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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Zwei Checker, kein Plan Quinn & Spencer von Hans-Jürgen Feldhaus

Simon, 11 Jahre aus Aldrans

Es geht um Quinn Taylor, einen Jungen aus Liverpool. Er muss nach Deutschland zu seiner Tante ziehen, weil seine Eltern verhaftet wurden. In Deutschland trifft er Max und Spencer, einen seiner Meinung nach voll dämlichen Hund. Spencer hält seinerseits auch nicht viel von Quinn. Um wieder nach Liverpool zu kommen, will Quinn Geld verdienen.

Er stiehlt teure Uhren und Straßenschilder und versucht, die Sachen im Internet zu verkaufen. Spencer will auch wieder zu seiner Familie in die Türkei zurück und reißt deshalb immer wieder von Max aus. Leider landet er so regelmäßig im Tierheim. Das Buch ist mittelmäßig. Manche Stellen sind lustig und cool, aber in der Mitte ist es teilweise langweilig.

Christoph, 12 Jahre aus Flaurling:

Quinn und seine Familie leben in Liverpool. Doch seine Mutter und sein Vater stecken in großen Schwierigkeiten, deswegen muss er nach Göttingen zu seiner Tante ziehen. Quinns einziger Wunsch ist es, zu seiner Familie zurück zu kehren, sowie Spencer der Hund seines Cousin Karl. So teilen die Beiden das gleiche Leid. Spencer will nämlich wieder in die Türkei zu seiner Familie reisen. Und während Spencer die ganze Zeit versucht weg zulaufen, probiert Quinn einiges an Geld zu klauen. Eines Tages, als Quinn lügt und behauptet, dass Kretschmann (ein kleiner Verbrecher) Spencer entführt hat, schlittern die Beiden geradewegs in einen Kriminalfall.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr spannend erzählt, und man erkennt sehr gut die Unterschiede von Mensch und Tier.

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Zwei Checker, kein Plan Quinn & Spencer

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Little Miss Florida von DiCamillo Kate

Greta, 10 Jahre aus Innsbruck,

Mir hat das Buch gut gefallen. Manchmal war es recht schwer zu lesen, da es eigentlich aus dem amerikanischen übersetzt worden ist und ich einige Namen und Ausdrücke nur schwer verstanden habe. Ich konnte auch einige Tippfehler im Buch finden. Der Inhalt war recht unterhaltsam, aber nicht besonders mitreißend.

Das Buch handelt von drei Freundinnen, die sich die "Glorreichen Drei" nennen. Gemeinsam erleben sie spannende aber auch aufregende Momente, wie z. B. einen Diebstahl, einen Todesfall, eine Wasserrettungsaktion und zu guter letzt auch einen Wettbewerb namens "Little Miss Florida", 1975. Diesen wollte Raymie, eines der Mädchen gewinnen, um in die Zeitung zu kommen und ihren Vater zurück zu gewinnen. Doch dann geschah alles anders. Die Mädels kamen in die Zeitung aufgrund eines Unfalls, der Vater meldete sich, ...

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Little Miss Florida

Rezensionen von Josetta:

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HELIX - Sie werden uns ersetzen von Elsberg Marc

Die Zukunft liegt in den Genen

Können wir heute schon Desingerkinder-Eizellen einpflanzen lassen, bei denen gewünschtes Aussehen, Intelligenz und körperliche Eigenschaften schon vor der Befruchtung festgelegt wurden?
Oder gibt es bereits Viren bzw. Bakterien, die gezielt nur eine menschliche oder pflanzliche DNA manipulieren können? Sprechen wir hier in manchen Fällen etwa von Bioterrorismus?
Diese Fragen stellt man sich zwangsläufig, wenn man den Thriller Helix einmal durchgelesen hat.

Zurück bleibt die bange Frage, wie weit der Fortschritt im Jahr 2016 weltweit ist und ob dieses Zukunftsszenario nicht bereits bittere Realität sein könnte.

