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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Piet1990:

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Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann

Leise Reflexion mit viel Nachhall

„Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ ist ein stilles, sehr persönliches Buch, das weniger eine klassische Geschichte erzählt als einen inneren Rückblick zeichnet. Im Mittelpunkt stehen Erinnerungen, verpasste Chancen und die Frage, wie sehr Entscheidungen unser Leben prägen.

Der Roman ist ruhig und fragmentarisch aufgebaut.

Statt Handlung folgen Gedanken, Beobachtungen und innere Monologe. Das verlangt Aufmerksamkeit, wirkt aber zugleich ehrlich und nah. Besonders gelungen fand ich die reduzierte, klare Sprache, die viel Raum für eigene Gedanken lässt und einzelne Momente sehr eindringlich macht.

Nicht jede Passage hat mich gleich stark abgeholt, manches bleibt bewusst offen oder vage. Trotzdem entsteht insgesamt eine dichte, melancholische Stimmung, die lange nachwirkt. Das Buch lädt zum Innehalten ein und dazu, über das eigene Leben und die eigenen Entscheidungen nachzudenken.

Fazit:
Ein leiser, nachdenklicher Roman über Erinnerung, Verlust und die Sehnsucht nach einem anderen Verlauf der Dinge. Keine leichte Lektüre, aber eine sehr stimmige und berührende – besonders für Leser:innen, die ruhige, introspektive Literatur schätzen.

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Ich möchte zurückgehen in der Zeit

Rezensionen von brauneye29:

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Tödliches Angebot von Marisa Kashino

Spannend

Zum Inhalt:
Margo will unbedingt ein neues Haus, doch die Suche ist frustrierend. Dann entdeckt sie ihr Traumhaus und setzt alles daran, es auch zu bekommen. Und sie will den Zuschlag bevor es überhaupt auf dem Markt kommt. Sie dringt in das Leben der Hausbesitzer ein, stößt jedoch auf Widerstand, doch den räumt sie aus dem Weg und nicht nur das.

Meine Meinung:
Was mich bei diesem Buch echt verblüfft hat, ist dass man Margo trotz all ihrer krassen Aktionen irgendwie sympathisch findet, auch wenn die Aktionen mehr als grenzwertig sind. Vielleicht aber auch, weil der Mann so mega unsympathisch ist. Insgesamt ist das Buch ungeheuer spannend geschrieben und man fragt sich ständig, was wohl als nächstes passieren wird. Ich hatte die Hörbuchversion und fand das Buch sehr gut gelesen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Fazit:
Spannend

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Tödliches Angebot

Rezensionen von Havers:

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Repair Club: Der Countdown läuft von Charles den Tex

Aktuelle politische Themen, spannend aufbereitet

Mit Spionagethrillern ist das so eine Sache. Wenn Könner wie John le Carré und oder Mick Herron am Werk sind, lese ich sie am liebsten in einem Rutsch, wirken sie realitätsfern und simpel konstruiert, fehlt mir meist der lange Atem, um bis zum Ende durchzuhalten. Glücklicherweise vereinen die Repair Club Bände des niederländischen Autors Charles den Tex das Beste aus den beiden Welten der obengenannten Autoren, nämlich den komplexen und kenntnisreichen Plot eines le Carré, garniert mit der beißenden Ironie Herrons, ohne dabei das politische Tagesgeschehen außen vor zu lassen.

Wie bereits im Vorgänger muss sich John Antink, Geheimagent im Ruhestand, auch in „Der Countdown läuft“, Band 2 der Repair Club Reihe, mit einem Ereignis aus seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Bei einem Reparatureinsatz des Clubs kommt ein ihm unbekannter Mann auf ihn zu, zeigt ihm das Foto einer Frauenleiche in einer Wüstenlandschaft und startet gleichzeitig einen Timer mit der Aufforderung, er möge das, was er sieht, reparieren, nämlich den Todesschützen ausfindig machen. Antink war damals dabei, kann sich aber beim besten Willen nur noch undeutlich an die Situation erinnern, hat diese ihn doch damals schwer traumatisiert. Aber wer ist der Unbekannten, der diese Forderung an ihn stellt? Und was ist sein Motiv? Aber die Uhr läuft, und so aktiviert Antink alte Kontakte, um dieses Rätsel innerhalb der ihm zugestandenen Zwei-Wochen-Frist zu lösen.

