Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Xirxe:
Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend,6 Audio-CD von Andreas Altmann
Eine grauenvolle Jugend in Altötting
Dass die Fünfziger Jahre aus Kindersicht nicht gerade eine Zeit waren, in der liebevolle und fürsorgliche Eltern (meist) eine Selbstverständlichkeit gewesen sind wie heutzutage, ist vermutlich nicht nur den entsprechenden Jahrgängen bewusst, sondern auch den danach Geborenen. Noch immer wirkten die Folgen des III.
Reiches, es hatte Zucht und Ordnung in der Familie zu herrschen, der Vater hatte das Sagen im und die Kirche ausser Haus. Und den Nachbarn gegenüber musste stets die perfekte Welt dargestellt werden.
Auch Andreas Altmann wurde in eine solche Welt hineingeboren und was er darüber erzählt, ist so grauenhaft, dass ich mir noch immer kaum vorstellen kann, dass es so etwas einmal gegeben hat (und entsetzlicherweise vielleicht noch immer gibt). Ein Vater, der gegenüber seiner Frau und seinen Kindern derart lieblos, jähzornig und auch brutal ist, dass Alle froh sind, wenn sie ihn nicht sehen und teilweise Mordgedanken hegen. Eine Mutter, die es nicht wagt, sich gegen ihren Mann zu erheben, auch nicht um ihre Kinder zu schützen und sich stattdessen in den Glauben flüchtet. Lehrer, die Freude daran haben, ihre Schüler zu quälen und ihnen Dinge einbleuen, mit denen sie ihr Leben lang zu kämpfen haben. Es ist ein Horror, der sich tagtäglich im Hause Altmann ereignet und in dem es hauptsächlich darum geht, irgendwie den Tag zu überstehen.
Andreas Altmann liest das Hörbuch selbst und man merkt überdeutlich, wie er seinen Vater verachtet und noch immer zornig auf ihn ist. Seine rauhe Stimme mit dem leichten bayrischen Einschlag ist wütend, wenn er all die Erinnerungen wieder hervorruft und obwohl er versucht, ein gewisses Verständnis aufzubringen (der Vater als junger Mann im Krieg, ein frustrierendes Leben in Altötting) ist klar, dass er ihm nie verziehen hat und es auch nicht tun wird.
Als Dreingabe zu diesen Jugenderinnerungen gibt es noch vier Erzählungen aus dem Buch 'Dies beschissen schöne Leben', ebenfalls vom Autor selbst gelesen. Insbesondere die Erste dürfe allen Bibliophilen ans Herz gehen ;-) Altmann schildert ausführlich den Beginn seiner Buch- und Lesebesessenheit, die ihn sogar kriminell hat werden lassen. Auch wenn nicht Alle so weit gehen würden wie er, dürften viele die Gefühle und Erfahrungen bekannt sein, die er uns mitteilt. Eine verwandte Seele ;-)
Rezensionen von Ela_Ela:
Revenge - Niemand außer dir von Evans Katy
Toller Abschluss einer tollen Serie : D
Als Maverick Cage die junge Reese Dumas kennenlernt, ist ihm sofort klar, dass er sich von ihr fernhalten sollte. Während der aufstrebende Untergrundkämpfer sein ganzes Leben darauf ausgelegt hat, eine Legende im Ring zu werden, ist es Reese bestimmt, gegen ihn zu sein und seinen Untergang herbeizusehnen.
Denn Reese ist keine geringere als die Cousine von Remington Tates Frau - und auf Mavs Weg zum Ruhm gilt es nur noch, den legendären Riptide zu bezwingen!
Auf den letzten Teil der Real-Reihe habe ich jetzt lange warten müssen bzw wusste ich gar nicht das noch ein 6. Teil geplant war. Ich dachte nach dem 5. Band ist es abgeschlossen. Trotzdem habe ich mich gefreut auch wenn es jz länger gedauert hat bis ich es gelesen habe.
Schade fand ich nur das Pandora & Melanie nicht mit einem Wort erwähnt werden aber Reese kennt die beiden ja nicht.
Ich fand es wieder toll dieses Buch aus beiden Perpektiven lesen zu dürfen und ich war fasziniert das Katy Evans uns zeigen wollte das Benny The Sorpion wenigstens etwas gutes getan hat. Maverick ist das absolute Gegenteil von seinem Vater und das fand ich so toll, ich mochte ihn richtig gern und konnte Reese vollkommen verstehen das sie sich Hals über Kopf in ihn verliebt hat.
