Kunden em pfehlungen
Rezensionen von merlin78:
Atlantia von Ally Condie
Eine nette Geschichte über die Stadt ATLANTIA
Bei der Zeremonie der Trennung dürfen die Jugendlichen wählen, ob sie ein Leben im "Unten", d.h. in Atlantia (in der Stadt unter Wasser) oder im "Oben", an der Erdoberfläche, führen möchten. Ursprünglich wollte Rio an Land leben und die Sonne und die Sterne kennenlernen. Doch nach dem Tod ihrer Mutter hat sie sich entschlossen, für ihre Zwillingsschwester Bay im "Unten" zu bleiben.
Gerade als sie ihre Entscheidung dem Hohepriester mitgeteilt hat, verkündet ihre Schwester Bay eine erschreckende Nachricht. Denn sie wird nach "Oben" wechseln. Mit dieser Äußerung beginnt für Rio eine schwere Zeit, denn sie ist plötzlich alleine. Was hat Bay bewogen, diese Entscheidung zu treffen? Rio macht sich auf die Suche nach Antworten und lernt dabei neue Menschen kennen, bei denen sie erst noch lernen muss, ihnen zu vertrauen. Gerade in ihrer Situation muss sie damit sehr vorsichtig sein, denn sie selbst umgibt ein großes Geheimnis, das sie bisher erfolgreich vor allen anderen Bewohnern der Stadt verbergen konnte.
Mit dem Mädchen Rio wird die Geschichte einer außergewöhnlichen Person erzählt, die ihr Leben zwischen Hoffnung, Freundschaft und Zuversicht führen muss.
Aus Sicht von Rio erlebt der Leser in diesem Fantasy-Werk aus der Feder von Erfolgsautorin Ally Condie, die sich bereits mit den Romanen um das Paar Cassia & Ky einen Namen gemacht hat, eine nette Geschichte, die Dramatik, Aufregung und Romantik verspricht. Bereits das Cover ist eine Augenweide und somit ein wahrer Blickfang. Doch kann das Bild dem Inhalt standhalten?
Leider, wirklich leider, wird hier viel versprochen, doch nicht umgesetzt. Dabei hat Ally Condie mit Rio einen wirklich interessanten Charakter kreiert, der eigentlich für sich gesprochen schon für viel Unterhaltung steht. Das Mädchen musste seit ihrer Geburt Dinge verheimlichen und sich verstellen. Dadurch wurde sie nicht nur zu einer Einzelgängerin, sondern wirkte zeitgleich auch exzentrisch. Dieser Facette hätte es einfach nur ein wenig mehr Tiefgang bedurft, doch die Schriftstellerin schafft es nicht, ihr wirklich Leben einzuhauchen. So bleibt Rio hinter den Erwartungen zurück und besticht durch Farblosigkeit. Auch die anderen Protagonisten können nicht überzeugen. Alles in allem sind sie zwar nett, doch das wahre Gefühlschaos, die Leidenschaft und die Ausdrucksstärke fehlen an allen Ecken und Kanten.
Die Grundidee hinter der Geschichte um Atlantia ist gut durchdacht, doch auch hier fehlt einfach das gewisse Etwas. Die Fantasieelemente sind teilweise so abstrakt, dass es schwer fällt, sich die Dinge vorzustellen oder sich gar in die Handlung hineinzuversetzen. Auch das Tempo des Buches ist eher zäh und langatmig, denn es dauert wirklich lange, bis endlich etwas geschieht. Trotzdem dümpelt die Erzählung dahin und es ist nicht leicht, am Ball zu bleiben.
Fazit: Autorin Ally Condie hat es nicht geschafft, an ihre früheren Werke anzuschließen. Das Buch liest sich zwar recht flott und besticht durch ein großartiges Cover, einer sehr übersichtlichen Schriftform und einer wunderbaren Idee, doch die Umsetzung ist einfach nicht perfekt gelungen. Ein Buch, das ich bestimmt nicht noch einmal lesen werde... Schade, ich persönlich hätte mir ein wenig mehr erhofft, doch leider fehlen mir hier die großen Gefühle, die Spannung und die Aufregung.
