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Winterblüte von Bomann Corina

wenig Überraschungen

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Winterblüte spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Heiligendamm zur Vorweihnachtszeit. Die Familie Baabe betreibt ein Privathotel mit Gästezimmern im Kurort, das Event des Jahres ? der Ball mit allen Ehrengästen ? steht kurz bevor, Johanna, die Tochter kann sich nicht entscheiden, welchen ihrer Anwärter sie heiraten soll, denn eigentlich liebt sie einen Anderen und zusätzlich entdeckt der Sohn der Familie eine junge Frau mit Gedächtnisverlust am Strand und bringt sie mit nach Hause.

Meine Meinung zum Buch:
Der Inhalt des Romans hat mich sehr angesprochen, ich mag historische Romane sehr gerne und habe mich auch auf die weibliche Perspektive bezüglich Liebesangelegenheiten, Heirat und gesellschaftliche Anlässe sehr gefreut. Als weiblichen Charakter habe ich ?Barbara?, die sich nach ihrem Gedächtnisverlust erst langsam wieder an Details aus ihrem Leben erinnern konnte, sympathisch gefunden. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die Dinge in Angriff nimmt, sich auch nicht vor niedrigen Arbeiten scheut und trotzdem Lebensfreude ausstrahlt. Von Johanna und ihrer Mutter war ich von der einseitigen Darstellungsweise enttäuscht. Beide wirken oberflächlich, haben keine weiteren Interessen als Tratsch, Ballvorbereitungen und die Verlobung von Johanna. Zudem wirken sie völlig ?weltfremd? und leben abgeschottet in ihrem Hotel vor sich hin. Vor allem Johanna scheint für ihr junges Alter schon ziemlich träge, blass und ereignislos dahinzuleben. Die Geschichte ist recht spannend, allerdings hätte ich mir eine mitreißendere Erzählweise gewünscht und es hätte vor allem in der ersten Hälfte des Romans mehr geschehen können. Der Aufbau war recht langsam und hat sich ziemlich im Kreis gedreht, sodass ich erst ab dem Kapitel ?Ball? richtig gefangen war.

Titel und Cover:
Am besten gefällt mir das optisch sehr schön gestaltete Cover, bei dem von der angenehmen Farbauswahl bis zu den Glitzerelementen auf den blühenden Barbarazweigen alles stimmt, sodass man das Buch gerne in die Hand nimmt. Der Titel passt poetisch und inhaltlich auch perfekt zum Buch.

Mein Fazit:
Winterblüte ist ein Roman mit wunderschöner Aufmachung, der perfekt zum Abschalten und Entspannen in die Vorweihnachtszeit passt.

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Winterblüte

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Mord in der Provence von Sandra Åslund

Atmosphärischer Roman

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Hannah Richter nimmt an einem Austauschprogramm teil und wird als Ermittlerin in ein kleines, idyllisches Dorf in die Provence versetzt. Dort findet sie nicht nur rasch Freunde, sondern macht sich auch zugleich Feinde, da sie engagiert und motiviert an eine Mordserie herangeht, die ihr Vorgesetzter lieber schnell abgeschlossen sehen würde.

Somit sieht sie sich gezwungen auf eigener Faust und in ihrer Freizeit zu ermitteln.

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat die gesamte Atmosphäre des Krimis, vor allem das französische Flair mit den Essensgewohnheiten und der Beschreibung der örtlichen Begebenheiten und der Eigenheiten der Franzosen sehr gut gefallen. Zudem auch noch Sommer war, löst dies sogleich ein Urlaubsfeeling aus. Hannah war als Charakter sehr vielschichtig und interessant, die Nebencharaktere habe ich eher klischeehaft und nicht authentisch empfunden. Insgesamt war mir das Buch für einen ?Kriminalroman? auch zu viel Roman und zu wenig Krimi. Eigentlich gefällt mir an Krimis sehr gut, wenn der Teil der Ermittlungsarbeit und der Teil an privaten Geschichten ausgewogen sind, hier hat allerdings das Drumherum überwogen und der Fall ist zu stark in den Hintergrund gerückt, sodass er nicht mehr so interessant war. Am Ende ist bei der Aufklärung des Falles noch einmal kurz Spannung aufgekommen, ansonsten eher weniger. Mir hat auch nicht so gut gefallen, dass Hannah ihren neu gewonnenen Freunden auf Anhieb vertraut und interne polizeiliche Informationen mit ihnen teilt.

