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Rezensionen von BookHook:
Vegan for Fit Gipfelstürmer Die 7-Tage-Detox-Diät. 1. Auflage 02.12.2016. Gebunden. von Hildmann Attila
46 nette Rezepte, aber viel zu viel Attila Hildmann ? es gibt bessere Bücher, auch von ihm
Zum Autor:
Der Name Attila Hildmann ist wahrscheinlich jedem, der sich mit veganer Küche beschäftigt, inzwischen ein Begriff. Wenn man sich mal schlau macht, was Herr Hildmann schon so alles gemacht hat, müsste man eigentlich meinen, er sei schon weit jenseits der 60 Jahre. Er hat bereits diverse Kochbücher sehr erfolgreich veröffentlicht (?Vegan for?.
Fit / Youth / Starters? etc.), ist in Kochsendungen (u.a. in den USA) aufgetreten und hat auch welche produziert, hat Recherchen ?in unzähligen internationalen Ernährungsstudien und auch vor Ort in Ländern, in denen Menschen besonders alt werden, betrieben? (Zitat von der Homepage des Autors), hat einen eigenen Matcha-Tee kreiert und arbeitet nebenbei auch noch an seiner Physik-Diplomarbeit. Dieser 33 jährige ?Shooting Star? der Kochszene scheint in kein gängiges Raster zu passen und sich inzwischen selbst erfolgreich zur Marke gemacht zu haben. Kommen wir nun aber zum Wesentlichen, dem Buch selbst:
Zur Aufmachung des Buches:
Anders als die meisten ?Attila Hildmann?-Bücher ist dieses Buch zwar mit einem Hardcover, aber nicht mit einem Schutzumschlag ausgestattet. Auch die Größe ist durchaus handlicher. Mit seinen 19,3 x 24,2 x 1,9 cm und 160 Seiten kann man das Buch auch mal in der einen Hand halten, während man mit der anderen z.B. umrührt. Was mir persönlich gefällt ist, dass alle Rezepte ? wie gewohnt ?sehr einfach aber ästhetisch bebildert sind. So bekommt man schon einen sehr guten Eindruck davon, wie das Endergebnis aussehen sollte. Nur die Hildmann-typisch sehr vielen Bilder von ihm selbst nerven mich inzwischen. Dass mal wieder kein Lesebändchen mit dabei ist, kann ich bei einem VK-Preis von 19,95 noch verkraften.
Zum Inhalt:
Zugegeben, ich habe bislang die Bücher von Attila Hildmann wegen der veganen Rezepte gekauft. Vielleicht bin ich also nicht der richtige Adressat für dieses Buch. Nach der ?30 Tage Challenge? (?Vegan for fit? Band 1) kommt nun die ?7-Tage-Detox-Diät?. Vor diesem Hintergrund habe ich zwar den ganzen ?Abnehm?-Teil gelesen, konnte aber wenig Neues oder Nützliches für mich persönlich daraus ziehen. Lediglich den Part über das ?intermittierende Fasten? (zwischen Abendbrot und dem Frühstück absolut nichts essen) fand ich sehr interessant. Entsprechend habe ich mich gefreut, als endlich der Rezeptteil begonnen hat. Analog des Buchkonzeptes sind die Rezepte nicht nach Kategorien aufgeteilt, sondern nach den sieben Tagen. Pro Tag gibt es 3 Rezepte in zwei Varianten. Diese Aufteilung ist also wirklich nur sinnvoll, wenn man die 7-Tage-Diät auch machen will. Doch keine Sorge, man kann sich trotzdem in dem Buch zurecht finden, auch Dank des zweiseitigen Index am Ende des Buches. Bei den Rezepten sind durchaus einige dabei, die mir gefallen und die ich in unser Rezept-Repartoire aufnehmen werde. Aber in Summe bin ich doch eher enttäuscht. Meine persönlichen Highlights waren dabei die folgenden drei Rezepte:
?Haferflocken-Pfannenbrot mit Blaubeeren auf Banane? (S. 37)
?Quinoa-Pizza mit Low-Fat-Hummus und Tomate? (S. 54)
?Low-Fat-Mangokuchen mit Beeren-Topping? (S. 64)
Zu allen Rezepten finden sich neben den Zubereitungsanweisungen und Zutatenlisten auch immer ?AH!?-Hinweise. Diese sind mitunter wirklich interessant (z.B. S. 123: ?mit einem Gehalt von 700 mg pro 100g ist Sesam reich an Calcium?), auf andere kann man eher verzichten (z.B. S. 58: ?Eine Geschmacksexplosion! Lass dich überraschen!?), manche sind eher selbstredend (z.B. S. 64: ?Beim Vermengen von Agar-Agar mit dem kalten Reisdrink unbedingt einen Schneebesen verwenden, damit keine Klumpen entstehen.?) und manche kann ich nicht bestätigen, z.B. S. 40: ?Linsennudeln bestehen zu 100% aus Linsen. Der Unterschied im Geschmack zu normalen Nudeln aus Weizen ist minimal.?. Meine Kinder schmecken den Unterschied sofort? (und auch die Konsistenz ist eine andere).