Rezensionen von Karoline Ferlitsch Buchhandlung HEYN Klagenfurt:
6 Uhr 41 von Jean-Philippe Blondel
Grandios
Zwei Menschen im Frühzug nach Paris - nichts Aufregendes und doch unglaublich. Ihr ganzes Leben, ihre Wünsche, ihre Enttäuschungen und ihre Zweifel erfährt der Leser in dieser eineinhalbstündigen Zugfahrt. Fantastische Literatur!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Karoline Ferlitsch Buchhandlung HEYN KlagenfurtRezensionen von Buchfee81:
Atlantia von Ally Condie
Ruhig, aber dennoch spannend
"Meine Schwester ist fort. Sie hat sich entschieden, nach Oben zu gehen. Sie würde so etwas niemals tun. Sie hat es getan. Das Letzte, was sie zu mir gesagt hat, war, dass die Stadt atmet. Ich höre jetzt meinen eigenen Atem, ein und aus, ein und aus. Ich lebe hier. Ich werde hier sterben. Ich werde niemals fortgehen.
" (S. 16)
Rio und Bay sind Schwestern, Zwillinge, zweeiige Zwillinge zwar, aber sie ähneln einander äußerlich sehr.
Die beiden Schwestern Leben in Atlantia , einer großen Stadt auf dem tiefen Meeresgrund.
Sie führen ein ruhiges und beständiges Leben, dienen dem Tempel als Schülerinnen und verehren ihre Mutter Ozeana, die Hohepriesterin von Atlantia ist.
Als Ozeana plötzlich unter mysteriösen Umständen stirbt, verändert sich ihr Leben grundlegend .
Rios Traum sich am Jahrestag der Trennung für das Oben zu entscheiden, gibt sie auf, um bei Bay zu bleiben.
Der Verrat trifft sie hart , als sie untätig mitansehen muss, wie Bay sich für das Oben entscheidet und sie sofort getrennt werden.
Was hat Bay zu dieser Entscheidung getrieben und wer hat ihre Mutter getötet?
Was führt der neue Hohepriester Nevio im Schilde und kann sie ihrer Tante Maire, die eine Sirene ist , trauen ?
Und bei all diesen Fragen trägt Rio noch eine schwere Bürde, ein Geheimnis mit sich, dass nicht ans Licht kommen darf.
Wird sie einen Weg finden nach Oben zu gelangen ?
Ally Condie hat einen außerordentlich ruhigen Schreibstil, den man anfänglich als inhaltslos oder träge empfinden könnte, allerdings entwickelt er sich im Laufe des Buches zu einer spannenden Erzählweise.
Rückblickend gesehen, finde ich die fehlende Emotinalität in den ersten Kapiteln nachvollziehbar, schließlich musste Rio ihr ganzes Leben ihre Emotionen unterdrücken und verstecken, da ist es eigentlich ein gelungener Schachzug von Ally Condie die Stimmung im Buch auch dementsprechend zu gestalten.
Sobald Rio sich öffnet, Gefühle zulässt und zu ihrem Selbst findet , verändert sich auch die Atmosphäre und die Erzählweise im Buch.
Die Welt von Atlantia ist eindrucksvoll und detailgetreu beschrieben, und ich fand es sehr faszinierend über die Lebensumstände und den Glauben der Bewohner zu lesen, dennoch hätte ich mir zu Beginn der Geschichte ein wenig mehr Informationen zur Entstehung der Stadt gewünscht.
Stellenweise etwas langgezogen, bekommt der Leser nur häppchenweise Antworten auf die vielen aufkommenden Fragen. So wirkt das Ende leider etwas konstruiert und zu schnell abgehakt.
