Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ReiShimura:
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Vom Suchen, Scheitern und Lieben
Schwierige Familienverhältnisse und insbesondere komplizierte Mutter-Tochter Beziehungen sind beliebte Themen in der Literatur. Da kann einen schon mal das Gefühl überkommen, dass die Themen ausgereizt sind und es kein weiteres Buch dazu braucht. Doch dann stolpert man über ein Buch wie dieses und wird eines Besseren belehrt.
In ihrem Roman gibt die Autorin Judith Hoersch Einblick in das Leben von vier Frauen, Gabriele, Marie, Isabell und Alma. Alle vier sind Töchter und drei von ihnen sind ebenfalls Mutter. Das Leben der vier Frauen hängt auf irgendeine Art und Weise zusammen, wobei sich dies erst im Laufe des Romanes herauskristallisiert.
Die Erzählerperspektive wechselt zwischen den vier Frauen hin und her und auch Zeitsprünge gibt es in dem Buch so einige. Mal befindet man sich im Jahr 1981 und dann wieder 2019. Dies mag für manche Leserinnen und Leser eine Herausforderung oder ein Störfaktor sein, ich hatte damit im Großen und Ganzen keine Probleme.
Das Tempo des Buches würde ich als eher langsam und gemächlich bezeichnen. Gerade zu Beginn des Buches lässt sich Judith Hoersch viel Zeit und man hat phasenweise das Gefühl auf der Stelle zu treten. Dieses Gefühl ändert sich dann aber je näher man sich dem Ende des Buches nähert. Dort zieht das Tempo ordentlich an und die Ereignisse überschlagen sich fast.
Besonders hervorheben möchte ich, dass es sich hierbei meiner Meinung nach nicht um den klassischen Mutter-Tochter-Roman handelt. Judith Hoersch zeigt die verschiedensten Aspekte des Mutterseins auf, die schönen so wie auch die Schattenseiten. Auch dem Thema unerfüllter Kinderwunsch gibt sie Raum. Dabei geht sie sehr feinfühlig vor und überhaupt nicht wertend. Sie zeigt die Ambivalenz in den Muttergefühlen und wie sehr unsere Beziehung zur eigenen Mutter unser Verhältnis zu unseren Kindern beeinflusst.
Spannend fand ich, dass es sich bei diesem Hörbuch um eine Autorenlesung handelt. Damit habe ich bis dato sehr durchwachsene Erfahrungen gemacht und ziehe normalerweise professionelle und ausgebildete Sprecherinnen und Sprecher vor. Von Anfang an war ich allerdings begeistert von Judith Hoerschs Stimme und ihrer Art das Hörbuch zu lesen. Dies ist wahrscheinlich auch der Tatsache geschuldet, dass die Autorin auch Schauspielerin und Synchronsprecherin ist. Sie versteht ihr Handwerk wirklich und ich würde sofort wieder ein Hörbuch hören, welches von ihr gelesen wird.
Dieses Buch richtet sich meiner Meinung nach vor allem an Leserinnen und Leser die eine kraftvolle, feinfühlige und tiefsinnige Geschichte zu schätzen wissen. Personen die Bücher mit viel Handlung und Spannung bevorzugen, werden dieses Buch wohl eher nicht genießen können. Für mich war es auf jeden Fall eine sehr interessante Lektüre, die noch immer nachwirkt.
Rezensionen von brauneye29:
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Hat mir gefallen
Zum Inhalt:
Jakob gerät nach einem brutalen Überfall, bei dem seine Familie stirbt, in die Hand von Söldnern und wird nach Böhmen verschleppt und zum Dienst in der Armee von General Mansfeld gezwungen. Doch er erkennt dabei auch seine Bestimmung, den Rachefeldzug gegen Heinrich von Hohenfels. Doch es stellt sich die Frage, wie weit man gehen darf.