Ja, natürlich sind die Ereignisse in diesem Thriller fiktional, aber so oder so ähnlich sind mit Sicherheit zahlreiche afghanische Ortskräfte, die die internationalen ISAF Truppen unterstützten, nach Abzug der Truppen zu Tode gekommen oder müssen auch aktuell noch um ihr Leben fürchten, da der Westen, in diesem Fall die Niederlande, sich nicht für deren Schutz verantwortlich fühlten und fühlen.

Ein komplexer, spannender Agententhriller, der tief in der politischen Realität verankert ist, mit einem glaubhaften Plot und einem sympathischen Protagonisten, für den Moral kein Fremdwort ist. Lesen!

Band 3 der Reihe mit dem Titel “Der vergessene Spion“ erscheint Ende 05/2026.

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Repair Club: Der Countdown läuft

Rezensionen von Daggy:

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Gute-Quatsch-Nacht von Jussi Jubitsch; Susanne Straßer

Zungenbrecherstarkegeschichten

Ein wildes Durcheinander an Tieren liegt mit dem Kind im Bett und das Buch ist gespickt mit wunderschönen Zungenbrecherworten.
Zunächst gibt es in der Hütehundehütte 5 Hüttenhütehunde, wir sehen die übereinander in den Betten liegen und einer steigt noch die Leiter hinauf. Weiter geht es mit 4 Froschpfützenfrösche mit Pfützenfroschmützen.

Wir sehen sie mit ihren lustigen Kopfbedeckungen im Teich schlummern. Die Schleiereuelenscheune wird von 9 Scheunenschleiereulen bewohnt und sie sitzen zusammen auf der Stange und wechseln die Schleiereulenschleier jede Nacht. „Hätt´ ich nicht gedacht!““
So einen winzigen witzigen Reim gibt es zu jedem Textende. Die Zahlen von 1 – 10 kommen durcheinander mit immer anderen Tieren, die besondere, schwer auszusprechende Namen haben, vor. Und ich finde es total lustig, habe aber auch leicht Zweifel, ob ich den Text halbwegs fehlerfrei vorlesen werde. Aber ich freu mich drauf es zu probieren.
Es geht um Zahlen, Tiere und ein Kind, aber hauptsächlich um Spaß und das finde ich sehr wichtig. Einfach mal gepflegt albern sein. Ach ja, ehe ich es vergesse, die Bilder sind auch sehr gelungen und passend.

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Gute-Quatsch-Nacht

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Montmartre - Traum und Schicksal von Marie Lacrosse

Intensiv erzählt

Wie es im Leben von Elise und Valérie weitergeht, erzählt Marie Lacrosse im zweiten Band ihrer "Montmartre"-Reihe hier nahtlos weiter. Valérie Dumas muss heiraten, um das Ansehen ihrer Familie zu retten und Elise beginnt nach ihrer schweren Verletzung wieder zu arbeiten.

Die Arbeit im Moulin Rouge wird nicht nur durch ihren Neuanfang geprägt, sondern auch durch den neuen Chef, der neue Programme und Programmpunkte einführt, welches die Konkurrenz der Tänzerinnen anstachelt.

Besonders Louise wird immer eifersüchtiger und lässt sich so manche Gemeinheit einfallen. Elise überfällt die Angst vor einer erneuten Verletzung und somit vor der Zukunft, denn in wenigen Jahren sind ihre Tage als Tänzerin aufgrund ihres Alters gezählt. Wie soll sie ihre Familie dann ernähren? Andere Tänzerinnen werden als Kurtisane reich, ein Lebensentwurf über den sie nachdenkt, aber noch fehlt Elise die dafür nötige Einstellung, denn ihre moralischen Werte sind hoch angesetzt.

Nach dem ersten Erstarrtsein im Gefängnis ihrer Ehe mit Baptiste ist die erneute Begegnung mit Vincent van Gogh ein Lichtblick für Valérie. Seine Nachtbilder ermutigen sie, anders zu malen, ihrem Instinkt zu folgen. Sie entpuppt sich als geschickte Verhandlerin und hat Baptiste damit in der Hand. Doch wie lange?