Aber mein liebster Charakter war Racer, der Kleine ist so putzig und megasüß, ich wollte ihn die ganze Zeit knuddeln. Ich fand es auch toll das Brooke & natürlich auch Remy wieder eine größere Rolle hatten.
Fazit: Vielen Dank Katy Evans für diese tolle Serie und dieses teilweise vorhersehbares Ende. Ich wüsste nicht wenn ich gewinnen lassen sollte, aber sehr souverän gelöst. Von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne.
Serie:
1. Real - Nur für dich (Brooke)
2. Mine - Ich gehöre dir (Brooke)
3. Remy - Du allein (Remy)
4. Rogue - Wir gegen die Welt (Melanie)
5. Ripped - Allein für dich (Pandora)
6. Revenge - Niemand außer dir (Reese)
Rezensionen von rewa:
Revenge - Niemand außer dir von Evans Katy
Die Leiden des jungen Karli
Wie sehen typische Mitbewohner in einer deutschen WG aus? Da wäre einmal der adelige Karli, der nicht immer Glück bei Frauen hat, obwohl er jeder hinterherläuft. Bei einem Blitzchatting lernt er eine tolle Frau kennen, die sich letztendlich als seine Mutter entpuppt. Sein Schicksal ist es, dass er immer wieder einmal eine auf die Nase bekommt und aus einer Ohnmacht im Spital erwacht, wo er stets einer Vermummten in die Augen blickt.
Gregor, als sein wissenschaftlicher Freund weiß, dass die Menschheit nicht echt ist, alle Lebewesen nur programmiert sind und es uns in Wirklichkeit gar nicht gibt. Dabei schwebt er immer wieder Mal in anderen Sphären herum wenn er jedem erklärt, wie wichtig doch das PI für unser Leben ist.
Undine, als einziges weibliches Wesen in der WG geizt nicht mit ihren Reizen und lässt so manches Männerherz nachts ein wenig höher schlagen.
Der schwule Paul ist ein Freund in allen Lebenslagen und würde sich gerne von einem syrischen, illegal eingewanderten Richter bestrafen lassen.
Justin, der Voyeur, dem keine sexuelle oder unmögliche Handlung zu peinlich ist um sie nicht mit seiner Kamera einzufangen und sie dann jedem freudenstrahlend zu präsentieren.
Und Frank, von Beruf Bürgermeistersohn, der keine Party auslässt und die Bundeskanzlerin natürlich persönlich kennt.
Als Karli jeden Tag mit seiner zickigen rothaarigen Nachbarin im Stiegenhaus zusammen kracht, weiß er noch nicht, wie sich sein Leben dadurch verändern wird.
Dem Autor Karsten Gebhardt ist mit dem Roman ,,Von Meersberg, Raum 13!´´, ein abgefahrener, skurriler und manchmal auch sehr überdrehter Roman gelungen. Seine Protagonisten reichen von sexuell ferngesteuert bis zu völlig durch geknallt. Bei all den witzigen und humorvollen Geschichten hat der Autor aber auch politische und tagesaktuelle Probleme der Gesellschaft mit eingebaut. Obwohl der Schreibstil ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, da er manchmal mit einem eigenwilligen Satzaufbau jongliert, kommt man mit der Handlung gut zu recht. Kurze Kapitel bieten eine schnelle Abwechslung der verschiedenen Geschichten. Man trifft Alien´s genauso, wie Mitglieder einer Mittelalterkommune, die Verbrechen mit Stockhieben ahnden und selbst ein Stier überlebt einen Lachkrampf natürlich nicht.
Wer ungewöhnlich handelnde Protagonisten und Slapstickeinlagen erleben möchte, der ist bei diesem Roman an der richtigen Stelle.
Rezensionen von TanyBee:
Ab morgen wird alles anders von Anna Gavalda
Am Wendepunkt
Yann führt eigentlich ein gutes Leben: er hat nach anfänglichen Schwierigkeiten einen Job gefunden, mit dem er Geld verdient. Er hat eine Freundin, eine günstige Wohnung. Es ist nicht sein Traumjob und seine Freundin geht ihm manchmal auf die Nerven, aber ist das nicht immer so? Eines Tages lernt er durch Zufall seine Nachbarn kennen, Alice und Isaac, ein sehr ungleiches Paar mit zwei Kindern.