Meine Meinung:
Was mir hier so richtig gut gefallen hat, ist dass man natürlich in einer Romanform auch ein wenig Geschichte vermittelt bekommt. Dabei hat mir der Schreibstil besonders gut gefallen, weil auch die Sprache an die Zeit angepasst war und eben nicht so eine neumodische Sprache, die nicht gepasst hätte. Auch bekommt man einen Eindruck von einer Zeit, die voller Brutalität, aber auch Entbehrungen war, in der man selbst nicht hätte leben wollen. Man hat zwischendurch fast das Gefühl man liest ein super spannendes Geschichtsbuch, weil historische Ereignisse und Fantasie fließend ineinander über gehen.
Fazit:
Hat mir gefallen
Rezensionen von lesende_zitrone:
The Heat is on - Something's Cooking Between Us von Felicia Kingsley
Ein FBI-Agent und eine Köchin
Eine geheime Undercover-Operation mit vielen unerwarteten Wendungen. Und eine Frau, die wieder lernen muss, dass sie mehr sein kann.
In der Geschichte geht es um Romeo und Julia. Während Romeo ein FBI Agent ist, der die kriminellen Geschäfte von Julias Familie aufdecken soll, will Julia einfach nur ihr Leben zurück.
Seit Ihrer Diagnose wird sie von ihrem Vater stark eingeschränkt, dabei will sie nur im Familien-Restaurant als Chefköchin arbeiten. Während Romeo sich immer mehr in Betrieb einschleicht, kommt er auch Julia näher. Allerdings sollte man als Agent auf keinen Fall seine Zielperson küssen…oder?
Julia hat viel mit ihrer Familie und ihrer Krankheit zu kämpfen. Trotzdem versucht sie sich immer wieder durchzusetzen und ihre Wünsche bei ihrem Vater durchzusetzen. Ich finde sie sehr schlagkräftig und sympathisch. Nach und nach entdeckt sie sich wieder, was schön und realistisch dargestellt wurde. Romeo bzw. Dwight ist sehr talentiert, in jeder Hinsicht. Er hat, obwohl er jemanden anderen spielt, ein sehr großes Herz und absolut charmant. Zu jedem baut er schnell eine gute Basis auf, die er seiner FBI-Ausbildung zu verdanken hat. Wenn die beiden zusammen in einem Raum sind, sprühen die Funken schnell. Entweder schlecht oder vielleicht auch mal prickelnd.
Obwohl das Buch doch schon einige Seiten hat, finde ich die Geschichte spannend und fließend erzählt. Was mich das Buch kaum aus den Händen legen ließ. Das Restaurant Setting ist toll und hat sich real angefühlt. Die Krankheit von Julia wurde mit Respekt und Verstand thematisiert. Bisher hatte ich keinen Kontakt mit der Krankheit, es wurde aber sehr verständlich erklärt und wurde im Buch nie vergessen. Ihre Ängste und Unsicherheiten waren realitätsnah erläutert, wie ich empfinde. Da im Buch beide Perspektiven beschrieben waren, finde ich, hat es nochmal alles lebendiger werden lassen. Alles in einem ist die Story sehr fesselnd, mit viel Ernstigkeit, ebenso zum Lachen und Mitfühlen.
Die Geschichte ist eine große Empfehlung meinerseits für Leser/innen, die gerne etwas Abwechslung suchen mit Spice und viel Prickeln.
Rezensionen von BR:
Die Liebe, später von Gisa Klönne
Unzufriedenheit
Kora lebt seit vielen Jahren in Anselms Elternhaus in Köln während er zur Arbeit nach Berlin pendelte und nur am Wochenende zuhause war. Doch nun hat sich für Kora ihr vertrautes Leben verändert. Sie selbst musste eine schwere Zeit mit einer Herz OP überstehen und dass Anselm mit einer Frühverrentung jetzt ständig in Köln lebt hat sie komplett überrumpelt.
Von Anfang an merken wir dass Kora sich von ihrem Mann Anselm entfernt. Gleich mit der hastigen Abreise zu einer Einladung einer langjährigen Kollegin nach München. Sie hängt direkt einen Abstecher zu einem Bekannten dran der Kora unbedingt in die Suche nach seiner verschwundenen Frau einbinden will. In ihrer Beziehung geht sie auch auf Abstand. Sie lässt Anselm im Ungewissen wohin und warum sie verreist und die Grüblereien über die Beziehung teilt sie nicht mit ihm.