Titel und Cover:
Der Titel und das Cover sind beide sehr atmosphärisch und beschreiben somit genau den Inhalt des Buches.

Mein Fazit:
?Mord in der Provence? ist ein historisch eingefärbter, atmosphärischer Roman, weniger ein Krimi, bei dem das Hauptaugenmerk auf der Ermittlerin Hannah sowie auf der Beschreibung des französischen Flairs liegt.

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Mord in der Provence

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Rabenschwarzer Winter von Georget Philippe

der spannendste Teil der Krimi-Reihe

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Inspecteur Gilles Sebag wird während der Weihnachtsfeiertage sowohl beruflich als auch privat von einem unangenehmen Thema geplagt: Er hat herausgefunden, dass seine Frau Claire ihn betrogen hat und auch beruflich ermittelt er in einer Reihe an mysteriösen Beziehungstaten, deren Auslöser jeweils Fremdgehen war.

In dem ansonsten recht ruhigen Perpignan häufen sich Paarkonflikte und Gilles muss persönlich auch erst die Untreue seiner Ehefrau verarbeiten.

Meine Meinung zum Buch:
Der dritte Fall mit Inspecteur Gilles Sebag war der bisher persönlichste Fall, in dem Gilles beruflich und privat am meisten involviert war und für mich der Beste. Man konnte die Stimmung von Gilles richtig und ehrlich spüren und ihn durch diese emotional schwierige Zeit begleiten. Etwas traurig finde ich, dass Gilles momentan so viel trinkt, da hoffe ich doch, seine junge Kollegin schaut ihm öfters auf die Finger und lenkt ihn mit Lauftraining ab. An der Lösung von schwierigen Fällen arbeitet der Inspecteur ja immer sehr ehrgeizig und zeitintensiv, in der nächsten Zeit muss er wohl auch mindestens gleich viel Energie in die Beziehungsarbeit investieren, damit er mit Claire eine Zukunft hat. Momentan ist er noch nicht in der Lage dazu ihr zu verzeihen bzw. dauerhaft in dieser angespannten Situation zu leben. Erschwerend hinzu kommt, dass die beiden Kinder nichts mitbekommen sollen, was aber in ihrem Alter kaum zu verstecken geht. Die Kombination, dass die Ermittlungen und das Privatleben sich in die gleiche Richtung entwickeln, hat mir sehr gut gefallen.

Titel und Cover:
Das Cover ist optisch sehr ansprechend und vermittelt das südfranzösische Flair, das auch im Krimi häufig beschrieben wird, sehr gut. Den Titel finde ich nicht vollständig zutreffend, ich hätte einen anderen gewählt.

Mein Fazit:
Der dritte Fall von Inspecteur Gilles Sebag bringt ihn persönlich an seine Grenzen, beruflich und privat, aber gerade deshalb ist es auch der spannendste Teil der Krimireihe.

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Rabenschwarzer Winter

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DNA von Sigurdardóttir Yrsa

Wow - ich bin begeistert!

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Eine junge Mutter wird in ihrer Wohnung auf brutale Weise ermordet. Was der Täter nicht weiß, ihre siebenjährige Tochter, die unter dem Bett versteckt war, hat alles mitangesehen. Auf ihr lastet der Druck, den Ermittlern Hinweise auf den Täter zu geben. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mordfall und die Ermittler stehen vor einem großen Rätsel, was die Ermordeten gemeinsam haben und wer die Personen so gehasst hat, dass er zu bestialisch grausamen Mordmethoden greift.

