösen hatte.
Womit ich mehrmals zu kämpfen hatte, war die Einstellung zu Frauen damals. Frauen verachtend, nicht nur von den Männern sondern auch von den Geschlechtsgenossinnen. Das schlug mir richtig auf den Magen.
Wieder hat die Autorin es geschafft, mich mit diesem Buch zu fesseln und zu begeistern.
Eine klare Empfehlung für Leser, die gerne Fiktion mit historischen Tatsachen verknüpft sehen.
Rezensionen von Pearl:
Sklaven für den Kalifen von Manfred Lentz
Spannender Roman
Es geht in diesem Roman um Heinrich und Malina die in Gefangenschaft geraten und zu Sklaven werden. Die Beiden müssen viele Abenteuer bestehen und auch viel Schreckliches erleben, bevor das Schicksal sie erlöst.
Ein rundherum gelungener Roman der spannender hätte nicht sein können. Man wird mitgerissen in verschiedene Handlungsorte wie Deutschland, Frankreich, Spanien.
Afrika und man fiebert mit Heinrich und Malina wie sie ihre Freiheit wiedererlangen und nach Deutschland zurückkehren können. Auch die vielen Missverständnisse die sich der Liebe der Beiden zueinander entgegenstellen, sind sehr mitfühlend.
Toller Schreibstil der einen von der ersten Seite an in den Bann zieht. Die Spannung hält von Kapitel zu Kapitel, flacht nie ab, sondern steigert sich sogar. Wer historische Abenteuerromane die sehr authentisch sind liebt, der ist hier besten bedient.
Rezensionen von eva-maria.auer@gmx.at:
Niemand ist bei den Kälbern von Herbing Alina
Ein sehr gelungenes Debüt - bleibt in Erinnerung
Das Buch "Niemand ist bei den Kälbern" von Alina Herbing stößt den Leser mitten ins Geschehen - die Protagonistin sitzt gemeinsam mit ihrem Freund im Traktor. Es ist heiß, es ist schwül, die Luft ist extrem stickig - Kommunikation ist aufgrund der Motorengeräusche fast unmöglich, nicht das Christin darauf Wert gelegt hätte.
Sie stellt sich ein anderes Leben vor - ein Leben abseits von Feldern, Schmutz, Gestank und dem Landleben.
Die junge Frau ist von ihrem Freund Jan abhängig - sie hat keine abgeschlossene Ausbildung, keine Ersparnisse, kein Elternhaus, in das man gerne zurückkehren möchte. So wohnt sie bei Jan und arbeitet gemeinsam mit ihm im elterlichen Betrieb mit. Jans Vater hält relativ wenig von ihr und bemüht sich nicht, sie vollständig in den Betrieb zu integrieren. Sie bekommt einfachste Aufgaben übertragen, bei denen man scheinbar nichts falsch machen kann und die keinen Schaden anrichten können.
Die Geschichte entwickelt sich und findet im dritten Abschnitt den Höhepunkt - es kommt zum großen Knall. Stellenweise hätte es etwas weniger sein dürfen, aber so ist es nun mal - oftmals reicht ein kleiner Tropfen und alles stürzt auf einen ein. Sie ist gefangen in einer Welt, aus der sie ausbrechen möchte - doch wird sie den Schritt wagen? Wird sie es schaffen, die Verbindungen zu kappen und in ein neues Leben zu starten?
Ich finde, der Autorin ist es sehr gut gelungen auf verschiedene Probleme aufmerksam zu machen ohne mit dem erhobenen Zeigefinger auf dem Leser hinab zu blicken. Sie hat es geschafft, in das Buch Probleme in der Landwirtschaft (z.B. Milchpreisverfall, Trockenperioden und damit verbundene Verluste) und Probleme des Landlebens an sich (Perspektivlosigkeit, geringes Bildungsniveau, Abwanderung, wenig Chancen auf Veränderungen) zu integrieren.
Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass das Landleben durchgehend negativ aufgezeigt worden ist. Es macht den Eindruck, dass am Land alles schlecht ist und es nichts Positives gibt. Zum Buch und zur Entwicklung der Protagonistin hat die düstere Stimmung zwar gepasst, aber unterm Strich gibt es auch schöne Seiten, die eventuell einfließen hätten können.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, was man von Alina Herbing noch hören und lesen wird - das Buch wird polarisieren und ist wirklich ein gelungenes Debüt. Der Schreibstil passt sich dem Inhalt an und nimmt den Leser gefangen. Losgelassen wird man erst, wenn das Buch zugeschlagen worden ist, alles etwas sacken konnte und man über das Gelesene in Ruhe nachdenkt.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Andrea Ogris :
Ab morgen wird alles anders von Anna Gavalda
Was den Menschen antreibt
Als ich das Buch von der Vorderseite auf die Rückseite drehte und den Satz "Das Glück macht ein Geräusch, wenn es verschwindet" las, hatte der Band mit Anna Gavaldas neuen Kurzgeschichten bereits meine wärmste Sympathie gewonnen.
Alle fünf Geschichten unterschiedlicher Länge fallen durch soviel Emotionalität und liebevoll gezeichneten Characteren auf, dass es fast weh tut, wenn die Protagonisten scheitern, sich wieder aufrichten, ihren Gedanken freien Lauf lassen und versuchen wieder in die Spur zu finden.
Die Autorin erlaubt ihnen die schlimmsten Fehler und verzeiht ihnen alles auf deren Suche nach ein bißchen Glück. Das hat eine sehr beruhigende Wirkung, die fortwährend dauert.
Die erste Geschichte rührte mich zu Tränen, die zweite machte mich ganz kribbelig, die dritte bestach durch eine perfekte Rede, bei der vierten benötigte ich zum Hineinfinden etwas mehr Zeit, war dafür aber gegen Ende zum Zerreißen gespannt und versöhnt, die fünfte war zu kurz und anschließend war ich auch wieder traurig, weil es danach keine Geschichte mehr gab.
In jeder Geschichte gibt es Sätze, die angenehme Impulse setzen, die zum Verweilen einladen und wie Gehirnbalsam wirken.
Besonders zu erwähnen sind Anna Gavaldas Perspektivenwechsel. Überflutend überzeugende Weltbilder werden unerwartet umgekehrt und völlig neu geschaffen. Genauso überzeugend und so überraschend.
Anna Gavalda behält ihren Platz auf meiner Liste der außergewöhnlichsten Erzähler unserer Zeit.
Rezensionen von Gaby 2707:
Gefährliche Empfehlungen von Tom Hillenbrand
Kuliunarisch spannend
Bei der Einweihungsfeier des neuen Firmensitzes des Gastroführers ?Guide Gabin? in Paris durch Xavier Kieffers Freundin Valerie Gabin stellt man nach einem kurzen Stromausfall fest, dass die Ausgabe eines seltenen Buches aus dem Jahr 1939, eine Leihgabe der Nationalbibliothek entwendet wurde. Nach einem Mord schaltet sich sogar der französische Präsident ein und Kieffer bittet, sich auf die Spuren nach dem 1939er Gabin zu begeben.
Dabei wird es turbulent und Kieffer muss nicht nur einmal um sein Leben fürchten.
Neben der Geschichte, die im Hier und Jetzt spielt, gibt es auch immer wieder Berichte von Captain Jonathan Fisher und Sergeant Richard ?Ricky? Grünbaum, von den letzten Tagen des Kriegsjahres 1944 in Frankreich.
Der luxemburgische Koch und Restaurantbesitzer Xavier Kieffer muss tief in die französische Geschichte hinein schnuppern um die Zusammenhänge zu erkennen.
Obwohl es in der Geschichte einige Tote gibt, liest sich dieser 5. Fall für Xavier Kieffer relativ leise und unaufgeregt, was ich persönlich mag. Spannung baut sich immer wieder auf, kann sich aber für mich nicht durchgängig halten. Der Abschluss und die Aufklärung des ?Falles? kam für mich zu explosionsartig und etwas konstruiert rüber.