Dennoch hat mir die Geschichte um Atlantia und ihre Bewohner gut gefallen und auch den fantastischen Einschlag durch die Sirenen fand ich gelungen.
Ich möchte nicht allzu viele Details verraten, da diese einfach ausschlaggebend für die Geschichte sind.
Fazit
Atlantia ist eine ruhige Dystopie mit Fantasy Komponenten, die nicht durch spannende Kämpfe oder Katastrophen überzeugt, sondern durch einen langsam aufgebauten Spannungsbogen und ein wirklich fantasievolles neues Weltkonstrukt.
Der ewige Kampf der Menschen sich für das Gute einzusetzen und ihre Vorurteile gegenüber dem Unbekannten zu vergessen, sowie Familie und Freundschaft sind zentrale Themen dieses Buches.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen
Rezensionen von thora:
Atlantia von Ally Condie
Geschwisterliebe
Rio und Bay sind zweieiige Zwillinge. Sie leben in Atlantia einer Stadt am Meeresgrund. Als beide alt genug sind dürfen sie sich für ATLANTIA oder OBEN entscheiden. Bay entscheidet sich unerwartet für OBEN. Dies hat zur Folge das Rio in Atlantia bleiben muss. Rio ist durch diese Entscheidung sehr betroffen.
Denn sie hat sich gewünscht an der Oberfläche zu leben. Nach und nach wird Rio klar wieso Bay das getan hat. Sie erfährt das Geheimnis welches sie seit ihrer Geburt in sich trägt. Wird Rio Bay jemals wiedersehen?
Mir hat dieses Buch gut gefallen. Es ist sehr bildhaft geschrieben. Ich konnte mir Atlania sofort vorstellen. Das Leben von Rio wird sehr ausführlich und detailreich beschrieben. Mir hatte ein wenig der Handlungsstrang rund um Bay gefehlt. Ich hätte sehr gerne mehr über das Leben von Bay im OBEN erfahren. Die ersten Kapitel sind nur leicht spannend mehr beschreibend geschrieben. Danach zieht die Spannung rasch an. In diesem Buch wird auch die Liebe nicht ganz vergessen. Die Autorin hat Rio einen sehr sympathischen Gefährten geschenkt. Die Protagonisten sind sehr charakteristisch geschrieben. Das Ende ist sehr gut gelungen. Die verschieden Stränge werden sehr gut und raffiniert wieder ineinander geflochten.
Rezensionen von buchina:
Die Erfindung der Flügel Roman von Kidd Sue Monk
Emotionaler Roman mit historische Brisanz
Die Geschichte der Sklaverei in den Südstaaten hat mich schon immer interessiert. Vor allem seid ich vor ein paar Jahren die Südstaaten besucht habe und mir auch einige der bekannten Plantagen angeschaut hatte. Dieser Roman ist dann auch was ganz besonderes, weil er sich auf reale historische Persönlichkeiten stützt.
Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch.
Der Roman lebt von der Geschichte zweier Mädchen/Frauen. Zum Einen Sarah, die mit ihrer Familie auf einer Plantage bei Charleston lebt. Sie bekommt zu ihrem 11. Geburtstag ein Sklavenmädchen Hetty geschenkt. Sarah lehnt das Geschenk ab, denn sie glaubt nicht, dass ein Mensch einen anderen Menschen besitzen kann. Sie muss sie aber behalten und sucht eine neue Strategie, dagegen vorzugehen. Sie freundet sich mit Hetty an und bringt ihr Lesen und Schreiben bei. Etwas was verboten ist, denn Sklaven sollen ungebildet bleiben.
Abwechseln wird nun die Geschichte beider Mädchen über die nächsten 40 Jahre erzählt. Dadurch habe ich einen sehr guten Einblick in die damalige Zeit bekommen. Einerseits das Leben als Sklavin und anderseits das priviligierte Leben einer reichen Tochter, die aber auch schnell an die Grenzen stößt. Denn Frauen, auch aus reichem Hause, hatten kaum Rechte und Möglichkeiten sich in Politik einzumischen. Es werden also zwei wichtige Themen des 19. Jh. in den USA angesprochen Sklaverei und Frauenrechte.