Er spürt die Leidenschaft, mit der die beiden leben, die Liebe. Diese Begegnung öffnet ihm die Augen, lässt ihn über sein eigenes, bequemes Leben hinaus blicken.
Die Personen in Anna Gavaldas Erzählungen sind alle an einer Art Wendepunkt in ihrem Leben. Ich bin sonst nicht größte Fan von Erzählungen: oft sind sie mir zu rätselhaft, es bleiben zu viele Fragen offen. Die Romane von Anna Gavalda mochte ich sehr, deswegen hab ich mich hier auch an die Erzählungen gewagt. Die Autorin hat es geschafft jeder Geschichte eine ganz eigene Erzählweise, einen eigenen Ton zu verleihen, was mir sehr gefallen hat. Vor allem die umgangssprachliche Erzählweise von ?Mathilde? ist sehr unterhaltsam, wenn auch die Geschichte insgesamt tatsächlich etwas rätselhaft bleibt.
Die Geschichten ?Yann? und ?Mathilde? haben beide ca. 100 Seiten, die anderen drei sind deutlich kürzer. ?Yann? und ?Meine Kraftpunkte? sind meine persönlichen Favoriten.
Das Buch inspiriert den Leser darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist im Leben und ob wir wirklich immer den einfachsten und komfortabelsten Weg gehen sollten. Es ist ein Aufruf zur Lebensfreude, Begeisterung und Menschlichkeit. Besonders mag ich an Gavaldas Stil, dass die Charaktere so lebendig wirken. Wie gute Freunde: nicht perfekt, aber sehr liebenswert.
Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch zur Hand genommen habe, obwohl es ?nur? Erzählungen sind. Eine sehr kurzweilige und trotzdem berührende Lektüre.
Rezensionen von vielleser18:
Die Geschichte eines neuen Namens - Jugendjahre (Neapolitanische Saga 2) von Elena Ferrante
Hat mich vollkommen fasziniert
"Die Geschichte eines neuen Namens" ist der zweite Teil des Neapolitanischen Zyklus von Elena Ferrante (Pseudonym). Die Protagonistin Elena erzählt in ihm über ihre Jugendjahre.
Ich kannte den ersten Teil noch nicht, kam aber dank der am Anfang vorgestellten Protagonisten gut in diese Geschichte hinein.
Es geht um Elena, genannt Lenù, ihren Freundin Lina (von ihr Lila genannt) und um viele Familien aus dem neapolitanischen Rione, aus dem die beiden stammen. Es ist ein Arbeiterviertel, ein armes Viertel. Familien, in denen die Kinder schon früh mitarbeiten müssen. Es sind die 50er und 60er Jahre. Bildung ? Meistens fingen die Kinder nach der Grundschule an zu arbeiten. Anders Elena, die Abitur macht.
In diesem zweiten Band geht es auch um Beziehungen, Freundschaften und Ehen. Lila heiratet mit 16 Jahren. Doch glücklich wird sie nicht. Es war ein entfliehen aus ihrer Familie, sie hat materiele Güter, ein - für ihre Verhältnisse - Luxusleben. Sie kann ihre Fähigkeiten an der Arbeit einsetzen, bringt Schwung in die Läden, doch sie verkümmert innerlich. Denn es ist nur der materielle Schein, es ist kein Eheglück vorhanden.
Elena hingegen geht in ihrem Lernen, ihrem Wissen auf. Doch die ganze Zeit kann sie sich innerlich nich von ihrer KIndheitsfreundin abnabeln. Sie hängt an ihr, bewundert sie, beneidet sie. Lenú scheint alles mühelos zu gelingen.. Ihr fällt alles zu, was Elena sich hart erarbeiten muss. Doch manchmal trügt auch der Schein.
Es ist eine wechselvolle Geschichte, mit vielen Tiefen und manchen Höhen. Beim Lesen erkennt man die unsichere Elena, die ganz anders ist als ihre vorlaute, extrovertierte Freundin.
Vor allem glaubt man als Leser, dass die Autorin hier ein biografisches Buch geschrieben hat. gerade weil sie dieses geheimnisvolle Pseudonym, hinter dem sie sich im verborgenen hält. den gleichen Vornamen wie die Hauptprotagonistin hat. Und weil sie aus der Ich-Perspektive erzählt und es eine vor allem sehr gute Sicht auf das Seelenleben der jungen Elene gibt. Es ist eine Geschichte in der Retroperspektive geschrieben, aber sehr detaillvoll, so dass man sich als Leser mit hinein versetzt fühlt in die 50er und 60er Jahre. Man spürt beim Lesen förmlich die Unsicherheit der Protagonistin, ihr bestreben beim Lernen und vor allem ihre Entwicklung. Es klingt nach einer authentischen Geschichte, weil man vollkommen in ihr Leben eintauchen kann.