Dafür lerne ich etwas über den Ablauf in einer Gourmetküche. Bei der Aufzählung der vielen Köstlichkeiten aus der luxemburgischen und französischen Küche und dem Küchenlatein am Ende des Buches läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
Die Zusammentreffen mit seiner Freundin Valerie lockern die Geschichte immer wieder auf.
Bei Kieffers Abendspaziergang und bei der Fahrt vom TeleLux-Gebäude zum Lokal lerne ich seine Stadt ein klein wenig kennen und mein Interesse ist geweckt. Vielleicht fahre ich auch mal nach Luxemburg.
Ich habe mich gefreut, dass ich auch mal wieder etwas von Kieffers Nichtfreund Esteban zu lesen bekam. Die Roboter seiner neue Gastrokette müssen allerdings noch etwas geschult bzw. nachgebessert werden.
In meinen Augen reicht dieser 5. Fall nicht an die vorhergehenden Abenteuer von Xavier Kieffer heran. Trotzdem hatte ich einige interessante Lesestunden, die sich jeder mit diesem kulinarischen Krimi mal gönnen sollte.
Rezensionen von Lagoona:
Vegan for Fit Gipfelstürmer Die 7-Tage-Detox-Diät. 1. Auflage 02.12.2016. Gebunden. von Hildmann Attila
Meine Woche mit Attila - Die 7-Tage-Diät
Unbedingt wollte ich mir meine eigene Meinung bilden und habe mich mit vollem Herzblut in dieses Abenteuer, in diese Challenge gestürzt.
Die Vorstellung in 7 Tagen ein klein wenig etwas an meinem Leben, meiner Ernährung und meinem Verhalten zu verändern hat mir gut gefallen. 7 Tage sind für mich zudem ein überschaubarer Zeitrahmen, in dem man sich auch mal zusammenreissen kann.
Eine komplett vegane Ernährung stellte ich mir ehrlich gesagt sehr schwierig vor. Attilas Ideen und Ansätze fand ich zwar schon immer toll, aber für mich selbst 100%-ig vegan sein konnte ich mir bislang nicht vorstellen.
In "Gipfelstürmer" bekommt man jedoch so viele tolle Ideen und Tipps und wird die gesamten 7 Tage gut begleitet. Das habe ich bislang noch bei keinem anderen Programm erlebt.
Ich fühlte mich plötzlich gar nicht mehr allein, sondern tauchte voll und ganz in die Challenge ein.
Richtig gut gefallen hat mir, dass ich täglich die Wahl hatte.
Es gibt pro Tag immer 6 Gerichte, aus denen man wählen kann.
Jeweils zwei Vorschläge für das Frühstück, zwei für das Mittagessen und zwei für das Abendessen.
Ich musste nicht hungern und wurde immer satt.
Alle Gerichte sind im Prinzip relativ leicht umsetzbar.
Natürlich braucht es ein wenig Vorbereitung.
Besonders vor dem ersten Einkauf, muss man sich schon genau anschauen, was man in den kommenden Tagen
zubereiten möchte. Ich hatte viele der Gewürze zum Beispiel nicht zuhause.
Ich habe mich auch wesentlich öfter und länger in der Küche
aufgehalten als sonst, aber das fand ich nicht schlimm.
Im Gegenteil, endlich mal wieder so tolle Gerichte zu kochen,
hat mir riesigen Spaß bereitet.
Mein Start in den Tag fing von nun an schon morgens mit einem leckeren, gesunden Shake an. Auch mal auf Lebensmittel zurückzugreifen, auf die ich sonst vermutlich nicht aufmerksam
geworden wäre und einfach mal neue Rezepte auszuprobieren, das war richtig toll.
Meine Highlights waren der Mango-Chia-Pudding und die Süsskartoffelwedges.
Auch Quinoa habe ich ganz neu für mich entdeckt.
Die Rezepte und neuen Ideen haben mir richtig gut gefallen und ich nehme aufjedenfall etwas für die Zukunft mit. Ich kann inzwischen auch eigene Gerichte zusammenstellen und muss nicht mehr
strikt nach Buch leben. Und ich glaube genau darum ging es ja. Ein wenig den Horizont für die "Vegane Ernährung" zu öffnen.