Des Weiteren begleiten wir auch Simone, Elises Schwester, die ganz unten angelangt ist. Man hofft mit ihr, dass ihr die Flucht aus ihrem Elend gelingen wird. Auch mit André, Elises Ex-Freund, gibt es ein Wiedersehen. In diesem Band bewegt er sich in der politischen Szene. Der Maler Henri de Toulouse-Lautrec spielt weiterhin eine verbindende Rolle zwischen den Welten der beiden Protagonistinnen, die sich diese Mal zwar nicht persönlich begegnen, nur von weitem, sie haben aber trotzdem sehr viele Berührungspunkte.

Marie Lacrosse lässt den zweiten Band in den Jahren 1889 bis 1895 spielen. Jahre, in denen in Frankreich vieles passiert: die zehnte Weltausstellung 1889 in Paris; am 1. Mai 1890 wird zum ersten Mal der Tag der Demonstration gefeiert, ein Jahr später werden Demonstranten getötet; in der Sacré Coeur wird die achtgrösste Glocke der Welt, die "Savoyarde" eingesetzt; der Panama-Skandal wird öffentlich bekannt; Alfred Dreyfus wird ungerechtfertigt verurteilt; spürbar auch das Aufkeimen eines aggressiver werdenden französischen Nationalismus. Dieses Zeitgeschehen wird eingebunden in diese Fortsetzungsgeschichte von Elise und Valérie.

Dicht gewebt erzählt die Autorin natürlich auch von der Geschichte der Moulin Rouge und der Künstlerszene in Paris. Dies alles hat sie sehr gründlich recherchiert. Am Ende des Buches geht sie noch darauf ein, was alles fiktiv oder gegebenenfalls passend für den Roman umdatiert wurde. Durch so viele verschiedene, aber sehr gut und passend eingebundene Elemente wurde auch "Traum und Schicksal" wieder ein seitenstarkes Buch. Im Gegensatz zu Band 1 wurde ich hier stärker gefesselt vom Schicksal der Protagonistinnen und der anderen Charaktere.

Dennoch kam das Ende für mich sehr abrupt. Im eBook wird man davon aus heiterem Himmel überrascht und merkt erst, dass die vorherige Seite schon das Ende war, wenn man auf Seite 475/491 plötzlich merkt, dass dies kein neues Kapitel, sondern bereits das Nachwort ist. Das Ende jedoch lässt jedem offen, wie er sich die Biografien der Protagonistinnen zu Ende denken möchte, es gibt aber auch der Autorin die Gelegenheit, irgendwann vielleicht doch noch die Leben von Elise und Valérie weiter zu spinnen.

Fazit: Eine intensiv erzählte Geschichte zwischen Tanz, Kunst, Kirche, Puff und Politik. Lesenswert!
4 Sterne.

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Montmartre - Traum und Schicksal

Rezensionen von katis zettelchen:

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Richtig gutes Essen von Junko Takase

Witziger Roman über drei ganz unterschiedliche Büroangestellte

Ich kenne mich mit der japanischen Kultur nicht wirklich gut aus, habe nie dort gelebt. Sie interessiert mich sehr, u.a. durch Marukamis Bücher. Ich interpretiere diesen Roman als sehr ironisch, bin mir aber nicht hundertprozentig sicher – Humor ist kulturgebunden. Vielleicht macht mir gerade deshalb dieses Buch so viel Spaß, ich lese Ironie, aber es bleibt die Spannung, ob es wirklich ironisch gemeint ist.

Eine alltägliche Situation – größeres Büro, Plot dreht sich überwiegend um drei Angestellte, den Genussmenschen, den arbeitsamen Pragmatiker, die missgünstige Aufwieglerin und ihre Dynamik untereinander, ihre Einstellung zu Arbeit, Work-Life-Balance, Ehe - und Essen als Symbol für Genuss und Lebensfreude. Zu vielem habe ich einen Bezug (Büro mit Angestellten verschiedener Funktionen, mitgebrachtes, verteiltes Essen, Essen gehen etc.), anderes ist mir fremd (exzessives Arbeiten, Einstellung zu Ehe, zu Beziehungen usw). Ich lerne einiges über die japanische Büro- und Datingkultur – aber mit Vorbehalt durch die Brille der Ironie. Witzige, überraschende Dialoge.
„Du redest quasi nie über das Essen, das vor dir steht, deshalb muss ich auch nicht jedes Mal so was sagen wie >Lecker< oder >Total zart>, auch wenn es lecker ist, reicht es, das nur zu denken, darüber bin ich echt froh. […] alle haben doch komplett unterschiedliche Vorlieben, selbst wenn alle das Gleiche essen, ist die Art, wie die Zunge den Geschmack wahrnimmt ganz und gar verschieden, aber wir vereinheitlichen es, indem wir >Lecker, lecker< sagen, mir ist klar geworden, dass das richtig belastend ist. Wenn ich mit dir esse, gibt es das zum Glück nicht. Es ist, als würde ich allein essen.“
Sehr frisch erzählt, sehr gut lesbar, lustig, wunderschöne Aufmachung – klare Leseempfehlung.