Meine Meinung zum Buch:
?D N A? war der erste Thriller, den ich von Yrsa Sigurdardottir gelesen habe und ich wurde überaus positiv überrascht. Das Buch bietet wirklich Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Ein Handlungsstrang, der ganz am Anfang eingeführt wird, wird am Ende des Buches wieder eingeflochten und aufgeklärt, wenn man kaum noch damit rechnet. Die Charaktere sind so liebenswert und normal, dass man am Ende des Buches fast ein bisschen traurig ist, wenn man sich wieder von ihnen verabschieden muss. Vor allem die Beziehungsgeschichte zwischen der Psychologin Freyja und Huldar, dem leitenden Ermittler, wäre spannend weiterhin zu verfolgen. Obwohl hier außer einem One-Night-Stand unter falschen Identitäten nicht viel passiert ist, ist durchgehend eine gewisse Spannung zwischen den Beiden zu spüren. Auch die Idee mit den außergewöhnlichen Mordvarianten fand ich sehr spannend und extrem anders als in anderen Krimis oder Thriller. Was mich auch sehr berührt hat, war das siebenjährige Mädchen, das den brutalen Mord an ihrer eigenen Mutter mitansehen musste und danach Hinweise zur Aufklärung des Falles geben sollte. Hier bewegten sich auch Psychologen und Ermittler auf einem schmalen Grat, zwischen dem, was dem Mädchen zumutbar ist und womit man sie noch mehr belastet. Ich bin vom Thriller durchwegs begeistert und es gibt nichts, das mir nicht gefallen hätte: Er ist kurzweilig, enthält den gewissen ?thrill?, beginnt und bleibt spannend, hat inhaltlich keine Handlungssprünge oder Ungereimtheiten, die stören würden und weckt das Interesse, weitere Bücher der Autorin zu lesen.

Titel und Cover:
Der Titel ?D N A? ist eindeutig, kurz und bündig, so wie ich es gerne mag und das Cover wirkt sehr modern und passt ebenfalls perfekt zum Inhalt des Thrillers.

Mein Fazit:
Dies war das erste Buch von Yrsa Sigurdardottir, das ich gelesen habe, aber nun habe ich richtig Lust darauf bekommen auch ihre weiteren Bücher zu lesen.

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DNA

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Die Stille der Lärchen von Lenz Koppelstätter

leise begonnen - laut geendet

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Commissario Grauner und Saltapepe ermitteln in ihrem neuen Fall gemeinsam am Mord eines jungen Mädchens, das in einem kleinen Dorf in Südtirol neben alten Lärchen abgelegt wurde. Im Dorf gibt es viele alte und neue Geheimnisse und Ereignisse über die niemand spricht.

Dies macht die Arbeit der Ermittler keineswegs einfacher. Nachdem auch alte Fehden und hundertjährige Feindschaften zwischen den Einheimischen bestehen ist es nicht einfach herauszufinden, was Tatsachen und was Gerüchte sind.

Meine Meinung zum Buch:
Für meinen Geschmack hat das Buch zu ruhig begonnen. Auf den ersten 100 Seiten ist kaum etwas passiert, sodass ich trotz der sympathischen Ermittler und der Anekdoten der Einwohner etwas gelangweilt war. Doch plötzlich ändert sich die ruhige Stimmung, es wird spürbar hektischer und spannend und das Buch hat mich dann doch noch gepackt und mitgezogen. Das Ende des Krimis und die Aufklärung des Falles, sowie die Auflösung der Verstrickungen zwischen den Dorfbewohnern war sehr interessant und spannend. Was mir gut gefällt ist, dass der Krimi gar nicht so blutrünstig und brutal ist, sondern eher aufgrund der idyllischen Landschaft und von den geschichtlichen Hintergründen über berühmte Schriftsteller, die sich in den ehemaligen Heilbädern erholt haben, getragen wird. Außerdem ist das Ermittlungsduo recht sympathisch und auch das Gasthausflair war gut spürbar, sodass der Krimi aufgrund der Atmosphäre dann doch noch gut gelungen ist.

Titel und Cover:
Das Cover finde ich optisch sehr ansprechend und wirklich wunderschön, sodass man das Gefühl hat, sich mitten in Südtirols Bergwelt zu befinden. Auch die Landkarte auf der Innenseite war für die Orientierung recht hilfreich.

Mein Fazit:
Der Beginn hätte ruhig etwas spannender und handlungsreicher sein können, dann hätte mir der Krimi noch viel besser gefallen. Ab Seite 100 etwa habe ich eine deutliche Steigerung bemerkt.

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Die Stille der Lärchen

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Im dunklen, dunklen Wald von Ware Ruth

Wer im Glashaus sitzt...