Aber zurück zum eigentlichen Roman. Welchen Zusammenhang hat der Tod des amerikanischen Außenministers mit einem schädlingsresistenten Maisfeld in Tansania und dem plötzlichen Verschwinden eines hochintelligenten Teenagers namens Jill? Genau dies muss die leitende Stabmitarbeiterin Jessica Roberts herausfinden. Die Zeit drängt. Die erste richtige Spur führt die Behörden in die Gated Community New Garden. Die dort beheimatete Kinderwunschklinik verhilft kinderlosen Paaren mit hoher Erfolgsquote zum langersehnten Nachwuchs. Und vielleicht entscheidet sich dort die Zukunft der gesamten Menschheit?

Marc Elsberg wirft seine Leser mitten ins Geschehen hinein. Was rasant beginnt, bleibt rasant. Für mich war der Spannungsbogen immer vorhanden. Die Handlungsfolge hat mich einige Male überrascht. Ein Beispiel: Dem Leser wird schnell klar, das FBI muss New Garden unter die Lupe nehmen. Dass dies bereits im ersten Drittel geschieht, war für mich völlig unvorhersehbar. Kompliment Marc Elsberg, gut gemacht.

Das Buch beschäftigt sich mit Genen, biochemischen Abläufen und der Wissenschaft darüber. Selbst ich, als medizinischer- und biochemischer Laie, konnte die Zusammenhänge der beschriebenen Versuchsreihen oder Erklärungen gut verstehen. Ich hatte nie das Gefühl, ein wissenschaftliches Fachbuch zu lesen.

Mir hat folgenden sehr gut gefallen: Die Gründe, weshalb die verschiedenen Protagonisten Genmanipulationen betreiben, wurden von vielen Seiten aus betrachtet. Fluch und Segen der Wissenschaft, rund um die Gene, kamen zum Vorschein. Handlungen, die ich teilweise entsetzlich fand, machten später durchaus Sinn, als ich den Beweggrund dahinter verstand. So wechselte auch meine Meinung zu den einzelnen Charakteren im Laufe der Geschichte.

Nun zur Kritik und warum ich einen Stern in meiner Bewertung abziehe. Einige Male rutschte die Story viel zu sehr in das Genre ?Superhelden? ab. Manche Taten der beteiligten Personen sollten lieber bei Bat- oder Superman angesiedelt bleiben. Zu abstrakt und hier fehl am Platz.
Ich kam mit den Namen der Darsteller lange Zeit nicht klar. Der Autor hat eine Vorliebe für die Buchstaben J, G und H. Aber wenn man Jim, Jill, Jegor, Jessica, Jaylen, Jack, Gene, Greg, Helen, Helge und Horst einmal auseinander halten kann, erwartet den Leser eine spannende und sehr lesenswerte Story rund um unsere DNA und was wir Menschen so treiben. Ich gebe eine klare Leseempfehlung. Allerdings sollte der Leser kein Problem damit haben, dass der Schauplatz des Geschehens nach spätestens jeder dritten Seite wechselt. Kleine Kapitel sind in Helix Programm, nämlich ganze 134 Stück.

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HELIX - Sie werden uns ersetzen

Rezensionen von Ela_Ela:

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HELIX - Sie werden uns ersetzen von Elsberg Marc

Süße Weihnachtskurzgeschichte : D

Amys Leben ist perfekt und kompliziert zugleich, seit sie den Gitarristen Adrian kennen und lieben gelernt hat. Obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht, als bei ihm zu sein, verhindert ein Schneesturm ihre Heimreise. Nun sitzt sie in Montreal fest und hat keine Ahnung, wie sie es pünktlich nach New York schaffen soll.

Ein emotionaler Roadtrip beginnt und Amy muss entscheiden, was ihr wichtiger ist: Traummann oder Traumjob?