Was mir an diesem Buch gefällt:
(+) gut nachvollziehbare Zubereitungsanweisungen
(+) die Handlichkeit
(+) die teilweise kurze Zutatenlisten
(+) die oft schnellen Zubereitungszeiten, insbesondere bei den Frühstücksrezepten
Was mir an diesem Buch nicht gefällt:
(-) gerade mal 46 Rezepte, davon 9 Shakes und Smoothies; da hätte ich mehr erwartet!
(-) die inzwischen Überhand nehmende Selbstdarstellung des Autors
(-) die Schleichwerbung für eigene Produkte (z.B. Hildmanns ?Tiefkühl-Fruchtpüree?, das gleich in einigen Rezepten Verwendung findet) ? solches ?Cross Selling? hinterlässt bei mir immer einen faden Beigeschmack
(-) das Workout-?Kapitel? am Ende des Buches: Es findet sich auf den Seiten 139 ? 149 insgesamt 27 Übungen, die jeweils mit einem kleinen Bild und einer sehr knappen Anleitung versehen sind. Ungeübte, die noch keinerlei Erfahrungen mit Work Outs gemacht haben, können hier meines Erachtens mehr Falsch als Richtig machen. Hier wären ausführlichere Anleitungen für meinen Geschmack sehr sinnvoll gewesen!
(-) der Teil mit den allgemeinen, etwas ?platten? Tipps (?Mal die Glotze auslassen? ? S. 152) hätte man sich für meinen Geschmack ganz sparen können.
(-) den faden Versuch, seine Leser auf den letzten Seiten noch schnell zu Weltverbesserern umzuerziehen: Das ist zwar an sich ein hehrer Ansatz, ist hier aber irgendwie fehl am Platz und hat bei insgesamt nur vier Seiten auch mehr ?Alibi-Charakter? als einen wirklich tiefgehenden und nachhaltigen Inhalt.
Rezensionen von BookHook:
Easy. Überraschend. Low Carb. von Bettina Matthaei
Abwechslungsreiche Rezepte inkl. vieler toller Ideen für kohlenhydratarme Beilagen
Zur Autorin:
Die Food-Journalistin Bettina Matthaei hat inzwischen schon sehr viele, teils sehr erfolgreiche Kochbücher zu verschiedensten Themen veröffentlicht, unter anderem ?Vegetarisch vom Feinsten? oder auch ?Wok: Das Beste aus Asiens Küchen? (beide GU). Darüber hinaus ist sie im Gewürz-Handel aktiv und gibt Seminare zum Thema ?Gewürze?.
Zur Aufmachung:
Dieses Kochbuch zählt eher in die Kategorie ?Schwergewichte?, ist es mit seinen Maßen von 28,5 x 24,0 x 2,3 cm (HBT) nicht gerade handlich und benötigt während des Kochens seinen eigenen Platz auf der Arbeitsfläche. Es ist mit Hardcover und Schutzumschlag sowie den vielen ganzseitigen und anspruchsvoll komponierten Farbfotos insgesamt sehr wertig produziert. Nur dass bei einem durchaus stattlichen VK-Preis von 29,95 auf ein Lesebändchen verzichtet wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Das gibt einen kleinen Abzug in der B-Note.