Ich empfande das Buch nicht als langweilig, obwohl es keinen großen Spannungsbogen gab. Vielmehr hat mich Elenas Leben, ihre Gedanken, fasziniert. Es ist wie das Eintauchen in eine andere Zeit, der Zeit meiner Elterngeneration. Das Leben einer früheren Generation, aber hier konnte ich es vor meinem inneren Augen förmlich nachfühlen, nacherleben. In eine andere Haut schlüpfen.
Es ist eine - für mich- andere Welt, eine, in der kaum Hoffnung besteht, das Viertel, in das man hineingeboren worden ist, zu verlassen. Bei denen Menschen tagein und tagaus schuften und nicht viel erreichen. Indem Banden das sagen haben. Gewalt fast zur Tagesordnung gehört. Jeder alles -oder fast alles- über seine Nachbarn weiß. Es fasziniert, schreckt öfters aber auch ab. Und doch - immer wieder ist da ein Hoffnungsstrahl in all diesem Elend.
Ich werde jetzt auf alle Fälle die KInderjahre mit "Meine geniale Freundin" nachholen und warte gespannt auf die weiteren zwei Bände. Die Autorin hat mich gepackt, hat mein Interesse an Elena und ihrem zukünftigen Leben geweckt.
Fazit:
Diese Geschichte hat mir ein interessantes Bild auf die 50-und 60er Jahre in einem Arbeiterviertel Neapels gezeichnet und die Entwicklung einer Protagonistin mit all ihren Träumen, Ängsten, Schmerzen und Erfolgen aufgezeigt. Ein Buch, dass für mich eine sehr realistische/authentische Geschichte widergespiegelt hat.
Rezensionen von Stefan Cernohuby:
Star Trek Kostüme von Paula M. Block; Terry J. Erdmann
Ein Muss für alle Hardcore-Fans!
"Star Trek Kostüme" von Paula M. Block und Terry J. Erdmann ist ein wirklich eindrucksvolles Werk. Es gelingt ihm nicht nur, über fünfzig Jahre an Kostümentwicklung des Star Trek Universums in Bildern einzufangen, man erhält auch eine unglaubliche Menge an begleitenden Informationen, Anekdoten und Stimmungen, dass man als Leser einfach nur staunen kann.
Im Grunde ein Pflichtkauf für jeden Trekkie, der etwas auf sich hält.
Rezensionen von manu63:
Simple von Diana Henry
Der Titel täuscht
Simple Kleiner Aufwand, grandioser Geschmack ist ein Kochbuch der Autorin Diana Henry. Der Klappentext verspricht Gerichte die sich mit Zutaten, die man meist im Hause hat oder rasch besorgen kann schnell und ohne viel Aufhebens zubereiten lassen.
Unterteilt ist das Buch in verschiedene Kapitel nach einem Vorwort kommen die Kapitel Eier, Salate, Toast, Hülsenfrüchte, Pasta & Getreide, Fisch, Ofengerichte, Koteletts & Würste, Hähnchen, Gemüse, Fruchtige Desserts, andere Süßspeisen, ein Einkaufleitfaden und Rezepthinweise sowie ein Register das die Gerichte alphabetisch und nach Zutaten auflistet.
Das Vorwort ist eher allgemein gehalten und die Autorin erläutert dort wie sie dazu gekommen ist dieses Buch zu verfassen. Daneben geht sie noch auf ausgefallene Zutaten ein sowie auf die Personenanzahl für welche die Rezepte gedacht sind sowie auf das Thema Küchenausstattung.
Die einzelnen Rezepte werden immer mit einer kurzen Einleitung vorgestellt, dabei finden sich auch Hinweise wo man Zutaten bekommen kann bzw. was man abändern kann. Bei jedem Rezept wird angegeben für wie viele Personen es gedacht ist. Bei den Zutaten legt die Autorin wert auf Hochwertigkeit und geht bei einigen Sachen keine Kompromisse ein. Wobei ich einige der Zutaten vorher gar nicht kannte und auch nicht wüsste wo ich sie bekommen kann. Ich habe etliche sehr gut sortierte Einkaufmöglichkeiten in der Nähe aber dort habe ich auch noch nicht so was wie Granatapfelmelasse oder Fregola, eine sardische Nudelspezialität gefunden. Ebenso Nduja, eine würzige, weiche Schweinswurst aus Kalabrien kannte ich vorher nicht. Auch die Gewürzauswahl befindet sich nicht unbedingt in meinem Schrank.