Rezensionen von RebekkaT:
Minus 18 Grad von Ahnhem Stefan
Und weiter geht es...
Endlich halte ich Stefan Ahnhems "Minus 18 Grad" in den Händen. Erstmal die Protagonisten wieder ins Gedächtnis rufen - es ist ja doch schon etwas länger her mit Fabian Risk und Co. - dann bin ich wieder voll drin.
In Fabians Leben geschieht ganz schön viel auf einmal: seine Frau, sein Sohn, seine Vorgesetzte Astrid Tuvesson und dann noch eine Mordserie.
Natürlich ermittelt Dunja Hougaard, die jetzt als dänische Streifenpolizistin unterwegs ist, mit ihrem faszinierenden Instinkt mit.
Ein Serienmörder hält die Ermittler auf Trab, tiefgefrorene Leichen tauchen auf - und deren Identitäten hat der Serienmörder offenbar weiter genutzt. Immer näher kommt er Fabian, immer grauenhafter wird seine Vorgehensweise.
Das Buch ist erneut sehr detailreich geschrieben, was ich persönlich sehr mag, und es beschäftigt mich weiter: gerade Sleizner und sein Verhalten bezüglich Dunja macht mich unglaublich wütend!
Cover: schlicht gehalten, erinnert es an "Und morgen Du"
Schreibstil: die Spnnung steigt. Immer wieder denke ich "jetzt ja!" - nur, um dann eines besseren belehrt zu werden.
Wie so oft "stört" mich der ständige Wechsel zwischen den Personen; gut, dass ich schnell drin war, mich an viele Personen erinnern konnte. Wenn man allerdings mit "Minus 18 Grad" anfängt, ohne die vorherigen Bände gelesen zu haben, weiß ich nicht, wie schnell man dann drin ist.
Bis zum Ende war für mich nichts klar ;-) Und dann diese Cliffhänger... okay, es wird weiter gehen, ich hoffe aber sehr, dass es diesmal nicht ganz so lange dauert, bin schon sehr gespannt!
Rezensionen von thora01:
Ein MORDs-Team - Band 15: Das zerbrochene Glas (All-Age Krimi) von Andreas Suchanek
Glasbruch vorprogrammiert - toller Krimi
Inhalt/Klappentext:
Mason, Olivia, Randy und Sonja werden mit einem Diebstahl am Pinehearst College konfrontiert. Ein wichtiger Prototyp wurde entwendet. Gleichzeitig macht sich Randy daran, die Bilder der Gründungsurkunde auszuwerten. Er will endlich den verborgenen Ratssaal der Dynastien finden. Unterdessen erkundet Danielle weiter das Internat.
Sie entdeckt zahlreiche Merkwürdigkeiten. Was steckt wirklich hinter der Einrichtung? Und wo befindet sie sich tatsächlich?
Meine Meinung:
Sehr spannender und etwas kniffliger Teil der sehr schönen Reihe. Der Schreibstil hat es wahrlich in sich er ist extrem fesselnd und ich musste das Buch unter einmal durchsuchten. Die Charaktere haben wieder einiges an Tiefgang erhalten. Ganz besonders gefällt mir der Hund. Er mischt die Story wieder richtig durch. Die Story ist sehr schön aufgebaut. Ich mag es sehr, dass sie auf verschiedenen Ebenen spielt. Beide Ebenen sind gleichwertig und haben im ersten Moment nichts miteinander zu tun. Die Zusammenführung der Ebenen ist für mich sehr gut gelungen. Die Geschichte ist sehr spannend und actionreich. Der Schluss lässt wieder viele Fragen offen und fördert das hibbeln auf den nächsten Teil.
Mein Fazit:
Sehr gelungener 15. Teil. Spannend, kniffelig und actionreich. Ein muss für alle JugendkrimileserInnen.