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Nora wird zum Junggesellinnenabschied ihrer ehemaligen besten Freundin Clare eingeladen, zu der sie 10 Jahre keinen Kontakt mehr hatte. Gemeinsam mit ihrer Freundin Nina trifft sie dort ein, in einem gläsernen Haus, tief im Wald und ziemlich abgeschottet von der restlichen Welt.

Der Junggesellinnenabschied gerät am zweiten Tag außer Kontrolle und Nora wacht daraufhin schwer verletzt in einem Krankenhaus auf und kann sich an die letzten Stunden vor ihrem Unfall nicht mehr erinnern. Leider gibt es auch einen Toten und Nora gerät in Verdacht, mit dem Tod zu tun zu haben, aber sie kann sich trotz aller Anstrengungen an Nichts erinnern.

Meine Meinung zum Buch:
Der Thriller beginnt recht idyllisch mit der Beschreibung von Noras Leben als Schriftstellerin und mit der Einladung zum Junggesellinnenabschied ihrer ehemaligen Freundin Clare. Schon bald wird klar, dass Clares Freundin Flo verbissen um das Wohl und Gelingen von Clares Party bemüht ist. Der erste Tag des gemeinsamen Wochenendes verläuft unspektakulär, doch die örtlichen Gegebenheiten wie die Lage des Hauses am Waldesrand und die düstere Atmosphäre lassen nahendes Unheil erahnen. Nora verpasst den Moment, an dem sie ohne spätere Konsequenzen die Party verlassen könnte und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Ereignisse aus der Vergangenheit werden wieder ausgegraben und dass Nora vor zehn Jahren mit dem zukünftigen Bräutigam zusammen war, ist auch nicht zu ihrem Vorteil. Die Suche nach dem Täter oder der Täterin finde ich sehr gelungen, es ist nicht von vorneherein klar, wer es ist. Es gibt mehrere Motive und verschiedenste Persönlichkeiten, sodass die Spannung bis fast ganz zum Schluss aufrechterhalten werden kann.

Titel und Cover:
Der Titel klingt schon etwas abgenutzt, aber dennoch vielversprechend. Das Cover hingegen gibt nicht viel Preis, ist aber angenehm gestaltet, sodass es gut ankommt. Für meinen Geschmack hätten der Titel und das Cover noch etwas auffälliger und kreativer gestaltet sein können.

Mein Fazit:
Im dunklen, dunklen Wald ist ein sehr spannender Thriller, dem man nicht ansieht, dass es das Erstlingswerk der Autorin ist. Ich würde mich über einen weiteren Thriller sehr freuen und auch diesen mit Freude lesen.

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Im dunklen, dunklen Wald

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Staats‘ Geheimnisse von Staats Stephan; Lagoda Martin

manche "Geheimnisse" sollten Geheimnisse bleiben

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Stephan Staats war viele Jahre lang Schiffskoch auf den Yachten der Berühmten und Wohlhabenden und hat aus dieser Zeit nicht nur viele Rezepte mitgebracht, sondern auch zahlreiche Geschichten über seinen Arbeitsalltag. Inhaltlich gegliedert sind die landestypischen Rezepte anhand ihrer Ursprungsländer.

Dazwischen gibt es immer wieder kürzere Anekdoten oder längere Geschichten aus dem Leben von Herrn Staats.

Meine Meinung zum Buch:
Die Rezepte haben mich zum Großteil aufgrund der optischen Aufbereitung sehr angesprochen, doch leider lassen sie sich nicht so gut spontan und ohne Vorbereitung nachkochen, da teilweise sehr ausgefallene Zutaten oder Zutaten, die ich nicht immer zuhause habe, vorkommen. Auch ist der zeitliche Aufwand bei einigen Gerichten beachtlich, sogar noch länger als beim Rezept angeführt. Einige wenige Kleinigkeiten lassen sich einfach und rasch ohne großem Aufwand zubereiten. Über die Geschichten, die Staats von seinem Alltag auf hoher See zu erzählen hat, habe ich mich zuerst gefreut, allerdings war ich davon dann ziemlich enttäuscht. Die sprachliche Ausdrucksweise und das Niveau passen nicht wirklich zu den niveauvollen Gerichten. Eigentlich mag ich Kochbücher, in denen außer Rezepten auch noch weitere Ausführungen vorkommen, aber das war hier nicht der Fall. Manchmal ist weniger mehr.

