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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:

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Fast gescheitert

Fast gescheitert bin ich an diesem Text.
Einmal angefangen - langatmig, viele Namen. Nochmals angefangen - von hinten aufgerollt interessiert mich die Geschichte, aber das Buch ist sehr schwer lesbar gewesen für mich.
Dabei sind einzelne Textstellen faszinierend, Bilder und die Schilderung von gleichzeitig stattfindenden Ereignissen beeindruckend, sie erzeugen die bedrückende Atmosphäre, die sich durch das Buch zieht.

Die Beurteilung durchschnittlich trifft eigentlich nicht zu.
Wunderbare Textstellen neben langweiligen Schilderungen - ich habe einiges überlesen, einfach ausgelassen, sonst hätte ich es trotz "Lesediziplin" nicht bis ans erwartbare schlimme Ende geschafft.
Ich wollte, dass mir das Buch gefällt, weil das Erschaffen einer Dichte von Bedrückung oft hervorragend gelingt, nicht einen Tag möchte ich unter solchen Umständen leben müssen, wo alle Gemeinheit und Niedrigkeit ungehindert blühen kann und durch das System gefördert wird.
Die Geschichte ist atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes, das Buch kann ich trotzdem nicht zum Lesen empfehlen.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

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Machtübernahme bis in die kleinste Zelle

Was mir an diesem Buch gefällt: Stephanie Bart gelingt es, den schleichend brutalen Einfluss eines autoritären Regimes bis in die kleinsten organisatorischen Zellen der Gesellschaft realitätsnah zu beschreiben. Das ist ja die eigentliche Story - am Beispiel des Boxsportverbandes. Könnte man auch über die Wiener Philharmoniker schreiben.

....
Was mich überrascht: Eine Frau beschreibt in faszinierender Weise Details eines Boxkampfes.
Was mich gelangweilt hat: Der 12-Runden-Boxkampf im Mittelteil. Einfach zu viel des Guten.
Was mir gefehlt hat: Fotos plus Text zum historischen Hintergrund im Anhang.
Aber insgesamt ein empfehlenswertes Buch.

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Rezensionen von Heyn Leserunde Elisabeth Del Carlo:

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Mühsam

Mühsam hat sich die Autorin Satz für Satz abgerungen- so kam es mir beim Lesen vor. Ein interessantes, dramatisches und immer wieder wichtiges Thema, ich habe fast ein schlechtes Gewissen zuzugeben, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Ich habe den Eindruck, die Autorin hat sich bemüht- wie eine Musterschülerin- ein braves, gut recherchierte Werk abzuliefern.

Ich denke, sie wollte vor allem den Kritikern gefallen und hat auf den normalen und interessierten Leser vergessen.Es fehlt mir Emotion und Tiefe. Erschwerend kommt dazu, dass ich persönlich nichts mit dem Boxsport anfangen kann. Eine subjektive Meinung, vielleicht nehme ich das Buch zu einer anderen Zeit wieder in die Hand und ich finde einen besseren Zugang.

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Rezensionen von Laszlo Zoltan:

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Tragische Geschichte schlecht erzaehlt

Bei diesem Text laesst sich nur schwer erkennen, was die Autorin schreiben wollte. Einen historischen Roman, der auf Tatsachen beruht oder eine geschichtliche Dokumentation? Beides ist ihr nicht gelungen. Dieser Roman liest sich anfaenglich sehr zaeh, da die vielen detaillierten Schilderungen und eine Schwemme von Namen und Titulierungen den Lesefluss hindern und die Handlung bremsen.

Die Geschichte wird erst nach dem Hoehepunkt, nach dem Boxkampf um den Titel Deutscher Meister, der ueber 12 Runden im Ring und ueber 73 Seiten im Buch geht, lebendig. Doch bis zum Schluss bleibt die Frage unbeantwortet, wer Herr Trollmann, der Deutsche Meister von 1933, wirklich war?

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Rezensionen von BookHook:

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Ein wundervolles Buch mit Charme, Humor und durchaus Tiefgang

Zum Inhalt:
Tom ist 42, nach einem tragischen Unglück verwitwet und alleinerziehend. Er ist Versicherungsangestellter, Nicht-Doktor, nicht groß und sozusagen die Insel der Langeweile im großen Meer seiner tollkühnen und kosmopolitischen Verwandtschaft. Kurz gesagt: alles andere als ein Womanizer.