Rezensionen von Klaraelisa:
DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest von Helen Callaghan
Vom Erinnern und Vergessen
In Helen Callaghans Erstlingsroman ?Dear Amy? geht es um einen Serientäter, der in Cambridge und Umgebung junge Mädchen entführt und gefangen hält. Der Roman beginnt mit einem Prolog, der die Entführung der 15jährigen Katie Browne aus ihrer Sicht beschreibt. Katie wollte nach einem Streit mit der Mutter und ihrem Partner Brian von zu Hause weglaufen, entscheidet sich dann aber zurückzugehen.
In diesem Augenblick wird sie von einem Unbekannten überwältigt und entführt. In den folgenden Wochen glauben weder die Polizei noch die Presse und die meisten von Katies Bekannten an ein Verbrechen. Nur Katies Lehrerin Margot Lewis ist in größter Sorge um ihre Schülerin, zumal sie in ihrer Eigenschaft als Kummerkastentante beim Cambridge Examiner plötzlich Briefe von Bethan Avery, einem vor nahezu zwanzig Jahren entführten Mädchen erhält, die sie in Todesangst bittet, sie zu retten. Margot drängt die Polizei, DNA- und Schriftprobenvergleiche vorzunehmen. Tatsächlich ermittelt die Polizei dann in Katies Fall und untersucht eine Reihe von nie aufgeklärten alten Fällen verschwundener Mädchen. Raffiniert hat es die Autorin so eingerichtet, dass der Leser durch den Prolog einen Informationsvorsprung vor allen Beteiligten hat. Er allein weiß, dass Katie in Lebensgefahr ist.
Überwiegend wird die Geschichte aus Margots Perspektive erzählt. Wir sehen, dass Katies Entführung sie in eine persönliche Krise stürzt, dass Panikattacken und Alpträume ihr Leben zunehmend beeinträchtigen. Häppchenweise bekommt der Leser die Information, dass sie eine Vorgeschichte von psychischen Störungen und Klinikaufenthalten hat. Unterstützung findet Margot bei dem Kriminalpsychologen Dr. Martin Forrester. Er begleitet sie bei ihren verzweifelten Bemühungen, Katie rechtzeitig zu finden. In der zweiten Hälfte wird der Roman durch zahlreiche überraschende Wendungen immer packender bis hin zum großen Finale.
Callaghans Psychothriller liest sich gut und überzeugt vor allem durch den weitgehenden Verzicht auf die detaillierte Darstellung von physischer Gewalt. Stattdessen konzentriert sich die Autorin auf die psychischen Folgen von Verbrechen bei den lebenslang traumatisierten Opfern. Gut informiert beschreibt sie psychische Überlebensstrategien wie Verdrängung und Dissoziation. Ein wirklich vielversprechendes Debüt.
Rezensionen von manu63:
DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest von Helen Callaghan
Genau mein Fall
Mit Melody of Eden Blutgefährten eröffnet die Autorin Sabine Schulter eine romantisch fantastische Reihe aus ihrer Feder.
Die 23-jährige Melody ist voller Neugierde ob es Vampire wirklich gibt oder ob es nur ein Mythos ist. Dabei gerät sie in Gefahr und wird von einem anziehenden jungen Mann gerettet der ihren Wissensdurst stillen könnte.
Doch alles hat seinen Preis, wie Melody am eigenen Leib erfahren muss.
Mit ihrem plastischen und fesselnden Schreibstil erobert Sabine Schulter immer wieder mein Leserinnenherz. Gebannt bin ich Melody auf ihrem Weg in die unterirdischen Gänge gefolgt und ich habe mit ihr die Angst erlebt, die sie dort durchleiden musste. Die Protagonisten werden nach und nach eingeführt und sind gut gezeichnet. Durch die unterschiedlichen Perspektiven aus denen erzählt wird erscheint die Geschichte lebendig und ich konnte ihr gut folgen. Informationen werden geschickt in Gedankengänge und Gespräche eingebaut, so das es keine langatmigen Erklärungen gibt. Die Spannungsbögen sind gut dosiert und es kommt keine Langeweile auf. Der Cliffhanger am Ende des Buches ist gut gesetzt und macht neugierig auf den Folgeband. Mein Fazit, es lohnt sich mit Melody of Eden anzufangen und Melody auf ihrem Weg zu begleiten.