Zum Inhalt:
Das Buch startet mit einem kleinen Theorieteil (8 Seiten), in dem die Autorin u.a. das Konzept der LCHF-Ernährung (Low Carb High Fat = wenig Kohlenhydrate und viel Fett) erläutert und hierbei insbesondere auf die Skaldeman-Formel eingeht. Dies fand ich durchaus ganz informativ, mehr allerdings auch nicht. Das Herzstück des Buches, der Rezeptteil ist in die folgenden sechs Kapitel aufgeteilt:
1. Aufstriche und Brote: Es hat mich besonders gefreut, dass die Autorin diesem Gebiet ein eigenes Kapitel gewidmet hat. Wo es ganze Kochbücher nur um das Thema ?Brot backen? gibt, darf hier natürlich kleine, aber feine theoretische Anleitung nicht fehlen, die u.a. darauf hinweist, dass glutenfreie LC-Mehle andere Backeigenschaften haben als normale Weizenmehle (das Klebereiweiß fehlt halt). Insgesamt präsentiert Matthaei 31 Rezepte, davon 14 Brot- & Brötchenrezepte sowie 17 sehr verschiedene Aufstriche, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte (Hummus, Chutneys, Dips,..). In dieser Rubrik haben mich insbesondere das ?Hummus aus Möhren und Mandeln? (S. 29) sowie das sehr saftige ?LC-Quarkbrot? (S. 21) überzeugt. Wie ?high fat? die Rezepte sein können, zeigt sich beispielsweise am schnell gemachten ?Obazda? (S. 40).
2. Fleisch: Insgesamt 20 Rezepte, wobei die Überschrift ?Fleisch? etwas täuscht, denn es finden sich hier u.a. 4 ?Burger?-Saucen (nicht nur für Burger gut geeignet, sondern auch zum Grillen oder Dippen!) oder auch eine ?Pizza Bolognese? (S. 82) mit glutenfreiem Boden. Meine persönlichen Highlights sind in dieser Rubrik die ?Mediterran gewürzten Frikadellen mit gebratenem Sellerie? (S. 65) sowie die ?Entenbrust mit Petersilienwurzelpüree? (S. 66), die etwas aufwendiger ist, aber ein tolles Essen ergibt (das Petersilienwurzelpüree lässt sich als Alternative zum klassischen Kartoffelbrei auch sehr gut zu vielen andern Gerichten kombinieren).
3. Fisch: 11 Rezepte für unterschiedliche Fischarten. Hier möchte ich insbesondere den ?Mandelfisch mit Safran-Peperonata? (S. 100) oder auch den ?Seeteufel auf Senf-Schmorgurken? (S. 112) hervorheben.
4. Vegetarisch: Unter den 14 Rezepten begegnen uns die ?Mandelgnocchi mit brauner Butter und Parmesan? (S. 120) vom Cover wieder, aber auch die ?Butternut-Halloumi-Rösti? (S. 123) oder die ?Pikante Blumenkohl-Käse-Waffeln? (S. 131) sind zu empfehlen!
5. Schnelle Gerichte: Schnelle Gerichte sind im oftmals hektischen Alltag immer gut zu gebrauchen. Die 11 Rezepte, die die Autorin hier anbietet, sind für meinen Geschmack wirklich ?berufsalltagstauglich?. Mit der wirklich schnell zubereiteten und sehr schmackhaften ?Lauchsuppe mit Cheddar und Hackfleisch? (S. 171) ist hier auch eines meiner persönlichen Lieblingsgerichte dabei. Wer braucht da schon Maggi Fix?
6. Frühstücksideen und Desserts: Zur kulinarischen Abrundung und für den süßen Appetit finden sich am Ende noch 12 kleine Rezepte, davon drei für Kaffee-Spezialitäten (Kokos / Mandel / Sahne ? S. 176). Eine sehr interessante Geschmackskombination bietet das ?Avocado-Himbeer-Dessert? (S. 184).
Alle Rezepte dieses Buches sind glutenfrei und sehr ansprechend und schön strukturiert präsentiert. Die Zubereitungsanweisungen sind ausführlich und leicht verständlich. Die ?Orientierung? während des Kochens wird dadurch erleichtert, dass die Zutaten im Fließtext jeweils fett gedruckt sind. Zu allen Rezepten finden sich Angaben zu den Zubereitungszeiten und Nährwerten. Sollte man für mehr Personen kochen wollen, kann man auch Mengenrechner im Internet verwenden (mengenrechner.de), mit Hilfe dessen man die Mengenangaben zu den Rezepten einfach umrechnen und sich beispielsweise aufs Smartphone schicken lassen oder ausdrucken kann. Abgerundet wird das Buch mit einem Index sowie einem Beilagen-Register
Besonders gut gefällt mir an diesem Kochbuch, dass sich in den einzelnen Rezepten viele Möglichkeiten ?verstecken?, klassische kohlenhydratreiche Beilagen durch ?low carb? Alternativen zu ersetzen, wie z.B. die ?Topinambur Bratkartoffeln? (S. 77), das ?Blumenkohlpüree? (S. 78) oder auch ?Semmelknödel? aus LC-Brot (S. 81). Selbstverständlich bedeutet ein Kochen abseits der ?herkömmlichen? Küche auch immer, dass die Zutaten nicht unbedingt in jedem Supermarkt zu finden sind (z.B. Leinsamen, Flohsamenschalen, Guarkernmehl, Harissa,?), so dass man sich von manchen Zutaten einen kleinen Vorrat anlegen sollte oder den Einkauf entsprechend gut plant. Außerdem sollte jedem bewusst sein, dass die meisten Zutaten deutlich teurer sind als die klassischen Varianten.