Ich habe mir schwergetan mit dieser Geschichte, besonders weil ich Kora mit ihrer Unzufriedenheit und ihren Gedankengängen nicht verstehen konnte. Ich bin genau in diesem Alter und finde dass man bis dahin schon viel darüber gelernt hat wie sich das Leben verändert. Man kennt die Gefahr von Verlust und Krankheit und spürt dass Möglichkeiten und Ziele etwas enger werden. Aber man tut gut daran, die Dinge zu schätzen die man hat und die gut sind. Auch eine gute Beziehung oder gute Freundschaften sind sehr wertvoll und man sollte schon etwas Mühe investieren.
Immerhin hatte ich zum Ende hin den Eindruck dass Kora mit ihrer Unruhe und allen Zweifeln doch auf einen Weg zurück gefunden hat.
Rezensionen von Ryria:
Das Signal von Ursula Poznanski
Vertraue niemandem
Als großer Poznanski-Fan war ich echt gespannt, welches Thema sie diesmal als Grundlage für ihren Thriller gewählt hat und diesmal haben wir gleich zwei Schwerpunkte: Winzige GPS-Tracker und das Leben, nachdem man ein Bein verloren hat.
Viola lebt zusammen mit ihrem Ehemann Adam das nach außen hin perfekte Leben, beide beruflich erfolgreich, attraktiv und im Auge der Öffentlichkeit.
Dass Viola bei einem Unfall dann jedoch ihr Bein verliert und keinerlei Erinnerung mehr an den Vorfall hat, ruiniert dieses perfekte Bild dann allerdings doch ein wenig, auch wenn Adam sich viel Mühe zu geben scheint. Doch kann sie ihm wirklich noch trauen? Moderne GPS-Tracker könnten die Antwort liefern...
Der Schreibstil ist genauso gut wie immer, man fliegt quasi durch die Seiten. In scheinbar "normale" Abschnitte mischen sich gut gestreute kleine Hinweise, die man jedoch zuerst nicht wirklich zuordnen kann. Von Anfang an stellt man sich viele Fragen und die Neugier treibt einen immer dazu, doch einfach noch ein Kapitel zu lesen, typisch für Poznanski-Bücher.
Etwas schade fand ich hier jedoch, dass man mit ein wenig Fachwissen recht schnell erraten kann, worum es eigentlich geht, einiges ist doch etwas vorhersehbar. Die große Überraschung am Ende bleibt dadurch aus, trotzdem war es ganz spannend zu lesen, wenn auch mit vereinzelten Abschnitten, die sich ein wenig gezogen haben.
So tragen ständige Wiederholungen über die Schwierigkeiten mit einem Bein oder das Verfolgen der Mitmenschen über die Tracker zwar zur Grundstimmung und Violas mentalem Zustand gut bei, für den Leser ist es nach einer Weile jedoch nicht mehr sooo spannend.
Die Atmosphäre wird aber gut getroffen, man wird selbst beim Lesen misstrauisch und leidet mit. Eine überschaubare Anzahl Charaktere sorgt dafür, dass man leicht den Überblick behält und schnell eigene Verdächtigungen anstellen kann.
Auch fand ich es wieder toll, wie die Grundthemen eingearbeitet wurden, man erfährt viel über die Tracker und das Leben mit einem Bein. Dies wirkte auf mich auch gut recherchiert und somit zusätzlich informativ.
Aus meiner Sicht nicht ihr bestes Werk, aber trotzdem wie gewohnt gute Spannung!
Rezensionen von Liselottchen:
Was Drachen im Frühling machen von Henning Callsen
Liebevolles Vorlesebuch, auch für Erstlesende
Alle freuen sich auf den Frühling, erwachen vom Winterschlaf und machen erste Spaziergänge, beginnen mit dem Frühjahrsputz oder anderen wichtigen Dingen. Doch auf einmal beginnt es wieder zu schneien. Drache Alfi und seine Freunde sind sich sicher: Der Frühling wurde entführt. Sie machen sich auf den Weg und wollen ihn retten.