Dieses Büchlein, weil Buch kann man es mit seinen knappen 100 Seiten nicht nennen, hat mich so richtig vom Hocker gerissen. Es war wundervoll flüssig zu lesen und wirklich sehr schnell zu lesen. Ich glaube es hat eine halbe Stunde nur gedauert.

Und ich habe es geliebt sowie fast alles was mit Weihnachten zu tun hat. Außerdem war es einem warmherzige und wunderbare Kurzgeschichte.

Fazit: Dieses Buch ist auf jeden Fall zu empfehlen wenn man gerne kurze Geschichte zu Weihnachten lesen will und mit seinen 7,10 Euro auch noch ein Schnäppchen. Dieses kleine Büchlein verdient seine 5 Sterne.

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Rezensionen von Ela_Ela:

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Ich liebe Shadow Falls After Dark : )

Ein Muss für alle Fans der Shadow-Falls-Camp-Serie: die Vorgeschichte von Kylies bester Freundin Della Tsang und ihrer Verwandlung in einen Vampir Manchmal tut es weh, den eigenen Weg zu gehen. Della Tsang glaubt nicht an Gespenster, bis sie eines Nachts ihren toten Cousin sieht. Schon bald nach diesem schockierenden Erlebnis geschehen auch mit ihrem Körper merkwürdige Dinge.

Dellas Körpertemperatur sinkt, aber ihre Sinneswahrnehmung werden unglaublich gut. Dellas Familie ist verwirrt und reagiert mit Ablehnung. Ein Virus? Bald wird klar, dass die Verwandlung zum Vampir eingesetzt hat, und es gibt kein Zurück. Soll Della ihrem Cousin folgen und den eigenen Tod inszenieren? Oder ist das Shadow Falls Camp eine Möglichkeit, um den Kontakt zu ihrem alten Leben zu bewahren. Della steht vor einer schwierigen Entscheidung, die ihr Leben für immer prägen wird.

Ich wollte natürlich schon immer wissen wie Della verwandelt worden ist und was sie in der ersten Zeit als Vampir alles erlebt hat.

Und hier ist die Kurzgeschichte die mich wieder vollauf begeistern konnte. Ich mag Della und ich mag ihre Geschichte.

Fazit: Eine tolle Kurzgeschichte aus der Shadow After Dark Reihe, die nicht gelesen werden muss aber als Fan wird sie einem sicher gefallen. Und mir hat sie sehr gut gefallen. 5 Sterne.

Serie:
Shadow Falls After Dark - Im Mondschein
1. Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht
2. Shadow Falls Camp - Erwacht im Morgengrauen
3. Shadow Falls Camp - Entführt in der Dämmerung
Shadow Falls After Dark - Bei Sonnenaufgang
4. Shadow Falls Camp - Verfolgt im Mondlicht
5. Shadow Falls Camp - Erwählt in tiefster Nacht

Shadow Falls After Dark - Aus der Finsternis
1. Shadow Falls After Dark - Im Sternenlicht
2. Shadow Falls After Dark - Unter dem Nachthimmel
3. Shadow Falls After Dark - Im Dunkel der Nacht

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Rezensionen von rewa:

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Und wieder eine Leiche

Eigentlich will Helene Kaiser die Weihnachtszeit in Ruhe und mit ihren Lieben verbringen. Aber es kommt wieder einmal anders. Ihr Mann Thomas, seit Monaten schon im Senegal, kann nicht zu Weihnachten kommen. Ebenso sagen ihre Kinder Valerie und Patrick ab. Also lenkt sich Helene mit einem Auftrag ihrer ,,k und k Dienstleistungsagentur ´´ ab für einen anspruchsvollen Kunden eine geschmackvolle Website her zu stellen.