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Richtig gutes Essen

Rezensionen von warda:

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Dein ADHS Buddy von Grace Koelma

Der Buddy

Das Buch „Dein ADHS Buddy“ ist sehr liebevoll und bunt gestaltet. Es springt einem direkt ins Auge und weckt das Interesse am Buch. Das Buch ist ADHS-entsprechend abgestimmt, so muss man sich nicht von vorne nach hinten durcharbeiten, sondern kann sich gezielt mit den jeweiligen Kapiteln beschäftigen.

Stärken, die mit ADHS einhergehen, werden hervorgehoben und ADHS wird generell als nichts Verwerfliches oder zu Kompensierendem dargestellt. Beim Thema Selbstdiagnose bin ich jedoch ein bisschen kritischer und erachte eine differenzierte Diagnostik für absolut wichtig! Auch das Thema der Medikation hat mir im Buch gefehlt, da viele ihren Alltag ohne medikamentöse Unterstützung nur schwer bewältigen können.
Alles in allem ist das Buch, wie auch im Namen genannt, ein guter Buddy. Kann aber eine Diagnose weder ersetzen, noch als alleiniges Werk das Thema ADHS vollends abdecken. Als Wegbegleiter für noch Nicht-Diagnostizierte ist das Buch aber zu empfehlen!

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Dein ADHS Buddy

Rezensionen von evaki:

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Der unsichtbare Elefant von Max A. Edelmann

Endlich ein Krimi mit Rätseln zum Mitdenken!

Wer wirklich einen spannenden Krimi zum Grübeln in Händen halten möchte, ist beim „Der unsichtbare Elefant“ von Max A. Edelmann genau richtig. Man watet nicht durch blutrünstige Schlachtfelder, sondern darf Stück für Stück einzelnen Puzzlestückchen aneinandersetzen.
Der Einstieg beginnt mit einem Paukenschlag – in einer großen Düsseldorfer Anwaltskanzlei, einem architektonischen Gebäude mit Atrium und exklusivem Kunstobjekt im Eingangsbereich, stürzt ein langjähriger Anwaltskollege zu Tode.

Zwei Zeugen gibt es, aber keinen Täter. Das große Rätsel beginnt und lässt bis zum Schluss, der immerhin über 400 Seiten, weder Langeweile noch Eintönigkeit aufkommen. Ganz im Gegenteil, irgendwann dreht man einfach selbst die Musik auf und überlegt, was denn die Gründe sein könnten, die diesen armen Menschen zum Abgang veranlasst haben. Wen wir auf diesem Weg alles kennenlernen und wie sich verschiedene Ereignisse miteinander verknüpfen, liest natürlich Jeder für sich. Ach ja, der Leser bestimmt natürlich auch das Tempo, denn zwischen den Zeilen gibt es so viel zu entdecken, wenn man es zulässt, dass dieser, erst einfach zu lesende Krimi, zu einem absoluten Jahreshighlight werden kann! Trauen Sie sich und lassen Sie sich auf ihn ein!

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Der unsichtbare Elefant

Rezensionen von Matthias P.:

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Casebook Europarecht von Moriz Kopetzki; Corinna Potocnik-Manzouri; Franziska Tillian; Nikolaus Wieser

Leider unglaublich frustrierend zu lesen

Leider haben sich die Autoren dafür entschieden, konsequent ausschließlich die weibliche Sprachform zu verwenden. Diese Entscheidung mag gut gemeint sein, erschwert den Lesefluss jedoch erheblich. Für mich wirkt die permanente Abweichung von der gewohnten neutralen/männlichen Sprachform unnötig anstrengend und lenkt vom eigentlichen Inhalt ab.