Das Buch ist in einzelne kurze Kapitel aufgeteilt und eignet sich daher vorzüglich als Vorlesegeschichten vor dem Schlafengehen. Meinen Enkelkindern hat es gut gefallen, vor allem in den etwas tapsigen Alfi haben sie sich verliebt, es geschehen Missgeschicke, die zu lustigen Situationen führen. Auch die Illustrationen sind liebevoll und haben den Kleineren Spaß gemacht, während sich meine älteste Enkelin (7 Jahre) im Lesen versucht hat. Durch die einfach gehaltene Sprache war das schon gut möglich.
Mein Fazit: Ein gelungenes Vorlesebuch, das meine Enkelkinder und mich begeistert hat. Dass ich es bereits mehrmals vorlesen musste (durfte) sagt alles.
Rezensionen von gerlisch:
Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night von Magdalena Gammel
Magische Mandalas
Ein absolut gelungener Auftakt dieser epischen Slow-Burn-Romantasy-Trilogie!
Schon auf den ersten Seiten hat mich der wortgewandte Schreibstil abgeholt, detailreich, atmosphärisch und mit einem fantastischen Worldbuilding, sodass ich beim Lesen Bilder vor Augen hatte. Die Weltkarte hinten im Buch ist dabei das perfekte Extra, um noch tiefer einzutauchen.
Wir begleiten Izan, Lio, Bira, Haze und Kasmar auf ihrer Reise von Mitorigawa nach Zaradesh und stellen uns gemeinsam mit ihnen magischen Gefahren. Besonders Lios Entwicklung hat mich berührt, als zur Assassinin ausgebildete Sklavin ohne Erinnerungen kämpft sie mit Unsicherheit, Verletzlichkeit und der Frage, wer sie wirklich ist.
Und dann ist da Izan, er ist geheimnisvoll bis zum Schluss. Der Slow Burn zwischen ihm und Lio ist perfekt inszeniert, zart, intensiv und einfach süß. Wer’s spicy mag, kann sich per QR‑Code ein Bonuskapitel herunterladen.
Die magischen Kreaturen wie Sandmänner, Mattochen und Zwielichtbiester bringen zusätzliche Spannung. Mein persönliches Highlight: Nyxan, sein trockener Sarkasmus hat mir mehr als einmal ein Grinsen entlockt.
Auch wenn mir an manchen Stellen von allem ein bisschen zu viel war, bleibt es ein starker Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht.
Eine fesselnde Romantasy mit epischer Reise, starkem Charakteren und einem Magiesystem, was richtig toll aufgebaut wird. Ich freue mich auf Band 2!
Rezensionen von Ryria:
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
Die Freiheit im Himmel
Dieses Jahr ist Noahs Sommer nicht geprägt von ausgelassenen Spielen am Bach, bunten Kleidern und süßen Erfrischungen, sondern von Verboten, Angst und Unterdrückung.
Ähnlich wie damals im Irak wird auch hier eine streng religiöse totalitäre Herrschaft ausgerufen, das Kalifat. Aus dem Nichts ist plötzlich alles anders: Frauen dürfen nur noch ihre Augen zeigen, alles Westliche wie Handys, Zigaretten oder Fernsehen ist verboten, wer sich widersetzt hat schlimme Konsequenzen zu befürchten.
Wir begleiten Noah in dieser Zeit des Wandels und erleben das Geschehen dadurch aus den Augen eines 14-jährigen Jungens - er kann nicht komplett begreifen, was passiert, aber versteht gleichzeitig auch viel mehr, als manche ihm zutrauen. Er wandelt zwischen Gehorsam und kleinen Rebellionen, ohne die Tragweite seiner Handlungen richtig abschätzen zu können.
Die Schilderungen waren bedrückend, besondern wenn man bedenkt, dass dies von wahren Geschehnissen inspiriert wurde und es theoretisch auch immer wieder passieren kann.
Gleichzeitig hat Noahs Perspektive dafür gesorgt, dass es trotzdem noch irgendwie leicht zu lesen war. Hierbei möchte ich auch besonders den Schreibstil loben, kurze Kapitel und die leicht poetische Sprache haben den Roman zu einem echten Erlebnis gemacht.