Doch sein Sohn Paul wünscht sich sehnlichst eine neue Frau für seinen Papa. Und dann auch noch ein Geschwisterchen, also eine richtige Familie. Eines Abends, als Tom sich eigentlich nur über die Lautstärke der Einweihungsparty im Stockwerk unter ihnen beschweren will, begegnet er der wilden, emanzipierten Miriam alias Majorina. Und schnell ist klar: bei Tom ist es die Liebe auf den ersten Blick! Mit einem Mutproben-Siebenkampf will er ihr Herz erobern...
Mein Eindruck:
Es ist ein wunderbarer, humorvoller Start, den Leo Königstein bereits auf den ersten paar Seiten präsentiert. Triefende Ironie ("Das war das Modell von Berufsunfähigkeitsversicherungen") und doch auch mal Inseln von Tiefgang fesseln mich an die Storz und die sympathischen Hauptcharaktere. Bereits in den ersten Sätzen eine Anspielung auf "50 Shades of Grey"; Dann die durchgeknallte(n) Szene(n) mit Jan DeeJay (genau, wie Delay) und Udo Lindenberg. Absolute Kopfkino-Garantie! Gleiches gilt für eine Handvoll weiterer zeitgenössischer Prominenz, die in leicht abgewandelter Form Gastauftritte hat. Neben viel Humor, Ironie und Zwischenmenschlichem (insbesondere zwischen Vater und Sohn) webt Königstein gekonnt aktuelle Themen ebenso mit ein wie die ein oder andere Überraschung!

FAZIT:
Leo Königstein hat ein Buch geschrieben, dass man prima an einem schönen freien Tag in einem Rutsch verschlingen kann. Es ist eine wunderbar leichtfüßige Geschichte voller Witz und Charme, die mir wirklich sehr gefallen hat! Meine persönliche Lieblingsszene war zweifellos die im Gourmet-Restaurant. Ich wüsste wirklich gerne, wie viel autobiografisches in diesem Roman steckt!

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Rezensionen von BookHook:

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Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander

Ein rasanter, überraschender und überzeugender Thriller!

Zum Inhalt:
Eine bestialisch verstümmelte Frauenleiche wird aufgefunden. Hauptkommissar Georg Stadtler fallen als einzigem Parallelen zu einem ein paar Monate zurück liegenden Mord auf, doch er kann niemanden von seiner Theorie eines Serienmörders überzeugen. Kurzerhand konsultiert die junge und attraktive, auf Serienmörder spezialisierte Psychologin Liz Montario ganz informell und außerhalb des Protokolls.

Gemeinsam nehmen sie sich des Falls an.

Meine Meinung:
Es waren 399 rasante, wirklich spannende und immer wieder überraschende Seiten. Die Story, in die ich problemlos und schnell eintauchen konnte, hat mich von Anfang an gefesselt und bis zum großen Showdown auf den letzten 20 Seiten nicht mehr losgelassen. Trotz einiger überraschender Wendungen war Plot immer nachvollziehbar (und wenn es erst im Nachhinein war). Ich habe mitgefiebert, mitgezittert und mitgeraten. Manchmal war ich auf der richtigen Spur, manchmal auch ein wenig auf dem berühmten Holzweg. Aber genau so muss ein guter Thriller sein.
Dazu noch zwei kantige Hauptcharaktere: Auf der einen Seite Hauptkommissar Georg Stadtler, Ende 40, Junggeselle, der Frauenwelt alles andere als abgeneigt. Er scheint ein Mann mit Prinzipien zu sein, der jedoch nicht davor zurückschreckt, unkonventionelle Wege zu gehen und dabei seine eigene Karriere aufs Spiel zu setzen. Auf der anderen Seite die junge und attraktive Psychologin Liz Montario, die sich auf Serienkiller spezialisiert hat und sich einen entsprechenden Ruf aufgebaut hat. Zusammen ergeben sie eine explosive und kompetente Mischung, die Karen Sander da zusammengebraut hat.