FAZIT:
Sehr abwechslungsreiches Kochbuch, das auch viele schmackhafte kohlenhydratarme Alternativen zu klassischen Beilagen bietet. Insbesondere für Menschen mit Glutenunverträglichkeit sehr zu empfehlen!
Rezensionen von BookHook:
Drachenreiter 2. Die Feder eines Greifs von Cornelia Funke
Ein neuer Buchschatz ? voller Fantasie, Abenteuer und Tiefgang
Zum Inhalt:
Bereits zwei Jahre sind ins Land gegangen seit der Drachenreiter Ben, Professor Barnabas Wiesengrund, Homunkulus Fliegenbein, Koboldmädchen Schwefelfell und der Drache Lung den bösen Nesselbrand bezwungen haben. Inzwischen haben sie für alle Fabelwesen dieser Welt ein kleines Refugium namens MIMAMEIDR in der Abgeschiedenheit Norwegens geschaffen.
Doch als sie erfahren, dass der Nachwuchs von Anemos, dem letzten Pegasus, bedroht ist, brechen die Freunde erneut in ein unglaubliches und gefährliches Abenteuer auf?
Zur Autorin:
Cornelia Funke gehört zu den erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren, und das mittlerweile seit vielen Jahren. Ihre Bücher erreichen inzwischen eine Gesamtauflage von über 20 Millionen Exemplaren und wurden in 37 Sprachen übersetzt. Aus ihrer Feder stammen z.B. die ?Gespensterjäger? (1994 ? 2001), die ?wilden Hühner? (1993 ? 2008), die ?Tintenwelt?- (2003 ? 2007) oder auch die ?Reckless?-Reihe (2010 ? 2015). Im Jahr 1997 erschien der Fantasy Roman ?Drachenreiter?, der es 2004 sogar auf den ersten Platz der New York Times Bestsellerliste geschafft hat.
Zur Aufmachung:
Das rd. 415 Seiten umfassende Hardcover kommt in einer wertigen Aufmachung daher. Auch wenn Schutzumschlag und Lesebändchen fehlen (was bei einem Preis von 18,99 für mich verschmerzbar ist), merkt man jedoch gleich beim ersten Durchblättern, wie liebevoll dieses Buch produziert worden ist. Unzählige, wundervolle s/w-Illustrationen - von Cornelia Funke selbst ? entführen schon beim Betrachten in die fantastische Welt dieses Romans. Einem Bilderrahmen gleich umranken manche Illustrationen sogar ganze Seiten und man findet über das Buch verstreut natürlich Greifen und Drachen, aber z.B. auch fantastische Landschaften, den kleinen Homunkulus Fliegenbein und allerlei andere Fabelwesen.
Aber nicht nur optisch ist dieses Buch eine kleine Perle, sondern auch inhaltlich. So sind allen 49 Kapiteln Zitate von vielen - mehr oder weniger - bekannten Persönlichkeiten vorangestellt, z.B. von Goethe (Kapitel 25 / S. 200), Christoph Columbus (Kapitel 10 / S. 78) oder auch Rudyard Kipling (Kapitel 13 / S. 105). Dazu gibt es im Anhang ein passendes Quellenverzeichnis (S. 409 ? 414). Ein ?Wer ist wer? (S. 397 ? 408), aufgeteilt nach Spezies, findet sich ebenfalls im Anhang und erleichtert das Zurechtfinden im Charakter- & Wesendschungel.
Meine Meinung:
In der Geschichte sind nur zwei Jahre vergangen ? bei uns waren es fast 20, bis Cornelia Funke uns mit einer Fortsetzung ihres Weltbestsellers ?Drachenreiter? beglückt. Auch wenn ?Die Feder des Greifs? relativ problemlos ohne die Kenntnisse des ersten Buchs zu lesen ist, würde ich doch jedem empfehlen, zunächst den ersten Band zu lesen.