Als Helene ihre alte Freundin Theresa wieder trifft und nach der Beerdigung deren Oma sie in die geerbte Villa begleitet, ist der Weihnachtsfrieden schlagartig vorbei. Denn was kann Helen wieder einmal in die Quere kommen? Natürlich, eine Leiche. Und schon ist sie mitten drin mit ihren Ermittlungen, Verdächtigen und Spurensuche. Dass Theresa lange Zeit die Polizei nicht verständigt, macht Helene ein wenig nervös.
Sehr verdächtig sind dabei auch Theresas Mutter Klara Holler und Helenes Nachbar Emil Kisch, die sich beide von früher kennen. Dass sich dieser sehr charmant und Helene bemüht, macht die ganze Sache auch nicht besser. Als sich bei Helene die berühmten Schmetterlinge im Bauch einstellen, wenn sie sich mit Emil Kisch trifft, ist auch nicht sehr hilfreich. Vor allem weil Helene befürchten muss, dass ihr freundliche Nachbar etwas mit der Leiche zu tun haben könnte.
Stück für Stück kommen Helene und Theresa bei der Mördersuche weiter und was sie dabei entdecken, ist alles andere als erfreulich.
Der sogenannte Weihnachtsfrieden sieht letztendlich anders aus als geplant und Helene beginnt ernsthaft nach zu denken, wie es mit ihrem Leben und ihrer Familie weitergehen soll.
Der Autorin Ilona Mayer Zach ist mit dem Roman ,,Schöne Bescherung für Helene´´ eine gelungene Fortsetzung des ersten Romanes ,, Eine Leiche für Helene´´ gelungen.
Da die Geschichte in der Weihnachtszeit spielt, ist es ein Cosy Krimi, der ruhigen und eher besinnlichen Art. Man spürt die romantische und weihnachtliche Atmosphäre in Granz und das Lokalkolorit lädt den Leser ein, diese Stadt einmal in Wirklichkeit kennen zu lernen. Kulinarische Schmankerln werden genauso angeboten wie kulturelle Genüsse. Der flüssige und lockere Schreibstil macht es einem als Leser leicht gut in die Geschichte hinein zu kommen. Wundervolle , österreichische und dialektgefärbte Wörter machen den Roman zu einem Lesegenuss. Ein Glossar am Ende bietet aber die passende Erklärung dazu.
Die Protagonistin Helene ist wieder einmal herrlich chaotisch und tappt von einem Fettnäpfchen ins andere. Witzige Szenen spielen sich im Kopfkino ab und man amüsiert sich über ihre Hoppalas.
Ein charmanter Roman passend für die Vorweihnachtszeit. Man darf schon gespannt sein, wie es in dem turbulenten Leben von Helene Kaiser weiter geht.

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Rezensionen von manu63:

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HELIX - Sie werden uns ersetzen von Elsberg Marc

Lebendige Historie

Mit Die Frauenburg hat die Autorin Marita Spang einen weiteren historischen Roman geschrieben mit guter Recherche und in lebendigem Stil. Sie erzählt in diesem Roman die Geschichte der Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim, eine historisch belegte Person die für ihre Zeit ungewöhnlich war. Zu einer Zeit in der Frauen unter der Vormundschaft des Vaters oder Ehemanns bzw.

eines männlichen Familienmitgliedes stand übernahm sie nach dem Tod ihres Mannes sowie ihres Schwiegervaters die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn und führte die Regentschaft erfolgreich bis zur Übergabe an ihren Sohn. Die Autorin verquickt die historisch belegten Tatsachen mit einer Liebesgeschichte rund um die Gräfin und dem Kurfürsten Balduin von Trier.

Der Schreibstil ist lebendig und die Geschichte ist gut recherchiert. Am Anfang des Roman erhält der Leser durch ein Personenverzeichnis einen guten Einblick in die verschiedenen Protagonisten, ein Glossar am Ende des Buches erklärt heute nicht mehr gebräuchliche Redewendungen und Begriffe. Im Nachwort erklärt die Autorin was in ihrer Geschichte den Tatsachen entspricht und was sie als Autorin dazu geschrieben hat. Sie erläutert auch die Namensänderungen und die Zeitabläufe.

