Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Janine2610:
Begegne deiner Seele von Diana Cooper
Das Seelenleben besser verstehen lernen
»Begegne deiner Seele« habe ich von meiner Nachbarin, die Energetikerin ist, geliehen bekommen, weil sie der Ansicht war, dass mir der Inhalt guttun könnte. Tatsächlich habe ich dieses Buch mit großem Interesse gelesen und mir einiges Wertvolles daraus mitnehmen können.
Diana Cooper ist eine berühmte Seelentherapeutin und zu Beginn berichtet sie erst einmal darüber, was dazu geführt hat, diesen alternativen Beruf auszuüben, was für mich persönlich schon ziemlich spannend war.
Zu großen Teilen besteht das Buch sodann aus vielen praktischen Beispielen aus ihrem Arbeitsalltag.
Ihre Klienten kommen aus den unterschiedlichsten Gründen zu ihr: weil sie körperliche Beschwerden haben, psychische Probleme, Ängste, Suchterkrankungen und so weiter. Diana Cooper weiß, dass all diese Störungen, mit denen ihre Klienten zu kämpfen haben, einen tieferen, seelischen Ursprung haben und mit der richtigen Arbeit an sich selbst nach und nach aufgelöst und geheilt werden können.
~ Wenn wir unser Bewusstsein erweitern, ändern wir dadurch nicht nur unsere Gedanken und Verhaltensweisen, sondern auch unseren Gesundheitszustand, unser Karma und unsere ganze Zukunft. Jeder von uns besitzt die Fähigkeit, sich völlig zu verwandeln und den Sinn seines Daseins zu erkennen. ~
(S. 10)
Was mir aufgefallen ist: die Autorin hat ihre Kunden oftmals in vorherige Leben zurückversetzt (Rückführungen), um auf diese Weise besser verstehen zu können, woher dieses oder jenes Problem herrühren könnte.
Alles in allem fand ich das Buch hochinteressant zu lesen, vor allem viele der darin vorkommenden positiven Affirmationen (Eine Affirmation ist eine Aussage in Bezug auf sich selbst und seine Fähigkeiten.) habe ich für mich verwenden und ausprobieren können.
Die Fallbeispiele waren zwar auch sehr lesenswert für mich, persönlich weitergebracht haben sie mich allerdings nicht so sehr. Aber diese Lektüre hat mich auf jeden Fall angefixt, selbst einmal einen Seelentherapeut aufzusuchen, um mich rückführen zu lassen, um meine jetzige Lebenssituation besser zu verstehen.
~ Was man uns in der Kindheit antut, das tun wir als Erwachsene uns selbst und anderen so lange an, bis wir die Verantwortung dafür übernehmen, uns um uns selbst zu kümmern. ~
(S. 104)
All jene, die an so etwas wie die Seele und/oder an Reinkarnationen nicht glauben, können mit diesem Inhalt vielleicht nicht so viel anfangen. Ist man aber daran interessiert bzw. offen dafür, dann ist Diana Coopers »Begegne deiner Seele« auf jeden Fall eine Lektüre, die man sich gönnen sollte.
Rezensionen von rewa:
Begegne deiner Seele von Diana Cooper
Gib nie die Hoffnung auf
Wie kann man jemanden den Begriff ,,Hoffnung´´ erklären oder beschreiben? Hofft man auf ein zufriedenes Leben oder dass man einen Freund nach vielen Jahren wieder einmal sieht?
In dem Erzählband ,,Willkommen Hoffnung´´ von Tanja Wenz findet man 21 Geschichten die versuchen, die verschiedenen Möglichkeiten dieses Begriffes darzustellen.
Es sind unterschiedliche Geschichten zu finden, die von Tod, Krankheit, Trauer aber auch von Lebenswille und Fröhlichkeit handeln. Manche Erzählungen werden einfühlsam, berührend und intensiv beschrieben, sodass es nicht ausbleibt, dass einem dabei auch die Tränen aufsteigen. Trotzdem, lässt die Autorin jedes Ende mit einer Hoffnung enden.
Ich denke, dass man nach diesem Buch viele Dinge in seinem Leben aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Vieles, das am Anfang hoffnungslos und ohne Perspektive erscheint, kann einen anderen Weg einschlagen, wenn man seine eigene Einstellung dazu ändert.
Eine für mich besondere Geschichte in dem Buch ist die Erzählung ,,Schuld ist relativ``, wo die Frage gestellt wird, ob man in einer Notsituation einem fremden Menschen helfen soll oder nicht, selbst wenn man sich dabei in Gefahr begibt.