Wie schon im ersten Band taucht der Leser sofort in die wunderbare Welt der Fabelwesen ein ? diesmal in das neu geschaffene MIMAMEIDR, in dem es inzwischen nur so wimmelt vor unterschiedlichsten Sagengestalten. Egal ob Pilzlinge, Senf-Wichtel, Odinszwerge oder auch Igelmänner, jedes Wesen findet hier Unterschlupf. Wer beim Lesen dabei den Überblick verlieren sollte, kann zwischendurch das ?Wer ist wer? am Ende des Buches nutzen. Von MIMAMEIDR nimmt Cornelia Funke ihre Leser mit auf eine spannende, unglaublich fantasievolle und stellenweise gefährliche Reise mit, die mich beim Lesen vollständig in der Handlung hat ?versinken? lassen. Hier heißt es eintauchen, mitfiebern und miterleben! Zusammen mit den alten Bekannten, aber auch mit neuen größeren und kleineren Helden führt uns Cornelia Funke durch eine Welt, die die Sagen und Mythen verschiedenster Völker vereint und mich durch faszinierende und exotisch anmutende Schauplätze immer wieder hat staunen lassen. Die Spannung der Geschichte selbst variiert im Verlauf, sinkt doch aber niemals ganz ab, denn man fragt sich beim Lesen die ganze Zeit, ob es die mutigen Helden wohl schaffen werden, die Sagengestalt des Pegasus zu erhalten. Hierzu verrate ich natürlich nichts!
?Zu erhalten? ist dabei ein Stichwort, dass auch auf die tiefgründigere Botschaft dieser Geschichte hindeutet: Denn beim Lesen wird schnell klar, dass diese Geschichte auch ein flammendes Plädoyer dafür ist, sorgsam, nachhaltig und bewusst mit unserer Welt, der Natur und allen Lebewesen umzugehen. Gleichzeitig vermittelt dieses Buch wichtige Werte wie Freundschaft, Mut und Zusammenhalt.
FAZIT:
Das perfekte Buch (nicht nur) für lange, dunkle Winterabende: Eine unglaublich fantasievolle und spannende Reise, die wie ihr Vorgänger das Zeug zum Klassiker hat!
Rezensionen von BookHook:
Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker von Lena Greiner; Carola Padtberg-Kruse
Humorvolle Kuriositäten, Merk- und Denkwürdigkeiten aus dem Mikro-Kosmos Schule
Lena Greiner und Carola Padtberg-Kruse sind Redakteurinnen bei SPIEGEL ONLINE und legen nun mit ?Nenne drei Hochkulturen?? ihren Nachfolgeband zum Bestseller ?Nenne drei Nadelbäume: Tanne, Fichte, Oberkiefer? vor. Erneut ist es eine Sammlung von Stilblüten, Kuriositäten und Denkwürdigkeiten aus dem Mikrokosmos deutscher Schulen.
SPIEGEL ONLINE hatte Lehrer dazu aufgerufen, diesen ?Quatsch? einzusenden, und so ist eine wunderbar humorvolle O-Ton Sammlung aus den DACH-Schulen entstanden.
Egal ob es um eine politisch unkorrekte ?Polenallergie? oder Jungs mit Menstruationsbeschwerden (die Entschuldigung wurde akzeptiert!) geht, hier bleibt garantiert kein Auge trocken! Das Buch zeigt aber auch, dass die Schüler von heute nicht immer die von der Presse verunglimpften ?Smombies? sind, sondern durchaus noch immer viel Mitgefühl und Wissensdurst zeigen (?Wieso hatte Nathan der Weise eigentlich keine Eltern??). Aufgeteilt sind die humorvollen Berichte und Zitate aus den Klassenzimmern in die folgenden Bereiche:
- Übersetzungen aus dem Englischunterricht (?Queen Elizabeth? wird zu ?Green Elisa Bett? ? S. 26)
- Glanzleistungen in Geschichte (Wie war das mit dem ?Sturm auf die Pastille?? ? S. 37)
- Peinliches aus der Politikstunde (Die Währung vor dem Euro: die Dänemarkt! ? S. 60)
- Die besten Ausreden (?Meine Katze lag schlafend auf meiner Schultasche? ? S. 68)
- Blackouts in Biologie (?In der Fruchtblase ist Fruchtsaft? ? S. 89)
- Religiöses Halbwissen (?Adam und Eva lebten in Paris? ? S. 108)
- Rätselraten in Erdkunde (?Wo leben Buddhisten? ? In Budapest? ? S. 129)
- Debakel im Deutschunterricht (?Wallenstein wird wahrscheinlich nie erfahren, wer ihn ermordet hat? ? S.146)
- Die schönsten Schreibfehler (?Man fängt einen Brief mit Liebe an!? ? S. 164)