Insgesamt entwirft Marita Spang ein lebendiges und interessantes Portrait von Loretta und lässt den Leser hautnah an ihrer Gedankenwelt teilhaben. Auch andere Protagonisten werden so tiefer charakterisiert und das Leben zu dieser Zeit wird realitätsnah geschildert. Der Schreibstil ist eingängig und flüssig und kommt ohne langatmig Füller daher. Die Geschichte hat einige Zeitsprünge denen ich durch die Datierung am Kapitelanfang gut folgen konnte. Mein Fazit, ein fesselnder Roman über eine faszinierende Frau.

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

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Das Nest von Cynthia D'Aprix Sweeney

Wenn man immer auf ein Hintertürchen hofft und dabei fast das Leben verpasst

Leo, Jack, Bea und Melody sind zwar gemeinsam als Kinder einer wenig fürsorglichen Mutter aufgewachsen, dadurch aber nicht zu Erwachsenen geworden, die für sich selbst und füreinander einzustehen gelernt haben. Ganz im Gegenteil: im Hinterkopf hatten sie meist das ausstehende Erbe als Lösung und letzte Sicherheit, das vom Vater in einem Fond angelegte Geld, das ihnen zum vierzigsten Geburtstag von Melody, der Jüngsten der Geschwister, zu gleichen Teilen zufallen sollte.

Jetzt hat ein Fehltritt Leos dazu geführt, dass die Mutter mit ihrer Vollmacht das Erbe weitgehend geplündert hat, um ihn und ihren eigenen Ruf von einem Skandal freizukaufen. Leider aber haben die anderen Geschwister durchaus länger schon finanzielle Sorgen, die jetzt übermächtig werden:

da ist Jack, der in der Schule nur "Leo light" war (weniger intelligent, interessant und erfolgreich als der Älteste) und als Erwachsener kaum selbst als Antiquitätenhändler für seinen Unterhalt sorgen kann ? heimlich hat er eine Hypothek auf das Wochenendhaus aufgenommen, das er gemeinsam mit seinem Ehemann besitzt. Dann ist da Bea, Beatrice, Leo am nächsten, einst ein aufstrebender Stern unter den jungen Autorinnen mit einem Buch über ein Alter-Ego ihres Bruders Leo, die schon lange nichts mehr geschrieben hat und sich immerhin selbst mit einem Job bei einem Verehrer und in einer schäbigen Mini-Wohnung sparsam über Wasser hält. Und zuletzt gibt es Melody, gefangen in ihren "Upwardly-Mobile" Träumen für ihre Zwillingstöchter und mit einer erdrückenden Hypothek, die sich umzingelt sieht von anderen Müttern, die im Gegensatz zu ihr meist eine Karriere aufgegeben hatten und über jene Zeit sagen: "Natürlich musste ich ein paar Leuten in den Arsch kriechen [?] aber wenigstens musste ich ihn nicht abwischen." S. 131

Cynthia D?Aprix Sweeney schreibt in ihrem Debütroman über Fortysomethings - darüber, was aus den Träumen und Zielen geworden ist und womit es weitergehen soll für nicht weniger als den Rest des Lebens. Sie lässt die erzählen, die sich noch auf andere oder die Vergangenheit verlassen, die nicht loslassen wollen ? oder sich auf gar keinen Fall festhalten. "Das wäre, als wollte man die Zeit zurückdrehen. Wir hatten ein paar gute Jahre. ?. Verdammt gute Jahre." S. 217 Die Charaktere sind bis in die Nebenfiguren detailliert ausgearbeitet, das Setting ist New York zwischen den verschiedenen Immobilienkrisen, die für einige den Aufstieg bedeuten, für andere den Untergang - für die meisten von ihnen allen die Verunsicherung und damit durchaus gut auf die entsprechende Generation in Deutschland übertragbar, die sich hier Sorgen um Geldanlagen, Jobs und Rente macht. Es ist eine Geschichte über jene, die nicht mehr damit hadern, erwachsen zu werden - aber damit, was noch ist, was noch kommen soll. Oder wie Leo denkt: "Es war nicht der Luxus, den er vermisste, es war die Überraschung." S. 249