Titel/Cover/Illustrationen:
Der doppeldeutige Titel mit dem Wortspiel finde ich sehr treffend ausgewählt. Das Buch wirkt aufgrund des Covers und der Aufmachung sehr hochwertig und ansprechend, es ist auch richtig schwer und umfangreich. Im Innenteil ist es auch großzügig mit Grafiken, Fotografien und Bildern ausgestattet, sodass es abwechslungsreich und kurzweilig ist.

Mein Fazit:
Die Rezepte finde ich toll und abwechslungsreich, wenn auch teilweise exotisch und zeitaufwändig, aber manche Geheimnisse hätten besser ?Geheimnisse? bleiben sollen.

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Staats‘ Geheimnisse

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Brot backen in Perfektion mit Hefe von Lutz Geißler

Brot backen für Perfektionisten und Kreative

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Lutz Geißler ist selbst auch Quereinsteiger, der die Leidenschaft des Brotbackens für sich entdeckt hat und seine Erfahrungen und Tipps an Interessierte weitergeben möchte, damit die eigenen Kreationen nicht nur gut schmecken, sondern auch optisch eine Augenweide werden.

Sein Anliegen ist es auch, aufzuzeigen, dass man dafür nicht ewig lange in der Küche stehen muss, sondern auch relativ einfache und schnelle Rezepte anzubieten. Inhaltlich reicht die Rezeptepalette von französischem Weißbrot über Dinkelbrot bis zum süßen Milchzopf.

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat am Buch gut gefallen, dass es sowohl Menschen anspricht, die noch nie in ihrem Leben ein Brot selbst gebacken haben, denn es wird zu Beginn erklärt, welche Hilfsmittel, Zutaten, etc. man benötigt und warum. Es spricht aber genauso Interessierte an, die schon länger selbst Brot backen, aber neue Ideen suchen oder Tipps benötigen wie z.B. die Kruste besonders knusprig wird oder das Brot auch optisch schöner aussehen kann oder wie man ein Rezept ohne großem Aufwand abwandeln und verändern kann. Gut gefallen hat mir auch, dass vom Vollkornbrot über Kartoffelbrot, Pizza und süßen Gebäcksorten wie Croissants für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Titel/Cover/Illustrationen:
Am Titel hat mich zuerst der Zusatz ?in Perfektion? etwas gestört, da es abgehoben klingt und für mich nicht alles ?perfekt? sein muss, vor allem bei kreativen Prozessen wie Kochen oder Brot backen. Inhaltlich geht es aber keineswegs um ?Perfektion?. Das Cover und die Illustrationen sind ansprechend und optisch durchwegs gelungen. Gefallen hat mir auch die doppelseitige inhaltliche Übersicht der Rezepte mit Bildern inklusive Seitenangaben, so dass man auf einen Blick alle Brotkreationen abgebildet hat und schnell findet, was man sucht.

Mein Fazit:
?Brot backen in Perfektion? kann ich für Einsteiger und Fortgeschrittene empfehlen, sowohl für ?Perfektionisten? als auch für ?Kreative?.

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Brot backen in Perfektion mit Hefe

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Travis Delaney - Was geschah um 16:08? von Kevin Brooks

spannender Jugendkrimi

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Travis ist ein 13jähriger Junge, der durch einen Unfall plötzlich beide Elternteile verloren hat und von nun an bei seinen Großeltern lebt. Da Travis Eltern als Detektive gearbeitet haben und auch Travis ihren Spürsinn weitervererbt bekommen hat, kann er den Ungereimtheiten, die ihm im Zusammenhang mit dem Tod seiner Eltern auffallen, nicht auf sich beruhen lassen.

Travis beginnt auf eigene Faust Nachforschungen zu betreiben und bringt sich dadurch selbst in Gefahr.