- Allgemein(un)wissen (?Nenne drei Blechblasinstrumente ? Trompete, Tenorhorn, Matterhorn? ? S.179)
- Blamagen in Chemie, Physik und Mathe (?Nenne das kürzeste Längenmaß ? ein Krümel? ? S. 191)
- Die besten Patzer aus dem Abitur (?America ? the country of topless opportunities? - S. 206)
- Geständnisse aus dem Lehrerzimmer (von Begegnungen in der Sauna bis verschobenen Deutschlausuren)
Aber dieses Buch ist nicht nur eine lose Aneinanderreihung von Sprüchen und Anekdoten, sondern durchaus liebevoll redaktionell aufgearbeitet und mit Einleitungen zu den jeweiligen Kapiteln sowie Kommentaren zu den Sprüchen versehen. Das Ganze ist zusätzlich noch mit humorvollen Cartoons garniert und zwischendurch stellt eine kleine ?Professoreneule? manche komischen Irrtümer richtig und gibt ein paar kurze Hintergrundinformationen dazu (z.B. was Hünengräber sind ? S. 138). Das ist in Teilen durchaus ganz informativ. In grau unterlegten ?Pause?-Kästchen finden sich zusätzlich noch kurze Schilderungen skurriler Situationen aus dem Lehreralltag.
FAZIT: Wer mal wieder so richtig herzhaft lachen möchte, ist mit ?Nenne drei Hochkulturen? auf jeden Fall gut bedient!
Rezensionen von Andrea Ogris :
HELIX - Sie werden uns ersetzen von Elsberg Marc
Hochleistungslesefutter nicht nur für Wissenschaftsfans
"Bald kann man seine Kinder aus dem Katalog bestellen". Was sonst schon mal hinter vor gehaltener Hand gegeseitig zugeraunt wird, wenn am Stammtisch ein solches Thema zur Sprache kommt, wird hier von Herrn Elsberg zu einem brisanten Roman verarbeitet.
Auffällig ist, dass es gar keinen Hauptprotagonisten im klassischen Sinne gibt.
In mehreren Erzählsträngen, die in teils extrem kurzen Kapiteln abgehandelt werden, finden sich diebsonderbegabten Kindern und "Gute" und "Böse" aus Wissenschaft und Forschung. Genmanipulation an Pflanzen, Tieren und Menschen ist das Grundgerüst der Story und der begeisterte Leser wird neben der Fiktion um die Abschaffung der klassischen Menschenmodelle, also wir, mit verständlichen Infos aus diesem Wissenschaftszweig gefüttert.
Dieser für mich erste Roman dieses Genres konnte mich aufgrund der brisanten Thematik und des angnehm unaufdringlichen Schreibstils des Autors überzeugen. Selbst nach längeren Lesepausen, die ich leider notgedrungen einlegen musste, kam ich immer wieder gut in die Handlung rein und war gefesselt. Vorhersehbarkeit des Ausgangs gleich null und lesenswert schon deshalb, weil man hinter aller Fiktion auch die Möglichkeiten der Genforschung aufblizten sieht, die eventuell irgendwo schon Wirklichkeit sein könnten. Sinngemäß tut sich also die Frage nach dem eigenen Standpunkt zur Genmanipulation auf. Vielleicht ist bei dem einen oder anderen aufmerksamen Leser dieser nach der Lektüre nicht mehr an der selben Stelle?
Rezensionen von Siegfried Albert:
Kinder- und Hausmärchen, 3 Bände von Jacob Grimm; Wilhelm Grimm
Nach 8 Tagen noch keine bestellten Bücher erhalten
Ich warte nun schon 8 Tagen, seid Bestellung und Bezahlung, auf diese Bücher. Nix mit Zusendung innerhalb 48 Stunden wie von Athesia in online shop angegeben. :(
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Siegfried AlbertRezensionen von office@zirngast.net:
Die Spionin von Coelho Paulo
Mata Hari - Wer war sie wirklich?
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Margarethe Zelle, ein Mädchen aus einem kleinen Dorf in Holland, nimmt nach ihren schlechten Erfahrungen in ihrer Jugendzeit und ihrer frühen und unglücklichen Ehe, aus der sie zwei Kinder hat, ihr Leben in die Hand und erfindet sich selbst neu. Als exotische Tänzerin Mata Hari tritt sie in populären Clubs in Paris auf und wird auch über die Grenzen hinaus bekannt bis sie schlussendlich als Doppelspionin verurteilt und hingerichtet wird.