Die Rezepte selber sind sehr vielfältig und es ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei, aber simpel zu kochen sind sie nicht unbedingt. Auch die Zubereitungszeiten sind manches mal recht lang, auch wenn es sich dabei um Zeiten im Backofen handelt. Aber mal eben schnell was auf den Tisch zu bringen geht nicht, wenn das Gericht 1 Stunde im Backofen verbringen muss.
Wer gerne weiß welche Nährwerte sich in den Gerichte verbergen muss sie sich selber ausrechnen. Es gibt dazu keine Angaben, auch wird häufig Alkohol bei der Zubereitung benutzt.
Kleine Geschichten sollen das Buch auflockern, ich finde den Ton darin leider nicht immer gut getroffen, so empfiehlt die Autorin z. Bsp. im Kapitel Koteletts & Würste entweder hochwertige Koteletts vom guten Metzger oder Hofladen zu nehmen oder wer sich das nicht leisten kann, der soll halt lieber auf diesen Genuss verzichten. Finde ich schon etwas derb, solche Anspielungen finden sich auch in anderen Kapiteln.
Die Fotos im Buch finde ich gelungen und sie zeigen wie die Gerichte aussehen könnten und wirken appetitlich.
Insgesamt bin ich von diesem Buch enttäuscht, einfach und simpel geht für mich anders. Wenn ich erst lange nach Zutaten suchen muss oder diese nur im Internet bekomme, ist das für mich nicht simpel. Die Rezeptauswahl ist oft exotisch angehaucht und ich müsste doch das eine oder andere an den Rezepten ändern damit es für meinen Familienalltag tauglich ist. Spontan aus diesem Buch zu kochen wird kaum möglich sein, denn die Zutaten dafür finden sich sicherlich nicht in fast jedem Schrank so wie es der Klappentext suggeriert.
Rezensionen von Wolly:
The Great Outdoors von Sämmer Markus
Alles was das Outdoorherz begehrt
Das Buch ist ein toller Ratgeber für Campingfreunde und auch solche die Lust haben simple, aber leckere kleine Gerichte zu zaubern. Auf den ersten Blick punktet das Buch schon mit seiner gelungenen Struktur. Alles ist übersichtlich und gut durchdacht angeordnet, so findet der Leser schnell was er sucht.
Auch die Symbolik für die einzelnen Gerichte ist gelungen und gut verständlich. So hat jeder schnell das passende Rezept für sein vorhaben zur Hand. Besonders gut gefällt mir auch das angehängte, kleine Rezeptbuch für unterwegs. Denn genau darum geht es ja, es sollte in die kleinste Tasche passen. Die Gerichte selbst sind schmackhaft, einfach nachzumachen und weitestgehend mit Grundzutaten umzusetzen. Schön, das es mal wieder ein Kochbuch gibt, das man auch ohne stundenlange Einkäufe im Reformhaus usw. sofort nutzen kann. Trotzdem wird auf Gesundheit wertgelegt und die Rezepte sind meistens eher leicht und ausgewogen. Es findet sich vom Frühstück über Mittagessen, bis hin zu Marmeladen oder Limonanden alles mögliche Verschiedene. Ebenso vielfältig sind die Richtungen, von guter Hausmannskost, über Fastfood bis hin zu vegetarischer Ernährung. Da sollte für Jedermann etwas dabei sein. Positiv aufgefallen ist mir auch die vielseitige Einsetzbarkeit, da manch Dip oder Teig für mehr als ein Rezept verwendet werden kann. Praktisch wenn die Verstaumöglichkeiten unterwegs begrenzt sind. Aber das Buch beschränkt sich nicht nur auf Rezepte. Ebenso vorhanden sind Tips für die Vorbereitungen zu Hause, Sportpassagen, Erfahrungsberichte, Packlisten und einige weitere nützliche Dinge. Obendrauf gibts eine Optik die sofort Lust macht, seinen Rucksack zu packen und in die Natur zu gehen.
Fazit:
Ein rundum gelungenes Buch, bei dem ich nichts zu meckern habe.