,,Vielleicht gibt es in diesem Fall gar keine Schuld, sondern nur Schicksal´´
Hingegen ist die Geschichte ,, Liebe ist zeit- und grenzenlos´´, eine sehr berührende, die davon erzählt wie man mit Liebe, die von Herzen kommt, einem Menschen vieles geben kann, was er für sein Leben braucht.
,, Die kleine Schmuckdose hütete ich wie einen Schatz und nahm mir fest vor, sie, mit Liebe gefüllt, eines Tages weiterzuvererben´´
Von Liebesgeschichten über Hexenverbrennung bis hin zu einem Kurzkrimi reichen die verschiedenen Erzählungen. Symbolisch gesehen kann man sagen, dass es sich um Loslassen und seinen Weg gehen handelt, den Fluss des Lebens fließen lassen und hoffen, dass man an sein Ziel kommt, egal wie verschlungen die Wege auch sein mögen.
,, Willkommen Hoffnung´´ - Geschichten für die Seele.
Rezensionen von SweetSmile:
Und nebenan warten die Sterne von Nelson Spielman Lori
Welche Richtung zeigt den richtigen Weg?
persönliche Wertung:
Ein Buch voll bepackt mit der Suche nach dem Sinn des Lebens. Was sind die Dinge im Leben, die es wert sind, dass man um sie kämpft? Welche Sachen können vernachlässigt werden? Ist es nicht so, dass die heutige Welt und die Gesellschaft in der wir leben uns immer wieder Dinge vorgibt, die wichtig sein sollen? Das Buch beschreibt eindrucksvoll, wie schwer und eigentlich doch auch einfach es ist, die wirklich wichtigen Dinge zu erkennen.
Zu entscheiden was wirklich zählt im Leben ist ein großer Schritt in Richtung Glück! Oft glaube ich, dass es uns viel besser gehen würde, wenn wir die Dinge die uns glücklich machen einfach tun würden, anstatt uns mit Sachen rumzuschlagen, die von uns erwartet werden. Erika ist ein gutes Beispiel und ihre Geschichte bestärkt mich in meinem Denken. Sie ist an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie sich entscheiden muss. Stellt sie sich ihrer Vergangenheit und findet zu sich selbst zurück oder lässt sie alles beim Alten und wird von Tag zu Tag immer verbitterter... Ich denke wenn man einmal die Entscheidung zur Veränderung getroffen hat, dann ist der schwerste Schritt auch schon getan.
Das Buch erzählt die Geschichte zwei außergewöhnlicher Frauen, die jede für sich eine Reise antreten müssen. Erika muss zu sich selbst finden und Annie muss endlich unabhängig werden. Was den Beiden auf diesem Weg passiert und ob sie die steinigen Wege überhaupt gehen, müsst ihr selbst herausfinden.
Eins ist auf alle Fälle sicher, ihr werdet während und nach dem Lesen über euer eigenes Leben nachdenken. Mich persönlich hat es sehr beeindruckt und ich denke, dass es mich auch beeinflussen wird.
Alle Charaktere, egal wie groß oder klein ihre Rollen, sind super herausgearbeitet. Sie bilden alles in allem eine super Einheit, die das Buch zum Leben erwecken. Außerdem ist der Schreibstil der Autorin einfach toll. Ergreifend sind außerdem den vielen Sprüche, die sich in Herz und Seele brennen.
Fazit:
Eine Geschichte mit Herz, die die Seele berührt und zum Nachdenken anregt. Ich kann sie nur empfehlen!
Rezensionen von vielleser18:
Winterblüte von Bomann Corina
vorhersehbar - aber wunderschön geschrieben
1900, Heiligendamm. Christian Baabe, Sohn eines Gästehausbesitzers, findet am Strand eine junge Frau, in der Hand hält sie einen Ast. Sie ist nicht bei Bewußtsein, atmet aber noch. Er nimmt sie auf seinem Pferd mit nach Hause. Der Arzt stellt keine schwerwiegenden Verletzungen fest, doch die junge Frau, hat, als sie wieder zu sich kommt, keine Erinnerungen mehr.
Baabes nehmen sie in ihrem Haus auf, und die Tochter, Johanna, gibt ihr erst einmal den Namen Barbara, nach dem Ast, der nach altem Brauch Anfang Dezember abgeschnitten wird und ins Wasser gestellt darauf wartet an Weihnachten zu blühen und Wünsche zu erfüllen. So einen Barbarazweig hielt die Gestrandete nämlich in ihren Händen. Doch warum wird sie nicht vermisst ? Warum war sie im Wasser ?