Mein Fazit:
?Schwesterlein, komm stirb mit mir? gehört für mich zweifelsfrei zu den besten Thrillern des Jahres und ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Stadtler & Montario! Übrigens ist ?Karen Sander? ein Pseudonym. Die Autorin hat bereits unter dem Namen Sabine Klewe viele weitere Krimis und Thriller veröffentlicht.

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Schwesterlein, komm stirb mit mir

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Die drei Leben der Tomomi Ishikawa von Benjamin Constable

Ein kleiner, bittersüßer Literatur-Schatz: Entweder man liebt oder hasst ihn

Das Buch startet unter dem Kapiteltitel ?Einführung in das Alles? mit einem ungewöhnlichen Dialog zwischen dem Ich-Erzähler Benjamin Constable (ja genau, der Autor!) und der Namensgeberin Tomomi Ishikawa, genauer gesagt mit dem Satz ?Ich würde gern ein Buch schreiben, in dem du und ich die Hauptfiguren sind«.

So ungewöhnlich der Start, so ungewöhnlich geht es auch weiter, zunächst mit einem Brief von ?Butterfly? Tomomi an ihren Freund Ben Constable, der in Zeiten von email & Co. eine kleine, wunderbare Hommage an den guten, alten, papiergebundenen Brief ist. Gleichzeitig ist der Brief ein wunderbares kleines Stück in sich geschlossener Literatur, dass sich an manchen Stellen in sich selbst zu verlieren scheint. Doch das stört mich wenig. Eigentlich geniesse ich es beim Lesen regelrecht! Und dann nach diesem schönen, leicht bittersüßen Brief: Der Abschied! Tomomi Ishikawa ist tot! Sodann geht es los mit dem Rätsel um Tomomi Ishikawa und einer Schatzsuche, die sie ihrem Freund Ben hinterlassen hat?
Hieraus entwickelt sich eine stellenweise sehr poetische, manchmal liebevoll wirre Geschichte rund um Tomomi und Ben Constable, die von Paris nach New York und wieder zurück führt. Bei dieser literarischen Reise habe ich genau wie Protagonist Ben oftmals im Dunkeln getappt und mich mehr als einmal kräftig überraschen lassen, wobei die Grenze zwischen Fiktion und ?Realität? immer wieder verschwamm. Und auch als ich mich rd. 80 Seiten vor dem Ende nach einem ersten kleinen Finale fragte, was denn jetzt noch kommen sollte, ging es doch spannend und überraschend bis zum letztendlichen Finale weiter.

FAZIT:
?Die drei Leben der Tomomi Ishikawa? ist eine bittersüße, poetische Reise mit vielen Fragezeichen zwischendurch und einigen Überraschungen. Ich glaube, diesen Roman kann man nur lieben oder hassen. Ich liebe ihn!

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Die drei Leben der Tomomi Ishikawa

Rezensionen von Miriam Dörflinger:

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Der Mann, der Hunde liebte von Leonardo Padura

Der Mann, der Hunde liebte

Rezensionen von Miriam Dörflinger:

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Der Mann, der Hunde liebte von Leonardo Padura

Der Mann, der Hunde liebte

Rezensionen von Lisa Thamer:

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Der Mann, der Hunde liebte von Leonardo Padura

Ein guter Ansatz, aber...

"Deutscher Meister". Der Titel klingt leider spannender als es das ganze Buch schlussendlich ist. Ein ewig langer Aufbau zum Meisterschaftskampf im Boxen, der dann auf 70 Seiten Länge mehr als unspektakulär abgehandelt wird. Danach ein kurzer und ziemlich gefühlloser Seitenblick auf das von den Nazis zur selben Zeit verursachte Blutbad aus "Säuberungsgründen".

Noch ein in die Länge gezogener Kampf. Schluss. Und Heinrich Trollmanns grausamen Endes im KZ wird emotionslos in wenigen Zeilen im Epilog gedacht.
Mir widerstrebt, wie Stephanie Bart Heinrich Trollmanns ergreifende Erlebnisse gefühlskalt, langatmig und absolut gleichgültig erzählt.
Die Idee, seine Geschichte zu erzählen, mag gut gewesen sein, an der Umsetzung hapert es ? in meinen Augen ? leider.

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Der Mann, der Hunde liebte