Statt zur Reflexion anzuregen, führt die Sprachwahl häufig zu Irritation und Frustration, was den Zugang zum Text deutlich beeinträchtigt.

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Casebook Europarecht

Rezensionen von Lerchie:

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Konrad Adenauer von Norbert Frei

Geschichte der jungen BRD

Konrad Adenauer ragt unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland heraus. Er ist es, der nach dem Krieg die erst Bundesregierung bilden konnte und die Demokratie im Westen verankerte. Dies führte zu einer Erfolgsgeschichte, die uns in der Bundesrepublik Wohlstand und frieden bescherte. Allerdings nahm er auch die Teilung Deutschlands in Kauf.

Der Zeithistoriker Norbert Frei schreibt zum 150.ten Geburtstag des Gründungskanzlers ein Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat. Norbert Frei Schildert Leben und Leistung des ersten deutschen Bundeskanzlers. Er beschreibt dessen politzische Stationen vom Kölner Oberbürgermeister, über die Zeit des dritten Reiches bis hin zum Gründungskanzler. Er analysiert seine Außenpolitik nach der Katastrophe, die unbedingte Westbindung, die er durchsetzte, geht auf gravierende Versäumnisse ein. Der Autor stellt einen Katholiken, einen autokratischen Parteiführer, skrupellosen Taktiker und weitblickenden Europäer und mit Skepsis begegnenden Deutschen vor. Er war einer der großen Staatmänner des 20. Jahrhunderts.


Meine Meinung
Leicht und flüssig zu lesen, war dieses Buch für mich nicht. Vor allem hatte ich Probleme im ersten Drittel des Buches mit den englischen Sätzen. Es waren zwar nicht allzu viele, aber trotzdem wäre es sinnvoll gewesen, diese z.B. dahinter Klammern zu übersetzen. Denn ich gehöre zu der Generation, die Englisch nur sporadisch gelernt hat. Ich hatte mich damals dagegen entschieden, weil ich eben damals den Sinn nicht sah. Allerdings habe ich das inzwischen schon oft bereut. Und ich bin mit Sicherheit nicht die Einzige, die das nicht versteht und das hätte vom Autor berücksichtigt werden müssen. Deshalb gefiel mir dieser Abschnitt nicht sonderlich, auch wenn er informativ war. Erst als die Bunderepublik gegründet wurde, wurde der Text dieser Biographie verständlicher. Was mich nicht so gut gefiel ist, dass der Autor mehr auf Adenauers Fehlern herumritt, die er mit Sicherheit gemacht hat, wer ist schon ohne Fehler. Anderes wurde oft nur kurz erwähnt. So hat Adenauer wohl eine frühe Wiedervereinigung verhindert, indem er die Bundesrepublik an den Westen gebunden hat. Doch was wäre das für eine Wiedervereinigung gewesen? Wer weiß wo wir dann heute stehen würden. Denn die UdSSR hätte einer Souveränität Deutschlands nie zugestimmt. Dank Adenauer können wir heute in Freiheit leben. Außerdem vermute ich, dass Adenauer, damals nach Moskau nicht wegen der Wiedervereinigung, sondern wegen der Befreiung so vieler deutscher Gefangener gereist ist. Das Wort Wiedervereinigung war vermutlich nur Mittel zum Zweck. Ich kann gut verstehen, dass Adenauer Ludwig Erhard nicht als Nachfolger wollte. Was daraus wurde, hat die Partei ja dann gemerkt. Gut gefallen hat mir das letzte Kapitel, genannt Der Patriarch. Hier sind Verdienste des Kanzlers dann doch vom Autor gewürdigt worden. Insgesamt gesehen war es jedoch ein Buch mit vielen Informationen, dich ich vorher nicht hatte, vorausgesetzt sie stimmen alle. Eine Überprüfung erwäge ich nicht, das ist mir zu umfangreich. Für alle, die Interesse an der Geschichte der jungen Bundesrepublik haben, ist das Buch zu empfehlen auch wenn es staubtrocken ist. Ich weiß jetzt, warum ich Biographien nie mochte, solche aber inzwischen doch lese. Allerdings nur von Personen, die mich interessieren, weshalb ich diese lesen wollte. Von mir, gerade wegen der nicht übersetzten Sätze, nur vier Sterne.

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Konrad Adenauer