Doch auch Johanna Baabe hat Probleme, denn ihre Mutter will sie veheiraten. Die Kandidaten, die sie ihr ausgesucht hat, möchte sie nicht heiraten und den einzigen, den sie heiraten will, den darf sie nicht ehelichen, mit dem darf sie noch nicht einmal sprechen, weil ein alter Familienstreit ihre Beziehung unmöglich macht.
Ein moderner Romeo&Julia-Roman, viel Liebe, viele Verwicklungen. Dazu ein historisches Ambiente, denn der Roman spielt Anfang des 20. Jahrhunderts. Er dreht sich um Liebe, Eifersucht, Geheimnisse und Zwietracht.
Die Personen, die die Autorin Corina Bomann hier zum Leben erweckt hat, sind sehr gut zum Leben erwacht. Sie haben Gefühle, sie entwickeln sich, sie überraschen aber auch. Am Ende ist zwar vieles vorhersehbar - aber das ist wohl eher ein typisches Genreproblem.
Gefallen hat mir der Schreibstil von Corina Bomann, der immer flüssig, immer sehr schöne Bilder im Kopf des Lesers zaubern kann.
Dennoch brauchte ich eine zeitlang um in den Roman hineinzufinden. Ob es am Beziehungsgeflecht oder am historischen Setting lag, kann ich nicht sagen. Aber nachdem ich mich hinein gefunden hatte, flogen die Seiten beim Lesen dahin und der Roman war schnell ausgelesen.
Hervorheben möchte ich noch das wunderschöne Cover, es bezaubert wirklich und die fühlbaren goldenen Verästelungen und der blühende Zweig machen es zu einem wahren Eyecatcher.
Fazit:
Wer gerne Liebesromane liest, die sich um Liebe, Eifersucht und Geheimnisse in einem historischen Setting drehen, dem kann ich den neuen Roman von Corina Bomann empfehlen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Seltene Affären von Bayer Thommie
Das Leben ein Traum?
Ein Mann schreibt davon, dass er schreibt, und er träumt, dass er träumt, und er schreibt davon, wie er träumt, dass er träumt. Außerdem schreibt er Kurzgeschichten und träumt von seiner großen Liebe, der Frau seines Bruders. Das alles passiert vor dem komfortablen Hintergrund einer ausreichend großen Erbschaft.
Eine Existenz, eingebettet wie in Watte zwischen Träumereien und Phantasien- da verabschiede ich mich diskret und möchte nicht länger stören. Das Buch könnte anregen zum Nachdenken über zwei Seiten einer Existenz, über Zwillingsbrüder, die vielleicht erst gemeinsam ein Ganzes ergeben, aber es ist eindeutig nicht für mich geschrieben
Rezensionen von Mag. Karin Pfeiffer:
Die Verlockung von Andrea Camilleri
Schwarzer Camilleri-Humor
Mauro Assante führt das unscheinbare, fast langweilige Leben eines Wirtschaftsprüfers. Als eine junge hübsche Frau auftaucht, beginnt sich sein Leben dramatisch zu verwirren.
Seine Frau und sein Sohn verbringen die Sommerferien weit weg im Norden von Rom.
Als Mauro den Zusammenhang erfasst zwischen seiner Prüfung einer Bank und den verfänglichen Situationen, in die ihn die anscheinend harmlose Fremde bringt, ist es zu spät für ihn, den Intrigen zu entkommen.
Zu perfide und dicht ist das Netz gesponnen.
Camilleri beschreibt eine Situation, in die jeder von uns kommen könnte. Seine Logik und sein scharfer Verstand entwickeln eine Geschichte, die neugierig macht und fesselt.
Rezensionen von Mag. Karin Pfeiffer:
Mischpoke! von Marcia Zuckermann
Jüdische Familiengeschichte mit viel Humor
In der Rahmenhandlung erzählt eine Frau ihrer Anwältin ihre Familiengeschichte, die der Familie Kohanim. Die männlichen Nachkommen von Mindel und Samuel sterben. Über bleiben sieben Mädchen, von den Nachbarn ?Die sieben Plagen? genannt. Alle sieben sind völlig verschieden, vom Aussehen, Charakter und Werdegang.
Zur protestantischen, ebenfalls westpreußischen, Familie Hanke besteht Kontakt über beide Weltkriege.