Ebenfalls sehr gut gelungen ist die Verknüpfung von Familie und Gesellschaft. Wir bewegen uns viel auf der zwischenmenschlichen Ebene, während wir gleichzeitig auch die Welt außerhalb der Familie betrachten. Man lernt Menschen kennen, die sich gegen das Kalifat auflehnen, andere die es vollkommen unterstützen und schließlich diejenigen, die sich der Gehirnwäsche beugen.
Dazu erfährt man natürlich auch viel über die Taubenzucht und das Leben der Tauben, die durchgängig eine schöne Metapher darstellen.
Ein toller und wichtiger Roman, der ernste Themen wundervoll vermittelt.
Rezensionen von Leseliebee:
Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse! von Daniela Kulot
So macht Schule Spaß!
Das Erstleserbuch „Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse!“ Von Daniela Kulot ist ein wunderbares Kinderbuch, das den Schulanfang auf ganz besondere Weise feiert. Die fröhlichen Illustrationen, die leuchtenden Farben und die kindgerechte Sprache machen das Buch zu einem echten Schatz für alle, die gerade Lesen lernen.
Besonders schön ist, wie Themen wie Freundschaft, Teamgeist und das gemeinsame Lernen in den Schulalltag eingebettet werden. Die Figuren sind sympathisch, authentisch und laden Kinder zum Mitfühlen und Mitschmunzeln ein. Dabei wird das Lesen durch kurze, klar strukturierte Texte und große Schrift angenehm leicht gemacht – perfekt für Erstleserinnen und Erstleser. Es gibt acht Rätsel, die das Leseverständnis fördern und die Beobachtungsgabe stärken, die kamen bei meiner Tochter besonders gut an.
Ein herzliches, motivierendes und wunderschön illustriertes Erstlesebuch, das in keinem Schulanfangs-Regal fehlen sollte. Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von verhei:
The Exes von Leodora Darlington
Roman? Psychologischer Thriller?
Natalie hat einen sehnlichen Wunsch – sie wünscht sich eine perfekte Familie. Doch irgendwie läuft immer etwas schief und sie landen auf der Liste ihrer Exmänner. Mit James soll nun alles anders werden – doch eine Entdeckung bedroht die Beziehung. James entdeckt, dass die Exfreunde von Natalie nicht einfach so aus ihrem Leben verschwunden sind.
Sie haben Natalie nicht nur hintergangen und verletzt und sind daher verschwunden – sie sind alle drei tot. Natalie war außerdem immer in der Nähe. Nun wird es gefährlich, denn James weiß zu viel.
Dieses Werk ist ein Thriller, ja Psychothriller über Beziehungen und ihre Abgründe – aber er enthält auch viele Elemente einer klassischen Charakterstudie. Es streift so viele Themen um Familiendynamiken, Selbstwertgefühl und Selbstreflexion, Machtverhältnisse und der Suche nach Liebe. Auch stellt sich die Frage wie sehr ein unterschiedlicher ethnischer Background und sozioökonomischer Hintergrund eine Beziehung beeinflusst.
Der Roman ist gekennzeichnet durch Erzählungen aus der Ich-Perspektive in kurzen Kapiteln und häufige Rückblicke – in die Zeiten ihrer Kindheit und ihre vorherigen Beziehungen. Eingeleitet ganz pragmatisch mit Kapitelüberschriften – damals und jetzt. Briefe an die Exfreunde lockern die Erzählstruktur auf. Der Einstieg ins Buch ist doch eher gemütlich – ein ausloten. Man denkt, man erhält einen ersten Einblick in Natalies Psyche und nimmt das Gedachte Großteiles als Tatsache hin. Je weiter die Geschichte erzählt wird, desto mehr zweifelt man an den Aussagen von Natalie bzw. an Natalies eigener Wahrnehmung. Durch neue Entdeckungen und Andeutungen, Rückblenden erhöht sich die psychologische Spannung. Kann man der Protagonistin trauen?
Ein Psychologischer Thriller, der große Elemente einer Charakterstudie miteinschließt. Vor allem die Themen toxische Beziehungen und Rachegelüste aber auch familiäre Prägung.