Paolo Coelho hat die Lebensgeschichte von Mata Hari in Form von fiktiven Briefwechseln aufgegriffen.
Meine Meinung zum Buch:
Ich finde es mutig von Paolo Coelho, dass er das politische Thema und die persönliche Biografie von Mata Hari aufgegriffen hat, da es über sie schon viele Berichte, teils Tatsachen, teils Spekulationen gibt. Trotzdem war es für mich ein wenig zu persönlich und oberflächlich gehalten. Ich hätte gerne noch mehr erfahren, wie Mata Hari denkt und was in ihr vorgeht, was damals Usus war, mit wem sie Kontakt hatte, usw. Für mich hat das Buch auf den ersten Anblick einen überwältigenden und berührenden Eindruck erweckt, aber auf den zweiten Blick hat mir doch der Tiefgang gefehlt. Es ist auch aufgrund der Seitenanzahl überschaubar, hier wäre durchaus noch Platz für eine intensivere Recherche und Auseinandersetzung gewesen. Nachdem ich schon viele Bücher von Paolo Coelho gelesen habe, hat mir sein Schreibstil auch diesmal sehr gut gefallen, insgesamt ist es aber nicht sein faszinierendstes Buch.
Titel und Cover:
Der Titel passt gut zum Buch und auch das Portrait von Mata Hari sowie der Hardcover Umschlag machen einen soliden und qualitativen Eindruck.
Mein Fazit:
?Die Spionin? finde ich beeindruckend und gut, aber es ist nicht Paolo Coelhos bestes Werk.
Rezensionen von office@zirngast.net:
Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker von Lena Greiner; Carola Padtberg-Kruse
witzig, aber auch schockierend
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Die SPIEGEL-Online Redakteurinnen Lena Greiner und Carola Padtberg-Kruse haben unzählige lustige Anekdoten aus dem Schulalltag von LehrerInnen geschickt bekommen, diese gesammelt und strukturiert. Geordnet wurden sie nach Fächerzugehörigkeit, aber auch Elternbriefe und Entschuldigungsschreiben finden Platz.
Als Abschluss gibt es noch Geständnisse aus dem Lehrerzimmer.
Meine Meinung zum Buch:
Die Schülerantworten auf Prüfungsfragen waren teilweise wirklich lustig, da ihnen hier schon komische Verwechslungen oder Rechtschreibfehler passiert sind. Vor allem die wörtlichen Übersetzungen von Deutsch auf Englisch und umgekehrt haben mir sehr gefallen. Auch die Entschuldigungsschreiben der Eltern und Ausreden von SchülerInnen fand ich witzig und kreativ. Die Headlines der Autorinnen finde ich auch sehr treffend, dafür hätte bei den Überleitungstexten zwischen den Kapiteln und den einzelnen Unterkapiteln weniger erklärt werden müssen. Hier wurden teilweise schon die Pointen, die später nochmals abgedruckt wurden, vorweggenommen. Am meisten schockiert hat mich allerdings das letzte Kapitel mit den Anekdoten aus dem Lehrerzimmer wie ?Ich brülle meine Schüler an?. Dies finde ich persönlich schon äußerst grenzwertig und auch auf keinem Fall mehr lustig.
Titel und Cover:
Der Titel und das Cover sind beide sehr ansprechend und passen auch super zum Inhalt des Buches. Besonders gut gefallen haben mir auch die Cartoons am Anfang der Kapitel, diese waren immer sehr treffend.
Mein Fazit:
Das Buch beinhaltet sowohl witzige Antworten von SchülerInnen, aber auch denkwürdige Äußerungen von LehrerInnen, die schon nicht mehr zum Lachen sind.
Rezensionen von office@zirngast.net:
Das Nest von Cynthia D'Aprix Sweeney
Das Leben geht weiter!
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Die vier erwachsenen Geschwister Melody, Jack, Bea und Leo Plumb hoffen auf die Auszahlung des Fonds, den ihr Vater für sie gewinnbringend angelegt hat. Schon sehr bald, zu Melodys vierzigstem Geburtstag sollen alle Kinder den gleichen Anteil bekommen, den sie auch schon fix in ihren Lebensstandard eingeplant haben: Melody für die Rückzahlung der Kreditraten und die Collegegebühren ihrer Töchter, Jack für seine hohe Verschuldung durch seine wenig gewinnbringende Selbstständigkeit.