Mit Mutterwitz und Humor erzählt Zuckermann die teilweise autobiographische Familiengeschichte und das Zusammenleben von Kommunisten, Protestanten, Juden, Adeligen und Nationalisten in den turbulenten Zeiten zwischen 1902 und 1945.
Rezensionen von Mag. Karin Pfeiffer:
Bretonische Flut von Jean-Luc Bannalec
Bretonischer Krimi
Im fünften Fall von Commissaire Dupin muss er Morde klären, die sich an der Küste und auf den vorgelagerten Inseln der Bretagne ereignen.
Die Einwohner sind mürrische, abergläubige Menschen, die nicht gerne reden und Menschen von auswärts nicht trauen und versuchen zu ignorieren. Es ist also schwierig, Zusammenhänge und Motive für die Verbrechen zu finden.
Doch Dupin lässt nicht locker und löst letztendlich mit Hilfe seiner fähigen Mitarbeiter und den Aussagen eines kleinen aufmerksamen Jungen die Fälle, nicht jedoch ohne Gefahr für ihn selbst.
Interessant sind die geschichtlichen Details der Gegend, die ja bis zu den Kelten und Römern zurückführen, ihre Sagen und Mythen, sowie die verschiedenen Praktiken des Fischfangs, sowohl der einzelnen Fischer und ihrer großen Konkurrenz, den schwimmenden Fabriken.
Rezensionen von Janine2610:
Heute fahre ich nach Morgen von Kateryna Babkina
Eine Reise, die man so schnell nicht wieder vergisst
Kateryna Babkina hat mit »Heute fahre ich nach Morgen« einen Roman geschaffen, der mit einem wundervollen und leicht verständlichen Schreibstil bezaubert. Die Geschichte selbst hat irgendwie auch etwas Magisches, ohne jedoch ins Fantasy-Genre abzurutschen. Es ist von Zeit zu Zeit die Rede von Wundern und Dingen, die man sich nicht logisch erklären kann.
Die Protagonistin Sonja ist eine junge Frau, die herausfindet, dass sie schwanger ist und diese Tatsache zum Anlass nimmt, ihren Vater, den sie nie kennengelernt hat, aufzusuchen, um eine Beziehung zu ihm herzustellen.
Sonja war für mich nicht ganz greifbar auf der Gefühlsebene, dafür waren mir die 164 Seiten einfach zu knapp. Dennoch war sie mir sympathisch, vor allem, weil sie hin und wieder ihren Kopf in den Wolken hatte, also ein wenig verträumt war, und weil sie trotz ihrer Angst vor dem Baby in ihrem Bauch, von dem sie auch nicht wusste, wer der Papa ist, auf Reisen geht, um den verlorenen Part ihrer Familie zu finden.
~ »Man kann niemandem vertrauen. Aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden.« ~
(S. 28)
Und so kam Sonja mir zeitweise auch vor: verloren und sich nach dem Lebenssinn fragend. Dieses Buch ist auf jeden Fall eines, in dem viel herumgereist wird: von der Ukraine nach Polen, nach Deutschland, nach Griechenland und schlussendlich noch einmal nach Deutschland. Sonja trifft auf ihrer Reise allerhand Menschen, die sie komischerweise fast alle kennt und die sie auf ihren verschiedenen Stationen auch immer wieder trifft. - Was für mich etwas eigenartig war, da mir irgendwie der Zusammenhang gefehlt hat. Mir kamen all die wiederholten Treffen der Buchfiguren sehr zufällig und unwahrscheinlich vor.
Die Suche nach Sonjas Vater hat sich für mich nicht wirklich als Suche entpuppt, sondern mehr als "ich-reise-einfach-mit-den-Menschen-mit,-die-mir-begegnen-und-schaue,-wer-oder-was-mir-sonst-noch-so-über-den-Weg-läuft".
Im Grunde war genau das aber ja auch das Spannende an der ganzen Geschichte: man wusste nie, wer oder was als nächstes auf Sonjas Reise auftauchen würde.
~ Sonja fühlte sich unsichtbar wie eine umherirrende Seele. Vielleicht passierte genau das mit Menschen, wenn sie etwas Derartiges ereilte? ~
(S. 151)
Die letzten Seiten des Buches fand ich sehr überraschend, da ich so überhaupt nicht damit gerechnet habe, was die Protagonistin über den Mann, mit dem sie gereist ist, herausfindet. Aber ob das Schockierende, was Sonja herausgefunden hat, überhaupt der Wahrheit entspricht, hat man als Leser am Ende leider nicht mehr erfahren, da Sonja eine in meinen Augen ziemlich überstürzte Handlung getätigt hat. Ich persönlich fand diese Ungewissheit nach dem Lesen des letzten Satzes etwas unbefriedigend, aber wenn ich mir die Art der Protagonistin jetzt noch einmal ins Gedächtnis rufe, war diese Reaktion am Ende eh zu ihr passend.