Meine Meinung zum Buch:
Das Buch passt sehr gut für die Altersgruppe ab 12 Jahren. Dadurch, dass es nicht zu dick ist und die Spannung durchwegs gehalten wird, lässt es sich auch relativ schnell und einfach lesen. Etwas befremdlich war für mich, wie Travis mit dem Tod seiner Eltern umgeht und wie leicht er dies wegstecken kann. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Travis für einen 13jährigen Jungen sehr komplexe Gedankengänge hat, sich ohne Probleme mit andern Personen aus dem Milieu abspricht und zusammenarbeitet, was für mich als Leser nicht ganz stimmig war. Meine zwölfjährige Tochter hat das Buch auch gelesen und sie hat sich an solchen Kleinigkeiten hingegen nicht gestört. Für sie als junge Leserin stand viel mehr die Spannung und die Handlung im Vordergrund, weniger ob die Handlungen für einen Jugendlichen realistisch sind oder nicht. Somit hat es der Autor offensichtlich geschafft, seine Zielgruppe anzusprechen und dies ist wichtiger.

Titel und Cover:
Der Titel und das Cover gefallen mir beide nicht besonders. Den Titel finde ich zu lang und umständlich und das Cover sieht optisch nicht gerade einladend und für Jugendliche altmodisch aus, sodass ich es in einer Buchhandlung nicht unbedingt ausgewählt hätte.

Mein Fazit:
Der Autor spricht mit seiner Schreibweise und mit der Handlung genau die Zielgruppe der 12jährigen LeserInnen an, allerdings könnte die ?Verpackung? ? Cover und Titel ? für Jugendliche moderner und ansprechender gestaltet sein.

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Travis Delaney - Was geschah um 16:08?

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Das Nest von Cynthia D'Aprix Sweeney

Schöne Familiengeschichte

Die Plumbs sind eine Familie wie viele andere auch: Ausser der zufälligen Verwandtschaft hat man nur wenig gemeinsam und so beschränken sich die Zusammentreffen auf die eher seltenen Familienfeiern. Doch was die vier Geschwister verbindet, ist die Vorfreude auf das in Bälde auszuzahlende Erbe (das das Nest genannt wird): An Melodys 40.

Geburtstag sollen alle 500.000 $ erhalten, die jede/r von ihnen teils schon seit Jahren fest verplant hat. Doch kurz vor diesem Termin verschuldet Leo, der Lebemann unter den Geschwistern, einen entsetzlichen Unfall und die Mutter der vier verwendet den Großteil des Geldes, um die Schäden so gering wie möglich zu halten. In dieser aussergewöhnlichen Situation finden sich die drei restlichen Geschwister zusammen, um einen Weg zu finden, doch noch an das Erbe zu gelangen. Denn Leo, der für sein verantwortungsloses Verhalten berühmt-berüchtigt ist, soll nicht ungeschoren davon kommen.
'Das Nest' ist eine wirklich schöne und unterhaltsame Familiengeschichte mit überaus differenziert und liebevoll beschriebenen Charakteren. Schwarz-Weiß-Schemata gibt es praktisch nicht (sieht man von der Mutter ab, die aber nur eine Randfigur darstellt) und sämtliche Personen haben ihre guten wie auch schlechten Seiten, selbst der egoistisch-narzisstische Leo. Die Autorin schildert überzeugend und nachvollziehbar, wie Menschen ihr ganzes Dasein darauf ausrichten, in einer bestimmten Zeit einen bestimmten Geldbetrag in Händen zu halten. Aber als dieses scheinbar bald erreichte Ziel sich buchstäblich in Nichts auflöst, brechen ganze Lebensentwürfe zusammen. Doch statt dass die Welt 'untergeht', kommt sich die Familie näher; es entstehen neue Möglichkeiten und manche/r muss feststellen: Es sind nicht die Schlechtesten ;-)
Ein ebenso lesenswertes, amüsantes wie mutmachendes Buch, das jedoch mal wieder mit einem Klappentext versehen ist, den man auch weglassen könnte. Ja, die Geschwister müssen Geld auftreiben, aber diesen Antrieb empfand ich während des Lesen eher nebensächlich. Und auch das Bild der Autorin hat ein derart historisches Alter, dass die Aussagekraft gegen Null geht. Doch wer liest schon Klappentexte (ausser mir) ;-) ?

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Das Nest