Der Roman ist unterhaltsam und gut geschrieben, oft mit einigem Sarkasmus, es werden keine zu glatten Lösungen präsentiert (bis auf einen winzigen etwas stärker rosaroten Einschub in einer Klammer gegen Ende, den man aber verzeihen kann). Geschickt die Überleitungen, zum Beispiel zu Beginn mit den roten Schuhen und den verschiedenen Bars. Ich konnte mitfühlen, mich fast widerstrebend mit einigen Sorgen, Ängsten und Hoffnungen identifizieren, der leichten Melancholie folgen (kein düsteres Schwarz, eher ein versöhnliches Sepia). Die Landung auf dem Boden der Realität ist vielleicht nicht immer sanft, kann aber bedeuten, überhaupt wieder selbigen unten den Füßen zu haben. "Es gab keine Gewissheiten, jede Entscheidung war nur eine wohlbegründete Vermutung oder ein Sprung in einen geheimnisvollen Abgrund." S. 282 Leseempfehlung für ein unterhaltsames zeitgenössisches Buch, das eine Generation pointiert und gleichzeitig mitfühlend charakterisiert, nur knapp an 5 Sternen vorbei wegen der starken Konkurrenz dieses Jahr!

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Das Nest

Rezensionen von Xirxe:

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Unterleuten von Juli Zeh

Die Hölle, das sind die Anderen (Sartre)

Wenn in Unterleuten, einem kleinen Dorf in Brandenburg, überwiegend Kopien der eigenen Person leben würden, dann, ja dann wäre das Leben dort vermutlich sehr idyllisch und harmonisch. So aber treffen Menschen aufeinander, von denen sich jede/r im Besitz der alleinglückseligmachenden Wahrheit meint, während der Rest nur Stuß verzapft.

Darüberhinaus pflegen praktisch Alle ihre Vermutungen und Erwartungen über die Anderen, die im seltensten Fall positiv sind. Jede/r traut jeder/m das Schlechteste zu und fast wie eine Art selbsterfüllender Prophezeiung geschehen Dinge, die die eigene Meinung noch bestätigen. Statt miteinander wird mehr übereinander geredet und so verbreiten sich Mutmaßungen und Argwohn in Windesweile im Dorf. Stadtbewohner (junge Frau, alter Mann) gegen grobschlächtigen Einheimischen - die Frau nennt diesen nur 'das Tier'. Naturschützer gegen Unternehmen - man schreibt Briefe. Kommunist gegen Kapitalist - eine Feindschaft, die keinerlei sachliche Grundlage hat. Ehemann gegen Ehefrau in unterschiedlichen Konstellationen - Erwartungen und Vermutungen werden nicht ausgesprochen, stattdessen schweigt man bis zum bitteren Ende. Als dann im Dorf ein Streit über die Errichtung eines Windparks beginnt, werden diese Beziehungsgeflechte auf's Äußerste strapaziert, wobei die alten Konflikte mit einer ungeheuren Heftigkeit wieder aufbrechen und die NeubürgerInnen direkt miteinbeziehen.
Obwohl das Buch mehr als 600 Seiten hat, lässt es sich weglesen wie ein Unterhaltungsroman. Die Figuren, die erst recht klischeehaft daherkommen, entwickeln sich ziemlich schnell zu eigenständigen Persönlichkeiten, sodass von der ursprünglichen Schablonenhaftigkeit nicht mehr viel bleibt. Gombrowski beispielsweise, der massige, ungeschlachte und auch brutale Wendegewinner hat eine überaus sensible Seite, von der aber nur die Wenigsten wissen - was ihn dennoch nicht von seinem Verhalten Anderen gegenüber freispricht. Schaller, sein ehemaliger Angestellter und Handlanger ist ähnlich ungeschlacht, wenn auch nicht so schlau wie dieser. Sein Schicksal ist derart unvorstellbar, dass ich mehr Mitgefühl als alles andere für ihn empfand. Und so ist es bei fast allen Figuren in diesem Roman, so eindimensional zu Beginn sie auch daherkommen mögen: Jeder/r von ihnen hat eine Geschichte, die sich zu erzählen lohnt. Von Juli Zeh habe ich kürzlich in einem Interview gelesen, dass Jonathan Franzen einer ihrer Lieblingsschriftsteller ist. "Mit seinem Roman 'Freiheit' kam ich mir wieder vor wie als Kind, als ich mit der Taschenlampe unter der Decke Seite um Seite verschlungen und alles andere vergessen habe. Es gibt nicht viele, die es beherrschen, so realistisch zu erzählen, ohne dass es dröge wird. Franzen schafft es, die Welt in der wir leben, anschaulich zu machen." Liebe Juli Zeh, Sie schaffen das auch! Danke dafür!