Alles in allem hatte ich meine Freude beim Lesen. Auch, wenn die Handlung an manchen Stellen für mich nicht immer ganz glaubhaft war und das Ende mich nicht völlig zufriedengestellt hat, so fand ich wenigstens den Schreibstil besonders und irgendwie magisch, zum Träumen einladend. Die Autorin hat es damit geschafft, mich zeitweilig komplett in eine andere Welt zu entführen!
Rezensionen von Janine2610:
Heute fahre ich nach Morgen von Kateryna Babkina
Wo bleibt der werdende Papa nur so lange?
Vom Beginn des Buches war ich wirklich begeistert: mir hat der lockere Schreibstil und der Humor darin so gut gefallen. Die Protagonistin findet ja heraus, dass sie schwanger ist, kurz nachdem ihr Liebster für unbestimmte Zeit in den Nahen Osten abgedüst ist, um dort als Kriegsberichterstatter seinen Job zu tun.
Leider ist der Gute nicht erreichbar und so führt die schwangere Hauptfigur fast die ganze Geschichte über einen Monolog bzw. hängt ihren Erinnerungen nach, an die Monate und Jahre, bevor ihr Freund, mit dem sie eigentlich eine offene Beziehung führt, mal wieder abgereist ist. Sie macht sich Gedanken darüber, wie die gemeinsame Welt aussehen wird, wenn das Baby da ist, sorgt sich, ob ihr Freund rechtzeitig zur Geburt wieder da sein wird, und wirft sich vor, dass sie ihm nicht schon eher geschrieben hat, dass sie schwanger ist.
Im Grunde erzählt die Protagonistin in diesem Buch davon, was sie alles während ihrer Schwangerschaft erlebt hat, welche Ängste sie heimgesucht haben und welche Unglaublichkeiten ihr widerfahren sind. Und zwischendurch schweifen ihre Gedanken immer wieder zum werdenden Vater ab und zu der Frage: »Wo bist du?«. Dabei war ich mir ziemlich sicher, dass die werdende Mutter eher wissen wollte, wo der Papa BLEIBT und nicht, wo er sich genau befindet ... ;)
~ Ich will einfach nur, dass du wieder heil zu mir zurückkommst. Mir ganz egal unter welchen Voraussetzungen. Wenn du nur noch einen Arm oder nur noch ein Bein hast, ist mir das völlig egal. So lange ich dein Herz habe, ist mir alles recht. Und so lange du mein Herz auf deiner Reise nicht verloren hast ... ~
(S. 178)
Geschrieben ist das Ganze ziemlich witzig, der Humor ist absolut mein Fall und ich habe mich einige Male beim herzhaft Lachen oder Losprusten ertappt. Auch die Situationskomik bzw. die Art, wie die Buchfigur gewisse Situationen beschrieben hat, war für mich teilweise zum Brüllen komisch.
Was mir mit der Zeit ein bisschen auf den Keks gegangen ist, war die Frage »Wo bist du?«. Mir ist bewusst, dass der Titel so heißt und ich bin auch davon ausgegangen, dass diese Frage das eine oder andere Mal wohl auch im Buch auftaucht, aber irgendwann ist es mir so vorgekommen, als würde sie sich die Protagonistin permanent stellen ... und irgendwann empfand ich das eben als ein wenig langweilig und vom ewigen »Wo bist du?«-fragen ist bisher ja auch noch niemand wieder nach Hause gekommen, oder?
Mit der Protagonistin selbst bin ich recht schnell warmgeworden. Auch, wenn unsere Ansichten und Wahrnehmungen in mancherlei Hinsicht etwas auseinandergegangen sind, durch ihren großartigen Humor, ist sie mir so schnell sympathisch geworden und ans Herz gewachsen, dass ich sie mir sogar als Freundin hätte vorstellen können. ;)
Für mich war diese Geschichte - wenn man das häufige »Wo bist du?«-Gefrage jetzt mal außer Acht lässt - wirklich kurzweilig und unterhaltsam. Ich habe sie mit richtig viel Spaß und Freude gelesen und deswegen gibt es dafür gerne auch eine Leseempfehlung von mir!