Beide Charaktere werden sehr differenziert beschrieben, so dass ich mich in ihre jeweiligen Welten gut hineinversetzen konnte. Ich habe mit ihnen mitgelitten und gehofft. Dazu die Sprache des Romans, der die Emotionen sehr gut weiter transportiert. Ein großartiger Roman mit starken Charakteren, wunderbaren Sprachstil und einer spannenden emotionalen Geschichte. Ein wirkliches Lesehighlight, welches meine Erwartungen übertroffen hat.
Rezensionen von Karoline Ferlitsch Buchhandlung HEYN Klagenfurt:
Piran für alle Jahreszeiten von Christian Lehner
Piran ist immer eine Reise wert
Piran hat zu jeder Jahreszeit seinen besonderen Reiz! Und dass es nun einen perfekten Reisebegleiter dazu gibt, verdanken wir dem engagierten Kulturarbeiter und Journalisten Christian Lehner. Danke! Seine fünf Spaziergänge durch dieses geschichtsträchtige Städtchen haben einen besonderen Charme und zeigen wie viel dieser romantische Ort zu bieten hat.
Genau recherchiert und toll aufbereitet mit vielen Bildern und kulturellen Veranstaltungstipps auch fürs Hinterland von Piran gehört dieser Kulturwanderführer zur Standardausrüstung der Kärntner mit ewiger Sehnsucht nach dem Meer. Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von Karoline Ferlitsch Buchhandlung HEYN Klagenfurt:
Generation Erdoğan von Cigdem Akyol
Beste Info zur politischen Lage in der Türkei
Vom kranken Mann am Bosporus zum anatolischen Tiger. Sachlich fundiert und mit einem historischen Abriss zur Entwicklung der Türkei seit 1918 bietet die Journalistin Cigdem Akyol einen Überblick zur Geschichte der Türkei. Gut recherchiert und toll geschrieben, zeichnet sie ein Bild der Türkei und Erdogans mit allen Pros und Contras und spiegelt die Zerrissenheit dieses Landes zwischen Moderne und Tradition, zwischen Reformen und Entdemokratisierung wider.
Schonungslos deckt sie den Wandel Erdogans vom Reformer und aufgeklärten Politiker zum machthungrigen und willkürlichen Alleinherrscher auf, der nicht zimperlich mit seinen Kritikern umgeht. Unglaublich interessant und informativ - ein tolles Buch zur aktuellen Lage in der Türkei!
Rezensionen von Renate Noeckler Buchhandlung Heyn:
40 Tage Nacht Thriller von Truc Olivier
Packender Ethnothriller!
Kann ein Franzose ueber die fast unbekannte Welt der Samen schreiben? Er kann ? und zwar beeindruckend gut! Mich hat nicht nur der spannende Plot fasziniert, der menschliche und politische Verwicklungen, Geldgier, Machtrausch und Rassismus raffiniert verknuepft, sondern vor allem auch die detaillierten Schilderungen samischer Lebensart und Kultur in einer lebensfeindlichen Natur.
Endlich wieder mal ein Ethnokrimi, den man nicht mehr aus der Hand legen kann!
Rezensionen von Lisa Thamer:
40 Tage Nacht Thriller von Truc Olivier
Ein Blick hinter die Fassade
Banana Yoshimoto ist fuer mich eine der besten Autorinnen Japans, die mich mit jedem ihrer Buecher mehr begeistert. In ihren Romanen ist selten etwas, wie es zu Beginn zu sein scheint; eine bezaubernde Vielschichtigkeit ist das Resultat und auch ihrer neuester Geniestreich, "Moshi Moshi", ist meine ausgesprochene Leseempfehlung.