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Unterleuten

Rezensionen von TheUjulala:

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Unterleuten von Juli Zeh

Schöne Passagen wechseln sich mit zu viel wörtlicher Rede ab und ziehen das Buch leider in die Länge.

Zunächst einmal finde ich,dass Sarah Schäfle teilweise eine sehr schöne Sprache und einen guten Schreibstil hat. Einige Passagen haben mich echt umgehauen, zum Beispiel beim Videoabend bei Carlo, als sich Jan und Madeleine endlich näher kommen. Da habe ich mich selber wieder zurückversetzt, als ich als 16 jähriges Mädchen mich damals zum ersten Mal verliebt hatte.

Ab Kapitel 5 beginnt sich die Geschichte zu ziehen, Kapitel 6 könnte man komplett streichen. Die Autorin baut ein ganzes Kapitel mit sehr detailreichen Beschreibungen über den langweiligen Schulalltag um dann nur auf eine neue Gabe zu kommen. Diese Gabe hätte man in den Kapiteln vorher während einer Schulszene schon gut einbauen können. Auch die vielen wörtlichen Reden ziehen das ganze noch mal gefühlt in die Länge. Zum Beispiel die Diskussion darüber, dass Anja noch zur Bank muss, ist eigentlich unnötig und bietet dem Leser keinen Mehrwert (S. 67-71). Auch die Szene im Chor... Oder als Anja und Maddie durch das Schulgebäude irren (S. 87). Und dann erst (Kapitel 9) findet Maddie die geheimnisvollen Dinge von ihrer Oma. Hier fand ich aber den Ausflug in die Mythologie und Sagenwelt von Ungarn sehr schön. Das war gut, kurz und knackig erzählt!

Es gibt teilweise wunderschöne Stellen, liebevoll und bildhaft ausformuliert, aber leider wird es dann durch sehr detailreiche Darstellungen (zum Beispiel zu viele Straßennamen) und viel wörtlicher Rede zerstört. So wie zum Beispiel die Szene im Treppenhaus bei der Großtante. Das war toll und spannend! Aber leider konnte Sarah Schäfle diese Spannung dann nicht halten.

Die Spannung im Buch beginnt dann auch erst ab ca. 80%. Ich stimme einer Vor-Rezensionistin zu, dass die ganze Vorgeschichte gut als Rückblende hätte eingebaut werden können, das Buch aber eigentlich erst wirklich ab der Flucht nach Ungarn beginnt.

Anfangs fand ich, konnte ich mir gut die Protagonisten vorstellen, aber später wurden sie mir dann zu flach. Ich konnte mich da nicht wirklich hineinversetzen da ich irgendwie nicht wirklich einen Bezug zu den Dreien aufbauen konnte. Im Moment weiß ich nicht, ob ich Band 2 und 3 noch lesen möchte obwohl ich die Idee eigentlich ganz toll finde.

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Unterleuten