Kurz davor kommt es anders als erwartet: Ihr Bruder Leo befindet sich aufgrund von Eigenverschulden in einer Notsituation und bekommt ohne die Zustimmung seiner Geschwister fast das gesamte Geld vorgestreckt. Dies löst nun einen gewaltigen Konflikt zwischen den Geschwistern aus und von nun an dreht sich alles nur noch um Geld.
Meine Meinung zum Buch:
Das Buch startet mit einem sehr spannenden Prolog, in dem die ausschlaggebendste Situation geschildert wird, danach plätschert die Familiengeschichte dahin bis es am Ende noch einen runden Abschluss gibt. Sehr gut gefallen hat mir, dass neben den vier Geschwistern nur wenige weitere Charaktere vorgekommen sind, somit war der Roman sehr schlüssig, strukturiert und unkompliziert zu lesen. Vor allem die Beschreibung der vier Geschwister, ihre Charaktere und wie sie sich im Laufe der Zeit verändert haben, hat mir sehr gut gefallen. Zu Beginn hatten sie kaum Kontakt zueinander, danach sind zumindest manche aufeinander zugekommen und haben mehr am Leben der Anderen teilgenommen und zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass sie nicht nur aufgrund des Geldes verbunden sind und weiterhin verbunden bleiben, sondern dass die Situation sogar einen positiven Aspekt auf drei der vier Geschwister und ihre Familien hatte.
Titel und Cover:
Den Titel finde ich im deutschen Sprachgebrauch zuerst irreführend, nachdem er aber so häufig im Buch erwähnt wird, gewöhnt man sich daran. Das Cover ist ansprechend, in angenehmen Farben gestaltet und macht einen hochwertigen Eindruck.
Mein Fazit:
?Das Nest? ist ein sehr lesenswerter Roman, in dem viel geplant wurde, was sich dann als nicht realisierbar herausstellt. Doch schlussendlich ist es sinnvoller im Hier und Jetzt zu leben und eventuell verfügbares Geld nicht im Voraus zu verplanen.
Rezensionen von office@zirngast.net:
Mooresschwärze von Catherine Shepherd
Tattoo der Mayas
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Julia Schwarz ist nicht nur Rechtsmedizinerin, sie interessiert sich auch für die Hintergründe und Täter und ist somit gerne hautnah bei den Ermittlungen dabei. Zusammen mit Kriminalkommissar Florian Kessler sucht sie nach einem Serientäter, der junge Mädchen tätowiert und nach bestimmten Ritualen tötet und an bestimmten Schauplätzen ablegt.
Meine Meinung zum Buch:
Das Buch ist sehr gut gegliedert und in kurzen Kapiteln strukturiert, wobei die Handlungsstränge zwischen Ermittlungen, Täter und Hannah wechseln, sodass es wirklich kurzweilig ist. Auch der Schreibstil der Autorin ist klar und simpel gehalten, sodass man das Buch einfach und schnell lesen kann. Das Team Julia Schwarz und Florian Kessler sind super aufeinander abgestimmt und eingespielt, haben trotzdem auch ihre Fehler, Ecken und Kanten, sodass sie sehr sympathisch und authentisch wirken. Zudem haben mir die romantischen Andeutungen zwischen den Beiden gut gefallen und es könnte im nächsten Teil weiter vertieft werden. Auch Julias Vergangenheit und die Last, die sie nach dem Tod ihres Bruders trägt, machen sie liebenswert. Gut gefallen hat mir auch der historische Zusammenhang rund um den Kult der Mayas, dies war mal etwas erfrischend Anderes und hat Mooresschwärze von ähnlichen Thrillern abgehoben. Außerdem war bis zum Schluss nicht klar, wer nun der Täter ist, sodass die Spannung aufrecht erhalten blieb. Einzig die Namen der beiden Verdächtigen ?Wengler? und ?Dr. Menger? waren mir zu ähnlich.
Titel und Cover:
Der Titel passt meiner Meinung nach nur teilweise zum Inhalt des Buches und auch die Covergestaltung finde ich nicht ganz geglückt. Hier hätte mir in der Farb- und Motivauswahl eine Orientierung an den Mayas besser gefallen.
Mein Fazit:
Mooresschwärze war der erste Thriller, den ich von Catherine Shepherd gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht mein Letzter. Vielleicht erscheint auch bald ein neuer Teil mit Julia Schwarz und Florian Kessler?