Rezensionen von manu63:
Minus 18 Grad von Ahnhem Stefan
Ein fesselnder Krimi
Minus 18 Grad ist der dritte Band der Fabian Risk Krimi Reihe des Autors Stefan Ahnhem. In diesem Band ermittelt Kommissar Fabian Risk in einem mysteriösen Mordfall bei der das Opfer zwei Monate eingefroren wurde bevor es im Hafenbecken versenkt wird. Auf der dänischen Seite des Öresund wird die dänische Polizistin Dunja Hougaard mit einer übel zugerichteten Leiche konfrontiert.
Der Autor erzählt in diesem Krimi auf spannende Weise in mehreren Handlungssträngen seine Geschichte. Die Spannungsbögen werden dabei gut gesetzt und der Leser dadurch in Atem gehalten. Die Charaktere werden vielschichtig gezeichnet und haben alle ihre eigenen Probleme zu bewältigen. Neben Familienproblemen gibt es auch berufliche Spannungen, diese werden auf gute Weise miteinander verknüpft und lassen die Protagonisten lebendig und authentisch erscheinen.
Anfangs verwirrten mich noch die einzelnen Stränge, da ich trotz Absetzungen nicht immer sofort erkennen konnte welcher Strang wieder dran war. Das änderte sich aber um so weiter ich ins Buch eingestiegen bin. Insgesamt hat mich das Buch zwar nicht von der ersten Seite aber nach den ersten Kapiteln in Atem gehalten und ich finde den Schreibstil des Autors sehr eindringlich und er erzeugt auch passende Bilder vor meinen Augen. Die Geschehnisse folgen rasch aufeinander und bei mir kam während des Lesens keine Langeweile durch Füllkapitel auf. Obwohl ich die beiden Vorbände nicht kenne hatte ich keine Probleme mit dem Buch.
Rezensionen von Gudrun:
Minus 18 Grad von Ahnhem Stefan
detailreiche Darstellungen der damaligen Vorkommnisse mit spannender Geschichte
In gewohnter "Sabine Weiß"-Manier ist das Cover wieder vortrefflich gewählt. Als Hintergrund die Stadtansicht und im Vordergrund die Dame ohne Kopf mit Kleidung und Utensilien, die hervorragend zum Titel passen.
Eine Augenweide im Bücherregal.
Ebenso gekonnt empfinde ich zu Beginn das Personenverzeichnis mit den Vermerken für historisch verbürgte Persönlichkeiten.
So kann man immer wieder spicken und die Zusammenhänge noch besser erfassen. Ausserdem verstärkt es den Leseeindruck um so mehr, wenn zur fiktiven Geschichte die realen Persönlichkeiten verflochten werden.
Bereits der Anfang ist sehr rasant und mitreissend. Hier wird man als Leser von Beginn an ins Geschehen katapultiert.
Die Vorkommnisse und Begebenheiten, gerade zu politischen Hintergründen, sind über das ganze Buch hinweg detailreich und nachvollziehbar geschildert. Die Details, gerade die des Kriegsgeschehens, waren mir aber doch etwas zu ausschweifend, dass ich hier ab und an den Faden verloren habe.
Ränkeschmiede und Intrigen, die sicherlich zu damaliger Zeit gang und gäbe waren, werden vortrefflich dargestellt.
Viele Hintergrundinformationen und Bräuche zur Fechtkunst und den unterschiedlichen Vereinigungen und deren Zwistigkeiten sowie die verschiedenen Begriffe und Ausführungen klingen sehr plausibel und sind interessant und bildhaft verwoben.
Ebenso verhält es sich mit den Darstellungen zu den Religionszwistigkeiten und -kriegen.
Die Darstellungen der unterschiedlichen Bräuche und hier insbesondere zum Judentum, sind detailreich und ebenfalls hervorragend ins Geschehen verknüpft und ergeben ein umfassendes Bild.
Der Spannungsbogen wird zu Beginn durch vielseitige "Einblendungen" ominöser Geschehnisse oben gehalten. Die Übergänge, die anfangs wunderbar gelungen sind, werden jedoch später oftmals durch zu kurze Sequenzen etwas chaotisch und reissen immer mal wieder aus dem Lesefluss.
Diese "Einspieler", die zwar immer wieder den Spannungsbogen hochhalten sollen, erreichen jedoch durch die Kürze für mich gerade das Gegenteil, weil eben das Mitfiebern so etwas abhanden kommt.
Mein Fazit: detailreiche Darstellungen der damaligen Vorkommnisse mit spannender Geschichte









